{"id":274240,"date":"2025-09-13T03:26:14","date_gmt":"2025-09-13T00:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/das-ist-die-merz-regierung-mehr-wirtschaft-mehr-manner-noch-weniger-ostdeutsche\/"},"modified":"2025-09-13T03:26:35","modified_gmt":"2025-09-13T00:26:35","slug":"das-ist-die-merz-regierung-mehr-wirtschaft-mehr-manner-noch-weniger-ostdeutsche","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-ist-die-merz-regierung-mehr-wirtschaft-mehr-manner-noch-weniger-ostdeutsche\/","title":{"rendered":"Das ist die Merz-Regierung \u2013 Mehr Wirtschaft, mehr M\u00e4nner, noch weniger Ostdeutsche"},"content":{"rendered":"<p>Friedrich Merz war noch kein Bundeskanzler, nicht einmal CDU-Vorsitzender, als er das Anforderungsprofil an die Mitglieder seiner k\u00fcnftigen Regierung formulierte: Deutschland habe einen Anspruch darauf, \u201evon einer wirklich gut ausgebildeten und so oft wie m\u00f6glich auch beruflich erfahrenen politischen Klasse gef\u00fchrt zu werden\u201c, sagte er vor vier Jahren der \u201eAugsburger Allgemeinen\u201c. Es gebe zu viele Berufspolitiker ohne jegliche Erfahrung in der Arbeitswelt, monierte er damals.\u00a0<\/p>\n<p>Von der Seitenlinie l\u00e4sst sich das leicht fordern, doch was wird daraus, wenn man selbst wieder auf dem politischen Spielfeld steht? Die Managementberatung Horv\u00e1th hat sich genau dies angeschaut. Sie wertete die Lebensl\u00e4ufe aller 86 Minister und Staatssekret\u00e4re in der schwarz-roten Bundesregierung aus. <\/p>\n<p>Die kurze Antwort: Mit Unterst\u00fctzung seines Vizes Lars Klingbeil (SPD) hat Merz geliefert, wie die Zahlen zeigen, die WELT AM SONNTAG exklusiv vorliegen. Es gibt unter seiner F\u00fchrung sehr viel mehr Spitzenpersonal, das bereits berufliche Stationen au\u00dferhalb der Politik hinter sich hat als unter Olaf Scholz (SPD).<\/p>\n<p>Vier von f\u00fcnf Ministern der aktuellen Regierung \u2013 genau sind es 79,2 Prozent \u2013 arbeiteten bereits in der Wirtschaft. In der Zeit von SPD, Gr\u00fcnen und FDP traf dies nicht einmal auf jeden Zweiten am Kabinettstisch zu, es waren nur 45,8 Prozent. <\/p>\n<p>Zu den bekanntesten F\u00e4llen in dem Merz-B\u00fcndnis geh\u00f6ren die Ex-Eon-Managerin und jetzige Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), der ehemalige Ceconomy-Vorstandschef und heutige Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sowie die Bauministerin Verena Hubertz (SPD), die als Gr\u00fcnderin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Koch-App Kitchen Stories fr\u00fch Unternehmerluft atmete. <\/p>\n<p>\u00dcber alle Minister und Staatssekret\u00e4re hinweg erh\u00f6hte sich die Wirtschaftsquote von 45,5 Prozent auf 59,3 Prozent. Dabei reichte es nicht, dass im Lebenslauf ein Unternehmenspraktikum steht. Es muss eine feste Stelle gewesen sein \u2013 bei einem privaten Arbeitgeber oder im \u00f6ffentlichen Dienst, etwa bei Krankenkassen oder in Schulen.<\/p>\n<p>Und was wurde studiert? In der Merz-Regierung dominieren die Juristen. Ihr Anteil stieg von 28,1 Prozent auf 41,9 Prozent. Zudem finden sich etwas mehr Geisteswissenschaftler \u2013 von 6,1 Prozent auf 9,3 Prozent ging es hier nach oben. <\/p>\n<p>Daf\u00fcr gibt es deutlich weniger Politikwissenschaftler (von 30,5 Prozent auf 19,8 Prozent) und Wirtschaftswissenschaftler (von 20,7 Prozent auf 14 Prozent) unter den Top-Kr\u00e4ften in den Ministerien.<\/p>\n<p>Bemerkenswert ist die Ost-West-Verschiebung bei den Studienorten. In der Scholz-Regierung rangierten unter den Top-3-Hochschulen mit Potsdam und Berlin zwei St\u00e4dte aus dem Osten \u2013 wenn auch die Freie Universit\u00e4t f\u00fcr West-Berlin steht. Sie stellten genauso wie Bonn f\u00fcnf Absolventen. <\/p>\n<p>In der Regierung von Merz hat Bonn die alleinige Spitzenposition inne, und zwar mit Abstand: Acht der 86 Minister und Staatssekret\u00e4re haben in der einstigen Bundeshauptstadt, unweit von Merz\u2019 Geburtsort im Sauerland, studiert. Es folgen Osnabr\u00fcck und die M\u00fcnchner Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t mit jeweils f\u00fcnf Absolventen. <\/p>\n<p>Dazu passt, dass die Ostdeutschen in der Merz-Regierung weiterhin deutlich unterrepr\u00e4sentiert sind. Sie kommen auf einen Anteil von sieben Prozent, in der Vorg\u00e4ngerregierung waren es acht. Der Anteil der Ostdeutschen an der Bev\u00f6lkerung liegt doppelt so hoch. Bleibt ein letzter wunder Punkt f\u00fcr Friedrich Merz: die Geschlechterverteilung. Von den Ministern und Staatssekret\u00e4ren sind nur 34,9 Prozent weiblich. Vor dem Regierungswechsel waren es 46,6 Prozent.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/karsten-seibel\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/karsten-seibel\/\"><b><em>Karsten Seibel<\/em><\/b><\/a><b><em> ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. 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Ihr Anteil stieg von 28,1 Prozent auf 41,9 Prozent. Zudem finden sich etwas mehr Geisteswissenschaftler \u2013 von 6,1 Prozent auf 9,3 Prozent ging es hier nach oben. Daf\u00fcr gibt es deutlich weniger Politikwissenschaftler (von 30,5 Prozent auf 19,8 Prozent) und Wirtschaftswissenschaftler (von 20,7 Prozent auf 14 Prozent) unter den Top-Kr\u00e4ften in den Ministerien.Bemerkenswert ist die Ost-West-Verschiebung bei den Studienorten. In der Scholz-Regierung rangierten unter den Top-3-Hochschulen mit Potsdam und Berlin zwei St\u00e4dte aus dem Osten \u2013 wenn auch die Freie Universit\u00e4t f\u00fcr West-Berlin steht. Sie stellten genauso wie Bonn f\u00fcnf Absolventen. In der Regierung von Merz hat Bonn die alleinige Spitzenposition inne, und zwar mit Abstand: Acht der 86 Minister und Staatssekret\u00e4re haben in der einstigen Bundeshauptstadt, unweit von Merz\u2019 Geburtsort im Sauerland, studiert. 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Es folgen Osnabr\u00fcck und die M\u00fcnchner Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t mit jeweils f\u00fcnf Absolventen. Dazu passt, dass die Ostdeutschen in der Merz-Regierung weiterhin deutlich unterrepr\u00e4sentiert sind. Sie kommen auf einen Anteil von sieben Prozent, in der Vorg\u00e4ngerregierung waren es acht. Der Anteil der Ostdeutschen an der Bev\u00f6lkerung liegt doppelt so hoch. Bleibt ein letzter wunder Punkt f\u00fcr Friedrich Merz: die Geschlechterverteilung. Von den Ministern und Staatssekret\u00e4ren sind nur 34,9 Prozent weiblich. Vor dem Regierungswechsel waren es 46,6 Prozent.Karsten Seibel ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. 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Ihr Anteil stieg von 28,1 Prozent auf 41,9 Prozent. Zudem finden sich etwas mehr Geisteswissenschaftler \u2013 von 6,1 Prozent auf 9,3 Prozent ging es hier nach oben. Daf\u00fcr gibt es deutlich weniger Politikwissenschaftler (von 30,5 Prozent auf 19,8 Prozent) und Wirtschaftswissenschaftler (von 20,7 Prozent auf 14 Prozent) unter den Top-Kr\u00e4ften in den Ministerien.Bemerkenswert ist die Ost-West-Verschiebung bei den Studienorten. In der Scholz-Regierung rangierten unter den Top-3-Hochschulen mit Potsdam und Berlin zwei St\u00e4dte aus dem Osten \u2013 wenn auch die Freie Universit\u00e4t f\u00fcr West-Berlin steht. Sie stellten genauso wie Bonn f\u00fcnf Absolventen. In der Regierung von Merz hat Bonn die alleinige Spitzenposition inne, und zwar mit Abstand: Acht der 86 Minister und Staatssekret\u00e4re haben in der einstigen Bundeshauptstadt, unweit von Merz\u2019 Geburtsort im Sauerland, studiert. 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In der Zeit von SPD, Gr\u00fcnen und FDP traf dies nicht einmal auf jeden Zweiten am Kabinettstisch zu, es waren nur 45,8 Prozent. Zu den bekanntesten F\u00e4llen in dem Merz-B\u00fcndnis geh\u00f6ren die Ex-Eon-Managerin und jetzige Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), der ehemalige Ceconomy-Vorstandschef und heutige Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sowie die Bauministerin Verena Hubertz (SPD), die als Gr\u00fcnderin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Koch-App Kitchen Stories fr\u00fch Unternehmerluft atmete. \u00dcber alle Minister und Staatssekret\u00e4re hinweg erh\u00f6hte sich die Wirtschaftsquote von 45,5 Prozent auf 59,3 Prozent. Dabei reichte es nicht, dass im Lebenslauf ein Unternehmenspraktikum steht. Es muss eine feste Stelle gewesen sein \u2013 bei einem privaten Arbeitgeber oder im \u00f6ffentlichen Dienst, etwa bei Krankenkassen oder in Schulen.Und was wurde studiert? In der Merz-Regierung dominieren die Juristen. Ihr Anteil stieg von 28,1 Prozent auf 41,9 Prozent. Zudem finden sich etwas mehr Geisteswissenschaftler \u2013 von 6,1 Prozent auf 9,3 Prozent ging es hier nach oben. Daf\u00fcr gibt es deutlich weniger Politikwissenschaftler (von 30,5 Prozent auf 19,8 Prozent) und Wirtschaftswissenschaftler (von 20,7 Prozent auf 14 Prozent) unter den Top-Kr\u00e4ften in den Ministerien.Bemerkenswert ist die Ost-West-Verschiebung bei den Studienorten. In der Scholz-Regierung rangierten unter den Top-3-Hochschulen mit Potsdam und Berlin zwei St\u00e4dte aus dem Osten \u2013 wenn auch die Freie Universit\u00e4t f\u00fcr West-Berlin steht. Sie stellten genauso wie Bonn f\u00fcnf Absolventen. In der Regierung von Merz hat Bonn die alleinige Spitzenposition inne, und zwar mit Abstand: Acht der 86 Minister und Staatssekret\u00e4re haben in der einstigen Bundeshauptstadt, unweit von Merz\u2019 Geburtsort im Sauerland, studiert. Es folgen Osnabr\u00fcck und die M\u00fcnchner Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t mit jeweils f\u00fcnf Absolventen. Dazu passt, dass die Ostdeutschen in der Merz-Regierung weiterhin deutlich unterrepr\u00e4sentiert sind. Sie kommen auf einen Anteil von sieben Prozent, in der Vorg\u00e4ngerregierung waren es acht. Der Anteil der Ostdeutschen an der Bev\u00f6lkerung liegt doppelt so hoch. Bleibt ein letzter wunder Punkt f\u00fcr Friedrich Merz: die Geschlechterverteilung. Von den Ministern und Staatssekret\u00e4ren sind nur 34,9 Prozent weiblich. Vor dem Regierungswechsel waren es 46,6 Prozent.Karsten Seibel ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. 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Es gebe zu viele Berufspolitiker ohne jegliche Erfahrung in der Arbeitswelt, monierte er damals.\u00a0Von der Seitenlinie l\u00e4sst sich das leicht fordern, doch was wird daraus, wenn man selbst wieder auf dem politischen Spielfeld steht? Die Managementberatung Horv\u00e1th hat sich genau dies angeschaut. Sie wertete die Lebensl\u00e4ufe aller 86 Minister und Staatssekret\u00e4re in der schwarz-roten Bundesregierung aus. Die kurze Antwort: Mit Unterst\u00fctzung seines Vizes Lars Klingbeil (SPD) hat Merz geliefert, wie die Zahlen zeigen, die WELT AM SONNTAG exklusiv vorliegen. Es gibt unter seiner F\u00fchrung sehr viel mehr Spitzenpersonal, das bereits berufliche Stationen au\u00dferhalb der Politik hinter sich hat als unter Olaf Scholz (SPD).Vier von f\u00fcnf Ministern der aktuellen Regierung \u2013 genau sind es 79,2 Prozent \u2013 arbeiteten bereits in der Wirtschaft. 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Ihr Anteil stieg von 28,1 Prozent auf 41,9 Prozent. Zudem finden sich etwas mehr Geisteswissenschaftler \u2013 von 6,1 Prozent auf 9,3 Prozent ging es hier nach oben. Daf\u00fcr gibt es deutlich weniger Politikwissenschaftler (von 30,5 Prozent auf 19,8 Prozent) und Wirtschaftswissenschaftler (von 20,7 Prozent auf 14 Prozent) unter den Top-Kr\u00e4ften in den Ministerien.Bemerkenswert ist die Ost-West-Verschiebung bei den Studienorten. In der Scholz-Regierung rangierten unter den Top-3-Hochschulen mit Potsdam und Berlin zwei St\u00e4dte aus dem Osten \u2013 wenn auch die Freie Universit\u00e4t f\u00fcr West-Berlin steht. Sie stellten genauso wie Bonn f\u00fcnf Absolventen. In der Regierung von Merz hat Bonn die alleinige Spitzenposition inne, und zwar mit Abstand: Acht der 86 Minister und Staatssekret\u00e4re haben in der einstigen Bundeshauptstadt, unweit von Merz\u2019 Geburtsort im Sauerland, studiert. Es folgen Osnabr\u00fcck und die M\u00fcnchner Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t mit jeweils f\u00fcnf Absolventen. Dazu passt, dass die Ostdeutschen in der Merz-Regierung weiterhin deutlich unterrepr\u00e4sentiert sind. Sie kommen auf einen Anteil von sieben Prozent, in der Vorg\u00e4ngerregierung waren es acht. Der Anteil der Ostdeutschen an der Bev\u00f6lkerung liegt doppelt so hoch. Bleibt ein letzter wunder Punkt f\u00fcr Friedrich Merz: die Geschlechterverteilung. Von den Ministern und Staatssekret\u00e4ren sind nur 34,9 Prozent weiblich. Vor dem Regierungswechsel waren es 46,6 Prozent.Karsten Seibel ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. 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In der Zeit von SPD, Gr\u00fcnen und FDP traf dies nicht einmal auf jeden Zweiten am Kabinettstisch zu, es waren nur 45,8 Prozent. Zu den bekanntesten F\u00e4llen in dem Merz-B\u00fcndnis geh\u00f6ren die Ex-Eon-Managerin und jetzige Wirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), der ehemalige Ceconomy-Vorstandschef und heutige Digitalminister Karsten Wildberger (CDU) sowie die Bauministerin Verena Hubertz (SPD), die als Gr\u00fcnderin und Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Koch-App Kitchen Stories fr\u00fch Unternehmerluft atmete. \u00dcber alle Minister und Staatssekret\u00e4re hinweg erh\u00f6hte sich die Wirtschaftsquote von 45,5 Prozent auf 59,3 Prozent. Dabei reichte es nicht, dass im Lebenslauf ein Unternehmenspraktikum steht. Es muss eine feste Stelle gewesen sein \u2013 bei einem privaten Arbeitgeber oder im \u00f6ffentlichen Dienst, etwa bei Krankenkassen oder in Schulen.Und was wurde studiert? In der Merz-Regierung dominieren die Juristen. Ihr Anteil stieg von 28,1 Prozent auf 41,9 Prozent. Zudem finden sich etwas mehr Geisteswissenschaftler \u2013 von 6,1 Prozent auf 9,3 Prozent ging es hier nach oben. Daf\u00fcr gibt es deutlich weniger Politikwissenschaftler (von 30,5 Prozent auf 19,8 Prozent) und Wirtschaftswissenschaftler (von 20,7 Prozent auf 14 Prozent) unter den Top-Kr\u00e4ften in den Ministerien.Bemerkenswert ist die Ost-West-Verschiebung bei den Studienorten. In der Scholz-Regierung rangierten unter den Top-3-Hochschulen mit Potsdam und Berlin zwei St\u00e4dte aus dem Osten \u2013 wenn auch die Freie Universit\u00e4t f\u00fcr West-Berlin steht. Sie stellten genauso wie Bonn f\u00fcnf Absolventen. In der Regierung von Merz hat Bonn die alleinige Spitzenposition inne, und zwar mit Abstand: Acht der 86 Minister und Staatssekret\u00e4re haben in der einstigen Bundeshauptstadt, unweit von Merz\u2019 Geburtsort im Sauerland, studiert. Es folgen Osnabr\u00fcck und die M\u00fcnchner Ludwig-Maximilians-Universit\u00e4t mit jeweils f\u00fcnf Absolventen. Dazu passt, dass die Ostdeutschen in der Merz-Regierung weiterhin deutlich unterrepr\u00e4sentiert sind. Sie kommen auf einen Anteil von sieben Prozent, in der Vorg\u00e4ngerregierung waren es acht. Der Anteil der Ostdeutschen an der Bev\u00f6lkerung liegt doppelt so hoch. Bleibt ein letzter wunder Punkt f\u00fcr Friedrich Merz: die Geschlechterverteilung. Von den Ministern und Staatssekret\u00e4ren sind nur 34,9 Prozent weiblich. Vor dem Regierungswechsel waren es 46,6 Prozent.Karsten Seibel ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. 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