{"id":273041,"date":"2025-09-09T23:27:09","date_gmt":"2025-09-09T20:27:09","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/und-dann-weist-baerbock-einen-arabischen-journalisten-zurecht\/"},"modified":"2025-09-09T23:27:39","modified_gmt":"2025-09-09T20:27:39","slug":"und-dann-weist-baerbock-einen-arabischen-journalisten-zurecht","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/und-dann-weist-baerbock-einen-arabischen-journalisten-zurecht\/","title":{"rendered":"Und dann weist Baerbock einen arabischen Journalisten zurecht"},"content":{"rendered":"<p>Als Annalena Baerbock kurz nach 12 Uhr Ortszeit vor die Kameras der Welt-\u00d6ffentlichkeit tritt, macht ihre Pressesprecherin gleich zu Beginn klar: Heute wird es keine gro\u00dfe Gelegenheit f\u00fcr Interviews geben. Drei kurze Fragen seien zugelassen, hier im Forum des Hauptsitzes der Vereinten Nationen in New York, wo sich dutzende Journalisten und Kamerateams eingefunden haben. Der Terminkalender der neuen Pr\u00e4sidentin der UN-Vollversammlung sei heute leider sehr eng.<\/p>\n<p>Wenige Minuten davor hatte Baerbock von ihrem Vorg\u00e4nger, Phil\u00e9mon Yang aus Kamerun, den symbolischen Holzhammer der Vereinten Nationen in Empfang genommen. Sie hat nun das protokollarisch h\u00f6chste Amt bei der UNO inne. Im wei\u00dfen Hosenanzug legte sie den Schwur ab, dann ging es nach kurzer Unterbrechung vor die Kameras. <\/p>\n<p>Drei Minuten dauert das, was Baerbock der internationalen Presse zu sagen hat. Ihre S\u00e4tze wirken dabei auswendig gelernt, teilweise liest sie ab. Versprecher aber \u2013 wie bei anderen Reden auf Englisch zuvor \u2013 leistet sich die ehemalige Bundesau\u00dfenministerin keine. Zun\u00e4chst spult Baerbock das diplomatische ABC ab, betont, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit sei, kommt dann auf das Motto der neuen Legislatur zu sprechen, das da hei\u00dft \u201eBetter together\u201c. <\/p>\n<p>Dann aber wird es konkreter. Baerbock spricht vier aktuelle Konfliktherde an: Zun\u00e4chst Gaza, Ukraine und den Sudan \u2013 L\u00e4nder, in denen seit nunmehr Jahren Krieg herrscht, ohne, dass sich eine schnelle Friedensl\u00f6sung andeutet. Als viertes, f\u00fcr viele wohl \u00fcberraschend, wird Haiti genannt. Dort herrscht kein Krieg. Doch im Zuge der Nachwehen des m\u00f6rderischen Erdbebens im Jahr 2010, hat sich dort eine Gewaltherrschaft nahe der Anarchie etabliert. Gangs kontrollieren gro\u00dfe Teile des Landes, internationale Helfer und Diplomaten haben das Land verlassen, ebenso wie zehntausende Haitianer, die Zuflucht in den USA suchen. In allen vier Konflikten habe die UN \u201enicht geliefert\u201c, findet Baerbock. Das sei \u201eein Versagen\u201c der Weltgemeinschaft. <\/p>\n<p>Generell spart sie nicht mit Kritik an der UN. Diese befinde sich am Scheideweg: finanziell und politisch. \u00dcber Wladimir Putin oder Xi Jinping wird Baerbock hingegen nicht sprechen. Auch nicht \u00fcber Donald Trump, der den UN k\u00fcrzlich die Mittel gek\u00fcrzt hat und immer wieder deutlich machte, dass er von dem Gremium herzlich wenig h\u00e4lt. Schlie\u00dflich sagt Baerbock einen Satz, \u00fcber den wohl noch zu sprechen sein wird: Die UN m\u00fcsse fit werden f\u00fcrs 21. Jahrhundert. <\/p>\n<p>Die Gelegenheit nachzufragen, was sie damit meine und was denn in den vergangenen 25 Jahren passiert ist, ergreifen die drei Journalisten, denen es erlaubt wird, eine Frage zu stellen, jedoch nicht. Stattdessen drehen sich alle drei Fragen \u2013 darunter zwei arabischsprachige Medien, die aufgerufen werden \u2013 um den Nahost-Konflikt.<\/p>\n<h3>Die UN werde liefern, k\u00fcndigt Baerbock an<\/h3>\n<p>Die erste Frage stellt eine Reporterin von Al Jazeera, sie will ein Statement zum j\u00fcngsten israelischen Luftangriff auf ranghohe Hamas-Mitglieder in Katar. Baerbock antwortet \u2013 und es wird klar, dass sie mit genau dieser Frage gerechnet hat. Wieder ist ihr Statement zum Teil abgelesen, wirkt h\u00f6lzern.  \u201eDie Eskalation von heute ist offensichtlich besorgniserregend\u201c, sagt sie. \u201eDie Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t aller Mitgliedstaaten muss respektiert und darf von keinem Mitgliedstaat verletzt werden.\u201c<\/p>\n<p>Dann ruft Baerbock alle Parteien zu h\u00f6chster Zur\u00fcckhaltung auf, wie es die UN-Charta erfordere. \u201eWir brauchen keine weiteren Spannungen in der Region\u201c. Es folgt eine Aussage, wie sie schon oft davor zu h\u00f6ren war und die angesichts des schwelenden Konflikts in der Region vorerst wohl ein frommer Wunsch bleiben d\u00fcrfte: Es m\u00fcsse intensive diplomatische Bem\u00fchungen in Richtung eines sofortigen und dauerhaften Waffenstillstands geben sowie eine Verbesserung der humanit\u00e4ren Lage f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung im Gazastreifen durch die israelische Regierung, so Baerbock. Die Hamas m\u00fcsse zudem alle Geiseln in ihrer Gewalt freilassen.<\/p>\n<p>Die zweite Frage eines Reporters, der sich als Abdelhamid Siyam von der arabischsprachigen Tageszeitung \u201eAl Quds\u201c vorstellt, zielt auf eine angebliche \u00c4u\u00dferung Baerbocks in ihrer Zeit als deutsche Au\u00dfenministerin ab. Ob es sich dabei um <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/abdel-hamid-abdel-jaber-42092b6\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.linkedin.com\/in\/abdel-hamid-abdel-jaber-42092b6\">jenen Abdelhamid Siyam handelt, der heute als Professor in New York arbeitet<\/a> und nach eigenen Angaben mehre Jahre selbst \u201eSpokesperson\u201c bei den UN war, bleibt zun\u00e4chst unklar. <\/p>\n<p>Laut Siyam jedenfalls, habe Baerbock einst gesagt, dass es vertretbar sei, dass Israel im Gazastreifen zivile Ziele bombardiere, beispielsweise Krankenh\u00e4user. Ob sie sich heute davon distanziere, will er wissen. Ohne auf den Nahost-Konflikt n\u00e4her einzugehen, antwortet Baerbock kurz und pr\u00e4zise. Diese \u00c4u\u00dferung sei so nie gefallen, stellt sie klar. Sie bitte darum, in Zukunft von der Presse doch richtig zitiert zu werden, weist sie den Reporter an. Der wiederum sagt daraufhin nichts. <\/p>\n<p>Die \u201est\u00fcrmischen geopolitischen Zeiten\u201c, von denen Baerbock noch vor wenigen Tagen sprach \u2013 sie bekommt sie schon am Tag Eins ihrer Pr\u00e4sidentschaft zu sp\u00fcren. In der anschlie\u00dfenden Rede, die Baerbock im ber\u00fchmten Sitzungssaal der UN vor dem gr\u00fcnen Marmor h\u00e4lt, streift die neue Pr\u00e4sidentin die zuvor erw\u00e4hnten Konflikte nur. \u201eWe will unite to deliver\u201c \u2013 man werde gemeinsam liefern, dieses Mantra wiederholt sich in der Ansprache mehrfach. <\/p>\n<p>\u201eEs gibt keine Alternative. Die Welt braucht die UN\u201c, sagt die Ex-Ministerin. \u201eDie Welt ist in Schmerz. Aber ohne die UN w\u00e4re der Schmerz noch gr\u00f6\u00dfer\u201c. 26 Millionen Kinder beispielsweise h\u00e4tten ohne die UN keinen Zugang zu Bildung, 125 Millionen nicht gen\u00fcgend zu essen. Dann folgen etliche Floskeln, bei denen Baerbock jede Silbe einzeln betont. \u201eIt will not be esay\u201c, sagt sie beispielsweise. Oder: \u201eIt takes courage, to stand up.\u201c <\/p>\n<p>Im letzten Drittel der Rede macht Baerbock eine Andeutung, an die man sich wohl noch erinnern wird. Vielleicht werde man sich wundern, wenn dem scheidenden UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres das erste Mal eine Frau im Amt nachfolgen werde, sagt sie. Wer daf\u00fcr infrage komme \u2013 vielleicht sie selbst \u2013 l\u00e4sst Baerbock offen. <\/p>\n<p><b><em>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c erstellt.<\/em><\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/jan-klauth\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/jan-klauth\/\"><b><em>Jan Klauth<\/em><\/b><\/a><b><em> ist US-Korrespondent mit Sitz in New York.<\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Als Annalena Baerbock kurz nach 12 Uhr Ortszeit vor die Kameras der Welt-\u00d6ffentlichkeit tritt, macht ihre Pressesprecherin gleich zu Beginn klar: Heute wird es keine gro\u00dfe Gelegenheit f\u00fcr Interviews geben. 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Zun\u00e4chst spult Baerbock das diplomatische ABC ab, betont, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit sei, kommt dann auf das Motto der neuen Legislatur zu sprechen, das da hei\u00dft \u201eBetter together\u201c. Dann aber wird es konkreter. Baerbock spricht vier aktuelle Konfliktherde an: Zun\u00e4chst Gaza, Ukraine und den Sudan \u2013 L\u00e4nder, in denen seit nunmehr Jahren Krieg herrscht, ohne, dass sich eine schnelle Friedensl\u00f6sung andeutet. Als viertes, f\u00fcr viele wohl \u00fcberraschend, wird Haiti genannt. Dort herrscht kein Krieg. Doch im Zuge der Nachwehen des m\u00f6rderischen Erdbebens im Jahr 2010, hat sich dort eine Gewaltherrschaft nahe der Anarchie etabliert. Gangs kontrollieren gro\u00dfe Teile des Landes, internationale Helfer und Diplomaten haben das Land verlassen, ebenso wie zehntausende Haitianer, die Zuflucht in den USA suchen. In allen vier Konflikten habe die UN \u201enicht geliefert\u201c, findet Baerbock. Das sei \u201eein Versagen\u201c der Weltgemeinschaft. Generell spart sie nicht mit Kritik an der UN. Diese befinde sich am Scheideweg: finanziell und politisch. \u00dcber Wladimir Putin oder Xi Jinping wird Baerbock hingegen nicht sprechen. Auch nicht \u00fcber Donald Trump, der den UN k\u00fcrzlich die Mittel gek\u00fcrzt hat und immer wieder deutlich machte, dass er von dem Gremium herzlich wenig h\u00e4lt. Schlie\u00dflich sagt Baerbock einen Satz, \u00fcber den wohl noch zu sprechen sein wird: Die UN m\u00fcsse fit werden f\u00fcrs 21. Jahrhundert. Die Gelegenheit nachzufragen, was sie damit meine und was denn in den vergangenen 25 Jahren passiert ist, ergreifen die drei Journalisten, denen es erlaubt wird, eine Frage zu stellen, jedoch nicht. Stattdessen drehen sich alle drei Fragen \u2013 darunter zwei arabischsprachige Medien, die aufgerufen werden \u2013 um den Nahost-Konflikt.Die UN werde liefern, k\u00fcndigt Baerbock anDie erste Frage stellt eine Reporterin von Al Jazeera, sie will ein Statement zum j\u00fcngsten israelischen Luftangriff auf ranghohe Hamas-Mitglieder in Katar. Baerbock antwortet \u2013 und es wird klar, dass sie mit genau dieser Frage gerechnet hat. Wieder ist ihr Statement zum Teil abgelesen, wirkt h\u00f6lzern. \u201eDie Eskalation von heute ist offensichtlich besorgniserregend\u201c, sagt sie. \u201eDie Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t aller Mitgliedstaaten muss respektiert und darf von keinem Mitgliedstaat verletzt werden.\u201cDann ruft Baerbock alle Parteien zu h\u00f6chster Zur\u00fcckhaltung auf, wie es die UN-Charta erfordere. \u201eWir brauchen keine weiteren Spannungen in der Region\u201c. Es folgt eine Aussage, wie sie schon oft davor zu h\u00f6ren war und die angesichts des schwelenden Konflikts in der Region vorerst wohl ein frommer Wunsch bleiben d\u00fcrfte: Es m\u00fcsse intensive diplomatische Bem\u00fchungen in Richtung eines sofortigen und dauerhaften Waffenstillstands geben sowie eine Verbesserung der humanit\u00e4ren Lage f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung im Gazastreifen durch die israelische Regierung, so Baerbock. Die Hamas m\u00fcsse zudem alle Geiseln in ihrer Gewalt freilassen.Die zweite Frage eines Reporters, der sich als Abdelhamid Siyam von der arabischsprachigen Tageszeitung \u201eAl Quds\u201c vorstellt, zielt auf eine angebliche \u00c4u\u00dferung Baerbocks in ihrer Zeit als deutsche Au\u00dfenministerin ab. Ob es sich dabei um jenen Abdelhamid Siyam handelt, der heute als Professor in New York arbeitet und nach eigenen Angaben mehre Jahre selbst \u201eSpokesperson\u201c bei den UN war, bleibt zun\u00e4chst unklar. Laut Siyam jedenfalls, habe Baerbock einst gesagt, dass es vertretbar sei, dass Israel im Gazastreifen zivile Ziele bombardiere, beispielsweise Krankenh\u00e4user. Ob sie sich heute davon distanziere, will er wissen. Ohne auf den Nahost-Konflikt n\u00e4her einzugehen, antwortet Baerbock kurz und pr\u00e4zise. Diese \u00c4u\u00dferung sei so nie gefallen, stellt sie klar. Sie bitte darum, in Zukunft von der Presse doch richtig zitiert zu werden, weist sie den Reporter an. Der wiederum sagt daraufhin nichts. Die \u201est\u00fcrmischen geopolitischen Zeiten\u201c, von denen Baerbock noch vor wenigen Tagen sprach \u2013 sie bekommt sie schon am Tag Eins ihrer Pr\u00e4sidentschaft zu sp\u00fcren. In der anschlie\u00dfenden Rede, die Baerbock im ber\u00fchmten Sitzungssaal der UN vor dem gr\u00fcnen Marmor h\u00e4lt, streift die neue Pr\u00e4sidentin die zuvor erw\u00e4hnten Konflikte nur. \u201eWe will unite to deliver\u201c \u2013 man werde gemeinsam liefern, dieses Mantra wiederholt sich in der Ansprache mehrfach. \u201eEs gibt keine Alternative. Die Welt braucht die UN\u201c, sagt die Ex-Ministerin. \u201eDie Welt ist in Schmerz. Aber ohne die UN w\u00e4re der Schmerz noch gr\u00f6\u00dfer\u201c. 26 Millionen Kinder beispielsweise h\u00e4tten ohne die UN keinen Zugang zu Bildung, 125 Millionen nicht gen\u00fcgend zu essen. Dann folgen etliche Floskeln, bei denen Baerbock jede Silbe einzeln betont. \u201eIt will not be esay\u201c, sagt sie beispielsweise. Oder: \u201eIt takes courage, to stand up.\u201c Im letzten Drittel der Rede macht Baerbock eine Andeutung, an die man sich wohl noch erinnern wird. Vielleicht werde man sich wundern, wenn dem scheidenden UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres das erste Mal eine Frau im Amt nachfolgen werde, sagt sie. Wer daf\u00fcr infrage komme \u2013 vielleicht sie selbst \u2013 l\u00e4sst Baerbock offen. 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Der Terminkalender der neuen Pr\u00e4sidentin der UN-Vollversammlung sei heute leider sehr eng.Wenige Minuten davor hatte Baerbock von ihrem Vorg\u00e4nger, Phil\u00e9mon Yang aus Kamerun, den symbolischen Holzhammer der Vereinten Nationen in Empfang genommen. Sie hat nun das protokollarisch h\u00f6chste Amt bei der UNO inne. Im wei\u00dfen Hosenanzug legte sie den Schwur ab, dann ging es nach kurzer Unterbrechung vor die Kameras. Drei Minuten dauert das, was Baerbock der internationalen Presse zu sagen hat. Ihre S\u00e4tze wirken dabei auswendig gelernt, teilweise liest sie ab. Versprecher aber \u2013 wie bei anderen Reden auf Englisch zuvor \u2013 leistet sich die ehemalige Bundesau\u00dfenministerin keine. Zun\u00e4chst spult Baerbock das diplomatische ABC ab, betont, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit sei, kommt dann auf das Motto der neuen Legislatur zu sprechen, das da hei\u00dft \u201eBetter together\u201c. Dann aber wird es konkreter. Baerbock spricht vier aktuelle Konfliktherde an: Zun\u00e4chst Gaza, Ukraine und den Sudan \u2013 L\u00e4nder, in denen seit nunmehr Jahren Krieg herrscht, ohne, dass sich eine schnelle Friedensl\u00f6sung andeutet. Als viertes, f\u00fcr viele wohl \u00fcberraschend, wird Haiti genannt. Dort herrscht kein Krieg. Doch im Zuge der Nachwehen des m\u00f6rderischen Erdbebens im Jahr 2010, hat sich dort eine Gewaltherrschaft nahe der Anarchie etabliert. Gangs kontrollieren gro\u00dfe Teile des Landes, internationale Helfer und Diplomaten haben das Land verlassen, ebenso wie zehntausende Haitianer, die Zuflucht in den USA suchen. In allen vier Konflikten habe die UN \u201enicht geliefert\u201c, findet Baerbock. Das sei \u201eein Versagen\u201c der Weltgemeinschaft. Generell spart sie nicht mit Kritik an der UN. Diese befinde sich am Scheideweg: finanziell und politisch. \u00dcber Wladimir Putin oder Xi Jinping wird Baerbock hingegen nicht sprechen. Auch nicht \u00fcber Donald Trump, der den UN k\u00fcrzlich die Mittel gek\u00fcrzt hat und immer wieder deutlich machte, dass er von dem Gremium herzlich wenig h\u00e4lt. Schlie\u00dflich sagt Baerbock einen Satz, \u00fcber den wohl noch zu sprechen sein wird: Die UN m\u00fcsse fit werden f\u00fcrs 21. Jahrhundert. Die Gelegenheit nachzufragen, was sie damit meine und was denn in den vergangenen 25 Jahren passiert ist, ergreifen die drei Journalisten, denen es erlaubt wird, eine Frage zu stellen, jedoch nicht. Stattdessen drehen sich alle drei Fragen \u2013 darunter zwei arabischsprachige Medien, die aufgerufen werden \u2013 um den Nahost-Konflikt.Die UN werde liefern, k\u00fcndigt Baerbock anDie erste Frage stellt eine Reporterin von Al Jazeera, sie will ein Statement zum j\u00fcngsten israelischen Luftangriff auf ranghohe Hamas-Mitglieder in Katar. Baerbock antwortet \u2013 und es wird klar, dass sie mit genau dieser Frage gerechnet hat. Wieder ist ihr Statement zum Teil abgelesen, wirkt h\u00f6lzern. \u201eDie Eskalation von heute ist offensichtlich besorgniserregend\u201c, sagt sie. \u201eDie Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t aller Mitgliedstaaten muss respektiert und darf von keinem Mitgliedstaat verletzt werden.\u201cDann ruft Baerbock alle Parteien zu h\u00f6chster Zur\u00fcckhaltung auf, wie es die UN-Charta erfordere. \u201eWir brauchen keine weiteren Spannungen in der Region\u201c. Es folgt eine Aussage, wie sie schon oft davor zu h\u00f6ren war und die angesichts des schwelenden Konflikts in der Region vorerst wohl ein frommer Wunsch bleiben d\u00fcrfte: Es m\u00fcsse intensive diplomatische Bem\u00fchungen in Richtung eines sofortigen und dauerhaften Waffenstillstands geben sowie eine Verbesserung der humanit\u00e4ren Lage f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung im Gazastreifen durch die israelische Regierung, so Baerbock. Die Hamas m\u00fcsse zudem alle Geiseln in ihrer Gewalt freilassen.Die zweite Frage eines Reporters, der sich als Abdelhamid Siyam von der arabischsprachigen Tageszeitung \u201eAl Quds\u201c vorstellt, zielt auf eine angebliche \u00c4u\u00dferung Baerbocks in ihrer Zeit als deutsche Au\u00dfenministerin ab. Ob es sich dabei um jenen Abdelhamid Siyam handelt, der heute als Professor in New York arbeitet und nach eigenen Angaben mehre Jahre selbst \u201eSpokesperson\u201c bei den UN war, bleibt zun\u00e4chst unklar. Laut Siyam jedenfalls, habe Baerbock einst gesagt, dass es vertretbar sei, dass Israel im Gazastreifen zivile Ziele bombardiere, beispielsweise Krankenh\u00e4user. Ob sie sich heute davon distanziere, will er wissen. Ohne auf den Nahost-Konflikt n\u00e4her einzugehen, antwortet Baerbock kurz und pr\u00e4zise. Diese \u00c4u\u00dferung sei so nie gefallen, stellt sie klar. Sie bitte darum, in Zukunft von der Presse doch richtig zitiert zu werden, weist sie den Reporter an. Der wiederum sagt daraufhin nichts. Die \u201est\u00fcrmischen geopolitischen Zeiten\u201c, von denen Baerbock noch vor wenigen Tagen sprach \u2013 sie bekommt sie schon am Tag Eins ihrer Pr\u00e4sidentschaft zu sp\u00fcren. In der anschlie\u00dfenden Rede, die Baerbock im ber\u00fchmten Sitzungssaal der UN vor dem gr\u00fcnen Marmor h\u00e4lt, streift die neue Pr\u00e4sidentin die zuvor erw\u00e4hnten Konflikte nur. \u201eWe will unite to deliver\u201c \u2013 man werde gemeinsam liefern, dieses Mantra wiederholt sich in der Ansprache mehrfach. \u201eEs gibt keine Alternative. Die Welt braucht die UN\u201c, sagt die Ex-Ministerin. \u201eDie Welt ist in Schmerz. Aber ohne die UN w\u00e4re der Schmerz noch gr\u00f6\u00dfer\u201c. 26 Millionen Kinder beispielsweise h\u00e4tten ohne die UN keinen Zugang zu Bildung, 125 Millionen nicht gen\u00fcgend zu essen. Dann folgen etliche Floskeln, bei denen Baerbock jede Silbe einzeln betont. \u201eIt will not be esay\u201c, sagt sie beispielsweise. Oder: \u201eIt takes courage, to stand up.\u201c Im letzten Drittel der Rede macht Baerbock eine Andeutung, an die man sich wohl noch erinnern wird. Vielleicht werde man sich wundern, wenn dem scheidenden UN-Generalsekret\u00e4r Ant\u00f3nio Guterres das erste Mal eine Frau im Amt nachfolgen werde, sagt sie. Wer daf\u00fcr infrage komme \u2013 vielleicht sie selbst \u2013 l\u00e4sst Baerbock offen. 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Drei kurze Fragen seien zugelassen, hier im Forum des Hauptsitzes der Vereinten Nationen in New York, wo sich dutzende Journalisten und Kamerateams eingefunden haben. Der Terminkalender der neuen Pr\u00e4sidentin der UN-Vollversammlung sei heute leider sehr eng.Wenige Minuten davor hatte Baerbock von ihrem Vorg\u00e4nger, Phil\u00e9mon Yang aus Kamerun, den symbolischen Holzhammer der Vereinten Nationen in Empfang genommen. Sie hat nun das protokollarisch h\u00f6chste Amt bei der UNO inne. Im wei\u00dfen Hosenanzug legte sie den Schwur ab, dann ging es nach kurzer Unterbrechung vor die Kameras. Drei Minuten dauert das, was Baerbock der internationalen Presse zu sagen hat. Ihre S\u00e4tze wirken dabei auswendig gelernt, teilweise liest sie ab. Versprecher aber \u2013 wie bei anderen Reden auf Englisch zuvor \u2013 leistet sich die ehemalige Bundesau\u00dfenministerin keine. 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Das sei \u201eein Versagen\u201c der Weltgemeinschaft. Generell spart sie nicht mit Kritik an der UN. Diese befinde sich am Scheideweg: finanziell und politisch. \u00dcber Wladimir Putin oder Xi Jinping wird Baerbock hingegen nicht sprechen. Auch nicht \u00fcber Donald Trump, der den UN k\u00fcrzlich die Mittel gek\u00fcrzt hat und immer wieder deutlich machte, dass er von dem Gremium herzlich wenig h\u00e4lt. Schlie\u00dflich sagt Baerbock einen Satz, \u00fcber den wohl noch zu sprechen sein wird: Die UN m\u00fcsse fit werden f\u00fcrs 21. Jahrhundert. Die Gelegenheit nachzufragen, was sie damit meine und was denn in den vergangenen 25 Jahren passiert ist, ergreifen die drei Journalisten, denen es erlaubt wird, eine Frage zu stellen, jedoch nicht. 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Es folgt eine Aussage, wie sie schon oft davor zu h\u00f6ren war und die angesichts des schwelenden Konflikts in der Region vorerst wohl ein frommer Wunsch bleiben d\u00fcrfte: Es m\u00fcsse intensive diplomatische Bem\u00fchungen in Richtung eines sofortigen und dauerhaften Waffenstillstands geben sowie eine Verbesserung der humanit\u00e4ren Lage f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung im Gazastreifen durch die israelische Regierung, so Baerbock. Die Hamas m\u00fcsse zudem alle Geiseln in ihrer Gewalt freilassen.Die zweite Frage eines Reporters, der sich als Abdelhamid Siyam von der arabischsprachigen Tageszeitung \u201eAl Quds\u201c vorstellt, zielt auf eine angebliche \u00c4u\u00dferung Baerbocks in ihrer Zeit als deutsche Au\u00dfenministerin ab. Ob es sich dabei um jenen Abdelhamid Siyam handelt, der heute als Professor in New York arbeitet und nach eigenen Angaben mehre Jahre selbst \u201eSpokesperson\u201c bei den UN war, bleibt zun\u00e4chst unklar. 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Das sei \u201eein Versagen\u201c der Weltgemeinschaft. Generell spart sie nicht mit Kritik an der UN. Diese befinde sich am Scheideweg: finanziell und politisch. \u00dcber Wladimir Putin oder Xi Jinping wird Baerbock hingegen nicht sprechen. Auch nicht \u00fcber Donald Trump, der den UN k\u00fcrzlich die Mittel gek\u00fcrzt hat und immer wieder deutlich machte, dass er von dem Gremium herzlich wenig h\u00e4lt. Schlie\u00dflich sagt Baerbock einen Satz, \u00fcber den wohl noch zu sprechen sein wird: Die UN m\u00fcsse fit werden f\u00fcrs 21. Jahrhundert. Die Gelegenheit nachzufragen, was sie damit meine und was denn in den vergangenen 25 Jahren passiert ist, ergreifen die drei Journalisten, denen es erlaubt wird, eine Frage zu stellen, jedoch nicht. Stattdessen drehen sich alle drei Fragen \u2013 darunter zwei arabischsprachige Medien, die aufgerufen werden \u2013 um den Nahost-Konflikt.Die UN werde liefern, k\u00fcndigt Baerbock anDie erste Frage stellt eine Reporterin von Al Jazeera, sie will ein Statement zum j\u00fcngsten israelischen Luftangriff auf ranghohe Hamas-Mitglieder in Katar. Baerbock antwortet \u2013 und es wird klar, dass sie mit genau dieser Frage gerechnet hat. Wieder ist ihr Statement zum Teil abgelesen, wirkt h\u00f6lzern. \u201eDie Eskalation von heute ist offensichtlich besorgniserregend\u201c, sagt sie. \u201eDie Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t aller Mitgliedstaaten muss respektiert und darf von keinem Mitgliedstaat verletzt werden.\u201cDann ruft Baerbock alle Parteien zu h\u00f6chster Zur\u00fcckhaltung auf, wie es die UN-Charta erfordere. \u201eWir brauchen keine weiteren Spannungen in der Region\u201c. 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Laut Siyam jedenfalls, habe Baerbock einst gesagt, dass es vertretbar sei, dass Israel im Gazastreifen zivile Ziele bombardiere, beispielsweise Krankenh\u00e4user. Ob sie sich heute davon distanziere, will er wissen. Ohne auf den Nahost-Konflikt n\u00e4her einzugehen, antwortet Baerbock kurz und pr\u00e4zise. Diese \u00c4u\u00dferung sei so nie gefallen, stellt sie klar. Sie bitte darum, in Zukunft von der Presse doch richtig zitiert zu werden, weist sie den Reporter an. Der wiederum sagt daraufhin nichts. Die \u201est\u00fcrmischen geopolitischen Zeiten\u201c, von denen Baerbock noch vor wenigen Tagen sprach \u2013 sie bekommt sie schon am Tag Eins ihrer Pr\u00e4sidentschaft zu sp\u00fcren. 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Zun\u00e4chst spult Baerbock das diplomatische ABC ab, betont, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit sei, kommt dann auf das Motto der neuen Legislatur zu sprechen, das da hei\u00dft \u201eBetter together\u201c. Dann aber wird es konkreter. Baerbock spricht vier aktuelle Konfliktherde an: Zun\u00e4chst Gaza, Ukraine und den Sudan \u2013 L\u00e4nder, in denen seit nunmehr Jahren Krieg herrscht, ohne, dass sich eine schnelle Friedensl\u00f6sung andeutet. Als viertes, f\u00fcr viele wohl \u00fcberraschend, wird Haiti genannt. Dort herrscht kein Krieg. Doch im Zuge der Nachwehen des m\u00f6rderischen Erdbebens im Jahr 2010, hat sich dort eine Gewaltherrschaft nahe der Anarchie etabliert. Gangs kontrollieren gro\u00dfe Teile des Landes, internationale Helfer und Diplomaten haben das Land verlassen, ebenso wie zehntausende Haitianer, die Zuflucht in den USA suchen. In allen vier Konflikten habe die UN \u201enicht geliefert\u201c, findet Baerbock. Das sei \u201eein Versagen\u201c der Weltgemeinschaft. Generell spart sie nicht mit Kritik an der UN. Diese befinde sich am Scheideweg: finanziell und politisch. \u00dcber Wladimir Putin oder Xi Jinping wird Baerbock hingegen nicht sprechen. Auch nicht \u00fcber Donald Trump, der den UN k\u00fcrzlich die Mittel gek\u00fcrzt hat und immer wieder deutlich machte, dass er von dem Gremium herzlich wenig h\u00e4lt. Schlie\u00dflich sagt Baerbock einen Satz, \u00fcber den wohl noch zu sprechen sein wird: Die UN m\u00fcsse fit werden f\u00fcrs 21. Jahrhundert. Die Gelegenheit nachzufragen, was sie damit meine und was denn in den vergangenen 25 Jahren passiert ist, ergreifen die drei Journalisten, denen es erlaubt wird, eine Frage zu stellen, jedoch nicht. Stattdessen drehen sich alle drei Fragen \u2013 darunter zwei arabischsprachige Medien, die aufgerufen werden \u2013 um den Nahost-Konflikt.Die UN werde liefern, k\u00fcndigt Baerbock anDie erste Frage stellt eine Reporterin von Al Jazeera, sie will ein Statement zum j\u00fcngsten israelischen Luftangriff auf ranghohe Hamas-Mitglieder in Katar. Baerbock antwortet \u2013 und es wird klar, dass sie mit genau dieser Frage gerechnet hat. Wieder ist ihr Statement zum Teil abgelesen, wirkt h\u00f6lzern. \u201eDie Eskalation von heute ist offensichtlich besorgniserregend\u201c, sagt sie. \u201eDie Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t aller Mitgliedstaaten muss respektiert und darf von keinem Mitgliedstaat verletzt werden.\u201cDann ruft Baerbock alle Parteien zu h\u00f6chster Zur\u00fcckhaltung auf, wie es die UN-Charta erfordere. \u201eWir brauchen keine weiteren Spannungen in der Region\u201c. Es folgt eine Aussage, wie sie schon oft davor zu h\u00f6ren war und die angesichts des schwelenden Konflikts in der Region vorerst wohl ein frommer Wunsch bleiben d\u00fcrfte: Es m\u00fcsse intensive diplomatische Bem\u00fchungen in Richtung eines sofortigen und dauerhaften Waffenstillstands geben sowie eine Verbesserung der humanit\u00e4ren Lage f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung im Gazastreifen durch die israelische Regierung, so Baerbock. Die Hamas m\u00fcsse zudem alle Geiseln in ihrer Gewalt freilassen.Die zweite Frage eines Reporters, der sich als Abdelhamid Siyam von der arabischsprachigen Tageszeitung \u201eAl Quds\u201c vorstellt, zielt auf eine angebliche \u00c4u\u00dferung Baerbocks in ihrer Zeit als deutsche Au\u00dfenministerin ab. Ob es sich dabei um jenen Abdelhamid Siyam handelt, der heute als Professor in New York arbeitet und nach eigenen Angaben mehre Jahre selbst \u201eSpokesperson\u201c bei den UN war, bleibt zun\u00e4chst unklar. 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In der anschlie\u00dfenden Rede, die Baerbock im ber\u00fchmten Sitzungssaal der UN vor dem gr\u00fcnen Marmor h\u00e4lt, streift die neue Pr\u00e4sidentin die zuvor erw\u00e4hnten Konflikte nur. \u201eWe will unite to deliver\u201c \u2013 man werde gemeinsam liefern, dieses Mantra wiederholt sich in der Ansprache mehrfach. \u201eEs gibt keine Alternative. Die Welt braucht die UN\u201c, sagt die Ex-Ministerin. \u201eDie Welt ist in Schmerz. Aber ohne die UN w\u00e4re der Schmerz noch gr\u00f6\u00dfer\u201c. 26 Millionen Kinder beispielsweise h\u00e4tten ohne die UN keinen Zugang zu Bildung, 125 Millionen nicht gen\u00fcgend zu essen. Dann folgen etliche Floskeln, bei denen Baerbock jede Silbe einzeln betont. \u201eIt will not be esay\u201c, sagt sie beispielsweise. Oder: \u201eIt takes courage, to stand up.\u201c Im letzten Drittel der Rede macht Baerbock eine Andeutung, an die man sich wohl noch erinnern wird. 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Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c erstellt.Jan Klauth ist US-Korrespondent mit Sitz in New York.","og_url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/und-dann-weist-baerbock-einen-arabischen-journalisten-zurecht\/","og_site_name":"vof-news.eu","article_published_time":"2025-09-09T20:27:09+00:00","article_modified_time":"2025-09-09T20:27:39+00:00","og_image":[{"width":1200,"height":574,"url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/un-generalversammlung.webp","type":"image\/webp"}],"author":"Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"5\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/und-dann-weist-baerbock-einen-arabischen-journalisten-zurecht\/","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/und-dann-weist-baerbock-einen-arabischen-journalisten-zurecht\/","name":"Und dann weist Baerbock einen arabischen Journalisten zurecht - vof-news.eu","isPartOf":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/und-dann-weist-baerbock-einen-arabischen-journalisten-zurecht\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/und-dann-weist-baerbock-einen-arabischen-journalisten-zurecht\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/un-generalversammlung.webp","datePublished":"2025-09-09T20:27:09+00:00","dateModified":"2025-09-09T20:27:39+00:00","author":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed"},"description":"Als Annalena Baerbock kurz nach 12 Uhr Ortszeit vor die Kameras der Welt-\u00d6ffentlichkeit tritt, macht ihre Pressesprecherin gleich zu Beginn klar: Heute wird es keine gro\u00dfe Gelegenheit f\u00fcr Interviews geben. Drei kurze Fragen seien zugelassen, hier im Forum des Hauptsitzes der Vereinten Nationen in New York, wo sich dutzende Journalisten und Kamerateams eingefunden haben. Der Terminkalender der neuen Pr\u00e4sidentin der UN-Vollversammlung sei heute leider sehr eng.Wenige Minuten davor hatte Baerbock von ihrem Vorg\u00e4nger, Phil\u00e9mon Yang aus Kamerun, den symbolischen Holzhammer der Vereinten Nationen in Empfang genommen. Sie hat nun das protokollarisch h\u00f6chste Amt bei der UNO inne. Im wei\u00dfen Hosenanzug legte sie den Schwur ab, dann ging es nach kurzer Unterbrechung vor die Kameras. Drei Minuten dauert das, was Baerbock der internationalen Presse zu sagen hat. Ihre S\u00e4tze wirken dabei auswendig gelernt, teilweise liest sie ab. Versprecher aber \u2013 wie bei anderen Reden auf Englisch zuvor \u2013 leistet sich die ehemalige Bundesau\u00dfenministerin keine. Zun\u00e4chst spult Baerbock das diplomatische ABC ab, betont, wie wichtig die internationale Zusammenarbeit sei, kommt dann auf das Motto der neuen Legislatur zu sprechen, das da hei\u00dft \u201eBetter together\u201c. Dann aber wird es konkreter. Baerbock spricht vier aktuelle Konfliktherde an: Zun\u00e4chst Gaza, Ukraine und den Sudan \u2013 L\u00e4nder, in denen seit nunmehr Jahren Krieg herrscht, ohne, dass sich eine schnelle Friedensl\u00f6sung andeutet. Als viertes, f\u00fcr viele wohl \u00fcberraschend, wird Haiti genannt. Dort herrscht kein Krieg. Doch im Zuge der Nachwehen des m\u00f6rderischen Erdbebens im Jahr 2010, hat sich dort eine Gewaltherrschaft nahe der Anarchie etabliert. Gangs kontrollieren gro\u00dfe Teile des Landes, internationale Helfer und Diplomaten haben das Land verlassen, ebenso wie zehntausende Haitianer, die Zuflucht in den USA suchen. In allen vier Konflikten habe die UN \u201enicht geliefert\u201c, findet Baerbock. Das sei \u201eein Versagen\u201c der Weltgemeinschaft. Generell spart sie nicht mit Kritik an der UN. Diese befinde sich am Scheideweg: finanziell und politisch. \u00dcber Wladimir Putin oder Xi Jinping wird Baerbock hingegen nicht sprechen. Auch nicht \u00fcber Donald Trump, der den UN k\u00fcrzlich die Mittel gek\u00fcrzt hat und immer wieder deutlich machte, dass er von dem Gremium herzlich wenig h\u00e4lt. Schlie\u00dflich sagt Baerbock einen Satz, \u00fcber den wohl noch zu sprechen sein wird: Die UN m\u00fcsse fit werden f\u00fcrs 21. Jahrhundert. Die Gelegenheit nachzufragen, was sie damit meine und was denn in den vergangenen 25 Jahren passiert ist, ergreifen die drei Journalisten, denen es erlaubt wird, eine Frage zu stellen, jedoch nicht. Stattdessen drehen sich alle drei Fragen \u2013 darunter zwei arabischsprachige Medien, die aufgerufen werden \u2013 um den Nahost-Konflikt.Die UN werde liefern, k\u00fcndigt Baerbock anDie erste Frage stellt eine Reporterin von Al Jazeera, sie will ein Statement zum j\u00fcngsten israelischen Luftangriff auf ranghohe Hamas-Mitglieder in Katar. Baerbock antwortet \u2013 und es wird klar, dass sie mit genau dieser Frage gerechnet hat. Wieder ist ihr Statement zum Teil abgelesen, wirkt h\u00f6lzern. \u201eDie Eskalation von heute ist offensichtlich besorgniserregend\u201c, sagt sie. \u201eDie Souver\u00e4nit\u00e4t und territoriale Integrit\u00e4t aller Mitgliedstaaten muss respektiert und darf von keinem Mitgliedstaat verletzt werden.\u201cDann ruft Baerbock alle Parteien zu h\u00f6chster Zur\u00fcckhaltung auf, wie es die UN-Charta erfordere. \u201eWir brauchen keine weiteren Spannungen in der Region\u201c. Es folgt eine Aussage, wie sie schon oft davor zu h\u00f6ren war und die angesichts des schwelenden Konflikts in der Region vorerst wohl ein frommer Wunsch bleiben d\u00fcrfte: Es m\u00fcsse intensive diplomatische Bem\u00fchungen in Richtung eines sofortigen und dauerhaften Waffenstillstands geben sowie eine Verbesserung der humanit\u00e4ren Lage f\u00fcr die Zivilbev\u00f6lkerung im Gazastreifen durch die israelische Regierung, so Baerbock. Die Hamas m\u00fcsse zudem alle Geiseln in ihrer Gewalt freilassen.Die zweite Frage eines Reporters, der sich als Abdelhamid Siyam von der arabischsprachigen Tageszeitung \u201eAl Quds\u201c vorstellt, zielt auf eine angebliche \u00c4u\u00dferung Baerbocks in ihrer Zeit als deutsche Au\u00dfenministerin ab. Ob es sich dabei um jenen Abdelhamid Siyam handelt, der heute als Professor in New York arbeitet und nach eigenen Angaben mehre Jahre selbst \u201eSpokesperson\u201c bei den UN war, bleibt zun\u00e4chst unklar. Laut Siyam jedenfalls, habe Baerbock einst gesagt, dass es vertretbar sei, dass Israel im Gazastreifen zivile Ziele bombardiere, beispielsweise Krankenh\u00e4user. Ob sie sich heute davon distanziere, will er wissen. Ohne auf den Nahost-Konflikt n\u00e4her einzugehen, antwortet Baerbock kurz und pr\u00e4zise. Diese \u00c4u\u00dferung sei so nie gefallen, stellt sie klar. Sie bitte darum, in Zukunft von der Presse doch richtig zitiert zu werden, weist sie den Reporter an. Der wiederum sagt daraufhin nichts. Die \u201est\u00fcrmischen geopolitischen Zeiten\u201c, von denen Baerbock noch vor wenigen Tagen sprach \u2013 sie bekommt sie schon am Tag Eins ihrer Pr\u00e4sidentschaft zu sp\u00fcren. In der anschlie\u00dfenden Rede, die Baerbock im ber\u00fchmten Sitzungssaal der UN vor dem gr\u00fcnen Marmor h\u00e4lt, streift die neue Pr\u00e4sidentin die zuvor erw\u00e4hnten Konflikte nur. \u201eWe will unite to deliver\u201c \u2013 man werde gemeinsam liefern, dieses Mantra wiederholt sich in der Ansprache mehrfach. \u201eEs gibt keine Alternative. Die Welt braucht die UN\u201c, sagt die Ex-Ministerin. \u201eDie Welt ist in Schmerz. Aber ohne die UN w\u00e4re der Schmerz noch gr\u00f6\u00dfer\u201c. 26 Millionen Kinder beispielsweise h\u00e4tten ohne die UN keinen Zugang zu Bildung, 125 Millionen nicht gen\u00fcgend zu essen. Dann folgen etliche Floskeln, bei denen Baerbock jede Silbe einzeln betont. \u201eIt will not be esay\u201c, sagt sie beispielsweise. Oder: \u201eIt takes courage, to stand up.\u201c Im letzten Drittel der Rede macht Baerbock eine Andeutung, an die man sich wohl noch erinnern wird. 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