{"id":272494,"date":"2025-09-08T13:26:13","date_gmt":"2025-09-08T10:26:13","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/besser-reparieren-leichter-gesagt-als-getan\/"},"modified":"2025-09-08T13:26:42","modified_gmt":"2025-09-08T10:26:42","slug":"besser-reparieren-leichter-gesagt-als-getan","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/besser-reparieren-leichter-gesagt-als-getan\/","title":{"rendered":"Besser reparieren \u2013 leichter gesagt als getan"},"content":{"rendered":"<p>Mehr als 1000 G\u00fctesiegel, Labels oder Qualit\u00e4tskennzeichen gibt es in der EU. Und seit ein paar Wochen noch ein weiteres: Elektronikhersteller m\u00fcssen seit Juni auf einer Skala angeben, wie gut sich ihre Ger\u00e4te reparieren lassen. <\/p>\n<p>Die Klassifizierung soll Verbrauchern helfen, zu entscheiden, ob sich eine Ausbesserung lohnt. Gleichzeitig steht sie f\u00fcr einen immer bedeutenderen Wirtschaftszweig. Denn indem der durchschnittliche Umsatz pro Kopf mit <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/vergleich\/elektronik\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vergleich\/elektronik\/\">Elektronikger\u00e4ten<\/a> laut Zahlen des Datendienstleisters Statista j\u00e4hrlich w\u00e4chst, steigt auch die Relevanz der Reparatur-Branche.<\/p>\n<p>Schlecht zug\u00e4ngliche Batterien in Smartphones oder Waschmaschinen, die nach wenigen Jahren den Geist aufgeben, sind f\u00fcr viele Verbraucher ein \u00c4rgernis. Beim Kauf l\u00e4sst sich das h\u00e4ufig nicht erkennen.<\/p>\n<p>Kunden k\u00f6nnten viele Ger\u00e4te auch gar nicht mehr selbst reparieren, sagt Autor Stefan Schridde, der sich auf das Thema \u201egeplante Obsoleszenz\u201c spezialisiert hat. Darunter versteht man die bewusst fehlerhafte Konstruktion von Produkten oder eine Einschr\u00e4nkung der Nutzungsdauer. <\/p>\n<p>Teile, so Schridde, w\u00fcrden zum Beispiel zunehmend so fest verbaut, dass sie sich nicht mehr tauschen lie\u00dfen, ohne das Ger\u00e4t zu besch\u00e4digen. Auch Zubeh\u00f6relemente wie Kabel, die zu feste Kunststoffe verwenden und so fr\u00fcher brechen, oder Reifen aus Spezialgummi, das <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/verbraucher\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/verbraucher\/\">Laien<\/a> nicht flicken k\u00f6nnten, gebe es immer \u00f6fter.<\/p>\n<p>Zum Vorteil anderer: Die Instandsetzung hat sich zu einem beachtlichen Wirtschaftszweig entwickelt. Sch\u00e4tzungen des Statistischen Bundesamts legen nahe, dass sich der Umsatz der Reparatur-Branche hierzulande seit 2015 von 964 Millionen auf knapp 1,3 Milliarden Euro gesteigert hat. <\/p>\n<p>Die Arbeiten an defekten Elektroger\u00e4ten brachten EU-weit einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro (2022), f\u00fcr alle anderen \u201eGebrauchsg\u00fcter\u201c waren es 12,2 Milliarden Euro.<\/p>\n<h3>Kunden w\u00fcnschen sich l\u00e4ngere Nutzungszeiten<\/h3>\n<p>Zum Vergleich: Laut dem Elektro-Verband ZVEI lag der Umsatz mit Haushaltselektronik allein in Deutschland bei mehr als 10,1 Milliarden Euro. F\u00fcr Unterhaltungselektronik waren es dem Marktforschungsinstitut GfK zufolge knapp acht Milliarden Euro. Dass der Markt f\u00fcr neue Ger\u00e4te schon bald vom Reparatur-Gesch\u00e4ft eingeholt werden k\u00f6nnte, scheint daher unwahrscheinlich.<\/p>\n<p>Zwar w\u00fcnschen sich laut Verbraucherzentrale Bundesverband Kunden l\u00e4ngere Nutzungszeiten ihrer Elektroger\u00e4te. Bei Smartphones, hei\u00dft es etwa in einer Umfrage von 2022, planten sie etwa f\u00fcnf Jahre ein, bevor das Ger\u00e4t durch ein neues ersetzt wird. Tablet-Computer m\u00fcssten demnach sechs, Laptops acht Jahre halten. <\/p>\n<p>Den Spitzenplatz belegten Waschmaschinen mit zw\u00f6lf Jahren Wunsch-Nutzungszeit. Tats\u00e4chlich aber sinkt die Einsatzdauer von Elektroger\u00e4ten insgesamt, wie das private \u00d6ko-Institut oder auch das staatliche Umweltbundesamt betonen.<\/p>\n<p>Waschmaschinen etwa h\u00e4tten in den 1990er-Jahren noch deutlich l\u00e4nger gehalten, hei\u00dft es. Bei kleineren Artikeln tr\u00fcgen zudem die Konsumenten eine Mitschuld: Statt Ger\u00e4te reparieren zu lassen, setzten viele doch auf den Neukauf.<\/p>\n<p>Nach einer Analyse des N\u00fcrnberger Instituts f\u00fcr Marktentscheidungen werden Reparaturen in Deutschland am ehesten dann vorgenommen, wenn sie 16 Prozent der Kosten f\u00fcr eine Neuanschaffung nicht \u00fcberschreiten.<\/p>\n<p>Immerhin: Die Menge an Elektroschrott hierzulande sinkt insgesamt. Pro Bundesb\u00fcrger sind es laut einer Umfrage des Statistischen Bundesamts aus dem vergangenen Jahr etwas mehr als zehn Kilo j\u00e4hrlich.<\/p>\n<p>Der Wert liegt damit unter dem EU-Durchschnitt \u2013 und das bisher auch ohne Reparierbarkeitssiegel.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/felix-seifert\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/felix-seifert\/\"><b><em>Felix Seifert<\/em><\/b><\/a><b><em> ist Redakteur im Ressort Wirtschaft und Innovation. 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Darunter versteht man die bewusst fehlerhafte Konstruktion von Produkten oder eine Einschr\u00e4nkung der Nutzungsdauer. Teile, so Schridde, w\u00fcrden zum Beispiel zunehmend so fest verbaut, dass sie sich nicht mehr tauschen lie\u00dfen, ohne das Ger\u00e4t zu besch\u00e4digen. Auch Zubeh\u00f6relemente wie Kabel, die zu feste Kunststoffe verwenden und so fr\u00fcher brechen, oder Reifen aus Spezialgummi, das Laien nicht flicken k\u00f6nnten, gebe es immer \u00f6fter.Zum Vorteil anderer: Die Instandsetzung hat sich zu einem beachtlichen Wirtschaftszweig entwickelt. Sch\u00e4tzungen des Statistischen Bundesamts legen nahe, dass sich der Umsatz der Reparatur-Branche hierzulande seit 2015 von 964 Millionen auf knapp 1,3 Milliarden Euro gesteigert hat. 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Pro Bundesb\u00fcrger sind es laut einer Umfrage des Statistischen Bundesamts aus dem vergangenen Jahr etwas mehr als zehn Kilo j\u00e4hrlich.Der Wert liegt damit unter dem EU-Durchschnitt \u2013 und das bisher auch ohne Reparierbarkeitssiegel.Felix Seifert ist Redakteur im Ressort Wirtschaft und Innovation. Er schreibt unter anderem \u00fcber die Themen Karriere, Verbraucher, Mittelstand und Immobilien.","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Besser reparieren \u2013 leichter gesagt als getan - vof-news.eu","og_description":"Mehr als 1000 G\u00fctesiegel, Labels oder Qualit\u00e4tskennzeichen gibt es in der EU. Und seit ein paar Wochen noch ein weiteres: Elektronikhersteller m\u00fcssen seit Juni auf einer Skala angeben, wie gut sich ihre Ger\u00e4te reparieren lassen. 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Die Arbeiten an defekten Elektroger\u00e4ten brachten EU-weit einen Umsatz von 12,4 Milliarden Euro (2022), f\u00fcr alle anderen \u201eGebrauchsg\u00fcter\u201c waren es 12,2 Milliarden Euro.Kunden w\u00fcnschen sich l\u00e4ngere NutzungszeitenZum Vergleich: Laut dem Elektro-Verband ZVEI lag der Umsatz mit Haushaltselektronik allein in Deutschland bei mehr als 10,1 Milliarden Euro. F\u00fcr Unterhaltungselektronik waren es dem Marktforschungsinstitut GfK zufolge knapp acht Milliarden Euro. Dass der Markt f\u00fcr neue Ger\u00e4te schon bald vom Reparatur-Gesch\u00e4ft eingeholt werden k\u00f6nnte, scheint daher unwahrscheinlich.Zwar w\u00fcnschen sich laut Verbraucherzentrale Bundesverband Kunden l\u00e4ngere Nutzungszeiten ihrer Elektroger\u00e4te. Bei Smartphones, hei\u00dft es etwa in einer Umfrage von 2022, planten sie etwa f\u00fcnf Jahre ein, bevor das Ger\u00e4t durch ein neues ersetzt wird. Tablet-Computer m\u00fcssten demnach sechs, Laptops acht Jahre halten. 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Pro Bundesb\u00fcrger sind es laut einer Umfrage des Statistischen Bundesamts aus dem vergangenen Jahr etwas mehr als zehn Kilo j\u00e4hrlich.Der Wert liegt damit unter dem EU-Durchschnitt \u2013 und das bisher auch ohne Reparierbarkeitssiegel.Felix Seifert ist Redakteur im Ressort Wirtschaft und Innovation. 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