{"id":271785,"date":"2025-09-05T21:26:14","date_gmt":"2025-09-05T18:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/von-wegen-sparen-plotzlich-brusten-sich-die-regierungsparteien-mit-mehrausgaben\/"},"modified":"2025-09-05T21:26:41","modified_gmt":"2025-09-05T18:26:41","slug":"von-wegen-sparen-plotzlich-brusten-sich-die-regierungsparteien-mit-mehrausgaben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/von-wegen-sparen-plotzlich-brusten-sich-die-regierungsparteien-mit-mehrausgaben\/","title":{"rendered":"Von wegen sparen \u2013 Pl\u00f6tzlich br\u00fcsten sich die Regierungsparteien mit Mehrausgaben"},"content":{"rendered":"<p>Hat jemand etwas von Sparen gesagt? F\u00fcr das Weltern\u00e4hrungsprogramm der Vereinten Nationen holten die Haushaltspolitiker von CDU, CSU und SPD in den Schlussberatungen zum Bundeshaushalt 2025 weitere 22 Millionen Euro heraus, zehn Millionen Euro mehr gibt es f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der Kinderl\u00e4hmung. Und sie stellten 59 Millionen Euro bereit, um wieder Projekte des Effizienzhaus-55-Standards zu f\u00f6rdern. <\/p>\n<p>F\u00fcr die Arbeit der politischen Stiftungen gibt es noch mal gut 30 Millionen Euro mehr, weitere 23 Millionen flie\u00dfen in die innere Sicherheit, die zivile Luftfahrt kann sich \u00fcber weitere 17 Millionen Euro freuen, der Volksbund noch einmal \u00fcber zwei Millionen Euro, die er f\u00fcr die F\u00fcrsorge deutscher Kriegsgr\u00e4ber im Ausland ausgeben kann. Zudem haben man die im Koalitionsvertrag versprochene \u201eSportmilliarde\u201c f\u00fcr die Sanierung von Sportpl\u00e4tzen festschreiben k\u00f6nnen \u2013 die Milliarde soll allerdings nicht aus dem eigentlichen Haushalt, sondern verteilt \u00fcber mehrere Jahre aus dem neuen Sonderverm\u00f6gen Infrastruktur kommen.<\/p>\n<p>Angesichts eines Ausgabenvolumens allein im Bundeshaushalt in H\u00f6he von 502,5 Milliarden Euro sind das keine gro\u00dfen Betr\u00e4ge. Dennoch legten die Abgeordneten der beiden Regierungsfraktionen gro\u00dfen Wert darauf, dass die \u00d6ffentlichkeit von den vermeintlichen Verhandlungserfolgen erfuhren. <\/p>\n<h3>20 Pressemitteilungen von der Union \u00fcber Zusatzausgaben<\/h3>\n<p>Ungew\u00f6hnliche 20 Pressemitteilungen verschickte die Pressestelle der Unionsfraktion. Von der Pressestelle der SPD-Fraktion kamen immerhin acht E-Mails, in denen die Berichterstatter einzelner Etats ihre Zufriedenheit mit den durchgesetzten Ausgaben verbreiteten.<\/p>\n<p>Solche Jubelmeldungen \u00fcber Mehrausgaben kann man als Folklore abtun. Die Abgeordneten verhielten sich in der Vergangenheit kaum anders. Sie wollen ihren W\u00e4hlern zeigen, wie sehr sie sich f\u00fcr ihre Interessen einsetzen. Im Herbst 2025 wirkt diese Art der Kommunikation allerdings aus der Zeit gefallen. <\/p>\n<p>Es ist eine Zeit, in der der Bund Rekordschulden f\u00fcr Infrastruktur, Klimaschutz und Verteidigung plant, gleichzeitig aber SPD-Finanzminister Lars Klingbeil darauf hinweist, vor welch gewaltigen finanziellen Herausforderungen der Bund in den n\u00e4chsten Jahren steht. In Klingbeils Planungen f\u00fcr die Jahr 2027 bis 2029 klafft eine L\u00fccke von 170 Milliarden Euro \u2013 die nicht nur, aber auch durch K\u00fcrzungen geschlossen werden soll, wie er sagt.<\/p>\n<p>\u00dcber das Sparen wollte am Ende der Beratungen des 2025er-Haushalts, der gerade noch drei Monate gelten wird, aber nur der haushaltspolitische Sprecher einer Partei reden: der von der AfD. Die Chefhaush\u00e4lter von CDU\/CSU und SPD, aber auch von Gr\u00fcnen und Linkspartei sprachen bei ihren Auftritten dagegen weniger von zu hohen Ausgaben \u2013 als vielmehr von zu niedrigen Einnahmen.<\/p>\n<p>Jetzt sei es nun einmal zun\u00e4chst um den Bundeshaushalt f\u00fcr 2025 gegangen, sagte dazu Christian Haase, der oberste Haushaltspolitiker der Unionsfraktion. Schon bei der anstehenden Aufstellung des Bundeshaushalts 2026, erst recht aber bei der f\u00fcr 2027 w\u00fcrden sich die Regierungsfraktionen auf \u201edie neue Situation einstellen\u201c, wie er sich ausdr\u00fcckte. Konkreter wurde er nicht.<\/p>\n<p>\u00c4hnlich vage klang dies bei Thorsten Rudolph, dem haushaltspolitischen Sprecher der SPD. Es bleibe in den kommenden Monaten noch genug Zeit. Der Regierungsentwurf f\u00fcr den Bundeshaushalt 2027 m\u00fcsse erst im Fr\u00fchsommer n\u00e4chsten Jahres vorliegen. Ziel sei es bis dahin, in \u201eenger Abstimmung mit der Regierung die Handlungsbedarfe aufzul\u00f6sen\u201c. Handlungsbedarfe ist der haushaltstechnische Ausdruck f\u00fcr L\u00fccken oder L\u00f6cher.<\/p>\n<h3>\u201eHaushalt der Superlative\u201c<\/h3>\n<p>\u00dcber m\u00f6gliche Streichungen wollten beide nicht sprechen, \u00fcber die gewaltigen schuldenfinanzierten Mehrausgaben dagegen schon. Der Haushalt sei ein \u201eGamechanger, weil er Antworten auf die beiden gro\u00dfen Herausforderungen gibt: einmal die wirtschaftliche Lage und zum anderen die geopolitischen Herausforderungen\u201c, sagte Rudolph. Der Koalition gelinge es damit, Sicherheit, Wachstum und sozialen Zusammenhalt gemeinsam zu denken.<\/p>\n<p>Haase sprach von einem \u201eHaushalt der Superlative\u201c. Der Bund plane gewaltige Investitionen. \u201eWir wollen damit Wachstumsimpulse, wir wollen Deutschland modernisieren und nat\u00fcrlich die innere und \u00e4u\u00dfere Sicherheit st\u00e4rken.\u201c Besonders hob Haase den Verteidigungshaushalt hervor, der in den kommenden Jahren sukzessive von jetzt 90 auf 150 Milliarden Euro erh\u00f6ht werde. \u201eIch glaube, das ist das beste Statement und das ist das Beste, was wir unseren Gegnern auf der Welt sagen k\u00f6nnen: Deutschland macht sich wieder wehrhaft\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Die Vertreter von Gr\u00fcnen und Linkspartei sparten daran nicht mit Kritik. \u201eDie Chancen, die das Sonderverm\u00f6gen bietet, bleiben str\u00e4flich ungenutzt\u201c, sagte der Haushaltsexperte Sebastian Sch\u00e4fer. Er monierte \u201eVerschiebebahnh\u00f6fe und Buchungstricks\u201c. Die Koalition nutze das Sonderverm\u00f6gen, um L\u00f6cher zu stopfen. Als Beispiel nannte er, dass Mittel f\u00fcr die Schiene aus dem Kernhaushalt in das Sonderverm\u00f6gen verschoben w\u00fcrden. So entst\u00fcnden keine neuen Investitionen.<\/p>\n<p>Dietmar Bartsch von den Linken bezeichnete den Etat mit Neuverschuldung und diversen Sonderverm\u00f6gen als \u201efinanzpolitischen Irrgarten\u201c. Der Bund mache hohe Schulden, um \u201edie gr\u00f6\u00dfte Aufr\u00fcstung in der Geschichte der Bundesrepublik zu finanzieren\u201c. Gleichzeitig w\u00fcrden Entwicklungs- und Krisenhilfe nahezu halbiert und Sozialk\u00fcrzungen angek\u00fcndigt. Der Entwurf sei \u201ekein Motor f\u00fcr Wachstum und Wohlstand, sondern ein Freifahrschein f\u00fcr die R\u00fcstungsindustrie\u201c, sagte Bartsch. <\/p>\n<p>Sowohl Sch\u00e4fer als auch Bartsch machten sich f\u00fcr eine grundlegende Reform der Schuldenbremse stark \u2013 also mehr Schulden. Erst auf Nachfrage nannten sie auch Sparans\u00e4tze. \u201eMindestens im einstelligen Milliardenbereich lassen sich klimasch\u00e4dliche Subventionen streichen\u201c, sagte der Gr\u00fcnen-Politiker Sch\u00e4fer. Als Beispiel nannte er das Flugbenzin. Das m\u00fcsse \u201eplanbar und verl\u00e4sslich\u201c geschehen, damit es nicht zu einem Aufschrei wie im Vorjahr beim Agrardiesel kommt, als Landwirte aus Protest bundesweit Stra\u00dfen blockierten.<\/p>\n<p>Bartsch geht davon aus, dass \u201emehrere Milliarden Euro\u201c gespart werden k\u00f6nnten, wenn Menschen nicht mehr wegen zu geringer L\u00f6hne zus\u00e4tzlich Hilfe vom Staat br\u00e4uchten. \u201eEin Mindestlohn von 15 Euro w\u00fcrde den Haushalt extrem entlasten\u201c, sagte Bartsch. Auf die sogenannten Aufstocker entfielen aktuell sieben Milliarden Euro im Jahr. Grunds\u00e4tzlich ist es aus Sicht des Linkspolitikers falsch, immer nur auf die Ausgaben zu schauen, aber nicht auf h\u00f6here Steuereinnahmen. In Deutschland gebe es schlie\u00dflich immer mehr Milliard\u00e4re.<\/p>\n<p>Wie lange sich die Vertreter der Regierungsparteien noch um konkrete Sparvorschl\u00e4ge dr\u00fccken k\u00f6nnen, ist die gro\u00dfe Frage. Denn mit der AfD nimmt sich die gr\u00f6\u00dfte Oppositionsfraktion zunehmend offensiv des Themas an. Ihr haushaltspolitischer Sprecher Michael Espendiller legte im Anschluss an die Bereinigungssitzung einen \u201ealternativen Haushaltsentwurf\u201c vor. Nach seiner Rechnung ist es m\u00f6glich 111 Milliarden Euro einzusparen, um nicht nur weniger neue Schulden zu machen, sondern auch noch die B\u00fcrger zu entlasten. <\/p>\n<p>Die Regierung m\u00fcsse die Schuldenregeln einhalten und Reformen angehen, sagte Espendiller. \u201eSie kann nicht jedes Problem in Deutschland mit Geld zusch\u00fctten.\u201c Das l\u00f6se keine Probleme, sondern vertage sie nur. Auf der Streichliste finden sich einige der Kernthemen der AfD: An die Zahlungen an die Europ\u00e4ische Union will Espendiller genauso ran, wie an die Ausgaben f\u00fcr B\u00fcrgergeld und Entwicklungshilfe. <\/p>\n<p>Es bleibt abzuwarten, ob Mitte November, nachdem abschlie\u00dfend \u00fcber den Bundeshaushalt f\u00fcr 2026 beraten wurde, die Haushaltspolitiker der anderen Parteien immer noch so wenig \u00fcber Sparen sprechen wollen.<\/p>\n<p><b><em>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <\/em><\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\"><b><em>Business Insider<\/em><\/b><\/a><b><em> erstellt.<\/em><\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/karsten-seibel\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/karsten-seibel\/\"><b><em>Karsten Seibel<\/em><\/b><\/a><b><em> ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet unter anderem \u00fcber Haushalts- und Steuerpolitik.<\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Hat jemand etwas von Sparen gesagt? F\u00fcr das Weltern\u00e4hrungsprogramm der Vereinten Nationen holten die Haushaltspolitiker von CDU, CSU und SPD in den Schlussberatungen zum Bundeshaushalt 2025 weitere 22 Millionen Euro heraus, zehn Millionen Euro mehr gibt es f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der Kinderl\u00e4hmung. 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In Klingbeils Planungen f\u00fcr die Jahr 2027 bis 2029 klafft eine L\u00fccke von 170 Milliarden Euro \u2013 die nicht nur, aber auch durch K\u00fcrzungen geschlossen werden soll, wie er sagt.\u00dcber das Sparen wollte am Ende der Beratungen des 2025er-Haushalts, der gerade noch drei Monate gelten wird, aber nur der haushaltspolitische Sprecher einer Partei reden: der von der AfD. Die Chefhaush\u00e4lter von CDU\/CSU und SPD, aber auch von Gr\u00fcnen und Linkspartei sprachen bei ihren Auftritten dagegen weniger von zu hohen Ausgaben \u2013 als vielmehr von zu niedrigen Einnahmen.Jetzt sei es nun einmal zun\u00e4chst um den Bundeshaushalt f\u00fcr 2025 gegangen, sagte dazu Christian Haase, der oberste Haushaltspolitiker der Unionsfraktion. Schon bei der anstehenden Aufstellung des Bundeshaushalts 2026, erst recht aber bei der f\u00fcr 2027 w\u00fcrden sich die Regierungsfraktionen auf \u201edie neue Situation einstellen\u201c, wie er sich ausdr\u00fcckte. Konkreter wurde er nicht.\u00c4hnlich vage klang dies bei Thorsten Rudolph, dem haushaltspolitischen Sprecher der SPD. Es bleibe in den kommenden Monaten noch genug Zeit. Der Regierungsentwurf f\u00fcr den Bundeshaushalt 2027 m\u00fcsse erst im Fr\u00fchsommer n\u00e4chsten Jahres vorliegen. Ziel sei es bis dahin, in \u201eenger Abstimmung mit der Regierung die Handlungsbedarfe aufzul\u00f6sen\u201c. Handlungsbedarfe ist der haushaltstechnische Ausdruck f\u00fcr L\u00fccken oder L\u00f6cher.\u201eHaushalt der Superlative\u201c\u00dcber m\u00f6gliche Streichungen wollten beide nicht sprechen, \u00fcber die gewaltigen schuldenfinanzierten Mehrausgaben dagegen schon. Der Haushalt sei ein \u201eGamechanger, weil er Antworten auf die beiden gro\u00dfen Herausforderungen gibt: einmal die wirtschaftliche Lage und zum anderen die geopolitischen Herausforderungen\u201c, sagte Rudolph. Der Koalition gelinge es damit, Sicherheit, Wachstum und sozialen Zusammenhalt gemeinsam zu denken.Haase sprach von einem \u201eHaushalt der Superlative\u201c. Der Bund plane gewaltige Investitionen. \u201eWir wollen damit Wachstumsimpulse, wir wollen Deutschland modernisieren und nat\u00fcrlich die innere und \u00e4u\u00dfere Sicherheit st\u00e4rken.\u201c Besonders hob Haase den Verteidigungshaushalt hervor, der in den kommenden Jahren sukzessive von jetzt 90 auf 150 Milliarden Euro erh\u00f6ht werde. \u201eIch glaube, das ist das beste Statement und das ist das Beste, was wir unseren Gegnern auf der Welt sagen k\u00f6nnen: Deutschland macht sich wieder wehrhaft\u201c, sagte er.Die Vertreter von Gr\u00fcnen und Linkspartei sparten daran nicht mit Kritik. \u201eDie Chancen, die das Sonderverm\u00f6gen bietet, bleiben str\u00e4flich ungenutzt\u201c, sagte der Haushaltsexperte Sebastian Sch\u00e4fer. Er monierte \u201eVerschiebebahnh\u00f6fe und Buchungstricks\u201c. 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In Deutschland gebe es schlie\u00dflich immer mehr Milliard\u00e4re.Wie lange sich die Vertreter der Regierungsparteien noch um konkrete Sparvorschl\u00e4ge dr\u00fccken k\u00f6nnen, ist die gro\u00dfe Frage. Denn mit der AfD nimmt sich die gr\u00f6\u00dfte Oppositionsfraktion zunehmend offensiv des Themas an. Ihr haushaltspolitischer Sprecher Michael Espendiller legte im Anschluss an die Bereinigungssitzung einen \u201ealternativen Haushaltsentwurf\u201c vor. Nach seiner Rechnung ist es m\u00f6glich 111 Milliarden Euro einzusparen, um nicht nur weniger neue Schulden zu machen, sondern auch noch die B\u00fcrger zu entlasten. Die Regierung m\u00fcsse die Schuldenregeln einhalten und Reformen angehen, sagte Espendiller. \u201eSie kann nicht jedes Problem in Deutschland mit Geld zusch\u00fctten.\u201c Das l\u00f6se keine Probleme, sondern vertage sie nur. 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F\u00fcr die Arbeit der politischen Stiftungen gibt es noch mal gut 30 Millionen Euro mehr, weitere 23 Millionen flie\u00dfen in die innere Sicherheit, die zivile Luftfahrt kann sich \u00fcber weitere 17 Millionen Euro freuen, der Volksbund noch einmal \u00fcber zwei Millionen Euro, die er f\u00fcr die F\u00fcrsorge deutscher Kriegsgr\u00e4ber im Ausland ausgeben kann. Zudem haben man die im Koalitionsvertrag versprochene \u201eSportmilliarde\u201c f\u00fcr die Sanierung von Sportpl\u00e4tzen festschreiben k\u00f6nnen \u2013 die Milliarde soll allerdings nicht aus dem eigentlichen Haushalt, sondern verteilt \u00fcber mehrere Jahre aus dem neuen Sonderverm\u00f6gen Infrastruktur kommen.Angesichts eines Ausgabenvolumens allein im Bundeshaushalt in H\u00f6he von 502,5 Milliarden Euro sind das keine gro\u00dfen Betr\u00e4ge. Dennoch legten die Abgeordneten der beiden Regierungsfraktionen gro\u00dfen Wert darauf, dass die \u00d6ffentlichkeit von den vermeintlichen Verhandlungserfolgen erfuhren. 20 Pressemitteilungen von der Union \u00fcber ZusatzausgabenUngew\u00f6hnliche 20 Pressemitteilungen verschickte die Pressestelle der Unionsfraktion. Von der Pressestelle der SPD-Fraktion kamen immerhin acht E-Mails, in denen die Berichterstatter einzelner Etats ihre Zufriedenheit mit den durchgesetzten Ausgaben verbreiteten.Solche Jubelmeldungen \u00fcber Mehrausgaben kann man als Folklore abtun. Die Abgeordneten verhielten sich in der Vergangenheit kaum anders. Sie wollen ihren W\u00e4hlern zeigen, wie sehr sie sich f\u00fcr ihre Interessen einsetzen. Im Herbst 2025 wirkt diese Art der Kommunikation allerdings aus der Zeit gefallen. Es ist eine Zeit, in der der Bund Rekordschulden f\u00fcr Infrastruktur, Klimaschutz und Verteidigung plant, gleichzeitig aber SPD-Finanzminister Lars Klingbeil darauf hinweist, vor welch gewaltigen finanziellen Herausforderungen der Bund in den n\u00e4chsten Jahren steht. In Klingbeils Planungen f\u00fcr die Jahr 2027 bis 2029 klafft eine L\u00fccke von 170 Milliarden Euro \u2013 die nicht nur, aber auch durch K\u00fcrzungen geschlossen werden soll, wie er sagt.\u00dcber das Sparen wollte am Ende der Beratungen des 2025er-Haushalts, der gerade noch drei Monate gelten wird, aber nur der haushaltspolitische Sprecher einer Partei reden: der von der AfD. Die Chefhaush\u00e4lter von CDU\/CSU und SPD, aber auch von Gr\u00fcnen und Linkspartei sprachen bei ihren Auftritten dagegen weniger von zu hohen Ausgaben \u2013 als vielmehr von zu niedrigen Einnahmen.Jetzt sei es nun einmal zun\u00e4chst um den Bundeshaushalt f\u00fcr 2025 gegangen, sagte dazu Christian Haase, der oberste Haushaltspolitiker der Unionsfraktion. Schon bei der anstehenden Aufstellung des Bundeshaushalts 2026, erst recht aber bei der f\u00fcr 2027 w\u00fcrden sich die Regierungsfraktionen auf \u201edie neue Situation einstellen\u201c, wie er sich ausdr\u00fcckte. Konkreter wurde er nicht.\u00c4hnlich vage klang dies bei Thorsten Rudolph, dem haushaltspolitischen Sprecher der SPD. Es bleibe in den kommenden Monaten noch genug Zeit. Der Regierungsentwurf f\u00fcr den Bundeshaushalt 2027 m\u00fcsse erst im Fr\u00fchsommer n\u00e4chsten Jahres vorliegen. Ziel sei es bis dahin, in \u201eenger Abstimmung mit der Regierung die Handlungsbedarfe aufzul\u00f6sen\u201c. Handlungsbedarfe ist der haushaltstechnische Ausdruck f\u00fcr L\u00fccken oder L\u00f6cher.\u201eHaushalt der Superlative\u201c\u00dcber m\u00f6gliche Streichungen wollten beide nicht sprechen, \u00fcber die gewaltigen schuldenfinanzierten Mehrausgaben dagegen schon. Der Haushalt sei ein \u201eGamechanger, weil er Antworten auf die beiden gro\u00dfen Herausforderungen gibt: einmal die wirtschaftliche Lage und zum anderen die geopolitischen Herausforderungen\u201c, sagte Rudolph. Der Koalition gelinge es damit, Sicherheit, Wachstum und sozialen Zusammenhalt gemeinsam zu denken.Haase sprach von einem \u201eHaushalt der Superlative\u201c. Der Bund plane gewaltige Investitionen. \u201eWir wollen damit Wachstumsimpulse, wir wollen Deutschland modernisieren und nat\u00fcrlich die innere und \u00e4u\u00dfere Sicherheit st\u00e4rken.\u201c Besonders hob Haase den Verteidigungshaushalt hervor, der in den kommenden Jahren sukzessive von jetzt 90 auf 150 Milliarden Euro erh\u00f6ht werde. \u201eIch glaube, das ist das beste Statement und das ist das Beste, was wir unseren Gegnern auf der Welt sagen k\u00f6nnen: Deutschland macht sich wieder wehrhaft\u201c, sagte er.Die Vertreter von Gr\u00fcnen und Linkspartei sparten daran nicht mit Kritik. \u201eDie Chancen, die das Sonderverm\u00f6gen bietet, bleiben str\u00e4flich ungenutzt\u201c, sagte der Haushaltsexperte Sebastian Sch\u00e4fer. Er monierte \u201eVerschiebebahnh\u00f6fe und Buchungstricks\u201c. Die Koalition nutze das Sonderverm\u00f6gen, um L\u00f6cher zu stopfen. Als Beispiel nannte er, dass Mittel f\u00fcr die Schiene aus dem Kernhaushalt in das Sonderverm\u00f6gen verschoben w\u00fcrden. So entst\u00fcnden keine neuen Investitionen.Dietmar Bartsch von den Linken bezeichnete den Etat mit Neuverschuldung und diversen Sonderverm\u00f6gen als \u201efinanzpolitischen Irrgarten\u201c. Der Bund mache hohe Schulden, um \u201edie gr\u00f6\u00dfte Aufr\u00fcstung in der Geschichte der Bundesrepublik zu finanzieren\u201c. Gleichzeitig w\u00fcrden Entwicklungs- und Krisenhilfe nahezu halbiert und Sozialk\u00fcrzungen angek\u00fcndigt. Der Entwurf sei \u201ekein Motor f\u00fcr Wachstum und Wohlstand, sondern ein Freifahrschein f\u00fcr die R\u00fcstungsindustrie\u201c, sagte Bartsch. Sowohl Sch\u00e4fer als auch Bartsch machten sich f\u00fcr eine grundlegende Reform der Schuldenbremse stark \u2013 also mehr Schulden. Erst auf Nachfrage nannten sie auch Sparans\u00e4tze. \u201eMindestens im einstelligen Milliardenbereich lassen sich klimasch\u00e4dliche Subventionen streichen\u201c, sagte der Gr\u00fcnen-Politiker Sch\u00e4fer. Als Beispiel nannte er das Flugbenzin. Das m\u00fcsse \u201eplanbar und verl\u00e4sslich\u201c geschehen, damit es nicht zu einem Aufschrei wie im Vorjahr beim Agrardiesel kommt, als Landwirte aus Protest bundesweit Stra\u00dfen blockierten.Bartsch geht davon aus, dass \u201emehrere Milliarden Euro\u201c gespart werden k\u00f6nnten, wenn Menschen nicht mehr wegen zu geringer L\u00f6hne zus\u00e4tzlich Hilfe vom Staat br\u00e4uchten. \u201eEin Mindestlohn von 15 Euro w\u00fcrde den Haushalt extrem entlasten\u201c, sagte Bartsch. Auf die sogenannten Aufstocker entfielen aktuell sieben Milliarden Euro im Jahr. Grunds\u00e4tzlich ist es aus Sicht des Linkspolitikers falsch, immer nur auf die Ausgaben zu schauen, aber nicht auf h\u00f6here Steuereinnahmen. In Deutschland gebe es schlie\u00dflich immer mehr Milliard\u00e4re.Wie lange sich die Vertreter der Regierungsparteien noch um konkrete Sparvorschl\u00e4ge dr\u00fccken k\u00f6nnen, ist die gro\u00dfe Frage. Denn mit der AfD nimmt sich die gr\u00f6\u00dfte Oppositionsfraktion zunehmend offensiv des Themas an. Ihr haushaltspolitischer Sprecher Michael Espendiller legte im Anschluss an die Bereinigungssitzung einen \u201ealternativen Haushaltsentwurf\u201c vor. Nach seiner Rechnung ist es m\u00f6glich 111 Milliarden Euro einzusparen, um nicht nur weniger neue Schulden zu machen, sondern auch noch die B\u00fcrger zu entlasten. Die Regierung m\u00fcsse die Schuldenregeln einhalten und Reformen angehen, sagte Espendiller. \u201eSie kann nicht jedes Problem in Deutschland mit Geld zusch\u00fctten.\u201c Das l\u00f6se keine Probleme, sondern vertage sie nur. Auf der Streichliste finden sich einige der Kernthemen der AfD: An die Zahlungen an die Europ\u00e4ische Union will Espendiller genauso ran, wie an die Ausgaben f\u00fcr B\u00fcrgergeld und Entwicklungshilfe. Es bleibt abzuwarten, ob Mitte November, nachdem abschlie\u00dfend \u00fcber den Bundeshaushalt f\u00fcr 2026 beraten wurde, die Haushaltspolitiker der anderen Parteien immer noch so wenig \u00fcber Sparen sprechen wollen.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Karsten Seibel ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. 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F\u00fcr das Weltern\u00e4hrungsprogramm der Vereinten Nationen holten die Haushaltspolitiker von CDU, CSU und SPD in den Schlussberatungen zum Bundeshaushalt 2025 weitere 22 Millionen Euro heraus, zehn Millionen Euro mehr gibt es f\u00fcr die Bek\u00e4mpfung der Kinderl\u00e4hmung. Und sie stellten 59 Millionen Euro bereit, um wieder Projekte des Effizienzhaus-55-Standards zu f\u00f6rdern. F\u00fcr die Arbeit der politischen Stiftungen gibt es noch mal gut 30 Millionen Euro mehr, weitere 23 Millionen flie\u00dfen in die innere Sicherheit, die zivile Luftfahrt kann sich \u00fcber weitere 17 Millionen Euro freuen, der Volksbund noch einmal \u00fcber zwei Millionen Euro, die er f\u00fcr die F\u00fcrsorge deutscher Kriegsgr\u00e4ber im Ausland ausgeben kann. Zudem haben man die im Koalitionsvertrag versprochene \u201eSportmilliarde\u201c f\u00fcr die Sanierung von Sportpl\u00e4tzen festschreiben k\u00f6nnen \u2013 die Milliarde soll allerdings nicht aus dem eigentlichen Haushalt, sondern verteilt \u00fcber mehrere Jahre aus dem neuen Sonderverm\u00f6gen Infrastruktur kommen.Angesichts eines Ausgabenvolumens allein im Bundeshaushalt in H\u00f6he von 502,5 Milliarden Euro sind das keine gro\u00dfen Betr\u00e4ge. Dennoch legten die Abgeordneten der beiden Regierungsfraktionen gro\u00dfen Wert darauf, dass die \u00d6ffentlichkeit von den vermeintlichen Verhandlungserfolgen erfuhren. 20 Pressemitteilungen von der Union \u00fcber ZusatzausgabenUngew\u00f6hnliche 20 Pressemitteilungen verschickte die Pressestelle der Unionsfraktion. Von der Pressestelle der SPD-Fraktion kamen immerhin acht E-Mails, in denen die Berichterstatter einzelner Etats ihre Zufriedenheit mit den durchgesetzten Ausgaben verbreiteten.Solche Jubelmeldungen \u00fcber Mehrausgaben kann man als Folklore abtun. Die Abgeordneten verhielten sich in der Vergangenheit kaum anders. Sie wollen ihren W\u00e4hlern zeigen, wie sehr sie sich f\u00fcr ihre Interessen einsetzen. Im Herbst 2025 wirkt diese Art der Kommunikation allerdings aus der Zeit gefallen. Es ist eine Zeit, in der der Bund Rekordschulden f\u00fcr Infrastruktur, Klimaschutz und Verteidigung plant, gleichzeitig aber SPD-Finanzminister Lars Klingbeil darauf hinweist, vor welch gewaltigen finanziellen Herausforderungen der Bund in den n\u00e4chsten Jahren steht. In Klingbeils Planungen f\u00fcr die Jahr 2027 bis 2029 klafft eine L\u00fccke von 170 Milliarden Euro \u2013 die nicht nur, aber auch durch K\u00fcrzungen geschlossen werden soll, wie er sagt.\u00dcber das Sparen wollte am Ende der Beratungen des 2025er-Haushalts, der gerade noch drei Monate gelten wird, aber nur der haushaltspolitische Sprecher einer Partei reden: der von der AfD. Die Chefhaush\u00e4lter von CDU\/CSU und SPD, aber auch von Gr\u00fcnen und Linkspartei sprachen bei ihren Auftritten dagegen weniger von zu hohen Ausgaben \u2013 als vielmehr von zu niedrigen Einnahmen.Jetzt sei es nun einmal zun\u00e4chst um den Bundeshaushalt f\u00fcr 2025 gegangen, sagte dazu Christian Haase, der oberste Haushaltspolitiker der Unionsfraktion. Schon bei der anstehenden Aufstellung des Bundeshaushalts 2026, erst recht aber bei der f\u00fcr 2027 w\u00fcrden sich die Regierungsfraktionen auf \u201edie neue Situation einstellen\u201c, wie er sich ausdr\u00fcckte. Konkreter wurde er nicht.\u00c4hnlich vage klang dies bei Thorsten Rudolph, dem haushaltspolitischen Sprecher der SPD. Es bleibe in den kommenden Monaten noch genug Zeit. Der Regierungsentwurf f\u00fcr den Bundeshaushalt 2027 m\u00fcsse erst im Fr\u00fchsommer n\u00e4chsten Jahres vorliegen. Ziel sei es bis dahin, in \u201eenger Abstimmung mit der Regierung die Handlungsbedarfe aufzul\u00f6sen\u201c. Handlungsbedarfe ist der haushaltstechnische Ausdruck f\u00fcr L\u00fccken oder L\u00f6cher.\u201eHaushalt der Superlative\u201c\u00dcber m\u00f6gliche Streichungen wollten beide nicht sprechen, \u00fcber die gewaltigen schuldenfinanzierten Mehrausgaben dagegen schon. Der Haushalt sei ein \u201eGamechanger, weil er Antworten auf die beiden gro\u00dfen Herausforderungen gibt: einmal die wirtschaftliche Lage und zum anderen die geopolitischen Herausforderungen\u201c, sagte Rudolph. Der Koalition gelinge es damit, Sicherheit, Wachstum und sozialen Zusammenhalt gemeinsam zu denken.Haase sprach von einem \u201eHaushalt der Superlative\u201c. Der Bund plane gewaltige Investitionen. \u201eWir wollen damit Wachstumsimpulse, wir wollen Deutschland modernisieren und nat\u00fcrlich die innere und \u00e4u\u00dfere Sicherheit st\u00e4rken.\u201c Besonders hob Haase den Verteidigungshaushalt hervor, der in den kommenden Jahren sukzessive von jetzt 90 auf 150 Milliarden Euro erh\u00f6ht werde. \u201eIch glaube, das ist das beste Statement und das ist das Beste, was wir unseren Gegnern auf der Welt sagen k\u00f6nnen: Deutschland macht sich wieder wehrhaft\u201c, sagte er.Die Vertreter von Gr\u00fcnen und Linkspartei sparten daran nicht mit Kritik. \u201eDie Chancen, die das Sonderverm\u00f6gen bietet, bleiben str\u00e4flich ungenutzt\u201c, sagte der Haushaltsexperte Sebastian Sch\u00e4fer. Er monierte \u201eVerschiebebahnh\u00f6fe und Buchungstricks\u201c. Die Koalition nutze das Sonderverm\u00f6gen, um L\u00f6cher zu stopfen. Als Beispiel nannte er, dass Mittel f\u00fcr die Schiene aus dem Kernhaushalt in das Sonderverm\u00f6gen verschoben w\u00fcrden. So entst\u00fcnden keine neuen Investitionen.Dietmar Bartsch von den Linken bezeichnete den Etat mit Neuverschuldung und diversen Sonderverm\u00f6gen als \u201efinanzpolitischen Irrgarten\u201c. Der Bund mache hohe Schulden, um \u201edie gr\u00f6\u00dfte Aufr\u00fcstung in der Geschichte der Bundesrepublik zu finanzieren\u201c. Gleichzeitig w\u00fcrden Entwicklungs- und Krisenhilfe nahezu halbiert und Sozialk\u00fcrzungen angek\u00fcndigt. Der Entwurf sei \u201ekein Motor f\u00fcr Wachstum und Wohlstand, sondern ein Freifahrschein f\u00fcr die R\u00fcstungsindustrie\u201c, sagte Bartsch. Sowohl Sch\u00e4fer als auch Bartsch machten sich f\u00fcr eine grundlegende Reform der Schuldenbremse stark \u2013 also mehr Schulden. 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Auf der Streichliste finden sich einige der Kernthemen der AfD: An die Zahlungen an die Europ\u00e4ische Union will Espendiller genauso ran, wie an die Ausgaben f\u00fcr B\u00fcrgergeld und Entwicklungshilfe. Es bleibt abzuwarten, ob Mitte November, nachdem abschlie\u00dfend \u00fcber den Bundeshaushalt f\u00fcr 2026 beraten wurde, die Haushaltspolitiker der anderen Parteien immer noch so wenig \u00fcber Sparen sprechen wollen.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Karsten Seibel ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. 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Konkreter wurde er nicht.\u00c4hnlich vage klang dies bei Thorsten Rudolph, dem haushaltspolitischen Sprecher der SPD. Es bleibe in den kommenden Monaten noch genug Zeit. Der Regierungsentwurf f\u00fcr den Bundeshaushalt 2027 m\u00fcsse erst im Fr\u00fchsommer n\u00e4chsten Jahres vorliegen. Ziel sei es bis dahin, in \u201eenger Abstimmung mit der Regierung die Handlungsbedarfe aufzul\u00f6sen\u201c. Handlungsbedarfe ist der haushaltstechnische Ausdruck f\u00fcr L\u00fccken oder L\u00f6cher.\u201eHaushalt der Superlative\u201c\u00dcber m\u00f6gliche Streichungen wollten beide nicht sprechen, \u00fcber die gewaltigen schuldenfinanzierten Mehrausgaben dagegen schon. Der Haushalt sei ein \u201eGamechanger, weil er Antworten auf die beiden gro\u00dfen Herausforderungen gibt: einmal die wirtschaftliche Lage und zum anderen die geopolitischen Herausforderungen\u201c, sagte Rudolph. Der Koalition gelinge es damit, Sicherheit, Wachstum und sozialen Zusammenhalt gemeinsam zu denken.Haase sprach von einem \u201eHaushalt der Superlative\u201c. Der Bund plane gewaltige Investitionen. \u201eWir wollen damit Wachstumsimpulse, wir wollen Deutschland modernisieren und nat\u00fcrlich die innere und \u00e4u\u00dfere Sicherheit st\u00e4rken.\u201c Besonders hob Haase den Verteidigungshaushalt hervor, der in den kommenden Jahren sukzessive von jetzt 90 auf 150 Milliarden Euro erh\u00f6ht werde. \u201eIch glaube, das ist das beste Statement und das ist das Beste, was wir unseren Gegnern auf der Welt sagen k\u00f6nnen: Deutschland macht sich wieder wehrhaft\u201c, sagte er.Die Vertreter von Gr\u00fcnen und Linkspartei sparten daran nicht mit Kritik. \u201eDie Chancen, die das Sonderverm\u00f6gen bietet, bleiben str\u00e4flich ungenutzt\u201c, sagte der Haushaltsexperte Sebastian Sch\u00e4fer. Er monierte \u201eVerschiebebahnh\u00f6fe und Buchungstricks\u201c. Die Koalition nutze das Sonderverm\u00f6gen, um L\u00f6cher zu stopfen. Als Beispiel nannte er, dass Mittel f\u00fcr die Schiene aus dem Kernhaushalt in das Sonderverm\u00f6gen verschoben w\u00fcrden. So entst\u00fcnden keine neuen Investitionen.Dietmar Bartsch von den Linken bezeichnete den Etat mit Neuverschuldung und diversen Sonderverm\u00f6gen als \u201efinanzpolitischen Irrgarten\u201c. Der Bund mache hohe Schulden, um \u201edie gr\u00f6\u00dfte Aufr\u00fcstung in der Geschichte der Bundesrepublik zu finanzieren\u201c. Gleichzeitig w\u00fcrden Entwicklungs- und Krisenhilfe nahezu halbiert und Sozialk\u00fcrzungen angek\u00fcndigt. Der Entwurf sei \u201ekein Motor f\u00fcr Wachstum und Wohlstand, sondern ein Freifahrschein f\u00fcr die R\u00fcstungsindustrie\u201c, sagte Bartsch. Sowohl Sch\u00e4fer als auch Bartsch machten sich f\u00fcr eine grundlegende Reform der Schuldenbremse stark \u2013 also mehr Schulden. Erst auf Nachfrage nannten sie auch Sparans\u00e4tze. \u201eMindestens im einstelligen Milliardenbereich lassen sich klimasch\u00e4dliche Subventionen streichen\u201c, sagte der Gr\u00fcnen-Politiker Sch\u00e4fer. Als Beispiel nannte er das Flugbenzin. Das m\u00fcsse \u201eplanbar und verl\u00e4sslich\u201c geschehen, damit es nicht zu einem Aufschrei wie im Vorjahr beim Agrardiesel kommt, als Landwirte aus Protest bundesweit Stra\u00dfen blockierten.Bartsch geht davon aus, dass \u201emehrere Milliarden Euro\u201c gespart werden k\u00f6nnten, wenn Menschen nicht mehr wegen zu geringer L\u00f6hne zus\u00e4tzlich Hilfe vom Staat br\u00e4uchten. \u201eEin Mindestlohn von 15 Euro w\u00fcrde den Haushalt extrem entlasten\u201c, sagte Bartsch. Auf die sogenannten Aufstocker entfielen aktuell sieben Milliarden Euro im Jahr. Grunds\u00e4tzlich ist es aus Sicht des Linkspolitikers falsch, immer nur auf die Ausgaben zu schauen, aber nicht auf h\u00f6here Steuereinnahmen. In Deutschland gebe es schlie\u00dflich immer mehr Milliard\u00e4re.Wie lange sich die Vertreter der Regierungsparteien noch um konkrete Sparvorschl\u00e4ge dr\u00fccken k\u00f6nnen, ist die gro\u00dfe Frage. Denn mit der AfD nimmt sich die gr\u00f6\u00dfte Oppositionsfraktion zunehmend offensiv des Themas an. Ihr haushaltspolitischer Sprecher Michael Espendiller legte im Anschluss an die Bereinigungssitzung einen \u201ealternativen Haushaltsentwurf\u201c vor. Nach seiner Rechnung ist es m\u00f6glich 111 Milliarden Euro einzusparen, um nicht nur weniger neue Schulden zu machen, sondern auch noch die B\u00fcrger zu entlasten. Die Regierung m\u00fcsse die Schuldenregeln einhalten und Reformen angehen, sagte Espendiller. \u201eSie kann nicht jedes Problem in Deutschland mit Geld zusch\u00fctten.\u201c Das l\u00f6se keine Probleme, sondern vertage sie nur. 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Dennoch legten die Abgeordneten der beiden Regierungsfraktionen gro\u00dfen Wert darauf, dass die \u00d6ffentlichkeit von den vermeintlichen Verhandlungserfolgen erfuhren. 20 Pressemitteilungen von der Union \u00fcber ZusatzausgabenUngew\u00f6hnliche 20 Pressemitteilungen verschickte die Pressestelle der Unionsfraktion. Von der Pressestelle der SPD-Fraktion kamen immerhin acht E-Mails, in denen die Berichterstatter einzelner Etats ihre Zufriedenheit mit den durchgesetzten Ausgaben verbreiteten.Solche Jubelmeldungen \u00fcber Mehrausgaben kann man als Folklore abtun. Die Abgeordneten verhielten sich in der Vergangenheit kaum anders. Sie wollen ihren W\u00e4hlern zeigen, wie sehr sie sich f\u00fcr ihre Interessen einsetzen. Im Herbst 2025 wirkt diese Art der Kommunikation allerdings aus der Zeit gefallen. Es ist eine Zeit, in der der Bund Rekordschulden f\u00fcr Infrastruktur, Klimaschutz und Verteidigung plant, gleichzeitig aber SPD-Finanzminister Lars Klingbeil darauf hinweist, vor welch gewaltigen finanziellen Herausforderungen der Bund in den n\u00e4chsten Jahren steht. In Klingbeils Planungen f\u00fcr die Jahr 2027 bis 2029 klafft eine L\u00fccke von 170 Milliarden Euro \u2013 die nicht nur, aber auch durch K\u00fcrzungen geschlossen werden soll, wie er sagt.\u00dcber das Sparen wollte am Ende der Beratungen des 2025er-Haushalts, der gerade noch drei Monate gelten wird, aber nur der haushaltspolitische Sprecher einer Partei reden: der von der AfD. Die Chefhaush\u00e4lter von CDU\/CSU und SPD, aber auch von Gr\u00fcnen und Linkspartei sprachen bei ihren Auftritten dagegen weniger von zu hohen Ausgaben \u2013 als vielmehr von zu niedrigen Einnahmen.Jetzt sei es nun einmal zun\u00e4chst um den Bundeshaushalt f\u00fcr 2025 gegangen, sagte dazu Christian Haase, der oberste Haushaltspolitiker der Unionsfraktion. Schon bei der anstehenden Aufstellung des Bundeshaushalts 2026, erst recht aber bei der f\u00fcr 2027 w\u00fcrden sich die Regierungsfraktionen auf \u201edie neue Situation einstellen\u201c, wie er sich ausdr\u00fcckte. Konkreter wurde er nicht.\u00c4hnlich vage klang dies bei Thorsten Rudolph, dem haushaltspolitischen Sprecher der SPD. Es bleibe in den kommenden Monaten noch genug Zeit. Der Regierungsentwurf f\u00fcr den Bundeshaushalt 2027 m\u00fcsse erst im Fr\u00fchsommer n\u00e4chsten Jahres vorliegen. Ziel sei es bis dahin, in \u201eenger Abstimmung mit der Regierung die Handlungsbedarfe aufzul\u00f6sen\u201c. Handlungsbedarfe ist der haushaltstechnische Ausdruck f\u00fcr L\u00fccken oder L\u00f6cher.\u201eHaushalt der Superlative\u201c\u00dcber m\u00f6gliche Streichungen wollten beide nicht sprechen, \u00fcber die gewaltigen schuldenfinanzierten Mehrausgaben dagegen schon. Der Haushalt sei ein \u201eGamechanger, weil er Antworten auf die beiden gro\u00dfen Herausforderungen gibt: einmal die wirtschaftliche Lage und zum anderen die geopolitischen Herausforderungen\u201c, sagte Rudolph. Der Koalition gelinge es damit, Sicherheit, Wachstum und sozialen Zusammenhalt gemeinsam zu denken.Haase sprach von einem \u201eHaushalt der Superlative\u201c. Der Bund plane gewaltige Investitionen. \u201eWir wollen damit Wachstumsimpulse, wir wollen Deutschland modernisieren und nat\u00fcrlich die innere und \u00e4u\u00dfere Sicherheit st\u00e4rken.\u201c Besonders hob Haase den Verteidigungshaushalt hervor, der in den kommenden Jahren sukzessive von jetzt 90 auf 150 Milliarden Euro erh\u00f6ht werde. \u201eIch glaube, das ist das beste Statement und das ist das Beste, was wir unseren Gegnern auf der Welt sagen k\u00f6nnen: Deutschland macht sich wieder wehrhaft\u201c, sagte er.Die Vertreter von Gr\u00fcnen und Linkspartei sparten daran nicht mit Kritik. \u201eDie Chancen, die das Sonderverm\u00f6gen bietet, bleiben str\u00e4flich ungenutzt\u201c, sagte der Haushaltsexperte Sebastian Sch\u00e4fer. Er monierte \u201eVerschiebebahnh\u00f6fe und Buchungstricks\u201c. Die Koalition nutze das Sonderverm\u00f6gen, um L\u00f6cher zu stopfen. Als Beispiel nannte er, dass Mittel f\u00fcr die Schiene aus dem Kernhaushalt in das Sonderverm\u00f6gen verschoben w\u00fcrden. So entst\u00fcnden keine neuen Investitionen.Dietmar Bartsch von den Linken bezeichnete den Etat mit Neuverschuldung und diversen Sonderverm\u00f6gen als \u201efinanzpolitischen Irrgarten\u201c. Der Bund mache hohe Schulden, um \u201edie gr\u00f6\u00dfte Aufr\u00fcstung in der Geschichte der Bundesrepublik zu finanzieren\u201c. Gleichzeitig w\u00fcrden Entwicklungs- und Krisenhilfe nahezu halbiert und Sozialk\u00fcrzungen angek\u00fcndigt. Der Entwurf sei \u201ekein Motor f\u00fcr Wachstum und Wohlstand, sondern ein Freifahrschein f\u00fcr die R\u00fcstungsindustrie\u201c, sagte Bartsch. Sowohl Sch\u00e4fer als auch Bartsch machten sich f\u00fcr eine grundlegende Reform der Schuldenbremse stark \u2013 also mehr Schulden. Erst auf Nachfrage nannten sie auch Sparans\u00e4tze. \u201eMindestens im einstelligen Milliardenbereich lassen sich klimasch\u00e4dliche Subventionen streichen\u201c, sagte der Gr\u00fcnen-Politiker Sch\u00e4fer. Als Beispiel nannte er das Flugbenzin. Das m\u00fcsse \u201eplanbar und verl\u00e4sslich\u201c geschehen, damit es nicht zu einem Aufschrei wie im Vorjahr beim Agrardiesel kommt, als Landwirte aus Protest bundesweit Stra\u00dfen blockierten.Bartsch geht davon aus, dass \u201emehrere Milliarden Euro\u201c gespart werden k\u00f6nnten, wenn Menschen nicht mehr wegen zu geringer L\u00f6hne zus\u00e4tzlich Hilfe vom Staat br\u00e4uchten. \u201eEin Mindestlohn von 15 Euro w\u00fcrde den Haushalt extrem entlasten\u201c, sagte Bartsch. Auf die sogenannten Aufstocker entfielen aktuell sieben Milliarden Euro im Jahr. Grunds\u00e4tzlich ist es aus Sicht des Linkspolitikers falsch, immer nur auf die Ausgaben zu schauen, aber nicht auf h\u00f6here Steuereinnahmen. In Deutschland gebe es schlie\u00dflich immer mehr Milliard\u00e4re.Wie lange sich die Vertreter der Regierungsparteien noch um konkrete Sparvorschl\u00e4ge dr\u00fccken k\u00f6nnen, ist die gro\u00dfe Frage. Denn mit der AfD nimmt sich die gr\u00f6\u00dfte Oppositionsfraktion zunehmend offensiv des Themas an. Ihr haushaltspolitischer Sprecher Michael Espendiller legte im Anschluss an die Bereinigungssitzung einen \u201ealternativen Haushaltsentwurf\u201c vor. Nach seiner Rechnung ist es m\u00f6glich 111 Milliarden Euro einzusparen, um nicht nur weniger neue Schulden zu machen, sondern auch noch die B\u00fcrger zu entlasten. Die Regierung m\u00fcsse die Schuldenregeln einhalten und Reformen angehen, sagte Espendiller. \u201eSie kann nicht jedes Problem in Deutschland mit Geld zusch\u00fctten.\u201c Das l\u00f6se keine Probleme, sondern vertage sie nur. Auf der Streichliste finden sich einige der Kernthemen der AfD: An die Zahlungen an die Europ\u00e4ische Union will Espendiller genauso ran, wie an die Ausgaben f\u00fcr B\u00fcrgergeld und Entwicklungshilfe. Es bleibt abzuwarten, ob Mitte November, nachdem abschlie\u00dfend \u00fcber den Bundeshaushalt f\u00fcr 2026 beraten wurde, die Haushaltspolitiker der anderen Parteien immer noch so wenig \u00fcber Sparen sprechen wollen.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Karsten Seibel ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. 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In Deutschland gebe es schlie\u00dflich immer mehr Milliard\u00e4re.Wie lange sich die Vertreter der Regierungsparteien noch um konkrete Sparvorschl\u00e4ge dr\u00fccken k\u00f6nnen, ist die gro\u00dfe Frage. Denn mit der AfD nimmt sich die gr\u00f6\u00dfte Oppositionsfraktion zunehmend offensiv des Themas an. Ihr haushaltspolitischer Sprecher Michael Espendiller legte im Anschluss an die Bereinigungssitzung einen \u201ealternativen Haushaltsentwurf\u201c vor. Nach seiner Rechnung ist es m\u00f6glich 111 Milliarden Euro einzusparen, um nicht nur weniger neue Schulden zu machen, sondern auch noch die B\u00fcrger zu entlasten. Die Regierung m\u00fcsse die Schuldenregeln einhalten und Reformen angehen, sagte Espendiller. \u201eSie kann nicht jedes Problem in Deutschland mit Geld zusch\u00fctten.\u201c Das l\u00f6se keine Probleme, sondern vertage sie nur. Auf der Streichliste finden sich einige der Kernthemen der AfD: An die Zahlungen an die Europ\u00e4ische Union will Espendiller genauso ran, wie an die Ausgaben f\u00fcr B\u00fcrgergeld und Entwicklungshilfe. Es bleibt abzuwarten, ob Mitte November, nachdem abschlie\u00dfend \u00fcber den Bundeshaushalt f\u00fcr 2026 beraten wurde, die Haushaltspolitiker der anderen Parteien immer noch so wenig \u00fcber Sparen sprechen wollen.Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Karsten Seibel ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet unter anderem \u00fcber Haushalts- und Steuerpolitik.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/von-wegen-sparen-plotzlich-brusten-sich-die-regierungsparteien-mit-mehrausgaben\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/von-wegen-sparen-plotzlich-brusten-sich-die-regierungsparteien-mit-mehrausgaben\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/von-wegen-sparen-plotzlich-brusten-sich-die-regierungsparteien-mit-mehrausgaben\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ergebnisse-zum-bundeshaushalt-2025.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/09\/ergebnisse-zum-bundeshaushalt-2025.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/von-wegen-sparen-plotzlich-brusten-sich-die-regierungsparteien-mit-mehrausgaben\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Von wegen sparen \u2013 Pl\u00f6tzlich br\u00fcsten sich die Regierungsparteien mit Mehrausgaben"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/271785","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=271785"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/271785\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":271792,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/271785\/revisions\/271792"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/271786"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=271785"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=271785"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=271785"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}