{"id":268061,"date":"2025-08-26T19:26:08","date_gmt":"2025-08-26T16:26:08","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/sind-sehr-beunruhigt-jetzt-nimmt-donald-trump-made-in-germany-mobel-ins-visier\/"},"modified":"2025-08-26T19:26:35","modified_gmt":"2025-08-26T16:26:35","slug":"sind-sehr-beunruhigt-jetzt-nimmt-donald-trump-made-in-germany-mobel-ins-visier","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/sind-sehr-beunruhigt-jetzt-nimmt-donald-trump-made-in-germany-mobel-ins-visier\/","title":{"rendered":"\u201eSind sehr beunruhigt\u201c \u2013 Jetzt nimmt Donald Trump \u201eMade in Germany\u201c-M\u00f6bel ins Visier"},"content":{"rendered":"<p>Donald Trump macht Jan Kurth Angst. \u201eWir sind sehr beunruhigt\u201c, sagt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbands der deutschen M\u00f6belindustrie (VDM). Vor wenigen Tagen hat der US-Pr\u00e4sident auf seiner Plattform \u201eTruth Social\u201c eine umfassende Sektoruntersuchung f\u00fcr den M\u00f6belbereich angek\u00fcndigt. Gepr\u00fcft werde, ob k\u00fcnftig zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle auf Importe erhoben werden. \u201eDies wird die M\u00f6belindustrie zur\u00fcck nach North Carolina, South Carolina, Michigan und in alle anderen Bundesstaaten der Union bringen.\u201c  <\/p>\n<p>50 Tage will sich Trump Zeit lassen f\u00fcr eine finale Entscheidung. Unklar ist allerdings noch, ob der weitere Aufschlag zus\u00e4tzlich zu den bestehenden l\u00e4nderspezifischen Z\u00f6llen kommen soll oder ob er sie ersetzt. Bei M\u00f6beln aus Deutschland zum Beispiel gilt derzeit der ausgehandelte EU-Satz von 15 Prozent. Und schon der entwickelt sich zu einem Problem f\u00fcr die hiesigen Hersteller, das zeigt eine aktuelle Mitgliederbefragung des VDM. Danach rechnen 85 Prozent der Unternehmen mit einem r\u00fcckl\u00e4ufigen Exportgesch\u00e4ft in Richtung Amerika. Denn die Zollkosten m\u00fcssten an die dortigen Verbraucher weitergegeben werden. \u201eDer Ausblick ist deutlich eingetr\u00fcbt\u201c, konstatiert Kurth.<\/p>\n<p>Dabei waren die USA zuletzt eigentlich eine der gro\u00dfen Hoffnungen f\u00fcr die krisengeplagte deutsche M\u00f6belindustrie, die sich aufgrund der Konsumzur\u00fcckhaltung im eigenen Land immer st\u00e4rker exportorientiert zeigt. Mehr als ein Drittel der Produktion geht mittlerweile ins Ausland, allen voran in die Nachbarl\u00e4nder Frankreich, Schweiz, \u00d6sterreich und Niederlande. Die Vereinigten Staaten sind derweil der st\u00e4rkste Markt au\u00dferhalb von Europa. Mit einem Verkaufsvolumen von gut 132 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2025 liegen sie mittlerweile auf Platz zehn der Exportstatistik. Die Ausfuhren steigen dabei schon seit einigen Jahren, gefragt sind vor allem K\u00fcchen und B\u00fcroeinrichtungen mit dem Label Made in Germany, aber auch Polster- und Wohnm\u00f6bel.  <\/p>\n<p>Und es gibt weiteres Potenzial. Immerhin ist der US-Markt mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von fast 100 Milliarden Dollar einer der gr\u00f6\u00dften weltweit. Und er ist auf Importe angewiesen, wie Daten des CSIL World Furniture Outlook zeigen. Denn danach liegt die Inlandsproduktion lediglich bei 59 Milliarden Dollar. Und davon m\u00fcssen eigene Exporte noch abgezogen werden. \u201eDie amerikanischen Hersteller k\u00f6nnen den Bedarf gar nicht selbst decken\u201c, best\u00e4tigt VDM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kurth. \u201eZudem bauen die US-Anbieter vor allem Einbaum\u00f6bel und damit v\u00f6llig andere M\u00f6bel als viele Verbraucher mittlerweile haben wollen.\u201c<\/p>\n<p>Rund 43 Prozent der in den USA verkauften <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/moebel\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/moebel\/\">M\u00f6bel<\/a> stammen mittlerweile aus dem Ausland. Europa mit vor allem Italien und Deutschland als Lieferl\u00e4ndern hat dabei einen Anteil von weniger als zehn Prozent. Der L\u00f6wenanteil kommt n\u00e4mlich aus Asien, allen voran aus China und Vietnam, die zusammen 55 Prozent der US-M\u00f6bel-Importe liefern. Sie d\u00fcrfte Trump damit vor allem im Blick haben.<\/p>\n<h3>Die US-Zollpolitik hat auch indirekte Effekte <\/h3>\n<p>Doch auch das hat Auswirkungen auf die deutsche M\u00f6belindustrie. Umleiteffekt ist hier das Stichwort. \u201eDa die Absatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Anbieter aus diesen beiden L\u00e4ndern infolge der Z\u00f6lle erschwert sind, dr\u00e4ngen die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/moebel\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/moebel\/\">M\u00f6bel<\/a> aus China und Vietnam auf andere M\u00e4rkte\u201c, erkl\u00e4rt Branchenvertreter Kurth. Das erschwere die Konkurrenzsituation in anderen Exportm\u00e4rkten und nicht zuletzt auch die Lage in Deutschland selbst als dem gr\u00f6\u00dften Einrichtungsmarkt in Europa.<\/p>\n<p>Zu beobachten sind diese indirekten Folgen der von Trump im April begonnenen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/plus256416152\/zollstreit-trump-gewinnt-den-handelskrieg.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/debatte\/plus256416152\/zollstreit-trump-gewinnt-den-handelskrieg.html\">Zollpolitik<\/a> hierzulande schon jetzt. So stiegen die Einfuhren aus China im ersten Halbjahr um fast 25 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Die Volksrepublik steht damit schon f\u00fcr fast ein Drittel der hiesigen Importe. Das Liefervolumen aus Vietnam wiederum ist im selben Zeitraum um 21 Prozent gestiegen. Eine Vielzahl von vor allem billigen M\u00f6beln, die eigentlich f\u00fcr die USA gedacht waren, d\u00fcrften damit in Deutschland gelandet sein. <\/p>\n<p>Gleichzeitig haben auch etliche andere L\u00e4nder teils wesentlich mehr Ware in die Bundesrepublik geliefert, etwa Polen und Italien, Litauen und Rum\u00e4nien oder \u00d6sterreich und Tschechien. Unter dem Strich erh\u00f6hte sich der Importanteil am deutschen M\u00f6belmarkt damit im ersten Halbjahr auf fast 60 Prozent und damit auf den h\u00f6chsten bislang gemessenen Wert, wie es vom VDM hei\u00dft. Zum Vergleich: 2024 lag der Anteil noch bei 53,1 Prozent.<\/p>\n<p>Die deutschen Hersteller werden damit in zus\u00e4tzliche Preisk\u00e4mpfe verwickelt. Denn kostenseitig k\u00f6nnen sie mit China, Vietnam, Polen und Co, nicht mithalten. \u201eWir werden nicht mit China konkurrenzf\u00e4hig, wenn es darum geht, einen Stuhl f\u00fcr 25 Euro herzustellen\u201c, sagt Verbandschef Kurth. Man k\u00f6nne aber mit Argumenten zur Qualit\u00e4t, Sicherheit und Herkunft der Materialien \u00fcberzeugen. <\/p>\n<h3>R\u00fcckl\u00e4ufige Baufertigstellungen<\/h3>\n<p>Doch das scheint derzeit nicht wirklich zu verfangen bei den Konsumenten in Deutschland. Sch\u00f6n l\u00e4nger leidet die Branche unter dem <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/video68a8b756b9644528ccf3e42b\/oekonomin-bei-welt-tv-der-konsum-in-deutschland-ist-wirklich-ein-grausen.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/video68a8b756b9644528ccf3e42b\/oekonomin-bei-welt-tv-der-konsum-in-deutschland-ist-wirklich-ein-grausen.html\">schwachen Konsumklima<\/a> und der am Boden liegenden Baukonjunktur. \u201eJedes Haus und jede Wohnung, die nicht gebaut werden, m\u00fcssen auch nicht eingerichtet werden\u201c, beschreibt Kurth. Gab es 2024 noch 252.000 Baufertigstellungen in Deutschland, prognostiziert das Ifo-Institut f\u00fcr dieses Jahr nur noch 205.000 Einheiten und f\u00fcr 2026 gerade noch 185.000. Zwar seit der Bau-Turbo der neuen Bundesregierung ein wichtiger erster Schritt. \u201eDer Effekt ist bislang aber \u00fcberschaubar.\u201c Es m\u00fcsse nicht schneller gebaut werden, sondern mehr. Und daf\u00fcr brauche es mehr Geld im System, etwa durch eine Aufstockung von F\u00f6rderprogrammen oder durch Erleichterungen bei der Grunderwerbssteuer. <\/p>\n<p>Ohnehin hat sich die M\u00f6belindustrie mehr versprochen von der neuen Bundesregierung. \u201eNach den qu\u00e4lenden Jahren der Ampel-Regierung, hatte man eigentlich das Gef\u00fchl, dass endlich etwas passiert. Leider warten wir immer noch\u201c, kritisiert Kurth. Zumal seine Branche auf Impulse und eine verbesserte Verbraucherstimmung angewiesen ist. <\/p>\n<p>Stattdessen sind die Ums\u00e4tze der gut 4000 deutschen M\u00f6belhersteller weiter r\u00fcckl\u00e4ufig. Nach einem Minus von 7,8 Prozent im Jahr 2024 gab es in den ersten sechs Monaten 2025 nochmal einen R\u00fcckgang von gut f\u00fcnf Prozent, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Das <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/leben\/innendesigner-verraten-diese-6-wohn-trends-solltet-ihr-2025-kennen\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/leben\/innendesigner-verraten-diese-6-wohn-trends-solltet-ihr-2025-kennen\/\">Inlandsgesch\u00e4ft<\/a> lief dabei merklich schlechter als der Export, meldet der VDM. Gut ein Drittel der Betriebe plant daher im laufenden dritten Quartal mit Kurzarbeit. Zudem gibt es immer wieder Insolvenzen. <\/p>\n<p>Zwar glaubt der Verband an eine Belebung im Herbst\/Winter. \u201eErfahrungsgem\u00e4\u00df r\u00fcckt nach dem Ende der Urlaubszeit das eigene Zuhause wieder st\u00e4rker in den Fokus der Menschen\u201c, begr\u00fcndet Kurth. Gleichwohl droht der Branche mit weniger als 16 Milliarden Euro Jahresumsatz die schlechteste Bilanz seit 15 Jahren. <\/p>\n<p><b><em>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <\/em><\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\"><b><em>Business Insider <\/em><\/b><\/a><b><em>erstellt.<\/em><\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/carsten-dierig\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/carsten-dierig\/\"><b><em>Carsten Dierig<\/em><\/b><\/a><b><em> ist Wirtschaftsredakteur in D\u00fcsseldorf. Er berichtet \u00fcber Handel und Konsumg\u00fcter, Maschinenbau und die Stahlindustrie sowie Mittelstandsunternehmen. <\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Donald Trump macht Jan Kurth Angst. \u201eWir sind sehr beunruhigt\u201c, sagt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbands der deutschen M\u00f6belindustrie (VDM). Vor wenigen Tagen hat der US-Pr\u00e4sident auf seiner Plattform \u201eTruth Social\u201c eine umfassende Sektoruntersuchung f\u00fcr den M\u00f6belbereich angek\u00fcndigt. 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Danach rechnen 85 Prozent der Unternehmen mit einem r\u00fcckl\u00e4ufigen Exportgesch\u00e4ft in Richtung Amerika. Denn die Zollkosten m\u00fcssten an die dortigen Verbraucher weitergegeben werden. \u201eDer Ausblick ist deutlich eingetr\u00fcbt\u201c, konstatiert Kurth.Dabei waren die USA zuletzt eigentlich eine der gro\u00dfen Hoffnungen f\u00fcr die krisengeplagte deutsche M\u00f6belindustrie, die sich aufgrund der Konsumzur\u00fcckhaltung im eigenen Land immer st\u00e4rker exportorientiert zeigt. Mehr als ein Drittel der Produktion geht mittlerweile ins Ausland, allen voran in die Nachbarl\u00e4nder Frankreich, Schweiz, \u00d6sterreich und Niederlande. Die Vereinigten Staaten sind derweil der st\u00e4rkste Markt au\u00dferhalb von Europa. Mit einem Verkaufsvolumen von gut 132 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2025 liegen sie mittlerweile auf Platz zehn der Exportstatistik. Die Ausfuhren steigen dabei schon seit einigen Jahren, gefragt sind vor allem K\u00fcchen und B\u00fcroeinrichtungen mit dem Label Made in Germany, aber auch Polster- und Wohnm\u00f6bel. Und es gibt weiteres Potenzial. Immerhin ist der US-Markt mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von fast 100 Milliarden Dollar einer der gr\u00f6\u00dften weltweit. Und er ist auf Importe angewiesen, wie Daten des CSIL World Furniture Outlook zeigen. Denn danach liegt die Inlandsproduktion lediglich bei 59 Milliarden Dollar. Und davon m\u00fcssen eigene Exporte noch abgezogen werden. \u201eDie amerikanischen Hersteller k\u00f6nnen den Bedarf gar nicht selbst decken\u201c, best\u00e4tigt VDM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kurth. \u201eZudem bauen die US-Anbieter vor allem Einbaum\u00f6bel und damit v\u00f6llig andere M\u00f6bel als viele Verbraucher mittlerweile haben wollen.\u201cRund 43 Prozent der in den USA verkauften M\u00f6bel stammen mittlerweile aus dem Ausland. Europa mit vor allem Italien und Deutschland als Lieferl\u00e4ndern hat dabei einen Anteil von weniger als zehn Prozent. Der L\u00f6wenanteil kommt n\u00e4mlich aus Asien, allen voran aus China und Vietnam, die zusammen 55 Prozent der US-M\u00f6bel-Importe liefern. Sie d\u00fcrfte Trump damit vor allem im Blick haben.Die US-Zollpolitik hat auch indirekte Effekte Doch auch das hat Auswirkungen auf die deutsche M\u00f6belindustrie. Umleiteffekt ist hier das Stichwort. \u201eDa die Absatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Anbieter aus diesen beiden L\u00e4ndern infolge der Z\u00f6lle erschwert sind, dr\u00e4ngen die M\u00f6bel aus China und Vietnam auf andere M\u00e4rkte\u201c, erkl\u00e4rt Branchenvertreter Kurth. Das erschwere die Konkurrenzsituation in anderen Exportm\u00e4rkten und nicht zuletzt auch die Lage in Deutschland selbst als dem gr\u00f6\u00dften Einrichtungsmarkt in Europa.Zu beobachten sind diese indirekten Folgen der von Trump im April begonnenen Zollpolitik hierzulande schon jetzt. So stiegen die Einfuhren aus China im ersten Halbjahr um fast 25 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Die Volksrepublik steht damit schon f\u00fcr fast ein Drittel der hiesigen Importe. Das Liefervolumen aus Vietnam wiederum ist im selben Zeitraum um 21 Prozent gestiegen. Eine Vielzahl von vor allem billigen M\u00f6beln, die eigentlich f\u00fcr die USA gedacht waren, d\u00fcrften damit in Deutschland gelandet sein. Gleichzeitig haben auch etliche andere L\u00e4nder teils wesentlich mehr Ware in die Bundesrepublik geliefert, etwa Polen und Italien, Litauen und Rum\u00e4nien oder \u00d6sterreich und Tschechien. Unter dem Strich erh\u00f6hte sich der Importanteil am deutschen M\u00f6belmarkt damit im ersten Halbjahr auf fast 60 Prozent und damit auf den h\u00f6chsten bislang gemessenen Wert, wie es vom VDM hei\u00dft. Zum Vergleich: 2024 lag der Anteil noch bei 53,1 Prozent.Die deutschen Hersteller werden damit in zus\u00e4tzliche Preisk\u00e4mpfe verwickelt. Denn kostenseitig k\u00f6nnen sie mit China, Vietnam, Polen und Co, nicht mithalten. \u201eWir werden nicht mit China konkurrenzf\u00e4hig, wenn es darum geht, einen Stuhl f\u00fcr 25 Euro herzustellen\u201c, sagt Verbandschef Kurth. Man k\u00f6nne aber mit Argumenten zur Qualit\u00e4t, Sicherheit und Herkunft der Materialien \u00fcberzeugen. R\u00fcckl\u00e4ufige BaufertigstellungenDoch das scheint derzeit nicht wirklich zu verfangen bei den Konsumenten in Deutschland. Sch\u00f6n l\u00e4nger leidet die Branche unter dem schwachen Konsumklima und der am Boden liegenden Baukonjunktur. \u201eJedes Haus und jede Wohnung, die nicht gebaut werden, m\u00fcssen auch nicht eingerichtet werden\u201c, beschreibt Kurth. Gab es 2024 noch 252.000 Baufertigstellungen in Deutschland, prognostiziert das Ifo-Institut f\u00fcr dieses Jahr nur noch 205.000 Einheiten und f\u00fcr 2026 gerade noch 185.000. Zwar seit der Bau-Turbo der neuen Bundesregierung ein wichtiger erster Schritt. \u201eDer Effekt ist bislang aber \u00fcberschaubar.\u201c Es m\u00fcsse nicht schneller gebaut werden, sondern mehr. Und daf\u00fcr brauche es mehr Geld im System, etwa durch eine Aufstockung von F\u00f6rderprogrammen oder durch Erleichterungen bei der Grunderwerbssteuer. Ohnehin hat sich die M\u00f6belindustrie mehr versprochen von der neuen Bundesregierung. \u201eNach den qu\u00e4lenden Jahren der Ampel-Regierung, hatte man eigentlich das Gef\u00fchl, dass endlich etwas passiert. Leider warten wir immer noch\u201c, kritisiert Kurth. Zumal seine Branche auf Impulse und eine verbesserte Verbraucherstimmung angewiesen ist. Stattdessen sind die Ums\u00e4tze der gut 4000 deutschen M\u00f6belhersteller weiter r\u00fcckl\u00e4ufig. Nach einem Minus von 7,8 Prozent im Jahr 2024 gab es in den ersten sechs Monaten 2025 nochmal einen R\u00fcckgang von gut f\u00fcnf Prozent, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Das Inlandsgesch\u00e4ft lief dabei merklich schlechter als der Export, meldet der VDM. Gut ein Drittel der Betriebe plant daher im laufenden dritten Quartal mit Kurzarbeit. Zudem gibt es immer wieder Insolvenzen. Zwar glaubt der Verband an eine Belebung im Herbst\/Winter. \u201eErfahrungsgem\u00e4\u00df r\u00fcckt nach dem Ende der Urlaubszeit das eigene Zuhause wieder st\u00e4rker in den Fokus der Menschen\u201c, begr\u00fcndet Kurth. Gleichwohl droht der Branche mit weniger als 16 Milliarden Euro Jahresumsatz die schlechteste Bilanz seit 15 Jahren. Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Carsten Dierig ist Wirtschaftsredakteur in D\u00fcsseldorf. Er berichtet \u00fcber Handel und Konsumg\u00fcter, Maschinenbau und die Stahlindustrie sowie Mittelstandsunternehmen.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"\u201eSind sehr beunruhigt\u201c \u2013 Jetzt nimmt Donald Trump \u201eMade in Germany\u201c-M\u00f6bel ins Visier - vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Donald Trump macht Jan Kurth Angst. \u201eWir sind sehr beunruhigt\u201c, sagt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbands der deutschen M\u00f6belindustrie (VDM). 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Danach rechnen 85 Prozent der Unternehmen mit einem r\u00fcckl\u00e4ufigen Exportgesch\u00e4ft in Richtung Amerika. Denn die Zollkosten m\u00fcssten an die dortigen Verbraucher weitergegeben werden. \u201eDer Ausblick ist deutlich eingetr\u00fcbt\u201c, konstatiert Kurth.Dabei waren die USA zuletzt eigentlich eine der gro\u00dfen Hoffnungen f\u00fcr die krisengeplagte deutsche M\u00f6belindustrie, die sich aufgrund der Konsumzur\u00fcckhaltung im eigenen Land immer st\u00e4rker exportorientiert zeigt. Mehr als ein Drittel der Produktion geht mittlerweile ins Ausland, allen voran in die Nachbarl\u00e4nder Frankreich, Schweiz, \u00d6sterreich und Niederlande. Die Vereinigten Staaten sind derweil der st\u00e4rkste Markt au\u00dferhalb von Europa. Mit einem Verkaufsvolumen von gut 132 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2025 liegen sie mittlerweile auf Platz zehn der Exportstatistik. Die Ausfuhren steigen dabei schon seit einigen Jahren, gefragt sind vor allem K\u00fcchen und B\u00fcroeinrichtungen mit dem Label Made in Germany, aber auch Polster- und Wohnm\u00f6bel. Und es gibt weiteres Potenzial. Immerhin ist der US-Markt mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von fast 100 Milliarden Dollar einer der gr\u00f6\u00dften weltweit. Und er ist auf Importe angewiesen, wie Daten des CSIL World Furniture Outlook zeigen. Denn danach liegt die Inlandsproduktion lediglich bei 59 Milliarden Dollar. Und davon m\u00fcssen eigene Exporte noch abgezogen werden. \u201eDie amerikanischen Hersteller k\u00f6nnen den Bedarf gar nicht selbst decken\u201c, best\u00e4tigt VDM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kurth. \u201eZudem bauen die US-Anbieter vor allem Einbaum\u00f6bel und damit v\u00f6llig andere M\u00f6bel als viele Verbraucher mittlerweile haben wollen.\u201cRund 43 Prozent der in den USA verkauften M\u00f6bel stammen mittlerweile aus dem Ausland. 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Das erschwere die Konkurrenzsituation in anderen Exportm\u00e4rkten und nicht zuletzt auch die Lage in Deutschland selbst als dem gr\u00f6\u00dften Einrichtungsmarkt in Europa.Zu beobachten sind diese indirekten Folgen der von Trump im April begonnenen Zollpolitik hierzulande schon jetzt. So stiegen die Einfuhren aus China im ersten Halbjahr um fast 25 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Die Volksrepublik steht damit schon f\u00fcr fast ein Drittel der hiesigen Importe. Das Liefervolumen aus Vietnam wiederum ist im selben Zeitraum um 21 Prozent gestiegen. Eine Vielzahl von vor allem billigen M\u00f6beln, die eigentlich f\u00fcr die USA gedacht waren, d\u00fcrften damit in Deutschland gelandet sein. Gleichzeitig haben auch etliche andere L\u00e4nder teils wesentlich mehr Ware in die Bundesrepublik geliefert, etwa Polen und Italien, Litauen und Rum\u00e4nien oder \u00d6sterreich und Tschechien. Unter dem Strich erh\u00f6hte sich der Importanteil am deutschen M\u00f6belmarkt damit im ersten Halbjahr auf fast 60 Prozent und damit auf den h\u00f6chsten bislang gemessenen Wert, wie es vom VDM hei\u00dft. Zum Vergleich: 2024 lag der Anteil noch bei 53,1 Prozent.Die deutschen Hersteller werden damit in zus\u00e4tzliche Preisk\u00e4mpfe verwickelt. Denn kostenseitig k\u00f6nnen sie mit China, Vietnam, Polen und Co, nicht mithalten. \u201eWir werden nicht mit China konkurrenzf\u00e4hig, wenn es darum geht, einen Stuhl f\u00fcr 25 Euro herzustellen\u201c, sagt Verbandschef Kurth. Man k\u00f6nne aber mit Argumenten zur Qualit\u00e4t, Sicherheit und Herkunft der Materialien \u00fcberzeugen. R\u00fcckl\u00e4ufige BaufertigstellungenDoch das scheint derzeit nicht wirklich zu verfangen bei den Konsumenten in Deutschland. 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Leider warten wir immer noch\u201c, kritisiert Kurth. Zumal seine Branche auf Impulse und eine verbesserte Verbraucherstimmung angewiesen ist. Stattdessen sind die Ums\u00e4tze der gut 4000 deutschen M\u00f6belhersteller weiter r\u00fcckl\u00e4ufig. Nach einem Minus von 7,8 Prozent im Jahr 2024 gab es in den ersten sechs Monaten 2025 nochmal einen R\u00fcckgang von gut f\u00fcnf Prozent, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Das Inlandsgesch\u00e4ft lief dabei merklich schlechter als der Export, meldet der VDM. Gut ein Drittel der Betriebe plant daher im laufenden dritten Quartal mit Kurzarbeit. Zudem gibt es immer wieder Insolvenzen. Zwar glaubt der Verband an eine Belebung im Herbst\/Winter. \u201eErfahrungsgem\u00e4\u00df r\u00fcckt nach dem Ende der Urlaubszeit das eigene Zuhause wieder st\u00e4rker in den Fokus der Menschen\u201c, begr\u00fcndet Kurth. Gleichwohl droht der Branche mit weniger als 16 Milliarden Euro Jahresumsatz die schlechteste Bilanz seit 15 Jahren. 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Vor wenigen Tagen hat der US-Pr\u00e4sident auf seiner Plattform \u201eTruth Social\u201c eine umfassende Sektoruntersuchung f\u00fcr den M\u00f6belbereich angek\u00fcndigt. Gepr\u00fcft werde, ob k\u00fcnftig zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle auf Importe erhoben werden. \u201eDies wird die M\u00f6belindustrie zur\u00fcck nach North Carolina, South Carolina, Michigan und in alle anderen Bundesstaaten der Union bringen.\u201c 50 Tage will sich Trump Zeit lassen f\u00fcr eine finale Entscheidung. Unklar ist allerdings noch, ob der weitere Aufschlag zus\u00e4tzlich zu den bestehenden l\u00e4nderspezifischen Z\u00f6llen kommen soll oder ob er sie ersetzt. Bei M\u00f6beln aus Deutschland zum Beispiel gilt derzeit der ausgehandelte EU-Satz von 15 Prozent. Und schon der entwickelt sich zu einem Problem f\u00fcr die hiesigen Hersteller, das zeigt eine aktuelle Mitgliederbefragung des VDM. Danach rechnen 85 Prozent der Unternehmen mit einem r\u00fcckl\u00e4ufigen Exportgesch\u00e4ft in Richtung Amerika. Denn die Zollkosten m\u00fcssten an die dortigen Verbraucher weitergegeben werden. \u201eDer Ausblick ist deutlich eingetr\u00fcbt\u201c, konstatiert Kurth.Dabei waren die USA zuletzt eigentlich eine der gro\u00dfen Hoffnungen f\u00fcr die krisengeplagte deutsche M\u00f6belindustrie, die sich aufgrund der Konsumzur\u00fcckhaltung im eigenen Land immer st\u00e4rker exportorientiert zeigt. Mehr als ein Drittel der Produktion geht mittlerweile ins Ausland, allen voran in die Nachbarl\u00e4nder Frankreich, Schweiz, \u00d6sterreich und Niederlande. Die Vereinigten Staaten sind derweil der st\u00e4rkste Markt au\u00dferhalb von Europa. Mit einem Verkaufsvolumen von gut 132 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2025 liegen sie mittlerweile auf Platz zehn der Exportstatistik. Die Ausfuhren steigen dabei schon seit einigen Jahren, gefragt sind vor allem K\u00fcchen und B\u00fcroeinrichtungen mit dem Label Made in Germany, aber auch Polster- und Wohnm\u00f6bel. Und es gibt weiteres Potenzial. Immerhin ist der US-Markt mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von fast 100 Milliarden Dollar einer der gr\u00f6\u00dften weltweit. Und er ist auf Importe angewiesen, wie Daten des CSIL World Furniture Outlook zeigen. Denn danach liegt die Inlandsproduktion lediglich bei 59 Milliarden Dollar. Und davon m\u00fcssen eigene Exporte noch abgezogen werden. \u201eDie amerikanischen Hersteller k\u00f6nnen den Bedarf gar nicht selbst decken\u201c, best\u00e4tigt VDM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kurth. \u201eZudem bauen die US-Anbieter vor allem Einbaum\u00f6bel und damit v\u00f6llig andere M\u00f6bel als viele Verbraucher mittlerweile haben wollen.\u201cRund 43 Prozent der in den USA verkauften M\u00f6bel stammen mittlerweile aus dem Ausland. Europa mit vor allem Italien und Deutschland als Lieferl\u00e4ndern hat dabei einen Anteil von weniger als zehn Prozent. Der L\u00f6wenanteil kommt n\u00e4mlich aus Asien, allen voran aus China und Vietnam, die zusammen 55 Prozent der US-M\u00f6bel-Importe liefern. Sie d\u00fcrfte Trump damit vor allem im Blick haben.Die US-Zollpolitik hat auch indirekte Effekte Doch auch das hat Auswirkungen auf die deutsche M\u00f6belindustrie. Umleiteffekt ist hier das Stichwort. \u201eDa die Absatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Anbieter aus diesen beiden L\u00e4ndern infolge der Z\u00f6lle erschwert sind, dr\u00e4ngen die M\u00f6bel aus China und Vietnam auf andere M\u00e4rkte\u201c, erkl\u00e4rt Branchenvertreter Kurth. Das erschwere die Konkurrenzsituation in anderen Exportm\u00e4rkten und nicht zuletzt auch die Lage in Deutschland selbst als dem gr\u00f6\u00dften Einrichtungsmarkt in Europa.Zu beobachten sind diese indirekten Folgen der von Trump im April begonnenen Zollpolitik hierzulande schon jetzt. So stiegen die Einfuhren aus China im ersten Halbjahr um fast 25 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Die Volksrepublik steht damit schon f\u00fcr fast ein Drittel der hiesigen Importe. Das Liefervolumen aus Vietnam wiederum ist im selben Zeitraum um 21 Prozent gestiegen. Eine Vielzahl von vor allem billigen M\u00f6beln, die eigentlich f\u00fcr die USA gedacht waren, d\u00fcrften damit in Deutschland gelandet sein. Gleichzeitig haben auch etliche andere L\u00e4nder teils wesentlich mehr Ware in die Bundesrepublik geliefert, etwa Polen und Italien, Litauen und Rum\u00e4nien oder \u00d6sterreich und Tschechien. Unter dem Strich erh\u00f6hte sich der Importanteil am deutschen M\u00f6belmarkt damit im ersten Halbjahr auf fast 60 Prozent und damit auf den h\u00f6chsten bislang gemessenen Wert, wie es vom VDM hei\u00dft. Zum Vergleich: 2024 lag der Anteil noch bei 53,1 Prozent.Die deutschen Hersteller werden damit in zus\u00e4tzliche Preisk\u00e4mpfe verwickelt. Denn kostenseitig k\u00f6nnen sie mit China, Vietnam, Polen und Co, nicht mithalten. \u201eWir werden nicht mit China konkurrenzf\u00e4hig, wenn es darum geht, einen Stuhl f\u00fcr 25 Euro herzustellen\u201c, sagt Verbandschef Kurth. Man k\u00f6nne aber mit Argumenten zur Qualit\u00e4t, Sicherheit und Herkunft der Materialien \u00fcberzeugen. R\u00fcckl\u00e4ufige BaufertigstellungenDoch das scheint derzeit nicht wirklich zu verfangen bei den Konsumenten in Deutschland. Sch\u00f6n l\u00e4nger leidet die Branche unter dem schwachen Konsumklima und der am Boden liegenden Baukonjunktur. \u201eJedes Haus und jede Wohnung, die nicht gebaut werden, m\u00fcssen auch nicht eingerichtet werden\u201c, beschreibt Kurth. Gab es 2024 noch 252.000 Baufertigstellungen in Deutschland, prognostiziert das Ifo-Institut f\u00fcr dieses Jahr nur noch 205.000 Einheiten und f\u00fcr 2026 gerade noch 185.000. Zwar seit der Bau-Turbo der neuen Bundesregierung ein wichtiger erster Schritt. \u201eDer Effekt ist bislang aber \u00fcberschaubar.\u201c Es m\u00fcsse nicht schneller gebaut werden, sondern mehr. Und daf\u00fcr brauche es mehr Geld im System, etwa durch eine Aufstockung von F\u00f6rderprogrammen oder durch Erleichterungen bei der Grunderwerbssteuer. Ohnehin hat sich die M\u00f6belindustrie mehr versprochen von der neuen Bundesregierung. \u201eNach den qu\u00e4lenden Jahren der Ampel-Regierung, hatte man eigentlich das Gef\u00fchl, dass endlich etwas passiert. Leider warten wir immer noch\u201c, kritisiert Kurth. Zumal seine Branche auf Impulse und eine verbesserte Verbraucherstimmung angewiesen ist. Stattdessen sind die Ums\u00e4tze der gut 4000 deutschen M\u00f6belhersteller weiter r\u00fcckl\u00e4ufig. Nach einem Minus von 7,8 Prozent im Jahr 2024 gab es in den ersten sechs Monaten 2025 nochmal einen R\u00fcckgang von gut f\u00fcnf Prozent, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Das Inlandsgesch\u00e4ft lief dabei merklich schlechter als der Export, meldet der VDM. Gut ein Drittel der Betriebe plant daher im laufenden dritten Quartal mit Kurzarbeit. Zudem gibt es immer wieder Insolvenzen. Zwar glaubt der Verband an eine Belebung im Herbst\/Winter. \u201eErfahrungsgem\u00e4\u00df r\u00fcckt nach dem Ende der Urlaubszeit das eigene Zuhause wieder st\u00e4rker in den Fokus der Menschen\u201c, begr\u00fcndet Kurth. Gleichwohl droht der Branche mit weniger als 16 Milliarden Euro Jahresumsatz die schlechteste Bilanz seit 15 Jahren. Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Carsten Dierig ist Wirtschaftsredakteur in D\u00fcsseldorf. 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Danach rechnen 85 Prozent der Unternehmen mit einem r\u00fcckl\u00e4ufigen Exportgesch\u00e4ft in Richtung Amerika. Denn die Zollkosten m\u00fcssten an die dortigen Verbraucher weitergegeben werden. \u201eDer Ausblick ist deutlich eingetr\u00fcbt\u201c, konstatiert Kurth.Dabei waren die USA zuletzt eigentlich eine der gro\u00dfen Hoffnungen f\u00fcr die krisengeplagte deutsche M\u00f6belindustrie, die sich aufgrund der Konsumzur\u00fcckhaltung im eigenen Land immer st\u00e4rker exportorientiert zeigt. Mehr als ein Drittel der Produktion geht mittlerweile ins Ausland, allen voran in die Nachbarl\u00e4nder Frankreich, Schweiz, \u00d6sterreich und Niederlande. Die Vereinigten Staaten sind derweil der st\u00e4rkste Markt au\u00dferhalb von Europa. Mit einem Verkaufsvolumen von gut 132 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2025 liegen sie mittlerweile auf Platz zehn der Exportstatistik. Die Ausfuhren steigen dabei schon seit einigen Jahren, gefragt sind vor allem K\u00fcchen und B\u00fcroeinrichtungen mit dem Label Made in Germany, aber auch Polster- und Wohnm\u00f6bel. Und es gibt weiteres Potenzial. Immerhin ist der US-Markt mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von fast 100 Milliarden Dollar einer der gr\u00f6\u00dften weltweit. Und er ist auf Importe angewiesen, wie Daten des CSIL World Furniture Outlook zeigen. Denn danach liegt die Inlandsproduktion lediglich bei 59 Milliarden Dollar. Und davon m\u00fcssen eigene Exporte noch abgezogen werden. \u201eDie amerikanischen Hersteller k\u00f6nnen den Bedarf gar nicht selbst decken\u201c, best\u00e4tigt VDM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kurth. \u201eZudem bauen die US-Anbieter vor allem Einbaum\u00f6bel und damit v\u00f6llig andere M\u00f6bel als viele Verbraucher mittlerweile haben wollen.\u201cRund 43 Prozent der in den USA verkauften M\u00f6bel stammen mittlerweile aus dem Ausland. Europa mit vor allem Italien und Deutschland als Lieferl\u00e4ndern hat dabei einen Anteil von weniger als zehn Prozent. Der L\u00f6wenanteil kommt n\u00e4mlich aus Asien, allen voran aus China und Vietnam, die zusammen 55 Prozent der US-M\u00f6bel-Importe liefern. Sie d\u00fcrfte Trump damit vor allem im Blick haben.Die US-Zollpolitik hat auch indirekte Effekte Doch auch das hat Auswirkungen auf die deutsche M\u00f6belindustrie. Umleiteffekt ist hier das Stichwort. \u201eDa die Absatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Anbieter aus diesen beiden L\u00e4ndern infolge der Z\u00f6lle erschwert sind, dr\u00e4ngen die M\u00f6bel aus China und Vietnam auf andere M\u00e4rkte\u201c, erkl\u00e4rt Branchenvertreter Kurth. Das erschwere die Konkurrenzsituation in anderen Exportm\u00e4rkten und nicht zuletzt auch die Lage in Deutschland selbst als dem gr\u00f6\u00dften Einrichtungsmarkt in Europa.Zu beobachten sind diese indirekten Folgen der von Trump im April begonnenen Zollpolitik hierzulande schon jetzt. So stiegen die Einfuhren aus China im ersten Halbjahr um fast 25 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Die Volksrepublik steht damit schon f\u00fcr fast ein Drittel der hiesigen Importe. Das Liefervolumen aus Vietnam wiederum ist im selben Zeitraum um 21 Prozent gestiegen. Eine Vielzahl von vor allem billigen M\u00f6beln, die eigentlich f\u00fcr die USA gedacht waren, d\u00fcrften damit in Deutschland gelandet sein. Gleichzeitig haben auch etliche andere L\u00e4nder teils wesentlich mehr Ware in die Bundesrepublik geliefert, etwa Polen und Italien, Litauen und Rum\u00e4nien oder \u00d6sterreich und Tschechien. Unter dem Strich erh\u00f6hte sich der Importanteil am deutschen M\u00f6belmarkt damit im ersten Halbjahr auf fast 60 Prozent und damit auf den h\u00f6chsten bislang gemessenen Wert, wie es vom VDM hei\u00dft. Zum Vergleich: 2024 lag der Anteil noch bei 53,1 Prozent.Die deutschen Hersteller werden damit in zus\u00e4tzliche Preisk\u00e4mpfe verwickelt. Denn kostenseitig k\u00f6nnen sie mit China, Vietnam, Polen und Co, nicht mithalten. \u201eWir werden nicht mit China konkurrenzf\u00e4hig, wenn es darum geht, einen Stuhl f\u00fcr 25 Euro herzustellen\u201c, sagt Verbandschef Kurth. Man k\u00f6nne aber mit Argumenten zur Qualit\u00e4t, Sicherheit und Herkunft der Materialien \u00fcberzeugen. R\u00fcckl\u00e4ufige BaufertigstellungenDoch das scheint derzeit nicht wirklich zu verfangen bei den Konsumenten in Deutschland. Sch\u00f6n l\u00e4nger leidet die Branche unter dem schwachen Konsumklima und der am Boden liegenden Baukonjunktur. \u201eJedes Haus und jede Wohnung, die nicht gebaut werden, m\u00fcssen auch nicht eingerichtet werden\u201c, beschreibt Kurth. Gab es 2024 noch 252.000 Baufertigstellungen in Deutschland, prognostiziert das Ifo-Institut f\u00fcr dieses Jahr nur noch 205.000 Einheiten und f\u00fcr 2026 gerade noch 185.000. Zwar seit der Bau-Turbo der neuen Bundesregierung ein wichtiger erster Schritt. \u201eDer Effekt ist bislang aber \u00fcberschaubar.\u201c Es m\u00fcsse nicht schneller gebaut werden, sondern mehr. Und daf\u00fcr brauche es mehr Geld im System, etwa durch eine Aufstockung von F\u00f6rderprogrammen oder durch Erleichterungen bei der Grunderwerbssteuer. Ohnehin hat sich die M\u00f6belindustrie mehr versprochen von der neuen Bundesregierung. \u201eNach den qu\u00e4lenden Jahren der Ampel-Regierung, hatte man eigentlich das Gef\u00fchl, dass endlich etwas passiert. Leider warten wir immer noch\u201c, kritisiert Kurth. Zumal seine Branche auf Impulse und eine verbesserte Verbraucherstimmung angewiesen ist. Stattdessen sind die Ums\u00e4tze der gut 4000 deutschen M\u00f6belhersteller weiter r\u00fcckl\u00e4ufig. Nach einem Minus von 7,8 Prozent im Jahr 2024 gab es in den ersten sechs Monaten 2025 nochmal einen R\u00fcckgang von gut f\u00fcnf Prozent, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Das Inlandsgesch\u00e4ft lief dabei merklich schlechter als der Export, meldet der VDM. Gut ein Drittel der Betriebe plant daher im laufenden dritten Quartal mit Kurzarbeit. Zudem gibt es immer wieder Insolvenzen. Zwar glaubt der Verband an eine Belebung im Herbst\/Winter. \u201eErfahrungsgem\u00e4\u00df r\u00fcckt nach dem Ende der Urlaubszeit das eigene Zuhause wieder st\u00e4rker in den Fokus der Menschen\u201c, begr\u00fcndet Kurth. Gleichwohl droht der Branche mit weniger als 16 Milliarden Euro Jahresumsatz die schlechteste Bilanz seit 15 Jahren. Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Carsten Dierig ist Wirtschaftsredakteur in D\u00fcsseldorf. Er berichtet \u00fcber Handel und Konsumg\u00fcter, Maschinenbau und die Stahlindustrie sowie Mittelstandsunternehmen.","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"\u201eSind sehr beunruhigt\u201c \u2013 Jetzt nimmt Donald Trump \u201eMade in Germany\u201c-M\u00f6bel ins Visier - vof-news.eu","og_description":"Donald Trump macht Jan Kurth Angst. \u201eWir sind sehr beunruhigt\u201c, sagt der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Verbands der deutschen M\u00f6belindustrie (VDM). Vor wenigen Tagen hat der US-Pr\u00e4sident auf seiner Plattform \u201eTruth Social\u201c eine umfassende Sektoruntersuchung f\u00fcr den M\u00f6belbereich angek\u00fcndigt. Gepr\u00fcft werde, ob k\u00fcnftig zus\u00e4tzliche Z\u00f6lle auf Importe erhoben werden. \u201eDies wird die M\u00f6belindustrie zur\u00fcck nach North Carolina, South Carolina, Michigan und in alle anderen Bundesstaaten der Union bringen.\u201c 50 Tage will sich Trump Zeit lassen f\u00fcr eine finale Entscheidung. Unklar ist allerdings noch, ob der weitere Aufschlag zus\u00e4tzlich zu den bestehenden l\u00e4nderspezifischen Z\u00f6llen kommen soll oder ob er sie ersetzt. Bei M\u00f6beln aus Deutschland zum Beispiel gilt derzeit der ausgehandelte EU-Satz von 15 Prozent. Und schon der entwickelt sich zu einem Problem f\u00fcr die hiesigen Hersteller, das zeigt eine aktuelle Mitgliederbefragung des VDM. Danach rechnen 85 Prozent der Unternehmen mit einem r\u00fcckl\u00e4ufigen Exportgesch\u00e4ft in Richtung Amerika. Denn die Zollkosten m\u00fcssten an die dortigen Verbraucher weitergegeben werden. \u201eDer Ausblick ist deutlich eingetr\u00fcbt\u201c, konstatiert Kurth.Dabei waren die USA zuletzt eigentlich eine der gro\u00dfen Hoffnungen f\u00fcr die krisengeplagte deutsche M\u00f6belindustrie, die sich aufgrund der Konsumzur\u00fcckhaltung im eigenen Land immer st\u00e4rker exportorientiert zeigt. Mehr als ein Drittel der Produktion geht mittlerweile ins Ausland, allen voran in die Nachbarl\u00e4nder Frankreich, Schweiz, \u00d6sterreich und Niederlande. Die Vereinigten Staaten sind derweil der st\u00e4rkste Markt au\u00dferhalb von Europa. Mit einem Verkaufsvolumen von gut 132 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2025 liegen sie mittlerweile auf Platz zehn der Exportstatistik. Die Ausfuhren steigen dabei schon seit einigen Jahren, gefragt sind vor allem K\u00fcchen und B\u00fcroeinrichtungen mit dem Label Made in Germany, aber auch Polster- und Wohnm\u00f6bel. Und es gibt weiteres Potenzial. Immerhin ist der US-Markt mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von fast 100 Milliarden Dollar einer der gr\u00f6\u00dften weltweit. Und er ist auf Importe angewiesen, wie Daten des CSIL World Furniture Outlook zeigen. Denn danach liegt die Inlandsproduktion lediglich bei 59 Milliarden Dollar. Und davon m\u00fcssen eigene Exporte noch abgezogen werden. \u201eDie amerikanischen Hersteller k\u00f6nnen den Bedarf gar nicht selbst decken\u201c, best\u00e4tigt VDM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kurth. \u201eZudem bauen die US-Anbieter vor allem Einbaum\u00f6bel und damit v\u00f6llig andere M\u00f6bel als viele Verbraucher mittlerweile haben wollen.\u201cRund 43 Prozent der in den USA verkauften M\u00f6bel stammen mittlerweile aus dem Ausland. Europa mit vor allem Italien und Deutschland als Lieferl\u00e4ndern hat dabei einen Anteil von weniger als zehn Prozent. Der L\u00f6wenanteil kommt n\u00e4mlich aus Asien, allen voran aus China und Vietnam, die zusammen 55 Prozent der US-M\u00f6bel-Importe liefern. Sie d\u00fcrfte Trump damit vor allem im Blick haben.Die US-Zollpolitik hat auch indirekte Effekte Doch auch das hat Auswirkungen auf die deutsche M\u00f6belindustrie. Umleiteffekt ist hier das Stichwort. \u201eDa die Absatzm\u00f6glichkeiten f\u00fcr Anbieter aus diesen beiden L\u00e4ndern infolge der Z\u00f6lle erschwert sind, dr\u00e4ngen die M\u00f6bel aus China und Vietnam auf andere M\u00e4rkte\u201c, erkl\u00e4rt Branchenvertreter Kurth. Das erschwere die Konkurrenzsituation in anderen Exportm\u00e4rkten und nicht zuletzt auch die Lage in Deutschland selbst als dem gr\u00f6\u00dften Einrichtungsmarkt in Europa.Zu beobachten sind diese indirekten Folgen der von Trump im April begonnenen Zollpolitik hierzulande schon jetzt. So stiegen die Einfuhren aus China im ersten Halbjahr um fast 25 Prozent auf 1,7 Milliarden Euro. Die Volksrepublik steht damit schon f\u00fcr fast ein Drittel der hiesigen Importe. Das Liefervolumen aus Vietnam wiederum ist im selben Zeitraum um 21 Prozent gestiegen. Eine Vielzahl von vor allem billigen M\u00f6beln, die eigentlich f\u00fcr die USA gedacht waren, d\u00fcrften damit in Deutschland gelandet sein. Gleichzeitig haben auch etliche andere L\u00e4nder teils wesentlich mehr Ware in die Bundesrepublik geliefert, etwa Polen und Italien, Litauen und Rum\u00e4nien oder \u00d6sterreich und Tschechien. Unter dem Strich erh\u00f6hte sich der Importanteil am deutschen M\u00f6belmarkt damit im ersten Halbjahr auf fast 60 Prozent und damit auf den h\u00f6chsten bislang gemessenen Wert, wie es vom VDM hei\u00dft. Zum Vergleich: 2024 lag der Anteil noch bei 53,1 Prozent.Die deutschen Hersteller werden damit in zus\u00e4tzliche Preisk\u00e4mpfe verwickelt. Denn kostenseitig k\u00f6nnen sie mit China, Vietnam, Polen und Co, nicht mithalten. \u201eWir werden nicht mit China konkurrenzf\u00e4hig, wenn es darum geht, einen Stuhl f\u00fcr 25 Euro herzustellen\u201c, sagt Verbandschef Kurth. Man k\u00f6nne aber mit Argumenten zur Qualit\u00e4t, Sicherheit und Herkunft der Materialien \u00fcberzeugen. R\u00fcckl\u00e4ufige BaufertigstellungenDoch das scheint derzeit nicht wirklich zu verfangen bei den Konsumenten in Deutschland. Sch\u00f6n l\u00e4nger leidet die Branche unter dem schwachen Konsumklima und der am Boden liegenden Baukonjunktur. \u201eJedes Haus und jede Wohnung, die nicht gebaut werden, m\u00fcssen auch nicht eingerichtet werden\u201c, beschreibt Kurth. Gab es 2024 noch 252.000 Baufertigstellungen in Deutschland, prognostiziert das Ifo-Institut f\u00fcr dieses Jahr nur noch 205.000 Einheiten und f\u00fcr 2026 gerade noch 185.000. Zwar seit der Bau-Turbo der neuen Bundesregierung ein wichtiger erster Schritt. \u201eDer Effekt ist bislang aber \u00fcberschaubar.\u201c Es m\u00fcsse nicht schneller gebaut werden, sondern mehr. Und daf\u00fcr brauche es mehr Geld im System, etwa durch eine Aufstockung von F\u00f6rderprogrammen oder durch Erleichterungen bei der Grunderwerbssteuer. Ohnehin hat sich die M\u00f6belindustrie mehr versprochen von der neuen Bundesregierung. \u201eNach den qu\u00e4lenden Jahren der Ampel-Regierung, hatte man eigentlich das Gef\u00fchl, dass endlich etwas passiert. Leider warten wir immer noch\u201c, kritisiert Kurth. Zumal seine Branche auf Impulse und eine verbesserte Verbraucherstimmung angewiesen ist. Stattdessen sind die Ums\u00e4tze der gut 4000 deutschen M\u00f6belhersteller weiter r\u00fcckl\u00e4ufig. Nach einem Minus von 7,8 Prozent im Jahr 2024 gab es in den ersten sechs Monaten 2025 nochmal einen R\u00fcckgang von gut f\u00fcnf Prozent, zeigen Zahlen des Statistischen Bundesamtes. Das Inlandsgesch\u00e4ft lief dabei merklich schlechter als der Export, meldet der VDM. Gut ein Drittel der Betriebe plant daher im laufenden dritten Quartal mit Kurzarbeit. Zudem gibt es immer wieder Insolvenzen. Zwar glaubt der Verband an eine Belebung im Herbst\/Winter. \u201eErfahrungsgem\u00e4\u00df r\u00fcckt nach dem Ende der Urlaubszeit das eigene Zuhause wieder st\u00e4rker in den Fokus der Menschen\u201c, begr\u00fcndet Kurth. Gleichwohl droht der Branche mit weniger als 16 Milliarden Euro Jahresumsatz die schlechteste Bilanz seit 15 Jahren. Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Carsten Dierig ist Wirtschaftsredakteur in D\u00fcsseldorf. 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Danach rechnen 85 Prozent der Unternehmen mit einem r\u00fcckl\u00e4ufigen Exportgesch\u00e4ft in Richtung Amerika. Denn die Zollkosten m\u00fcssten an die dortigen Verbraucher weitergegeben werden. \u201eDer Ausblick ist deutlich eingetr\u00fcbt\u201c, konstatiert Kurth.Dabei waren die USA zuletzt eigentlich eine der gro\u00dfen Hoffnungen f\u00fcr die krisengeplagte deutsche M\u00f6belindustrie, die sich aufgrund der Konsumzur\u00fcckhaltung im eigenen Land immer st\u00e4rker exportorientiert zeigt. Mehr als ein Drittel der Produktion geht mittlerweile ins Ausland, allen voran in die Nachbarl\u00e4nder Frankreich, Schweiz, \u00d6sterreich und Niederlande. Die Vereinigten Staaten sind derweil der st\u00e4rkste Markt au\u00dferhalb von Europa. Mit einem Verkaufsvolumen von gut 132 Millionen Euro in den ersten sechs Monaten 2025 liegen sie mittlerweile auf Platz zehn der Exportstatistik. Die Ausfuhren steigen dabei schon seit einigen Jahren, gefragt sind vor allem K\u00fcchen und B\u00fcroeinrichtungen mit dem Label Made in Germany, aber auch Polster- und Wohnm\u00f6bel. Und es gibt weiteres Potenzial. Immerhin ist der US-Markt mit einem j\u00e4hrlichen Volumen von fast 100 Milliarden Dollar einer der gr\u00f6\u00dften weltweit. Und er ist auf Importe angewiesen, wie Daten des CSIL World Furniture Outlook zeigen. Denn danach liegt die Inlandsproduktion lediglich bei 59 Milliarden Dollar. Und davon m\u00fcssen eigene Exporte noch abgezogen werden. \u201eDie amerikanischen Hersteller k\u00f6nnen den Bedarf gar nicht selbst decken\u201c, best\u00e4tigt VDM-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Kurth. \u201eZudem bauen die US-Anbieter vor allem Einbaum\u00f6bel und damit v\u00f6llig andere M\u00f6bel als viele Verbraucher mittlerweile haben wollen.\u201cRund 43 Prozent der in den USA verkauften M\u00f6bel stammen mittlerweile aus dem Ausland. 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Unter dem Strich erh\u00f6hte sich der Importanteil am deutschen M\u00f6belmarkt damit im ersten Halbjahr auf fast 60 Prozent und damit auf den h\u00f6chsten bislang gemessenen Wert, wie es vom VDM hei\u00dft. Zum Vergleich: 2024 lag der Anteil noch bei 53,1 Prozent.Die deutschen Hersteller werden damit in zus\u00e4tzliche Preisk\u00e4mpfe verwickelt. Denn kostenseitig k\u00f6nnen sie mit China, Vietnam, Polen und Co, nicht mithalten. \u201eWir werden nicht mit China konkurrenzf\u00e4hig, wenn es darum geht, einen Stuhl f\u00fcr 25 Euro herzustellen\u201c, sagt Verbandschef Kurth. Man k\u00f6nne aber mit Argumenten zur Qualit\u00e4t, Sicherheit und Herkunft der Materialien \u00fcberzeugen. R\u00fcckl\u00e4ufige BaufertigstellungenDoch das scheint derzeit nicht wirklich zu verfangen bei den Konsumenten in Deutschland. 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