{"id":268014,"date":"2025-08-26T17:26:08","date_gmt":"2025-08-26T14:26:08","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/die-deutsche-liebe-zum-lachs-ubersteht-sogar-das-parasiten-problem\/"},"modified":"2025-08-26T17:26:40","modified_gmt":"2025-08-26T14:26:40","slug":"die-deutsche-liebe-zum-lachs-ubersteht-sogar-das-parasiten-problem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/die-deutsche-liebe-zum-lachs-ubersteht-sogar-das-parasiten-problem\/","title":{"rendered":"Die deutsche Liebe zum Lachs \u00fcbersteht sogar das Parasiten-Problem"},"content":{"rendered":"<p>Fisch bleibt ein beliebtes Nahrungsmittel, f\u00fcr das die Deutschen deutlich mehr Geld auszugeben bereit sind als etwa f\u00fcr den Einkauf von Fleisch. Doch nachdem der Konsum \u00fcber Jahre gestiegen war, ist er 2024 gesunken. Nach einer vorl\u00e4ufigen Sch\u00e4tzung des Hamburger Fisch-Informationszentrums (FIZ) haben Verbraucher 2024 im Durchschnitt 12,8 Kilogramm Fisch und Meeresfr\u00fcchte eingekauft \u2013 ein gutes halbes Kilo weniger als im Jahr zuvor. Schon da war der j\u00e4hrliche Einkauf im Vergleich zum Vorjahr von 14,4 auf 13,4 Kilogramm gefallen. Gemessen wird hier stets das Fanggewicht. <\/p>\n<p>Auch wenn die endg\u00fcltigen Zahlen ausstehen, scheint der Trend klar. Ein deutlicher Indikator ist die Menge der konsumierten Fischprodukte, die 2024 um gut drei Prozent gesunken ist. Ein Grund f\u00fcr die Zur\u00fcckhaltung d\u00fcrften die hohen Preise vor allem f\u00fcr verarbeitete Waren wie R\u00e4ucherfisch sein. Doch auch <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/gastronom-gosch-ueber-unternehmertum-fachkraefte-gen-z-und-4-tage-woche\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/gastronom-gosch-ueber-unternehmertum-fachkraefte-gen-z-und-4-tage-woche\/\">Frischfisch i<\/a>st mit 30 Euro bis 50 Euro je Kilogramm etwa auf den Wochenm\u00e4rkten durchaus kein g\u00fcnstiges Nahrungsmittel.  <\/p>\n<p>In Deutschland hatte der Fischabsatz in der Zeit der Corona-Pandemie Rekordwerte erreicht, seitdem hat er sich stetig verringert. Verglichen mit anderen L\u00e4ndern Europas waren die Deutschen ohnehin Fischmuffel: In Island kamen die Einwohner 2024 auf 85,4 Kilogramm Fischverzehr pro Kopf. Innerhalb der Europ\u00e4ischen Union standen die Portugiesen mit 53,6 Kilogramm an der Spitze der Rangliste. Der Durchschnittswert der EU-L\u00e4nder liegt bei 25 Kilogramm.   <\/p>\n<p>Auch die Sorge vor der \u00dcberfischung der Meere k\u00f6nnte die Kaufentscheidung beeinflussen. Schlie\u00dflich gelten nach Daten der Weltern\u00e4hrungsorganisation (FAO) 31 Prozent der kommerziell genutzten Fischbest\u00e4nde als \u00fcberfischt. Nach einer Studie des FIZ ist f\u00fcr 51 Prozent der Eink\u00e4ufer <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/seelachs-aus-der-nordsee-verliert-msc-siegel-mit-dramatischen-folgen\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/seelachs-aus-der-nordsee-verliert-msc-siegel-mit-dramatischen-folgen\/\">die Herkunft der Fischware<\/a> ein wichtiges Kriterium. Beim Preis sind es 49 Prozent. <\/p>\n<p>Ab kommendem Jahr schreibt die sogenannte Fischereikontrollverordnung der EU vor, dass Fischwaren im Verkauf mit Informationen einer kompletten R\u00fcckverfolgbarkeit versehen sein m\u00fcssen. Das reicht vom Fischfang bis hin zum Angebot im Restaurant.<\/p>\n<p>Bei dem Thema der Preissteigerungen verweist das FIZ auf einen eigenen Index f\u00fcr Nahrungsmittel. Danach lag Fisch im Jahr 2024 bei einem Indexwert von 129 im Vergleich zum Wert 100 im Jahr 2020. Lebensmittel allgemein erreichten den Wert 133. \u201eZuletzt sind die Preise f\u00fcr Fisch nur noch moderat gestiegen\u201c, sagte Stefan Meyer, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Fisch-Informationszentrums, bei der Vorstellung des Fischreports 2024. Bei den Preisanhebungen sei \u201edas Ende der Fahnenstange erreicht\u201c.<\/p>\n<p>Allerdings sind die Preise f\u00fcr Fischprodukte sehr unterschiedlich: Fischkonserven und Fischmarinaden waren 2024 mit 7,69 Euro und 8,28 Euro je Kilogramm am g\u00fcnstigsten, R\u00e4ucherfisch lag mit 21,55 Euro je Kilogramm am oberen Ende der Preisliste. Zu den Marinaden geh\u00f6ren zum Beispiel Matjes-Produkte. <\/p>\n<h3>Probleme bei der Lachszucht <\/h3>\n<p>Bei den beliebtesten Fischeink\u00e4ufen der Deutschen rangiert erneut Lachs mit 22,6 Prozent an vorderster Stelle. Es folgen Alaska-Seelachs, Thunfisch und mit Abstand Hering und Garnelen auf den Pl\u00e4tzen. <\/p>\n<p>Alaska-Seelachs wird vor allem in Tiefk\u00fchlprodukten wie Fischst\u00e4bchen oder Fischfilets verarbeitet. Zusammen machen diese f\u00fcnf Fischarten 78 Prozent des gesamten Fischkonsums in Deutschland aus.  <\/p>\n<p>Das nach wie vor gro\u00dfe Kaufinteresse an Lachsprodukten mag durchaus \u00fcberraschen. Schlie\u00dflich k\u00e4mpfen Lachszuchtbetriebe in Norwegen, dem gr\u00f6\u00dften Lieferanten in Europa f\u00fcr diese Fischart, mit Problemen durch <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article254185936\/Lachs-Viren-von-Lachsfarmen-Die-grossen-Probleme-mit-den-Aquakulturen.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wissenschaft\/article254185936\/Lachs-Viren-von-Lachsfarmen-Die-grossen-Probleme-mit-den-Aquakulturen.html\">Parasiten wie Lachsl\u00e4use <\/a>und auch mit zu hohen Wassertemperaturen. <\/p>\n<p>Durch sehr hohe Fischbest\u00e4nde in den einzelnen Fischk\u00e4figen, in denen die Lachse in den K\u00fcstengew\u00e4ssern auf eine Gr\u00f6\u00dfe von f\u00fcnf bis sieben Kilogramm gez\u00fcchtet werden, verbreiten sich diese nat\u00fcrlichen Parasiten in bislang unbekannter Menge. Und das hat dramatische Folgen: Norwegische Beh\u00f6rden gaben die Sterblichkeitsrate der Zuchtlachse im vergangenen Jahr mit 15 Prozent an.  <\/p>\n<p>\u201eDie schockierenden Bilder von den Problemen der Lachszucht haben bisher nicht zu einem Effekt in Deutschland gef\u00fchrt\u201c, sagte FIZ-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Meyer. Jede Art von Lebensmitteln m\u00fcsse sich der Kritik stellen, das gelte auch f\u00fcr diesen Fisch und dessen Produzenten. Gr\u00f6\u00dfter Lachsproduzent in Norwegen ist der Konzern Mowi mit Sitz in Bergen.  <\/p>\n<p>Auch in den Tiefk\u00fchltruhen im Einzelhandel nehmen Lachsprodukte breiten Platz ein. Generell im Fischverkauf sind die Discounter f\u00fchrend, rund 50 Prozent der Fischeink\u00e4ufe der Deutschen entfallen auf Lidl, Aldi und andere Discountermarken. Superm\u00e4rkte wie Rewe und Edeka kommen auf einen Verkaufsanteil von 40 Prozent. Traditionelle Fischfachgesch\u00e4fte erreichen gerade noch einen Anteil von vier Prozent.      <\/p>\n<p>Beim Blick auf Deutschlands Landkarte und die Verteilung des Fischverzehrs gibt es kaum \u00dcberraschungen: Der Norden liegt weit vor dem S\u00fcden. In Hamburg mit sieben Kilogramm, Schleswig-Holstein mit 6,6 Kilogramm und Niedersachsen mit 5,9 Kilogramm wurden im vergangenen Jahr die meisten Fischprodukte je Einwohner konsumiert. <\/p>\n<p>Hamburg stand ein Jahr zuvor noch auf Platz drei. Baden-W\u00fcrttemberg rangiert mit 4,6 Kilogramm am Ende dieser Liste. Gemessen werden diese Werte, im Unterschied zu den anderen Angaben als Pro-Kopf-Verzehr beim Produktgewicht, also dem bereits verarbeiteten Fisch.     <\/p>\n<p><em><b>Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und <\/b><\/em><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\"><em><b>Business Insider<\/b><\/em><\/a><em><b> erstellt.<\/b><\/em><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/birger-nicolai\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/birger-nicolai\/\"><em><b>Birger Nicolai<\/b><\/em><\/a><em><b> ist Wirtschaftskorrespondent in Hamburg. Er berichtet unter anderem \u00fcber Schifffahrt, Logistik und <\/b><\/em><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/mittelstand\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/mittelstand\/\"><em><b>Mittelstandsunternehmen.<\/b><\/em><\/a><em><b> Fisch ist seit vielen Jahren ebenfalls ein Thema f\u00fcr den Norddeutschen \u2013 etwa bei Ortsterminen in D\u00e4nemark oder Norwegen zur Fischzucht.<\/b><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fisch bleibt ein beliebtes Nahrungsmittel, f\u00fcr das die Deutschen deutlich mehr Geld auszugeben bereit sind als etwa f\u00fcr den Einkauf von Fleisch. Doch nachdem der Konsum \u00fcber Jahre gestiegen war, ist er 2024 gesunken. 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In Deutschland hatte der Fischabsatz in der Zeit der Corona-Pandemie Rekordwerte erreicht, seitdem hat er sich stetig verringert. Verglichen mit anderen L\u00e4ndern Europas waren die Deutschen ohnehin Fischmuffel: In Island kamen die Einwohner 2024 auf 85,4 Kilogramm Fischverzehr pro Kopf. Innerhalb der Europ\u00e4ischen Union standen die Portugiesen mit 53,6 Kilogramm an der Spitze der Rangliste. Der Durchschnittswert der EU-L\u00e4nder liegt bei 25 Kilogramm.  Auch die Sorge vor der \u00dcberfischung der Meere k\u00f6nnte die Kaufentscheidung beeinflussen. Schlie\u00dflich gelten nach Daten der Weltern\u00e4hrungsorganisation (FAO) 31 Prozent der kommerziell genutzten Fischbest\u00e4nde als \u00fcberfischt. Nach einer Studie des FIZ ist f\u00fcr 51 Prozent der Eink\u00e4ufer die Herkunft der Fischware ein wichtiges Kriterium. Beim Preis sind es 49 Prozent. Ab kommendem Jahr schreibt die sogenannte Fischereikontrollverordnung der EU vor, dass Fischwaren im Verkauf mit Informationen einer kompletten R\u00fcckverfolgbarkeit versehen sein m\u00fcssen. Das reicht vom Fischfang bis hin zum Angebot im Restaurant.Bei dem Thema der Preissteigerungen verweist das FIZ auf einen eigenen Index f\u00fcr Nahrungsmittel. Danach lag Fisch im Jahr 2024 bei einem Indexwert von 129 im Vergleich zum Wert 100 im Jahr 2020. Lebensmittel allgemein erreichten den Wert 133. \u201eZuletzt sind die Preise f\u00fcr Fisch nur noch moderat gestiegen\u201c, sagte Stefan Meyer, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Fisch-Informationszentrums, bei der Vorstellung des Fischreports 2024. 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Gemessen werden diese Werte, im Unterschied zu den anderen Angaben als Pro-Kopf-Verzehr beim Produktgewicht, also dem bereits verarbeiteten Fisch.   Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Birger Nicolai ist Wirtschaftskorrespondent in Hamburg. Er berichtet unter anderem \u00fcber Schifffahrt, Logistik und Mittelstandsunternehmen. 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Verglichen mit anderen L\u00e4ndern Europas waren die Deutschen ohnehin Fischmuffel: In Island kamen die Einwohner 2024 auf 85,4 Kilogramm Fischverzehr pro Kopf. Innerhalb der Europ\u00e4ischen Union standen die Portugiesen mit 53,6 Kilogramm an der Spitze der Rangliste. Der Durchschnittswert der EU-L\u00e4nder liegt bei 25 Kilogramm.  Auch die Sorge vor der \u00dcberfischung der Meere k\u00f6nnte die Kaufentscheidung beeinflussen. Schlie\u00dflich gelten nach Daten der Weltern\u00e4hrungsorganisation (FAO) 31 Prozent der kommerziell genutzten Fischbest\u00e4nde als \u00fcberfischt. Nach einer Studie des FIZ ist f\u00fcr 51 Prozent der Eink\u00e4ufer die Herkunft der Fischware ein wichtiges Kriterium. Beim Preis sind es 49 Prozent. Ab kommendem Jahr schreibt die sogenannte Fischereikontrollverordnung der EU vor, dass Fischwaren im Verkauf mit Informationen einer kompletten R\u00fcckverfolgbarkeit versehen sein m\u00fcssen. Das reicht vom Fischfang bis hin zum Angebot im Restaurant.Bei dem Thema der Preissteigerungen verweist das FIZ auf einen eigenen Index f\u00fcr Nahrungsmittel. Danach lag Fisch im Jahr 2024 bei einem Indexwert von 129 im Vergleich zum Wert 100 im Jahr 2020. Lebensmittel allgemein erreichten den Wert 133. \u201eZuletzt sind die Preise f\u00fcr Fisch nur noch moderat gestiegen\u201c, sagte Stefan Meyer, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Fisch-Informationszentrums, bei der Vorstellung des Fischreports 2024. Bei den Preisanhebungen sei \u201edas Ende der Fahnenstange erreicht\u201c.Allerdings sind die Preise f\u00fcr Fischprodukte sehr unterschiedlich: Fischkonserven und Fischmarinaden waren 2024 mit 7,69 Euro und 8,28 Euro je Kilogramm am g\u00fcnstigsten, R\u00e4ucherfisch lag mit 21,55 Euro je Kilogramm am oberen Ende der Preisliste. Zu den Marinaden geh\u00f6ren zum Beispiel Matjes-Produkte. Probleme bei der Lachszucht Bei den beliebtesten Fischeink\u00e4ufen der Deutschen rangiert erneut Lachs mit 22,6 Prozent an vorderster Stelle. Es folgen Alaska-Seelachs, Thunfisch und mit Abstand Hering und Garnelen auf den Pl\u00e4tzen. Alaska-Seelachs wird vor allem in Tiefk\u00fchlprodukten wie Fischst\u00e4bchen oder Fischfilets verarbeitet. Zusammen machen diese f\u00fcnf Fischarten 78 Prozent des gesamten Fischkonsums in Deutschland aus. Das nach wie vor gro\u00dfe Kaufinteresse an Lachsprodukten mag durchaus \u00fcberraschen. Schlie\u00dflich k\u00e4mpfen Lachszuchtbetriebe in Norwegen, dem gr\u00f6\u00dften Lieferanten in Europa f\u00fcr diese Fischart, mit Problemen durch Parasiten wie Lachsl\u00e4use und auch mit zu hohen Wassertemperaturen. 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Generell im Fischverkauf sind die Discounter f\u00fchrend, rund 50 Prozent der Fischeink\u00e4ufe der Deutschen entfallen auf Lidl, Aldi und andere Discountermarken. Superm\u00e4rkte wie Rewe und Edeka kommen auf einen Verkaufsanteil von 40 Prozent. Traditionelle Fischfachgesch\u00e4fte erreichen gerade noch einen Anteil von vier Prozent.   Beim Blick auf Deutschlands Landkarte und die Verteilung des Fischverzehrs gibt es kaum \u00dcberraschungen: Der Norden liegt weit vor dem S\u00fcden. In Hamburg mit sieben Kilogramm, Schleswig-Holstein mit 6,6 Kilogramm und Niedersachsen mit 5,9 Kilogramm wurden im vergangenen Jahr die meisten Fischprodukte je Einwohner konsumiert. Hamburg stand ein Jahr zuvor noch auf Platz drei. Baden-W\u00fcrttemberg rangiert mit 4,6 Kilogramm am Ende dieser Liste. Gemessen werden diese Werte, im Unterschied zu den anderen Angaben als Pro-Kopf-Verzehr beim Produktgewicht, also dem bereits verarbeiteten Fisch.   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Alaska-Seelachs wird vor allem in Tiefk\u00fchlprodukten wie Fischst\u00e4bchen oder Fischfilets verarbeitet. Zusammen machen diese f\u00fcnf Fischarten 78 Prozent des gesamten Fischkonsums in Deutschland aus. Das nach wie vor gro\u00dfe Kaufinteresse an Lachsprodukten mag durchaus \u00fcberraschen. Schlie\u00dflich k\u00e4mpfen Lachszuchtbetriebe in Norwegen, dem gr\u00f6\u00dften Lieferanten in Europa f\u00fcr diese Fischart, mit Problemen durch Parasiten wie Lachsl\u00e4use und auch mit zu hohen Wassertemperaturen. Durch sehr hohe Fischbest\u00e4nde in den einzelnen Fischk\u00e4figen, in denen die Lachse in den K\u00fcstengew\u00e4ssern auf eine Gr\u00f6\u00dfe von f\u00fcnf bis sieben Kilogramm gez\u00fcchtet werden, verbreiten sich diese nat\u00fcrlichen Parasiten in bislang unbekannter Menge. 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Beim Blick auf Deutschlands Landkarte und die Verteilung des Fischverzehrs gibt es kaum \u00dcberraschungen: Der Norden liegt weit vor dem S\u00fcden. In Hamburg mit sieben Kilogramm, Schleswig-Holstein mit 6,6 Kilogramm und Niedersachsen mit 5,9 Kilogramm wurden im vergangenen Jahr die meisten Fischprodukte je Einwohner konsumiert. Hamburg stand ein Jahr zuvor noch auf Platz drei. Baden-W\u00fcrttemberg rangiert mit 4,6 Kilogramm am Ende dieser Liste. Gemessen werden diese Werte, im Unterschied zu den anderen Angaben als Pro-Kopf-Verzehr beim Produktgewicht, also dem bereits verarbeiteten Fisch.   Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Birger Nicolai ist Wirtschaftskorrespondent in Hamburg. Er berichtet unter anderem \u00fcber Schifffahrt, Logistik und Mittelstandsunternehmen. 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Doch nachdem der Konsum \u00fcber Jahre gestiegen war, ist er 2024 gesunken. Nach einer vorl\u00e4ufigen Sch\u00e4tzung des Hamburger Fisch-Informationszentrums (FIZ) haben Verbraucher 2024 im Durchschnitt 12,8 Kilogramm Fisch und Meeresfr\u00fcchte eingekauft \u2013 ein gutes halbes Kilo weniger als im Jahr zuvor. Schon da war der j\u00e4hrliche Einkauf im Vergleich zum Vorjahr von 14,4 auf 13,4 Kilogramm gefallen. Gemessen wird hier stets das Fanggewicht. Auch wenn die endg\u00fcltigen Zahlen ausstehen, scheint der Trend klar. Ein deutlicher Indikator ist die Menge der konsumierten Fischprodukte, die 2024 um gut drei Prozent gesunken ist. Ein Grund f\u00fcr die Zur\u00fcckhaltung d\u00fcrften die hohen Preise vor allem f\u00fcr verarbeitete Waren wie R\u00e4ucherfisch sein. Doch auch Frischfisch ist mit 30 Euro bis 50 Euro je Kilogramm etwa auf den Wochenm\u00e4rkten durchaus kein g\u00fcnstiges Nahrungsmittel. In Deutschland hatte der Fischabsatz in der Zeit der Corona-Pandemie Rekordwerte erreicht, seitdem hat er sich stetig verringert. Verglichen mit anderen L\u00e4ndern Europas waren die Deutschen ohnehin Fischmuffel: In Island kamen die Einwohner 2024 auf 85,4 Kilogramm Fischverzehr pro Kopf. Innerhalb der Europ\u00e4ischen Union standen die Portugiesen mit 53,6 Kilogramm an der Spitze der Rangliste. Der Durchschnittswert der EU-L\u00e4nder liegt bei 25 Kilogramm. Auch die Sorge vor der \u00dcberfischung der Meere k\u00f6nnte die Kaufentscheidung beeinflussen. Schlie\u00dflich gelten nach Daten der Weltern\u00e4hrungsorganisation (FAO) 31 Prozent der kommerziell genutzten Fischbest\u00e4nde als \u00fcberfischt. Nach einer Studie des FIZ ist f\u00fcr 51 Prozent der Eink\u00e4ufer die Herkunft der Fischware ein wichtiges Kriterium. Beim Preis sind es 49 Prozent. Ab kommendem Jahr schreibt die sogenannte Fischereikontrollverordnung der EU vor, dass Fischwaren im Verkauf mit Informationen einer kompletten R\u00fcckverfolgbarkeit versehen sein m\u00fcssen. Das reicht vom Fischfang bis hin zum Angebot im Restaurant.Bei dem Thema der Preissteigerungen verweist das FIZ auf einen eigenen Index f\u00fcr Nahrungsmittel. Danach lag Fisch im Jahr 2024 bei einem Indexwert von 129 im Vergleich zum Wert 100 im Jahr 2020. Lebensmittel allgemein erreichten den Wert 133. \u201eZuletzt sind die Preise f\u00fcr Fisch nur noch moderat gestiegen\u201c, sagte Stefan Meyer, der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Fisch-Informationszentrums, bei der Vorstellung des Fischreports 2024. Bei den Preisanhebungen sei \u201edas Ende der Fahnenstange erreicht\u201c.Allerdings sind die Preise f\u00fcr Fischprodukte sehr unterschiedlich: Fischkonserven und Fischmarinaden waren 2024 mit 7,69 Euro und 8,28 Euro je Kilogramm am g\u00fcnstigsten, R\u00e4ucherfisch lag mit 21,55 Euro je Kilogramm am oberen Ende der Preisliste. Zu den Marinaden geh\u00f6ren zum Beispiel Matjes-Produkte. Probleme bei der Lachszucht Bei den beliebtesten Fischeink\u00e4ufen der Deutschen rangiert erneut Lachs mit 22,6 Prozent an vorderster Stelle. Es folgen Alaska-Seelachs, Thunfisch und mit Abstand Hering und Garnelen auf den Pl\u00e4tzen. Alaska-Seelachs wird vor allem in Tiefk\u00fchlprodukten wie Fischst\u00e4bchen oder Fischfilets verarbeitet. Zusammen machen diese f\u00fcnf Fischarten 78 Prozent des gesamten Fischkonsums in Deutschland aus. Das nach wie vor gro\u00dfe Kaufinteresse an Lachsprodukten mag durchaus \u00fcberraschen. Schlie\u00dflich k\u00e4mpfen Lachszuchtbetriebe in Norwegen, dem gr\u00f6\u00dften Lieferanten in Europa f\u00fcr diese Fischart, mit Problemen durch Parasiten wie Lachsl\u00e4use und auch mit zu hohen Wassertemperaturen. Durch sehr hohe Fischbest\u00e4nde in den einzelnen Fischk\u00e4figen, in denen die Lachse in den K\u00fcstengew\u00e4ssern auf eine Gr\u00f6\u00dfe von f\u00fcnf bis sieben Kilogramm gez\u00fcchtet werden, verbreiten sich diese nat\u00fcrlichen Parasiten in bislang unbekannter Menge. Und das hat dramatische Folgen: Norwegische Beh\u00f6rden gaben die Sterblichkeitsrate der Zuchtlachse im vergangenen Jahr mit 15 Prozent an. \u201eDie schockierenden Bilder von den Problemen der Lachszucht haben bisher nicht zu einem Effekt in Deutschland gef\u00fchrt\u201c, sagte FIZ-Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Meyer. Jede Art von Lebensmitteln m\u00fcsse sich der Kritik stellen, das gelte auch f\u00fcr diesen Fisch und dessen Produzenten. Gr\u00f6\u00dfter Lachsproduzent in Norwegen ist der Konzern Mowi mit Sitz in Bergen. Auch in den Tiefk\u00fchltruhen im Einzelhandel nehmen Lachsprodukte breiten Platz ein. Generell im Fischverkauf sind die Discounter f\u00fchrend, rund 50 Prozent der Fischeink\u00e4ufe der Deutschen entfallen auf Lidl, Aldi und andere Discountermarken. Superm\u00e4rkte wie Rewe und Edeka kommen auf einen Verkaufsanteil von 40 Prozent. Traditionelle Fischfachgesch\u00e4fte erreichen gerade noch einen Anteil von vier Prozent. Beim Blick auf Deutschlands Landkarte und die Verteilung des Fischverzehrs gibt es kaum \u00dcberraschungen: Der Norden liegt weit vor dem S\u00fcden. In Hamburg mit sieben Kilogramm, Schleswig-Holstein mit 6,6 Kilogramm und Niedersachsen mit 5,9 Kilogramm wurden im vergangenen Jahr die meisten Fischprodukte je Einwohner konsumiert. Hamburg stand ein Jahr zuvor noch auf Platz drei. Baden-W\u00fcrttemberg rangiert mit 4,6 Kilogramm am Ende dieser Liste. Gemessen werden diese Werte, im Unterschied zu den anderen Angaben als Pro-Kopf-Verzehr beim Produktgewicht, also dem bereits verarbeiteten Fisch. Dieser Artikel wurde f\u00fcr das Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und Business Insider erstellt.Birger Nicolai ist Wirtschaftskorrespondent in Hamburg. Er berichtet unter anderem \u00fcber Schifffahrt, Logistik und Mittelstandsunternehmen. Fisch ist seit vielen Jahren ebenfalls ein Thema f\u00fcr den Norddeutschen \u2013 etwa bei Ortsterminen in D\u00e4nemark oder Norwegen zur Fischzucht.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/die-deutsche-liebe-zum-lachs-ubersteht-sogar-das-parasiten-problem\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/die-deutsche-liebe-zum-lachs-ubersteht-sogar-das-parasiten-problem\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/die-deutsche-liebe-zum-lachs-ubersteht-sogar-das-parasiten-problem\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/fischwirtschaft-in-deutschland.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/fischwirtschaft-in-deutschland.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/die-deutsche-liebe-zum-lachs-ubersteht-sogar-das-parasiten-problem\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Die deutsche Liebe zum Lachs \u00fcbersteht sogar das Parasiten-Problem"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/268014","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=268014"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/268014\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":268021,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/268014\/revisions\/268021"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/268015"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=268014"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=268014"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=268014"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}