{"id":267188,"date":"2025-08-23T05:26:08","date_gmt":"2025-08-23T02:26:08","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/usa-steigen-mit-zehn-prozent-beim-chiphersteller-intel-ein\/"},"modified":"2025-08-23T05:26:31","modified_gmt":"2025-08-23T02:26:31","slug":"usa-steigen-mit-zehn-prozent-beim-chiphersteller-intel-ein","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/usa-steigen-mit-zehn-prozent-beim-chiphersteller-intel-ein\/","title":{"rendered":"USA steigen mit zehn Prozent beim Chiphersteller Intel ein"},"content":{"rendered":"<p>Die US-Regierung ist neuer Gro\u00dfaktion\u00e4r des kriselnden Chipkonzerns Intel. Der amerikanische Staat halte nun einen Anteil von zehn Prozent, teilte Handelsminister Howard Lutnick mit. Als Kaufpreis werden die restlichen 8,9 Milliarden Dollar (rund 7,6 Mrd Euro) an Subventionen f\u00fcr den Ausbau der US-Produktion ausgezahlt, wie aus einer Intel-Mitteilung hervorgeht. Gut zwei Milliarden Dollar hatte Intel bereits erhalten.<\/p>\n<p>Pr\u00e4sident Donald Trump wollte nach fr\u00fcheren Angaben von Lutnick die Beteiligung als Gegenleistung f\u00fcr die Subventionen haben. Nach bisherigen Angaben des Ministers bekommt die US-Regierung Aktien ohne Stimmrechte. Damit k\u00f6nnte sie keinen direkten Einfluss auf Management-Entscheidungen bei Intel aus\u00fcben. Der Intel-Mitteilung zufolge liegt der Anteil bei 9,9 Prozent.<\/p>\n<p>Die US-Regierung kann binnen f\u00fcnf Jahren auch einen weiteren Anteil von f\u00fcnf Prozent zum Preis von 20 Dollar pro Aktie nachkaufen, falls Intel weniger als 51 Prozent an seinem Fertigungsgesch\u00e4ft halten sollte. Die Intel-Aktie stieg im US-Handel am Freitag um rund 5,5 Prozent auf 24,80 Dollar. <\/p>\n<p>Trump bezeichnet die unter seinem Vorg\u00e4nger Joe Biden Subventionen f\u00fcr Chipkonzerne f\u00fcr den Ausbau der US-Produktion stets als Geldverschwendung. Er setzt lieber auf hohe Importz\u00f6lle, die die Unternehmen dazu bringen sollen, ihre Halbleiter in den USA zu fertigen.<\/p>\n<p>Branchenanalyst Stacy Rasgon sagte, die Beteiligung sei insofern ein gutes Zeichen f\u00fcr Intel, dass jetzt die Chancen des Unternehmens stiegen, die zugesagten Subventionen auch tats\u00e4chlich zu bekommen. Zugleich helfe das dem Unternehmen aber auch nicht, neue Kunden zu finden, betonte er im TV-Sender CNBC. <\/p>\n<h3>Sorge um Chip-Lieferketten<\/h3>\n<p>Aktuell werden vor allem Hightech-Chips zum Beispiel f\u00fcr Smartphones fast ausschlie\u00dflich in Asien produziert \u2013 haupts\u00e4chlich in Taiwan, um das es geopolitische Spannungen mit China gibt. Deshalb versuchen die USA und Europa seit einigen Jahren, wieder mehr Produktion in den Westen zu holen.<\/p>\n<p>Der Bau der Fabriken dauert aber Jahre und kostet Dutzende Milliarden Dollar. Die Abwanderung der Chip-Produktion nach Asien war \u00fcber Jahrzehnte von hohen Subventionen befeuert worden.<\/p>\n<p>Unter Trump bekam die US-Regierung bereits eine \u201egoldene Aktie\u201c bei der \u00dcbernahme des amerikanischen Stahlkonzerns US Steel durch den japanischen Rivalen Nippon Steel. Damit ist die Zustimmung des amerikanischen Pr\u00e4sidenten unter anderem f\u00fcr die Verlagerung von Arbeitspl\u00e4tzen aus den USA, Werkschlie\u00dfungen oder gro\u00dfe \u00dcbernahmen im Land notwendig.<\/p>\n<h3>Intel in N\u00f6ten<\/h3>\n<p>Intel dominierte einst den Halbleiter-Markt, k\u00e4mpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im Gesch\u00e4ft mit Chips f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz eroberte der Grafikkarten-Spezialist Nvidia eine Spitzenposition. Zudem steht Intel auch st\u00e4rker unter Druck im angestammten Gesch\u00e4ft mit PC-Prozessoren und Chips f\u00fcr Rechenzentren.<\/p>\n<p>Der Konzern versucht, sich zus\u00e4tzlich zu eigenen Chips ein zweites Standbein als Auftragsfertiger f\u00fcr andere Halbleiter-Anbieter aufzubauen. Das l\u00e4uft bisher eher schleppend. So wurden Pl\u00e4ne f\u00fcr eine gro\u00dfe Fabrik in Magdeburg angesichts fehlender Nachfrage aufgegeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die US-Regierung ist neuer Gro\u00dfaktion\u00e4r des kriselnden Chipkonzerns Intel. Der amerikanische Staat halte nun einen Anteil von zehn Prozent, teilte Handelsminister Howard Lutnick mit. Als Kaufpreis werden die restlichen 8,9 Milliarden Dollar (rund 7,6 Mrd Euro) an Subventionen f\u00fcr den Ausbau der US-Produktion ausgezahlt, wie aus einer Intel-Mitteilung hervorgeht. 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Die Intel-Aktie stieg im US-Handel am Freitag um rund 5,5 Prozent auf 24,80 Dollar. Trump bezeichnet die unter seinem Vorg\u00e4nger Joe Biden Subventionen f\u00fcr Chipkonzerne f\u00fcr den Ausbau der US-Produktion stets als Geldverschwendung. Er setzt lieber auf hohe Importz\u00f6lle, die die Unternehmen dazu bringen sollen, ihre Halbleiter in den USA zu fertigen.Branchenanalyst Stacy Rasgon sagte, die Beteiligung sei insofern ein gutes Zeichen f\u00fcr Intel, dass jetzt die Chancen des Unternehmens stiegen, die zugesagten Subventionen auch tats\u00e4chlich zu bekommen. Zugleich helfe das dem Unternehmen aber auch nicht, neue Kunden zu finden, betonte er im TV-Sender CNBC. Sorge um Chip-LieferkettenAktuell werden vor allem Hightech-Chips zum Beispiel f\u00fcr Smartphones fast ausschlie\u00dflich in Asien produziert \u2013 haupts\u00e4chlich in Taiwan, um das es geopolitische Spannungen mit China gibt. Deshalb versuchen die USA und Europa seit einigen Jahren, wieder mehr Produktion in den Westen zu holen.Der Bau der Fabriken dauert aber Jahre und kostet Dutzende Milliarden Dollar. Die Abwanderung der Chip-Produktion nach Asien war \u00fcber Jahrzehnte von hohen Subventionen befeuert worden.Unter Trump bekam die US-Regierung bereits eine \u201egoldene Aktie\u201c bei der \u00dcbernahme des amerikanischen Stahlkonzerns US Steel durch den japanischen Rivalen Nippon Steel. Damit ist die Zustimmung des amerikanischen Pr\u00e4sidenten unter anderem f\u00fcr die Verlagerung von Arbeitspl\u00e4tzen aus den USA, Werkschlie\u00dfungen oder gro\u00dfe \u00dcbernahmen im Land notwendig.Intel in N\u00f6tenIntel dominierte einst den Halbleiter-Markt, k\u00e4mpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im Gesch\u00e4ft mit Chips f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz eroberte der Grafikkarten-Spezialist Nvidia eine Spitzenposition. 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Die Intel-Aktie stieg im US-Handel am Freitag um rund 5,5 Prozent auf 24,80 Dollar. Trump bezeichnet die unter seinem Vorg\u00e4nger Joe Biden Subventionen f\u00fcr Chipkonzerne f\u00fcr den Ausbau der US-Produktion stets als Geldverschwendung. Er setzt lieber auf hohe Importz\u00f6lle, die die Unternehmen dazu bringen sollen, ihre Halbleiter in den USA zu fertigen.Branchenanalyst Stacy Rasgon sagte, die Beteiligung sei insofern ein gutes Zeichen f\u00fcr Intel, dass jetzt die Chancen des Unternehmens stiegen, die zugesagten Subventionen auch tats\u00e4chlich zu bekommen. Zugleich helfe das dem Unternehmen aber auch nicht, neue Kunden zu finden, betonte er im TV-Sender CNBC. Sorge um Chip-LieferkettenAktuell werden vor allem Hightech-Chips zum Beispiel f\u00fcr Smartphones fast ausschlie\u00dflich in Asien produziert \u2013 haupts\u00e4chlich in Taiwan, um das es geopolitische Spannungen mit China gibt. 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Zudem steht Intel auch st\u00e4rker unter Druck im angestammten Gesch\u00e4ft mit PC-Prozessoren und Chips f\u00fcr Rechenzentren.Der Konzern versucht, sich zus\u00e4tzlich zu eigenen Chips ein zweites Standbein als Auftragsfertiger f\u00fcr andere Halbleiter-Anbieter aufzubauen. Das l\u00e4uft bisher eher schleppend. So wurden Pl\u00e4ne f\u00fcr eine gro\u00dfe Fabrik in Magdeburg angesichts fehlender Nachfrage aufgegeben.","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"USA steigen mit zehn Prozent beim Chiphersteller Intel ein - vof-news.eu","og_description":"Die US-Regierung ist neuer Gro\u00dfaktion\u00e4r des kriselnden Chipkonzerns Intel. Der amerikanische Staat halte nun einen Anteil von zehn Prozent, teilte Handelsminister Howard Lutnick mit. 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Trump bezeichnet die unter seinem Vorg\u00e4nger Joe Biden Subventionen f\u00fcr Chipkonzerne f\u00fcr den Ausbau der US-Produktion stets als Geldverschwendung. Er setzt lieber auf hohe Importz\u00f6lle, die die Unternehmen dazu bringen sollen, ihre Halbleiter in den USA zu fertigen.Branchenanalyst Stacy Rasgon sagte, die Beteiligung sei insofern ein gutes Zeichen f\u00fcr Intel, dass jetzt die Chancen des Unternehmens stiegen, die zugesagten Subventionen auch tats\u00e4chlich zu bekommen. Zugleich helfe das dem Unternehmen aber auch nicht, neue Kunden zu finden, betonte er im TV-Sender CNBC. Sorge um Chip-LieferkettenAktuell werden vor allem Hightech-Chips zum Beispiel f\u00fcr Smartphones fast ausschlie\u00dflich in Asien produziert \u2013 haupts\u00e4chlich in Taiwan, um das es geopolitische Spannungen mit China gibt. Deshalb versuchen die USA und Europa seit einigen Jahren, wieder mehr Produktion in den Westen zu holen.Der Bau der Fabriken dauert aber Jahre und kostet Dutzende Milliarden Dollar. Die Abwanderung der Chip-Produktion nach Asien war \u00fcber Jahrzehnte von hohen Subventionen befeuert worden.Unter Trump bekam die US-Regierung bereits eine \u201egoldene Aktie\u201c bei der \u00dcbernahme des amerikanischen Stahlkonzerns US Steel durch den japanischen Rivalen Nippon Steel. Damit ist die Zustimmung des amerikanischen Pr\u00e4sidenten unter anderem f\u00fcr die Verlagerung von Arbeitspl\u00e4tzen aus den USA, Werkschlie\u00dfungen oder gro\u00dfe \u00dcbernahmen im Land notwendig.Intel in N\u00f6tenIntel dominierte einst den Halbleiter-Markt, k\u00e4mpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im Gesch\u00e4ft mit Chips f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz eroberte der Grafikkarten-Spezialist Nvidia eine Spitzenposition. Zudem steht Intel auch st\u00e4rker unter Druck im angestammten Gesch\u00e4ft mit PC-Prozessoren und Chips f\u00fcr Rechenzentren.Der Konzern versucht, sich zus\u00e4tzlich zu eigenen Chips ein zweites Standbein als Auftragsfertiger f\u00fcr andere Halbleiter-Anbieter aufzubauen. Das l\u00e4uft bisher eher schleppend. 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Der amerikanische Staat halte nun einen Anteil von zehn Prozent, teilte Handelsminister Howard Lutnick mit. Als Kaufpreis werden die restlichen 8,9 Milliarden Dollar (rund 7,6 Mrd Euro) an Subventionen f\u00fcr den Ausbau der US-Produktion ausgezahlt, wie aus einer Intel-Mitteilung hervorgeht. Gut zwei Milliarden Dollar hatte Intel bereits erhalten.Pr\u00e4sident Donald Trump wollte nach fr\u00fcheren Angaben von Lutnick die Beteiligung als Gegenleistung f\u00fcr die Subventionen haben. Nach bisherigen Angaben des Ministers bekommt die US-Regierung Aktien ohne Stimmrechte. Damit k\u00f6nnte sie keinen direkten Einfluss auf Management-Entscheidungen bei Intel aus\u00fcben. Der Intel-Mitteilung zufolge liegt der Anteil bei 9,9 Prozent.Die US-Regierung kann binnen f\u00fcnf Jahren auch einen weiteren Anteil von f\u00fcnf Prozent zum Preis von 20 Dollar pro Aktie nachkaufen, falls Intel weniger als 51 Prozent an seinem Fertigungsgesch\u00e4ft halten sollte. Die Intel-Aktie stieg im US-Handel am Freitag um rund 5,5 Prozent auf 24,80 Dollar. Trump bezeichnet die unter seinem Vorg\u00e4nger Joe Biden Subventionen f\u00fcr Chipkonzerne f\u00fcr den Ausbau der US-Produktion stets als Geldverschwendung. Er setzt lieber auf hohe Importz\u00f6lle, die die Unternehmen dazu bringen sollen, ihre Halbleiter in den USA zu fertigen.Branchenanalyst Stacy Rasgon sagte, die Beteiligung sei insofern ein gutes Zeichen f\u00fcr Intel, dass jetzt die Chancen des Unternehmens stiegen, die zugesagten Subventionen auch tats\u00e4chlich zu bekommen. Zugleich helfe das dem Unternehmen aber auch nicht, neue Kunden zu finden, betonte er im TV-Sender CNBC. Sorge um Chip-LieferkettenAktuell werden vor allem Hightech-Chips zum Beispiel f\u00fcr Smartphones fast ausschlie\u00dflich in Asien produziert \u2013 haupts\u00e4chlich in Taiwan, um das es geopolitische Spannungen mit China gibt. Deshalb versuchen die USA und Europa seit einigen Jahren, wieder mehr Produktion in den Westen zu holen.Der Bau der Fabriken dauert aber Jahre und kostet Dutzende Milliarden Dollar. Die Abwanderung der Chip-Produktion nach Asien war \u00fcber Jahrzehnte von hohen Subventionen befeuert worden.Unter Trump bekam die US-Regierung bereits eine \u201egoldene Aktie\u201c bei der \u00dcbernahme des amerikanischen Stahlkonzerns US Steel durch den japanischen Rivalen Nippon Steel. Damit ist die Zustimmung des amerikanischen Pr\u00e4sidenten unter anderem f\u00fcr die Verlagerung von Arbeitspl\u00e4tzen aus den USA, Werkschlie\u00dfungen oder gro\u00dfe \u00dcbernahmen im Land notwendig.Intel in N\u00f6tenIntel dominierte einst den Halbleiter-Markt, k\u00e4mpft aber seit Jahren mit Problemen. Vor allem im Gesch\u00e4ft mit Chips f\u00fcr K\u00fcnstliche Intelligenz eroberte der Grafikkarten-Spezialist Nvidia eine Spitzenposition. Zudem steht Intel auch st\u00e4rker unter Druck im angestammten Gesch\u00e4ft mit PC-Prozessoren und Chips f\u00fcr Rechenzentren.Der Konzern versucht, sich zus\u00e4tzlich zu eigenen Chips ein zweites Standbein als Auftragsfertiger f\u00fcr andere Halbleiter-Anbieter aufzubauen. Das l\u00e4uft bisher eher schleppend. 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