{"id":263752,"date":"2025-08-11T15:26:52","date_gmt":"2025-08-11T12:26:52","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/die-folgen-sehen-wir-an-jedem-flughafen-in-deutschland-jedes-dritte-flugzeug-abgezogen\/"},"modified":"2025-08-11T15:27:19","modified_gmt":"2025-08-11T12:27:19","slug":"die-folgen-sehen-wir-an-jedem-flughafen-in-deutschland-jedes-dritte-flugzeug-abgezogen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/die-folgen-sehen-wir-an-jedem-flughafen-in-deutschland-jedes-dritte-flugzeug-abgezogen\/","title":{"rendered":"\u201eDie Folgen sehen wir an jedem Flughafen in Deutschland\u201c \u2013 Jedes dritte Flugzeug abgezogen"},"content":{"rendered":"<p>Trotz einer Steigerung der Passagierzahlen im ersten Halbjahr sieht sich die deutsche Luftverkehrswirtschaft weiterhin in der Krise. Die Zunahme der G\u00e4stezahl um 2,8 Prozent auf 99,4 Millionen Menschen bedeute gleichzeitig, dass zum Vor-Corona-Niveau aus dem Jahr 2019 noch immer 15,8 Prozent fehlten, erkl\u00e4rt der Branchenverband BDL. In der ersten H\u00e4lfte des Vorjahres war die Passagierzahl noch um zehn Prozent gestiegen.<\/p>\n<p>Im europ\u00e4ischen Vergleich fliegen die Deutschen hinterher, urteilt BDL-Pr\u00e4sident und Eurowings-Chef Jens Bischof. Er sieht vor allem die hohen staatlichen Steuern und Geb\u00fchren als Grund f\u00fcr die anhaltende Flaute: \u201eDie Folgen sehen wir an nahezu jedem Flughafen in Deutschland: Airlines ziehen ihre Flugzeuge ab und setzen sie in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern mit entsprechend wettbewerbsf\u00e4higen Kosten ein.\u201c<\/p>\n<p>Anders als im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorgesehen, enth\u00e4lt der Haushaltsentwurf f\u00fcr das Jahr 2026 keine Entlastung bei Steuern und Geb\u00fchren f\u00fcr Fl\u00fcge ab Deutschland. \u201eDie R\u00fccknahme der j\u00fcngsten Erh\u00f6hung der Luftverkehrsteuer von Mai 2024 w\u00e4re ein erstes Signal gewesen, damit die Fluggesellschaften zur\u00fcckkehren\u201c, sagte Bischof und appellierte an die Bundesregierung: \u201eEs ist h\u00f6chste Zeit gegenzusteuern. Noch ist es nicht zu sp\u00e4t, dass Europas Wirtschaftsnation Nummer 1 auch bei der Luftverkehrsanbindung wieder einen Spitzenplatz erreicht. Hier l\u00e4sst sich mit vergleichsweise geringen Mitteln das von der Bundesregierung gew\u00fcnschte Wachstum entfesseln.\u201c<\/p>\n<p>Nach Verbandsberechnungen haben Direktfluggesellschaften wie Ryanair oder Easyjet seit 2019 fast jeden dritten vormals in Deutschland stationierten Jet ins Ausland verlagert. Von 190 Jets seien noch 130 geblieben. Damit gehe nicht nur internationale Anbindung verloren, es entstehe auch ein Milliardenschaden f\u00fcr die Volkswirtschaft. Jedes Mittelstreckenflugzeug sichere rund 170 Arbeitspl\u00e4tze und trage rund 70 Millionen Euro Wertsch\u00f6pfung zum Bruttoinlandsprodukt bei.<\/p>\n<p>Bei einer typischen Europa-Verbindung m\u00fcssten die staatlichen Belastungen von rund 35 Euro pro Passagier um die H\u00e4lfte sinken, sagt Bischof. Die von der Bundesregierung f\u00fcr 2026 bereits abgesagte Senkung der Luftverkehrssteuer w\u00e4re zumindest ein erstes Signal an die Fluggesellschaften gewesen.<\/p>\n<p>Dem Verband zufolge holt der deutsche Luftverkehr auch <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article68871ac21888f014304b2916\/Reiseland-Deutschland-Luftverkehr-wieder-attraktiver-machen-Der-Regierungsplan-fuer-den-Tourismus.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article68871ac21888f014304b2916\/Reiseland-Deutschland-Luftverkehr-wieder-attraktiver-machen-Der-Regierungsplan-fuer-den-Tourismus.html\">in den kommenden Monaten kaum auf<\/a>. Besonders stark ist der R\u00fcckstand bei Inlandsfl\u00fcgen, die im Halbjahr nicht einmal die H\u00e4lfte (49 Prozent) des Vorkrisenangebots erreicht haben. Im Winterflugplan ab Ende Oktober wachse das Gesamtangebot von den deutschen Flugh\u00e4fen um acht Punkte auf rund 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus. In den \u00fcbrigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gehe es um sieben Punkte auf 116 Prozent hoch.<\/p>\n<h3>Deutschland-Tourismus mit Rekord im ersten Halbjahr<\/h3>\n<p>Eine andere Branche liegt dagegen auf Rekordkurs: der Deutschland-Tourismus. Im ersten Halbjahr z\u00e4hlten heimische Hotels, Pensionen, Campingpl\u00e4tze und andere Beherbergungsbetriebe zusammen 223,3 Millionen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article688ff56d8c8eec4efca1cc47\/Wegen-Preisbindungen-Mehr-als-10-000-Hotels-ziehen-gegen-Booking-com-vor-Gericht.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/vermischtes\/article688ff56d8c8eec4efca1cc47\/Wegen-Preisbindungen-Mehr-als-10-000-Hotels-ziehen-gegen-Booking-com-vor-Gericht.html\">\u00dcbernachtungen<\/a>. Damit wurde der bisherige H\u00f6chstwert f\u00fcr eine erste Jahresh\u00e4lfte von 2024 um 0,1 Prozent \u00fcbertroffen, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.<\/p>\n<p>\u201eDer Anstieg auf ein neues Rekordniveau f\u00fcr eine erste Jahresh\u00e4lfte ist auf die \u00dcbernachtungen inl\u00e4ndischer G\u00e4ste zur\u00fcckzuf\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rten die Statistiker. Deren Zahl stieg in den ersten sechs Monaten um 0,8 Prozent auf 187,0 Millionen. Bei den G\u00e4sten aus dem Ausland sank die \u00dcbernachtungszahl dagegen um 3,2 Prozent auf 36,4 Millionen.<\/p>\n<p>Im Juni allein verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 50,5 Millionen \u00dcbernachtungen in- und ausl\u00e4ndischer G\u00e4ste. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Dabei nahm die Zahl der \u00dcbernachtungen von G\u00e4sten aus dem Inland um 7,4 Prozent auf 42,8 Millionen zu. \u201eEin Grund f\u00fcr den Anstieg d\u00fcrften die Pfingstferien in einigen Bundesl\u00e4ndern sein, die 2025 \u00fcberwiegend im Juni lagen und 2024 im Mai gelegen hatten\u201c, so die Statistiker.<\/p>\n<p>Dagegen sank die Zahl der \u00dcbernachtungen von G\u00e4sten aus dem Ausland im Vorjahresvergleich um 12,7 Prozent auf 7,6 Millionen. \u201eLetzteres d\u00fcrfte daran liegen, dass im Juni 2024 die Fu\u00dfball-Europameisterschaft in Deutschland au\u00dfergew\u00f6hnlich viele ausl\u00e4ndische Touristinnen und Touristen angezogen hatte\u201c, so die Statistiker.<\/p>\n<p>Die Stimmung im deutschen Beherbergungsgewerbe hatte sich im Juni den f\u00fcnften Monat in Folge aufgehellt \u2013 von minus 16,5 auf minus 15,3 Punkte. Damit w\u00fcrden allerdings nach wie vor die pessimistischen Stimmen \u00fcberwiegen, wie das M\u00fcnchner Ifo-Institut bei seiner Umfrage herausfand. \u201eEigentlich profitierten viele Sparten trotz der allgemeinen Zur\u00fcckhaltung im Konsum von einer stabilen Nachfrage\u201c, sagte Ifo-Branchenexpertin Caroline Vogel. \u201eDer Start ins Jahr 2025 verlief jedoch etwas holprig. Das wirkt weiter nach.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Trotz einer Steigerung der Passagierzahlen im ersten Halbjahr sieht sich die deutsche Luftverkehrswirtschaft weiterhin in der Krise. Die Zunahme der G\u00e4stezahl um 2,8 Prozent auf 99,4 Millionen Menschen bedeute gleichzeitig, dass zum Vor-Corona-Niveau aus dem Jahr 2019 noch immer 15,8 Prozent fehlten, erkl\u00e4rt der Branchenverband BDL. 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Die von der Bundesregierung f\u00fcr 2026 bereits abgesagte Senkung der Luftverkehrssteuer w\u00e4re zumindest ein erstes Signal an die Fluggesellschaften gewesen.Dem Verband zufolge holt der deutsche Luftverkehr auch in den kommenden Monaten kaum auf. Besonders stark ist der R\u00fcckstand bei Inlandsfl\u00fcgen, die im Halbjahr nicht einmal die H\u00e4lfte (49 Prozent) des Vorkrisenangebots erreicht haben. Im Winterflugplan ab Ende Oktober wachse das Gesamtangebot von den deutschen Flugh\u00e4fen um acht Punkte auf rund 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus. In den \u00fcbrigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gehe es um sieben Punkte auf 116 Prozent hoch.Deutschland-Tourismus mit Rekord im ersten HalbjahrEine andere Branche liegt dagegen auf Rekordkurs: der Deutschland-Tourismus. Im ersten Halbjahr z\u00e4hlten heimische Hotels, Pensionen, Campingpl\u00e4tze und andere Beherbergungsbetriebe zusammen 223,3 Millionen \u00dcbernachtungen. 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Hier l\u00e4sst sich mit vergleichsweise geringen Mitteln das von der Bundesregierung gew\u00fcnschte Wachstum entfesseln.\u201cNach Verbandsberechnungen haben Direktfluggesellschaften wie Ryanair oder Easyjet seit 2019 fast jeden dritten vormals in Deutschland stationierten Jet ins Ausland verlagert. Von 190 Jets seien noch 130 geblieben. Damit gehe nicht nur internationale Anbindung verloren, es entstehe auch ein Milliardenschaden f\u00fcr die Volkswirtschaft. Jedes Mittelstreckenflugzeug sichere rund 170 Arbeitspl\u00e4tze und trage rund 70 Millionen Euro Wertsch\u00f6pfung zum Bruttoinlandsprodukt bei.Bei einer typischen Europa-Verbindung m\u00fcssten die staatlichen Belastungen von rund 35 Euro pro Passagier um die H\u00e4lfte sinken, sagt Bischof. 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Er sieht vor allem die hohen staatlichen Steuern und Geb\u00fchren als Grund f\u00fcr die anhaltende Flaute: \u201eDie Folgen sehen wir an nahezu jedem Flughafen in Deutschland: Airlines ziehen ihre Flugzeuge ab und setzen sie in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern mit entsprechend wettbewerbsf\u00e4higen Kosten ein.\u201cAnders als im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorgesehen, enth\u00e4lt der Haushaltsentwurf f\u00fcr das Jahr 2026 keine Entlastung bei Steuern und Geb\u00fchren f\u00fcr Fl\u00fcge ab Deutschland. \u201eDie R\u00fccknahme der j\u00fcngsten Erh\u00f6hung der Luftverkehrsteuer von Mai 2024 w\u00e4re ein erstes Signal gewesen, damit die Fluggesellschaften zur\u00fcckkehren\u201c, sagte Bischof und appellierte an die Bundesregierung: \u201eEs ist h\u00f6chste Zeit gegenzusteuern. Noch ist es nicht zu sp\u00e4t, dass Europas Wirtschaftsnation Nummer 1 auch bei der Luftverkehrsanbindung wieder einen Spitzenplatz erreicht. 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Die von der Bundesregierung f\u00fcr 2026 bereits abgesagte Senkung der Luftverkehrssteuer w\u00e4re zumindest ein erstes Signal an die Fluggesellschaften gewesen.Dem Verband zufolge holt der deutsche Luftverkehr auch in den kommenden Monaten kaum auf. Besonders stark ist der R\u00fcckstand bei Inlandsfl\u00fcgen, die im Halbjahr nicht einmal die H\u00e4lfte (49 Prozent) des Vorkrisenangebots erreicht haben. Im Winterflugplan ab Ende Oktober wachse das Gesamtangebot von den deutschen Flugh\u00e4fen um acht Punkte auf rund 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus. In den \u00fcbrigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gehe es um sieben Punkte auf 116 Prozent hoch.Deutschland-Tourismus mit Rekord im ersten HalbjahrEine andere Branche liegt dagegen auf Rekordkurs: der Deutschland-Tourismus. Im ersten Halbjahr z\u00e4hlten heimische Hotels, Pensionen, Campingpl\u00e4tze und andere Beherbergungsbetriebe zusammen 223,3 Millionen \u00dcbernachtungen. Damit wurde der bisherige H\u00f6chstwert f\u00fcr eine erste Jahresh\u00e4lfte von 2024 um 0,1 Prozent \u00fcbertroffen, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.\u201eDer Anstieg auf ein neues Rekordniveau f\u00fcr eine erste Jahresh\u00e4lfte ist auf die \u00dcbernachtungen inl\u00e4ndischer G\u00e4ste zur\u00fcckzuf\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rten die Statistiker. Deren Zahl stieg in den ersten sechs Monaten um 0,8 Prozent auf 187,0 Millionen. Bei den G\u00e4sten aus dem Ausland sank die \u00dcbernachtungszahl dagegen um 3,2 Prozent auf 36,4 Millionen.Im Juni allein verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 50,5 Millionen \u00dcbernachtungen in- und ausl\u00e4ndischer G\u00e4ste. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 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Er sieht vor allem die hohen staatlichen Steuern und Geb\u00fchren als Grund f\u00fcr die anhaltende Flaute: \u201eDie Folgen sehen wir an nahezu jedem Flughafen in Deutschland: Airlines ziehen ihre Flugzeuge ab und setzen sie in anderen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern mit entsprechend wettbewerbsf\u00e4higen Kosten ein.\u201cAnders als im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorgesehen, enth\u00e4lt der Haushaltsentwurf f\u00fcr das Jahr 2026 keine Entlastung bei Steuern und Geb\u00fchren f\u00fcr Fl\u00fcge ab Deutschland. \u201eDie R\u00fccknahme der j\u00fcngsten Erh\u00f6hung der Luftverkehrsteuer von Mai 2024 w\u00e4re ein erstes Signal gewesen, damit die Fluggesellschaften zur\u00fcckkehren\u201c, sagte Bischof und appellierte an die Bundesregierung: \u201eEs ist h\u00f6chste Zeit gegenzusteuern. Noch ist es nicht zu sp\u00e4t, dass Europas Wirtschaftsnation Nummer 1 auch bei der Luftverkehrsanbindung wieder einen Spitzenplatz erreicht. 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Die von der Bundesregierung f\u00fcr 2026 bereits abgesagte Senkung der Luftverkehrssteuer w\u00e4re zumindest ein erstes Signal an die Fluggesellschaften gewesen.Dem Verband zufolge holt der deutsche Luftverkehr auch in den kommenden Monaten kaum auf. Besonders stark ist der R\u00fcckstand bei Inlandsfl\u00fcgen, die im Halbjahr nicht einmal die H\u00e4lfte (49 Prozent) des Vorkrisenangebots erreicht haben. Im Winterflugplan ab Ende Oktober wachse das Gesamtangebot von den deutschen Flugh\u00e4fen um acht Punkte auf rund 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus. In den \u00fcbrigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gehe es um sieben Punkte auf 116 Prozent hoch.Deutschland-Tourismus mit Rekord im ersten HalbjahrEine andere Branche liegt dagegen auf Rekordkurs: der Deutschland-Tourismus. Im ersten Halbjahr z\u00e4hlten heimische Hotels, Pensionen, Campingpl\u00e4tze und andere Beherbergungsbetriebe zusammen 223,3 Millionen \u00dcbernachtungen. 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Die von der Bundesregierung f\u00fcr 2026 bereits abgesagte Senkung der Luftverkehrssteuer w\u00e4re zumindest ein erstes Signal an die Fluggesellschaften gewesen.Dem Verband zufolge holt der deutsche Luftverkehr auch in den kommenden Monaten kaum auf. Besonders stark ist der R\u00fcckstand bei Inlandsfl\u00fcgen, die im Halbjahr nicht einmal die H\u00e4lfte (49 Prozent) des Vorkrisenangebots erreicht haben. Im Winterflugplan ab Ende Oktober wachse das Gesamtangebot von den deutschen Flugh\u00e4fen um acht Punkte auf rund 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus. In den \u00fcbrigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gehe es um sieben Punkte auf 116 Prozent hoch.Deutschland-Tourismus mit Rekord im ersten HalbjahrEine andere Branche liegt dagegen auf Rekordkurs: der Deutschland-Tourismus. Im ersten Halbjahr z\u00e4hlten heimische Hotels, Pensionen, Campingpl\u00e4tze und andere Beherbergungsbetriebe zusammen 223,3 Millionen \u00dcbernachtungen. Damit wurde der bisherige H\u00f6chstwert f\u00fcr eine erste Jahresh\u00e4lfte von 2024 um 0,1 Prozent \u00fcbertroffen, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.\u201eDer Anstieg auf ein neues Rekordniveau f\u00fcr eine erste Jahresh\u00e4lfte ist auf die \u00dcbernachtungen inl\u00e4ndischer G\u00e4ste zur\u00fcckzuf\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rten die Statistiker. Deren Zahl stieg in den ersten sechs Monaten um 0,8 Prozent auf 187,0 Millionen. Bei den G\u00e4sten aus dem Ausland sank die \u00dcbernachtungszahl dagegen um 3,2 Prozent auf 36,4 Millionen.Im Juni allein verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 50,5 Millionen \u00dcbernachtungen in- und ausl\u00e4ndischer G\u00e4ste. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. 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Die von der Bundesregierung f\u00fcr 2026 bereits abgesagte Senkung der Luftverkehrssteuer w\u00e4re zumindest ein erstes Signal an die Fluggesellschaften gewesen.Dem Verband zufolge holt der deutsche Luftverkehr auch in den kommenden Monaten kaum auf. Besonders stark ist der R\u00fcckstand bei Inlandsfl\u00fcgen, die im Halbjahr nicht einmal die H\u00e4lfte (49 Prozent) des Vorkrisenangebots erreicht haben. Im Winterflugplan ab Ende Oktober wachse das Gesamtangebot von den deutschen Flugh\u00e4fen um acht Punkte auf rund 90 Prozent des Vor-Corona-Niveaus. In den \u00fcbrigen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gehe es um sieben Punkte auf 116 Prozent hoch.Deutschland-Tourismus mit Rekord im ersten HalbjahrEine andere Branche liegt dagegen auf Rekordkurs: der Deutschland-Tourismus. Im ersten Halbjahr z\u00e4hlten heimische Hotels, Pensionen, Campingpl\u00e4tze und andere Beherbergungsbetriebe zusammen 223,3 Millionen \u00dcbernachtungen. Damit wurde der bisherige H\u00f6chstwert f\u00fcr eine erste Jahresh\u00e4lfte von 2024 um 0,1 Prozent \u00fcbertroffen, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte.\u201eDer Anstieg auf ein neues Rekordniveau f\u00fcr eine erste Jahresh\u00e4lfte ist auf die \u00dcbernachtungen inl\u00e4ndischer G\u00e4ste zur\u00fcckzuf\u00fchren\u201c, erkl\u00e4rten die Statistiker. Deren Zahl stieg in den ersten sechs Monaten um 0,8 Prozent auf 187,0 Millionen. Bei den G\u00e4sten aus dem Ausland sank die \u00dcbernachtungszahl dagegen um 3,2 Prozent auf 36,4 Millionen.Im Juni allein verbuchten die Beherbergungsbetriebe in Deutschland 50,5 Millionen \u00dcbernachtungen in- und ausl\u00e4ndischer G\u00e4ste. Das waren 3,8 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Dabei nahm die Zahl der \u00dcbernachtungen von G\u00e4sten aus dem Inland um 7,4 Prozent auf 42,8 Millionen zu. \u201eEin Grund f\u00fcr den Anstieg d\u00fcrften die Pfingstferien in einigen Bundesl\u00e4ndern sein, die 2025 \u00fcberwiegend im Juni lagen und 2024 im Mai gelegen hatten\u201c, so die Statistiker.Dagegen sank die Zahl der \u00dcbernachtungen von G\u00e4sten aus dem Ausland im Vorjahresvergleich um 12,7 Prozent auf 7,6 Millionen. \u201eLetzteres d\u00fcrfte daran liegen, dass im Juni 2024 die Fu\u00dfball-Europameisterschaft in Deutschland au\u00dfergew\u00f6hnlich viele ausl\u00e4ndische Touristinnen und Touristen angezogen hatte\u201c, so die Statistiker.Die Stimmung im deutschen Beherbergungsgewerbe hatte sich im Juni den f\u00fcnften Monat in Folge aufgehellt \u2013 von minus 16,5 auf minus 15,3 Punkte. Damit w\u00fcrden allerdings nach wie vor die pessimistischen Stimmen \u00fcberwiegen, wie das M\u00fcnchner Ifo-Institut bei seiner Umfrage herausfand. \u201eEigentlich profitierten viele Sparten trotz der allgemeinen Zur\u00fcckhaltung im Konsum von einer stabilen Nachfrage\u201c, sagte Ifo-Branchenexpertin Caroline Vogel. \u201eDer Start ins Jahr 2025 verlief jedoch etwas holprig. 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