{"id":263219,"date":"2025-08-09T03:26:09","date_gmt":"2025-08-09T00:26:09","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/"},"modified":"2025-08-09T03:26:34","modified_gmt":"2025-08-09T00:26:34","slug":"vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/","title":{"rendered":"Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit fordert Sozial-Reformen"},"content":{"rendered":"<p>Vanessa Ahuja, Vorst\u00e4ndin der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/bundesagentur-fuer-arbeit\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/themen\/bundesagentur-fuer-arbeit\/\">Bundesagentur f\u00fcr Arbeit<\/a> (BA), h\u00e4lt Reformen der sozialen Sicherungssysteme angesichts des demografischen Wandels f\u00fcr unausweichlich. \u201eDa Beitragssatzerh\u00f6hungen aktuell nicht zur Debatte stehen, brauchen wir Reformen in den Sozialversicherungssystemen\u201c, sagte Ahuja WELT AM SONNTAG. <\/p>\n<p>Sie sprach sich allerdings f\u00fcr einzelne Reformschritte statt f\u00fcr eine<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256195272\/Buergergeld-Acht-Jahre-nicht-beim-Amt-das-Geld-fliesst-trotzdem.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256195272\/Buergergeld-Acht-Jahre-nicht-beim-Amt-das-Geld-fliesst-trotzdem.html\"> gro\u00df angelegte Reform wie durch die Hartz-Kommission<\/a> aus. \u201eEine strukturierte Reformkommission w\u00e4re sinnvoll\u201c, sagte Ahuja. \u201eEine gro\u00dfe Gesamtreform halte ich aktuell aber f\u00fcr sehr ambitioniert. Es w\u00e4re besser, mit gezielten Schritten in einzelnen Bereichen zu beginnen.\u201c <\/p>\n<p> <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/deutschland\/arbeitsagenturen-sollen-bundesweit-rund-400-millionen-euro-sparen\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/politik\/deutschland\/arbeitsagenturen-sollen-bundesweit-rund-400-millionen-euro-sparen\/\">Ahuja, einst Abteilungsleiterin im Bundesarbeitsministerium<\/a>, wirkte in den 2000er-Jahren selbst in der Hartz-Kommission mit. \u201eDie Probleme, die wir heute haben, waren schon damals absehbar \u2013 und auch die L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten waren klar\u201c, sagt sie. Viele notwendige Ver\u00e4nderungen seien aber nicht durchsetzbar gewesen, weil der Druck auf die Politik noch nicht gro\u00df genug gewesen sei. Man m\u00fcsse nun \u201ealle Hebel nutzen\u201c, um die L\u00fccke zu schlie\u00dfen, die durch den Renteneintritt der Babyboomer-Generation gerissen werde.<\/p>\n<p> \u201eQualifizierte Erwerbsmigration ist ein solcher Hebel\u201c, sagte Ahuja. \u201eEs gibt aber auch noch andere Potenziale: \u00e4ltere Erwerbst\u00e4tige, Frauen in Teilzeit, Langzeitarbeitslose. Nur mit einer Kombination aus qualifizierter Zuwanderung, Aktivierung vorhandener Arbeitskr\u00e4fte und Produktivit\u00e4tsfortschritten k\u00f6nnen wir das Problem l\u00f6sen.\u201c <\/p>\n<p> Schon jetzt sehe man die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus688744de692e7b4306464d0c\/renten-debatte-leisten-die-deutschen-zu-wenig-die-wahrheit-ueber-unser-arbeitspensum.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus688744de692e7b4306464d0c\/renten-debatte-leisten-die-deutschen-zu-wenig-die-wahrheit-ueber-unser-arbeitspensum.html\">Folgen des demografischen Wandel<\/a>s: \u201eWenn Arbeitskr\u00e4fte fehlen, entstehen Wachstumsverluste und Versorgungsengp\u00e4sse \u2013 das sehen wir heute schon in Branchen wie der Gastronomie oder der Pflege\u201c, sagte die BA-Vorst\u00e4ndin. Sie warnte vor den Konsequenzen, wenn die Ziele bei der Steigerung der Zuwanderung von Arbeitskr\u00e4ften verfehlt w\u00fcrden: \u201eDann drohen drastische Folgen f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft: Unternehmen k\u00f6nnten Investitionen streichen oder abwandern\u201c, sagte Ahuja. \u201eBranchen wie die Gastronomie, die Pflege oder das Handwerk k\u00f6nnten ihre Leistungen nicht mehr in vollem Umfang anbieten. Zugleich fehlen dann Beitragszahler in den Sozialversicherungen.\u201c <\/p>\n<p>Um die <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256147582\/Fachkraeftemangel-Wie-Deutschlands-Arbeitsmarkt-ohne-Zuwanderer-ins-Wanken-geraet.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256147582\/Fachkraeftemangel-Wie-Deutschlands-Arbeitsmarkt-ohne-Zuwanderer-ins-Wanken-geraet.html\">Verfahren bei der Erwerbsmigration zu beschleunige<\/a>n, m\u00fcsse man die Prozesse ver\u00e4ndern und weniger Beh\u00f6rden beteiligen. Auch die Hochschulen m\u00fcssten sich ver\u00e4ndern, um mehr ausl\u00e4ndischen Studenten nach ihrem Abschluss einen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erm\u00f6glichen: \u201eIch w\u00e4re daf\u00fcr, dass wir in den Studieng\u00e4ngen Deutsch als Pflichtfach verankern\u201c, sagte Ahuja. \u201eArbeitgeber sollten offener auf internationale Talente zugehen, aber wenn Deutschkenntnisse f\u00fcr die Stelle n\u00f6tig sind, wird es nun mal schwierig.\u201c<\/p>\n<p><b><em>Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit \u201e<\/em><\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/\"><b><em>Business Insider Deutschland<\/em><\/b><\/a><b><em>\u201c.<\/em><\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/jan-klauth\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/jan-klauth\/\"><b><em>Jan Klauth<\/em><\/b><\/a><b><em> ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Arbeitsmarkt-Themen, B\u00fcrgergeld, Migration und Sozialpolitik sowie Karriere-Themen. <\/em><\/b><\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/philipp-vetter\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/philipp-vetter\/\"><b><em>Philipp Vetter<\/em><\/b><\/a><b><em> ist Teamleiter im Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und BUSINESS INSIDER.<\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vanessa Ahuja, Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA), h\u00e4lt Reformen der sozialen Sicherungssysteme angesichts des demografischen Wandels f\u00fcr unausweichlich. \u201eDa Beitragssatzerh\u00f6hungen aktuell nicht zur Debatte stehen, brauchen wir Reformen in den Sozialversicherungssystemen\u201c, sagte Ahuja WELT AM SONNTAG. Sie sprach sich allerdings f\u00fcr einzelne Reformschritte statt f\u00fcr eine gro\u00df angelegte Reform wie durch die Hartz-Kommission aus.<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":263220,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[59],"tags":[],"class_list":["post-263219","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-business-de"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v22.9 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit fordert Sozial-Reformen - vof-news.eu<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Vanessa Ahuja, Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA), h\u00e4lt Reformen der sozialen Sicherungssysteme angesichts des demografischen Wandels f\u00fcr unausweichlich. \u201eDa Beitragssatzerh\u00f6hungen aktuell nicht zur Debatte stehen, brauchen wir Reformen in den Sozialversicherungssystemen\u201c, sagte Ahuja WELT AM SONNTAG. Sie sprach sich allerdings f\u00fcr einzelne Reformschritte statt f\u00fcr eine gro\u00df angelegte Reform wie durch die Hartz-Kommission aus. \u201eEine strukturierte Reformkommission w\u00e4re sinnvoll\u201c, sagte Ahuja. \u201eEine gro\u00dfe Gesamtreform halte ich aktuell aber f\u00fcr sehr ambitioniert. Es w\u00e4re besser, mit gezielten Schritten in einzelnen Bereichen zu beginnen.\u201c Ahuja, einst Abteilungsleiterin im Bundesarbeitsministerium, wirkte in den 2000er-Jahren selbst in der Hartz-Kommission mit. \u201eDie Probleme, die wir heute haben, waren schon damals absehbar \u2013 und auch die L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten waren klar\u201c, sagt sie. Viele notwendige Ver\u00e4nderungen seien aber nicht durchsetzbar gewesen, weil der Druck auf die Politik noch nicht gro\u00df genug gewesen sei. Man m\u00fcsse nun \u201ealle Hebel nutzen\u201c, um die L\u00fccke zu schlie\u00dfen, die durch den Renteneintritt der Babyboomer-Generation gerissen werde. \u201eQualifizierte Erwerbsmigration ist ein solcher Hebel\u201c, sagte Ahuja. \u201eEs gibt aber auch noch andere Potenziale: \u00e4ltere Erwerbst\u00e4tige, Frauen in Teilzeit, Langzeitarbeitslose. Nur mit einer Kombination aus qualifizierter Zuwanderung, Aktivierung vorhandener Arbeitskr\u00e4fte und Produktivit\u00e4tsfortschritten k\u00f6nnen wir das Problem l\u00f6sen.\u201c Schon jetzt sehe man die Folgen des demografischen Wandels: \u201eWenn Arbeitskr\u00e4fte fehlen, entstehen Wachstumsverluste und Versorgungsengp\u00e4sse \u2013 das sehen wir heute schon in Branchen wie der Gastronomie oder der Pflege\u201c, sagte die BA-Vorst\u00e4ndin. Sie warnte vor den Konsequenzen, wenn die Ziele bei der Steigerung der Zuwanderung von Arbeitskr\u00e4ften verfehlt w\u00fcrden: \u201eDann drohen drastische Folgen f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft: Unternehmen k\u00f6nnten Investitionen streichen oder abwandern\u201c, sagte Ahuja. \u201eBranchen wie die Gastronomie, die Pflege oder das Handwerk k\u00f6nnten ihre Leistungen nicht mehr in vollem Umfang anbieten. Zugleich fehlen dann Beitragszahler in den Sozialversicherungen.\u201c Um die Verfahren bei der Erwerbsmigration zu beschleunigen, m\u00fcsse man die Prozesse ver\u00e4ndern und weniger Beh\u00f6rden beteiligen. Auch die Hochschulen m\u00fcssten sich ver\u00e4ndern, um mehr ausl\u00e4ndischen Studenten nach ihrem Abschluss einen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erm\u00f6glichen: \u201eIch w\u00e4re daf\u00fcr, dass wir in den Studieng\u00e4ngen Deutsch als Pflichtfach verankern\u201c, sagte Ahuja. \u201eArbeitgeber sollten offener auf internationale Talente zugehen, aber wenn Deutschkenntnisse f\u00fcr die Stelle n\u00f6tig sind, wird es nun mal schwierig.\u201cDieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c.Jan Klauth ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Arbeitsmarkt-Themen, B\u00fcrgergeld, Migration und Sozialpolitik sowie Karriere-Themen. Philipp Vetter ist Teamleiter im Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und BUSINESS INSIDER.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit fordert Sozial-Reformen - vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Vanessa Ahuja, Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA), h\u00e4lt Reformen der sozialen Sicherungssysteme angesichts des demografischen Wandels f\u00fcr unausweichlich. \u201eDa Beitragssatzerh\u00f6hungen aktuell nicht zur Debatte stehen, brauchen wir Reformen in den Sozialversicherungssystemen\u201c, sagte Ahuja WELT AM SONNTAG. Sie sprach sich allerdings f\u00fcr einzelne Reformschritte statt f\u00fcr eine gro\u00df angelegte Reform wie durch die Hartz-Kommission aus. \u201eEine strukturierte Reformkommission w\u00e4re sinnvoll\u201c, sagte Ahuja. \u201eEine gro\u00dfe Gesamtreform halte ich aktuell aber f\u00fcr sehr ambitioniert. Es w\u00e4re besser, mit gezielten Schritten in einzelnen Bereichen zu beginnen.\u201c Ahuja, einst Abteilungsleiterin im Bundesarbeitsministerium, wirkte in den 2000er-Jahren selbst in der Hartz-Kommission mit. \u201eDie Probleme, die wir heute haben, waren schon damals absehbar \u2013 und auch die L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten waren klar\u201c, sagt sie. Viele notwendige Ver\u00e4nderungen seien aber nicht durchsetzbar gewesen, weil der Druck auf die Politik noch nicht gro\u00df genug gewesen sei. Man m\u00fcsse nun \u201ealle Hebel nutzen\u201c, um die L\u00fccke zu schlie\u00dfen, die durch den Renteneintritt der Babyboomer-Generation gerissen werde. \u201eQualifizierte Erwerbsmigration ist ein solcher Hebel\u201c, sagte Ahuja. \u201eEs gibt aber auch noch andere Potenziale: \u00e4ltere Erwerbst\u00e4tige, Frauen in Teilzeit, Langzeitarbeitslose. Nur mit einer Kombination aus qualifizierter Zuwanderung, Aktivierung vorhandener Arbeitskr\u00e4fte und Produktivit\u00e4tsfortschritten k\u00f6nnen wir das Problem l\u00f6sen.\u201c Schon jetzt sehe man die Folgen des demografischen Wandels: \u201eWenn Arbeitskr\u00e4fte fehlen, entstehen Wachstumsverluste und Versorgungsengp\u00e4sse \u2013 das sehen wir heute schon in Branchen wie der Gastronomie oder der Pflege\u201c, sagte die BA-Vorst\u00e4ndin. Sie warnte vor den Konsequenzen, wenn die Ziele bei der Steigerung der Zuwanderung von Arbeitskr\u00e4ften verfehlt w\u00fcrden: \u201eDann drohen drastische Folgen f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft: Unternehmen k\u00f6nnten Investitionen streichen oder abwandern\u201c, sagte Ahuja. \u201eBranchen wie die Gastronomie, die Pflege oder das Handwerk k\u00f6nnten ihre Leistungen nicht mehr in vollem Umfang anbieten. Zugleich fehlen dann Beitragszahler in den Sozialversicherungen.\u201c Um die Verfahren bei der Erwerbsmigration zu beschleunigen, m\u00fcsse man die Prozesse ver\u00e4ndern und weniger Beh\u00f6rden beteiligen. Auch die Hochschulen m\u00fcssten sich ver\u00e4ndern, um mehr ausl\u00e4ndischen Studenten nach ihrem Abschluss einen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erm\u00f6glichen: \u201eIch w\u00e4re daf\u00fcr, dass wir in den Studieng\u00e4ngen Deutsch als Pflichtfach verankern\u201c, sagte Ahuja. \u201eArbeitgeber sollten offener auf internationale Talente zugehen, aber wenn Deutschkenntnisse f\u00fcr die Stelle n\u00f6tig sind, wird es nun mal schwierig.\u201cDieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c.Jan Klauth ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Arbeitsmarkt-Themen, B\u00fcrgergeld, Migration und Sozialpolitik sowie Karriere-Themen. Philipp Vetter ist Teamleiter im Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und BUSINESS INSIDER.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-08-09T00:26:09+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-08-09T00:26:34+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/berlin-deutschland-vanessa-ahuja-bei-einer-pressekonferenz-zum-projekt-thamm.webp\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"574\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/webp\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Author\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Author\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"2\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/\",\"name\":\"Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit fordert Sozial-Reformen - vof-news.eu\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/berlin-deutschland-vanessa-ahuja-bei-einer-pressekonferenz-zum-projekt-thamm.webp\",\"datePublished\":\"2025-08-09T00:26:09+00:00\",\"dateModified\":\"2025-08-09T00:26:34+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed\"},\"description\":\"Vanessa Ahuja, Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA), h\u00e4lt Reformen der sozialen Sicherungssysteme angesichts des demografischen Wandels f\u00fcr unausweichlich. \u201eDa Beitragssatzerh\u00f6hungen aktuell nicht zur Debatte stehen, brauchen wir Reformen in den Sozialversicherungssystemen\u201c, sagte Ahuja WELT AM SONNTAG. Sie sprach sich allerdings f\u00fcr einzelne Reformschritte statt f\u00fcr eine gro\u00df angelegte Reform wie durch die Hartz-Kommission aus. \u201eEine strukturierte Reformkommission w\u00e4re sinnvoll\u201c, sagte Ahuja. \u201eEine gro\u00dfe Gesamtreform halte ich aktuell aber f\u00fcr sehr ambitioniert. Es w\u00e4re besser, mit gezielten Schritten in einzelnen Bereichen zu beginnen.\u201c Ahuja, einst Abteilungsleiterin im Bundesarbeitsministerium, wirkte in den 2000er-Jahren selbst in der Hartz-Kommission mit. \u201eDie Probleme, die wir heute haben, waren schon damals absehbar \u2013 und auch die L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten waren klar\u201c, sagt sie. Viele notwendige Ver\u00e4nderungen seien aber nicht durchsetzbar gewesen, weil der Druck auf die Politik noch nicht gro\u00df genug gewesen sei. Man m\u00fcsse nun \u201ealle Hebel nutzen\u201c, um die L\u00fccke zu schlie\u00dfen, die durch den Renteneintritt der Babyboomer-Generation gerissen werde. \u201eQualifizierte Erwerbsmigration ist ein solcher Hebel\u201c, sagte Ahuja. \u201eEs gibt aber auch noch andere Potenziale: \u00e4ltere Erwerbst\u00e4tige, Frauen in Teilzeit, Langzeitarbeitslose. Nur mit einer Kombination aus qualifizierter Zuwanderung, Aktivierung vorhandener Arbeitskr\u00e4fte und Produktivit\u00e4tsfortschritten k\u00f6nnen wir das Problem l\u00f6sen.\u201c Schon jetzt sehe man die Folgen des demografischen Wandels: \u201eWenn Arbeitskr\u00e4fte fehlen, entstehen Wachstumsverluste und Versorgungsengp\u00e4sse \u2013 das sehen wir heute schon in Branchen wie der Gastronomie oder der Pflege\u201c, sagte die BA-Vorst\u00e4ndin. Sie warnte vor den Konsequenzen, wenn die Ziele bei der Steigerung der Zuwanderung von Arbeitskr\u00e4ften verfehlt w\u00fcrden: \u201eDann drohen drastische Folgen f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft: Unternehmen k\u00f6nnten Investitionen streichen oder abwandern\u201c, sagte Ahuja. \u201eBranchen wie die Gastronomie, die Pflege oder das Handwerk k\u00f6nnten ihre Leistungen nicht mehr in vollem Umfang anbieten. Zugleich fehlen dann Beitragszahler in den Sozialversicherungen.\u201c Um die Verfahren bei der Erwerbsmigration zu beschleunigen, m\u00fcsse man die Prozesse ver\u00e4ndern und weniger Beh\u00f6rden beteiligen. Auch die Hochschulen m\u00fcssten sich ver\u00e4ndern, um mehr ausl\u00e4ndischen Studenten nach ihrem Abschluss einen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erm\u00f6glichen: \u201eIch w\u00e4re daf\u00fcr, dass wir in den Studieng\u00e4ngen Deutsch als Pflichtfach verankern\u201c, sagte Ahuja. \u201eArbeitgeber sollten offener auf internationale Talente zugehen, aber wenn Deutschkenntnisse f\u00fcr die Stelle n\u00f6tig sind, wird es nun mal schwierig.\u201cDieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c.Jan Klauth ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Arbeitsmarkt-Themen, B\u00fcrgergeld, Migration und Sozialpolitik sowie Karriere-Themen. Philipp Vetter ist Teamleiter im Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und BUSINESS INSIDER.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/berlin-deutschland-vanessa-ahuja-bei-einer-pressekonferenz-zum-projekt-thamm.webp\",\"contentUrl\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/berlin-deutschland-vanessa-ahuja-bei-einer-pressekonferenz-zum-projekt-thamm.webp\",\"width\":1200,\"height\":574},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit fordert Sozial-Reformen\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/\",\"name\":\"vof-news.eu\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed\",\"name\":\"Author\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Author\"},\"sameAs\":[\"http:\/\/vof-news.eu\"],\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit fordert Sozial-Reformen - vof-news.eu","description":"Vanessa Ahuja, Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA), h\u00e4lt Reformen der sozialen Sicherungssysteme angesichts des demografischen Wandels f\u00fcr unausweichlich. \u201eDa Beitragssatzerh\u00f6hungen aktuell nicht zur Debatte stehen, brauchen wir Reformen in den Sozialversicherungssystemen\u201c, sagte Ahuja WELT AM SONNTAG. Sie sprach sich allerdings f\u00fcr einzelne Reformschritte statt f\u00fcr eine gro\u00df angelegte Reform wie durch die Hartz-Kommission aus. \u201eEine strukturierte Reformkommission w\u00e4re sinnvoll\u201c, sagte Ahuja. \u201eEine gro\u00dfe Gesamtreform halte ich aktuell aber f\u00fcr sehr ambitioniert. Es w\u00e4re besser, mit gezielten Schritten in einzelnen Bereichen zu beginnen.\u201c Ahuja, einst Abteilungsleiterin im Bundesarbeitsministerium, wirkte in den 2000er-Jahren selbst in der Hartz-Kommission mit. \u201eDie Probleme, die wir heute haben, waren schon damals absehbar \u2013 und auch die L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten waren klar\u201c, sagt sie. Viele notwendige Ver\u00e4nderungen seien aber nicht durchsetzbar gewesen, weil der Druck auf die Politik noch nicht gro\u00df genug gewesen sei. Man m\u00fcsse nun \u201ealle Hebel nutzen\u201c, um die L\u00fccke zu schlie\u00dfen, die durch den Renteneintritt der Babyboomer-Generation gerissen werde. \u201eQualifizierte Erwerbsmigration ist ein solcher Hebel\u201c, sagte Ahuja. \u201eEs gibt aber auch noch andere Potenziale: \u00e4ltere Erwerbst\u00e4tige, Frauen in Teilzeit, Langzeitarbeitslose. Nur mit einer Kombination aus qualifizierter Zuwanderung, Aktivierung vorhandener Arbeitskr\u00e4fte und Produktivit\u00e4tsfortschritten k\u00f6nnen wir das Problem l\u00f6sen.\u201c Schon jetzt sehe man die Folgen des demografischen Wandels: \u201eWenn Arbeitskr\u00e4fte fehlen, entstehen Wachstumsverluste und Versorgungsengp\u00e4sse \u2013 das sehen wir heute schon in Branchen wie der Gastronomie oder der Pflege\u201c, sagte die BA-Vorst\u00e4ndin. Sie warnte vor den Konsequenzen, wenn die Ziele bei der Steigerung der Zuwanderung von Arbeitskr\u00e4ften verfehlt w\u00fcrden: \u201eDann drohen drastische Folgen f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft: Unternehmen k\u00f6nnten Investitionen streichen oder abwandern\u201c, sagte Ahuja. \u201eBranchen wie die Gastronomie, die Pflege oder das Handwerk k\u00f6nnten ihre Leistungen nicht mehr in vollem Umfang anbieten. Zugleich fehlen dann Beitragszahler in den Sozialversicherungen.\u201c Um die Verfahren bei der Erwerbsmigration zu beschleunigen, m\u00fcsse man die Prozesse ver\u00e4ndern und weniger Beh\u00f6rden beteiligen. Auch die Hochschulen m\u00fcssten sich ver\u00e4ndern, um mehr ausl\u00e4ndischen Studenten nach ihrem Abschluss einen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erm\u00f6glichen: \u201eIch w\u00e4re daf\u00fcr, dass wir in den Studieng\u00e4ngen Deutsch als Pflichtfach verankern\u201c, sagte Ahuja. \u201eArbeitgeber sollten offener auf internationale Talente zugehen, aber wenn Deutschkenntnisse f\u00fcr die Stelle n\u00f6tig sind, wird es nun mal schwierig.\u201cDieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c.Jan Klauth ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Arbeitsmarkt-Themen, B\u00fcrgergeld, Migration und Sozialpolitik sowie Karriere-Themen. Philipp Vetter ist Teamleiter im Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und BUSINESS INSIDER.","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit fordert Sozial-Reformen - vof-news.eu","og_description":"Vanessa Ahuja, Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA), h\u00e4lt Reformen der sozialen Sicherungssysteme angesichts des demografischen Wandels f\u00fcr unausweichlich. \u201eDa Beitragssatzerh\u00f6hungen aktuell nicht zur Debatte stehen, brauchen wir Reformen in den Sozialversicherungssystemen\u201c, sagte Ahuja WELT AM SONNTAG. Sie sprach sich allerdings f\u00fcr einzelne Reformschritte statt f\u00fcr eine gro\u00df angelegte Reform wie durch die Hartz-Kommission aus. \u201eEine strukturierte Reformkommission w\u00e4re sinnvoll\u201c, sagte Ahuja. \u201eEine gro\u00dfe Gesamtreform halte ich aktuell aber f\u00fcr sehr ambitioniert. Es w\u00e4re besser, mit gezielten Schritten in einzelnen Bereichen zu beginnen.\u201c Ahuja, einst Abteilungsleiterin im Bundesarbeitsministerium, wirkte in den 2000er-Jahren selbst in der Hartz-Kommission mit. \u201eDie Probleme, die wir heute haben, waren schon damals absehbar \u2013 und auch die L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten waren klar\u201c, sagt sie. Viele notwendige Ver\u00e4nderungen seien aber nicht durchsetzbar gewesen, weil der Druck auf die Politik noch nicht gro\u00df genug gewesen sei. Man m\u00fcsse nun \u201ealle Hebel nutzen\u201c, um die L\u00fccke zu schlie\u00dfen, die durch den Renteneintritt der Babyboomer-Generation gerissen werde. \u201eQualifizierte Erwerbsmigration ist ein solcher Hebel\u201c, sagte Ahuja. \u201eEs gibt aber auch noch andere Potenziale: \u00e4ltere Erwerbst\u00e4tige, Frauen in Teilzeit, Langzeitarbeitslose. Nur mit einer Kombination aus qualifizierter Zuwanderung, Aktivierung vorhandener Arbeitskr\u00e4fte und Produktivit\u00e4tsfortschritten k\u00f6nnen wir das Problem l\u00f6sen.\u201c Schon jetzt sehe man die Folgen des demografischen Wandels: \u201eWenn Arbeitskr\u00e4fte fehlen, entstehen Wachstumsverluste und Versorgungsengp\u00e4sse \u2013 das sehen wir heute schon in Branchen wie der Gastronomie oder der Pflege\u201c, sagte die BA-Vorst\u00e4ndin. Sie warnte vor den Konsequenzen, wenn die Ziele bei der Steigerung der Zuwanderung von Arbeitskr\u00e4ften verfehlt w\u00fcrden: \u201eDann drohen drastische Folgen f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft: Unternehmen k\u00f6nnten Investitionen streichen oder abwandern\u201c, sagte Ahuja. \u201eBranchen wie die Gastronomie, die Pflege oder das Handwerk k\u00f6nnten ihre Leistungen nicht mehr in vollem Umfang anbieten. Zugleich fehlen dann Beitragszahler in den Sozialversicherungen.\u201c Um die Verfahren bei der Erwerbsmigration zu beschleunigen, m\u00fcsse man die Prozesse ver\u00e4ndern und weniger Beh\u00f6rden beteiligen. Auch die Hochschulen m\u00fcssten sich ver\u00e4ndern, um mehr ausl\u00e4ndischen Studenten nach ihrem Abschluss einen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erm\u00f6glichen: \u201eIch w\u00e4re daf\u00fcr, dass wir in den Studieng\u00e4ngen Deutsch als Pflichtfach verankern\u201c, sagte Ahuja. \u201eArbeitgeber sollten offener auf internationale Talente zugehen, aber wenn Deutschkenntnisse f\u00fcr die Stelle n\u00f6tig sind, wird es nun mal schwierig.\u201cDieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c.Jan Klauth ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Arbeitsmarkt-Themen, B\u00fcrgergeld, Migration und Sozialpolitik sowie Karriere-Themen. Philipp Vetter ist Teamleiter im Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und BUSINESS INSIDER.","og_url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/","og_site_name":"vof-news.eu","article_published_time":"2025-08-09T00:26:09+00:00","article_modified_time":"2025-08-09T00:26:34+00:00","og_image":[{"width":1200,"height":574,"url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/berlin-deutschland-vanessa-ahuja-bei-einer-pressekonferenz-zum-projekt-thamm.webp","type":"image\/webp"}],"author":"Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"2\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/","name":"Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit fordert Sozial-Reformen - vof-news.eu","isPartOf":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/berlin-deutschland-vanessa-ahuja-bei-einer-pressekonferenz-zum-projekt-thamm.webp","datePublished":"2025-08-09T00:26:09+00:00","dateModified":"2025-08-09T00:26:34+00:00","author":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed"},"description":"Vanessa Ahuja, Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit (BA), h\u00e4lt Reformen der sozialen Sicherungssysteme angesichts des demografischen Wandels f\u00fcr unausweichlich. \u201eDa Beitragssatzerh\u00f6hungen aktuell nicht zur Debatte stehen, brauchen wir Reformen in den Sozialversicherungssystemen\u201c, sagte Ahuja WELT AM SONNTAG. Sie sprach sich allerdings f\u00fcr einzelne Reformschritte statt f\u00fcr eine gro\u00df angelegte Reform wie durch die Hartz-Kommission aus. \u201eEine strukturierte Reformkommission w\u00e4re sinnvoll\u201c, sagte Ahuja. \u201eEine gro\u00dfe Gesamtreform halte ich aktuell aber f\u00fcr sehr ambitioniert. Es w\u00e4re besser, mit gezielten Schritten in einzelnen Bereichen zu beginnen.\u201c Ahuja, einst Abteilungsleiterin im Bundesarbeitsministerium, wirkte in den 2000er-Jahren selbst in der Hartz-Kommission mit. \u201eDie Probleme, die wir heute haben, waren schon damals absehbar \u2013 und auch die L\u00f6sungsm\u00f6glichkeiten waren klar\u201c, sagt sie. Viele notwendige Ver\u00e4nderungen seien aber nicht durchsetzbar gewesen, weil der Druck auf die Politik noch nicht gro\u00df genug gewesen sei. Man m\u00fcsse nun \u201ealle Hebel nutzen\u201c, um die L\u00fccke zu schlie\u00dfen, die durch den Renteneintritt der Babyboomer-Generation gerissen werde. \u201eQualifizierte Erwerbsmigration ist ein solcher Hebel\u201c, sagte Ahuja. \u201eEs gibt aber auch noch andere Potenziale: \u00e4ltere Erwerbst\u00e4tige, Frauen in Teilzeit, Langzeitarbeitslose. Nur mit einer Kombination aus qualifizierter Zuwanderung, Aktivierung vorhandener Arbeitskr\u00e4fte und Produktivit\u00e4tsfortschritten k\u00f6nnen wir das Problem l\u00f6sen.\u201c Schon jetzt sehe man die Folgen des demografischen Wandels: \u201eWenn Arbeitskr\u00e4fte fehlen, entstehen Wachstumsverluste und Versorgungsengp\u00e4sse \u2013 das sehen wir heute schon in Branchen wie der Gastronomie oder der Pflege\u201c, sagte die BA-Vorst\u00e4ndin. Sie warnte vor den Konsequenzen, wenn die Ziele bei der Steigerung der Zuwanderung von Arbeitskr\u00e4ften verfehlt w\u00fcrden: \u201eDann drohen drastische Folgen f\u00fcr Wirtschaft und Gesellschaft: Unternehmen k\u00f6nnten Investitionen streichen oder abwandern\u201c, sagte Ahuja. \u201eBranchen wie die Gastronomie, die Pflege oder das Handwerk k\u00f6nnten ihre Leistungen nicht mehr in vollem Umfang anbieten. Zugleich fehlen dann Beitragszahler in den Sozialversicherungen.\u201c Um die Verfahren bei der Erwerbsmigration zu beschleunigen, m\u00fcsse man die Prozesse ver\u00e4ndern und weniger Beh\u00f6rden beteiligen. Auch die Hochschulen m\u00fcssten sich ver\u00e4ndern, um mehr ausl\u00e4ndischen Studenten nach ihrem Abschluss einen Einstieg in den deutschen Arbeitsmarkt zu erm\u00f6glichen: \u201eIch w\u00e4re daf\u00fcr, dass wir in den Studieng\u00e4ngen Deutsch als Pflichtfach verankern\u201c, sagte Ahuja. \u201eArbeitgeber sollten offener auf internationale Talente zugehen, aber wenn Deutschkenntnisse f\u00fcr die Stelle n\u00f6tig sind, wird es nun mal schwierig.\u201cDieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c.Jan Klauth ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Arbeitsmarkt-Themen, B\u00fcrgergeld, Migration und Sozialpolitik sowie Karriere-Themen. Philipp Vetter ist Teamleiter im Wirtschaftskompetenzzentrum von WELT und BUSINESS INSIDER.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/berlin-deutschland-vanessa-ahuja-bei-einer-pressekonferenz-zum-projekt-thamm.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/berlin-deutschland-vanessa-ahuja-bei-einer-pressekonferenz-zum-projekt-thamm.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vorstandin-der-bundesagentur-fur-arbeit-fordert-sozial-reformen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Vorst\u00e4ndin der Bundesagentur f\u00fcr Arbeit fordert Sozial-Reformen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/263219","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=263219"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/263219\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":263226,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/263219\/revisions\/263226"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/263220"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=263219"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=263219"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=263219"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}