{"id":263171,"date":"2025-08-08T21:28:11","date_gmt":"2025-08-08T18:28:11","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/bomben-am-ufer-des-dnipro\/"},"modified":"2025-08-08T21:29:02","modified_gmt":"2025-08-08T18:29:02","slug":"bomben-am-ufer-des-dnipro","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bomben-am-ufer-des-dnipro\/","title":{"rendered":"Bomben am Ufer des Dnipro"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Am 11. November 2022 begr\u00fc\u00dften jubelnde Menschen in der s\u00fcdukrainischen Gro\u00dfstadt Cherson Soldaten, die in ihre Stadt einr\u00fcckten. Die einzige Regionalhauptstadt in der <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/ukraine-krieg-russland-newsblog-live\" rel=\"nofollow\">Ukraine<\/a><\/span>, die Russland seit Beginn der Invasion erobern konnte, wurde an diesem Tag wieder befreit. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2022-11\/russland-ukraine-krieg-cherson-rueckzug\" rel=\"nofollow\">Zuvor hatten Tausende russische Soldaten<\/a> das Westufer des Flusses Dnipro, an dem die Stadt liegt, verlassen \u2013 solange die Antoniwkabr\u00fccke noch stand, die in den Vorwochen vom ukrainischen Milit\u00e4r schwer beschossen worden war.\u00a0\n<\/p>\n<p>In den vergangenen Tagen geriet in Cherson erneut eine Br\u00fccke wiederholt unter Beschuss. Jedoch keine, die Cherson mit den russisch besetzten Gebieten \u00f6stlich des Flusses verbindet, sondern eine Br\u00fccke innerhalb der Stadt. Sie ist die einzige mit Autos befahrbare Verbindung zwischen dem Stadtteil Korabel im S\u00fcden Chersons und dem Rest der Stadt. F\u00fcr die weniger als 2.000 Menschen, die im Korabel-Bezirk leben \u2013 der auch Ostriw, &#8222;Insel&#8220; genannt wird \u2013 ist sie zugleich die einzige Verbindung zur restlichen freien Ukraine.\u00a0\n<\/p>\n<p>Am Samstag verbreiteten russische Milit\u00e4rblogger von Drohnen aufgenommene Videos, die gewaltige Explosionen in Korabel sowie auf ebenjene Br\u00fccke zeigten. Die Regionalverwaltung Chersons <a href=\"https:\/\/t.me\/olexandrprokudin\/9713\" rel=\"nofollow\">ver\u00f6ffentlichte sp\u00e4ter ebenfalls ein Video<\/a>, auf dem ein Einschlagskrater zu sehen ist, der eine Fahrbahn blockiert. <a href=\"https:\/\/t.me\/olexandrprokudin\/9725\" rel=\"nofollow\">Am Sonntag schlugen erneut<\/a> Bomben ein: eine von ihnen auf der Br\u00fccke, eine weitere in Korabel. Russische Milit\u00e4rblogger sprechen von drei Tonnen schweren Gleitbomben, die die Explosionen ausgel\u00f6st haben sollen. Mutma\u00dflich sind die Bomben kleiner \u2013 doch m\u00f6glicherweise immer noch schwer genug, um eine Br\u00fccke zum Einsturz zu bringen.\n<\/p>\n<p>&#8222;Riskieren Sie ihr Leben nicht&#8220;, rief Chersons Gouverneur Oleksandr Prokudin die Bev\u00f6lkerung von Korabel auf, &#8222;fahren sie weg.&#8220; In den vergangenen Tagen sind <a href=\"https:\/\/t.me\/olexandrprokudin\/9739\" rel=\"nofollow\">laut Prokudin<\/a> 400 Menschen in Sicherheit gebracht worden. Falls die Br\u00fccke nach weiteren Angriffen einst\u00fcrzt, warnen \u00f6rtliche Beh\u00f6rden, g\u00e4be es keine M\u00f6glichkeiten zur Evakuierung mehr. Denn so nah an der Front ist die Gefahr allgegenw\u00e4rtig: Von fast 300 Drohnenangriffen t\u00e4glich <a href=\"https:\/\/www.rbc.ua\/rus\/news\/rf-planue-noviy-nastup-herson-silah-oboroni-1754563514.html\" rel=\"nofollow\">berichtet<\/a> die \u00f6rtliche Verwaltung, dreimal mehr als im Fr\u00fchjahr. Medienberichten zufolge war es schon vor den Angriffen auf die Br\u00fccke schwierig, den Bezirk mit Lebensmitteln und Medikamenten zu versorgen. Keine einzige Apotheke sei noch in Betrieb. Dazu: h\u00e4ufige Unterbrechungen der Versorgung mit Strom, W\u00e4rme und Wasser.\u00a0\n<\/p>\n<p>In der Stadt Cherson lebten vor dem Krieg 280.000 Menschen, mehr als ein Viertel der Einwohner der gleichnamigen Region, die derzeit zu drei Vierteln russisch besetzt ist. Jetzt sind es noch 65.000, zwei Drittel davon \u00e4lter als 60 \u2013 eine \u00e4hnliche Entwicklung wie in anderen ukrainischen Frontst\u00e4dten, wo es ebenfalls haupts\u00e4chlich \u00e4ltere Einwohner sind, die bis zuletzt ausharren. Dennoch ist die Situation in Cherson einzigartig: Andere frontnahe Regionalhauptst\u00e4dte wie Saporischschja, Sumy und Charkiw werden auch intensiv beschossen, liegen aber je etwa 30 Kilometer hinter der Front. Cherson hingegen trennt nur die wenige Kilometer breite Dnipro-M\u00fcndung vom russisch besetzten Gebiet.\u00a0\n<\/p>\n<p>Als die Ukraine die Stadt befreite, verlor <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/russland\" rel=\"nofollow\">Russland<\/a><\/span> mit ihr auch das gesamte zuvor eroberte Gebiet westlich des Dnipro. Von dort war in den ersten Kriegstagen ein russischer Vorsto\u00df ins Landesinnere gescheitert. Russlands Pr\u00e4sident Wladimir Putin fordert als Bedingung f\u00fcr ein Kriegsende nicht umsonst die \u00dcbergabe von Cherson. Denn damit st\u00fcnde ihm ein permanenter Br\u00fcckenkopf auf dem Westufer des Dnipro zur Verf\u00fcgung \u2013 Tausende Quadratkilometer Gebiet, von denen aus die westliche Ukraine attackiert werden k\u00f6nnte.\n<\/p>\n<p>Dementsprechend frohlockten russische Milit\u00e4rblogger in den Tagen nach den Angriffen auf die Br\u00fccke nach Korabel: Ihre Armee bereite einen Angriff auf die Stadt selbst vor, Korabel solle von der Versorgung abgeschnitten und sp\u00e4ter von Luftlandeeinheiten eingenommen werden. Die Inseln im Dnipro-Delta, seit Jahren eine graue Zone zwischen den Fronten, w\u00fcrden schlie\u00dflich schon vermehrt angegriffen. Das wiederum best\u00e4tigen auch die ukrainischen Beh\u00f6rden in Cherson: T\u00e4glich komme es zu K\u00e4mpfen auf den Inseln, in den vergangenen Wochen h\u00e4tten sich die Angriffe geh\u00e4uft.\u00a0\n<\/p>\n<p>Eine tats\u00e4chliche Landeoperation der Russen in Cherson bef\u00fcrchten die \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden aber nicht. W\u00fcrde Russland eine Offensive auf die Stadt planen, m\u00fcsste es gr\u00f6\u00dfere Kr\u00e4fte in der N\u00e4he b\u00fcndeln. Derzeit beobachte man nichts dergleichen, sagte der Sprecher Wladislaw Woloschyn vom ukrainischen Milit\u00e4rkommando S\u00fcd\u00a0<a href=\"https:\/\/www.rbc.ua\/rus\/news\/gotue-platsdarm-chi-mertvu-zonu-navishcho-1754246989.html\" rel=\"nofollow\">der Nachrichtenagentur RBK Ukrajina.\u00a0<\/a>Die Beobachtungen der vergangenen Jahre geben Woloschyn recht: Dass die unbemerkte Truppenkonzentration f\u00fcr einen schweren Angriff auf dem von Drohnen permanent beobachteten Schlachtfeld kaum noch m\u00f6glich ist, plagt beide Armeen.\u00a0\n<\/p>\n<p>Die Ukrainer sprechen aus eigener Erfahrung, wenn sie, wie Woloschyn, bestreiten, dass kleine russische Einheiten auf Booten nach Korabel vorsto\u00dfen und dort einen Br\u00fcckenkopf einrichten k\u00f6nnten. Denn mit diesem Versuch ist schon die ukrainische Armee in der Region gescheitert. Zwischen Oktober 2023 und vergangenem Sommer hielt sie am Ostufer des Dnipro, von Cherson aus 40 Kilometer flussaufw\u00e4rts, eine kleine Zone um das Dorf Krynky.\n<\/p>\n<p>Was als Versuch begann, einen Br\u00fcckenkopf zu errichten und die zu dem Zeitpunkt bereits gescheiterte Gegenoffensive in einem schwach befestigten Gebiet wiederzubeleben, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2024-07\/ukraine-lage-krynky-dnipro-abnutzungskrieg-rueckzug-woche\" rel=\"nofollow\">endete in einem Fiasko<\/a>. Mehr als 1.000 ukrainische Soldaten lie\u00dfen bei den Versuchen, sich im flachen, sumpfigen Gel\u00e4nde auf den Dnipro-Inseln und auf dessen Ostufer festzusetzen, ihr Leben. Zwar konnten sie monatelang einen viel gr\u00f6\u00dferen russischen Heeresverband binden und somit dessen Teilnahme an K\u00e4mpfen in anderen Frontgebieten verhindern, doch der Preis daf\u00fcr war hoch. Die Erfahrung von Krynky best\u00e4tigt, dass die \u00dcberquerung des Dnipro auf Booten gef\u00e4hrlich und wenig aussichtsreich ist. Weder der ukrainischen noch der russischen Armee ist das in mehr als drei Jahren Krieg gelungen.\n<\/p>\n<p>Den Beschuss des Korabel-Bezirks erkl\u00e4ren die \u00f6rtlichen Beh\u00f6rden daher mit der Lage des Stadtteils. Direkt am Dniproufer bietet er, mit mehreren Wohnhochh\u00e4usern, potenziellen Schutz f\u00fcr ukrainische Soldaten, die sich von dort aus gegen die Angreifer vom Ostufer wehren k\u00f6nnten. Es sei nicht \u00fcberraschend, dass Russland dort eine &#8222;tote Zone&#8220; einrichten wolle, wo keine als Stellung nutzbaren Bauten mehr st\u00fcnden, sagt Milit\u00e4rsprecher Woloschyn. Nichts anderes geschehe an anderen Teilen des westlichen Dniproufers \u2013 wie auch entlang der gesamten Frontlinie: Alles in einer Tiefe von bis zu sieben Kilometern hinter der Front werde zerst\u00f6rt. Evakuierungen entlang des Dniproufers hatte die Ukraine bereits im Juli angeordnet, eine Woche vor den Angriffen auf die Br\u00fccke.\n<\/p>\n<p>F\u00fcr die Einwohner Chersons sind die Angriffe vor allem die Fortf\u00fchrung <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2023-01\/cherson-beschuss-russland-ukraine-krieg\" rel=\"nofollow\">des Terrors, dem sie seit der Befreiung der Stadt ohnehin permanent ausgesetzt sind<\/a>. Schon kurz nach ihrem R\u00fcckzug aus Cherson hatten die russischen Truppen begonnen, die Stadt, die sie noch kurz zuvor f\u00fcr russisch erkl\u00e4rt hatten, mit Artillerie zu bombardieren. Ab dem vergangenen Sommer kamen Drohnenangriffe dazu \u2013 mit kleinen First-Person-View (FPV)-Drohnen, wie sie an der Front gegen Soldaten eingesetzt werden. In Cherson aber attackieren sie regelm\u00e4\u00dfig Zivilisten, in Bussen, in Autos, auf Fahrr\u00e4dern. Die Vereinten Nationen widmeten dem von einigen Einwohnern &#8222;Menschensafari&#8220; genannten wahllosen Attacken auf Zivilisten vor wenigen Monaten <a href=\"https:\/\/www.ohchr.org\/sites\/default\/files\/documents\/hrbodies\/hrcouncil\/coiukraine\/a-hrc-59-crp2-en.pdf\" rel=\"nofollow\">einen separaten Bericht<\/a>\u00a0(PDF), in dem sie den Angreifern Verbrechen gegen die Menschlichkeit vorwerfen, mit mehr als 150 Toten und Hunderten Verletzten in der Stadt und um sie herum.\n<\/p>\n<p>Letzteres verbirgt die Propaganda der Angreifer kaum. Vor allem in einem russischen Telegramkanal mit mehr als 50.000 Followern, der t\u00e4glich \u00fcber Angriffe in der Region berichtet und sie bewirbt, wird den Einwohnern der befreiten Gro\u00dfstadt unverhohlen\u00a0&#8222;Jagd&#8220; auf sie angedroht. Zwei S\u00e4tze, die in den Mitteilungen auf dem Kanal in den vergangenen Tagen immer wieder auftauchten: &#8222;Jegliche Bewegung von Autos wird als legitimes Ziel verstanden. Jedes Objekt der kritischen Infrastruktur ist ein legitimes Ziel.&#8220;\u00a0\n<\/p>\n<hr\/>\n<hr\/>\n<h2>Die wichtigsten Meldungen: Trump-Putin-Gipfel und Russlands Defizit<\/h2>\n<p><strong>USA und Russland:\u00a0<\/strong>US-Pr\u00e4sident Donald Trump und <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/wladimir-putin\" rel=\"nofollow\">Wladimir Putin<\/a><\/span> wollen sich pers\u00f6nlich treffen. Bereits in der <strong>kommenden Woche<\/strong>\u00a0soll es laut russischen und US-amerikanischen Angaben so weit sein, m\u00f6glicherweise in einem arabischen Staat. Der ukrainische Pr\u00e4sident <strong>Wolodymyr Selenskyj wird aber nicht dabei sein:<\/strong> Daf\u00fcr seien die &#8222;Voraussetzungen&#8220; nicht erf\u00fcllt, sagte Putin kurz nach Bekanntwerden des geplanten Treffens mit Trump. Selenskyj einzubeziehen, hatte russischen Angaben zufolge <strong>Trumps Gesandter Steve Witkoff <\/strong>bei seinem Moskau-Besuch am Mittwoch vorgeschlagen \u2013 offensichtlich erfolglos.\n<\/p>\n<p>Der russische Pr\u00e4sident d\u00fcrfte vor allem hoffen, die von <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/donald-trump\" rel=\"nofollow\">Trump<\/a><\/span> gesetzte <strong>Frist,<\/strong> ehe der US-Pr\u00e4sident <strong>h\u00e4rtere Sanktionen <\/strong>verh\u00e4ngen will, <strong>zu verl\u00e4ngern.<\/strong><br \/>\n Wom\u00f6glich ist ihm das schon durch die Ank\u00fcndigung des Treffens<br \/>\ngelungen: Die Frist, ab der Trump urspr\u00fcnglich hohe Z\u00f6lle gegen<br \/>\nImporteure russischen \u00d6ls verh\u00e4ngen wollte,<strong> l\u00e4uft an diesem Freitag ab.<\/strong>\n<\/p>\n<p><strong>Russische Finanzen:\u00a0<\/strong>Der russische Staatshaushalt hat ein deutlich <strong>gr\u00f6\u00dferes Defizit <\/strong>als die Haushaltspl\u00e4ne der Regierung es vorsahen. Seit Jahresbeginn habe der Staat bereits knapp <strong>53 Milliarden Euro <\/strong>mehr ausgegeben als er einnahm, <a href=\"https:\/\/tass.ru\/ekonomika\/24729441\" rel=\"nofollow\">teilte das Finanzministerium in Moskau mit<\/a>. W\u00e4hrend die Einnahmen gegen\u00fcber dem Vorjahreszeitraum um knapp drei Prozent gestiegen seien, waren die Ausgaben um fast 21 Prozent h\u00f6her.\u00a0\n<\/p>\n<p>Urspr\u00fcnglich war f\u00fcr dieses Jahr ein Defizit von 41 Milliarden Euro vorgesehen, die Summe ist somit schon nach sieben Monaten<strong> um ein Viertel \u00fcberschritten. <\/strong>Das Finanzministerium gibt als wichtigste Ursache<strong> niedrigere Einnahmen aus Energieexporten<\/strong> an. So hatte Russland im Juni knapp <strong>600 Millionen Euro t\u00e4glich<\/strong> mit dem Export von \u00d6l, Gas und Kohle eingenommen \u2013 <a href=\"https:\/\/energyandcleanair.org\/june-2025-monthly-analysis-of-russian-fossil-fuel-exports-and-sanctions\/\" rel=\"nofollow\">etwa <strong>halb so viel wie 2022<\/strong><\/a><strong>.<\/strong>\n<\/p>\n<hr\/>\n<h2>Das Zitat: Vertrauen in Selenskyj gesunken<\/h2>\n<p>Die <strong>Entmachtung der unabh\u00e4ngigen ukrainischen Antikorruptionsbeh\u00f6rden <\/strong>Ende Juli hat zu den ersten gr\u00f6\u00dferen Protesten in ukrainischen St\u00e4dten seit Kriegsbeginn gef\u00fchrt. Ein im Eilverfahren verabschiedetes Gesetz <strong>unterstellte die Antikorruptionsbeh\u00f6rden dem Generalstaatsanwalt,<\/strong> der wiederum direkt von Selenskyj ernannt wird. Zun\u00e4chst verteidigte der Pr\u00e4sident sein Vorgehen, sp\u00e4ter gab er dem Druck aber nach: <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-07\/ukraine-parlament-korruption-gesetz-wolodymyr-selenskyj\" rel=\"nofollow\">Ein neues Gesetz<\/a> stellte die Unabh\u00e4ngigkeit der Beh\u00f6rden wieder her, <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-08\/ukraine-korruption-behoerde-festnahmen-selenskyj\" rel=\"nofollow\">kurz darauf <strong>nahmen sie mehrere Politiker wegen Korruptionsverdachts fest<\/strong><\/a><strong>.\u00a0<\/strong>\n<\/p>\n<p>Nicht nur auf der Stra\u00dfe schlug sich der Unmut \u00fcber das Vorgehen gegen die Korruptionsw\u00e4chter nieder, sondern <strong>auch in Umfragen.<\/strong> Das Vertrauen in den Pr\u00e4sidenten ist deutlich geschrumpft, wie das Kyjiwer Internationale Institut f\u00fcr Soziologie (KIIS) am Dienstag mitteilte. Demnach geben <strong>58 Prozent <\/strong>der Menschen an, <strong>Selenskyj zu vertrauen <\/strong>\u2013 sieben Prozentpunkte weniger als im Juni, <strong>16 Prozentpunkte weniger als im Mai.\u00a0<\/strong>\n<\/p>\n<p>Unter den Gr\u00fcnden f\u00fcr ihr Misstrauen gaben die Befragten vor allem <strong>zwei Vorw\u00fcrfe <\/strong>gegen\u00fcber dem Pr\u00e4sidenten an. <strong>20 Prozent <\/strong>legen ihm eine<strong> unzureichende Vorbereitung auf die russische Invasion<\/strong> zur Last \u2013 seit Langem ein Dauermotiv der Kritik an Selenskyj, der die Gefahr einer Invasion lange heruntergespielt und auf Diplomatie gesetzt hatte. Doch Grund Nummer eins, mit <strong>21 Prozent: Korruption.<\/strong> W\u00e4hrend sich einige Befragte laut KIIS direkt auf den Skandal um die Antikorruptionsbeh\u00f6rden bezogen, gehe es den Menschen vor allem darum, dass viele <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/politik\/ausland\/2025-07\/oleksandr-klymenko-korruption-wolodymyr-selenykyj-behoerden-ukraine\" rel=\"nofollow\">Korruptionsverfahren zwar er\u00f6ffnet w\u00fcrden<\/a>, aber mit milden Strafen endeten. Die Stimmungslage beschrieb das Institut so:\u00a0\n<\/p>\n<hr\/>\n<h2>Waffenlieferungen und Milit\u00e4rhilfen: Ein neuer Mechanismus und Kanonenreparatur<\/h2>\n<ul>\n<li>Die <strong>Niederlande<\/strong> haben als erster Staat mit einer Summe von 480 Millionen Euro einen Beitrag f\u00fcr den neuen Zahlungsmechanismus der Nato f\u00fcr Waffenlieferungen an die Ukraine geleistet. Im Rahmen <a href=\"https:\/\/www.nato.int\/cps\/en\/natohq\/news_237128.htm\" rel=\"nofollow\">des sogenannten Purl-Programms<\/a> () soll das Geld in die Beschaffung von Munition flie\u00dfen. So sollen k\u00fcnftig <strong>Waffenlieferungen der USA von europ\u00e4ischen L\u00e4ndern bezahlt <\/strong>werden.\u00a0<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<a href=\"https:\/\/www.fmn.dk\/en\/news\/2025\/denmark-together-with-sweden-and-norway-will-support-the-new-initiative-to-secure-highly-prioritized-american-weapons-for-ukraine-through-nato\/\" rel=\"nofollow\">Ein zweites Paket<\/a> von ebenfalls <strong>480 Millionen Euro<\/strong> wird von <strong>Norwegen, D\u00e4nemark und Schweden <\/strong>finanziert. Zuvor hatten die skandinavischen L\u00e4nder angek\u00fcndigt, die ukrainische <strong>Luftverteidigung<\/strong> st\u00e4rken zu wollen.<\/li>\n<\/ul>\n<ul>\n<li>\n<a href=\"https:\/\/www.dsca.mil\/Press-Media\/Major-Arms-Sales\/Article-Display\/Article\/4266194\/ukraine-equipment-repair-services-and-sustainment-support-for-m777-howitzers\" rel=\"nofollow\">Das <strong>US-Au\u00dfenministerium <\/strong>hat<\/a> einen Auftrag im Umfang von <strong>100 Millionen Dollar <\/strong>an das Unternehmen BAE Systems vergeben, das <strong>Haubitzen des Typs M777<\/strong> f\u00fcr die ukrainische Armee reparieren soll. Die Ukraine hat seit Kriegsbeginn etwa 200 solcher Artilleriesysteme, haupts\u00e4chlich von den USA erhalten. <strong>Weitere 100 Millionen Dollar <\/strong>sollen in <strong>Ausbildung und Logistik <\/strong>flie\u00dfen.<\/li>\n<\/ul>\n<p>\n<\/p>\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Am 11. November 2022 begr\u00fc\u00dften jubelnde Menschen in der s\u00fcdukrainischen Gro\u00dfstadt Cherson Soldaten, die in ihre Stadt einr\u00fcckten. Die einzige Regionalhauptstadt in der Ukraine, die Russland seit Beginn der Invasion erobern konnte, wurde an diesem Tag wieder befreit. Zuvor hatten Tausende russische Soldaten das Westufer des Flusses Dnipro, an dem die Stadt liegt, verlassen \u2013<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":263172,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[116],"tags":[],"class_list":["post-263171","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-war-chronicles-de"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v22.9 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Bomben am Ufer des Dnipro - vof-news.eu<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Am 11. 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