{"id":263064,"date":"2025-08-08T13:26:09","date_gmt":"2025-08-08T10:26:09","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/umweltschutzer-wollen-keine-deutsche-olympiabewerbung\/"},"modified":"2025-08-08T13:26:29","modified_gmt":"2025-08-08T10:26:29","slug":"umweltschutzer-wollen-keine-deutsche-olympiabewerbung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/umweltschutzer-wollen-keine-deutsche-olympiabewerbung\/","title":{"rendered":"Umweltsch\u00fctzer wollen keine deutsche Olympiabewerbung"},"content":{"rendered":"<p>Vier Landesverb\u00e4nde der Umweltorganisation BUND lehnen eine deutsche Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ab. In einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung vom Freitag schreiben die Landesverb\u00e4nde Hamburg, Berlin, M\u00fcnchen und Rhein-Ruhr: \u201eEgal, wo Olympische oder Paralympische Sommerspiele 2036, 2040 oder auch 2044 stattfinden w\u00fcrden, falls sich eine deutsche Bewerbung international durchsetzt: Die Folgen f\u00fcr Mensch und Natur, f\u00fcr Klima, Stadtentwicklung, Wohnungsmarkt, Verkehr und andere Bereiche w\u00e4ren gr\u00f6\u00dftenteils negativ. Das lassen die Erfahrungen fr\u00fcherer Ausrichter-St\u00e4dte klar erwarten.\u201c <\/p>\n<p>Die vier Landesverb\u00e4nde \u201elehnen alle Kandidaturen im laufenden Wettbewerb ab, widersetzen sich einer Standort-Logik und arbeiten zusammen daran, die Bev\u00f6lkerung \u00fcber die tats\u00e4chlichen Folgen hinter der bunten Werbung zu informieren\u201c. <\/p>\n<p>In der Hamburgischen B\u00fcrgerschaft unterst\u00fctzen die Regierungsfraktionen von SPD und Gr\u00fcnen eine neue Olympiakampagne ebenso wie die CDU. Die Linkspartei und die AfD sind dagegen, dass sich Hamburg einmal mehr auf eine Bewerbung vorbereitet. Bei einem Volksentscheid war eine Hamburger Olympiabewerbung Ende 2015 von einer knappen Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger abgelehnt worden. <\/p>\n<p>Gem\u00e4\u00df dem damaligen Konzept sollte der \u00f6stliche Hafenbereich zum zentralen Austragungsort Olympischer und Paralympischer Spiele umgebaut werden. Das neue Hamburger Konzept ist zwar teuer, aber weniger komplex als das vormalige. Es sieht vor allem den Neubau eines Olympiastadions mit 60.000 Pl\u00e4tzen im Volkspark vor. Diese Multifunktionsarena w\u00fcrde nach den Spielen das Volksparkstadion als Heimarena des HSV und f\u00fcr andere Fu\u00dfballspiele ersetzen. Eine Reihe von Wettbewerben w\u00fcrden zudem in der Hamburger Innenstadt ausgetragen werden, der Triathlon etwa an der Alster.<\/p>\n<p>Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will im Dezember ein Konzept f\u00fcr das weitere Vorgehen der m\u00f6glichen deutschen Bewerberregionen vorlegen. Verbunden sein wird dies mit Referenden in den jeweiligen Bundesl\u00e4ndern im Jahr 2026. In Hamburg  w\u00fcrde dann wohl im Fr\u00fchjahr 2026 \u00fcber einen neuen Anlauf zur Austragung Olympischer Spiele abgestimmt werden. Der DOSB wiederum will die deutsche Bewerberregion im Herbst 2026 ausw\u00e4hlen. Hamburg w\u00fcrde im Falle einer Bewerbung mit Kiel kooperieren, wo die Segelwettbewerbe stattfinden sollen, aber auch andere Wettk\u00e4mpfe wie das Olympische Handballturnier.<\/p>\n<p>Die BUND-Landesverb\u00e4nde hingegen erwarten f\u00fcr den Fall einer Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele an den m\u00f6glichen deutschen Standorten mehr Schaden als Nutzen f\u00fcr das Gemeinwesen. \u201eDas Hamburger Olympia-Konzept pr\u00e4sentiert sich als besonders nachhaltig, weist jedoch erhebliche \u00f6kologische und soziale Risiken auf\u201c, sagt Sabine Sommer, Landesvorsitzende BUND Hamburg. \u201eDas versprochene ,Green Olympia\u2018 bleibt Wunschdenken, nicht nur beim geplanten Hyperloop nach Kiel mit seiner unerprobten Technologie mit unklarem \u00f6kologischem Fu\u00dfabdruck und fraglicher Realisierbarkeit. Der zus\u00e4tzliche Fl\u00e4chenverbrauch nicht allein f\u00fcr Sportst\u00e4tten, sondern auch f\u00fcr Parkpl\u00e4tze, Sicherheitszonen und Medienzentren, die unklare Klimabilanz, das Risiko von Kostenexplosionen und m\u00f6gliche Verdr\u00e4ngungseffekte \u2013 das alles steht im Widerspruch zu den Zielen einer nachhaltigen Stadtentwicklung.\u201c<\/p>\n<p> Gabi Jung, Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin BUND Berlin, sagt: \u201eBerlin ist seit Langem \u00fcberfordert, seine Infrastruktur in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Es fehlt das Geld, es fehlen die Verwaltungsressourcen und Strukturen daf\u00fcr. Das wird absehbar so bleiben. Sich in so einer Situation noch Gro\u00dfveranstaltungen wie Olympische Spiele ans Bein zu binden ist das Letzte, was die Stadt braucht. Denn in der Folge m\u00fcssten Mittel in Milliardenh\u00f6he in das Projekt gesteckt werden, was die Not in anderen Bereichen noch vergr\u00f6\u00dfern w\u00fcrde.\u201c <\/p>\n<p><b><em> Olaf Preu\u00df ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG f\u00fcr Hamburg und Norddeutschland.<\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vier Landesverb\u00e4nde der Umweltorganisation BUND lehnen eine deutsche Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ab. 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Die Linkspartei und die AfD sind dagegen, dass sich Hamburg einmal mehr auf eine Bewerbung vorbereitet. Bei einem Volksentscheid war eine Hamburger Olympiabewerbung Ende 2015 von einer knappen Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger abgelehnt worden. Gem\u00e4\u00df dem damaligen Konzept sollte der \u00f6stliche Hafenbereich zum zentralen Austragungsort Olympischer und Paralympischer Spiele umgebaut werden. Das neue Hamburger Konzept ist zwar teuer, aber weniger komplex als das vormalige. Es sieht vor allem den Neubau eines Olympiastadions mit 60.000 Pl\u00e4tzen im Volkspark vor. Diese Multifunktionsarena w\u00fcrde nach den Spielen das Volksparkstadion als Heimarena des HSV und f\u00fcr andere Fu\u00dfballspiele ersetzen. 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Die Linkspartei und die AfD sind dagegen, dass sich Hamburg einmal mehr auf eine Bewerbung vorbereitet. Bei einem Volksentscheid war eine Hamburger Olympiabewerbung Ende 2015 von einer knappen Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger abgelehnt worden. Gem\u00e4\u00df dem damaligen Konzept sollte der \u00f6stliche Hafenbereich zum zentralen Austragungsort Olympischer und Paralympischer Spiele umgebaut werden. Das neue Hamburger Konzept ist zwar teuer, aber weniger komplex als das vormalige. Es sieht vor allem den Neubau eines Olympiastadions mit 60.000 Pl\u00e4tzen im Volkspark vor. Diese Multifunktionsarena w\u00fcrde nach den Spielen das Volksparkstadion als Heimarena des HSV und f\u00fcr andere Fu\u00dfballspiele ersetzen. Eine Reihe von Wettbewerben w\u00fcrden zudem in der Hamburger Innenstadt ausgetragen werden, der Triathlon etwa an der Alster.Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will im Dezember ein Konzept f\u00fcr das weitere Vorgehen der m\u00f6glichen deutschen Bewerberregionen vorlegen. Verbunden sein wird dies mit Referenden in den jeweiligen Bundesl\u00e4ndern im Jahr 2026. In Hamburg w\u00fcrde dann wohl im Fr\u00fchjahr 2026 \u00fcber einen neuen Anlauf zur Austragung Olympischer Spiele abgestimmt werden. Der DOSB wiederum will die deutsche Bewerberregion im Herbst 2026 ausw\u00e4hlen. 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In einer gemeinsamen Erkl\u00e4rung vom Freitag schreiben die Landesverb\u00e4nde Hamburg, Berlin, M\u00fcnchen und Rhein-Ruhr: \u201eEgal, wo Olympische oder Paralympische Sommerspiele 2036, 2040 oder auch 2044 stattfinden w\u00fcrden, falls sich eine deutsche Bewerbung international durchsetzt: Die Folgen f\u00fcr Mensch und Natur, f\u00fcr Klima, Stadtentwicklung, Wohnungsmarkt, Verkehr und andere Bereiche w\u00e4ren gr\u00f6\u00dftenteils negativ. Das lassen die Erfahrungen fr\u00fcherer Ausrichter-St\u00e4dte klar erwarten.\u201c Die vier Landesverb\u00e4nde \u201elehnen alle Kandidaturen im laufenden Wettbewerb ab, widersetzen sich einer Standort-Logik und arbeiten zusammen daran, die Bev\u00f6lkerung \u00fcber die tats\u00e4chlichen Folgen hinter der bunten Werbung zu informieren\u201c. In der Hamburgischen B\u00fcrgerschaft unterst\u00fctzen die Regierungsfraktionen von SPD und Gr\u00fcnen eine neue Olympiakampagne ebenso wie die CDU. Die Linkspartei und die AfD sind dagegen, dass sich Hamburg einmal mehr auf eine Bewerbung vorbereitet. Bei einem Volksentscheid war eine Hamburger Olympiabewerbung Ende 2015 von einer knappen Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger abgelehnt worden. Gem\u00e4\u00df dem damaligen Konzept sollte der \u00f6stliche Hafenbereich zum zentralen Austragungsort Olympischer und Paralympischer Spiele umgebaut werden. Das neue Hamburger Konzept ist zwar teuer, aber weniger komplex als das vormalige. Es sieht vor allem den Neubau eines Olympiastadions mit 60.000 Pl\u00e4tzen im Volkspark vor. Diese Multifunktionsarena w\u00fcrde nach den Spielen das Volksparkstadion als Heimarena des HSV und f\u00fcr andere Fu\u00dfballspiele ersetzen. Eine Reihe von Wettbewerben w\u00fcrden zudem in der Hamburger Innenstadt ausgetragen werden, der Triathlon etwa an der Alster.Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will im Dezember ein Konzept f\u00fcr das weitere Vorgehen der m\u00f6glichen deutschen Bewerberregionen vorlegen. Verbunden sein wird dies mit Referenden in den jeweiligen Bundesl\u00e4ndern im Jahr 2026. In Hamburg w\u00fcrde dann wohl im Fr\u00fchjahr 2026 \u00fcber einen neuen Anlauf zur Austragung Olympischer Spiele abgestimmt werden. Der DOSB wiederum will die deutsche Bewerberregion im Herbst 2026 ausw\u00e4hlen. Hamburg w\u00fcrde im Falle einer Bewerbung mit Kiel kooperieren, wo die Segelwettbewerbe stattfinden sollen, aber auch andere Wettk\u00e4mpfe wie das Olympische Handballturnier.Die BUND-Landesverb\u00e4nde hingegen erwarten f\u00fcr den Fall einer Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele an den m\u00f6glichen deutschen Standorten mehr Schaden als Nutzen f\u00fcr das Gemeinwesen. \u201eDas Hamburger Olympia-Konzept pr\u00e4sentiert sich als besonders nachhaltig, weist jedoch erhebliche \u00f6kologische und soziale Risiken auf\u201c, sagt Sabine Sommer, Landesvorsitzende BUND Hamburg. \u201eDas versprochene ,Green Olympia\u2018 bleibt Wunschdenken, nicht nur beim geplanten Hyperloop nach Kiel mit seiner unerprobten Technologie mit unklarem \u00f6kologischem Fu\u00dfabdruck und fraglicher Realisierbarkeit. Der zus\u00e4tzliche Fl\u00e4chenverbrauch nicht allein f\u00fcr Sportst\u00e4tten, sondern auch f\u00fcr Parkpl\u00e4tze, Sicherheitszonen und Medienzentren, die unklare Klimabilanz, das Risiko von Kostenexplosionen und m\u00f6gliche Verdr\u00e4ngungseffekte \u2013 das alles steht im Widerspruch zu den Zielen einer nachhaltigen Stadtentwicklung.\u201c Gabi Jung, Landesgesch\u00e4ftsf\u00fchrerin BUND Berlin, sagt: \u201eBerlin ist seit Langem \u00fcberfordert, seine Infrastruktur in einen ordentlichen Zustand zu versetzen. Es fehlt das Geld, es fehlen die Verwaltungsressourcen und Strukturen daf\u00fcr. Das wird absehbar so bleiben. Sich in so einer Situation noch Gro\u00dfveranstaltungen wie Olympische Spiele ans Bein zu binden ist das Letzte, was die Stadt braucht. Denn in der Folge m\u00fcssten Mittel in Milliardenh\u00f6he in das Projekt gesteckt werden, was die Not in anderen Bereichen noch vergr\u00f6\u00dfern w\u00fcrde.\u201c Olaf Preu\u00df ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG f\u00fcr Hamburg und Norddeutschland.","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Umweltsch\u00fctzer wollen keine deutsche Olympiabewerbung - vof-news.eu","og_description":"Vier Landesverb\u00e4nde der Umweltorganisation BUND lehnen eine deutsche Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ab. 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Die Linkspartei und die AfD sind dagegen, dass sich Hamburg einmal mehr auf eine Bewerbung vorbereitet. Bei einem Volksentscheid war eine Hamburger Olympiabewerbung Ende 2015 von einer knappen Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger abgelehnt worden. Gem\u00e4\u00df dem damaligen Konzept sollte der \u00f6stliche Hafenbereich zum zentralen Austragungsort Olympischer und Paralympischer Spiele umgebaut werden. Das neue Hamburger Konzept ist zwar teuer, aber weniger komplex als das vormalige. Es sieht vor allem den Neubau eines Olympiastadions mit 60.000 Pl\u00e4tzen im Volkspark vor. Diese Multifunktionsarena w\u00fcrde nach den Spielen das Volksparkstadion als Heimarena des HSV und f\u00fcr andere Fu\u00dfballspiele ersetzen. Eine Reihe von Wettbewerben w\u00fcrden zudem in der Hamburger Innenstadt ausgetragen werden, der Triathlon etwa an der Alster.Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will im Dezember ein Konzept f\u00fcr das weitere Vorgehen der m\u00f6glichen deutschen Bewerberregionen vorlegen. Verbunden sein wird dies mit Referenden in den jeweiligen Bundesl\u00e4ndern im Jahr 2026. In Hamburg w\u00fcrde dann wohl im Fr\u00fchjahr 2026 \u00fcber einen neuen Anlauf zur Austragung Olympischer Spiele abgestimmt werden. Der DOSB wiederum will die deutsche Bewerberregion im Herbst 2026 ausw\u00e4hlen. Hamburg w\u00fcrde im Falle einer Bewerbung mit Kiel kooperieren, wo die Segelwettbewerbe stattfinden sollen, aber auch andere Wettk\u00e4mpfe wie das Olympische Handballturnier.Die BUND-Landesverb\u00e4nde hingegen erwarten f\u00fcr den Fall einer Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele an den m\u00f6glichen deutschen Standorten mehr Schaden als Nutzen f\u00fcr das Gemeinwesen. \u201eDas Hamburger Olympia-Konzept pr\u00e4sentiert sich als besonders nachhaltig, weist jedoch erhebliche \u00f6kologische und soziale Risiken auf\u201c, sagt Sabine Sommer, Landesvorsitzende BUND Hamburg. \u201eDas versprochene ,Green Olympia\u2018 bleibt Wunschdenken, nicht nur beim geplanten Hyperloop nach Kiel mit seiner unerprobten Technologie mit unklarem \u00f6kologischem Fu\u00dfabdruck und fraglicher Realisierbarkeit. 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Denn in der Folge m\u00fcssten Mittel in Milliardenh\u00f6he in das Projekt gesteckt werden, was die Not in anderen Bereichen noch vergr\u00f6\u00dfern w\u00fcrde.\u201c Olaf Preu\u00df ist Wirtschaftsreporter von WELT und WELT AM SONNTAG f\u00fcr Hamburg und Norddeutschland.","og_url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/umweltschutzer-wollen-keine-deutsche-olympiabewerbung\/","og_site_name":"vof-news.eu","article_published_time":"2025-08-08T10:26:09+00:00","article_modified_time":"2025-08-08T10:26:29+00:00","og_image":[{"width":1200,"height":574,"url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/hamburg-stellt-konzept-fuer-olympia-bewerbung-vor.webp","type":"image\/webp"}],"author":"Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"3\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/umweltschutzer-wollen-keine-deutsche-olympiabewerbung\/","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/umweltschutzer-wollen-keine-deutsche-olympiabewerbung\/","name":"Umweltsch\u00fctzer wollen keine deutsche Olympiabewerbung - vof-news.eu","isPartOf":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/umweltschutzer-wollen-keine-deutsche-olympiabewerbung\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/umweltschutzer-wollen-keine-deutsche-olympiabewerbung\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/hamburg-stellt-konzept-fuer-olympia-bewerbung-vor.webp","datePublished":"2025-08-08T10:26:09+00:00","dateModified":"2025-08-08T10:26:29+00:00","author":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed"},"description":"Vier Landesverb\u00e4nde der Umweltorganisation BUND lehnen eine deutsche Bewerbung um Olympische und Paralympische Spiele ab. 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Die Linkspartei und die AfD sind dagegen, dass sich Hamburg einmal mehr auf eine Bewerbung vorbereitet. Bei einem Volksentscheid war eine Hamburger Olympiabewerbung Ende 2015 von einer knappen Mehrheit der Hamburgerinnen und Hamburger abgelehnt worden. Gem\u00e4\u00df dem damaligen Konzept sollte der \u00f6stliche Hafenbereich zum zentralen Austragungsort Olympischer und Paralympischer Spiele umgebaut werden. Das neue Hamburger Konzept ist zwar teuer, aber weniger komplex als das vormalige. Es sieht vor allem den Neubau eines Olympiastadions mit 60.000 Pl\u00e4tzen im Volkspark vor. Diese Multifunktionsarena w\u00fcrde nach den Spielen das Volksparkstadion als Heimarena des HSV und f\u00fcr andere Fu\u00dfballspiele ersetzen. Eine Reihe von Wettbewerben w\u00fcrden zudem in der Hamburger Innenstadt ausgetragen werden, der Triathlon etwa an der Alster.Der Deutsche Olympische Sportbund (DOSB) will im Dezember ein Konzept f\u00fcr das weitere Vorgehen der m\u00f6glichen deutschen Bewerberregionen vorlegen. Verbunden sein wird dies mit Referenden in den jeweiligen Bundesl\u00e4ndern im Jahr 2026. In Hamburg w\u00fcrde dann wohl im Fr\u00fchjahr 2026 \u00fcber einen neuen Anlauf zur Austragung Olympischer Spiele abgestimmt werden. Der DOSB wiederum will die deutsche Bewerberregion im Herbst 2026 ausw\u00e4hlen. Hamburg w\u00fcrde im Falle einer Bewerbung mit Kiel kooperieren, wo die Segelwettbewerbe stattfinden sollen, aber auch andere Wettk\u00e4mpfe wie das Olympische Handballturnier.Die BUND-Landesverb\u00e4nde hingegen erwarten f\u00fcr den Fall einer Austragung Olympischer und Paralympischer Spiele an den m\u00f6glichen deutschen Standorten mehr Schaden als Nutzen f\u00fcr das Gemeinwesen. \u201eDas Hamburger Olympia-Konzept pr\u00e4sentiert sich als besonders nachhaltig, weist jedoch erhebliche \u00f6kologische und soziale Risiken auf\u201c, sagt Sabine Sommer, Landesvorsitzende BUND Hamburg. \u201eDas versprochene ,Green Olympia\u2018 bleibt Wunschdenken, nicht nur beim geplanten Hyperloop nach Kiel mit seiner unerprobten Technologie mit unklarem \u00f6kologischem Fu\u00dfabdruck und fraglicher Realisierbarkeit. 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