{"id":262841,"date":"2025-08-07T19:26:09","date_gmt":"2025-08-07T16:26:09","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/plotzlich-wieder-hoffnung-fur-werk-in-deutschland-us-konzern-will-northvolt-ubernehmen\/"},"modified":"2025-08-07T19:26:32","modified_gmt":"2025-08-07T16:26:32","slug":"plotzlich-wieder-hoffnung-fur-werk-in-deutschland-us-konzern-will-northvolt-ubernehmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/plotzlich-wieder-hoffnung-fur-werk-in-deutschland-us-konzern-will-northvolt-ubernehmen\/","title":{"rendered":"Pl\u00f6tzlich wieder Hoffnung f\u00fcr Werk in Deutschland \u2013 US-Konzern will Northvolt \u00fcbernehmen"},"content":{"rendered":"<p>Das US-Unternehmen Lyten will alle verbliebenen Standorte des insolventen<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/northvolt\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/northvolt\/\"> schwedischen Batterieherstellers Northvolt <\/a>\u00fcbernehmen. Darunter ist auch die im Bau befindliche Fabrik bei Heide in Schleswig-Holstein. Das k\u00fcndigte der im kalifornischen San Jose ans\u00e4ssige Batterietechnik-Spezialist am Donnerstag an, ohne Angaben zum finanziellen Rahmen der Vereinbarung zu machen.<\/p>\n<p>Lyten hatte sich bereits im November 2024 ein gro\u00dfes Northvolt-Werk in Kalifornien gesichert. Vor rund einem Monat hatte das Unternehmen aus dem Silicon Valley zudem verk\u00fcndet, das gro\u00dfe Werk der Schweden im polnischen Danzig zu \u00fcbernehmen.<\/p>\n<p>Nun habe man eine verbindliche Vereinbarung zum Erwerb der Northvolt-Stammfabrik samt Expansionswerk im schwedischen Skellefte\u00e5, des Entwicklungszentrums Northvolt Labs in V\u00e4ster\u00e5s, der geplanten Fabrik Northvolt Drei bei Heide sowie s\u00e4mtlichen geistigen Eigentums abgeschlossen, teilte Lyten mit. Diese Verm\u00f6genswerte seien zuvor auf insgesamt f\u00fcnf Milliarden Dollar (4,3 Mrd. Euro) gesch\u00e4tzt worden. Der Betrieb an den beiden schwedischen Standorten werde nach dem Abschluss der Transaktion wiederaufgenommen.<\/p>\n<p>Bis dahin d\u00fcrften noch Monate vergehen: Lyten rechnet damit, die \u00dcbernahmen im vierten Quartal abzuschlie\u00dfen, nachdem alle erforderlichen beh\u00f6rdlichen Genehmigungsprozesse in Schweden, Deutschland und der EU durchlaufen wurden.<\/p>\n<p>Hinsichtlich der Fabrik bei Heide arbeite man mit Northvolt und der Bundesregierung daran, an dem Programm festzuhalten, eine Batterieproduktionsanlage mit einer Anfangskapazit\u00e4t von 15 Gigawattstunden zu errichten. Dabei geht es sicher auch um einst Northvolt zugesicherte F\u00f6rdermittel.<\/p>\n<p>Schleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther (CDU) nannte den Vorvertrag eine erfreuliche Nachricht. \u201eBis zum endg\u00fcltigen Abschluss, dem Closing, m\u00fcssen allerdings noch einige H\u00fcrden genommen, insbesondere Einzelheiten und Vollzugsbedingungen in Schweden und Deutschland gekl\u00e4rt werden.\u201c Das werde voraussichtlich einige Wochen bis Monate dauern.<\/p>\n<h3>Einst galt Northvolt als Branchenhoffnung<\/h3>\n<p>Northvolt galt als Hersteller von Batterien f\u00fcr E-Autos lange Zeit als gro\u00dfe Hoffnung der europ\u00e4ischen Automobilbranche. Die Schweden expandierten, mussten jedoch immer wieder neue R\u00fcckschl\u00e4ge wie den R\u00fcckzug eines Milliardenauftrags f\u00fcr Batteriezellen durch den Autobauer BMW verkraften und mit immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Schulden ringen.<\/p>\n<p>Vor knapp einem Jahr zog das Unternehmen in Schweden dann die erste Rei\u00dfleine, indem es die Entlassung von sch\u00e4tzungsweise 1.600 Besch\u00e4ftigten in Schweden ank\u00fcndigte und gleichzeitig diverse Expansionspl\u00e4ne auf Eis legte. Im November beantragte das Unternehmen Gl\u00e4ubigerschutz in den USA und hoffte auf ein erfolgreiches Restrukturierungsverfahren.<\/p>\n<p>Auch das half nicht: Wegen anhaltender Finanzierungsprobleme stellte <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article255671606\/Northvolt-meldet-in-Schweden-Insolvenz-an-Bauarbeiten-in-Heide-sollen-weitergehen.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article255671606\/Northvolt-meldet-in-Schweden-Insolvenz-an-Bauarbeiten-in-Heide-sollen-weitergehen.html\">Northvolt Mitte M\u00e4rz Insolvenzantrag <\/a>f\u00fcr den Betrieb in Schweden. Unklar blieb bis zuletzt, wie es mit geplanten Gigafabrik bei Heide weitergehen sollte. Das deutsche Tochterunternehmen Northvolt Germany ist zwar eine eigenst\u00e4ndige Gesellschaft, als Teil des insolventen Mutterkonzerns aber indirekt von dem Verfahren betroffen.<\/p>\n<h3>Was passiert mit deutschem Steuergeld?<\/h3>\n<p>Als im M\u00e4rz 2024 mit dem Bau in Schleswig-Holstein begonnen wurde, waren die Hoffnungen in der strukturschwachen Region gro\u00df. Zum symbolischen Baustart f\u00fcr das 4,5-Milliarden-Euro-Projekt kamen auch der damalige Kanzler Olaf Scholz (SPD) und der damalige Vize-Kanzler Robert Habeck (Gr\u00fcne). Geplant war damals der Bau von Batteriezellen f\u00fcr bis zu einer Million Elektroautos pro Jahr.<\/p>\n<p>Bei der staatlichen F\u00f6rderung droht ein Millionenverlust f\u00fcr den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/steuer\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/steuer\/\">Steuerzahler<\/a>. Northvolt hatte von der staatlichen F\u00f6rderbank KfW f\u00fcr den geplanten Fabrikbau bei Heide \u00fcber eine Wandelanleihe rund 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land b\u00fcrgten daf\u00fcr die Wandelanleihe jeweils zur H\u00e4lfte. Hinzu kamen 20 Millionen Euro f\u00fcr Zinsen und Verfahrenskosten. Ein Teil des Geldes soll noch vorhanden sein.<\/p>\n<p>Die EU-Kommission genehmigte Anfang 2024 zudem direkte F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von rund 700 Millionen Euro (137 Millionen Euro vom Land, 564 vom Bund). Dieses Geld wurde bislang nicht ausgezahlt.<\/p>\n<p>Habecks Nachfolgerin <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/katherina-reiche\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/katherina-reiche\/\">Katherina Reiche (CDU)<\/a> kritisierte Entscheidungen ihres Vorg\u00e4ngers \u00fcber eine staatliche F\u00f6rderung von Northvolt. Ende Juni erkl\u00e4rte sie bei einer Regierungsbefragung im Bundestag, die Investitionsentscheidung sei mit guter Absicht getroffen worden &#8211; <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article256305114\/Wegen-Northvolt-Reiche-kritisiert-Entscheidungen-Habecks.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/regionales\/hamburg\/article256305114\/Wegen-Northvolt-Reiche-kritisiert-Entscheidungen-Habecks.html\">habe sich aber als \u201efehlerhaft\u201c erwiesen.<\/a><\/p>\n<p>Der Bund und Schleswig-Holstein entschieden sich auf Grundlage eines Gutachtens des Beratungsunternehmens PwC f\u00fcr die F\u00f6rderung. Aus dem Dokument geht hervor, dass die Pr\u00fcfer eine R\u00fcckzahlung der Wandelanleihe inklusive Zinsen f\u00fcr \u201eplausibel\u201c hielten. Das Absatzpotenzial f\u00fcr die von Northvolt produzierten Batteriezellen sch\u00e4tzten sie zudem als hoch ein. Allerdings zeigte das Gutachten auch, dass Northvolt auf externe Kapitalgeber angewiesen war, um die Ausgaben zu decken.<\/p>\n<p>\u201eLaut dem Gutachten, das die Bundesregierung in Auftrag gegeben hatte, lag die Ausfallwahrscheinlichkeit bei unter 1 Prozent und die R\u00fcckzahlungswahrscheinlichkeit bei 86 Prozent. Auf dieser belastbaren Grundlage haben wir die Entscheidung getroffen\u201c, sagte G\u00fcnther im Juli der Deutschen Presse-Agentur. Seine Landesregierung musste auf Verlangen der Opposition umfangreiche Akten im Zusammenhang mit der Investitionsentscheidung freigeben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das US-Unternehmen Lyten will alle verbliebenen Standorte des insolventen schwedischen Batterieherstellers Northvolt \u00fcbernehmen. Darunter ist auch die im Bau befindliche Fabrik bei Heide in Schleswig-Holstein. Das k\u00fcndigte der im kalifornischen San Jose ans\u00e4ssige Batterietechnik-Spezialist am Donnerstag an, ohne Angaben zum finanziellen Rahmen der Vereinbarung zu machen. 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Das k\u00fcndigte der im kalifornischen San Jose ans\u00e4ssige Batterietechnik-Spezialist am Donnerstag an, ohne Angaben zum finanziellen Rahmen der Vereinbarung zu machen.Lyten hatte sich bereits im November 2024 ein gro\u00dfes Northvolt-Werk in Kalifornien gesichert. Vor rund einem Monat hatte das Unternehmen aus dem Silicon Valley zudem verk\u00fcndet, das gro\u00dfe Werk der Schweden im polnischen Danzig zu \u00fcbernehmen.Nun habe man eine verbindliche Vereinbarung zum Erwerb der Northvolt-Stammfabrik samt Expansionswerk im schwedischen Skellefte\u00e5, des Entwicklungszentrums Northvolt Labs in V\u00e4ster\u00e5s, der geplanten Fabrik Northvolt Drei bei Heide sowie s\u00e4mtlichen geistigen Eigentums abgeschlossen, teilte Lyten mit. Diese Verm\u00f6genswerte seien zuvor auf insgesamt f\u00fcnf Milliarden Dollar (4,3 Mrd. Euro) gesch\u00e4tzt worden. 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Dabei geht es sicher auch um einst Northvolt zugesicherte F\u00f6rdermittel.Schleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther (CDU) nannte den Vorvertrag eine erfreuliche Nachricht. \u201eBis zum endg\u00fcltigen Abschluss, dem Closing, m\u00fcssen allerdings noch einige H\u00fcrden genommen, insbesondere Einzelheiten und Vollzugsbedingungen in Schweden und Deutschland gekl\u00e4rt werden.\u201c Das werde voraussichtlich einige Wochen bis Monate dauern.Einst galt Northvolt als BranchenhoffnungNorthvolt galt als Hersteller von Batterien f\u00fcr E-Autos lange Zeit als gro\u00dfe Hoffnung der europ\u00e4ischen Automobilbranche. Die Schweden expandierten, mussten jedoch immer wieder neue R\u00fcckschl\u00e4ge wie den R\u00fcckzug eines Milliardenauftrags f\u00fcr Batteriezellen durch den Autobauer BMW verkraften und mit immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Schulden ringen.Vor knapp einem Jahr zog das Unternehmen in Schweden dann die erste Rei\u00dfleine, indem es die Entlassung von sch\u00e4tzungsweise 1.600 Besch\u00e4ftigten in Schweden ank\u00fcndigte und gleichzeitig diverse Expansionspl\u00e4ne auf Eis legte. Im November beantragte das Unternehmen Gl\u00e4ubigerschutz in den USA und hoffte auf ein erfolgreiches Restrukturierungsverfahren.Auch das half nicht: Wegen anhaltender Finanzierungsprobleme stellte Northvolt Mitte M\u00e4rz Insolvenzantrag f\u00fcr den Betrieb in Schweden. Unklar blieb bis zuletzt, wie es mit geplanten Gigafabrik bei Heide weitergehen sollte. Das deutsche Tochterunternehmen Northvolt Germany ist zwar eine eigenst\u00e4ndige Gesellschaft, als Teil des insolventen Mutterkonzerns aber indirekt von dem Verfahren betroffen.Was passiert mit deutschem Steuergeld?Als im M\u00e4rz 2024 mit dem Bau in Schleswig-Holstein begonnen wurde, waren die Hoffnungen in der strukturschwachen Region gro\u00df. Zum symbolischen Baustart f\u00fcr das 4,5-Milliarden-Euro-Projekt kamen auch der damalige Kanzler Olaf Scholz (SPD) und der damalige Vize-Kanzler Robert Habeck (Gr\u00fcne). Geplant war damals der Bau von Batteriezellen f\u00fcr bis zu einer Million Elektroautos pro Jahr.Bei der staatlichen F\u00f6rderung droht ein Millionenverlust f\u00fcr den Steuerzahler. Northvolt hatte von der staatlichen F\u00f6rderbank KfW f\u00fcr den geplanten Fabrikbau bei Heide \u00fcber eine Wandelanleihe rund 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land b\u00fcrgten daf\u00fcr die Wandelanleihe jeweils zur H\u00e4lfte. 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Dabei geht es sicher auch um einst Northvolt zugesicherte F\u00f6rdermittel.Schleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther (CDU) nannte den Vorvertrag eine erfreuliche Nachricht. \u201eBis zum endg\u00fcltigen Abschluss, dem Closing, m\u00fcssen allerdings noch einige H\u00fcrden genommen, insbesondere Einzelheiten und Vollzugsbedingungen in Schweden und Deutschland gekl\u00e4rt werden.\u201c Das werde voraussichtlich einige Wochen bis Monate dauern.Einst galt Northvolt als BranchenhoffnungNorthvolt galt als Hersteller von Batterien f\u00fcr E-Autos lange Zeit als gro\u00dfe Hoffnung der europ\u00e4ischen Automobilbranche. 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Das deutsche Tochterunternehmen Northvolt Germany ist zwar eine eigenst\u00e4ndige Gesellschaft, als Teil des insolventen Mutterkonzerns aber indirekt von dem Verfahren betroffen.Was passiert mit deutschem Steuergeld?Als im M\u00e4rz 2024 mit dem Bau in Schleswig-Holstein begonnen wurde, waren die Hoffnungen in der strukturschwachen Region gro\u00df. Zum symbolischen Baustart f\u00fcr das 4,5-Milliarden-Euro-Projekt kamen auch der damalige Kanzler Olaf Scholz (SPD) und der damalige Vize-Kanzler Robert Habeck (Gr\u00fcne). Geplant war damals der Bau von Batteriezellen f\u00fcr bis zu einer Million Elektroautos pro Jahr.Bei der staatlichen F\u00f6rderung droht ein Millionenverlust f\u00fcr den Steuerzahler. Northvolt hatte von der staatlichen F\u00f6rderbank KfW f\u00fcr den geplanten Fabrikbau bei Heide \u00fcber eine Wandelanleihe rund 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land b\u00fcrgten daf\u00fcr die Wandelanleihe jeweils zur H\u00e4lfte. Hinzu kamen 20 Millionen Euro f\u00fcr Zinsen und Verfahrenskosten. Ein Teil des Geldes soll noch vorhanden sein.Die EU-Kommission genehmigte Anfang 2024 zudem direkte F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von rund 700 Millionen Euro (137 Millionen Euro vom Land, 564 vom Bund). Dieses Geld wurde bislang nicht ausgezahlt.Habecks Nachfolgerin Katherina Reiche (CDU) kritisierte Entscheidungen ihres Vorg\u00e4ngers \u00fcber eine staatliche F\u00f6rderung von Northvolt. Ende Juni erkl\u00e4rte sie bei einer Regierungsbefragung im Bundestag, die Investitionsentscheidung sei mit guter Absicht getroffen worden - habe sich aber als \u201efehlerhaft\u201c erwiesen.Der Bund und Schleswig-Holstein entschieden sich auf Grundlage eines Gutachtens des Beratungsunternehmens PwC f\u00fcr die F\u00f6rderung. Aus dem Dokument geht hervor, dass die Pr\u00fcfer eine R\u00fcckzahlung der Wandelanleihe inklusive Zinsen f\u00fcr \u201eplausibel\u201c hielten. 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Der Betrieb an den beiden schwedischen Standorten werde nach dem Abschluss der Transaktion wiederaufgenommen.Bis dahin d\u00fcrften noch Monate vergehen: Lyten rechnet damit, die \u00dcbernahmen im vierten Quartal abzuschlie\u00dfen, nachdem alle erforderlichen beh\u00f6rdlichen Genehmigungsprozesse in Schweden, Deutschland und der EU durchlaufen wurden.Hinsichtlich der Fabrik bei Heide arbeite man mit Northvolt und der Bundesregierung daran, an dem Programm festzuhalten, eine Batterieproduktionsanlage mit einer Anfangskapazit\u00e4t von 15 Gigawattstunden zu errichten. Dabei geht es sicher auch um einst Northvolt zugesicherte F\u00f6rdermittel.Schleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther (CDU) nannte den Vorvertrag eine erfreuliche Nachricht. \u201eBis zum endg\u00fcltigen Abschluss, dem Closing, m\u00fcssen allerdings noch einige H\u00fcrden genommen, insbesondere Einzelheiten und Vollzugsbedingungen in Schweden und Deutschland gekl\u00e4rt werden.\u201c Das werde voraussichtlich einige Wochen bis Monate dauern.Einst galt Northvolt als BranchenhoffnungNorthvolt galt als Hersteller von Batterien f\u00fcr E-Autos lange Zeit als gro\u00dfe Hoffnung der europ\u00e4ischen Automobilbranche. Die Schweden expandierten, mussten jedoch immer wieder neue R\u00fcckschl\u00e4ge wie den R\u00fcckzug eines Milliardenauftrags f\u00fcr Batteriezellen durch den Autobauer BMW verkraften und mit immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Schulden ringen.Vor knapp einem Jahr zog das Unternehmen in Schweden dann die erste Rei\u00dfleine, indem es die Entlassung von sch\u00e4tzungsweise 1.600 Besch\u00e4ftigten in Schweden ank\u00fcndigte und gleichzeitig diverse Expansionspl\u00e4ne auf Eis legte. Im November beantragte das Unternehmen Gl\u00e4ubigerschutz in den USA und hoffte auf ein erfolgreiches Restrukturierungsverfahren.Auch das half nicht: Wegen anhaltender Finanzierungsprobleme stellte Northvolt Mitte M\u00e4rz Insolvenzantrag f\u00fcr den Betrieb in Schweden. Unklar blieb bis zuletzt, wie es mit geplanten Gigafabrik bei Heide weitergehen sollte. Das deutsche Tochterunternehmen Northvolt Germany ist zwar eine eigenst\u00e4ndige Gesellschaft, als Teil des insolventen Mutterkonzerns aber indirekt von dem Verfahren betroffen.Was passiert mit deutschem Steuergeld?Als im M\u00e4rz 2024 mit dem Bau in Schleswig-Holstein begonnen wurde, waren die Hoffnungen in der strukturschwachen Region gro\u00df. Zum symbolischen Baustart f\u00fcr das 4,5-Milliarden-Euro-Projekt kamen auch der damalige Kanzler Olaf Scholz (SPD) und der damalige Vize-Kanzler Robert Habeck (Gr\u00fcne). Geplant war damals der Bau von Batteriezellen f\u00fcr bis zu einer Million Elektroautos pro Jahr.Bei der staatlichen F\u00f6rderung droht ein Millionenverlust f\u00fcr den Steuerzahler. Northvolt hatte von der staatlichen F\u00f6rderbank KfW f\u00fcr den geplanten Fabrikbau bei Heide \u00fcber eine Wandelanleihe rund 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land b\u00fcrgten daf\u00fcr die Wandelanleihe jeweils zur H\u00e4lfte. 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Darunter ist auch die im Bau befindliche Fabrik bei Heide in Schleswig-Holstein. Das k\u00fcndigte der im kalifornischen San Jose ans\u00e4ssige Batterietechnik-Spezialist am Donnerstag an, ohne Angaben zum finanziellen Rahmen der Vereinbarung zu machen.Lyten hatte sich bereits im November 2024 ein gro\u00dfes Northvolt-Werk in Kalifornien gesichert. Vor rund einem Monat hatte das Unternehmen aus dem Silicon Valley zudem verk\u00fcndet, das gro\u00dfe Werk der Schweden im polnischen Danzig zu \u00fcbernehmen.Nun habe man eine verbindliche Vereinbarung zum Erwerb der Northvolt-Stammfabrik samt Expansionswerk im schwedischen Skellefte\u00e5, des Entwicklungszentrums Northvolt Labs in V\u00e4ster\u00e5s, der geplanten Fabrik Northvolt Drei bei Heide sowie s\u00e4mtlichen geistigen Eigentums abgeschlossen, teilte Lyten mit. Diese Verm\u00f6genswerte seien zuvor auf insgesamt f\u00fcnf Milliarden Dollar (4,3 Mrd. Euro) gesch\u00e4tzt worden. 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Das deutsche Tochterunternehmen Northvolt Germany ist zwar eine eigenst\u00e4ndige Gesellschaft, als Teil des insolventen Mutterkonzerns aber indirekt von dem Verfahren betroffen.Was passiert mit deutschem Steuergeld?Als im M\u00e4rz 2024 mit dem Bau in Schleswig-Holstein begonnen wurde, waren die Hoffnungen in der strukturschwachen Region gro\u00df. Zum symbolischen Baustart f\u00fcr das 4,5-Milliarden-Euro-Projekt kamen auch der damalige Kanzler Olaf Scholz (SPD) und der damalige Vize-Kanzler Robert Habeck (Gr\u00fcne). Geplant war damals der Bau von Batteriezellen f\u00fcr bis zu einer Million Elektroautos pro Jahr.Bei der staatlichen F\u00f6rderung droht ein Millionenverlust f\u00fcr den Steuerzahler. Northvolt hatte von der staatlichen F\u00f6rderbank KfW f\u00fcr den geplanten Fabrikbau bei Heide \u00fcber eine Wandelanleihe rund 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land b\u00fcrgten daf\u00fcr die Wandelanleihe jeweils zur H\u00e4lfte. Hinzu kamen 20 Millionen Euro f\u00fcr Zinsen und Verfahrenskosten. Ein Teil des Geldes soll noch vorhanden sein.Die EU-Kommission genehmigte Anfang 2024 zudem direkte F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von rund 700 Millionen Euro (137 Millionen Euro vom Land, 564 vom Bund). Dieses Geld wurde bislang nicht ausgezahlt.Habecks Nachfolgerin Katherina Reiche (CDU) kritisierte Entscheidungen ihres Vorg\u00e4ngers \u00fcber eine staatliche F\u00f6rderung von Northvolt. Ende Juni erkl\u00e4rte sie bei einer Regierungsbefragung im Bundestag, die Investitionsentscheidung sei mit guter Absicht getroffen worden - habe sich aber als \u201efehlerhaft\u201c erwiesen.Der Bund und Schleswig-Holstein entschieden sich auf Grundlage eines Gutachtens des Beratungsunternehmens PwC f\u00fcr die F\u00f6rderung. Aus dem Dokument geht hervor, dass die Pr\u00fcfer eine R\u00fcckzahlung der Wandelanleihe inklusive Zinsen f\u00fcr \u201eplausibel\u201c hielten. Das Absatzpotenzial f\u00fcr die von Northvolt produzierten Batteriezellen sch\u00e4tzten sie zudem als hoch ein. Allerdings zeigte das Gutachten auch, dass Northvolt auf externe Kapitalgeber angewiesen war, um die Ausgaben zu decken.\u201eLaut dem Gutachten, das die Bundesregierung in Auftrag gegeben hatte, lag die Ausfallwahrscheinlichkeit bei unter 1 Prozent und die R\u00fcckzahlungswahrscheinlichkeit bei 86 Prozent. Auf dieser belastbaren Grundlage haben wir die Entscheidung getroffen\u201c, sagte G\u00fcnther im Juli der Deutschen Presse-Agentur. 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Dabei geht es sicher auch um einst Northvolt zugesicherte F\u00f6rdermittel.Schleswig-Holsteins Ministerpr\u00e4sident Daniel G\u00fcnther (CDU) nannte den Vorvertrag eine erfreuliche Nachricht. \u201eBis zum endg\u00fcltigen Abschluss, dem Closing, m\u00fcssen allerdings noch einige H\u00fcrden genommen, insbesondere Einzelheiten und Vollzugsbedingungen in Schweden und Deutschland gekl\u00e4rt werden.\u201c Das werde voraussichtlich einige Wochen bis Monate dauern.Einst galt Northvolt als BranchenhoffnungNorthvolt galt als Hersteller von Batterien f\u00fcr E-Autos lange Zeit als gro\u00dfe Hoffnung der europ\u00e4ischen Automobilbranche. Die Schweden expandierten, mussten jedoch immer wieder neue R\u00fcckschl\u00e4ge wie den R\u00fcckzug eines Milliardenauftrags f\u00fcr Batteriezellen durch den Autobauer BMW verkraften und mit immer gr\u00f6\u00dfer werdenden Schulden ringen.Vor knapp einem Jahr zog das Unternehmen in Schweden dann die erste Rei\u00dfleine, indem es die Entlassung von sch\u00e4tzungsweise 1.600 Besch\u00e4ftigten in Schweden ank\u00fcndigte und gleichzeitig diverse Expansionspl\u00e4ne auf Eis legte. Im November beantragte das Unternehmen Gl\u00e4ubigerschutz in den USA und hoffte auf ein erfolgreiches Restrukturierungsverfahren.Auch das half nicht: Wegen anhaltender Finanzierungsprobleme stellte Northvolt Mitte M\u00e4rz Insolvenzantrag f\u00fcr den Betrieb in Schweden. Unklar blieb bis zuletzt, wie es mit geplanten Gigafabrik bei Heide weitergehen sollte. Das deutsche Tochterunternehmen Northvolt Germany ist zwar eine eigenst\u00e4ndige Gesellschaft, als Teil des insolventen Mutterkonzerns aber indirekt von dem Verfahren betroffen.Was passiert mit deutschem Steuergeld?Als im M\u00e4rz 2024 mit dem Bau in Schleswig-Holstein begonnen wurde, waren die Hoffnungen in der strukturschwachen Region gro\u00df. Zum symbolischen Baustart f\u00fcr das 4,5-Milliarden-Euro-Projekt kamen auch der damalige Kanzler Olaf Scholz (SPD) und der damalige Vize-Kanzler Robert Habeck (Gr\u00fcne). Geplant war damals der Bau von Batteriezellen f\u00fcr bis zu einer Million Elektroautos pro Jahr.Bei der staatlichen F\u00f6rderung droht ein Millionenverlust f\u00fcr den Steuerzahler. Northvolt hatte von der staatlichen F\u00f6rderbank KfW f\u00fcr den geplanten Fabrikbau bei Heide \u00fcber eine Wandelanleihe rund 600 Millionen Euro erhalten. Bund und Land b\u00fcrgten daf\u00fcr die Wandelanleihe jeweils zur H\u00e4lfte. Hinzu kamen 20 Millionen Euro f\u00fcr Zinsen und Verfahrenskosten. Ein Teil des Geldes soll noch vorhanden sein.Die EU-Kommission genehmigte Anfang 2024 zudem direkte F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von rund 700 Millionen Euro (137 Millionen Euro vom Land, 564 vom Bund). Dieses Geld wurde bislang nicht ausgezahlt.Habecks Nachfolgerin Katherina Reiche (CDU) kritisierte Entscheidungen ihres Vorg\u00e4ngers \u00fcber eine staatliche F\u00f6rderung von Northvolt. Ende Juni erkl\u00e4rte sie bei einer Regierungsbefragung im Bundestag, die Investitionsentscheidung sei mit guter Absicht getroffen worden - habe sich aber als \u201efehlerhaft\u201c erwiesen.Der Bund und Schleswig-Holstein entschieden sich auf Grundlage eines Gutachtens des Beratungsunternehmens PwC f\u00fcr die F\u00f6rderung. Aus dem Dokument geht hervor, dass die Pr\u00fcfer eine R\u00fcckzahlung der Wandelanleihe inklusive Zinsen f\u00fcr \u201eplausibel\u201c hielten. 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Hinzu kamen 20 Millionen Euro f\u00fcr Zinsen und Verfahrenskosten. Ein Teil des Geldes soll noch vorhanden sein.Die EU-Kommission genehmigte Anfang 2024 zudem direkte F\u00f6rdermittel in H\u00f6he von rund 700 Millionen Euro (137 Millionen Euro vom Land, 564 vom Bund). Dieses Geld wurde bislang nicht ausgezahlt.Habecks Nachfolgerin Katherina Reiche (CDU) kritisierte Entscheidungen ihres Vorg\u00e4ngers \u00fcber eine staatliche F\u00f6rderung von Northvolt. Ende Juni erkl\u00e4rte sie bei einer Regierungsbefragung im Bundestag, die Investitionsentscheidung sei mit guter Absicht getroffen worden - habe sich aber als \u201efehlerhaft\u201c erwiesen.Der Bund und Schleswig-Holstein entschieden sich auf Grundlage eines Gutachtens des Beratungsunternehmens PwC f\u00fcr die F\u00f6rderung. Aus dem Dokument geht hervor, dass die Pr\u00fcfer eine R\u00fcckzahlung der Wandelanleihe inklusive Zinsen f\u00fcr \u201eplausibel\u201c hielten. Das Absatzpotenzial f\u00fcr die von Northvolt produzierten Batteriezellen sch\u00e4tzten sie zudem als hoch ein. Allerdings zeigte das Gutachten auch, dass Northvolt auf externe Kapitalgeber angewiesen war, um die Ausgaben zu decken.\u201eLaut dem Gutachten, das die Bundesregierung in Auftrag gegeben hatte, lag die Ausfallwahrscheinlichkeit bei unter 1 Prozent und die R\u00fcckzahlungswahrscheinlichkeit bei 86 Prozent. Auf dieser belastbaren Grundlage haben wir die Entscheidung getroffen\u201c, sagte G\u00fcnther im Juli der Deutschen Presse-Agentur. Seine Landesregierung musste auf Verlangen der Opposition umfangreiche Akten im Zusammenhang mit der Investitionsentscheidung freigeben.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/plotzlich-wieder-hoffnung-fur-werk-in-deutschland-us-konzern-will-northvolt-ubernehmen\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/plotzlich-wieder-hoffnung-fur-werk-in-deutschland-us-konzern-will-northvolt-ubernehmen\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/plotzlich-wieder-hoffnung-fur-werk-in-deutschland-us-konzern-will-northvolt-ubernehmen\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/baustelle-batteriehersteller-northvolt-in-heide.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/baustelle-batteriehersteller-northvolt-in-heide.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/plotzlich-wieder-hoffnung-fur-werk-in-deutschland-us-konzern-will-northvolt-ubernehmen\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Pl\u00f6tzlich wieder Hoffnung f\u00fcr Werk in Deutschland \u2013 US-Konzern will Northvolt \u00fcbernehmen"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/262841","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=262841"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/262841\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":262848,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/262841\/revisions\/262848"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/262842"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=262841"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=262841"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=262841"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}