{"id":262546,"date":"2025-08-06T21:26:13","date_gmt":"2025-08-06T18:26:13","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution\/"},"modified":"2025-08-06T21:26:32","modified_gmt":"2025-08-06T18:26:32","slug":"tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution\/","title":{"rendered":"Tesla? Waymo? Oder doch Uber?  Das neue Szenario f\u00fcr die Robotaxi-Revolution"},"content":{"rendered":"<p>Der H\u00e4lfte der US-Bev\u00f6lkerung k\u00f6nne Tesla bis Jahresende Robotaxi-Fahrten anbieten \u2013 Zustimmung der Beh\u00f6rden vorausgesetzt. So t\u00f6nte Elon Musk bei der Verk\u00fcndung seiner j\u00fcngsten Quartalszahlen gewohnt gro\u00dfspurig. Genau genommen macht der Tesla-CEO im Bereich autonomes Fahren seit beinahe zehn Jahren Versprechen, die er dann nicht halten kann. <\/p>\n<p>Erst seit Juni dieses Jahres rollen seine autonomen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/tesla-motors\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/tesla-motors\/\">Teslas<\/a> tats\u00e4chlich auf den Stra\u00dfen von Austin in Texas. W\u00e4hrenddessen kommt Google-Tochter Waymo landesweit bereits auf 250.000 Robotaxi-Fahrten in der Woche und der chinesische Anbieter Baidu eigenen Angaben zufolge auf 1,4 Millionen Fahrten im Quartal. Doch obwohl die Hersteller \u00f6ffentlichkeitswirksam das Zukunftsthema besetzen, ist die Frage, wer am Ende vom Milliardenmarkt profitiert, nicht endg\u00fcltig gekl\u00e4rt \u2013 und im Windschatten rollen bereits Fahrdienstvermittler wie Uber und Lyft heran.<\/p>\n<p>Der Gedanke dabei ist beinahe banal: <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/waymo-visionaer-im-interview-das-wird-ueber-erfolg-von-robotaxis-entscheiden\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/waymo-visionaer-im-interview-das-wird-ueber-erfolg-von-robotaxis-entscheiden\/\">Waymo<\/a>, Tesla und Co. m\u00f6gen technologische Pioniere in der Entwicklung sein. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass sie am Ende die Profiteure der neuen Technologie bleiben m\u00fcssen. Denn auch Robotaxis werden vermutlich nicht ohne kluge Distribution auskommen. Elon Musk vertritt zwar best\u00e4ndig die Vision eines eigenen Tesla-\u00d6kosystems, in dem man einerseits Taxidienste buchen, gleichzeitig aber als Tesla-Besitzer sein eigenes Auto zur Kurzzeit-Vermietung freigeben kann. Wann das kommt und ob die Wette am Ende aufgeht, ist offen.<\/p>\n<p>Den Gegenentwurf liefern derweil die Fahrdienstvermittler, allen voran <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/uber\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/uber\/\">Uber<\/a>. Deren Antwort auf den Robotaxi-Boom hei\u00dft ganz schlicht: Partnerschaften. In der Anfangsphase wollen sie dabei offenbar so diversifiziert wie m\u00f6glich vorgehen. Mehr als 15 Partnerschaften hat Uber bereits einget\u00fctet \u2013 zuletzt kamen prominente Namen wie Volkswagen und Baidu dazu. Waymo-Fahrten in den US-St\u00e4dten Austin und Atlanta k\u00f6nnen Nutzer bereits seit diesem Jahr \u00fcber die Uber-Plattform buchen. Der Fahrdienstvermittler hat sich dabei unterschiedliche Modelle \u00fcberlegt, wie er seine Plattform monetarisieren kann.<\/p>\n<h3>Ubers Comeback im Robotaxi-Markt<\/h3>\n<p>Eines dieser Modelle beruht darauf, sich eine eigene Technologie zu sichern. Ganz auf Partnerschaften will Uber sich offenbar nicht verlassen: Als Investor beteiligt sich Uber mittlerweile direkt an Robotaxi-Entwicklern. So steckte das Unternehmen erst <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/mobility\/mega-deal-fuer-e-autobauer-lucid-300-mio-von-uber-und-robotaxi-offensive\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/mobility\/mega-deal-fuer-e-autobauer-lucid-300-mio-von-uber-und-robotaxi-offensive\/\">im Juli 300 Millionen US-Dollar in den Tesla-Konkurrenten Lucid<\/a> sowie einen weiteren Millionenbetrag in das KI-Startup Nuro. Mit Nuros Technologie sollen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article256367618\/lucid-reichweiten-rekord-e-auto-schafft-1205-kilometer-mit-nur-einer-ladung.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article256367618\/lucid-reichweiten-rekord-e-auto-schafft-1205-kilometer-mit-nur-einer-ladung.html\">Lucids E-Fahrzeuge<\/a> Ende 2026 exklusiv f\u00fcr Uber auf die Stra\u00dfen rollen. Mindestens 20.000 Fahrzeuge will Uber den Herstellern abnehmen.<\/p>\n<p>F\u00fcr Uber ist das ein Wiedereinstieg in den umk\u00e4mpften Zukunftsmarkt. Urspr\u00fcnglich hatte das Unternehmen unter Gr\u00fcnder Travis Kalanick eigene Forschungsambitionen f\u00fcr autonome Fahrzeuge \u2013 und investierte Milliarden in die Entwicklung der Zukunftstechnologie. Die Wende kam mit dem ersten t\u00f6dlichen Unfall eines autonom gesteuerten Fahrzeuges im Jahr 2018. Nahezu ungebremst fuhr das Testfahrzeug im US-Bundesstaat Arizona damals in eine Fu\u00dfg\u00e4ngerin. Nur zwei Jahre sp\u00e4ter verkaufte Uber seine Entwicklungssparte an das Startup Aurora.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/stratechery.com\/2025\/an-interview-with-uber-ceo-dara-khosrowshahi-about-aggregation-and-autonomy\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/stratechery.com\/2025\/an-interview-with-uber-ceo-dara-khosrowshahi-about-aggregation-and-autonomy\/\">CEO Dara Khosrowshahi begr\u00fcndete den Umschwung sp\u00e4ter<\/a> auch mit einer simplen Frage des Gesch\u00e4ftsmodells: Uber habe entweder Plattformbetreiber werden oder ein Robotaxi-Vertical aufbauen k\u00f6nnen. Beides zugleich habe damals nicht funktioniert \u2013 zumal das Unternehmen zu dem Zeitpunkt noch Milliarden verbrannte.<\/p>\n<h3>Kaum eigene Autos \u2013 trotzdem Profiteur?<\/h3>\n<p>Mittlerweile hat Uber den Schritt in die Profitabilit\u00e4t geschafft. So verk\u00fcndete der Konzern am Mittwoch, im zweiten Quartal 2025 einen Umsatz von 12,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet und ein operatives Ergebnis von knapp 1,5 Milliarden Dollar erreicht zu haben \u2013 ein Plus von 18 bzw. 82 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal. Das Unternehmen \u00fcbertraf damit die Erwartungen der Analysten. <\/p>\n<p>Und: Uber ist als Plattformanbieter das, was man \u201easset light\u201c nennt. Fahrer und Autos sind im Gegensatz zu Taxi-Unternehmen ausgelagert. Demgegen\u00fcber zahlen Waymo-Mutter Alphabet und Tesla f\u00fcr die Entwicklung autonom fahrender Autos Milliarden. Zwar f\u00fchrt Alphabet die genauen Zahlen f\u00fcr Waymo nicht aus \u2013 in den Finanzberichten wird sie unter \u201eAndere Wetten\u201c gelistet. <\/p>\n<p>Und diese Sparte machte 2024 mehr als vier Milliarden Dollar Verlust. Die aktuell angebotenen Fahrten sind bislang nicht profitabel. Auch Tesla steht angesichts des schw\u00e4chelnden Kerngesch\u00e4fts mit E-Autos vor Problemen \u2013 so sehr, dass sogar Elon Musk vor harten Quartalen warnte.<\/p>\n<p>Partnerschaften sind f\u00fcr Uber also eine M\u00f6glichkeit, vom Robotaxi-Hype zu profitieren, ohne die hohen Entwicklungskosten tragen zu m\u00fcssen. Gleichzeitig kann das Unternehmen so tech-affine Kunden auf der Plattform halten, die es sonst ins \u00d6kosystem der Robotaxi-Anbieter verlieren w\u00fcrde. Und im Umkehrschluss bieten sie Baidu, Waymo und Co. eine M\u00f6glichkeit, ihre Gesch\u00e4fte zu skalieren. N\u00e4mlich durch die rund 171 Millionen aktiven monatlichen Nutzer, die Uber 2024 auf seiner Plattform verzeichnete.<\/p>\n<h3>Uber-Konkurrent Lyft zieht nach<\/h3>\n<p>Dara <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/uber-ceo-beklagt-mangelnde-ki-nutzung-in-firma-und-setzt-deadline\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.businessinsider.de\/wirtschaft\/uber-ceo-beklagt-mangelnde-ki-nutzung-in-firma-und-setzt-deadline\/\">Khosrowshahi<\/a> erkl\u00e4rte am Mittwoch, dass Uber grunds\u00e4tzlich drei verschiedene Modelle erprobe, w\u00e4hrend das Unternehmen das Marktpotenzial von Robotaxis mit seinen Partnern pr\u00fcft. Eines davon ist ein sogenanntes H\u00e4ndlermodell, bei dem Uber seinen Partnern einen fixen Betrag pro Fahrt beziehungsweise pro Tag zahlt. \u201eWir tragen dabei das Risiko, unser Netzwerk zu monetarisieren\u201c, so Khosrowshahi. <\/p>\n<p>Als zweite Option f\u00fchrte der Uber-CEO eine Umsatzbeteiligung an, bei der Partner einen variablen Teil der Fahrtkosten bekommen \u2013 \u00e4hnlich wie Uber es aktuell mit seinen Fahrern handhabt. Zudem gibt es ein Lizenzmodell f\u00fcr die Software. Aktion\u00e4re hatten diesen Robotaxi-Fokus von Uber zuletzt grunds\u00e4tzlich goutiert: Der Aktienkurs des Unternehmens war seit Jahresbeginn zeitweise um mehr als 40 Prozent gestiegen.<\/p>\n<p>Entsprechend hatte sich auch Uber-Konkurrent Lyft st\u00e4rker im Robotaxi-Markt positioniert \u2013 vor allem in Europa. So hatte Lyft mit der \u00dcbernahme von BMWs und Mercedes\u2019 Joint Venture Freenow aufhorchen lassen. Erst vor wenigen Tagen folgte dann die Ank\u00fcndigung einer Partnerschaft mit Baidu. Dessen Apollo Go Autos will Lyft nach Europa bringen, w\u00e4hrend sich Uber und Baidu zun\u00e4chst auf Asien und den Mittleren Osten konzentrieren.<\/p>\n<p>Das Beispiel zeigt aber: Auch die Hersteller erproben den Markt \u00fcber verschiedene Partnerschaften. Waymo etwa kooperiert nur in Austin und Atlanta mit Uber. In anderen St\u00e4dten buchen Kunden \u00fcber die hauseigene App. Und mit Dallas k\u00fcndigte Waymo erst vor wenigen Tagen einen weiteren Markteintritt an, bei dem das Unternehmen sich nicht auf Uber verl\u00e4sst. Der Fahrtvermittler ist also noch st\u00e4rker von Partnerschaften abh\u00e4ngig. Entsprechend rutschte der Aktienkurs von Uber zwischenzeitlich ab.<\/p>\n<p>Khosrowshahi kommentierte die k\u00fcnftige Entwicklung der Waymo-Partnerschaft am Mittwoch zur\u00fcckhaltend. Er erkl\u00e4rte lediglich, dass Uber Waymo-Taxis grunds\u00e4tzlich gerne in mehr St\u00e4dten auf der Plattform haben w\u00fcrde. Sie seien in Austin und Atlanta sehr gut ausgelastet. Allerdings blieb es bei diesen vagen Kommentaren \u2013 auch in der Vergangenheit war das Verh\u00e4ltnis der beiden Units nicht immer unproblematisch.<\/p>\n<p>Wenn die Robotaxi-Wette aufgeht und Hersteller es tats\u00e4chlich schaffen, Kunden eine sichere Technologie anzubieten, ist Ubers aktuelles Gesch\u00e4ftsmodell gef\u00e4hrdet, das sich auf menschliche Fahrer verl\u00e4sst. Vorausgesetzt, Robotaxi-Fahrten k\u00f6nnen menschliche Fahrer trotz teurer Technik beim Preis in Zukunft deutlich unterbieten. F\u00fcr Uber steht also potenziell viel im Feuer. <\/p>\n<p>Gleichzeitig bleibt es aktuell vollkommen offen, wer am Ende wirklich als Gewinner aus dem neuen Markt hervorgeht. Bleibt es n\u00e4mlich bei der sich anbahnenden Aufgabenteilung aus Herstellern und Distributoren, k\u00f6nnten Anbieter wie Uber und Lyft sich von den Errungenschaften der Hersteller erst einmal mitziehen lassen, ohne selbst Milliarden-Investitionen t\u00e4tigen zu m\u00fcssen. Und am Ende trotz \u2013 oder gar wegen \u2013 der fehlenden eigenen Technologie oben aufschwimmen.<\/p>\n<p><p><b><em>Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c.<\/em><\/b><\/p>\n<p><b><em>Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.<\/em><\/b><\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der H\u00e4lfte der US-Bev\u00f6lkerung k\u00f6nne Tesla bis Jahresende Robotaxi-Fahrten anbieten \u2013 Zustimmung der Beh\u00f6rden vorausgesetzt. So t\u00f6nte Elon Musk bei der Verk\u00fcndung seiner j\u00fcngsten Quartalszahlen gewohnt gro\u00dfspurig. 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Das bedeutet aber nicht zwingend, dass sie am Ende die Profiteure der neuen Technologie bleiben m\u00fcssen. Denn auch Robotaxis werden vermutlich nicht ohne kluge Distribution auskommen. Elon Musk vertritt zwar best\u00e4ndig die Vision eines eigenen Tesla-\u00d6kosystems, in dem man einerseits Taxidienste buchen, gleichzeitig aber als Tesla-Besitzer sein eigenes Auto zur Kurzzeit-Vermietung freigeben kann. Wann das kommt und ob die Wette am Ende aufgeht, ist offen.Den Gegenentwurf liefern derweil die Fahrdienstvermittler, allen voran Uber. Deren Antwort auf den Robotaxi-Boom hei\u00dft ganz schlicht: Partnerschaften. In der Anfangsphase wollen sie dabei offenbar so diversifiziert wie m\u00f6glich vorgehen. Mehr als 15 Partnerschaften hat Uber bereits einget\u00fctet \u2013 zuletzt kamen prominente Namen wie Volkswagen und Baidu dazu. Waymo-Fahrten in den US-St\u00e4dten Austin und Atlanta k\u00f6nnen Nutzer bereits seit diesem Jahr \u00fcber die Uber-Plattform buchen. Der Fahrdienstvermittler hat sich dabei unterschiedliche Modelle \u00fcberlegt, wie er seine Plattform monetarisieren kann.Ubers Comeback im Robotaxi-MarktEines dieser Modelle beruht darauf, sich eine eigene Technologie zu sichern. Ganz auf Partnerschaften will Uber sich offenbar nicht verlassen: Als Investor beteiligt sich Uber mittlerweile direkt an Robotaxi-Entwicklern. So steckte das Unternehmen erst im Juli 300 Millionen US-Dollar in den Tesla-Konkurrenten Lucid sowie einen weiteren Millionenbetrag in das KI-Startup Nuro. Mit Nuros Technologie sollen Lucids E-Fahrzeuge Ende 2026 exklusiv f\u00fcr Uber auf die Stra\u00dfen rollen. Mindestens 20.000 Fahrzeuge will Uber den Herstellern abnehmen.F\u00fcr Uber ist das ein Wiedereinstieg in den umk\u00e4mpften Zukunftsmarkt. Urspr\u00fcnglich hatte das Unternehmen unter Gr\u00fcnder Travis Kalanick eigene Forschungsambitionen f\u00fcr autonome Fahrzeuge \u2013 und investierte Milliarden in die Entwicklung der Zukunftstechnologie. Die Wende kam mit dem ersten t\u00f6dlichen Unfall eines autonom gesteuerten Fahrzeuges im Jahr 2018. Nahezu ungebremst fuhr das Testfahrzeug im US-Bundesstaat Arizona damals in eine Fu\u00dfg\u00e4ngerin. Nur zwei Jahre sp\u00e4ter verkaufte Uber seine Entwicklungssparte an das Startup Aurora.CEO Dara Khosrowshahi begr\u00fcndete den Umschwung sp\u00e4ter auch mit einer simplen Frage des Gesch\u00e4ftsmodells: Uber habe entweder Plattformbetreiber werden oder ein Robotaxi-Vertical aufbauen k\u00f6nnen. Beides zugleich habe damals nicht funktioniert \u2013 zumal das Unternehmen zu dem Zeitpunkt noch Milliarden verbrannte.Kaum eigene Autos \u2013 trotzdem Profiteur?Mittlerweile hat Uber den Schritt in die Profitabilit\u00e4t geschafft. So verk\u00fcndete der Konzern am Mittwoch, im zweiten Quartal 2025 einen Umsatz von 12,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet und ein operatives Ergebnis von knapp 1,5 Milliarden Dollar erreicht zu haben \u2013 ein Plus von 18 bzw. 82 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal. Das Unternehmen \u00fcbertraf damit die Erwartungen der Analysten. Und: Uber ist als Plattformanbieter das, was man \u201easset light\u201c nennt. Fahrer und Autos sind im Gegensatz zu Taxi-Unternehmen ausgelagert. Demgegen\u00fcber zahlen Waymo-Mutter Alphabet und Tesla f\u00fcr die Entwicklung autonom fahrender Autos Milliarden. Zwar f\u00fchrt Alphabet die genauen Zahlen f\u00fcr Waymo nicht aus \u2013 in den Finanzberichten wird sie unter \u201eAndere Wetten\u201c gelistet. Und diese Sparte machte 2024 mehr als vier Milliarden Dollar Verlust. Die aktuell angebotenen Fahrten sind bislang nicht profitabel. Auch Tesla steht angesichts des schw\u00e4chelnden Kerngesch\u00e4fts mit E-Autos vor Problemen \u2013 so sehr, dass sogar Elon Musk vor harten Quartalen warnte.Partnerschaften sind f\u00fcr Uber also eine M\u00f6glichkeit, vom Robotaxi-Hype zu profitieren, ohne die hohen Entwicklungskosten tragen zu m\u00fcssen. Gleichzeitig kann das Unternehmen so tech-affine Kunden auf der Plattform halten, die es sonst ins \u00d6kosystem der Robotaxi-Anbieter verlieren w\u00fcrde. Und im Umkehrschluss bieten sie Baidu, Waymo und Co. eine M\u00f6glichkeit, ihre Gesch\u00e4fte zu skalieren. N\u00e4mlich durch die rund 171 Millionen aktiven monatlichen Nutzer, die Uber 2024 auf seiner Plattform verzeichnete.Uber-Konkurrent Lyft zieht nachDara Khosrowshahi erkl\u00e4rte am Mittwoch, dass Uber grunds\u00e4tzlich drei verschiedene Modelle erprobe, w\u00e4hrend das Unternehmen das Marktpotenzial von Robotaxis mit seinen Partnern pr\u00fcft. Eines davon ist ein sogenanntes H\u00e4ndlermodell, bei dem Uber seinen Partnern einen fixen Betrag pro Fahrt beziehungsweise pro Tag zahlt. \u201eWir tragen dabei das Risiko, unser Netzwerk zu monetarisieren\u201c, so Khosrowshahi. Als zweite Option f\u00fchrte der Uber-CEO eine Umsatzbeteiligung an, bei der Partner einen variablen Teil der Fahrtkosten bekommen \u2013 \u00e4hnlich wie Uber es aktuell mit seinen Fahrern handhabt. Zudem gibt es ein Lizenzmodell f\u00fcr die Software. Aktion\u00e4re hatten diesen Robotaxi-Fokus von Uber zuletzt grunds\u00e4tzlich goutiert: Der Aktienkurs des Unternehmens war seit Jahresbeginn zeitweise um mehr als 40 Prozent gestiegen.Entsprechend hatte sich auch Uber-Konkurrent Lyft st\u00e4rker im Robotaxi-Markt positioniert \u2013 vor allem in Europa. So hatte Lyft mit der \u00dcbernahme von BMWs und Mercedes\u2019 Joint Venture Freenow aufhorchen lassen. Erst vor wenigen Tagen folgte dann die Ank\u00fcndigung einer Partnerschaft mit Baidu. Dessen Apollo Go Autos will Lyft nach Europa bringen, w\u00e4hrend sich Uber und Baidu zun\u00e4chst auf Asien und den Mittleren Osten konzentrieren.Das Beispiel zeigt aber: Auch die Hersteller erproben den Markt \u00fcber verschiedene Partnerschaften. Waymo etwa kooperiert nur in Austin und Atlanta mit Uber. In anderen St\u00e4dten buchen Kunden \u00fcber die hauseigene App. Und mit Dallas k\u00fcndigte Waymo erst vor wenigen Tagen einen weiteren Markteintritt an, bei dem das Unternehmen sich nicht auf Uber verl\u00e4sst. Der Fahrtvermittler ist also noch st\u00e4rker von Partnerschaften abh\u00e4ngig. Entsprechend rutschte der Aktienkurs von Uber zwischenzeitlich ab.Khosrowshahi kommentierte die k\u00fcnftige Entwicklung der Waymo-Partnerschaft am Mittwoch zur\u00fcckhaltend. Er erkl\u00e4rte lediglich, dass Uber Waymo-Taxis grunds\u00e4tzlich gerne in mehr St\u00e4dten auf der Plattform haben w\u00fcrde. Sie seien in Austin und Atlanta sehr gut ausgelastet. Allerdings blieb es bei diesen vagen Kommentaren \u2013 auch in der Vergangenheit war das Verh\u00e4ltnis der beiden Units nicht immer unproblematisch.Wenn die Robotaxi-Wette aufgeht und Hersteller es tats\u00e4chlich schaffen, Kunden eine sichere Technologie anzubieten, ist Ubers aktuelles Gesch\u00e4ftsmodell gef\u00e4hrdet, das sich auf menschliche Fahrer verl\u00e4sst. Vorausgesetzt, Robotaxi-Fahrten k\u00f6nnen menschliche Fahrer trotz teurer Technik beim Preis in Zukunft deutlich unterbieten. F\u00fcr Uber steht also potenziell viel im Feuer. Gleichzeitig bleibt es aktuell vollkommen offen, wer am Ende wirklich als Gewinner aus dem neuen Markt hervorgeht. Bleibt es n\u00e4mlich bei der sich anbahnenden Aufgabenteilung aus Herstellern und Distributoren, k\u00f6nnten Anbieter wie Uber und Lyft sich von den Errungenschaften der Hersteller erst einmal mitziehen lassen, ohne selbst Milliarden-Investitionen t\u00e4tigen zu m\u00fcssen. Und am Ende trotz \u2013 oder gar wegen \u2013 der fehlenden eigenen Technologie oben aufschwimmen.Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c.Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Tesla? Waymo? Oder doch Uber? Das neue Szenario f\u00fcr die Robotaxi-Revolution - vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Der H\u00e4lfte der US-Bev\u00f6lkerung k\u00f6nne Tesla bis Jahresende Robotaxi-Fahrten anbieten \u2013 Zustimmung der Beh\u00f6rden vorausgesetzt. So t\u00f6nte Elon Musk bei der Verk\u00fcndung seiner j\u00fcngsten Quartalszahlen gewohnt gro\u00dfspurig. Genau genommen macht der Tesla-CEO im Bereich autonomes Fahren seit beinahe zehn Jahren Versprechen, die er dann nicht halten kann. Erst seit Juni dieses Jahres rollen seine autonomen Teslas tats\u00e4chlich auf den Stra\u00dfen von Austin in Texas. W\u00e4hrenddessen kommt Google-Tochter Waymo landesweit bereits auf 250.000 Robotaxi-Fahrten in der Woche und der chinesische Anbieter Baidu eigenen Angaben zufolge auf 1,4 Millionen Fahrten im Quartal. Doch obwohl die Hersteller \u00f6ffentlichkeitswirksam das Zukunftsthema besetzen, ist die Frage, wer am Ende vom Milliardenmarkt profitiert, nicht endg\u00fcltig gekl\u00e4rt \u2013 und im Windschatten rollen bereits Fahrdienstvermittler wie Uber und Lyft heran.Der Gedanke dabei ist beinahe banal: Waymo, Tesla und Co. m\u00f6gen technologische Pioniere in der Entwicklung sein. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass sie am Ende die Profiteure der neuen Technologie bleiben m\u00fcssen. Denn auch Robotaxis werden vermutlich nicht ohne kluge Distribution auskommen. Elon Musk vertritt zwar best\u00e4ndig die Vision eines eigenen Tesla-\u00d6kosystems, in dem man einerseits Taxidienste buchen, gleichzeitig aber als Tesla-Besitzer sein eigenes Auto zur Kurzzeit-Vermietung freigeben kann. Wann das kommt und ob die Wette am Ende aufgeht, ist offen.Den Gegenentwurf liefern derweil die Fahrdienstvermittler, allen voran Uber. Deren Antwort auf den Robotaxi-Boom hei\u00dft ganz schlicht: Partnerschaften. In der Anfangsphase wollen sie dabei offenbar so diversifiziert wie m\u00f6glich vorgehen. Mehr als 15 Partnerschaften hat Uber bereits einget\u00fctet \u2013 zuletzt kamen prominente Namen wie Volkswagen und Baidu dazu. Waymo-Fahrten in den US-St\u00e4dten Austin und Atlanta k\u00f6nnen Nutzer bereits seit diesem Jahr \u00fcber die Uber-Plattform buchen. Der Fahrdienstvermittler hat sich dabei unterschiedliche Modelle \u00fcberlegt, wie er seine Plattform monetarisieren kann.Ubers Comeback im Robotaxi-MarktEines dieser Modelle beruht darauf, sich eine eigene Technologie zu sichern. Ganz auf Partnerschaften will Uber sich offenbar nicht verlassen: Als Investor beteiligt sich Uber mittlerweile direkt an Robotaxi-Entwicklern. So steckte das Unternehmen erst im Juli 300 Millionen US-Dollar in den Tesla-Konkurrenten Lucid sowie einen weiteren Millionenbetrag in das KI-Startup Nuro. Mit Nuros Technologie sollen Lucids E-Fahrzeuge Ende 2026 exklusiv f\u00fcr Uber auf die Stra\u00dfen rollen. Mindestens 20.000 Fahrzeuge will Uber den Herstellern abnehmen.F\u00fcr Uber ist das ein Wiedereinstieg in den umk\u00e4mpften Zukunftsmarkt. Urspr\u00fcnglich hatte das Unternehmen unter Gr\u00fcnder Travis Kalanick eigene Forschungsambitionen f\u00fcr autonome Fahrzeuge \u2013 und investierte Milliarden in die Entwicklung der Zukunftstechnologie. Die Wende kam mit dem ersten t\u00f6dlichen Unfall eines autonom gesteuerten Fahrzeuges im Jahr 2018. Nahezu ungebremst fuhr das Testfahrzeug im US-Bundesstaat Arizona damals in eine Fu\u00dfg\u00e4ngerin. Nur zwei Jahre sp\u00e4ter verkaufte Uber seine Entwicklungssparte an das Startup Aurora.CEO Dara Khosrowshahi begr\u00fcndete den Umschwung sp\u00e4ter auch mit einer simplen Frage des Gesch\u00e4ftsmodells: Uber habe entweder Plattformbetreiber werden oder ein Robotaxi-Vertical aufbauen k\u00f6nnen. Beides zugleich habe damals nicht funktioniert \u2013 zumal das Unternehmen zu dem Zeitpunkt noch Milliarden verbrannte.Kaum eigene Autos \u2013 trotzdem Profiteur?Mittlerweile hat Uber den Schritt in die Profitabilit\u00e4t geschafft. So verk\u00fcndete der Konzern am Mittwoch, im zweiten Quartal 2025 einen Umsatz von 12,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet und ein operatives Ergebnis von knapp 1,5 Milliarden Dollar erreicht zu haben \u2013 ein Plus von 18 bzw. 82 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal. Das Unternehmen \u00fcbertraf damit die Erwartungen der Analysten. Und: Uber ist als Plattformanbieter das, was man \u201easset light\u201c nennt. Fahrer und Autos sind im Gegensatz zu Taxi-Unternehmen ausgelagert. Demgegen\u00fcber zahlen Waymo-Mutter Alphabet und Tesla f\u00fcr die Entwicklung autonom fahrender Autos Milliarden. Zwar f\u00fchrt Alphabet die genauen Zahlen f\u00fcr Waymo nicht aus \u2013 in den Finanzberichten wird sie unter \u201eAndere Wetten\u201c gelistet. Und diese Sparte machte 2024 mehr als vier Milliarden Dollar Verlust. Die aktuell angebotenen Fahrten sind bislang nicht profitabel. Auch Tesla steht angesichts des schw\u00e4chelnden Kerngesch\u00e4fts mit E-Autos vor Problemen \u2013 so sehr, dass sogar Elon Musk vor harten Quartalen warnte.Partnerschaften sind f\u00fcr Uber also eine M\u00f6glichkeit, vom Robotaxi-Hype zu profitieren, ohne die hohen Entwicklungskosten tragen zu m\u00fcssen. Gleichzeitig kann das Unternehmen so tech-affine Kunden auf der Plattform halten, die es sonst ins \u00d6kosystem der Robotaxi-Anbieter verlieren w\u00fcrde. Und im Umkehrschluss bieten sie Baidu, Waymo und Co. eine M\u00f6glichkeit, ihre Gesch\u00e4fte zu skalieren. N\u00e4mlich durch die rund 171 Millionen aktiven monatlichen Nutzer, die Uber 2024 auf seiner Plattform verzeichnete.Uber-Konkurrent Lyft zieht nachDara Khosrowshahi erkl\u00e4rte am Mittwoch, dass Uber grunds\u00e4tzlich drei verschiedene Modelle erprobe, w\u00e4hrend das Unternehmen das Marktpotenzial von Robotaxis mit seinen Partnern pr\u00fcft. Eines davon ist ein sogenanntes H\u00e4ndlermodell, bei dem Uber seinen Partnern einen fixen Betrag pro Fahrt beziehungsweise pro Tag zahlt. \u201eWir tragen dabei das Risiko, unser Netzwerk zu monetarisieren\u201c, so Khosrowshahi. Als zweite Option f\u00fchrte der Uber-CEO eine Umsatzbeteiligung an, bei der Partner einen variablen Teil der Fahrtkosten bekommen \u2013 \u00e4hnlich wie Uber es aktuell mit seinen Fahrern handhabt. Zudem gibt es ein Lizenzmodell f\u00fcr die Software. Aktion\u00e4re hatten diesen Robotaxi-Fokus von Uber zuletzt grunds\u00e4tzlich goutiert: Der Aktienkurs des Unternehmens war seit Jahresbeginn zeitweise um mehr als 40 Prozent gestiegen.Entsprechend hatte sich auch Uber-Konkurrent Lyft st\u00e4rker im Robotaxi-Markt positioniert \u2013 vor allem in Europa. So hatte Lyft mit der \u00dcbernahme von BMWs und Mercedes\u2019 Joint Venture Freenow aufhorchen lassen. Erst vor wenigen Tagen folgte dann die Ank\u00fcndigung einer Partnerschaft mit Baidu. Dessen Apollo Go Autos will Lyft nach Europa bringen, w\u00e4hrend sich Uber und Baidu zun\u00e4chst auf Asien und den Mittleren Osten konzentrieren.Das Beispiel zeigt aber: Auch die Hersteller erproben den Markt \u00fcber verschiedene Partnerschaften. Waymo etwa kooperiert nur in Austin und Atlanta mit Uber. In anderen St\u00e4dten buchen Kunden \u00fcber die hauseigene App. Und mit Dallas k\u00fcndigte Waymo erst vor wenigen Tagen einen weiteren Markteintritt an, bei dem das Unternehmen sich nicht auf Uber verl\u00e4sst. Der Fahrtvermittler ist also noch st\u00e4rker von Partnerschaften abh\u00e4ngig. Entsprechend rutschte der Aktienkurs von Uber zwischenzeitlich ab.Khosrowshahi kommentierte die k\u00fcnftige Entwicklung der Waymo-Partnerschaft am Mittwoch zur\u00fcckhaltend. Er erkl\u00e4rte lediglich, dass Uber Waymo-Taxis grunds\u00e4tzlich gerne in mehr St\u00e4dten auf der Plattform haben w\u00fcrde. Sie seien in Austin und Atlanta sehr gut ausgelastet. Allerdings blieb es bei diesen vagen Kommentaren \u2013 auch in der Vergangenheit war das Verh\u00e4ltnis der beiden Units nicht immer unproblematisch.Wenn die Robotaxi-Wette aufgeht und Hersteller es tats\u00e4chlich schaffen, Kunden eine sichere Technologie anzubieten, ist Ubers aktuelles Gesch\u00e4ftsmodell gef\u00e4hrdet, das sich auf menschliche Fahrer verl\u00e4sst. Vorausgesetzt, Robotaxi-Fahrten k\u00f6nnen menschliche Fahrer trotz teurer Technik beim Preis in Zukunft deutlich unterbieten. F\u00fcr Uber steht also potenziell viel im Feuer. Gleichzeitig bleibt es aktuell vollkommen offen, wer am Ende wirklich als Gewinner aus dem neuen Markt hervorgeht. Bleibt es n\u00e4mlich bei der sich anbahnenden Aufgabenteilung aus Herstellern und Distributoren, k\u00f6nnten Anbieter wie Uber und Lyft sich von den Errungenschaften der Hersteller erst einmal mitziehen lassen, ohne selbst Milliarden-Investitionen t\u00e4tigen zu m\u00fcssen. 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So t\u00f6nte Elon Musk bei der Verk\u00fcndung seiner j\u00fcngsten Quartalszahlen gewohnt gro\u00dfspurig. Genau genommen macht der Tesla-CEO im Bereich autonomes Fahren seit beinahe zehn Jahren Versprechen, die er dann nicht halten kann. Erst seit Juni dieses Jahres rollen seine autonomen Teslas tats\u00e4chlich auf den Stra\u00dfen von Austin in Texas. W\u00e4hrenddessen kommt Google-Tochter Waymo landesweit bereits auf 250.000 Robotaxi-Fahrten in der Woche und der chinesische Anbieter Baidu eigenen Angaben zufolge auf 1,4 Millionen Fahrten im Quartal. Doch obwohl die Hersteller \u00f6ffentlichkeitswirksam das Zukunftsthema besetzen, ist die Frage, wer am Ende vom Milliardenmarkt profitiert, nicht endg\u00fcltig gekl\u00e4rt \u2013 und im Windschatten rollen bereits Fahrdienstvermittler wie Uber und Lyft heran.Der Gedanke dabei ist beinahe banal: Waymo, Tesla und Co. m\u00f6gen technologische Pioniere in der Entwicklung sein. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass sie am Ende die Profiteure der neuen Technologie bleiben m\u00fcssen. Denn auch Robotaxis werden vermutlich nicht ohne kluge Distribution auskommen. Elon Musk vertritt zwar best\u00e4ndig die Vision eines eigenen Tesla-\u00d6kosystems, in dem man einerseits Taxidienste buchen, gleichzeitig aber als Tesla-Besitzer sein eigenes Auto zur Kurzzeit-Vermietung freigeben kann. Wann das kommt und ob die Wette am Ende aufgeht, ist offen.Den Gegenentwurf liefern derweil die Fahrdienstvermittler, allen voran Uber. Deren Antwort auf den Robotaxi-Boom hei\u00dft ganz schlicht: Partnerschaften. In der Anfangsphase wollen sie dabei offenbar so diversifiziert wie m\u00f6glich vorgehen. Mehr als 15 Partnerschaften hat Uber bereits einget\u00fctet \u2013 zuletzt kamen prominente Namen wie Volkswagen und Baidu dazu. Waymo-Fahrten in den US-St\u00e4dten Austin und Atlanta k\u00f6nnen Nutzer bereits seit diesem Jahr \u00fcber die Uber-Plattform buchen. Der Fahrdienstvermittler hat sich dabei unterschiedliche Modelle \u00fcberlegt, wie er seine Plattform monetarisieren kann.Ubers Comeback im Robotaxi-MarktEines dieser Modelle beruht darauf, sich eine eigene Technologie zu sichern. Ganz auf Partnerschaften will Uber sich offenbar nicht verlassen: Als Investor beteiligt sich Uber mittlerweile direkt an Robotaxi-Entwicklern. So steckte das Unternehmen erst im Juli 300 Millionen US-Dollar in den Tesla-Konkurrenten Lucid sowie einen weiteren Millionenbetrag in das KI-Startup Nuro. Mit Nuros Technologie sollen Lucids E-Fahrzeuge Ende 2026 exklusiv f\u00fcr Uber auf die Stra\u00dfen rollen. Mindestens 20.000 Fahrzeuge will Uber den Herstellern abnehmen.F\u00fcr Uber ist das ein Wiedereinstieg in den umk\u00e4mpften Zukunftsmarkt. Urspr\u00fcnglich hatte das Unternehmen unter Gr\u00fcnder Travis Kalanick eigene Forschungsambitionen f\u00fcr autonome Fahrzeuge \u2013 und investierte Milliarden in die Entwicklung der Zukunftstechnologie. Die Wende kam mit dem ersten t\u00f6dlichen Unfall eines autonom gesteuerten Fahrzeuges im Jahr 2018. Nahezu ungebremst fuhr das Testfahrzeug im US-Bundesstaat Arizona damals in eine Fu\u00dfg\u00e4ngerin. Nur zwei Jahre sp\u00e4ter verkaufte Uber seine Entwicklungssparte an das Startup Aurora.CEO Dara Khosrowshahi begr\u00fcndete den Umschwung sp\u00e4ter auch mit einer simplen Frage des Gesch\u00e4ftsmodells: Uber habe entweder Plattformbetreiber werden oder ein Robotaxi-Vertical aufbauen k\u00f6nnen. Beides zugleich habe damals nicht funktioniert \u2013 zumal das Unternehmen zu dem Zeitpunkt noch Milliarden verbrannte.Kaum eigene Autos \u2013 trotzdem Profiteur?Mittlerweile hat Uber den Schritt in die Profitabilit\u00e4t geschafft. So verk\u00fcndete der Konzern am Mittwoch, im zweiten Quartal 2025 einen Umsatz von 12,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet und ein operatives Ergebnis von knapp 1,5 Milliarden Dollar erreicht zu haben \u2013 ein Plus von 18 bzw. 82 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal. Das Unternehmen \u00fcbertraf damit die Erwartungen der Analysten. Und: Uber ist als Plattformanbieter das, was man \u201easset light\u201c nennt. Fahrer und Autos sind im Gegensatz zu Taxi-Unternehmen ausgelagert. Demgegen\u00fcber zahlen Waymo-Mutter Alphabet und Tesla f\u00fcr die Entwicklung autonom fahrender Autos Milliarden. Zwar f\u00fchrt Alphabet die genauen Zahlen f\u00fcr Waymo nicht aus \u2013 in den Finanzberichten wird sie unter \u201eAndere Wetten\u201c gelistet. Und diese Sparte machte 2024 mehr als vier Milliarden Dollar Verlust. Die aktuell angebotenen Fahrten sind bislang nicht profitabel. Auch Tesla steht angesichts des schw\u00e4chelnden Kerngesch\u00e4fts mit E-Autos vor Problemen \u2013 so sehr, dass sogar Elon Musk vor harten Quartalen warnte.Partnerschaften sind f\u00fcr Uber also eine M\u00f6glichkeit, vom Robotaxi-Hype zu profitieren, ohne die hohen Entwicklungskosten tragen zu m\u00fcssen. Gleichzeitig kann das Unternehmen so tech-affine Kunden auf der Plattform halten, die es sonst ins \u00d6kosystem der Robotaxi-Anbieter verlieren w\u00fcrde. Und im Umkehrschluss bieten sie Baidu, Waymo und Co. eine M\u00f6glichkeit, ihre Gesch\u00e4fte zu skalieren. N\u00e4mlich durch die rund 171 Millionen aktiven monatlichen Nutzer, die Uber 2024 auf seiner Plattform verzeichnete.Uber-Konkurrent Lyft zieht nachDara Khosrowshahi erkl\u00e4rte am Mittwoch, dass Uber grunds\u00e4tzlich drei verschiedene Modelle erprobe, w\u00e4hrend das Unternehmen das Marktpotenzial von Robotaxis mit seinen Partnern pr\u00fcft. Eines davon ist ein sogenanntes H\u00e4ndlermodell, bei dem Uber seinen Partnern einen fixen Betrag pro Fahrt beziehungsweise pro Tag zahlt. \u201eWir tragen dabei das Risiko, unser Netzwerk zu monetarisieren\u201c, so Khosrowshahi. Als zweite Option f\u00fchrte der Uber-CEO eine Umsatzbeteiligung an, bei der Partner einen variablen Teil der Fahrtkosten bekommen \u2013 \u00e4hnlich wie Uber es aktuell mit seinen Fahrern handhabt. Zudem gibt es ein Lizenzmodell f\u00fcr die Software. Aktion\u00e4re hatten diesen Robotaxi-Fokus von Uber zuletzt grunds\u00e4tzlich goutiert: Der Aktienkurs des Unternehmens war seit Jahresbeginn zeitweise um mehr als 40 Prozent gestiegen.Entsprechend hatte sich auch Uber-Konkurrent Lyft st\u00e4rker im Robotaxi-Markt positioniert \u2013 vor allem in Europa. So hatte Lyft mit der \u00dcbernahme von BMWs und Mercedes\u2019 Joint Venture Freenow aufhorchen lassen. Erst vor wenigen Tagen folgte dann die Ank\u00fcndigung einer Partnerschaft mit Baidu. Dessen Apollo Go Autos will Lyft nach Europa bringen, w\u00e4hrend sich Uber und Baidu zun\u00e4chst auf Asien und den Mittleren Osten konzentrieren.Das Beispiel zeigt aber: Auch die Hersteller erproben den Markt \u00fcber verschiedene Partnerschaften. Waymo etwa kooperiert nur in Austin und Atlanta mit Uber. In anderen St\u00e4dten buchen Kunden \u00fcber die hauseigene App. Und mit Dallas k\u00fcndigte Waymo erst vor wenigen Tagen einen weiteren Markteintritt an, bei dem das Unternehmen sich nicht auf Uber verl\u00e4sst. Der Fahrtvermittler ist also noch st\u00e4rker von Partnerschaften abh\u00e4ngig. Entsprechend rutschte der Aktienkurs von Uber zwischenzeitlich ab.Khosrowshahi kommentierte die k\u00fcnftige Entwicklung der Waymo-Partnerschaft am Mittwoch zur\u00fcckhaltend. Er erkl\u00e4rte lediglich, dass Uber Waymo-Taxis grunds\u00e4tzlich gerne in mehr St\u00e4dten auf der Plattform haben w\u00fcrde. Sie seien in Austin und Atlanta sehr gut ausgelastet. Allerdings blieb es bei diesen vagen Kommentaren \u2013 auch in der Vergangenheit war das Verh\u00e4ltnis der beiden Units nicht immer unproblematisch.Wenn die Robotaxi-Wette aufgeht und Hersteller es tats\u00e4chlich schaffen, Kunden eine sichere Technologie anzubieten, ist Ubers aktuelles Gesch\u00e4ftsmodell gef\u00e4hrdet, das sich auf menschliche Fahrer verl\u00e4sst. Vorausgesetzt, Robotaxi-Fahrten k\u00f6nnen menschliche Fahrer trotz teurer Technik beim Preis in Zukunft deutlich unterbieten. F\u00fcr Uber steht also potenziell viel im Feuer. Gleichzeitig bleibt es aktuell vollkommen offen, wer am Ende wirklich als Gewinner aus dem neuen Markt hervorgeht. Bleibt es n\u00e4mlich bei der sich anbahnenden Aufgabenteilung aus Herstellern und Distributoren, k\u00f6nnten Anbieter wie Uber und Lyft sich von den Errungenschaften der Hersteller erst einmal mitziehen lassen, ohne selbst Milliarden-Investitionen t\u00e4tigen zu m\u00fcssen. Und am Ende trotz \u2013 oder gar wegen \u2013 der fehlenden eigenen Technologie oben aufschwimmen.Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c.Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/file-photo-illustration-shows-uber-logo.webp\",\"contentUrl\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/file-photo-illustration-shows-uber-logo.webp\",\"width\":1200,\"height\":574},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Tesla? 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Doch obwohl die Hersteller \u00f6ffentlichkeitswirksam das Zukunftsthema besetzen, ist die Frage, wer am Ende vom Milliardenmarkt profitiert, nicht endg\u00fcltig gekl\u00e4rt \u2013 und im Windschatten rollen bereits Fahrdienstvermittler wie Uber und Lyft heran.Der Gedanke dabei ist beinahe banal: Waymo, Tesla und Co. m\u00f6gen technologische Pioniere in der Entwicklung sein. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass sie am Ende die Profiteure der neuen Technologie bleiben m\u00fcssen. Denn auch Robotaxis werden vermutlich nicht ohne kluge Distribution auskommen. Elon Musk vertritt zwar best\u00e4ndig die Vision eines eigenen Tesla-\u00d6kosystems, in dem man einerseits Taxidienste buchen, gleichzeitig aber als Tesla-Besitzer sein eigenes Auto zur Kurzzeit-Vermietung freigeben kann. Wann das kommt und ob die Wette am Ende aufgeht, ist offen.Den Gegenentwurf liefern derweil die Fahrdienstvermittler, allen voran Uber. Deren Antwort auf den Robotaxi-Boom hei\u00dft ganz schlicht: Partnerschaften. In der Anfangsphase wollen sie dabei offenbar so diversifiziert wie m\u00f6glich vorgehen. Mehr als 15 Partnerschaften hat Uber bereits einget\u00fctet \u2013 zuletzt kamen prominente Namen wie Volkswagen und Baidu dazu. Waymo-Fahrten in den US-St\u00e4dten Austin und Atlanta k\u00f6nnen Nutzer bereits seit diesem Jahr \u00fcber die Uber-Plattform buchen. Der Fahrdienstvermittler hat sich dabei unterschiedliche Modelle \u00fcberlegt, wie er seine Plattform monetarisieren kann.Ubers Comeback im Robotaxi-MarktEines dieser Modelle beruht darauf, sich eine eigene Technologie zu sichern. Ganz auf Partnerschaften will Uber sich offenbar nicht verlassen: Als Investor beteiligt sich Uber mittlerweile direkt an Robotaxi-Entwicklern. So steckte das Unternehmen erst im Juli 300 Millionen US-Dollar in den Tesla-Konkurrenten Lucid sowie einen weiteren Millionenbetrag in das KI-Startup Nuro. Mit Nuros Technologie sollen Lucids E-Fahrzeuge Ende 2026 exklusiv f\u00fcr Uber auf die Stra\u00dfen rollen. Mindestens 20.000 Fahrzeuge will Uber den Herstellern abnehmen.F\u00fcr Uber ist das ein Wiedereinstieg in den umk\u00e4mpften Zukunftsmarkt. Urspr\u00fcnglich hatte das Unternehmen unter Gr\u00fcnder Travis Kalanick eigene Forschungsambitionen f\u00fcr autonome Fahrzeuge \u2013 und investierte Milliarden in die Entwicklung der Zukunftstechnologie. Die Wende kam mit dem ersten t\u00f6dlichen Unfall eines autonom gesteuerten Fahrzeuges im Jahr 2018. Nahezu ungebremst fuhr das Testfahrzeug im US-Bundesstaat Arizona damals in eine Fu\u00dfg\u00e4ngerin. Nur zwei Jahre sp\u00e4ter verkaufte Uber seine Entwicklungssparte an das Startup Aurora.CEO Dara Khosrowshahi begr\u00fcndete den Umschwung sp\u00e4ter auch mit einer simplen Frage des Gesch\u00e4ftsmodells: Uber habe entweder Plattformbetreiber werden oder ein Robotaxi-Vertical aufbauen k\u00f6nnen. Beides zugleich habe damals nicht funktioniert \u2013 zumal das Unternehmen zu dem Zeitpunkt noch Milliarden verbrannte.Kaum eigene Autos \u2013 trotzdem Profiteur?Mittlerweile hat Uber den Schritt in die Profitabilit\u00e4t geschafft. So verk\u00fcndete der Konzern am Mittwoch, im zweiten Quartal 2025 einen Umsatz von 12,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet und ein operatives Ergebnis von knapp 1,5 Milliarden Dollar erreicht zu haben \u2013 ein Plus von 18 bzw. 82 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal. Das Unternehmen \u00fcbertraf damit die Erwartungen der Analysten. Und: Uber ist als Plattformanbieter das, was man \u201easset light\u201c nennt. Fahrer und Autos sind im Gegensatz zu Taxi-Unternehmen ausgelagert. Demgegen\u00fcber zahlen Waymo-Mutter Alphabet und Tesla f\u00fcr die Entwicklung autonom fahrender Autos Milliarden. Zwar f\u00fchrt Alphabet die genauen Zahlen f\u00fcr Waymo nicht aus \u2013 in den Finanzberichten wird sie unter \u201eAndere Wetten\u201c gelistet. Und diese Sparte machte 2024 mehr als vier Milliarden Dollar Verlust. Die aktuell angebotenen Fahrten sind bislang nicht profitabel. Auch Tesla steht angesichts des schw\u00e4chelnden Kerngesch\u00e4fts mit E-Autos vor Problemen \u2013 so sehr, dass sogar Elon Musk vor harten Quartalen warnte.Partnerschaften sind f\u00fcr Uber also eine M\u00f6glichkeit, vom Robotaxi-Hype zu profitieren, ohne die hohen Entwicklungskosten tragen zu m\u00fcssen. Gleichzeitig kann das Unternehmen so tech-affine Kunden auf der Plattform halten, die es sonst ins \u00d6kosystem der Robotaxi-Anbieter verlieren w\u00fcrde. Und im Umkehrschluss bieten sie Baidu, Waymo und Co. eine M\u00f6glichkeit, ihre Gesch\u00e4fte zu skalieren. N\u00e4mlich durch die rund 171 Millionen aktiven monatlichen Nutzer, die Uber 2024 auf seiner Plattform verzeichnete.Uber-Konkurrent Lyft zieht nachDara Khosrowshahi erkl\u00e4rte am Mittwoch, dass Uber grunds\u00e4tzlich drei verschiedene Modelle erprobe, w\u00e4hrend das Unternehmen das Marktpotenzial von Robotaxis mit seinen Partnern pr\u00fcft. Eines davon ist ein sogenanntes H\u00e4ndlermodell, bei dem Uber seinen Partnern einen fixen Betrag pro Fahrt beziehungsweise pro Tag zahlt. \u201eWir tragen dabei das Risiko, unser Netzwerk zu monetarisieren\u201c, so Khosrowshahi. Als zweite Option f\u00fchrte der Uber-CEO eine Umsatzbeteiligung an, bei der Partner einen variablen Teil der Fahrtkosten bekommen \u2013 \u00e4hnlich wie Uber es aktuell mit seinen Fahrern handhabt. Zudem gibt es ein Lizenzmodell f\u00fcr die Software. Aktion\u00e4re hatten diesen Robotaxi-Fokus von Uber zuletzt grunds\u00e4tzlich goutiert: Der Aktienkurs des Unternehmens war seit Jahresbeginn zeitweise um mehr als 40 Prozent gestiegen.Entsprechend hatte sich auch Uber-Konkurrent Lyft st\u00e4rker im Robotaxi-Markt positioniert \u2013 vor allem in Europa. So hatte Lyft mit der \u00dcbernahme von BMWs und Mercedes\u2019 Joint Venture Freenow aufhorchen lassen. Erst vor wenigen Tagen folgte dann die Ank\u00fcndigung einer Partnerschaft mit Baidu. Dessen Apollo Go Autos will Lyft nach Europa bringen, w\u00e4hrend sich Uber und Baidu zun\u00e4chst auf Asien und den Mittleren Osten konzentrieren.Das Beispiel zeigt aber: Auch die Hersteller erproben den Markt \u00fcber verschiedene Partnerschaften. Waymo etwa kooperiert nur in Austin und Atlanta mit Uber. In anderen St\u00e4dten buchen Kunden \u00fcber die hauseigene App. Und mit Dallas k\u00fcndigte Waymo erst vor wenigen Tagen einen weiteren Markteintritt an, bei dem das Unternehmen sich nicht auf Uber verl\u00e4sst. Der Fahrtvermittler ist also noch st\u00e4rker von Partnerschaften abh\u00e4ngig. Entsprechend rutschte der Aktienkurs von Uber zwischenzeitlich ab.Khosrowshahi kommentierte die k\u00fcnftige Entwicklung der Waymo-Partnerschaft am Mittwoch zur\u00fcckhaltend. Er erkl\u00e4rte lediglich, dass Uber Waymo-Taxis grunds\u00e4tzlich gerne in mehr St\u00e4dten auf der Plattform haben w\u00fcrde. Sie seien in Austin und Atlanta sehr gut ausgelastet. Allerdings blieb es bei diesen vagen Kommentaren \u2013 auch in der Vergangenheit war das Verh\u00e4ltnis der beiden Units nicht immer unproblematisch.Wenn die Robotaxi-Wette aufgeht und Hersteller es tats\u00e4chlich schaffen, Kunden eine sichere Technologie anzubieten, ist Ubers aktuelles Gesch\u00e4ftsmodell gef\u00e4hrdet, das sich auf menschliche Fahrer verl\u00e4sst. Vorausgesetzt, Robotaxi-Fahrten k\u00f6nnen menschliche Fahrer trotz teurer Technik beim Preis in Zukunft deutlich unterbieten. F\u00fcr Uber steht also potenziell viel im Feuer. Gleichzeitig bleibt es aktuell vollkommen offen, wer am Ende wirklich als Gewinner aus dem neuen Markt hervorgeht. Bleibt es n\u00e4mlich bei der sich anbahnenden Aufgabenteilung aus Herstellern und Distributoren, k\u00f6nnten Anbieter wie Uber und Lyft sich von den Errungenschaften der Hersteller erst einmal mitziehen lassen, ohne selbst Milliarden-Investitionen t\u00e4tigen zu m\u00fcssen. Und am Ende trotz \u2013 oder gar wegen \u2013 der fehlenden eigenen Technologie oben aufschwimmen.Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c.Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Tesla? Waymo? Oder doch Uber? Das neue Szenario f\u00fcr die Robotaxi-Revolution - vof-news.eu","og_description":"Der H\u00e4lfte der US-Bev\u00f6lkerung k\u00f6nne Tesla bis Jahresende Robotaxi-Fahrten anbieten \u2013 Zustimmung der Beh\u00f6rden vorausgesetzt. So t\u00f6nte Elon Musk bei der Verk\u00fcndung seiner j\u00fcngsten Quartalszahlen gewohnt gro\u00dfspurig. Genau genommen macht der Tesla-CEO im Bereich autonomes Fahren seit beinahe zehn Jahren Versprechen, die er dann nicht halten kann. Erst seit Juni dieses Jahres rollen seine autonomen Teslas tats\u00e4chlich auf den Stra\u00dfen von Austin in Texas. W\u00e4hrenddessen kommt Google-Tochter Waymo landesweit bereits auf 250.000 Robotaxi-Fahrten in der Woche und der chinesische Anbieter Baidu eigenen Angaben zufolge auf 1,4 Millionen Fahrten im Quartal. Doch obwohl die Hersteller \u00f6ffentlichkeitswirksam das Zukunftsthema besetzen, ist die Frage, wer am Ende vom Milliardenmarkt profitiert, nicht endg\u00fcltig gekl\u00e4rt \u2013 und im Windschatten rollen bereits Fahrdienstvermittler wie Uber und Lyft heran.Der Gedanke dabei ist beinahe banal: Waymo, Tesla und Co. m\u00f6gen technologische Pioniere in der Entwicklung sein. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass sie am Ende die Profiteure der neuen Technologie bleiben m\u00fcssen. Denn auch Robotaxis werden vermutlich nicht ohne kluge Distribution auskommen. Elon Musk vertritt zwar best\u00e4ndig die Vision eines eigenen Tesla-\u00d6kosystems, in dem man einerseits Taxidienste buchen, gleichzeitig aber als Tesla-Besitzer sein eigenes Auto zur Kurzzeit-Vermietung freigeben kann. Wann das kommt und ob die Wette am Ende aufgeht, ist offen.Den Gegenentwurf liefern derweil die Fahrdienstvermittler, allen voran Uber. Deren Antwort auf den Robotaxi-Boom hei\u00dft ganz schlicht: Partnerschaften. In der Anfangsphase wollen sie dabei offenbar so diversifiziert wie m\u00f6glich vorgehen. Mehr als 15 Partnerschaften hat Uber bereits einget\u00fctet \u2013 zuletzt kamen prominente Namen wie Volkswagen und Baidu dazu. Waymo-Fahrten in den US-St\u00e4dten Austin und Atlanta k\u00f6nnen Nutzer bereits seit diesem Jahr \u00fcber die Uber-Plattform buchen. Der Fahrdienstvermittler hat sich dabei unterschiedliche Modelle \u00fcberlegt, wie er seine Plattform monetarisieren kann.Ubers Comeback im Robotaxi-MarktEines dieser Modelle beruht darauf, sich eine eigene Technologie zu sichern. Ganz auf Partnerschaften will Uber sich offenbar nicht verlassen: Als Investor beteiligt sich Uber mittlerweile direkt an Robotaxi-Entwicklern. So steckte das Unternehmen erst im Juli 300 Millionen US-Dollar in den Tesla-Konkurrenten Lucid sowie einen weiteren Millionenbetrag in das KI-Startup Nuro. Mit Nuros Technologie sollen Lucids E-Fahrzeuge Ende 2026 exklusiv f\u00fcr Uber auf die Stra\u00dfen rollen. Mindestens 20.000 Fahrzeuge will Uber den Herstellern abnehmen.F\u00fcr Uber ist das ein Wiedereinstieg in den umk\u00e4mpften Zukunftsmarkt. Urspr\u00fcnglich hatte das Unternehmen unter Gr\u00fcnder Travis Kalanick eigene Forschungsambitionen f\u00fcr autonome Fahrzeuge \u2013 und investierte Milliarden in die Entwicklung der Zukunftstechnologie. Die Wende kam mit dem ersten t\u00f6dlichen Unfall eines autonom gesteuerten Fahrzeuges im Jahr 2018. Nahezu ungebremst fuhr das Testfahrzeug im US-Bundesstaat Arizona damals in eine Fu\u00dfg\u00e4ngerin. Nur zwei Jahre sp\u00e4ter verkaufte Uber seine Entwicklungssparte an das Startup Aurora.CEO Dara Khosrowshahi begr\u00fcndete den Umschwung sp\u00e4ter auch mit einer simplen Frage des Gesch\u00e4ftsmodells: Uber habe entweder Plattformbetreiber werden oder ein Robotaxi-Vertical aufbauen k\u00f6nnen. Beides zugleich habe damals nicht funktioniert \u2013 zumal das Unternehmen zu dem Zeitpunkt noch Milliarden verbrannte.Kaum eigene Autos \u2013 trotzdem Profiteur?Mittlerweile hat Uber den Schritt in die Profitabilit\u00e4t geschafft. So verk\u00fcndete der Konzern am Mittwoch, im zweiten Quartal 2025 einen Umsatz von 12,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet und ein operatives Ergebnis von knapp 1,5 Milliarden Dollar erreicht zu haben \u2013 ein Plus von 18 bzw. 82 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal. Das Unternehmen \u00fcbertraf damit die Erwartungen der Analysten. Und: Uber ist als Plattformanbieter das, was man \u201easset light\u201c nennt. Fahrer und Autos sind im Gegensatz zu Taxi-Unternehmen ausgelagert. Demgegen\u00fcber zahlen Waymo-Mutter Alphabet und Tesla f\u00fcr die Entwicklung autonom fahrender Autos Milliarden. Zwar f\u00fchrt Alphabet die genauen Zahlen f\u00fcr Waymo nicht aus \u2013 in den Finanzberichten wird sie unter \u201eAndere Wetten\u201c gelistet. Und diese Sparte machte 2024 mehr als vier Milliarden Dollar Verlust. Die aktuell angebotenen Fahrten sind bislang nicht profitabel. Auch Tesla steht angesichts des schw\u00e4chelnden Kerngesch\u00e4fts mit E-Autos vor Problemen \u2013 so sehr, dass sogar Elon Musk vor harten Quartalen warnte.Partnerschaften sind f\u00fcr Uber also eine M\u00f6glichkeit, vom Robotaxi-Hype zu profitieren, ohne die hohen Entwicklungskosten tragen zu m\u00fcssen. Gleichzeitig kann das Unternehmen so tech-affine Kunden auf der Plattform halten, die es sonst ins \u00d6kosystem der Robotaxi-Anbieter verlieren w\u00fcrde. Und im Umkehrschluss bieten sie Baidu, Waymo und Co. eine M\u00f6glichkeit, ihre Gesch\u00e4fte zu skalieren. N\u00e4mlich durch die rund 171 Millionen aktiven monatlichen Nutzer, die Uber 2024 auf seiner Plattform verzeichnete.Uber-Konkurrent Lyft zieht nachDara Khosrowshahi erkl\u00e4rte am Mittwoch, dass Uber grunds\u00e4tzlich drei verschiedene Modelle erprobe, w\u00e4hrend das Unternehmen das Marktpotenzial von Robotaxis mit seinen Partnern pr\u00fcft. Eines davon ist ein sogenanntes H\u00e4ndlermodell, bei dem Uber seinen Partnern einen fixen Betrag pro Fahrt beziehungsweise pro Tag zahlt. \u201eWir tragen dabei das Risiko, unser Netzwerk zu monetarisieren\u201c, so Khosrowshahi. Als zweite Option f\u00fchrte der Uber-CEO eine Umsatzbeteiligung an, bei der Partner einen variablen Teil der Fahrtkosten bekommen \u2013 \u00e4hnlich wie Uber es aktuell mit seinen Fahrern handhabt. Zudem gibt es ein Lizenzmodell f\u00fcr die Software. Aktion\u00e4re hatten diesen Robotaxi-Fokus von Uber zuletzt grunds\u00e4tzlich goutiert: Der Aktienkurs des Unternehmens war seit Jahresbeginn zeitweise um mehr als 40 Prozent gestiegen.Entsprechend hatte sich auch Uber-Konkurrent Lyft st\u00e4rker im Robotaxi-Markt positioniert \u2013 vor allem in Europa. So hatte Lyft mit der \u00dcbernahme von BMWs und Mercedes\u2019 Joint Venture Freenow aufhorchen lassen. Erst vor wenigen Tagen folgte dann die Ank\u00fcndigung einer Partnerschaft mit Baidu. Dessen Apollo Go Autos will Lyft nach Europa bringen, w\u00e4hrend sich Uber und Baidu zun\u00e4chst auf Asien und den Mittleren Osten konzentrieren.Das Beispiel zeigt aber: Auch die Hersteller erproben den Markt \u00fcber verschiedene Partnerschaften. Waymo etwa kooperiert nur in Austin und Atlanta mit Uber. In anderen St\u00e4dten buchen Kunden \u00fcber die hauseigene App. Und mit Dallas k\u00fcndigte Waymo erst vor wenigen Tagen einen weiteren Markteintritt an, bei dem das Unternehmen sich nicht auf Uber verl\u00e4sst. Der Fahrtvermittler ist also noch st\u00e4rker von Partnerschaften abh\u00e4ngig. Entsprechend rutschte der Aktienkurs von Uber zwischenzeitlich ab.Khosrowshahi kommentierte die k\u00fcnftige Entwicklung der Waymo-Partnerschaft am Mittwoch zur\u00fcckhaltend. Er erkl\u00e4rte lediglich, dass Uber Waymo-Taxis grunds\u00e4tzlich gerne in mehr St\u00e4dten auf der Plattform haben w\u00fcrde. Sie seien in Austin und Atlanta sehr gut ausgelastet. Allerdings blieb es bei diesen vagen Kommentaren \u2013 auch in der Vergangenheit war das Verh\u00e4ltnis der beiden Units nicht immer unproblematisch.Wenn die Robotaxi-Wette aufgeht und Hersteller es tats\u00e4chlich schaffen, Kunden eine sichere Technologie anzubieten, ist Ubers aktuelles Gesch\u00e4ftsmodell gef\u00e4hrdet, das sich auf menschliche Fahrer verl\u00e4sst. Vorausgesetzt, Robotaxi-Fahrten k\u00f6nnen menschliche Fahrer trotz teurer Technik beim Preis in Zukunft deutlich unterbieten. F\u00fcr Uber steht also potenziell viel im Feuer. Gleichzeitig bleibt es aktuell vollkommen offen, wer am Ende wirklich als Gewinner aus dem neuen Markt hervorgeht. Bleibt es n\u00e4mlich bei der sich anbahnenden Aufgabenteilung aus Herstellern und Distributoren, k\u00f6nnten Anbieter wie Uber und Lyft sich von den Errungenschaften der Hersteller erst einmal mitziehen lassen, ohne selbst Milliarden-Investitionen t\u00e4tigen zu m\u00fcssen. Und am Ende trotz \u2013 oder gar wegen \u2013 der fehlenden eigenen Technologie oben aufschwimmen.Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c.Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.","og_url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution\/","og_site_name":"vof-news.eu","article_published_time":"2025-08-06T18:26:13+00:00","article_modified_time":"2025-08-06T18:26:32+00:00","og_image":[{"width":1200,"height":574,"url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/file-photo-illustration-shows-uber-logo.webp","type":"image\/webp"}],"author":"Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"6\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution\/","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution\/","name":"Tesla? 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Genau genommen macht der Tesla-CEO im Bereich autonomes Fahren seit beinahe zehn Jahren Versprechen, die er dann nicht halten kann. Erst seit Juni dieses Jahres rollen seine autonomen Teslas tats\u00e4chlich auf den Stra\u00dfen von Austin in Texas. W\u00e4hrenddessen kommt Google-Tochter Waymo landesweit bereits auf 250.000 Robotaxi-Fahrten in der Woche und der chinesische Anbieter Baidu eigenen Angaben zufolge auf 1,4 Millionen Fahrten im Quartal. Doch obwohl die Hersteller \u00f6ffentlichkeitswirksam das Zukunftsthema besetzen, ist die Frage, wer am Ende vom Milliardenmarkt profitiert, nicht endg\u00fcltig gekl\u00e4rt \u2013 und im Windschatten rollen bereits Fahrdienstvermittler wie Uber und Lyft heran.Der Gedanke dabei ist beinahe banal: Waymo, Tesla und Co. m\u00f6gen technologische Pioniere in der Entwicklung sein. Das bedeutet aber nicht zwingend, dass sie am Ende die Profiteure der neuen Technologie bleiben m\u00fcssen. Denn auch Robotaxis werden vermutlich nicht ohne kluge Distribution auskommen. Elon Musk vertritt zwar best\u00e4ndig die Vision eines eigenen Tesla-\u00d6kosystems, in dem man einerseits Taxidienste buchen, gleichzeitig aber als Tesla-Besitzer sein eigenes Auto zur Kurzzeit-Vermietung freigeben kann. Wann das kommt und ob die Wette am Ende aufgeht, ist offen.Den Gegenentwurf liefern derweil die Fahrdienstvermittler, allen voran Uber. Deren Antwort auf den Robotaxi-Boom hei\u00dft ganz schlicht: Partnerschaften. In der Anfangsphase wollen sie dabei offenbar so diversifiziert wie m\u00f6glich vorgehen. Mehr als 15 Partnerschaften hat Uber bereits einget\u00fctet \u2013 zuletzt kamen prominente Namen wie Volkswagen und Baidu dazu. Waymo-Fahrten in den US-St\u00e4dten Austin und Atlanta k\u00f6nnen Nutzer bereits seit diesem Jahr \u00fcber die Uber-Plattform buchen. Der Fahrdienstvermittler hat sich dabei unterschiedliche Modelle \u00fcberlegt, wie er seine Plattform monetarisieren kann.Ubers Comeback im Robotaxi-MarktEines dieser Modelle beruht darauf, sich eine eigene Technologie zu sichern. Ganz auf Partnerschaften will Uber sich offenbar nicht verlassen: Als Investor beteiligt sich Uber mittlerweile direkt an Robotaxi-Entwicklern. So steckte das Unternehmen erst im Juli 300 Millionen US-Dollar in den Tesla-Konkurrenten Lucid sowie einen weiteren Millionenbetrag in das KI-Startup Nuro. Mit Nuros Technologie sollen Lucids E-Fahrzeuge Ende 2026 exklusiv f\u00fcr Uber auf die Stra\u00dfen rollen. Mindestens 20.000 Fahrzeuge will Uber den Herstellern abnehmen.F\u00fcr Uber ist das ein Wiedereinstieg in den umk\u00e4mpften Zukunftsmarkt. Urspr\u00fcnglich hatte das Unternehmen unter Gr\u00fcnder Travis Kalanick eigene Forschungsambitionen f\u00fcr autonome Fahrzeuge \u2013 und investierte Milliarden in die Entwicklung der Zukunftstechnologie. Die Wende kam mit dem ersten t\u00f6dlichen Unfall eines autonom gesteuerten Fahrzeuges im Jahr 2018. Nahezu ungebremst fuhr das Testfahrzeug im US-Bundesstaat Arizona damals in eine Fu\u00dfg\u00e4ngerin. Nur zwei Jahre sp\u00e4ter verkaufte Uber seine Entwicklungssparte an das Startup Aurora.CEO Dara Khosrowshahi begr\u00fcndete den Umschwung sp\u00e4ter auch mit einer simplen Frage des Gesch\u00e4ftsmodells: Uber habe entweder Plattformbetreiber werden oder ein Robotaxi-Vertical aufbauen k\u00f6nnen. Beides zugleich habe damals nicht funktioniert \u2013 zumal das Unternehmen zu dem Zeitpunkt noch Milliarden verbrannte.Kaum eigene Autos \u2013 trotzdem Profiteur?Mittlerweile hat Uber den Schritt in die Profitabilit\u00e4t geschafft. So verk\u00fcndete der Konzern am Mittwoch, im zweiten Quartal 2025 einen Umsatz von 12,6 Milliarden Dollar erwirtschaftet und ein operatives Ergebnis von knapp 1,5 Milliarden Dollar erreicht zu haben \u2013 ein Plus von 18 bzw. 82 Prozent gegen\u00fcber dem Vorjahresquartal. Das Unternehmen \u00fcbertraf damit die Erwartungen der Analysten. Und: Uber ist als Plattformanbieter das, was man \u201easset light\u201c nennt. Fahrer und Autos sind im Gegensatz zu Taxi-Unternehmen ausgelagert. Demgegen\u00fcber zahlen Waymo-Mutter Alphabet und Tesla f\u00fcr die Entwicklung autonom fahrender Autos Milliarden. Zwar f\u00fchrt Alphabet die genauen Zahlen f\u00fcr Waymo nicht aus \u2013 in den Finanzberichten wird sie unter \u201eAndere Wetten\u201c gelistet. Und diese Sparte machte 2024 mehr als vier Milliarden Dollar Verlust. Die aktuell angebotenen Fahrten sind bislang nicht profitabel. Auch Tesla steht angesichts des schw\u00e4chelnden Kerngesch\u00e4fts mit E-Autos vor Problemen \u2013 so sehr, dass sogar Elon Musk vor harten Quartalen warnte.Partnerschaften sind f\u00fcr Uber also eine M\u00f6glichkeit, vom Robotaxi-Hype zu profitieren, ohne die hohen Entwicklungskosten tragen zu m\u00fcssen. Gleichzeitig kann das Unternehmen so tech-affine Kunden auf der Plattform halten, die es sonst ins \u00d6kosystem der Robotaxi-Anbieter verlieren w\u00fcrde. Und im Umkehrschluss bieten sie Baidu, Waymo und Co. eine M\u00f6glichkeit, ihre Gesch\u00e4fte zu skalieren. N\u00e4mlich durch die rund 171 Millionen aktiven monatlichen Nutzer, die Uber 2024 auf seiner Plattform verzeichnete.Uber-Konkurrent Lyft zieht nachDara Khosrowshahi erkl\u00e4rte am Mittwoch, dass Uber grunds\u00e4tzlich drei verschiedene Modelle erprobe, w\u00e4hrend das Unternehmen das Marktpotenzial von Robotaxis mit seinen Partnern pr\u00fcft. Eines davon ist ein sogenanntes H\u00e4ndlermodell, bei dem Uber seinen Partnern einen fixen Betrag pro Fahrt beziehungsweise pro Tag zahlt. \u201eWir tragen dabei das Risiko, unser Netzwerk zu monetarisieren\u201c, so Khosrowshahi. Als zweite Option f\u00fchrte der Uber-CEO eine Umsatzbeteiligung an, bei der Partner einen variablen Teil der Fahrtkosten bekommen \u2013 \u00e4hnlich wie Uber es aktuell mit seinen Fahrern handhabt. Zudem gibt es ein Lizenzmodell f\u00fcr die Software. Aktion\u00e4re hatten diesen Robotaxi-Fokus von Uber zuletzt grunds\u00e4tzlich goutiert: Der Aktienkurs des Unternehmens war seit Jahresbeginn zeitweise um mehr als 40 Prozent gestiegen.Entsprechend hatte sich auch Uber-Konkurrent Lyft st\u00e4rker im Robotaxi-Markt positioniert \u2013 vor allem in Europa. So hatte Lyft mit der \u00dcbernahme von BMWs und Mercedes\u2019 Joint Venture Freenow aufhorchen lassen. Erst vor wenigen Tagen folgte dann die Ank\u00fcndigung einer Partnerschaft mit Baidu. Dessen Apollo Go Autos will Lyft nach Europa bringen, w\u00e4hrend sich Uber und Baidu zun\u00e4chst auf Asien und den Mittleren Osten konzentrieren.Das Beispiel zeigt aber: Auch die Hersteller erproben den Markt \u00fcber verschiedene Partnerschaften. Waymo etwa kooperiert nur in Austin und Atlanta mit Uber. In anderen St\u00e4dten buchen Kunden \u00fcber die hauseigene App. Und mit Dallas k\u00fcndigte Waymo erst vor wenigen Tagen einen weiteren Markteintritt an, bei dem das Unternehmen sich nicht auf Uber verl\u00e4sst. Der Fahrtvermittler ist also noch st\u00e4rker von Partnerschaften abh\u00e4ngig. Entsprechend rutschte der Aktienkurs von Uber zwischenzeitlich ab.Khosrowshahi kommentierte die k\u00fcnftige Entwicklung der Waymo-Partnerschaft am Mittwoch zur\u00fcckhaltend. Er erkl\u00e4rte lediglich, dass Uber Waymo-Taxis grunds\u00e4tzlich gerne in mehr St\u00e4dten auf der Plattform haben w\u00fcrde. Sie seien in Austin und Atlanta sehr gut ausgelastet. Allerdings blieb es bei diesen vagen Kommentaren \u2013 auch in der Vergangenheit war das Verh\u00e4ltnis der beiden Units nicht immer unproblematisch.Wenn die Robotaxi-Wette aufgeht und Hersteller es tats\u00e4chlich schaffen, Kunden eine sichere Technologie anzubieten, ist Ubers aktuelles Gesch\u00e4ftsmodell gef\u00e4hrdet, das sich auf menschliche Fahrer verl\u00e4sst. Vorausgesetzt, Robotaxi-Fahrten k\u00f6nnen menschliche Fahrer trotz teurer Technik beim Preis in Zukunft deutlich unterbieten. F\u00fcr Uber steht also potenziell viel im Feuer. Gleichzeitig bleibt es aktuell vollkommen offen, wer am Ende wirklich als Gewinner aus dem neuen Markt hervorgeht. Bleibt es n\u00e4mlich bei der sich anbahnenden Aufgabenteilung aus Herstellern und Distributoren, k\u00f6nnten Anbieter wie Uber und Lyft sich von den Errungenschaften der Hersteller erst einmal mitziehen lassen, ohne selbst Milliarden-Investitionen t\u00e4tigen zu m\u00fcssen. Und am Ende trotz \u2013 oder gar wegen \u2013 der fehlenden eigenen Technologie oben aufschwimmen.Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit \u201eBusiness Insider Deutschland\u201c.Steffen Bosse ist Wirtschaftsredakteur und berichtet f\u00fcr WELT \u00fcber alle Themen aus der Autoindustrie und der Beratungsbranche.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/file-photo-illustration-shows-uber-logo.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/file-photo-illustration-shows-uber-logo.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/tesla-waymo-oder-doch-uber-das-neue-szenario-fur-die-robotaxi-revolution\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Tesla? 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