{"id":262490,"date":"2025-08-06T17:26:07","date_gmt":"2025-08-06T14:26:07","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/"},"modified":"2025-08-06T17:26:28","modified_gmt":"2025-08-06T14:26:28","slug":"bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/","title":{"rendered":"Bieterverfahren f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee scheitert"},"content":{"rendered":"<p>Der Ausbau der Windenergie auf See hat nach Darstellung des Stromlobbyverbandes BDEW einen D\u00e4mpfer erhalten. Bei einer Auktion f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee sei erstmals kein einziges Gebot eingegangen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Mittwoch unter Berufung auf die Bundesnetzagentur mit. Es habe sich f\u00fcr zwei Fl\u00e4chen mit einer Gesamtleistung von 2500 Megawatt kein Investor gefunden. \u201eDas erstmalige Ausbleiben von Geboten zeigt, dass die Risiken f\u00fcr Offshore-Windpark-Entwickler in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben\u201c, sagte Kerstin Andreae vom BDEW. N\u00f6tig sei eine umfassende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes.<\/p>\n<p>Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) f\u00fchrte das Scheitern auf zwei wesentliche Ursachen zur\u00fcck. \u201eRichtig ist, dass bei der letzten Ausschreibung keine Gebote eingingen\u201c, sagte Reiche in Berlin. Das ausgeschriebene Gebiet sei aufgrund seiner geologischen Bedingungen mit h\u00f6heren Risiken behaftet, was zu entsprechenden Aufschl\u00e4gen bei den Bietern f\u00fchre. Zudem seien Kunden bei Stromabnahmevertr\u00e4gen in Zeiten von Negativpreisen nicht mehr bereit, diese zu erf\u00fcllen, was den gesamten Finanzierungsplan eines Projektes infrage stelle. \u201eEs w\u00e4re sicherlich gut, wenn die Bundesnetzagentur einen Blick \u00fcber den Kanal wirft und gegebenenfalls die Ausschreibungsbedingungen anpasst\u201c, sagte Reiche mit Verweis auf Gro\u00dfbritannien, wo in einem \u00e4hnlichen Fall das Verfahren nachgesch\u00e4rft worden sei.<\/p>\n<p>In Deutschland sind derzeit nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie 1639 Offshore-Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 9,2 Gigawatt am Netz. Branchenverb\u00e4nde hatten bereits im Vorfeld vor wachsenden Risiken f\u00fcr den weiteren Ausbau gewarnt und auf Probleme bei der vorangegangenen Auktion im Juni hingewiesen. Diese war f\u00fcr lediglich 180 Millionen Euro bezuschlagt worden, deutlich weniger als in fr\u00fcheren Runden.<\/p>\n<p>Ein zentrales Problem der nun gescheiterten Ausschreibung war laut BDEW zudem die geringere Wirtschaftlichkeit der Fl\u00e4chen. Wegen der geplanten hohen Bebauungsdichte w\u00fcrden sich die Windr\u00e4der gegenseitig verschatten, was die sogenannten Volllaststunden und damit die Ertr\u00e4ge deutlich senkt.<\/p>\n<p>Die Branche fordert daher eine grundlegende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes noch in diesem Jahr. Der BDEW forderte, das F\u00f6rdermodell auf zweiseitige Differenzvertr\u00e4ge (Contracts for Difference) umzustellen. Dabei wird ein fester Strompreis zwischen dem Staat und dem Anlagenbetreiber vereinbart. Liegt der tats\u00e4chliche Marktpreis darunter, gleicht der Staat die Differenz aus. Steigt der Marktpreis jedoch \u00fcber den vereinbarten Preis, muss der Betreiber die Mehrerl\u00f6se an den Staat abf\u00fchren. Deutschland will bis 2030 einen Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von 80 Prozent erreichen. Windenergie spielt dabei eine wichtige Rolle. <\/p>\n<p>\u201eWie letztes Jahr in D\u00e4nemark f\u00fcr 3 GW fanden sich nun auch in Deutschland f\u00fcr 2,5 GW Offshore-Windenergie Projektvolumen keine Bieter mehr, die bereit sind, ungedeckelt negativ zu bieten und zus\u00e4tzlich zweifelhafte und teure Nichtpreiskriterien zu erf\u00fcllen\u201c, sagte Dennis Rendschmidt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Industrieverbandes VDMA Power Systems. \u201eWie in D\u00e4nemark muss das dynamische Gebotsverfahren nun auch in Deutschland beerdigt werden, wie die Branche dies seit drei Jahren fordert.\u201c<\/p>\n<p>Die  Stiftung Offshore Windenergie teilte mit: \u201eDas laute Schweigen des Marktes ist ein klares Zeichen gegen das aktuelle Ausschreibungsdesign. Ein \u201aWeiter so\u2018 ist damit vom Tisch\u201c, sagte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Karina W\u00fcrtz. \u201eJetzt ist die Politik gefordert. Durch eine grundlegende Reform des Ausschreibungsdesigns inklusive der Einf\u00fchrung zweiseitiger Differenzvertr\u00e4ge f\u00fcr zumindest Teile der Fl\u00e4chen k\u00f6nnen die Finanzierungskosten des Offshore-Ausbaus drastisch gesenkt werden.\u201c <\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Ausbau der Windenergie auf See hat nach Darstellung des Stromlobbyverbandes BDEW einen D\u00e4mpfer erhalten. Bei einer Auktion f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee sei erstmals kein einziges Gebot eingegangen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Mittwoch unter Berufung auf die Bundesnetzagentur mit. Es habe sich f\u00fcr zwei Fl\u00e4chen mit einer Gesamtleistung von<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":262491,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[59],"tags":[],"class_list":["post-262490","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-business-de"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v22.9 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Bieterverfahren f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee scheitert - vof-news.eu<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Der Ausbau der Windenergie auf See hat nach Darstellung des Stromlobbyverbandes BDEW einen D\u00e4mpfer erhalten. Bei einer Auktion f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee sei erstmals kein einziges Gebot eingegangen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Mittwoch unter Berufung auf die Bundesnetzagentur mit. Es habe sich f\u00fcr zwei Fl\u00e4chen mit einer Gesamtleistung von 2500 Megawatt kein Investor gefunden. \u201eDas erstmalige Ausbleiben von Geboten zeigt, dass die Risiken f\u00fcr Offshore-Windpark-Entwickler in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben\u201c, sagte Kerstin Andreae vom BDEW. N\u00f6tig sei eine umfassende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes.Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) f\u00fchrte das Scheitern auf zwei wesentliche Ursachen zur\u00fcck. \u201eRichtig ist, dass bei der letzten Ausschreibung keine Gebote eingingen\u201c, sagte Reiche in Berlin. Das ausgeschriebene Gebiet sei aufgrund seiner geologischen Bedingungen mit h\u00f6heren Risiken behaftet, was zu entsprechenden Aufschl\u00e4gen bei den Bietern f\u00fchre. Zudem seien Kunden bei Stromabnahmevertr\u00e4gen in Zeiten von Negativpreisen nicht mehr bereit, diese zu erf\u00fcllen, was den gesamten Finanzierungsplan eines Projektes infrage stelle. \u201eEs w\u00e4re sicherlich gut, wenn die Bundesnetzagentur einen Blick \u00fcber den Kanal wirft und gegebenenfalls die Ausschreibungsbedingungen anpasst\u201c, sagte Reiche mit Verweis auf Gro\u00dfbritannien, wo in einem \u00e4hnlichen Fall das Verfahren nachgesch\u00e4rft worden sei.In Deutschland sind derzeit nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie 1639 Offshore-Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 9,2 Gigawatt am Netz. Branchenverb\u00e4nde hatten bereits im Vorfeld vor wachsenden Risiken f\u00fcr den weiteren Ausbau gewarnt und auf Probleme bei der vorangegangenen Auktion im Juni hingewiesen. Diese war f\u00fcr lediglich 180 Millionen Euro bezuschlagt worden, deutlich weniger als in fr\u00fcheren Runden.Ein zentrales Problem der nun gescheiterten Ausschreibung war laut BDEW zudem die geringere Wirtschaftlichkeit der Fl\u00e4chen. Wegen der geplanten hohen Bebauungsdichte w\u00fcrden sich die Windr\u00e4der gegenseitig verschatten, was die sogenannten Volllaststunden und damit die Ertr\u00e4ge deutlich senkt.Die Branche fordert daher eine grundlegende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes noch in diesem Jahr. Der BDEW forderte, das F\u00f6rdermodell auf zweiseitige Differenzvertr\u00e4ge (Contracts for Difference) umzustellen. Dabei wird ein fester Strompreis zwischen dem Staat und dem Anlagenbetreiber vereinbart. Liegt der tats\u00e4chliche Marktpreis darunter, gleicht der Staat die Differenz aus. Steigt der Marktpreis jedoch \u00fcber den vereinbarten Preis, muss der Betreiber die Mehrerl\u00f6se an den Staat abf\u00fchren. Deutschland will bis 2030 einen Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von 80 Prozent erreichen. Windenergie spielt dabei eine wichtige Rolle. \u201eWie letztes Jahr in D\u00e4nemark f\u00fcr 3 GW fanden sich nun auch in Deutschland f\u00fcr 2,5 GW Offshore-Windenergie Projektvolumen keine Bieter mehr, die bereit sind, ungedeckelt negativ zu bieten und zus\u00e4tzlich zweifelhafte und teure Nichtpreiskriterien zu erf\u00fcllen\u201c, sagte Dennis Rendschmidt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Industrieverbandes VDMA Power Systems. \u201eWie in D\u00e4nemark muss das dynamische Gebotsverfahren nun auch in Deutschland beerdigt werden, wie die Branche dies seit drei Jahren fordert.\u201cDie Stiftung Offshore Windenergie teilte mit: \u201eDas laute Schweigen des Marktes ist ein klares Zeichen gegen das aktuelle Ausschreibungsdesign. Ein \u201aWeiter so\u2018 ist damit vom Tisch\u201c, sagte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Karina W\u00fcrtz. \u201eJetzt ist die Politik gefordert. Durch eine grundlegende Reform des Ausschreibungsdesigns inklusive der Einf\u00fchrung zweiseitiger Differenzvertr\u00e4ge f\u00fcr zumindest Teile der Fl\u00e4chen k\u00f6nnen die Finanzierungskosten des Offshore-Ausbaus drastisch gesenkt werden.\u201c\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Bieterverfahren f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee scheitert - vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Der Ausbau der Windenergie auf See hat nach Darstellung des Stromlobbyverbandes BDEW einen D\u00e4mpfer erhalten. Bei einer Auktion f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee sei erstmals kein einziges Gebot eingegangen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Mittwoch unter Berufung auf die Bundesnetzagentur mit. Es habe sich f\u00fcr zwei Fl\u00e4chen mit einer Gesamtleistung von 2500 Megawatt kein Investor gefunden. \u201eDas erstmalige Ausbleiben von Geboten zeigt, dass die Risiken f\u00fcr Offshore-Windpark-Entwickler in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben\u201c, sagte Kerstin Andreae vom BDEW. N\u00f6tig sei eine umfassende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes.Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) f\u00fchrte das Scheitern auf zwei wesentliche Ursachen zur\u00fcck. \u201eRichtig ist, dass bei der letzten Ausschreibung keine Gebote eingingen\u201c, sagte Reiche in Berlin. Das ausgeschriebene Gebiet sei aufgrund seiner geologischen Bedingungen mit h\u00f6heren Risiken behaftet, was zu entsprechenden Aufschl\u00e4gen bei den Bietern f\u00fchre. Zudem seien Kunden bei Stromabnahmevertr\u00e4gen in Zeiten von Negativpreisen nicht mehr bereit, diese zu erf\u00fcllen, was den gesamten Finanzierungsplan eines Projektes infrage stelle. \u201eEs w\u00e4re sicherlich gut, wenn die Bundesnetzagentur einen Blick \u00fcber den Kanal wirft und gegebenenfalls die Ausschreibungsbedingungen anpasst\u201c, sagte Reiche mit Verweis auf Gro\u00dfbritannien, wo in einem \u00e4hnlichen Fall das Verfahren nachgesch\u00e4rft worden sei.In Deutschland sind derzeit nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie 1639 Offshore-Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 9,2 Gigawatt am Netz. Branchenverb\u00e4nde hatten bereits im Vorfeld vor wachsenden Risiken f\u00fcr den weiteren Ausbau gewarnt und auf Probleme bei der vorangegangenen Auktion im Juni hingewiesen. Diese war f\u00fcr lediglich 180 Millionen Euro bezuschlagt worden, deutlich weniger als in fr\u00fcheren Runden.Ein zentrales Problem der nun gescheiterten Ausschreibung war laut BDEW zudem die geringere Wirtschaftlichkeit der Fl\u00e4chen. Wegen der geplanten hohen Bebauungsdichte w\u00fcrden sich die Windr\u00e4der gegenseitig verschatten, was die sogenannten Volllaststunden und damit die Ertr\u00e4ge deutlich senkt.Die Branche fordert daher eine grundlegende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes noch in diesem Jahr. Der BDEW forderte, das F\u00f6rdermodell auf zweiseitige Differenzvertr\u00e4ge (Contracts for Difference) umzustellen. Dabei wird ein fester Strompreis zwischen dem Staat und dem Anlagenbetreiber vereinbart. Liegt der tats\u00e4chliche Marktpreis darunter, gleicht der Staat die Differenz aus. Steigt der Marktpreis jedoch \u00fcber den vereinbarten Preis, muss der Betreiber die Mehrerl\u00f6se an den Staat abf\u00fchren. Deutschland will bis 2030 einen Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von 80 Prozent erreichen. Windenergie spielt dabei eine wichtige Rolle. \u201eWie letztes Jahr in D\u00e4nemark f\u00fcr 3 GW fanden sich nun auch in Deutschland f\u00fcr 2,5 GW Offshore-Windenergie Projektvolumen keine Bieter mehr, die bereit sind, ungedeckelt negativ zu bieten und zus\u00e4tzlich zweifelhafte und teure Nichtpreiskriterien zu erf\u00fcllen\u201c, sagte Dennis Rendschmidt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Industrieverbandes VDMA Power Systems. \u201eWie in D\u00e4nemark muss das dynamische Gebotsverfahren nun auch in Deutschland beerdigt werden, wie die Branche dies seit drei Jahren fordert.\u201cDie Stiftung Offshore Windenergie teilte mit: \u201eDas laute Schweigen des Marktes ist ein klares Zeichen gegen das aktuelle Ausschreibungsdesign. Ein \u201aWeiter so\u2018 ist damit vom Tisch\u201c, sagte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Karina W\u00fcrtz. \u201eJetzt ist die Politik gefordert. Durch eine grundlegende Reform des Ausschreibungsdesigns inklusive der Einf\u00fchrung zweiseitiger Differenzvertr\u00e4ge f\u00fcr zumindest Teile der Fl\u00e4chen k\u00f6nnen die Finanzierungskosten des Offshore-Ausbaus drastisch gesenkt werden.\u201c\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-08-06T14:26:07+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-08-06T14:26:28+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/nordseeinsel-helgoland.webp\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"574\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/webp\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Author\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Author\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"3\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/\",\"name\":\"Bieterverfahren f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee scheitert - vof-news.eu\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/nordseeinsel-helgoland.webp\",\"datePublished\":\"2025-08-06T14:26:07+00:00\",\"dateModified\":\"2025-08-06T14:26:28+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed\"},\"description\":\"Der Ausbau der Windenergie auf See hat nach Darstellung des Stromlobbyverbandes BDEW einen D\u00e4mpfer erhalten. Bei einer Auktion f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee sei erstmals kein einziges Gebot eingegangen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Mittwoch unter Berufung auf die Bundesnetzagentur mit. Es habe sich f\u00fcr zwei Fl\u00e4chen mit einer Gesamtleistung von 2500 Megawatt kein Investor gefunden. \u201eDas erstmalige Ausbleiben von Geboten zeigt, dass die Risiken f\u00fcr Offshore-Windpark-Entwickler in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben\u201c, sagte Kerstin Andreae vom BDEW. N\u00f6tig sei eine umfassende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes.Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) f\u00fchrte das Scheitern auf zwei wesentliche Ursachen zur\u00fcck. \u201eRichtig ist, dass bei der letzten Ausschreibung keine Gebote eingingen\u201c, sagte Reiche in Berlin. Das ausgeschriebene Gebiet sei aufgrund seiner geologischen Bedingungen mit h\u00f6heren Risiken behaftet, was zu entsprechenden Aufschl\u00e4gen bei den Bietern f\u00fchre. Zudem seien Kunden bei Stromabnahmevertr\u00e4gen in Zeiten von Negativpreisen nicht mehr bereit, diese zu erf\u00fcllen, was den gesamten Finanzierungsplan eines Projektes infrage stelle. \u201eEs w\u00e4re sicherlich gut, wenn die Bundesnetzagentur einen Blick \u00fcber den Kanal wirft und gegebenenfalls die Ausschreibungsbedingungen anpasst\u201c, sagte Reiche mit Verweis auf Gro\u00dfbritannien, wo in einem \u00e4hnlichen Fall das Verfahren nachgesch\u00e4rft worden sei.In Deutschland sind derzeit nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie 1639 Offshore-Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 9,2 Gigawatt am Netz. Branchenverb\u00e4nde hatten bereits im Vorfeld vor wachsenden Risiken f\u00fcr den weiteren Ausbau gewarnt und auf Probleme bei der vorangegangenen Auktion im Juni hingewiesen. Diese war f\u00fcr lediglich 180 Millionen Euro bezuschlagt worden, deutlich weniger als in fr\u00fcheren Runden.Ein zentrales Problem der nun gescheiterten Ausschreibung war laut BDEW zudem die geringere Wirtschaftlichkeit der Fl\u00e4chen. Wegen der geplanten hohen Bebauungsdichte w\u00fcrden sich die Windr\u00e4der gegenseitig verschatten, was die sogenannten Volllaststunden und damit die Ertr\u00e4ge deutlich senkt.Die Branche fordert daher eine grundlegende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes noch in diesem Jahr. Der BDEW forderte, das F\u00f6rdermodell auf zweiseitige Differenzvertr\u00e4ge (Contracts for Difference) umzustellen. Dabei wird ein fester Strompreis zwischen dem Staat und dem Anlagenbetreiber vereinbart. Liegt der tats\u00e4chliche Marktpreis darunter, gleicht der Staat die Differenz aus. Steigt der Marktpreis jedoch \u00fcber den vereinbarten Preis, muss der Betreiber die Mehrerl\u00f6se an den Staat abf\u00fchren. Deutschland will bis 2030 einen Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von 80 Prozent erreichen. Windenergie spielt dabei eine wichtige Rolle. \u201eWie letztes Jahr in D\u00e4nemark f\u00fcr 3 GW fanden sich nun auch in Deutschland f\u00fcr 2,5 GW Offshore-Windenergie Projektvolumen keine Bieter mehr, die bereit sind, ungedeckelt negativ zu bieten und zus\u00e4tzlich zweifelhafte und teure Nichtpreiskriterien zu erf\u00fcllen\u201c, sagte Dennis Rendschmidt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Industrieverbandes VDMA Power Systems. \u201eWie in D\u00e4nemark muss das dynamische Gebotsverfahren nun auch in Deutschland beerdigt werden, wie die Branche dies seit drei Jahren fordert.\u201cDie Stiftung Offshore Windenergie teilte mit: \u201eDas laute Schweigen des Marktes ist ein klares Zeichen gegen das aktuelle Ausschreibungsdesign. Ein \u201aWeiter so\u2018 ist damit vom Tisch\u201c, sagte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Karina W\u00fcrtz. \u201eJetzt ist die Politik gefordert. Durch eine grundlegende Reform des Ausschreibungsdesigns inklusive der Einf\u00fchrung zweiseitiger Differenzvertr\u00e4ge f\u00fcr zumindest Teile der Fl\u00e4chen k\u00f6nnen die Finanzierungskosten des Offshore-Ausbaus drastisch gesenkt werden.\u201c\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/nordseeinsel-helgoland.webp\",\"contentUrl\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/nordseeinsel-helgoland.webp\",\"width\":1200,\"height\":574},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Bieterverfahren f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee scheitert\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/\",\"name\":\"vof-news.eu\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed\",\"name\":\"Author\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Author\"},\"sameAs\":[\"http:\/\/vof-news.eu\"],\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Bieterverfahren f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee scheitert - vof-news.eu","description":"Der Ausbau der Windenergie auf See hat nach Darstellung des Stromlobbyverbandes BDEW einen D\u00e4mpfer erhalten. Bei einer Auktion f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee sei erstmals kein einziges Gebot eingegangen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Mittwoch unter Berufung auf die Bundesnetzagentur mit. Es habe sich f\u00fcr zwei Fl\u00e4chen mit einer Gesamtleistung von 2500 Megawatt kein Investor gefunden. \u201eDas erstmalige Ausbleiben von Geboten zeigt, dass die Risiken f\u00fcr Offshore-Windpark-Entwickler in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben\u201c, sagte Kerstin Andreae vom BDEW. N\u00f6tig sei eine umfassende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes.Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) f\u00fchrte das Scheitern auf zwei wesentliche Ursachen zur\u00fcck. \u201eRichtig ist, dass bei der letzten Ausschreibung keine Gebote eingingen\u201c, sagte Reiche in Berlin. Das ausgeschriebene Gebiet sei aufgrund seiner geologischen Bedingungen mit h\u00f6heren Risiken behaftet, was zu entsprechenden Aufschl\u00e4gen bei den Bietern f\u00fchre. Zudem seien Kunden bei Stromabnahmevertr\u00e4gen in Zeiten von Negativpreisen nicht mehr bereit, diese zu erf\u00fcllen, was den gesamten Finanzierungsplan eines Projektes infrage stelle. \u201eEs w\u00e4re sicherlich gut, wenn die Bundesnetzagentur einen Blick \u00fcber den Kanal wirft und gegebenenfalls die Ausschreibungsbedingungen anpasst\u201c, sagte Reiche mit Verweis auf Gro\u00dfbritannien, wo in einem \u00e4hnlichen Fall das Verfahren nachgesch\u00e4rft worden sei.In Deutschland sind derzeit nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie 1639 Offshore-Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 9,2 Gigawatt am Netz. Branchenverb\u00e4nde hatten bereits im Vorfeld vor wachsenden Risiken f\u00fcr den weiteren Ausbau gewarnt und auf Probleme bei der vorangegangenen Auktion im Juni hingewiesen. Diese war f\u00fcr lediglich 180 Millionen Euro bezuschlagt worden, deutlich weniger als in fr\u00fcheren Runden.Ein zentrales Problem der nun gescheiterten Ausschreibung war laut BDEW zudem die geringere Wirtschaftlichkeit der Fl\u00e4chen. Wegen der geplanten hohen Bebauungsdichte w\u00fcrden sich die Windr\u00e4der gegenseitig verschatten, was die sogenannten Volllaststunden und damit die Ertr\u00e4ge deutlich senkt.Die Branche fordert daher eine grundlegende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes noch in diesem Jahr. Der BDEW forderte, das F\u00f6rdermodell auf zweiseitige Differenzvertr\u00e4ge (Contracts for Difference) umzustellen. Dabei wird ein fester Strompreis zwischen dem Staat und dem Anlagenbetreiber vereinbart. Liegt der tats\u00e4chliche Marktpreis darunter, gleicht der Staat die Differenz aus. Steigt der Marktpreis jedoch \u00fcber den vereinbarten Preis, muss der Betreiber die Mehrerl\u00f6se an den Staat abf\u00fchren. Deutschland will bis 2030 einen Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von 80 Prozent erreichen. Windenergie spielt dabei eine wichtige Rolle. \u201eWie letztes Jahr in D\u00e4nemark f\u00fcr 3 GW fanden sich nun auch in Deutschland f\u00fcr 2,5 GW Offshore-Windenergie Projektvolumen keine Bieter mehr, die bereit sind, ungedeckelt negativ zu bieten und zus\u00e4tzlich zweifelhafte und teure Nichtpreiskriterien zu erf\u00fcllen\u201c, sagte Dennis Rendschmidt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Industrieverbandes VDMA Power Systems. \u201eWie in D\u00e4nemark muss das dynamische Gebotsverfahren nun auch in Deutschland beerdigt werden, wie die Branche dies seit drei Jahren fordert.\u201cDie Stiftung Offshore Windenergie teilte mit: \u201eDas laute Schweigen des Marktes ist ein klares Zeichen gegen das aktuelle Ausschreibungsdesign. Ein \u201aWeiter so\u2018 ist damit vom Tisch\u201c, sagte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Karina W\u00fcrtz. \u201eJetzt ist die Politik gefordert. Durch eine grundlegende Reform des Ausschreibungsdesigns inklusive der Einf\u00fchrung zweiseitiger Differenzvertr\u00e4ge f\u00fcr zumindest Teile der Fl\u00e4chen k\u00f6nnen die Finanzierungskosten des Offshore-Ausbaus drastisch gesenkt werden.\u201c","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Bieterverfahren f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee scheitert - vof-news.eu","og_description":"Der Ausbau der Windenergie auf See hat nach Darstellung des Stromlobbyverbandes BDEW einen D\u00e4mpfer erhalten. Bei einer Auktion f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee sei erstmals kein einziges Gebot eingegangen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Mittwoch unter Berufung auf die Bundesnetzagentur mit. Es habe sich f\u00fcr zwei Fl\u00e4chen mit einer Gesamtleistung von 2500 Megawatt kein Investor gefunden. \u201eDas erstmalige Ausbleiben von Geboten zeigt, dass die Risiken f\u00fcr Offshore-Windpark-Entwickler in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben\u201c, sagte Kerstin Andreae vom BDEW. N\u00f6tig sei eine umfassende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes.Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) f\u00fchrte das Scheitern auf zwei wesentliche Ursachen zur\u00fcck. \u201eRichtig ist, dass bei der letzten Ausschreibung keine Gebote eingingen\u201c, sagte Reiche in Berlin. Das ausgeschriebene Gebiet sei aufgrund seiner geologischen Bedingungen mit h\u00f6heren Risiken behaftet, was zu entsprechenden Aufschl\u00e4gen bei den Bietern f\u00fchre. Zudem seien Kunden bei Stromabnahmevertr\u00e4gen in Zeiten von Negativpreisen nicht mehr bereit, diese zu erf\u00fcllen, was den gesamten Finanzierungsplan eines Projektes infrage stelle. \u201eEs w\u00e4re sicherlich gut, wenn die Bundesnetzagentur einen Blick \u00fcber den Kanal wirft und gegebenenfalls die Ausschreibungsbedingungen anpasst\u201c, sagte Reiche mit Verweis auf Gro\u00dfbritannien, wo in einem \u00e4hnlichen Fall das Verfahren nachgesch\u00e4rft worden sei.In Deutschland sind derzeit nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie 1639 Offshore-Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 9,2 Gigawatt am Netz. Branchenverb\u00e4nde hatten bereits im Vorfeld vor wachsenden Risiken f\u00fcr den weiteren Ausbau gewarnt und auf Probleme bei der vorangegangenen Auktion im Juni hingewiesen. Diese war f\u00fcr lediglich 180 Millionen Euro bezuschlagt worden, deutlich weniger als in fr\u00fcheren Runden.Ein zentrales Problem der nun gescheiterten Ausschreibung war laut BDEW zudem die geringere Wirtschaftlichkeit der Fl\u00e4chen. Wegen der geplanten hohen Bebauungsdichte w\u00fcrden sich die Windr\u00e4der gegenseitig verschatten, was die sogenannten Volllaststunden und damit die Ertr\u00e4ge deutlich senkt.Die Branche fordert daher eine grundlegende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes noch in diesem Jahr. Der BDEW forderte, das F\u00f6rdermodell auf zweiseitige Differenzvertr\u00e4ge (Contracts for Difference) umzustellen. Dabei wird ein fester Strompreis zwischen dem Staat und dem Anlagenbetreiber vereinbart. Liegt der tats\u00e4chliche Marktpreis darunter, gleicht der Staat die Differenz aus. Steigt der Marktpreis jedoch \u00fcber den vereinbarten Preis, muss der Betreiber die Mehrerl\u00f6se an den Staat abf\u00fchren. Deutschland will bis 2030 einen Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von 80 Prozent erreichen. Windenergie spielt dabei eine wichtige Rolle. \u201eWie letztes Jahr in D\u00e4nemark f\u00fcr 3 GW fanden sich nun auch in Deutschland f\u00fcr 2,5 GW Offshore-Windenergie Projektvolumen keine Bieter mehr, die bereit sind, ungedeckelt negativ zu bieten und zus\u00e4tzlich zweifelhafte und teure Nichtpreiskriterien zu erf\u00fcllen\u201c, sagte Dennis Rendschmidt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Industrieverbandes VDMA Power Systems. \u201eWie in D\u00e4nemark muss das dynamische Gebotsverfahren nun auch in Deutschland beerdigt werden, wie die Branche dies seit drei Jahren fordert.\u201cDie Stiftung Offshore Windenergie teilte mit: \u201eDas laute Schweigen des Marktes ist ein klares Zeichen gegen das aktuelle Ausschreibungsdesign. Ein \u201aWeiter so\u2018 ist damit vom Tisch\u201c, sagte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Karina W\u00fcrtz. \u201eJetzt ist die Politik gefordert. Durch eine grundlegende Reform des Ausschreibungsdesigns inklusive der Einf\u00fchrung zweiseitiger Differenzvertr\u00e4ge f\u00fcr zumindest Teile der Fl\u00e4chen k\u00f6nnen die Finanzierungskosten des Offshore-Ausbaus drastisch gesenkt werden.\u201c","og_url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/","og_site_name":"vof-news.eu","article_published_time":"2025-08-06T14:26:07+00:00","article_modified_time":"2025-08-06T14:26:28+00:00","og_image":[{"width":1200,"height":574,"url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/nordseeinsel-helgoland.webp","type":"image\/webp"}],"author":"Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"3\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/","name":"Bieterverfahren f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee scheitert - vof-news.eu","isPartOf":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/nordseeinsel-helgoland.webp","datePublished":"2025-08-06T14:26:07+00:00","dateModified":"2025-08-06T14:26:28+00:00","author":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed"},"description":"Der Ausbau der Windenergie auf See hat nach Darstellung des Stromlobbyverbandes BDEW einen D\u00e4mpfer erhalten. Bei einer Auktion f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee sei erstmals kein einziges Gebot eingegangen, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft am Mittwoch unter Berufung auf die Bundesnetzagentur mit. Es habe sich f\u00fcr zwei Fl\u00e4chen mit einer Gesamtleistung von 2500 Megawatt kein Investor gefunden. \u201eDas erstmalige Ausbleiben von Geboten zeigt, dass die Risiken f\u00fcr Offshore-Windpark-Entwickler in den letzten Jahren erheblich zugenommen haben\u201c, sagte Kerstin Andreae vom BDEW. N\u00f6tig sei eine umfassende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes.Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) f\u00fchrte das Scheitern auf zwei wesentliche Ursachen zur\u00fcck. \u201eRichtig ist, dass bei der letzten Ausschreibung keine Gebote eingingen\u201c, sagte Reiche in Berlin. Das ausgeschriebene Gebiet sei aufgrund seiner geologischen Bedingungen mit h\u00f6heren Risiken behaftet, was zu entsprechenden Aufschl\u00e4gen bei den Bietern f\u00fchre. Zudem seien Kunden bei Stromabnahmevertr\u00e4gen in Zeiten von Negativpreisen nicht mehr bereit, diese zu erf\u00fcllen, was den gesamten Finanzierungsplan eines Projektes infrage stelle. \u201eEs w\u00e4re sicherlich gut, wenn die Bundesnetzagentur einen Blick \u00fcber den Kanal wirft und gegebenenfalls die Ausschreibungsbedingungen anpasst\u201c, sagte Reiche mit Verweis auf Gro\u00dfbritannien, wo in einem \u00e4hnlichen Fall das Verfahren nachgesch\u00e4rft worden sei.In Deutschland sind derzeit nach Angaben des Bundesverbandes Windenergie 1639 Offshore-Windanlagen mit einer Gesamtleistung von 9,2 Gigawatt am Netz. Branchenverb\u00e4nde hatten bereits im Vorfeld vor wachsenden Risiken f\u00fcr den weiteren Ausbau gewarnt und auf Probleme bei der vorangegangenen Auktion im Juni hingewiesen. Diese war f\u00fcr lediglich 180 Millionen Euro bezuschlagt worden, deutlich weniger als in fr\u00fcheren Runden.Ein zentrales Problem der nun gescheiterten Ausschreibung war laut BDEW zudem die geringere Wirtschaftlichkeit der Fl\u00e4chen. Wegen der geplanten hohen Bebauungsdichte w\u00fcrden sich die Windr\u00e4der gegenseitig verschatten, was die sogenannten Volllaststunden und damit die Ertr\u00e4ge deutlich senkt.Die Branche fordert daher eine grundlegende Reform des Windenergie-auf-See-Gesetzes noch in diesem Jahr. Der BDEW forderte, das F\u00f6rdermodell auf zweiseitige Differenzvertr\u00e4ge (Contracts for Difference) umzustellen. Dabei wird ein fester Strompreis zwischen dem Staat und dem Anlagenbetreiber vereinbart. Liegt der tats\u00e4chliche Marktpreis darunter, gleicht der Staat die Differenz aus. Steigt der Marktpreis jedoch \u00fcber den vereinbarten Preis, muss der Betreiber die Mehrerl\u00f6se an den Staat abf\u00fchren. Deutschland will bis 2030 einen Anteil Erneuerbarer Energien am Stromverbrauch von 80 Prozent erreichen. Windenergie spielt dabei eine wichtige Rolle. \u201eWie letztes Jahr in D\u00e4nemark f\u00fcr 3 GW fanden sich nun auch in Deutschland f\u00fcr 2,5 GW Offshore-Windenergie Projektvolumen keine Bieter mehr, die bereit sind, ungedeckelt negativ zu bieten und zus\u00e4tzlich zweifelhafte und teure Nichtpreiskriterien zu erf\u00fcllen\u201c, sagte Dennis Rendschmidt, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer des Industrieverbandes VDMA Power Systems. \u201eWie in D\u00e4nemark muss das dynamische Gebotsverfahren nun auch in Deutschland beerdigt werden, wie die Branche dies seit drei Jahren fordert.\u201cDie Stiftung Offshore Windenergie teilte mit: \u201eDas laute Schweigen des Marktes ist ein klares Zeichen gegen das aktuelle Ausschreibungsdesign. Ein \u201aWeiter so\u2018 ist damit vom Tisch\u201c, sagte Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin Karina W\u00fcrtz. \u201eJetzt ist die Politik gefordert. Durch eine grundlegende Reform des Ausschreibungsdesigns inklusive der Einf\u00fchrung zweiseitiger Differenzvertr\u00e4ge f\u00fcr zumindest Teile der Fl\u00e4chen k\u00f6nnen die Finanzierungskosten des Offshore-Ausbaus drastisch gesenkt werden.\u201c","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/nordseeinsel-helgoland.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/nordseeinsel-helgoland.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/bieterverfahren-fur-neue-windparks-in-der-nordsee-scheitert\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Bieterverfahren f\u00fcr neue Windparks in der Nordsee scheitert"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/262490","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=262490"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/262490\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":262497,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/262490\/revisions\/262497"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/262491"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=262490"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=262490"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=262490"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}