{"id":262067,"date":"2025-08-05T11:26:13","date_gmt":"2025-08-05T08:26:13","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/"},"modified":"2025-08-05T11:26:37","modified_gmt":"2025-08-05T08:26:37","slug":"kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/","title":{"rendered":"Kinder ohne Grenzen, Eltern voller \u00c4ngste \u2013 das digitale Erziehungsdilemma"},"content":{"rendered":"<p>Mit gerade einmal neun Jahren bekommen deutsche Kinder ihr erstes eigenes Smartphone, nutzen d\u00fcrfen sie ein solches Ger\u00e4t aber schon zwei Jahre fr\u00fcher. Das geht aus einer repr\u00e4sentativen Studie des Digitalverbandes Bitkom unter Eltern von Kindern zwischen sechs und 18 Jahren hervor.  <\/p>\n<p>Andere Medien d\u00fcrfen Kinder schon deutlich fr\u00fcher nutzen. Ein Smart TV bereits mit vier Jahren, ein Computer mit sieben Jahren und ein Tablet im Durchschnitt mit acht Jahren. Mit neun Jahren beginnen Kinder in Deutschland auf Spielkonsolen zu spielen und mit elf Jahren d\u00fcrfen sie eine Smartwatch nutzen. <\/p>\n<p>Vor allem aber das Smartphone ist in der Kindheit nicht mehr wegzudenken. 99 Prozent der befragten Eltern geben an, dass es ihnen wichtig ist, ihr Kind \u00fcber das Smartphone erreichen zu k\u00f6nnen. Sicherheit und st\u00e4ndige Erreichbarkeit scheinen wichtige Treiber f\u00fcr die fr\u00fche Smartphone-Vergabe zu sein. <\/p>\n<p>\u201eSmartphones, Spielkonsolen und soziale Netzwerke sind aus dem Leben der meisten Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bernhard Rohleder. \u201eGerade in jungen Jahren brauchen sie Schutzr\u00e4ume in der digitalen Welt, klare Regeln und eine aufmerksame Begleitung durch Eltern und Schulen.\u201c<\/p>\n<p>Die Kontrolle durch die Eltern nimmt mit dem Alter schnell ab. W\u00e4hrend bei den Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch 94 Prozent der Eltern klare Regeln und Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Smartphone-Nutzung aufstellen, sinkt diese Quote bei den 13- bis 15-J\u00e4hrigen auf nur noch 40 Prozent. Neun von zehn Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren d\u00fcrfen uneingeschr\u00e4nkt auf das Smartphone zugreifen. <\/p>\n<p>Bei rund 90 Prozent der Kinder bis zw\u00f6lf Jahren legen die Eltern Zeitlimits und Jugendschutzfunktionen oder altersgerechte Einstellungen fest. \u201eAb 16 klinken sich die meisten Eltern aus\u201c, fasst die Studie die weitere Entwicklung zusammen. Jugendschutzfunktionen werden dann nur noch bei jedem zehnten Teenager aktiviert. <\/p>\n<p>So ganz scheint das mit den Regeln aber nicht zu klappen. Fast die H\u00e4lfte der Eltern gibt an, dass ihre Kinder das Smartphone oft l\u00e4nger als vereinbart nutzen. <\/p>\n<p>Bei sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder Snapchat zeigen sich Eltern deutlich vorsichtiger. W\u00e4hrend 77 Prozent der Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch gar keinen Zugang zu Social Media haben, \u00e4ndert sich dies ab dem 13. Lebensjahr drastisch, wenn es nur noch drei Prozent der Jugendlichen verboten ist.<\/p>\n<h3>Gro\u00dfe Sorgen, gemischte Gef\u00fchle<\/h3>\n<p>Selbst bei eigenem Profil behalten viele Eltern die Kontrolle. 68 Prozent folgen ihrem Kind in sozialen Netzwerken, 45 Prozent kennen sogar die Passw\u00f6rter und haben direkten Zugriff. Dennoch \u00e4ndern fast die H\u00e4lfte der Eltern niemals aktiv etwas an den Privatsph\u00e4re-Einstellungen. <\/p>\n<p>Acht von zehn Eltern f\u00fcrchten, dass ihr Kind in sozialen Netzwerken gemobbt werden k\u00f6nnte. Die Angst ist nicht unbegr\u00fcndet: Mehr als die H\u00e4lfte der Kinder  wurde der Studie zufolge bereits Opfer von Cybermobbing, 54 Prozent haben verst\u00f6rende Inhalte gesehen, und jedes dritte Kind wurde von fremden Erwachsenen angesprochen.<\/p>\n<p>Trotz dieser Risiken sehen Eltern auch Vorteile f\u00fcr ihre Kinder. 78 Prozent sch\u00e4tzen den Austausch mit Freunden, den soziale Medien erm\u00f6glichen. Mehr als die H\u00e4lfte sieht Potenzial beim Teilen kreativer Inhalte und beim Vertiefen von Interessen.<\/p>\n<p>Die digitale Erziehung ist voller Widerspr\u00fcche: 38 Prozent der Eltern w\u00fcnschen sich, ihr Kind w\u00fcrde ohne Internet aufwachsen. Gleichzeitig nutzt die H\u00e4lfte der Eltern digitale Medien bewusst als \u201eBabysitter\u201c, um selbst Zeit f\u00fcr andere Aufgaben zu haben.<\/p>\n<p>Fast ein Viertel der Eltern f\u00fchlt sich nach eigenen Angaben bei der digitalen Erziehung unsicher oder \u00fcberfordert. Gut 40 Prozent geben an, dass es ihnen schwerf\u00e4llt, mit den vielen neuen Ger\u00e4ten und Anwendungen Schritt zu halten. Gleichzeitig informieren sich nur etwas mehr als 40 Prozent gezielt, um ihr Kind in der digitalen Welt besser unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>\u201eMedienbegleitung endet nicht mit dem ersten eigenen Profil. Gerade dann braucht es aktives Nachfragen und im Bedarfsfall Rat und Unterst\u00fctzung \u2013 in allen Altersklassen\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rohleder.<\/p>\n<p>Die Studie zeigt auch: 79 Prozent der Eltern fordern, dass Medien- und Digitalkompetenz st\u00e4rker in den Schullehrpl\u00e4nen verankert wird. Bei der Frage nach gesetzlichen Altersgrenzen f\u00fcr soziale Netzwerke pl\u00e4diert die Mehrheit f\u00fcr 14 Jahre als Mindestnutzungsalter. <\/p>\n<p>Der Digitalverband Bitkom empfiehlt Eltern eine altersgerechte Herangehensweise: Bis acht Jahre aktive Begleitung, zwischen sechs und zw\u00f6lf Jahren kontrolliertes Loslassen und bei \u00e4lteren Kindern kompetente Unterst\u00fctzung bei der Entwicklung einer eigenverantwortlichen Internetkompetenz.<\/p>\n<p>\u201eDigitalkompetenz ist heute genauso wichtig wie Lesen und Schreiben\u201c, sagt Rohleder. Eltern spielten hier eine zentrale Rolle. \u201eWeil aber bei weitem nicht alle Kinder zu Hause die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung erhalten, braucht es die Schulen. Medien- und Digitalkompetenzen geh\u00f6ren auf den Stundenplan.\u201c<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/thomas-heuzeroth\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/thomas-heuzeroth\/\"><b><em>Thomas Heuzeroth<\/em><\/b><\/a><b><em> ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber <\/em><\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/verbraucher\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/finanzen\/verbraucher\/\"><b><em>Verbraucher-<\/em><\/b><\/a><b><em> und Technologiethemen, <\/em><\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/unterhaltungselektronik\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/unterhaltungselektronik\/\"><b><em>Unterhaltungselektronik<\/em><\/b><\/a><b><em> und <\/em><\/b><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/telekommunikation\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/telekommunikation\/\"><b><em>Telekommunikation<\/em><\/b><\/a><b><em>.  <\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Mit gerade einmal neun Jahren bekommen deutsche Kinder ihr erstes eigenes Smartphone, nutzen d\u00fcrfen sie ein solches Ger\u00e4t aber schon zwei Jahre fr\u00fcher. Das geht aus einer repr\u00e4sentativen Studie des Digitalverbandes Bitkom unter Eltern von Kindern zwischen sechs und 18 Jahren hervor. Andere Medien d\u00fcrfen Kinder schon deutlich fr\u00fcher nutzen. Ein Smart TV bereits mit<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":262068,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[59],"tags":[],"class_list":["post-262067","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-business-de"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v22.9 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Kinder ohne Grenzen, Eltern voller \u00c4ngste \u2013 das digitale Erziehungsdilemma - vof-news.eu<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Mit gerade einmal neun Jahren bekommen deutsche Kinder ihr erstes eigenes Smartphone, nutzen d\u00fcrfen sie ein solches Ger\u00e4t aber schon zwei Jahre fr\u00fcher. Das geht aus einer repr\u00e4sentativen Studie des Digitalverbandes Bitkom unter Eltern von Kindern zwischen sechs und 18 Jahren hervor. Andere Medien d\u00fcrfen Kinder schon deutlich fr\u00fcher nutzen. Ein Smart TV bereits mit vier Jahren, ein Computer mit sieben Jahren und ein Tablet im Durchschnitt mit acht Jahren. Mit neun Jahren beginnen Kinder in Deutschland auf Spielkonsolen zu spielen und mit elf Jahren d\u00fcrfen sie eine Smartwatch nutzen. Vor allem aber das Smartphone ist in der Kindheit nicht mehr wegzudenken. 99 Prozent der befragten Eltern geben an, dass es ihnen wichtig ist, ihr Kind \u00fcber das Smartphone erreichen zu k\u00f6nnen. Sicherheit und st\u00e4ndige Erreichbarkeit scheinen wichtige Treiber f\u00fcr die fr\u00fche Smartphone-Vergabe zu sein. \u201eSmartphones, Spielkonsolen und soziale Netzwerke sind aus dem Leben der meisten Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bernhard Rohleder. \u201eGerade in jungen Jahren brauchen sie Schutzr\u00e4ume in der digitalen Welt, klare Regeln und eine aufmerksame Begleitung durch Eltern und Schulen.\u201cDie Kontrolle durch die Eltern nimmt mit dem Alter schnell ab. W\u00e4hrend bei den Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch 94 Prozent der Eltern klare Regeln und Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Smartphone-Nutzung aufstellen, sinkt diese Quote bei den 13- bis 15-J\u00e4hrigen auf nur noch 40 Prozent. Neun von zehn Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren d\u00fcrfen uneingeschr\u00e4nkt auf das Smartphone zugreifen. Bei rund 90 Prozent der Kinder bis zw\u00f6lf Jahren legen die Eltern Zeitlimits und Jugendschutzfunktionen oder altersgerechte Einstellungen fest. \u201eAb 16 klinken sich die meisten Eltern aus\u201c, fasst die Studie die weitere Entwicklung zusammen. Jugendschutzfunktionen werden dann nur noch bei jedem zehnten Teenager aktiviert. So ganz scheint das mit den Regeln aber nicht zu klappen. Fast die H\u00e4lfte der Eltern gibt an, dass ihre Kinder das Smartphone oft l\u00e4nger als vereinbart nutzen. Bei sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder Snapchat zeigen sich Eltern deutlich vorsichtiger. W\u00e4hrend 77 Prozent der Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch gar keinen Zugang zu Social Media haben, \u00e4ndert sich dies ab dem 13. Lebensjahr drastisch, wenn es nur noch drei Prozent der Jugendlichen verboten ist.Gro\u00dfe Sorgen, gemischte Gef\u00fchleSelbst bei eigenem Profil behalten viele Eltern die Kontrolle. 68 Prozent folgen ihrem Kind in sozialen Netzwerken, 45 Prozent kennen sogar die Passw\u00f6rter und haben direkten Zugriff. Dennoch \u00e4ndern fast die H\u00e4lfte der Eltern niemals aktiv etwas an den Privatsph\u00e4re-Einstellungen. Acht von zehn Eltern f\u00fcrchten, dass ihr Kind in sozialen Netzwerken gemobbt werden k\u00f6nnte. Die Angst ist nicht unbegr\u00fcndet: Mehr als die H\u00e4lfte der Kinder wurde der Studie zufolge bereits Opfer von Cybermobbing, 54 Prozent haben verst\u00f6rende Inhalte gesehen, und jedes dritte Kind wurde von fremden Erwachsenen angesprochen.Trotz dieser Risiken sehen Eltern auch Vorteile f\u00fcr ihre Kinder. 78 Prozent sch\u00e4tzen den Austausch mit Freunden, den soziale Medien erm\u00f6glichen. Mehr als die H\u00e4lfte sieht Potenzial beim Teilen kreativer Inhalte und beim Vertiefen von Interessen.Die digitale Erziehung ist voller Widerspr\u00fcche: 38 Prozent der Eltern w\u00fcnschen sich, ihr Kind w\u00fcrde ohne Internet aufwachsen. Gleichzeitig nutzt die H\u00e4lfte der Eltern digitale Medien bewusst als \u201eBabysitter\u201c, um selbst Zeit f\u00fcr andere Aufgaben zu haben.Fast ein Viertel der Eltern f\u00fchlt sich nach eigenen Angaben bei der digitalen Erziehung unsicher oder \u00fcberfordert. Gut 40 Prozent geben an, dass es ihnen schwerf\u00e4llt, mit den vielen neuen Ger\u00e4ten und Anwendungen Schritt zu halten. Gleichzeitig informieren sich nur etwas mehr als 40 Prozent gezielt, um ihr Kind in der digitalen Welt besser unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen. \u201eMedienbegleitung endet nicht mit dem ersten eigenen Profil. Gerade dann braucht es aktives Nachfragen und im Bedarfsfall Rat und Unterst\u00fctzung \u2013 in allen Altersklassen\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rohleder.Die Studie zeigt auch: 79 Prozent der Eltern fordern, dass Medien- und Digitalkompetenz st\u00e4rker in den Schullehrpl\u00e4nen verankert wird. Bei der Frage nach gesetzlichen Altersgrenzen f\u00fcr soziale Netzwerke pl\u00e4diert die Mehrheit f\u00fcr 14 Jahre als Mindestnutzungsalter. Der Digitalverband Bitkom empfiehlt Eltern eine altersgerechte Herangehensweise: Bis acht Jahre aktive Begleitung, zwischen sechs und zw\u00f6lf Jahren kontrolliertes Loslassen und bei \u00e4lteren Kindern kompetente Unterst\u00fctzung bei der Entwicklung einer eigenverantwortlichen Internetkompetenz.\u201eDigitalkompetenz ist heute genauso wichtig wie Lesen und Schreiben\u201c, sagt Rohleder. Eltern spielten hier eine zentrale Rolle. \u201eWeil aber bei weitem nicht alle Kinder zu Hause die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung erhalten, braucht es die Schulen. Medien- und Digitalkompetenzen geh\u00f6ren auf den Stundenplan.\u201cThomas Heuzeroth ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Verbraucher- und Technologiethemen, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Kinder ohne Grenzen, Eltern voller \u00c4ngste \u2013 das digitale Erziehungsdilemma - vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Mit gerade einmal neun Jahren bekommen deutsche Kinder ihr erstes eigenes Smartphone, nutzen d\u00fcrfen sie ein solches Ger\u00e4t aber schon zwei Jahre fr\u00fcher. Das geht aus einer repr\u00e4sentativen Studie des Digitalverbandes Bitkom unter Eltern von Kindern zwischen sechs und 18 Jahren hervor. Andere Medien d\u00fcrfen Kinder schon deutlich fr\u00fcher nutzen. Ein Smart TV bereits mit vier Jahren, ein Computer mit sieben Jahren und ein Tablet im Durchschnitt mit acht Jahren. Mit neun Jahren beginnen Kinder in Deutschland auf Spielkonsolen zu spielen und mit elf Jahren d\u00fcrfen sie eine Smartwatch nutzen. Vor allem aber das Smartphone ist in der Kindheit nicht mehr wegzudenken. 99 Prozent der befragten Eltern geben an, dass es ihnen wichtig ist, ihr Kind \u00fcber das Smartphone erreichen zu k\u00f6nnen. Sicherheit und st\u00e4ndige Erreichbarkeit scheinen wichtige Treiber f\u00fcr die fr\u00fche Smartphone-Vergabe zu sein. \u201eSmartphones, Spielkonsolen und soziale Netzwerke sind aus dem Leben der meisten Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bernhard Rohleder. \u201eGerade in jungen Jahren brauchen sie Schutzr\u00e4ume in der digitalen Welt, klare Regeln und eine aufmerksame Begleitung durch Eltern und Schulen.\u201cDie Kontrolle durch die Eltern nimmt mit dem Alter schnell ab. W\u00e4hrend bei den Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch 94 Prozent der Eltern klare Regeln und Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Smartphone-Nutzung aufstellen, sinkt diese Quote bei den 13- bis 15-J\u00e4hrigen auf nur noch 40 Prozent. Neun von zehn Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren d\u00fcrfen uneingeschr\u00e4nkt auf das Smartphone zugreifen. Bei rund 90 Prozent der Kinder bis zw\u00f6lf Jahren legen die Eltern Zeitlimits und Jugendschutzfunktionen oder altersgerechte Einstellungen fest. \u201eAb 16 klinken sich die meisten Eltern aus\u201c, fasst die Studie die weitere Entwicklung zusammen. Jugendschutzfunktionen werden dann nur noch bei jedem zehnten Teenager aktiviert. So ganz scheint das mit den Regeln aber nicht zu klappen. Fast die H\u00e4lfte der Eltern gibt an, dass ihre Kinder das Smartphone oft l\u00e4nger als vereinbart nutzen. Bei sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder Snapchat zeigen sich Eltern deutlich vorsichtiger. W\u00e4hrend 77 Prozent der Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch gar keinen Zugang zu Social Media haben, \u00e4ndert sich dies ab dem 13. Lebensjahr drastisch, wenn es nur noch drei Prozent der Jugendlichen verboten ist.Gro\u00dfe Sorgen, gemischte Gef\u00fchleSelbst bei eigenem Profil behalten viele Eltern die Kontrolle. 68 Prozent folgen ihrem Kind in sozialen Netzwerken, 45 Prozent kennen sogar die Passw\u00f6rter und haben direkten Zugriff. Dennoch \u00e4ndern fast die H\u00e4lfte der Eltern niemals aktiv etwas an den Privatsph\u00e4re-Einstellungen. Acht von zehn Eltern f\u00fcrchten, dass ihr Kind in sozialen Netzwerken gemobbt werden k\u00f6nnte. Die Angst ist nicht unbegr\u00fcndet: Mehr als die H\u00e4lfte der Kinder wurde der Studie zufolge bereits Opfer von Cybermobbing, 54 Prozent haben verst\u00f6rende Inhalte gesehen, und jedes dritte Kind wurde von fremden Erwachsenen angesprochen.Trotz dieser Risiken sehen Eltern auch Vorteile f\u00fcr ihre Kinder. 78 Prozent sch\u00e4tzen den Austausch mit Freunden, den soziale Medien erm\u00f6glichen. Mehr als die H\u00e4lfte sieht Potenzial beim Teilen kreativer Inhalte und beim Vertiefen von Interessen.Die digitale Erziehung ist voller Widerspr\u00fcche: 38 Prozent der Eltern w\u00fcnschen sich, ihr Kind w\u00fcrde ohne Internet aufwachsen. Gleichzeitig nutzt die H\u00e4lfte der Eltern digitale Medien bewusst als \u201eBabysitter\u201c, um selbst Zeit f\u00fcr andere Aufgaben zu haben.Fast ein Viertel der Eltern f\u00fchlt sich nach eigenen Angaben bei der digitalen Erziehung unsicher oder \u00fcberfordert. Gut 40 Prozent geben an, dass es ihnen schwerf\u00e4llt, mit den vielen neuen Ger\u00e4ten und Anwendungen Schritt zu halten. Gleichzeitig informieren sich nur etwas mehr als 40 Prozent gezielt, um ihr Kind in der digitalen Welt besser unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen. \u201eMedienbegleitung endet nicht mit dem ersten eigenen Profil. Gerade dann braucht es aktives Nachfragen und im Bedarfsfall Rat und Unterst\u00fctzung \u2013 in allen Altersklassen\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rohleder.Die Studie zeigt auch: 79 Prozent der Eltern fordern, dass Medien- und Digitalkompetenz st\u00e4rker in den Schullehrpl\u00e4nen verankert wird. Bei der Frage nach gesetzlichen Altersgrenzen f\u00fcr soziale Netzwerke pl\u00e4diert die Mehrheit f\u00fcr 14 Jahre als Mindestnutzungsalter. Der Digitalverband Bitkom empfiehlt Eltern eine altersgerechte Herangehensweise: Bis acht Jahre aktive Begleitung, zwischen sechs und zw\u00f6lf Jahren kontrolliertes Loslassen und bei \u00e4lteren Kindern kompetente Unterst\u00fctzung bei der Entwicklung einer eigenverantwortlichen Internetkompetenz.\u201eDigitalkompetenz ist heute genauso wichtig wie Lesen und Schreiben\u201c, sagt Rohleder. Eltern spielten hier eine zentrale Rolle. \u201eWeil aber bei weitem nicht alle Kinder zu Hause die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung erhalten, braucht es die Schulen. Medien- und Digitalkompetenzen geh\u00f6ren auf den Stundenplan.\u201cThomas Heuzeroth ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Verbraucher- und Technologiethemen, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation.\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-08-05T08:26:13+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-08-05T08:26:37+00:00\" \/>\n<meta property=\"og:image\" content=\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/children-watching-smartphone-together-at-home-on-bed.webp\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:width\" content=\"1200\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:height\" content=\"574\" \/>\n\t<meta property=\"og:image:type\" content=\"image\/webp\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Author\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Author\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"4\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/\",\"name\":\"Kinder ohne Grenzen, Eltern voller \u00c4ngste \u2013 das digitale Erziehungsdilemma - vof-news.eu\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website\"},\"primaryImageOfPage\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/#primaryimage\"},\"image\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/#primaryimage\"},\"thumbnailUrl\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/children-watching-smartphone-together-at-home-on-bed.webp\",\"datePublished\":\"2025-08-05T08:26:13+00:00\",\"dateModified\":\"2025-08-05T08:26:37+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed\"},\"description\":\"Mit gerade einmal neun Jahren bekommen deutsche Kinder ihr erstes eigenes Smartphone, nutzen d\u00fcrfen sie ein solches Ger\u00e4t aber schon zwei Jahre fr\u00fcher. Das geht aus einer repr\u00e4sentativen Studie des Digitalverbandes Bitkom unter Eltern von Kindern zwischen sechs und 18 Jahren hervor. Andere Medien d\u00fcrfen Kinder schon deutlich fr\u00fcher nutzen. Ein Smart TV bereits mit vier Jahren, ein Computer mit sieben Jahren und ein Tablet im Durchschnitt mit acht Jahren. Mit neun Jahren beginnen Kinder in Deutschland auf Spielkonsolen zu spielen und mit elf Jahren d\u00fcrfen sie eine Smartwatch nutzen. Vor allem aber das Smartphone ist in der Kindheit nicht mehr wegzudenken. 99 Prozent der befragten Eltern geben an, dass es ihnen wichtig ist, ihr Kind \u00fcber das Smartphone erreichen zu k\u00f6nnen. Sicherheit und st\u00e4ndige Erreichbarkeit scheinen wichtige Treiber f\u00fcr die fr\u00fche Smartphone-Vergabe zu sein. \u201eSmartphones, Spielkonsolen und soziale Netzwerke sind aus dem Leben der meisten Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bernhard Rohleder. \u201eGerade in jungen Jahren brauchen sie Schutzr\u00e4ume in der digitalen Welt, klare Regeln und eine aufmerksame Begleitung durch Eltern und Schulen.\u201cDie Kontrolle durch die Eltern nimmt mit dem Alter schnell ab. W\u00e4hrend bei den Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch 94 Prozent der Eltern klare Regeln und Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Smartphone-Nutzung aufstellen, sinkt diese Quote bei den 13- bis 15-J\u00e4hrigen auf nur noch 40 Prozent. Neun von zehn Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren d\u00fcrfen uneingeschr\u00e4nkt auf das Smartphone zugreifen. Bei rund 90 Prozent der Kinder bis zw\u00f6lf Jahren legen die Eltern Zeitlimits und Jugendschutzfunktionen oder altersgerechte Einstellungen fest. \u201eAb 16 klinken sich die meisten Eltern aus\u201c, fasst die Studie die weitere Entwicklung zusammen. Jugendschutzfunktionen werden dann nur noch bei jedem zehnten Teenager aktiviert. So ganz scheint das mit den Regeln aber nicht zu klappen. Fast die H\u00e4lfte der Eltern gibt an, dass ihre Kinder das Smartphone oft l\u00e4nger als vereinbart nutzen. Bei sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder Snapchat zeigen sich Eltern deutlich vorsichtiger. W\u00e4hrend 77 Prozent der Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch gar keinen Zugang zu Social Media haben, \u00e4ndert sich dies ab dem 13. Lebensjahr drastisch, wenn es nur noch drei Prozent der Jugendlichen verboten ist.Gro\u00dfe Sorgen, gemischte Gef\u00fchleSelbst bei eigenem Profil behalten viele Eltern die Kontrolle. 68 Prozent folgen ihrem Kind in sozialen Netzwerken, 45 Prozent kennen sogar die Passw\u00f6rter und haben direkten Zugriff. Dennoch \u00e4ndern fast die H\u00e4lfte der Eltern niemals aktiv etwas an den Privatsph\u00e4re-Einstellungen. Acht von zehn Eltern f\u00fcrchten, dass ihr Kind in sozialen Netzwerken gemobbt werden k\u00f6nnte. Die Angst ist nicht unbegr\u00fcndet: Mehr als die H\u00e4lfte der Kinder wurde der Studie zufolge bereits Opfer von Cybermobbing, 54 Prozent haben verst\u00f6rende Inhalte gesehen, und jedes dritte Kind wurde von fremden Erwachsenen angesprochen.Trotz dieser Risiken sehen Eltern auch Vorteile f\u00fcr ihre Kinder. 78 Prozent sch\u00e4tzen den Austausch mit Freunden, den soziale Medien erm\u00f6glichen. Mehr als die H\u00e4lfte sieht Potenzial beim Teilen kreativer Inhalte und beim Vertiefen von Interessen.Die digitale Erziehung ist voller Widerspr\u00fcche: 38 Prozent der Eltern w\u00fcnschen sich, ihr Kind w\u00fcrde ohne Internet aufwachsen. Gleichzeitig nutzt die H\u00e4lfte der Eltern digitale Medien bewusst als \u201eBabysitter\u201c, um selbst Zeit f\u00fcr andere Aufgaben zu haben.Fast ein Viertel der Eltern f\u00fchlt sich nach eigenen Angaben bei der digitalen Erziehung unsicher oder \u00fcberfordert. Gut 40 Prozent geben an, dass es ihnen schwerf\u00e4llt, mit den vielen neuen Ger\u00e4ten und Anwendungen Schritt zu halten. Gleichzeitig informieren sich nur etwas mehr als 40 Prozent gezielt, um ihr Kind in der digitalen Welt besser unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen. \u201eMedienbegleitung endet nicht mit dem ersten eigenen Profil. Gerade dann braucht es aktives Nachfragen und im Bedarfsfall Rat und Unterst\u00fctzung \u2013 in allen Altersklassen\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rohleder.Die Studie zeigt auch: 79 Prozent der Eltern fordern, dass Medien- und Digitalkompetenz st\u00e4rker in den Schullehrpl\u00e4nen verankert wird. Bei der Frage nach gesetzlichen Altersgrenzen f\u00fcr soziale Netzwerke pl\u00e4diert die Mehrheit f\u00fcr 14 Jahre als Mindestnutzungsalter. Der Digitalverband Bitkom empfiehlt Eltern eine altersgerechte Herangehensweise: Bis acht Jahre aktive Begleitung, zwischen sechs und zw\u00f6lf Jahren kontrolliertes Loslassen und bei \u00e4lteren Kindern kompetente Unterst\u00fctzung bei der Entwicklung einer eigenverantwortlichen Internetkompetenz.\u201eDigitalkompetenz ist heute genauso wichtig wie Lesen und Schreiben\u201c, sagt Rohleder. Eltern spielten hier eine zentrale Rolle. \u201eWeil aber bei weitem nicht alle Kinder zu Hause die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung erhalten, braucht es die Schulen. Medien- und Digitalkompetenzen geh\u00f6ren auf den Stundenplan.\u201cThomas Heuzeroth ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Verbraucher- und Technologiethemen, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation.\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/\"]}]},{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/#primaryimage\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/children-watching-smartphone-together-at-home-on-bed.webp\",\"contentUrl\":\"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/children-watching-smartphone-together-at-home-on-bed.webp\",\"width\":1200,\"height\":574},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"Kinder ohne Grenzen, Eltern voller \u00c4ngste \u2013 das digitale Erziehungsdilemma\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/\",\"name\":\"vof-news.eu\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed\",\"name\":\"Author\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Author\"},\"sameAs\":[\"http:\/\/vof-news.eu\"],\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"Kinder ohne Grenzen, Eltern voller \u00c4ngste \u2013 das digitale Erziehungsdilemma - vof-news.eu","description":"Mit gerade einmal neun Jahren bekommen deutsche Kinder ihr erstes eigenes Smartphone, nutzen d\u00fcrfen sie ein solches Ger\u00e4t aber schon zwei Jahre fr\u00fcher. Das geht aus einer repr\u00e4sentativen Studie des Digitalverbandes Bitkom unter Eltern von Kindern zwischen sechs und 18 Jahren hervor. Andere Medien d\u00fcrfen Kinder schon deutlich fr\u00fcher nutzen. Ein Smart TV bereits mit vier Jahren, ein Computer mit sieben Jahren und ein Tablet im Durchschnitt mit acht Jahren. Mit neun Jahren beginnen Kinder in Deutschland auf Spielkonsolen zu spielen und mit elf Jahren d\u00fcrfen sie eine Smartwatch nutzen. Vor allem aber das Smartphone ist in der Kindheit nicht mehr wegzudenken. 99 Prozent der befragten Eltern geben an, dass es ihnen wichtig ist, ihr Kind \u00fcber das Smartphone erreichen zu k\u00f6nnen. Sicherheit und st\u00e4ndige Erreichbarkeit scheinen wichtige Treiber f\u00fcr die fr\u00fche Smartphone-Vergabe zu sein. \u201eSmartphones, Spielkonsolen und soziale Netzwerke sind aus dem Leben der meisten Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bernhard Rohleder. \u201eGerade in jungen Jahren brauchen sie Schutzr\u00e4ume in der digitalen Welt, klare Regeln und eine aufmerksame Begleitung durch Eltern und Schulen.\u201cDie Kontrolle durch die Eltern nimmt mit dem Alter schnell ab. W\u00e4hrend bei den Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch 94 Prozent der Eltern klare Regeln und Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Smartphone-Nutzung aufstellen, sinkt diese Quote bei den 13- bis 15-J\u00e4hrigen auf nur noch 40 Prozent. Neun von zehn Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren d\u00fcrfen uneingeschr\u00e4nkt auf das Smartphone zugreifen. Bei rund 90 Prozent der Kinder bis zw\u00f6lf Jahren legen die Eltern Zeitlimits und Jugendschutzfunktionen oder altersgerechte Einstellungen fest. \u201eAb 16 klinken sich die meisten Eltern aus\u201c, fasst die Studie die weitere Entwicklung zusammen. Jugendschutzfunktionen werden dann nur noch bei jedem zehnten Teenager aktiviert. So ganz scheint das mit den Regeln aber nicht zu klappen. Fast die H\u00e4lfte der Eltern gibt an, dass ihre Kinder das Smartphone oft l\u00e4nger als vereinbart nutzen. Bei sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder Snapchat zeigen sich Eltern deutlich vorsichtiger. W\u00e4hrend 77 Prozent der Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch gar keinen Zugang zu Social Media haben, \u00e4ndert sich dies ab dem 13. Lebensjahr drastisch, wenn es nur noch drei Prozent der Jugendlichen verboten ist.Gro\u00dfe Sorgen, gemischte Gef\u00fchleSelbst bei eigenem Profil behalten viele Eltern die Kontrolle. 68 Prozent folgen ihrem Kind in sozialen Netzwerken, 45 Prozent kennen sogar die Passw\u00f6rter und haben direkten Zugriff. Dennoch \u00e4ndern fast die H\u00e4lfte der Eltern niemals aktiv etwas an den Privatsph\u00e4re-Einstellungen. Acht von zehn Eltern f\u00fcrchten, dass ihr Kind in sozialen Netzwerken gemobbt werden k\u00f6nnte. Die Angst ist nicht unbegr\u00fcndet: Mehr als die H\u00e4lfte der Kinder wurde der Studie zufolge bereits Opfer von Cybermobbing, 54 Prozent haben verst\u00f6rende Inhalte gesehen, und jedes dritte Kind wurde von fremden Erwachsenen angesprochen.Trotz dieser Risiken sehen Eltern auch Vorteile f\u00fcr ihre Kinder. 78 Prozent sch\u00e4tzen den Austausch mit Freunden, den soziale Medien erm\u00f6glichen. Mehr als die H\u00e4lfte sieht Potenzial beim Teilen kreativer Inhalte und beim Vertiefen von Interessen.Die digitale Erziehung ist voller Widerspr\u00fcche: 38 Prozent der Eltern w\u00fcnschen sich, ihr Kind w\u00fcrde ohne Internet aufwachsen. Gleichzeitig nutzt die H\u00e4lfte der Eltern digitale Medien bewusst als \u201eBabysitter\u201c, um selbst Zeit f\u00fcr andere Aufgaben zu haben.Fast ein Viertel der Eltern f\u00fchlt sich nach eigenen Angaben bei der digitalen Erziehung unsicher oder \u00fcberfordert. Gut 40 Prozent geben an, dass es ihnen schwerf\u00e4llt, mit den vielen neuen Ger\u00e4ten und Anwendungen Schritt zu halten. Gleichzeitig informieren sich nur etwas mehr als 40 Prozent gezielt, um ihr Kind in der digitalen Welt besser unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen. \u201eMedienbegleitung endet nicht mit dem ersten eigenen Profil. Gerade dann braucht es aktives Nachfragen und im Bedarfsfall Rat und Unterst\u00fctzung \u2013 in allen Altersklassen\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rohleder.Die Studie zeigt auch: 79 Prozent der Eltern fordern, dass Medien- und Digitalkompetenz st\u00e4rker in den Schullehrpl\u00e4nen verankert wird. Bei der Frage nach gesetzlichen Altersgrenzen f\u00fcr soziale Netzwerke pl\u00e4diert die Mehrheit f\u00fcr 14 Jahre als Mindestnutzungsalter. Der Digitalverband Bitkom empfiehlt Eltern eine altersgerechte Herangehensweise: Bis acht Jahre aktive Begleitung, zwischen sechs und zw\u00f6lf Jahren kontrolliertes Loslassen und bei \u00e4lteren Kindern kompetente Unterst\u00fctzung bei der Entwicklung einer eigenverantwortlichen Internetkompetenz.\u201eDigitalkompetenz ist heute genauso wichtig wie Lesen und Schreiben\u201c, sagt Rohleder. Eltern spielten hier eine zentrale Rolle. \u201eWeil aber bei weitem nicht alle Kinder zu Hause die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung erhalten, braucht es die Schulen. Medien- und Digitalkompetenzen geh\u00f6ren auf den Stundenplan.\u201cThomas Heuzeroth ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Verbraucher- und Technologiethemen, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation.","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Kinder ohne Grenzen, Eltern voller \u00c4ngste \u2013 das digitale Erziehungsdilemma - vof-news.eu","og_description":"Mit gerade einmal neun Jahren bekommen deutsche Kinder ihr erstes eigenes Smartphone, nutzen d\u00fcrfen sie ein solches Ger\u00e4t aber schon zwei Jahre fr\u00fcher. Das geht aus einer repr\u00e4sentativen Studie des Digitalverbandes Bitkom unter Eltern von Kindern zwischen sechs und 18 Jahren hervor. Andere Medien d\u00fcrfen Kinder schon deutlich fr\u00fcher nutzen. Ein Smart TV bereits mit vier Jahren, ein Computer mit sieben Jahren und ein Tablet im Durchschnitt mit acht Jahren. Mit neun Jahren beginnen Kinder in Deutschland auf Spielkonsolen zu spielen und mit elf Jahren d\u00fcrfen sie eine Smartwatch nutzen. Vor allem aber das Smartphone ist in der Kindheit nicht mehr wegzudenken. 99 Prozent der befragten Eltern geben an, dass es ihnen wichtig ist, ihr Kind \u00fcber das Smartphone erreichen zu k\u00f6nnen. Sicherheit und st\u00e4ndige Erreichbarkeit scheinen wichtige Treiber f\u00fcr die fr\u00fche Smartphone-Vergabe zu sein. \u201eSmartphones, Spielkonsolen und soziale Netzwerke sind aus dem Leben der meisten Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bernhard Rohleder. \u201eGerade in jungen Jahren brauchen sie Schutzr\u00e4ume in der digitalen Welt, klare Regeln und eine aufmerksame Begleitung durch Eltern und Schulen.\u201cDie Kontrolle durch die Eltern nimmt mit dem Alter schnell ab. W\u00e4hrend bei den Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch 94 Prozent der Eltern klare Regeln und Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Smartphone-Nutzung aufstellen, sinkt diese Quote bei den 13- bis 15-J\u00e4hrigen auf nur noch 40 Prozent. Neun von zehn Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren d\u00fcrfen uneingeschr\u00e4nkt auf das Smartphone zugreifen. Bei rund 90 Prozent der Kinder bis zw\u00f6lf Jahren legen die Eltern Zeitlimits und Jugendschutzfunktionen oder altersgerechte Einstellungen fest. \u201eAb 16 klinken sich die meisten Eltern aus\u201c, fasst die Studie die weitere Entwicklung zusammen. Jugendschutzfunktionen werden dann nur noch bei jedem zehnten Teenager aktiviert. So ganz scheint das mit den Regeln aber nicht zu klappen. Fast die H\u00e4lfte der Eltern gibt an, dass ihre Kinder das Smartphone oft l\u00e4nger als vereinbart nutzen. Bei sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder Snapchat zeigen sich Eltern deutlich vorsichtiger. W\u00e4hrend 77 Prozent der Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch gar keinen Zugang zu Social Media haben, \u00e4ndert sich dies ab dem 13. Lebensjahr drastisch, wenn es nur noch drei Prozent der Jugendlichen verboten ist.Gro\u00dfe Sorgen, gemischte Gef\u00fchleSelbst bei eigenem Profil behalten viele Eltern die Kontrolle. 68 Prozent folgen ihrem Kind in sozialen Netzwerken, 45 Prozent kennen sogar die Passw\u00f6rter und haben direkten Zugriff. Dennoch \u00e4ndern fast die H\u00e4lfte der Eltern niemals aktiv etwas an den Privatsph\u00e4re-Einstellungen. Acht von zehn Eltern f\u00fcrchten, dass ihr Kind in sozialen Netzwerken gemobbt werden k\u00f6nnte. Die Angst ist nicht unbegr\u00fcndet: Mehr als die H\u00e4lfte der Kinder wurde der Studie zufolge bereits Opfer von Cybermobbing, 54 Prozent haben verst\u00f6rende Inhalte gesehen, und jedes dritte Kind wurde von fremden Erwachsenen angesprochen.Trotz dieser Risiken sehen Eltern auch Vorteile f\u00fcr ihre Kinder. 78 Prozent sch\u00e4tzen den Austausch mit Freunden, den soziale Medien erm\u00f6glichen. Mehr als die H\u00e4lfte sieht Potenzial beim Teilen kreativer Inhalte und beim Vertiefen von Interessen.Die digitale Erziehung ist voller Widerspr\u00fcche: 38 Prozent der Eltern w\u00fcnschen sich, ihr Kind w\u00fcrde ohne Internet aufwachsen. Gleichzeitig nutzt die H\u00e4lfte der Eltern digitale Medien bewusst als \u201eBabysitter\u201c, um selbst Zeit f\u00fcr andere Aufgaben zu haben.Fast ein Viertel der Eltern f\u00fchlt sich nach eigenen Angaben bei der digitalen Erziehung unsicher oder \u00fcberfordert. Gut 40 Prozent geben an, dass es ihnen schwerf\u00e4llt, mit den vielen neuen Ger\u00e4ten und Anwendungen Schritt zu halten. Gleichzeitig informieren sich nur etwas mehr als 40 Prozent gezielt, um ihr Kind in der digitalen Welt besser unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen. \u201eMedienbegleitung endet nicht mit dem ersten eigenen Profil. Gerade dann braucht es aktives Nachfragen und im Bedarfsfall Rat und Unterst\u00fctzung \u2013 in allen Altersklassen\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rohleder.Die Studie zeigt auch: 79 Prozent der Eltern fordern, dass Medien- und Digitalkompetenz st\u00e4rker in den Schullehrpl\u00e4nen verankert wird. Bei der Frage nach gesetzlichen Altersgrenzen f\u00fcr soziale Netzwerke pl\u00e4diert die Mehrheit f\u00fcr 14 Jahre als Mindestnutzungsalter. Der Digitalverband Bitkom empfiehlt Eltern eine altersgerechte Herangehensweise: Bis acht Jahre aktive Begleitung, zwischen sechs und zw\u00f6lf Jahren kontrolliertes Loslassen und bei \u00e4lteren Kindern kompetente Unterst\u00fctzung bei der Entwicklung einer eigenverantwortlichen Internetkompetenz.\u201eDigitalkompetenz ist heute genauso wichtig wie Lesen und Schreiben\u201c, sagt Rohleder. Eltern spielten hier eine zentrale Rolle. \u201eWeil aber bei weitem nicht alle Kinder zu Hause die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung erhalten, braucht es die Schulen. Medien- und Digitalkompetenzen geh\u00f6ren auf den Stundenplan.\u201cThomas Heuzeroth ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Verbraucher- und Technologiethemen, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation.","og_url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/","og_site_name":"vof-news.eu","article_published_time":"2025-08-05T08:26:13+00:00","article_modified_time":"2025-08-05T08:26:37+00:00","og_image":[{"width":1200,"height":574,"url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/children-watching-smartphone-together-at-home-on-bed.webp","type":"image\/webp"}],"author":"Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"4\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/","name":"Kinder ohne Grenzen, Eltern voller \u00c4ngste \u2013 das digitale Erziehungsdilemma - vof-news.eu","isPartOf":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website"},"primaryImageOfPage":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/#primaryimage"},"image":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/#primaryimage"},"thumbnailUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/children-watching-smartphone-together-at-home-on-bed.webp","datePublished":"2025-08-05T08:26:13+00:00","dateModified":"2025-08-05T08:26:37+00:00","author":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed"},"description":"Mit gerade einmal neun Jahren bekommen deutsche Kinder ihr erstes eigenes Smartphone, nutzen d\u00fcrfen sie ein solches Ger\u00e4t aber schon zwei Jahre fr\u00fcher. Das geht aus einer repr\u00e4sentativen Studie des Digitalverbandes Bitkom unter Eltern von Kindern zwischen sechs und 18 Jahren hervor. Andere Medien d\u00fcrfen Kinder schon deutlich fr\u00fcher nutzen. Ein Smart TV bereits mit vier Jahren, ein Computer mit sieben Jahren und ein Tablet im Durchschnitt mit acht Jahren. Mit neun Jahren beginnen Kinder in Deutschland auf Spielkonsolen zu spielen und mit elf Jahren d\u00fcrfen sie eine Smartwatch nutzen. Vor allem aber das Smartphone ist in der Kindheit nicht mehr wegzudenken. 99 Prozent der befragten Eltern geben an, dass es ihnen wichtig ist, ihr Kind \u00fcber das Smartphone erreichen zu k\u00f6nnen. Sicherheit und st\u00e4ndige Erreichbarkeit scheinen wichtige Treiber f\u00fcr die fr\u00fche Smartphone-Vergabe zu sein. \u201eSmartphones, Spielkonsolen und soziale Netzwerke sind aus dem Leben der meisten Kinder und Jugendlichen nicht mehr wegzudenken\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Bernhard Rohleder. \u201eGerade in jungen Jahren brauchen sie Schutzr\u00e4ume in der digitalen Welt, klare Regeln und eine aufmerksame Begleitung durch Eltern und Schulen.\u201cDie Kontrolle durch die Eltern nimmt mit dem Alter schnell ab. W\u00e4hrend bei den Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch 94 Prozent der Eltern klare Regeln und Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Smartphone-Nutzung aufstellen, sinkt diese Quote bei den 13- bis 15-J\u00e4hrigen auf nur noch 40 Prozent. Neun von zehn Jugendlichen zwischen 16 und 18 Jahren d\u00fcrfen uneingeschr\u00e4nkt auf das Smartphone zugreifen. Bei rund 90 Prozent der Kinder bis zw\u00f6lf Jahren legen die Eltern Zeitlimits und Jugendschutzfunktionen oder altersgerechte Einstellungen fest. \u201eAb 16 klinken sich die meisten Eltern aus\u201c, fasst die Studie die weitere Entwicklung zusammen. Jugendschutzfunktionen werden dann nur noch bei jedem zehnten Teenager aktiviert. So ganz scheint das mit den Regeln aber nicht zu klappen. Fast die H\u00e4lfte der Eltern gibt an, dass ihre Kinder das Smartphone oft l\u00e4nger als vereinbart nutzen. Bei sozialen Netzwerken wie Instagram, TikTok oder Snapchat zeigen sich Eltern deutlich vorsichtiger. W\u00e4hrend 77 Prozent der Sechs- bis Neunj\u00e4hrigen noch gar keinen Zugang zu Social Media haben, \u00e4ndert sich dies ab dem 13. Lebensjahr drastisch, wenn es nur noch drei Prozent der Jugendlichen verboten ist.Gro\u00dfe Sorgen, gemischte Gef\u00fchleSelbst bei eigenem Profil behalten viele Eltern die Kontrolle. 68 Prozent folgen ihrem Kind in sozialen Netzwerken, 45 Prozent kennen sogar die Passw\u00f6rter und haben direkten Zugriff. Dennoch \u00e4ndern fast die H\u00e4lfte der Eltern niemals aktiv etwas an den Privatsph\u00e4re-Einstellungen. Acht von zehn Eltern f\u00fcrchten, dass ihr Kind in sozialen Netzwerken gemobbt werden k\u00f6nnte. Die Angst ist nicht unbegr\u00fcndet: Mehr als die H\u00e4lfte der Kinder wurde der Studie zufolge bereits Opfer von Cybermobbing, 54 Prozent haben verst\u00f6rende Inhalte gesehen, und jedes dritte Kind wurde von fremden Erwachsenen angesprochen.Trotz dieser Risiken sehen Eltern auch Vorteile f\u00fcr ihre Kinder. 78 Prozent sch\u00e4tzen den Austausch mit Freunden, den soziale Medien erm\u00f6glichen. Mehr als die H\u00e4lfte sieht Potenzial beim Teilen kreativer Inhalte und beim Vertiefen von Interessen.Die digitale Erziehung ist voller Widerspr\u00fcche: 38 Prozent der Eltern w\u00fcnschen sich, ihr Kind w\u00fcrde ohne Internet aufwachsen. Gleichzeitig nutzt die H\u00e4lfte der Eltern digitale Medien bewusst als \u201eBabysitter\u201c, um selbst Zeit f\u00fcr andere Aufgaben zu haben.Fast ein Viertel der Eltern f\u00fchlt sich nach eigenen Angaben bei der digitalen Erziehung unsicher oder \u00fcberfordert. Gut 40 Prozent geben an, dass es ihnen schwerf\u00e4llt, mit den vielen neuen Ger\u00e4ten und Anwendungen Schritt zu halten. Gleichzeitig informieren sich nur etwas mehr als 40 Prozent gezielt, um ihr Kind in der digitalen Welt besser unterst\u00fctzen zu k\u00f6nnen. \u201eMedienbegleitung endet nicht mit dem ersten eigenen Profil. Gerade dann braucht es aktives Nachfragen und im Bedarfsfall Rat und Unterst\u00fctzung \u2013 in allen Altersklassen\u201c, sagt Bitkom-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Rohleder.Die Studie zeigt auch: 79 Prozent der Eltern fordern, dass Medien- und Digitalkompetenz st\u00e4rker in den Schullehrpl\u00e4nen verankert wird. Bei der Frage nach gesetzlichen Altersgrenzen f\u00fcr soziale Netzwerke pl\u00e4diert die Mehrheit f\u00fcr 14 Jahre als Mindestnutzungsalter. Der Digitalverband Bitkom empfiehlt Eltern eine altersgerechte Herangehensweise: Bis acht Jahre aktive Begleitung, zwischen sechs und zw\u00f6lf Jahren kontrolliertes Loslassen und bei \u00e4lteren Kindern kompetente Unterst\u00fctzung bei der Entwicklung einer eigenverantwortlichen Internetkompetenz.\u201eDigitalkompetenz ist heute genauso wichtig wie Lesen und Schreiben\u201c, sagt Rohleder. Eltern spielten hier eine zentrale Rolle. \u201eWeil aber bei weitem nicht alle Kinder zu Hause die n\u00f6tige Unterst\u00fctzung erhalten, braucht es die Schulen. Medien- und Digitalkompetenzen geh\u00f6ren auf den Stundenplan.\u201cThomas Heuzeroth ist Wirtschaftsredakteur in Berlin. Er berichtet \u00fcber Verbraucher- und Technologiethemen, Unterhaltungselektronik und Telekommunikation.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/children-watching-smartphone-together-at-home-on-bed.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/08\/children-watching-smartphone-together-at-home-on-bed.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kinder-ohne-grenzen-eltern-voller-angste-das-digitale-erziehungsdilemma\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Kinder ohne Grenzen, Eltern voller \u00c4ngste \u2013 das digitale Erziehungsdilemma"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/262067","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=262067"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/262067\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":262074,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/262067\/revisions\/262074"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/262068"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=262067"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=262067"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=262067"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}