{"id":261029,"date":"2025-08-01T11:28:14","date_gmt":"2025-08-01T08:28:14","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/so-geht-es-fort-man-mochte-rasend-werden\/"},"modified":"2025-08-01T11:28:43","modified_gmt":"2025-08-01T08:28:43","slug":"so-geht-es-fort-man-mochte-rasend-werden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/so-geht-es-fort-man-mochte-rasend-werden\/","title":{"rendered":"So geht es fort, man m\u00f6chte rasend werden"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Der US-amerikanische Theatermacher <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/robert-wilson\" rel=\"nofollow\">Robert Wilson<\/a><\/span> hatte vor allem ein Ziel: die Austreibung des echten Lebens aus der Kunst. Naturalistisches Theater, in dem alle so tun, als handelten sie &#8222;nat\u00fcrlich&#8220;, empfand er als das Unnat\u00fcrlichste, was Menschen miteinander veranstalten k\u00f6nnen. Das K\u00fcnstliche kam ihm nat\u00fcrlicher vor. Also stilisierte er seine Figuren bis in die Fingerspitzen. Jede war ein wandelndes Sortiment der Gesten, ein Gliederb\u00fcndel, das Zeichen in die Welt sandte und Finger, Arme und Beine bewegte, als w\u00e4ren es die Flaggen eines Lotsen. Streng genommen bewegten diese Wesen sich gar nicht selbst. Sie wurden von Wilson bewegt.\n<\/p>\n<p>Sie sprachen auch nicht selbst \u2013 fremde Laute kamen aus ihren M\u00fcndern. Wilsons Begeisterung f\u00fcr Echos, Schattenrisse, synchronisierte Stimmen und nachhallende Worte, also f\u00fcr alle von ihrem Ursprung getrennten Lebensspuren, seine Liebe zum f\u00fchrerlos dahingleitenden Schauspieler, zur Gespenstermechanik \u2013 das alles war f\u00fcr sein Theater wesentlich.\n<\/p>\n<p>Als er vor zehn Jahren am <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/berliner-ensemble\" rel=\"nofollow\">Berliner Ensemble<\/a><\/span> Goethes (beide Teile) inszenierte, da schien es, als ritte eine gro\u00dfe H\u00e4me gegen Goethes Figuren die Auff\u00fchrung. Wilson hatte sie alle am Faden, Faust, Gretchen, Helena: Marionetten, von oben gezogen, aber zu schwer f\u00fcr die Himmelfahrt. Puppen, durch die das rastlos nerv\u00f6se Zucken ihres Spielers ging. Die Auff\u00fchrung wirkte, als sei sie Ausdruck eines Kontrollzwangs und Sicherheitswahns, ein Versuch der Z\u00fcchtigung allen Willens. Und der Einzige, der, am anderen Ende der Fadenleitung, dem Regisseur Widerstand und Eigensinn entgegensetzte, war Mephisto, der Teufel.\u00a0Von ihm kam alle Lust, alle Erotik. Was er nicht ber\u00fchrte, das blieb kalt.\n<\/p>\n<p>Oft war in seinem Theater Bob Wilson selbst der Teufel. \u00dcber seinen Figuren schien sich eine riesige Schere drohend zu \u00f6ffnen und zu schlie\u00dfen im ewigen Schnipp-Schnapp des gro\u00dfen Bob: Euch schneide ich nicht blo\u00df die Daumen ab, euch kappe ich die Lebensf\u00e4den!\n<\/p>\n<p>Manchmal machte Wilsons sich den Spa\u00df, seine Spieler w\u00e4hrend einer Szene wie Sterne vergl\u00fchen zu lassen: Man sah vom Menschen dann in einem j\u00e4h schrumpfenden Scheinwerferkegel nur noch die Hand, den schreienden Mund, die Spitze eines leuchtenden Fingers \u2013 als bef\u00e4nde sich der Rest schon im Wilson-Jenseits. So bewies jede Bewegung auf der B\u00fchne die Allmacht des Regisseurs. Der lebende Scherenschnitt, der sprechende Stummfilm, das z\u00e4hneknirschende Rokoko-Theater, das vereisende Musical \u2013 in guten Momenten brachte Wilson alle Genres zur Bl\u00fcte und trug sie beil\u00e4ufig zu Grabe.\n<\/p>\n<h2>CNN war sein Kaminfeuer<\/h2>\n<p>Der stumm aufgerissene Mund war das Wahrzeichen von Wilsons Theater, sein : Einer m\u00f6chte schreien, aber aus seiner Kehle kommt kein Laut. Man lag wohl nicht falsch, wenn man sich durch seine Theaterfiguren an Gestalten der griechischen Mythologie erinnert f\u00fchlte, an Sisyphos, Ikarus, Prometheus. Diese Wesen wirken wie eingesperrt in ihre K\u00f6rper, ihr Schicksal. Und im Moment, da ihnen klar wird, in welcher Situation sie sich befinden, entf\u00e4hrt ihnen der stumme Schrei.\n<\/p>\n<p>Vor zwei Jahren traf ich Robert Wilson in Berlin zu einem Gespr\u00e4ch. In seinem Hotelzimmer am Gendarmenmarkt lief stumm das Fernsehger\u00e4t \u2013 Wilson reiste andauernd, verbrachte j\u00e4hrlich Hunderte Stunden im Flugzeug und Tausende in Hotels, und der stumme, CNN sendende Hotelfernseher war wohl so etwas wie das immer entz\u00fcndbare, stets mitreisende Kaminfeuer dieses Globetrotters. Er war in Berlin, um gemeinsam mit der gro\u00dfen Schauspielerin Angela Winkler Alfred Jarrys B\u00fchnengroteske\u00a0\u00a0als H\u00f6rspiel f\u00fcr den RBB einzusprechen. Wir sa\u00dfen schon eine Stunde zusammen, da fragte ich ihn, welche Bedeutung der Schrei in seinem Theater habe. Er antwortete, wie meist, mit einer lakonischen Replik \u2013 der dann eine oder zwei Geschichten folgten.\n<\/p>\n<p>Die kurze Antwort: &#8222;Schauen Sie sich den schreienden Papst auf dem Gem\u00e4lde von Francis Bacon an. Da ist alles enthalten.&#8220;\n<\/p>\n<p>Dann kam die erste Geschichte: &#8222;In den Sechzigerjahren habe ich im Goldwater Memorial Hospital in New York\u00a0gearbeitet \u2013 auf einer Station, auf der 50 Menschen in Eisernen Lungen lebten. Meine Aufgabe war es, sie zum Sprechen zu animieren, ihnen geistige Abwechslung zu bieten. Eiserne Lungen, das sind diese Tanks, aus denen nur die K\u00f6pfe herausschauen: Beatmungsger\u00e4te, die die Menschen am Leben erhalten. Auf dieser Station lernte ich einen 33-J\u00e4hrigen kennen, der einen Autounfall \u00fcberlebt hatte; er war gel\u00e4hmt, und er hat nicht gesprochen, aber manchmal brachte ich ihn zum Lachen. Und als ich mich nach drei Jahren von ihm verabschiedete, sprach er endlich. Er sagte: Ich habe meine Lage akzeptiert; sie ist f\u00fcr andere ein gr\u00f6\u00dferes Problem als f\u00fcr mich. Offenbar hatte er ein reiches inneres Leben entwickelt.&#8220;\n<\/p>\n<p>Dann erz\u00e4hlte Wilson die zweite Geschichte. Sie handelte von der japanischen Choreografin Suzushi Hanayagi, mit der er in Deutschland bei zwei gro\u00dfen Produktionen zusammengearbeitet hatte, bei  (Schaub\u00fchne Berlin, 1979) und bei <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/1990\/23\/koenig-licht\" rel=\"nofollow\">Shakespeares <\/a> (Frankfurter Schauspiel, 1990, damals spielte Marianne Hoppe die Titelrolle). Er habe sie sehr lange Zeit aus den Augen verloren und dann irgendwann in Japan besucht; sie sei schon dement gewesen und habe seit Jahren kein Wort mehr gesprochen. Da habe er eine Handbewegung gemacht, die sie sich einst gemeinsam f\u00fcr den Frankfurter Lear ausgedacht h\u00e4tten. Sie erinnerte sich, machte die Bewegung nach \u2013 und begann zu sprechen.\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der US-amerikanische Theatermacher Robert Wilson hatte vor allem ein Ziel: die Austreibung des echten Lebens aus der Kunst. 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