{"id":260626,"date":"2025-07-31T11:28:31","date_gmt":"2025-07-31T08:28:31","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/tut-das-nie-wieder\/"},"modified":"2025-07-31T11:29:46","modified_gmt":"2025-07-31T08:29:46","slug":"tut-das-nie-wieder","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/tut-das-nie-wieder\/","title":{"rendered":"Tut das nie wieder!"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>In seinem Ehrgeiz, der unbestechlichste, unverstrickteste, unkorrumpierbarste Mann seiner Zeit zu sein, hatte <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/karl-kraus\" rel=\"nofollow\">Karl Kraus<\/a><\/span> (1874\u20131936) sich doch aufs \u00c4u\u00dferste, quasi bis zum letzten Backenzahn, in sie verbissen. Wenn in einem literarischen Werk diese Epoche weiterlebt, dann in seinem Drama . Aus ihm spricht, unverw\u00fcstlich und mordsvital, das Wien des Ersten Weltkriegs. Es ist ein St\u00fcck ohne Helden und ohne Trost (au\u00dfer dem des Hohnlachens), das Dokument der vergeblichen Suche des Autors nach einem guten, vern\u00fcnftigen Mitmenschen.\n<\/p>\n<p>Das St\u00fcck, in den Jahren 1915 bis 1922 im Wesentlichen aus Presseerzeugnissen, Politikergerede, Alltagsdialogen jener Zeit zusammengesetzt und von Kraus mit eigenem Text verwoben, ist bev\u00f6lkert von Gesch\u00e4ftemachern, Pfaffen, Gener\u00e4len, Presseleuten, die relativ gem\u00fctlich und seelentot andere in den Untergang schieben und selbst hinterdreinrauschen. Kraus richtet seine Gestalten, indem er sie sprechen l\u00e4sst; ihre Sprache verr\u00e4t ihre Niedertracht; Gnade hat er nur f\u00fcr jene, die schweigen: die Toten. Das Drama, 770 Seiten umfasst es in der Suhrkamp-Taschenbuchausgabe, bietet rund 220 Szenen, 1.000\u00a0Figuren und 200 Schaupl\u00e4tze. W\u00fcrde man es ganz spielen, w\u00e4re ein Heer von Darstellern Tage und N\u00e4chte besch\u00e4ftigt, und man br\u00e4uchte eine Stadt voller B\u00fchnen, alles aufzuf\u00fchren.\n<\/p>\n<p>Jetzt sind zum Auftakt der <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/salzburger-festspiele\" rel=\"nofollow\">Salzburger Festspiele<\/a><\/span> aufgef\u00fchrt worden. Das ist eine heikle Konstellation. Denn Kraus hat die Festspiele verachtet. Hugo von Hofmannsthals Spiel vom Sterben des reichen Mannes, den  um den sich hier im Sommer alles dreht, nannte er einen &#8222;Welttheaterschwindel&#8220;. Wenn Kraus die neue Salzburger Fassung seiner  gekannt h\u00e4tte, h\u00e4tte das seine Verachtung noch gesteigert. Zweifellos h\u00e4tte er sich die Auff\u00fchrung verbeten, denn der Regisseur Du\u0161an David Pa\u0159\u00edzek strich das Drama zusammen und hat es neu arrangiert. Szenen und Textpassagen werden aus ihren Zusammenh\u00e4ngen gerissen und didaktisch zum Publikum hin zugespitzt, das dauernd gefragt wird, was es denn jetzt empfinde. Das entspringt dem Wunsch des Regisseurs, das St\u00fcck \u00fcber den Ersten Weltkrieg m\u00f6ge doch einen Anteil daran haben, einen Dritten Weltkrieg zu verhindern. Der Appell des Abends lautet: Tut das nie wieder!\n<\/p>\n<p>Karl Kraus h\u00e4tte sein St\u00fcck wohl anders zusammengefasst, in einer Frage: Wie konntet ihr das zulassen? Er kommt im Drama selbst vor; als den &#8222;N\u00f6rgler&#8220;, der das kriegsbesoffene Wien kalt und resigniert durchmisst, hat er sich hineingeschrieben. Den N\u00f6rgler umringen Spottgestalten und Lemuren, die sich freuen, dass \u00fcberall artig gestorben wird, B\u00fcrgerhy\u00e4nen, die den Sieg kaum erwarten k\u00f6nnen und &#8222;die ungeheure Triebkraft&#8220; r\u00fchmen, die der milit\u00e4rische Befehl auf die Jugend ihres Landes \u00fcbertr\u00e4gt. Kraus braucht so viel Volk, weil er zeigen will, wie verloren er, der als Einziger die Zusammenh\u00e4nge durchschaut und die Apokalypse kommen sieht (und das Dritte Reich schon ahnt), in dessen Mitte ist.  sind das monstr\u00f6se Dokument der Einsamkeit ihres Autors.\n<\/p>\n<p>Kraus war, in eigenen Worten, jener Mann, &#8222;dem es beschieden ist, nichts mitzumachen, aber alles zu erleben&#8220;. Da nur er die Geschehnisse ganz verstand, w\u00e4re es auch, so empfand er dunkel, an ihm gewesen, sie zu verhindern. Aber er hat sie nur dokumentiert.  sind das Manifest dieser Grandiosit\u00e4t (ich habe alles gewusst) und eines umfassenden Ekels (wieso bin ich dazu verdammt, in dieser abscheulichen Zeit zu leben?).\n<\/p>\n<p>Wie soll man dieses St\u00fcck spielen? Zwei Extreme dr\u00e4ngen sich auf. Entweder man l\u00e4sst alle Gestalten vorkommen, die im Personenverzeichnis erw\u00e4hnt werden, und veranstaltet ein Wiener Weltgewimmel, das sich \u00fcber Tage hinzieht. Oder man zeigt, was dieses St\u00fcck eigentlich ist: n\u00e4mlich das Kopfdrama eines Einzelnen. Die innere Schlacht eines Mannes, der im Geist alle Details der Katastrophe entfaltet, bis sie dann zwangsl\u00e4ufig stattfindet. Du\u0161an David Pa\u0159\u00edzek entscheidet sich in <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/salzburg\" rel=\"nofollow\">Salzburg<\/a><\/span> f\u00fcr eine Zwischenl\u00f6sung: weder Solo noch Masse, sondern Kleingruppe. Mit drei Schauspielerinnen und vier Schauspielern will er dem Werk zu Leibe r\u00fccken. Der Menschenmahlstrom verd\u00fcnnt sich zum Rinnsal, wir sehen ein Kammerspiel, in dem Kolorit und Zeitgeschichte auf g\u00e4ngigste Weise mit Filmen und Fotos aufgerufen werden. Aus der rauschhaften Verdammung des ewigen Mitl\u00e4ufertums wird eine Revue kurioser vergangener Einzelf\u00e4lle. Die allerdings sind wunderbar gespielt.\n<\/p>\n<p>D\u00f6rte Lyssewski und Michael Maertens geben ein deutsches Kriegsgewinnler-Ehepaar in Wien; die beiden zerfleischen sich in herrlichem Kom\u00f6dienfuror gegenseitig, aber die Hoffnung auf Endsieg, also Karriere, h\u00e4lt die Ehe zusammen. Branko Samarovski, unvergessen als Mephisto in Claus Peymanns legend\u00e4rer Stuttgarter Inszenierung (1977), spielt 86-j\u00e4hrig, in knorriger Wucht, einen teuflischen Wiener Kolonialwarenh\u00e4ndler, der die Hungernden aus seinem Laden hinausfaucht \u2013 und erst begreift, was Krieg ist, als sein Sohn eingezogen wird. Den N\u00f6rgler hingegen, den Stellvertreter des Autors im St\u00fcck, spielt die eigentlich gro\u00dfartige Kom\u00f6diantin Elisa Pl\u00fcss in schweizerischer Sprachf\u00e4rbung seltsam &#8222;neutral&#8220;, als trage sie bei einer Beh\u00f6rdenfeier auswendig gelernte freche Gedichte vor. Kraus, der in den N\u00f6rgler-Texten erkl\u00e4rt, was sein St\u00fcck eigentlich soll, wird hier regelrecht kaltgestellt.\n<\/p>\n<p>Man legt, trotz der alles in allem famosen Spieler, den Abend im Erinnerungsfolder &#8222;Ensemblekabarett, historisch&#8220; ab. Und man fragt sich, was Karl Kraus mit der \u00fcberw\u00e4ltigenden Stofff\u00fclle anfinge, die ihm die Medien heute zutr\u00fcgen. Wie umfangreich gerieten &#8222;Die letzten Tage der Menschheit&#8220;? Wir k\u00e4men wohl alle drin vor. Auch die Er\u00f6ffnungsfeier der Salzburger Festspiele h\u00e4tte darin wom\u00f6glich ihren Platz. <a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/kultur\/2025-07\/oesterreich-salzburger-festspiele-eroeffnung-gaza-protest\" rel=\"nofollow\">Da unterbrachen n\u00e4mlich propal\u00e4stinensische Aktivisten die Rede des \u00f6sterreichischen Vizekanzlers<\/a> und entrollten Banner, auf denen &#8222;Stoppt den V\u00f6lkermord&#8220; und  stand. Woraufhin die Festspiele die Zahl ihrer Security-Leute erh\u00f6hten.\n<\/p>\n<p>Auf einem Plakat habe &#8222;Salzburger Festspeiben&#8220; gestanden, melden die Nachrichtenagenturen. Das klang nun doch so, als sei Karl Kraus aus seiner Ruhe auferstanden und habe sich noch einmal ins verachtete Salzburg locken lassen.\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>In seinem Ehrgeiz, der unbestechlichste, unverstrickteste, unkorrumpierbarste Mann seiner Zeit zu sein, hatte Karl Kraus (1874\u20131936) sich doch aufs \u00c4u\u00dferste, quasi bis zum letzten Backenzahn, in sie verbissen. Wenn in einem literarischen Werk diese Epoche weiterlebt, dann in seinem Drama . Aus ihm spricht, unverw\u00fcstlich und mordsvital, das Wien des Ersten Weltkriegs. 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