{"id":259405,"date":"2025-07-28T15:26:15","date_gmt":"2025-07-28T12:26:15","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/"},"modified":"2025-07-28T15:26:29","modified_gmt":"2025-07-28T12:26:29","slug":"us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/","title":{"rendered":"US-Autos sollen k\u00fcnftig zollfrei in EU kommen \u2013 doch auf Porsche, Audi und Co. entfallen 15 Prozent"},"content":{"rendered":"<p>Autos aus den USA sollen als Teil des Handelsdeals mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcnftig zollfrei in die Europ\u00e4ische Union importiert werden k\u00f6nnen. Das best\u00e4tigte eine EU-Beamtin in Br\u00fcssel einen Tag nach der Einigung in Schottland. Die EU erhebt bislang auf Autoimporte aus den USA einen Zoll in H\u00f6he von zehn Prozent.<\/p>\n<p>\u201eWir sind bereit, auf null zu gehen\u201c, sagte die Beamtin. Voraussetzung sei allerdings, dass die Vereinigten Staaten sich an ihren Teil der Vereinbarung halten und die aktuell f\u00e4llig werdenden US-Z\u00f6lle auf Autoimporte aus der EU von aktuell 27,5 auf 15 Prozent senken.<\/p>\n<p>F\u00fcr die europ\u00e4ische Autoindustrie bedeutet die Zusage der EU, dass sie k\u00fcnftig mit st\u00e4rkerer Konkurrenz von US-Herstellern rechnen muss. Zudem muss sie k\u00fcnftig mit dem neuen 15-Prozent-Zoll leben. Vor dem Amtsantritt von Trump hatte der Zollsatz noch bei 2,5 Prozent gelegen. <\/p>\n<p><b>EU-Handelskommissar Maros Sefcovic<\/b> nannte den Deal einen Durchbruch. Z\u00f6lle von 30 Prozent h\u00e4tten den gegenseitigen Handel zum Erliegen gebracht, sagte er in Br\u00fcssel. Es habe entsprechend viel auf dem Spiel gestanden. Mit Z\u00f6llen von 15 Prozent k\u00f6nne der transatlantische Handel weitergehen. \u201eDieser Deal ist besser als ein Handelskrieg mit den USA.\u201c<\/p>\n<p>Die <b>Bundesregierung<\/b> hofft nach dem Kompromiss im Zollkonflikt zwischen der EU und den USA noch auf Erleichterungen bei der hohen Belastung f\u00fcr Stahl und Aluminium. Die Einfuhr dieser Produkte in die USA ist nach wie vor mit Z\u00f6llen von 50 Prozent belegt. Man sehe hier weiter Bedarf zu verhandeln, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. \u201eDas ist einer der Bereiche, auf die wir besonderes Augenmerk legen werden.\u201c Weitere Bereiche nannte er nicht.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung begr\u00fc\u00dfe die Einigung grunds\u00e4tzlich, sagte Hille. \u201eGanz klar im Mittelpunkt steht, dass eine unn\u00f6tige Eskalation und ein Handelskonflikt vermieden werden konnten.\u201c<\/p>\n<p>F\u00fcr <b>Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche<\/b> (CDU) sind die neuen US-Z\u00f6lle eine Herausforderung. \u201eAber der gute Teil daran \u2013 es gibt Sicherheit.\u201c Es gelte jetzt, Klarheit \u00fcber die Umsetzung zu haben. Die Vereinbarung zwischen Trump und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen m\u00fcsse Bestand haben, sagte Reiche.<\/p>\n<h3>BSW h\u00e4lt Zoll-Deal zwischen USA und EU f\u00fcr Fehler<\/h3>\n<p>Das B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) h\u00e4lt die Zoll-Einigung f\u00fcr einen gro\u00dfen Fehler. \u201eDas ist kein Deal, das ist die Kapitulation des europ\u00e4ischen Selbstrespekts vor Trumps Kanonenboot-Imperialismus\u201c, sagte <b>Christian Leye, BSW-Generalsekret\u00e4r<\/b>, WELT. Der Deal helfe nur der US-Energiewirtschaft und -R\u00fcstungsindustrie. Deutschland opfere seine Stahlindustrie und zahle f\u00fcr k\u00fcnftige US-Kriege, so Leye. \u201eMan fragt sich ernsthaft, ob \u00fcberhaupt jemand f\u00fcr die EU verhandelt hat, oder ob die US-W\u00fcnsche einfach devot durchgewunken wurden.\u201c Deutschland m\u00fcsse seinen \u201eaufrechten Gang gegen\u00fcber den USA\u201c wiederfinden. <\/p>\n<p>\u201eSie quetschen mit diesem Deal Europa aus wie eine Zitrone, ziehen Kapital in Gr\u00f6\u00dfenordnungen ab, treiben uns in immer neue Handelskonflikte mit L\u00e4ndern, deren Deals g\u00fcnstiger sein k\u00f6nnen, und m\u00f6glicherweise auch in die n\u00e4chsten Kriege\u201c, sagte der BSW-Generalsekret\u00e4r. \u201eDas sind keine Freunde, das ist ein gewaltt\u00e4tiger, \u00fcbergriffiger Onkel, von dem man sich konsequent emanzipieren muss.\u201c<\/p>\n<p>Laut <b>Gr\u00fcnen-Chefin Franziska Brantner<\/b> ist die EU den USA zu stark entgegengekommen. \u201eMit Appeasement lernt Trump, dass seine Erpressungsmethoden funktionieren \u2013 wir m\u00fcssen davon ausgehen, dass er nun immer weitermachen wird\u201c, sagte sie dem \u201eRedaktionsnetzwerk Deutschland\u201c. Auch Z\u00f6lle von bis zu 50 Prozent auf Stahl und Aluminium aus Europa seien ein massives Problem. \u201eStatt Entlastung kommen jetzt neue Belastungen hinzu.\u201c Der Zoll-Deal gehe zulasten der EU. \u201eDie EU konnte ihre gro\u00dfe Marktmacht in den Verhandlungen nicht ausreichend ausspielen \u2013 auch aufgrund des \u00f6ffentlichen Drucks von Friedrich Merz f\u00fcr eine schnelle Einigung und gleichzeitiger Verweigerung, ein weiteres Drohpotenzial zum Beispiel via Digitalabgabe aufzubauen.\u201c<\/p>\n<p>Statt langfristig zu denken, habe der Bundeskanzler \u00f6ffentlich Druck auf Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen ausge\u00fcbt, eine schnelle Einigung herbeizuf\u00fchren. \u201eDas hat ihre Position eindeutig geschw\u00e4cht.\u201c Problematisch sei auch das Gegengesch\u00e4ft mit den USA: \u201eSollte sich die EU auf langfristige Importvertr\u00e4ge von klimasch\u00e4dlichem LNG-Gas einlassen, wird das die europ\u00e4ischen Klimaziele unterlaufen.\u201c<\/p>\n<p>Der <b>deutsche Industrieverband BDI<\/b> sieht die Z\u00f6lle als Einstieg in eine neue Handelsordnung. \u201eWir erreichen hier Zollh\u00f6hen, die wir so noch nie gesehen haben\u201c, sagt BDI-Lobbyist Wolfgang Niedermark in Berlin zu Journalisten. Dies sei ein Schlag ins Kontor und kein guter Tag f\u00fcr die Wirtschaft. \u201eWir rechnen mit deutlichen Wachstumseinbu\u00dfen f\u00fcr unsere Industrie.\u201c Europa sei nicht in einer guten Verhandlungsposition gewesen und m\u00fcsse seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit dringend st\u00e4rken, um bessere Ergebnisse erzielen zu k\u00f6nnen. Der Deal gebe nur eine vermeintliche Sicherheit, auch wenn er f\u00fcr einige Branchen Vorteile bringe und insgesamt eine Eskalation im Handelsstreit vermieden worden sei.<\/p>\n<p><b>Julian Hinz vom Kiel Institut f\u00fcr Weltwirtschaft<\/b> (IfW) erkl\u00e4rte, die Einigung gef\u00e4hrde den \u201eregelbasierten Welthandel\u201c, es sei \u201ekein guter Deal\u201c. \u201eDie EU versucht kurzfristig, einen Handelskrieg abzuwenden, zahlt daf\u00fcr aber langfristig einen hohen Preis\u201c, erkl\u00e4rte sie weiter. Br\u00fcssel verlasse \u201edamit die Prinzipien des multilateralen und regelbasierten Welthandelssystems der Welthandelsorganisation (WTO), das Europas Wohlstand bislang ma\u00dfgeblich garantiert hat\u201c.  <\/p>\n<p><b>Wirtschaftsweise Veronika Grimm <\/b>sagte dem Nachrichtenmagazin \u201ePolitico\u201c, die EU \u201ekonnte vermutlich nicht mehr rausholen, so sind aktuell eben die Machtverh\u00e4ltnisse\u201c.<\/p>\n<p>Die <b>\u201eWirtschaftsweise\u201c Ulrike Malmendier<\/b> sagte im ARD-\u201eMorgenmagazin\u201c, Z\u00f6lle in H\u00f6he von 15 Prozent seien eine \u201eungeheure Belastung f\u00fcr die Wirtschaft, nicht nur hier, sondern auch in den USA\u201c. Im Gegensatz zu einem Zollsatz von rund einem Prozent in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten \u201eist das schon ein Drama\u201c, sagte Malmendier.<\/p>\n<p>Das <b>deutsche Kraftfahrzeuggewerbe<\/b> warnt vor negativen Folgen f\u00fcr die Verbraucher. \u201eWas jetzt als diplomatischer Durchbruch verkauft wird, trifft am Ende die Kunden &#8211; mit weniger Auswahl und h\u00f6heren Preisen\u201c, erkl\u00e4rte der Pr\u00e4sident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Thomas Peckruhn. Zudem k\u00f6nnten die Kosten f\u00fcr Reparaturen steigen. <\/p>\n<p>Der Deal zur Entsch\u00e4rfung des monatelangen Zollkonflikts war am Sonntag bei einem Treffen von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen mit US-Pr\u00e4sident Trump in einem Golfhotel des US-Pr\u00e4sidenten im schottischen Turnberry vereinbart worden. Er sieht auch vor, dass die EU k\u00fcnftig deutlich mehr Energie in den USA kaufen und die Investitionen dort erh\u00f6hen soll.<\/p>\n<p>Lediglich auf eine begrenzte Zahl von Waren sollen k\u00fcnftig bei der Einfuhr keine Abgaben f\u00e4llig werden. Dazu z\u00e4hlen nach Angaben von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen zum Beispiel Flugzeuge, bestimmte Chemikalien, Agrarprodukte und kritische Rohstoffe<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Autos aus den USA sollen als Teil des Handelsdeals mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcnftig zollfrei in die Europ\u00e4ische Union importiert werden k\u00f6nnen. Das best\u00e4tigte eine EU-Beamtin in Br\u00fcssel einen Tag nach der Einigung in Schottland. Die EU erhebt bislang auf Autoimporte aus den USA einen Zoll in H\u00f6he von zehn Prozent. \u201eWir sind bereit, auf<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[59],"tags":[],"class_list":["post-259405","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-business-de"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v22.9 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>US-Autos sollen k\u00fcnftig zollfrei in EU kommen \u2013 doch auf Porsche, Audi und Co. entfallen 15 Prozent - vof-news.eu<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Autos aus den USA sollen als Teil des Handelsdeals mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcnftig zollfrei in die Europ\u00e4ische Union importiert werden k\u00f6nnen. Das best\u00e4tigte eine EU-Beamtin in Br\u00fcssel einen Tag nach der Einigung in Schottland. Die EU erhebt bislang auf Autoimporte aus den USA einen Zoll in H\u00f6he von zehn Prozent.\u201eWir sind bereit, auf null zu gehen\u201c, sagte die Beamtin. Voraussetzung sei allerdings, dass die Vereinigten Staaten sich an ihren Teil der Vereinbarung halten und die aktuell f\u00e4llig werdenden US-Z\u00f6lle auf Autoimporte aus der EU von aktuell 27,5 auf 15 Prozent senken.F\u00fcr die europ\u00e4ische Autoindustrie bedeutet die Zusage der EU, dass sie k\u00fcnftig mit st\u00e4rkerer Konkurrenz von US-Herstellern rechnen muss. Zudem muss sie k\u00fcnftig mit dem neuen 15-Prozent-Zoll leben. Vor dem Amtsantritt von Trump hatte der Zollsatz noch bei 2,5 Prozent gelegen. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nannte den Deal einen Durchbruch. Z\u00f6lle von 30 Prozent h\u00e4tten den gegenseitigen Handel zum Erliegen gebracht, sagte er in Br\u00fcssel. Es habe entsprechend viel auf dem Spiel gestanden. Mit Z\u00f6llen von 15 Prozent k\u00f6nne der transatlantische Handel weitergehen. \u201eDieser Deal ist besser als ein Handelskrieg mit den USA.\u201cDie Bundesregierung hofft nach dem Kompromiss im Zollkonflikt zwischen der EU und den USA noch auf Erleichterungen bei der hohen Belastung f\u00fcr Stahl und Aluminium. Die Einfuhr dieser Produkte in die USA ist nach wie vor mit Z\u00f6llen von 50 Prozent belegt. Man sehe hier weiter Bedarf zu verhandeln, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. \u201eDas ist einer der Bereiche, auf die wir besonderes Augenmerk legen werden.\u201c Weitere Bereiche nannte er nicht.Die Bundesregierung begr\u00fc\u00dfe die Einigung grunds\u00e4tzlich, sagte Hille. \u201eGanz klar im Mittelpunkt steht, dass eine unn\u00f6tige Eskalation und ein Handelskonflikt vermieden werden konnten.\u201cF\u00fcr Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sind die neuen US-Z\u00f6lle eine Herausforderung. \u201eAber der gute Teil daran \u2013 es gibt Sicherheit.\u201c Es gelte jetzt, Klarheit \u00fcber die Umsetzung zu haben. Die Vereinbarung zwischen Trump und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen m\u00fcsse Bestand haben, sagte Reiche.BSW h\u00e4lt Zoll-Deal zwischen USA und EU f\u00fcr FehlerDas B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) h\u00e4lt die Zoll-Einigung f\u00fcr einen gro\u00dfen Fehler. \u201eDas ist kein Deal, das ist die Kapitulation des europ\u00e4ischen Selbstrespekts vor Trumps Kanonenboot-Imperialismus\u201c, sagte Christian Leye, BSW-Generalsekret\u00e4r, WELT. Der Deal helfe nur der US-Energiewirtschaft und -R\u00fcstungsindustrie. Deutschland opfere seine Stahlindustrie und zahle f\u00fcr k\u00fcnftige US-Kriege, so Leye. \u201eMan fragt sich ernsthaft, ob \u00fcberhaupt jemand f\u00fcr die EU verhandelt hat, oder ob die US-W\u00fcnsche einfach devot durchgewunken wurden.\u201c Deutschland m\u00fcsse seinen \u201eaufrechten Gang gegen\u00fcber den USA\u201c wiederfinden. \u201eSie quetschen mit diesem Deal Europa aus wie eine Zitrone, ziehen Kapital in Gr\u00f6\u00dfenordnungen ab, treiben uns in immer neue Handelskonflikte mit L\u00e4ndern, deren Deals g\u00fcnstiger sein k\u00f6nnen, und m\u00f6glicherweise auch in die n\u00e4chsten Kriege\u201c, sagte der BSW-Generalsekret\u00e4r. \u201eDas sind keine Freunde, das ist ein gewaltt\u00e4tiger, \u00fcbergriffiger Onkel, von dem man sich konsequent emanzipieren muss.\u201cLaut Gr\u00fcnen-Chefin Franziska Brantner ist die EU den USA zu stark entgegengekommen. \u201eMit Appeasement lernt Trump, dass seine Erpressungsmethoden funktionieren \u2013 wir m\u00fcssen davon ausgehen, dass er nun immer weitermachen wird\u201c, sagte sie dem \u201eRedaktionsnetzwerk Deutschland\u201c. Auch Z\u00f6lle von bis zu 50 Prozent auf Stahl und Aluminium aus Europa seien ein massives Problem. \u201eStatt Entlastung kommen jetzt neue Belastungen hinzu.\u201c Der Zoll-Deal gehe zulasten der EU. \u201eDie EU konnte ihre gro\u00dfe Marktmacht in den Verhandlungen nicht ausreichend ausspielen \u2013 auch aufgrund des \u00f6ffentlichen Drucks von Friedrich Merz f\u00fcr eine schnelle Einigung und gleichzeitiger Verweigerung, ein weiteres Drohpotenzial zum Beispiel via Digitalabgabe aufzubauen.\u201cStatt langfristig zu denken, habe der Bundeskanzler \u00f6ffentlich Druck auf Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen ausge\u00fcbt, eine schnelle Einigung herbeizuf\u00fchren. \u201eDas hat ihre Position eindeutig geschw\u00e4cht.\u201c Problematisch sei auch das Gegengesch\u00e4ft mit den USA: \u201eSollte sich die EU auf langfristige Importvertr\u00e4ge von klimasch\u00e4dlichem LNG-Gas einlassen, wird das die europ\u00e4ischen Klimaziele unterlaufen.\u201cDer deutsche Industrieverband BDI sieht die Z\u00f6lle als Einstieg in eine neue Handelsordnung. \u201eWir erreichen hier Zollh\u00f6hen, die wir so noch nie gesehen haben\u201c, sagt BDI-Lobbyist Wolfgang Niedermark in Berlin zu Journalisten. Dies sei ein Schlag ins Kontor und kein guter Tag f\u00fcr die Wirtschaft. \u201eWir rechnen mit deutlichen Wachstumseinbu\u00dfen f\u00fcr unsere Industrie.\u201c Europa sei nicht in einer guten Verhandlungsposition gewesen und m\u00fcsse seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit dringend st\u00e4rken, um bessere Ergebnisse erzielen zu k\u00f6nnen. Der Deal gebe nur eine vermeintliche Sicherheit, auch wenn er f\u00fcr einige Branchen Vorteile bringe und insgesamt eine Eskalation im Handelsstreit vermieden worden sei.Julian Hinz vom Kiel Institut f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW) erkl\u00e4rte, die Einigung gef\u00e4hrde den \u201eregelbasierten Welthandel\u201c, es sei \u201ekein guter Deal\u201c. \u201eDie EU versucht kurzfristig, einen Handelskrieg abzuwenden, zahlt daf\u00fcr aber langfristig einen hohen Preis\u201c, erkl\u00e4rte sie weiter. Br\u00fcssel verlasse \u201edamit die Prinzipien des multilateralen und regelbasierten Welthandelssystems der Welthandelsorganisation (WTO), das Europas Wohlstand bislang ma\u00dfgeblich garantiert hat\u201c. Wirtschaftsweise Veronika Grimm sagte dem Nachrichtenmagazin \u201ePolitico\u201c, die EU \u201ekonnte vermutlich nicht mehr rausholen, so sind aktuell eben die Machtverh\u00e4ltnisse\u201c.Die \u201eWirtschaftsweise\u201c Ulrike Malmendier sagte im ARD-\u201eMorgenmagazin\u201c, Z\u00f6lle in H\u00f6he von 15 Prozent seien eine \u201eungeheure Belastung f\u00fcr die Wirtschaft, nicht nur hier, sondern auch in den USA\u201c. Im Gegensatz zu einem Zollsatz von rund einem Prozent in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten \u201eist das schon ein Drama\u201c, sagte Malmendier.Das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe warnt vor negativen Folgen f\u00fcr die Verbraucher. \u201eWas jetzt als diplomatischer Durchbruch verkauft wird, trifft am Ende die Kunden - mit weniger Auswahl und h\u00f6heren Preisen\u201c, erkl\u00e4rte der Pr\u00e4sident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Thomas Peckruhn. Zudem k\u00f6nnten die Kosten f\u00fcr Reparaturen steigen. Der Deal zur Entsch\u00e4rfung des monatelangen Zollkonflikts war am Sonntag bei einem Treffen von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen mit US-Pr\u00e4sident Trump in einem Golfhotel des US-Pr\u00e4sidenten im schottischen Turnberry vereinbart worden. Er sieht auch vor, dass die EU k\u00fcnftig deutlich mehr Energie in den USA kaufen und die Investitionen dort erh\u00f6hen soll.Lediglich auf eine begrenzte Zahl von Waren sollen k\u00fcnftig bei der Einfuhr keine Abgaben f\u00e4llig werden. Dazu z\u00e4hlen nach Angaben von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen zum Beispiel Flugzeuge, bestimmte Chemikalien, Agrarprodukte und kritische Rohstoffe\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"US-Autos sollen k\u00fcnftig zollfrei in EU kommen \u2013 doch auf Porsche, Audi und Co. entfallen 15 Prozent - vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Autos aus den USA sollen als Teil des Handelsdeals mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcnftig zollfrei in die Europ\u00e4ische Union importiert werden k\u00f6nnen. Das best\u00e4tigte eine EU-Beamtin in Br\u00fcssel einen Tag nach der Einigung in Schottland. Die EU erhebt bislang auf Autoimporte aus den USA einen Zoll in H\u00f6he von zehn Prozent.\u201eWir sind bereit, auf null zu gehen\u201c, sagte die Beamtin. Voraussetzung sei allerdings, dass die Vereinigten Staaten sich an ihren Teil der Vereinbarung halten und die aktuell f\u00e4llig werdenden US-Z\u00f6lle auf Autoimporte aus der EU von aktuell 27,5 auf 15 Prozent senken.F\u00fcr die europ\u00e4ische Autoindustrie bedeutet die Zusage der EU, dass sie k\u00fcnftig mit st\u00e4rkerer Konkurrenz von US-Herstellern rechnen muss. Zudem muss sie k\u00fcnftig mit dem neuen 15-Prozent-Zoll leben. Vor dem Amtsantritt von Trump hatte der Zollsatz noch bei 2,5 Prozent gelegen. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nannte den Deal einen Durchbruch. Z\u00f6lle von 30 Prozent h\u00e4tten den gegenseitigen Handel zum Erliegen gebracht, sagte er in Br\u00fcssel. Es habe entsprechend viel auf dem Spiel gestanden. Mit Z\u00f6llen von 15 Prozent k\u00f6nne der transatlantische Handel weitergehen. \u201eDieser Deal ist besser als ein Handelskrieg mit den USA.\u201cDie Bundesregierung hofft nach dem Kompromiss im Zollkonflikt zwischen der EU und den USA noch auf Erleichterungen bei der hohen Belastung f\u00fcr Stahl und Aluminium. Die Einfuhr dieser Produkte in die USA ist nach wie vor mit Z\u00f6llen von 50 Prozent belegt. Man sehe hier weiter Bedarf zu verhandeln, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. \u201eDas ist einer der Bereiche, auf die wir besonderes Augenmerk legen werden.\u201c Weitere Bereiche nannte er nicht.Die Bundesregierung begr\u00fc\u00dfe die Einigung grunds\u00e4tzlich, sagte Hille. \u201eGanz klar im Mittelpunkt steht, dass eine unn\u00f6tige Eskalation und ein Handelskonflikt vermieden werden konnten.\u201cF\u00fcr Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sind die neuen US-Z\u00f6lle eine Herausforderung. \u201eAber der gute Teil daran \u2013 es gibt Sicherheit.\u201c Es gelte jetzt, Klarheit \u00fcber die Umsetzung zu haben. Die Vereinbarung zwischen Trump und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen m\u00fcsse Bestand haben, sagte Reiche.BSW h\u00e4lt Zoll-Deal zwischen USA und EU f\u00fcr FehlerDas B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) h\u00e4lt die Zoll-Einigung f\u00fcr einen gro\u00dfen Fehler. \u201eDas ist kein Deal, das ist die Kapitulation des europ\u00e4ischen Selbstrespekts vor Trumps Kanonenboot-Imperialismus\u201c, sagte Christian Leye, BSW-Generalsekret\u00e4r, WELT. Der Deal helfe nur der US-Energiewirtschaft und -R\u00fcstungsindustrie. Deutschland opfere seine Stahlindustrie und zahle f\u00fcr k\u00fcnftige US-Kriege, so Leye. \u201eMan fragt sich ernsthaft, ob \u00fcberhaupt jemand f\u00fcr die EU verhandelt hat, oder ob die US-W\u00fcnsche einfach devot durchgewunken wurden.\u201c Deutschland m\u00fcsse seinen \u201eaufrechten Gang gegen\u00fcber den USA\u201c wiederfinden. \u201eSie quetschen mit diesem Deal Europa aus wie eine Zitrone, ziehen Kapital in Gr\u00f6\u00dfenordnungen ab, treiben uns in immer neue Handelskonflikte mit L\u00e4ndern, deren Deals g\u00fcnstiger sein k\u00f6nnen, und m\u00f6glicherweise auch in die n\u00e4chsten Kriege\u201c, sagte der BSW-Generalsekret\u00e4r. \u201eDas sind keine Freunde, das ist ein gewaltt\u00e4tiger, \u00fcbergriffiger Onkel, von dem man sich konsequent emanzipieren muss.\u201cLaut Gr\u00fcnen-Chefin Franziska Brantner ist die EU den USA zu stark entgegengekommen. \u201eMit Appeasement lernt Trump, dass seine Erpressungsmethoden funktionieren \u2013 wir m\u00fcssen davon ausgehen, dass er nun immer weitermachen wird\u201c, sagte sie dem \u201eRedaktionsnetzwerk Deutschland\u201c. Auch Z\u00f6lle von bis zu 50 Prozent auf Stahl und Aluminium aus Europa seien ein massives Problem. \u201eStatt Entlastung kommen jetzt neue Belastungen hinzu.\u201c Der Zoll-Deal gehe zulasten der EU. \u201eDie EU konnte ihre gro\u00dfe Marktmacht in den Verhandlungen nicht ausreichend ausspielen \u2013 auch aufgrund des \u00f6ffentlichen Drucks von Friedrich Merz f\u00fcr eine schnelle Einigung und gleichzeitiger Verweigerung, ein weiteres Drohpotenzial zum Beispiel via Digitalabgabe aufzubauen.\u201cStatt langfristig zu denken, habe der Bundeskanzler \u00f6ffentlich Druck auf Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen ausge\u00fcbt, eine schnelle Einigung herbeizuf\u00fchren. \u201eDas hat ihre Position eindeutig geschw\u00e4cht.\u201c Problematisch sei auch das Gegengesch\u00e4ft mit den USA: \u201eSollte sich die EU auf langfristige Importvertr\u00e4ge von klimasch\u00e4dlichem LNG-Gas einlassen, wird das die europ\u00e4ischen Klimaziele unterlaufen.\u201cDer deutsche Industrieverband BDI sieht die Z\u00f6lle als Einstieg in eine neue Handelsordnung. \u201eWir erreichen hier Zollh\u00f6hen, die wir so noch nie gesehen haben\u201c, sagt BDI-Lobbyist Wolfgang Niedermark in Berlin zu Journalisten. Dies sei ein Schlag ins Kontor und kein guter Tag f\u00fcr die Wirtschaft. \u201eWir rechnen mit deutlichen Wachstumseinbu\u00dfen f\u00fcr unsere Industrie.\u201c Europa sei nicht in einer guten Verhandlungsposition gewesen und m\u00fcsse seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit dringend st\u00e4rken, um bessere Ergebnisse erzielen zu k\u00f6nnen. Der Deal gebe nur eine vermeintliche Sicherheit, auch wenn er f\u00fcr einige Branchen Vorteile bringe und insgesamt eine Eskalation im Handelsstreit vermieden worden sei.Julian Hinz vom Kiel Institut f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW) erkl\u00e4rte, die Einigung gef\u00e4hrde den \u201eregelbasierten Welthandel\u201c, es sei \u201ekein guter Deal\u201c. \u201eDie EU versucht kurzfristig, einen Handelskrieg abzuwenden, zahlt daf\u00fcr aber langfristig einen hohen Preis\u201c, erkl\u00e4rte sie weiter. Br\u00fcssel verlasse \u201edamit die Prinzipien des multilateralen und regelbasierten Welthandelssystems der Welthandelsorganisation (WTO), das Europas Wohlstand bislang ma\u00dfgeblich garantiert hat\u201c. Wirtschaftsweise Veronika Grimm sagte dem Nachrichtenmagazin \u201ePolitico\u201c, die EU \u201ekonnte vermutlich nicht mehr rausholen, so sind aktuell eben die Machtverh\u00e4ltnisse\u201c.Die \u201eWirtschaftsweise\u201c Ulrike Malmendier sagte im ARD-\u201eMorgenmagazin\u201c, Z\u00f6lle in H\u00f6he von 15 Prozent seien eine \u201eungeheure Belastung f\u00fcr die Wirtschaft, nicht nur hier, sondern auch in den USA\u201c. Im Gegensatz zu einem Zollsatz von rund einem Prozent in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten \u201eist das schon ein Drama\u201c, sagte Malmendier.Das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe warnt vor negativen Folgen f\u00fcr die Verbraucher. \u201eWas jetzt als diplomatischer Durchbruch verkauft wird, trifft am Ende die Kunden - mit weniger Auswahl und h\u00f6heren Preisen\u201c, erkl\u00e4rte der Pr\u00e4sident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Thomas Peckruhn. Zudem k\u00f6nnten die Kosten f\u00fcr Reparaturen steigen. Der Deal zur Entsch\u00e4rfung des monatelangen Zollkonflikts war am Sonntag bei einem Treffen von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen mit US-Pr\u00e4sident Trump in einem Golfhotel des US-Pr\u00e4sidenten im schottischen Turnberry vereinbart worden. Er sieht auch vor, dass die EU k\u00fcnftig deutlich mehr Energie in den USA kaufen und die Investitionen dort erh\u00f6hen soll.Lediglich auf eine begrenzte Zahl von Waren sollen k\u00fcnftig bei der Einfuhr keine Abgaben f\u00e4llig werden. Dazu z\u00e4hlen nach Angaben von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen zum Beispiel Flugzeuge, bestimmte Chemikalien, Agrarprodukte und kritische Rohstoffe\" \/>\n<meta property=\"og:url\" content=\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/\" \/>\n<meta property=\"og:site_name\" content=\"vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"article:published_time\" content=\"2025-07-28T12:26:15+00:00\" \/>\n<meta property=\"article:modified_time\" content=\"2025-07-28T12:26:29+00:00\" \/>\n<meta name=\"author\" content=\"Author\" \/>\n<meta name=\"twitter:card\" content=\"summary_large_image\" \/>\n<meta name=\"twitter:label1\" content=\"Verfasst von\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data1\" content=\"Author\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:label2\" content=\"Gesch\u00e4tzte Lesezeit\" \/>\n\t<meta name=\"twitter:data2\" content=\"5\u00a0Minuten\" \/>\n<script type=\"application\/ld+json\" class=\"yoast-schema-graph\">{\"@context\":\"https:\/\/schema.org\",\"@graph\":[{\"@type\":\"WebPage\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/\",\"name\":\"US-Autos sollen k\u00fcnftig zollfrei in EU kommen \u2013 doch auf Porsche, Audi und Co. entfallen 15 Prozent - vof-news.eu\",\"isPartOf\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website\"},\"datePublished\":\"2025-07-28T12:26:15+00:00\",\"dateModified\":\"2025-07-28T12:26:29+00:00\",\"author\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed\"},\"description\":\"Autos aus den USA sollen als Teil des Handelsdeals mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcnftig zollfrei in die Europ\u00e4ische Union importiert werden k\u00f6nnen. Das best\u00e4tigte eine EU-Beamtin in Br\u00fcssel einen Tag nach der Einigung in Schottland. Die EU erhebt bislang auf Autoimporte aus den USA einen Zoll in H\u00f6he von zehn Prozent.\u201eWir sind bereit, auf null zu gehen\u201c, sagte die Beamtin. Voraussetzung sei allerdings, dass die Vereinigten Staaten sich an ihren Teil der Vereinbarung halten und die aktuell f\u00e4llig werdenden US-Z\u00f6lle auf Autoimporte aus der EU von aktuell 27,5 auf 15 Prozent senken.F\u00fcr die europ\u00e4ische Autoindustrie bedeutet die Zusage der EU, dass sie k\u00fcnftig mit st\u00e4rkerer Konkurrenz von US-Herstellern rechnen muss. Zudem muss sie k\u00fcnftig mit dem neuen 15-Prozent-Zoll leben. Vor dem Amtsantritt von Trump hatte der Zollsatz noch bei 2,5 Prozent gelegen. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nannte den Deal einen Durchbruch. Z\u00f6lle von 30 Prozent h\u00e4tten den gegenseitigen Handel zum Erliegen gebracht, sagte er in Br\u00fcssel. Es habe entsprechend viel auf dem Spiel gestanden. Mit Z\u00f6llen von 15 Prozent k\u00f6nne der transatlantische Handel weitergehen. \u201eDieser Deal ist besser als ein Handelskrieg mit den USA.\u201cDie Bundesregierung hofft nach dem Kompromiss im Zollkonflikt zwischen der EU und den USA noch auf Erleichterungen bei der hohen Belastung f\u00fcr Stahl und Aluminium. Die Einfuhr dieser Produkte in die USA ist nach wie vor mit Z\u00f6llen von 50 Prozent belegt. Man sehe hier weiter Bedarf zu verhandeln, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. \u201eDas ist einer der Bereiche, auf die wir besonderes Augenmerk legen werden.\u201c Weitere Bereiche nannte er nicht.Die Bundesregierung begr\u00fc\u00dfe die Einigung grunds\u00e4tzlich, sagte Hille. \u201eGanz klar im Mittelpunkt steht, dass eine unn\u00f6tige Eskalation und ein Handelskonflikt vermieden werden konnten.\u201cF\u00fcr Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sind die neuen US-Z\u00f6lle eine Herausforderung. \u201eAber der gute Teil daran \u2013 es gibt Sicherheit.\u201c Es gelte jetzt, Klarheit \u00fcber die Umsetzung zu haben. Die Vereinbarung zwischen Trump und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen m\u00fcsse Bestand haben, sagte Reiche.BSW h\u00e4lt Zoll-Deal zwischen USA und EU f\u00fcr FehlerDas B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) h\u00e4lt die Zoll-Einigung f\u00fcr einen gro\u00dfen Fehler. \u201eDas ist kein Deal, das ist die Kapitulation des europ\u00e4ischen Selbstrespekts vor Trumps Kanonenboot-Imperialismus\u201c, sagte Christian Leye, BSW-Generalsekret\u00e4r, WELT. Der Deal helfe nur der US-Energiewirtschaft und -R\u00fcstungsindustrie. Deutschland opfere seine Stahlindustrie und zahle f\u00fcr k\u00fcnftige US-Kriege, so Leye. \u201eMan fragt sich ernsthaft, ob \u00fcberhaupt jemand f\u00fcr die EU verhandelt hat, oder ob die US-W\u00fcnsche einfach devot durchgewunken wurden.\u201c Deutschland m\u00fcsse seinen \u201eaufrechten Gang gegen\u00fcber den USA\u201c wiederfinden. \u201eSie quetschen mit diesem Deal Europa aus wie eine Zitrone, ziehen Kapital in Gr\u00f6\u00dfenordnungen ab, treiben uns in immer neue Handelskonflikte mit L\u00e4ndern, deren Deals g\u00fcnstiger sein k\u00f6nnen, und m\u00f6glicherweise auch in die n\u00e4chsten Kriege\u201c, sagte der BSW-Generalsekret\u00e4r. \u201eDas sind keine Freunde, das ist ein gewaltt\u00e4tiger, \u00fcbergriffiger Onkel, von dem man sich konsequent emanzipieren muss.\u201cLaut Gr\u00fcnen-Chefin Franziska Brantner ist die EU den USA zu stark entgegengekommen. \u201eMit Appeasement lernt Trump, dass seine Erpressungsmethoden funktionieren \u2013 wir m\u00fcssen davon ausgehen, dass er nun immer weitermachen wird\u201c, sagte sie dem \u201eRedaktionsnetzwerk Deutschland\u201c. Auch Z\u00f6lle von bis zu 50 Prozent auf Stahl und Aluminium aus Europa seien ein massives Problem. \u201eStatt Entlastung kommen jetzt neue Belastungen hinzu.\u201c Der Zoll-Deal gehe zulasten der EU. \u201eDie EU konnte ihre gro\u00dfe Marktmacht in den Verhandlungen nicht ausreichend ausspielen \u2013 auch aufgrund des \u00f6ffentlichen Drucks von Friedrich Merz f\u00fcr eine schnelle Einigung und gleichzeitiger Verweigerung, ein weiteres Drohpotenzial zum Beispiel via Digitalabgabe aufzubauen.\u201cStatt langfristig zu denken, habe der Bundeskanzler \u00f6ffentlich Druck auf Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen ausge\u00fcbt, eine schnelle Einigung herbeizuf\u00fchren. \u201eDas hat ihre Position eindeutig geschw\u00e4cht.\u201c Problematisch sei auch das Gegengesch\u00e4ft mit den USA: \u201eSollte sich die EU auf langfristige Importvertr\u00e4ge von klimasch\u00e4dlichem LNG-Gas einlassen, wird das die europ\u00e4ischen Klimaziele unterlaufen.\u201cDer deutsche Industrieverband BDI sieht die Z\u00f6lle als Einstieg in eine neue Handelsordnung. \u201eWir erreichen hier Zollh\u00f6hen, die wir so noch nie gesehen haben\u201c, sagt BDI-Lobbyist Wolfgang Niedermark in Berlin zu Journalisten. Dies sei ein Schlag ins Kontor und kein guter Tag f\u00fcr die Wirtschaft. \u201eWir rechnen mit deutlichen Wachstumseinbu\u00dfen f\u00fcr unsere Industrie.\u201c Europa sei nicht in einer guten Verhandlungsposition gewesen und m\u00fcsse seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit dringend st\u00e4rken, um bessere Ergebnisse erzielen zu k\u00f6nnen. Der Deal gebe nur eine vermeintliche Sicherheit, auch wenn er f\u00fcr einige Branchen Vorteile bringe und insgesamt eine Eskalation im Handelsstreit vermieden worden sei.Julian Hinz vom Kiel Institut f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW) erkl\u00e4rte, die Einigung gef\u00e4hrde den \u201eregelbasierten Welthandel\u201c, es sei \u201ekein guter Deal\u201c. \u201eDie EU versucht kurzfristig, einen Handelskrieg abzuwenden, zahlt daf\u00fcr aber langfristig einen hohen Preis\u201c, erkl\u00e4rte sie weiter. Br\u00fcssel verlasse \u201edamit die Prinzipien des multilateralen und regelbasierten Welthandelssystems der Welthandelsorganisation (WTO), das Europas Wohlstand bislang ma\u00dfgeblich garantiert hat\u201c. Wirtschaftsweise Veronika Grimm sagte dem Nachrichtenmagazin \u201ePolitico\u201c, die EU \u201ekonnte vermutlich nicht mehr rausholen, so sind aktuell eben die Machtverh\u00e4ltnisse\u201c.Die \u201eWirtschaftsweise\u201c Ulrike Malmendier sagte im ARD-\u201eMorgenmagazin\u201c, Z\u00f6lle in H\u00f6he von 15 Prozent seien eine \u201eungeheure Belastung f\u00fcr die Wirtschaft, nicht nur hier, sondern auch in den USA\u201c. Im Gegensatz zu einem Zollsatz von rund einem Prozent in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten \u201eist das schon ein Drama\u201c, sagte Malmendier.Das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe warnt vor negativen Folgen f\u00fcr die Verbraucher. \u201eWas jetzt als diplomatischer Durchbruch verkauft wird, trifft am Ende die Kunden - mit weniger Auswahl und h\u00f6heren Preisen\u201c, erkl\u00e4rte der Pr\u00e4sident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Thomas Peckruhn. Zudem k\u00f6nnten die Kosten f\u00fcr Reparaturen steigen. Der Deal zur Entsch\u00e4rfung des monatelangen Zollkonflikts war am Sonntag bei einem Treffen von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen mit US-Pr\u00e4sident Trump in einem Golfhotel des US-Pr\u00e4sidenten im schottischen Turnberry vereinbart worden. Er sieht auch vor, dass die EU k\u00fcnftig deutlich mehr Energie in den USA kaufen und die Investitionen dort erh\u00f6hen soll.Lediglich auf eine begrenzte Zahl von Waren sollen k\u00fcnftig bei der Einfuhr keine Abgaben f\u00e4llig werden. Dazu z\u00e4hlen nach Angaben von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen zum Beispiel Flugzeuge, bestimmte Chemikalien, Agrarprodukte und kritische Rohstoffe\",\"breadcrumb\":{\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/#breadcrumb\"},\"inLanguage\":\"de\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"ReadAction\",\"target\":[\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/\"]}]},{\"@type\":\"BreadcrumbList\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/#breadcrumb\",\"itemListElement\":[{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":1,\"name\":\"Home\",\"item\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/\"},{\"@type\":\"ListItem\",\"position\":2,\"name\":\"US-Autos sollen k\u00fcnftig zollfrei in EU kommen \u2013 doch auf Porsche, Audi und Co. entfallen 15 Prozent\"}]},{\"@type\":\"WebSite\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website\",\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/\",\"name\":\"vof-news.eu\",\"description\":\"\",\"potentialAction\":[{\"@type\":\"SearchAction\",\"target\":{\"@type\":\"EntryPoint\",\"urlTemplate\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}\"},\"query-input\":\"required name=search_term_string\"}],\"inLanguage\":\"de\"},{\"@type\":\"Person\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed\",\"name\":\"Author\",\"image\":{\"@type\":\"ImageObject\",\"inLanguage\":\"de\",\"@id\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/\",\"url\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g\",\"contentUrl\":\"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g\",\"caption\":\"Author\"},\"sameAs\":[\"http:\/\/vof-news.eu\"],\"url\":\"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/\"}]}<\/script>\n<!-- \/ Yoast SEO plugin. -->","yoast_head_json":{"title":"US-Autos sollen k\u00fcnftig zollfrei in EU kommen \u2013 doch auf Porsche, Audi und Co. entfallen 15 Prozent - vof-news.eu","description":"Autos aus den USA sollen als Teil des Handelsdeals mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcnftig zollfrei in die Europ\u00e4ische Union importiert werden k\u00f6nnen. Das best\u00e4tigte eine EU-Beamtin in Br\u00fcssel einen Tag nach der Einigung in Schottland. Die EU erhebt bislang auf Autoimporte aus den USA einen Zoll in H\u00f6he von zehn Prozent.\u201eWir sind bereit, auf null zu gehen\u201c, sagte die Beamtin. Voraussetzung sei allerdings, dass die Vereinigten Staaten sich an ihren Teil der Vereinbarung halten und die aktuell f\u00e4llig werdenden US-Z\u00f6lle auf Autoimporte aus der EU von aktuell 27,5 auf 15 Prozent senken.F\u00fcr die europ\u00e4ische Autoindustrie bedeutet die Zusage der EU, dass sie k\u00fcnftig mit st\u00e4rkerer Konkurrenz von US-Herstellern rechnen muss. Zudem muss sie k\u00fcnftig mit dem neuen 15-Prozent-Zoll leben. Vor dem Amtsantritt von Trump hatte der Zollsatz noch bei 2,5 Prozent gelegen. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nannte den Deal einen Durchbruch. Z\u00f6lle von 30 Prozent h\u00e4tten den gegenseitigen Handel zum Erliegen gebracht, sagte er in Br\u00fcssel. Es habe entsprechend viel auf dem Spiel gestanden. Mit Z\u00f6llen von 15 Prozent k\u00f6nne der transatlantische Handel weitergehen. \u201eDieser Deal ist besser als ein Handelskrieg mit den USA.\u201cDie Bundesregierung hofft nach dem Kompromiss im Zollkonflikt zwischen der EU und den USA noch auf Erleichterungen bei der hohen Belastung f\u00fcr Stahl und Aluminium. Die Einfuhr dieser Produkte in die USA ist nach wie vor mit Z\u00f6llen von 50 Prozent belegt. Man sehe hier weiter Bedarf zu verhandeln, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. \u201eDas ist einer der Bereiche, auf die wir besonderes Augenmerk legen werden.\u201c Weitere Bereiche nannte er nicht.Die Bundesregierung begr\u00fc\u00dfe die Einigung grunds\u00e4tzlich, sagte Hille. \u201eGanz klar im Mittelpunkt steht, dass eine unn\u00f6tige Eskalation und ein Handelskonflikt vermieden werden konnten.\u201cF\u00fcr Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sind die neuen US-Z\u00f6lle eine Herausforderung. \u201eAber der gute Teil daran \u2013 es gibt Sicherheit.\u201c Es gelte jetzt, Klarheit \u00fcber die Umsetzung zu haben. Die Vereinbarung zwischen Trump und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen m\u00fcsse Bestand haben, sagte Reiche.BSW h\u00e4lt Zoll-Deal zwischen USA und EU f\u00fcr FehlerDas B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) h\u00e4lt die Zoll-Einigung f\u00fcr einen gro\u00dfen Fehler. \u201eDas ist kein Deal, das ist die Kapitulation des europ\u00e4ischen Selbstrespekts vor Trumps Kanonenboot-Imperialismus\u201c, sagte Christian Leye, BSW-Generalsekret\u00e4r, WELT. Der Deal helfe nur der US-Energiewirtschaft und -R\u00fcstungsindustrie. Deutschland opfere seine Stahlindustrie und zahle f\u00fcr k\u00fcnftige US-Kriege, so Leye. \u201eMan fragt sich ernsthaft, ob \u00fcberhaupt jemand f\u00fcr die EU verhandelt hat, oder ob die US-W\u00fcnsche einfach devot durchgewunken wurden.\u201c Deutschland m\u00fcsse seinen \u201eaufrechten Gang gegen\u00fcber den USA\u201c wiederfinden. \u201eSie quetschen mit diesem Deal Europa aus wie eine Zitrone, ziehen Kapital in Gr\u00f6\u00dfenordnungen ab, treiben uns in immer neue Handelskonflikte mit L\u00e4ndern, deren Deals g\u00fcnstiger sein k\u00f6nnen, und m\u00f6glicherweise auch in die n\u00e4chsten Kriege\u201c, sagte der BSW-Generalsekret\u00e4r. \u201eDas sind keine Freunde, das ist ein gewaltt\u00e4tiger, \u00fcbergriffiger Onkel, von dem man sich konsequent emanzipieren muss.\u201cLaut Gr\u00fcnen-Chefin Franziska Brantner ist die EU den USA zu stark entgegengekommen. \u201eMit Appeasement lernt Trump, dass seine Erpressungsmethoden funktionieren \u2013 wir m\u00fcssen davon ausgehen, dass er nun immer weitermachen wird\u201c, sagte sie dem \u201eRedaktionsnetzwerk Deutschland\u201c. Auch Z\u00f6lle von bis zu 50 Prozent auf Stahl und Aluminium aus Europa seien ein massives Problem. \u201eStatt Entlastung kommen jetzt neue Belastungen hinzu.\u201c Der Zoll-Deal gehe zulasten der EU. \u201eDie EU konnte ihre gro\u00dfe Marktmacht in den Verhandlungen nicht ausreichend ausspielen \u2013 auch aufgrund des \u00f6ffentlichen Drucks von Friedrich Merz f\u00fcr eine schnelle Einigung und gleichzeitiger Verweigerung, ein weiteres Drohpotenzial zum Beispiel via Digitalabgabe aufzubauen.\u201cStatt langfristig zu denken, habe der Bundeskanzler \u00f6ffentlich Druck auf Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen ausge\u00fcbt, eine schnelle Einigung herbeizuf\u00fchren. \u201eDas hat ihre Position eindeutig geschw\u00e4cht.\u201c Problematisch sei auch das Gegengesch\u00e4ft mit den USA: \u201eSollte sich die EU auf langfristige Importvertr\u00e4ge von klimasch\u00e4dlichem LNG-Gas einlassen, wird das die europ\u00e4ischen Klimaziele unterlaufen.\u201cDer deutsche Industrieverband BDI sieht die Z\u00f6lle als Einstieg in eine neue Handelsordnung. \u201eWir erreichen hier Zollh\u00f6hen, die wir so noch nie gesehen haben\u201c, sagt BDI-Lobbyist Wolfgang Niedermark in Berlin zu Journalisten. Dies sei ein Schlag ins Kontor und kein guter Tag f\u00fcr die Wirtschaft. \u201eWir rechnen mit deutlichen Wachstumseinbu\u00dfen f\u00fcr unsere Industrie.\u201c Europa sei nicht in einer guten Verhandlungsposition gewesen und m\u00fcsse seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit dringend st\u00e4rken, um bessere Ergebnisse erzielen zu k\u00f6nnen. Der Deal gebe nur eine vermeintliche Sicherheit, auch wenn er f\u00fcr einige Branchen Vorteile bringe und insgesamt eine Eskalation im Handelsstreit vermieden worden sei.Julian Hinz vom Kiel Institut f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW) erkl\u00e4rte, die Einigung gef\u00e4hrde den \u201eregelbasierten Welthandel\u201c, es sei \u201ekein guter Deal\u201c. \u201eDie EU versucht kurzfristig, einen Handelskrieg abzuwenden, zahlt daf\u00fcr aber langfristig einen hohen Preis\u201c, erkl\u00e4rte sie weiter. Br\u00fcssel verlasse \u201edamit die Prinzipien des multilateralen und regelbasierten Welthandelssystems der Welthandelsorganisation (WTO), das Europas Wohlstand bislang ma\u00dfgeblich garantiert hat\u201c. Wirtschaftsweise Veronika Grimm sagte dem Nachrichtenmagazin \u201ePolitico\u201c, die EU \u201ekonnte vermutlich nicht mehr rausholen, so sind aktuell eben die Machtverh\u00e4ltnisse\u201c.Die \u201eWirtschaftsweise\u201c Ulrike Malmendier sagte im ARD-\u201eMorgenmagazin\u201c, Z\u00f6lle in H\u00f6he von 15 Prozent seien eine \u201eungeheure Belastung f\u00fcr die Wirtschaft, nicht nur hier, sondern auch in den USA\u201c. Im Gegensatz zu einem Zollsatz von rund einem Prozent in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten \u201eist das schon ein Drama\u201c, sagte Malmendier.Das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe warnt vor negativen Folgen f\u00fcr die Verbraucher. \u201eWas jetzt als diplomatischer Durchbruch verkauft wird, trifft am Ende die Kunden - mit weniger Auswahl und h\u00f6heren Preisen\u201c, erkl\u00e4rte der Pr\u00e4sident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Thomas Peckruhn. Zudem k\u00f6nnten die Kosten f\u00fcr Reparaturen steigen. Der Deal zur Entsch\u00e4rfung des monatelangen Zollkonflikts war am Sonntag bei einem Treffen von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen mit US-Pr\u00e4sident Trump in einem Golfhotel des US-Pr\u00e4sidenten im schottischen Turnberry vereinbart worden. Er sieht auch vor, dass die EU k\u00fcnftig deutlich mehr Energie in den USA kaufen und die Investitionen dort erh\u00f6hen soll.Lediglich auf eine begrenzte Zahl von Waren sollen k\u00fcnftig bei der Einfuhr keine Abgaben f\u00e4llig werden. Dazu z\u00e4hlen nach Angaben von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen zum Beispiel Flugzeuge, bestimmte Chemikalien, Agrarprodukte und kritische Rohstoffe","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"US-Autos sollen k\u00fcnftig zollfrei in EU kommen \u2013 doch auf Porsche, Audi und Co. entfallen 15 Prozent - vof-news.eu","og_description":"Autos aus den USA sollen als Teil des Handelsdeals mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcnftig zollfrei in die Europ\u00e4ische Union importiert werden k\u00f6nnen. Das best\u00e4tigte eine EU-Beamtin in Br\u00fcssel einen Tag nach der Einigung in Schottland. Die EU erhebt bislang auf Autoimporte aus den USA einen Zoll in H\u00f6he von zehn Prozent.\u201eWir sind bereit, auf null zu gehen\u201c, sagte die Beamtin. Voraussetzung sei allerdings, dass die Vereinigten Staaten sich an ihren Teil der Vereinbarung halten und die aktuell f\u00e4llig werdenden US-Z\u00f6lle auf Autoimporte aus der EU von aktuell 27,5 auf 15 Prozent senken.F\u00fcr die europ\u00e4ische Autoindustrie bedeutet die Zusage der EU, dass sie k\u00fcnftig mit st\u00e4rkerer Konkurrenz von US-Herstellern rechnen muss. Zudem muss sie k\u00fcnftig mit dem neuen 15-Prozent-Zoll leben. Vor dem Amtsantritt von Trump hatte der Zollsatz noch bei 2,5 Prozent gelegen. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nannte den Deal einen Durchbruch. Z\u00f6lle von 30 Prozent h\u00e4tten den gegenseitigen Handel zum Erliegen gebracht, sagte er in Br\u00fcssel. Es habe entsprechend viel auf dem Spiel gestanden. Mit Z\u00f6llen von 15 Prozent k\u00f6nne der transatlantische Handel weitergehen. \u201eDieser Deal ist besser als ein Handelskrieg mit den USA.\u201cDie Bundesregierung hofft nach dem Kompromiss im Zollkonflikt zwischen der EU und den USA noch auf Erleichterungen bei der hohen Belastung f\u00fcr Stahl und Aluminium. Die Einfuhr dieser Produkte in die USA ist nach wie vor mit Z\u00f6llen von 50 Prozent belegt. Man sehe hier weiter Bedarf zu verhandeln, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. \u201eDas ist einer der Bereiche, auf die wir besonderes Augenmerk legen werden.\u201c Weitere Bereiche nannte er nicht.Die Bundesregierung begr\u00fc\u00dfe die Einigung grunds\u00e4tzlich, sagte Hille. \u201eGanz klar im Mittelpunkt steht, dass eine unn\u00f6tige Eskalation und ein Handelskonflikt vermieden werden konnten.\u201cF\u00fcr Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sind die neuen US-Z\u00f6lle eine Herausforderung. \u201eAber der gute Teil daran \u2013 es gibt Sicherheit.\u201c Es gelte jetzt, Klarheit \u00fcber die Umsetzung zu haben. Die Vereinbarung zwischen Trump und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen m\u00fcsse Bestand haben, sagte Reiche.BSW h\u00e4lt Zoll-Deal zwischen USA und EU f\u00fcr FehlerDas B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) h\u00e4lt die Zoll-Einigung f\u00fcr einen gro\u00dfen Fehler. \u201eDas ist kein Deal, das ist die Kapitulation des europ\u00e4ischen Selbstrespekts vor Trumps Kanonenboot-Imperialismus\u201c, sagte Christian Leye, BSW-Generalsekret\u00e4r, WELT. Der Deal helfe nur der US-Energiewirtschaft und -R\u00fcstungsindustrie. Deutschland opfere seine Stahlindustrie und zahle f\u00fcr k\u00fcnftige US-Kriege, so Leye. \u201eMan fragt sich ernsthaft, ob \u00fcberhaupt jemand f\u00fcr die EU verhandelt hat, oder ob die US-W\u00fcnsche einfach devot durchgewunken wurden.\u201c Deutschland m\u00fcsse seinen \u201eaufrechten Gang gegen\u00fcber den USA\u201c wiederfinden. \u201eSie quetschen mit diesem Deal Europa aus wie eine Zitrone, ziehen Kapital in Gr\u00f6\u00dfenordnungen ab, treiben uns in immer neue Handelskonflikte mit L\u00e4ndern, deren Deals g\u00fcnstiger sein k\u00f6nnen, und m\u00f6glicherweise auch in die n\u00e4chsten Kriege\u201c, sagte der BSW-Generalsekret\u00e4r. \u201eDas sind keine Freunde, das ist ein gewaltt\u00e4tiger, \u00fcbergriffiger Onkel, von dem man sich konsequent emanzipieren muss.\u201cLaut Gr\u00fcnen-Chefin Franziska Brantner ist die EU den USA zu stark entgegengekommen. \u201eMit Appeasement lernt Trump, dass seine Erpressungsmethoden funktionieren \u2013 wir m\u00fcssen davon ausgehen, dass er nun immer weitermachen wird\u201c, sagte sie dem \u201eRedaktionsnetzwerk Deutschland\u201c. Auch Z\u00f6lle von bis zu 50 Prozent auf Stahl und Aluminium aus Europa seien ein massives Problem. \u201eStatt Entlastung kommen jetzt neue Belastungen hinzu.\u201c Der Zoll-Deal gehe zulasten der EU. \u201eDie EU konnte ihre gro\u00dfe Marktmacht in den Verhandlungen nicht ausreichend ausspielen \u2013 auch aufgrund des \u00f6ffentlichen Drucks von Friedrich Merz f\u00fcr eine schnelle Einigung und gleichzeitiger Verweigerung, ein weiteres Drohpotenzial zum Beispiel via Digitalabgabe aufzubauen.\u201cStatt langfristig zu denken, habe der Bundeskanzler \u00f6ffentlich Druck auf Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen ausge\u00fcbt, eine schnelle Einigung herbeizuf\u00fchren. \u201eDas hat ihre Position eindeutig geschw\u00e4cht.\u201c Problematisch sei auch das Gegengesch\u00e4ft mit den USA: \u201eSollte sich die EU auf langfristige Importvertr\u00e4ge von klimasch\u00e4dlichem LNG-Gas einlassen, wird das die europ\u00e4ischen Klimaziele unterlaufen.\u201cDer deutsche Industrieverband BDI sieht die Z\u00f6lle als Einstieg in eine neue Handelsordnung. \u201eWir erreichen hier Zollh\u00f6hen, die wir so noch nie gesehen haben\u201c, sagt BDI-Lobbyist Wolfgang Niedermark in Berlin zu Journalisten. Dies sei ein Schlag ins Kontor und kein guter Tag f\u00fcr die Wirtschaft. \u201eWir rechnen mit deutlichen Wachstumseinbu\u00dfen f\u00fcr unsere Industrie.\u201c Europa sei nicht in einer guten Verhandlungsposition gewesen und m\u00fcsse seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit dringend st\u00e4rken, um bessere Ergebnisse erzielen zu k\u00f6nnen. Der Deal gebe nur eine vermeintliche Sicherheit, auch wenn er f\u00fcr einige Branchen Vorteile bringe und insgesamt eine Eskalation im Handelsstreit vermieden worden sei.Julian Hinz vom Kiel Institut f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW) erkl\u00e4rte, die Einigung gef\u00e4hrde den \u201eregelbasierten Welthandel\u201c, es sei \u201ekein guter Deal\u201c. \u201eDie EU versucht kurzfristig, einen Handelskrieg abzuwenden, zahlt daf\u00fcr aber langfristig einen hohen Preis\u201c, erkl\u00e4rte sie weiter. Br\u00fcssel verlasse \u201edamit die Prinzipien des multilateralen und regelbasierten Welthandelssystems der Welthandelsorganisation (WTO), das Europas Wohlstand bislang ma\u00dfgeblich garantiert hat\u201c. Wirtschaftsweise Veronika Grimm sagte dem Nachrichtenmagazin \u201ePolitico\u201c, die EU \u201ekonnte vermutlich nicht mehr rausholen, so sind aktuell eben die Machtverh\u00e4ltnisse\u201c.Die \u201eWirtschaftsweise\u201c Ulrike Malmendier sagte im ARD-\u201eMorgenmagazin\u201c, Z\u00f6lle in H\u00f6he von 15 Prozent seien eine \u201eungeheure Belastung f\u00fcr die Wirtschaft, nicht nur hier, sondern auch in den USA\u201c. Im Gegensatz zu einem Zollsatz von rund einem Prozent in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten \u201eist das schon ein Drama\u201c, sagte Malmendier.Das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe warnt vor negativen Folgen f\u00fcr die Verbraucher. \u201eWas jetzt als diplomatischer Durchbruch verkauft wird, trifft am Ende die Kunden - mit weniger Auswahl und h\u00f6heren Preisen\u201c, erkl\u00e4rte der Pr\u00e4sident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Thomas Peckruhn. Zudem k\u00f6nnten die Kosten f\u00fcr Reparaturen steigen. Der Deal zur Entsch\u00e4rfung des monatelangen Zollkonflikts war am Sonntag bei einem Treffen von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen mit US-Pr\u00e4sident Trump in einem Golfhotel des US-Pr\u00e4sidenten im schottischen Turnberry vereinbart worden. Er sieht auch vor, dass die EU k\u00fcnftig deutlich mehr Energie in den USA kaufen und die Investitionen dort erh\u00f6hen soll.Lediglich auf eine begrenzte Zahl von Waren sollen k\u00fcnftig bei der Einfuhr keine Abgaben f\u00e4llig werden. Dazu z\u00e4hlen nach Angaben von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen zum Beispiel Flugzeuge, bestimmte Chemikalien, Agrarprodukte und kritische Rohstoffe","og_url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/","og_site_name":"vof-news.eu","article_published_time":"2025-07-28T12:26:15+00:00","article_modified_time":"2025-07-28T12:26:29+00:00","author":"Author","twitter_card":"summary_large_image","twitter_misc":{"Verfasst von":"Author","Gesch\u00e4tzte Lesezeit":"5\u00a0Minuten"},"schema":{"@context":"https:\/\/schema.org","@graph":[{"@type":"WebPage","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/","name":"US-Autos sollen k\u00fcnftig zollfrei in EU kommen \u2013 doch auf Porsche, Audi und Co. entfallen 15 Prozent - vof-news.eu","isPartOf":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website"},"datePublished":"2025-07-28T12:26:15+00:00","dateModified":"2025-07-28T12:26:29+00:00","author":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed"},"description":"Autos aus den USA sollen als Teil des Handelsdeals mit US-Pr\u00e4sident Donald Trump k\u00fcnftig zollfrei in die Europ\u00e4ische Union importiert werden k\u00f6nnen. Das best\u00e4tigte eine EU-Beamtin in Br\u00fcssel einen Tag nach der Einigung in Schottland. Die EU erhebt bislang auf Autoimporte aus den USA einen Zoll in H\u00f6he von zehn Prozent.\u201eWir sind bereit, auf null zu gehen\u201c, sagte die Beamtin. Voraussetzung sei allerdings, dass die Vereinigten Staaten sich an ihren Teil der Vereinbarung halten und die aktuell f\u00e4llig werdenden US-Z\u00f6lle auf Autoimporte aus der EU von aktuell 27,5 auf 15 Prozent senken.F\u00fcr die europ\u00e4ische Autoindustrie bedeutet die Zusage der EU, dass sie k\u00fcnftig mit st\u00e4rkerer Konkurrenz von US-Herstellern rechnen muss. Zudem muss sie k\u00fcnftig mit dem neuen 15-Prozent-Zoll leben. Vor dem Amtsantritt von Trump hatte der Zollsatz noch bei 2,5 Prozent gelegen. EU-Handelskommissar Maros Sefcovic nannte den Deal einen Durchbruch. Z\u00f6lle von 30 Prozent h\u00e4tten den gegenseitigen Handel zum Erliegen gebracht, sagte er in Br\u00fcssel. Es habe entsprechend viel auf dem Spiel gestanden. Mit Z\u00f6llen von 15 Prozent k\u00f6nne der transatlantische Handel weitergehen. \u201eDieser Deal ist besser als ein Handelskrieg mit den USA.\u201cDie Bundesregierung hofft nach dem Kompromiss im Zollkonflikt zwischen der EU und den USA noch auf Erleichterungen bei der hohen Belastung f\u00fcr Stahl und Aluminium. Die Einfuhr dieser Produkte in die USA ist nach wie vor mit Z\u00f6llen von 50 Prozent belegt. Man sehe hier weiter Bedarf zu verhandeln, sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. \u201eDas ist einer der Bereiche, auf die wir besonderes Augenmerk legen werden.\u201c Weitere Bereiche nannte er nicht.Die Bundesregierung begr\u00fc\u00dfe die Einigung grunds\u00e4tzlich, sagte Hille. \u201eGanz klar im Mittelpunkt steht, dass eine unn\u00f6tige Eskalation und ein Handelskonflikt vermieden werden konnten.\u201cF\u00fcr Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) sind die neuen US-Z\u00f6lle eine Herausforderung. \u201eAber der gute Teil daran \u2013 es gibt Sicherheit.\u201c Es gelte jetzt, Klarheit \u00fcber die Umsetzung zu haben. Die Vereinbarung zwischen Trump und EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen m\u00fcsse Bestand haben, sagte Reiche.BSW h\u00e4lt Zoll-Deal zwischen USA und EU f\u00fcr FehlerDas B\u00fcndnis Sahra Wagenknecht (BSW) h\u00e4lt die Zoll-Einigung f\u00fcr einen gro\u00dfen Fehler. \u201eDas ist kein Deal, das ist die Kapitulation des europ\u00e4ischen Selbstrespekts vor Trumps Kanonenboot-Imperialismus\u201c, sagte Christian Leye, BSW-Generalsekret\u00e4r, WELT. Der Deal helfe nur der US-Energiewirtschaft und -R\u00fcstungsindustrie. Deutschland opfere seine Stahlindustrie und zahle f\u00fcr k\u00fcnftige US-Kriege, so Leye. \u201eMan fragt sich ernsthaft, ob \u00fcberhaupt jemand f\u00fcr die EU verhandelt hat, oder ob die US-W\u00fcnsche einfach devot durchgewunken wurden.\u201c Deutschland m\u00fcsse seinen \u201eaufrechten Gang gegen\u00fcber den USA\u201c wiederfinden. \u201eSie quetschen mit diesem Deal Europa aus wie eine Zitrone, ziehen Kapital in Gr\u00f6\u00dfenordnungen ab, treiben uns in immer neue Handelskonflikte mit L\u00e4ndern, deren Deals g\u00fcnstiger sein k\u00f6nnen, und m\u00f6glicherweise auch in die n\u00e4chsten Kriege\u201c, sagte der BSW-Generalsekret\u00e4r. \u201eDas sind keine Freunde, das ist ein gewaltt\u00e4tiger, \u00fcbergriffiger Onkel, von dem man sich konsequent emanzipieren muss.\u201cLaut Gr\u00fcnen-Chefin Franziska Brantner ist die EU den USA zu stark entgegengekommen. \u201eMit Appeasement lernt Trump, dass seine Erpressungsmethoden funktionieren \u2013 wir m\u00fcssen davon ausgehen, dass er nun immer weitermachen wird\u201c, sagte sie dem \u201eRedaktionsnetzwerk Deutschland\u201c. Auch Z\u00f6lle von bis zu 50 Prozent auf Stahl und Aluminium aus Europa seien ein massives Problem. \u201eStatt Entlastung kommen jetzt neue Belastungen hinzu.\u201c Der Zoll-Deal gehe zulasten der EU. \u201eDie EU konnte ihre gro\u00dfe Marktmacht in den Verhandlungen nicht ausreichend ausspielen \u2013 auch aufgrund des \u00f6ffentlichen Drucks von Friedrich Merz f\u00fcr eine schnelle Einigung und gleichzeitiger Verweigerung, ein weiteres Drohpotenzial zum Beispiel via Digitalabgabe aufzubauen.\u201cStatt langfristig zu denken, habe der Bundeskanzler \u00f6ffentlich Druck auf Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen ausge\u00fcbt, eine schnelle Einigung herbeizuf\u00fchren. \u201eDas hat ihre Position eindeutig geschw\u00e4cht.\u201c Problematisch sei auch das Gegengesch\u00e4ft mit den USA: \u201eSollte sich die EU auf langfristige Importvertr\u00e4ge von klimasch\u00e4dlichem LNG-Gas einlassen, wird das die europ\u00e4ischen Klimaziele unterlaufen.\u201cDer deutsche Industrieverband BDI sieht die Z\u00f6lle als Einstieg in eine neue Handelsordnung. \u201eWir erreichen hier Zollh\u00f6hen, die wir so noch nie gesehen haben\u201c, sagt BDI-Lobbyist Wolfgang Niedermark in Berlin zu Journalisten. Dies sei ein Schlag ins Kontor und kein guter Tag f\u00fcr die Wirtschaft. \u201eWir rechnen mit deutlichen Wachstumseinbu\u00dfen f\u00fcr unsere Industrie.\u201c Europa sei nicht in einer guten Verhandlungsposition gewesen und m\u00fcsse seine Wettbewerbsf\u00e4higkeit dringend st\u00e4rken, um bessere Ergebnisse erzielen zu k\u00f6nnen. Der Deal gebe nur eine vermeintliche Sicherheit, auch wenn er f\u00fcr einige Branchen Vorteile bringe und insgesamt eine Eskalation im Handelsstreit vermieden worden sei.Julian Hinz vom Kiel Institut f\u00fcr Weltwirtschaft (IfW) erkl\u00e4rte, die Einigung gef\u00e4hrde den \u201eregelbasierten Welthandel\u201c, es sei \u201ekein guter Deal\u201c. \u201eDie EU versucht kurzfristig, einen Handelskrieg abzuwenden, zahlt daf\u00fcr aber langfristig einen hohen Preis\u201c, erkl\u00e4rte sie weiter. Br\u00fcssel verlasse \u201edamit die Prinzipien des multilateralen und regelbasierten Welthandelssystems der Welthandelsorganisation (WTO), das Europas Wohlstand bislang ma\u00dfgeblich garantiert hat\u201c. Wirtschaftsweise Veronika Grimm sagte dem Nachrichtenmagazin \u201ePolitico\u201c, die EU \u201ekonnte vermutlich nicht mehr rausholen, so sind aktuell eben die Machtverh\u00e4ltnisse\u201c.Die \u201eWirtschaftsweise\u201c Ulrike Malmendier sagte im ARD-\u201eMorgenmagazin\u201c, Z\u00f6lle in H\u00f6he von 15 Prozent seien eine \u201eungeheure Belastung f\u00fcr die Wirtschaft, nicht nur hier, sondern auch in den USA\u201c. Im Gegensatz zu einem Zollsatz von rund einem Prozent in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten \u201eist das schon ein Drama\u201c, sagte Malmendier.Das deutsche Kraftfahrzeuggewerbe warnt vor negativen Folgen f\u00fcr die Verbraucher. \u201eWas jetzt als diplomatischer Durchbruch verkauft wird, trifft am Ende die Kunden - mit weniger Auswahl und h\u00f6heren Preisen\u201c, erkl\u00e4rte der Pr\u00e4sident des Zentralverbands Deutsches Kraftfahrzeuggewerbe (ZDK), Thomas Peckruhn. Zudem k\u00f6nnten die Kosten f\u00fcr Reparaturen steigen. Der Deal zur Entsch\u00e4rfung des monatelangen Zollkonflikts war am Sonntag bei einem Treffen von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen mit US-Pr\u00e4sident Trump in einem Golfhotel des US-Pr\u00e4sidenten im schottischen Turnberry vereinbart worden. Er sieht auch vor, dass die EU k\u00fcnftig deutlich mehr Energie in den USA kaufen und die Investitionen dort erh\u00f6hen soll.Lediglich auf eine begrenzte Zahl von Waren sollen k\u00fcnftig bei der Einfuhr keine Abgaben f\u00e4llig werden. Dazu z\u00e4hlen nach Angaben von EU-Kommissionspr\u00e4sidentin Ursula von der Leyen zum Beispiel Flugzeuge, bestimmte Chemikalien, Agrarprodukte und kritische Rohstoffe","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/"]}]},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/us-autos-sollen-kunftig-zollfrei-in-eu-kommen-doch-auf-porsche-audi-und-co-entfallen-15-prozent\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"US-Autos sollen k\u00fcnftig zollfrei in EU kommen \u2013 doch auf Porsche, Audi und Co. entfallen 15 Prozent"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259405","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=259405"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259405\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":259406,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259405\/revisions\/259406"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=259405"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=259405"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=259405"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}