{"id":259181,"date":"2025-07-28T03:26:09","date_gmt":"2025-07-28T00:26:09","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/zoll-deal-ohne-auto-hammer-vorsichtige-erleichterung-bei-den-deutschen-herstellern\/"},"modified":"2025-07-28T03:26:33","modified_gmt":"2025-07-28T00:26:33","slug":"zoll-deal-ohne-auto-hammer-vorsichtige-erleichterung-bei-den-deutschen-herstellern","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/zoll-deal-ohne-auto-hammer-vorsichtige-erleichterung-bei-den-deutschen-herstellern\/","title":{"rendered":"Zoll-Deal ohne Auto-Hammer \u2013 Vorsichtige Erleichterung bei den deutschen Herstellern"},"content":{"rendered":"<p>Es ist nicht das Bestfall-Szenario von nur zehn Prozent Zoll geworden, das Volkswagen-Chef Oliver Blume noch am Freitag genannt hatte \u2013 aber immerhin auch nicht das Worst-Case-Szenario einer Eskalation: Die Zolleinigung zwischen EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und US-Pr\u00e4sident Donald Trump vom Sonntagabend auf 15 Prozent Zoll bedeutet f\u00fcr die deutsche Autoindustrie eine Erleichterung. Schlie\u00dflich sind die Sonderz\u00f6lle, die die Branche in den vergangenen Wochen mit 27,5 Prozent trafen, bald wohl wieder vom Tisch.<\/p>\n<p>Allerdings ist die Freude eingeschr\u00e4nkt. \u201eDer Zollsatz der USA in H\u00f6he von 15 Prozent auch f\u00fcr automobile Produkte wird die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie j\u00e4hrlich Milliarden kosten und belastet sie inmitten der Transformation\u201c, sagte die Chefin des deutschen Autoverbands VDA, Hildegard M\u00fcller, in einer ersten Erkl\u00e4rung am sp\u00e4ten Sonntagabend. Vor Trumps Amtsantritt lagen die Z\u00f6lle f\u00fcr die meisten EU-Autos nur bei 2,5 Prozent.<\/p>\n<p>Das belegen auch die Zahlen: Allein den VW-Konzern hatten die Z\u00f6lle von 27,5 Prozent im zweiten Quartal 2025, also innerhalb von nur drei Monaten, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article6883281dc1ef6365168b9a3b\/heftiger-gewinneinbruch-vw-ist-der-neue-spielball-von-washington-und-bruessel.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article6883281dc1ef6365168b9a3b\/heftiger-gewinneinbruch-vw-ist-der-neue-spielball-von-washington-und-bruessel.html\">mit 1,2 Milliarden Euro belastet<\/a>. Und das, obwohl die Autobranche vor dem Inkrafttreten der Z\u00f6lle noch schnell Autos auf Vorrat in die USA schicken konnte. Die Preise f\u00fcr die US-Kunden haben die Konzerne allerdings bislang nicht angepasst, die Z\u00f6lle also auf die eigene Kappe genommen.<\/p>\n<p>Das k\u00f6nnte sich nun \u00e4ndern, falls die Einigung vom Sonntag Bestand hat. M\u00fcller meldete daran leise Zweifel an: \u201eEntscheidend wird nun sein, wie die Vereinbarung konkret ausgestaltet sein wird und wie verl\u00e4sslich sie ist.\u201c Sie mahnt zudem an, wichtig sei jetzt auch eine Einigung zwischen den USA und Mexiko sowie Kanada. Denn dort produzieren nicht nur Unternehmen wie Volkswagen g\u00fcnstige Autos f\u00fcr den US-Markt wie den Jetta. An dem vergleichsweise g\u00fcnstigen Standort Mexiko sind auch zahlreiche europ\u00e4ische Zulieferer mit Werken aktiv, die in die USA liefern. \u201eVon gro\u00dfer Bedeutung ist es, dass die durch den Zollstreit verzerrten und eingeschr\u00e4nkten automobilen Lieferketten wieder funktionieren\u201c, erkl\u00e4rte M\u00fcller daher.<\/p>\n<p>Ein Zollsatz von 15 Prozent werde die deutschen Autoexporte d\u00e4mpfen, aber kein K.O.-Schlag f\u00fcr die Branche sein, zitierte das \u201eWall Street Journal\u201c Andrew Kenningham, \u00d6konom beim Analyse-Haus Capital Economics. Trump hatte wiederholt gesagt, er wolle weniger deutsche Nobel-Autos auf den US-Stra\u00dfen sehen. Daher hatten einige Beobachter mit dauerhaft h\u00f6heren Z\u00f6llen speziell auf Autos gerechnet.<\/p>\n<p>Die deutschen Konzerne k\u00f6nnen nun ihre US-Verkaufspreise neu kalkulieren und den Zoll zumindest teilweise aufschlagen \u2013 und verl\u00e4sslich berechnen, ob sich eine Verlagerung von Produktion nach Amerika lohnt. VW etwa denkt erstmals \u00fcber eine Produktion f\u00fcr Audi in den USA nach. Mercedes hat bereits angek\u00fcndigt, ein weiteres Mittelklasse-Modell auch in den USA bauen zu wollen.<\/p>\n<p>Mit der Grundsatzeinigung d\u00fcrften die Auto-Bosse auch erneut versuchen, der US-Regierung Zugest\u00e4ndnisse auf individueller Konzernebene abzuringen. VW-Chef Blume hatte am Freitag seinen Kurs skizziert: Er hoffe nach einer generellen Zoll-Einigung auf einen Spezial-Deal f\u00fcr VW mit der US-Regierung. F\u00fcr jeden investierten Dollar soll VW einen Dollar Zoll erlassen bekommen, wenn es nach dem Wolfsburger Manager geht. <\/p>\n<p>Er deutete an, wie er Donald Trump diesen Deal schmackhaft machen will: Es gehe um einen \u201eMultiplikator auch f\u00fcr die amerikanische Gesellschaft\u201c. Denn Investitionen in den USA br\u00e4chten dem Land eine \u201epositive kontinuierliche Steuerquelle\u201c und den weiteren Aufbau von Auto-Know-how und einem Lieferantennetzwerk in den USA.<\/p>\n<p>14 Milliarden Dollar habe der Konzern in den vergangenen Jahren bereits in den USA investiert, erkl\u00e4rte Blume. Dazu k\u00f6nnten noch einige Milliarden Euro zus\u00e4tzlich kommen. Was Blume nicht sagte: Investitionen in ein neues US-Werk f\u00fcr die geplante Neubelebung der Pick-up-Marke Scout hat der Konzern ohnehin fest eingeplant. Zudem steckt VW frisches Geld in den US-Lkw-Partner Rivian. <\/p>\n<p>Lie\u00dfe sich Trump auf den Deal ein, k\u00f6nnte VW also deutliche Zollrabatte sogar ohne zus\u00e4tzliche Investitionen erhalten \u2013 auch f\u00fcr Marken wie Porsche und Audi, die in den USA gar nicht produziert werden.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article256386686\/BMW-Chef-Oliver-Zipse-Der-hoechste-Zollsatz-bei-Autos-kommt-aus-Bruessel.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article256386686\/BMW-Chef-Oliver-Zipse-Der-hoechste-Zollsatz-bei-Autos-kommt-aus-Bruessel.html\">Einen anderen Weg sucht BMW-Chef Oliver Zipse.<\/a> Er will Trump davon \u00fcberzeugen, Im- und Exporte aus den USA gegeneinander aufrechnen zu d\u00fcrfen. Da BMW in etwa so viele Autos aus seinem US-Werk in alle Welt liefert, wie der Konzern in die USA einf\u00fchrt, w\u00e4re das f\u00fcr die M\u00fcnchener vorteilhafter als das Blume-Modell. Mercedes d\u00fcrfte sich dieser Linie anschlie\u00dfen.<\/p>\n<p>Die Aussichten daf\u00fcr sind allerdings ungewiss. So sieht der in Schottland angebahnt Zoll-Deal bislang offenbar wenig Ausnahmen vor \u2013 au\u00dfer noch h\u00f6heren Zolls\u00e4tzen f\u00fcr die wichtigen Auto-Rohstoffe Stahl und Aluminium.<\/p>\n<p><b><em>Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. Er schreibt \u00fcber die Auto-Branche.<\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist nicht das Bestfall-Szenario von nur zehn Prozent Zoll geworden, das Volkswagen-Chef Oliver Blume noch am Freitag genannt hatte \u2013 aber immerhin auch nicht das Worst-Case-Szenario einer Eskalation: Die Zolleinigung zwischen EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen und US-Pr\u00e4sident Donald Trump vom Sonntagabend auf 15 Prozent Zoll bedeutet f\u00fcr die deutsche Autoindustrie eine Erleichterung. 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Die Preise f\u00fcr die US-Kunden haben die Konzerne allerdings bislang nicht angepasst, die Z\u00f6lle also auf die eigene Kappe genommen.Das k\u00f6nnte sich nun \u00e4ndern, falls die Einigung vom Sonntag Bestand hat. M\u00fcller meldete daran leise Zweifel an: \u201eEntscheidend wird nun sein, wie die Vereinbarung konkret ausgestaltet sein wird und wie verl\u00e4sslich sie ist.\u201c Sie mahnt zudem an, wichtig sei jetzt auch eine Einigung zwischen den USA und Mexiko sowie Kanada. Denn dort produzieren nicht nur Unternehmen wie Volkswagen g\u00fcnstige Autos f\u00fcr den US-Markt wie den Jetta. An dem vergleichsweise g\u00fcnstigen Standort Mexiko sind auch zahlreiche europ\u00e4ische Zulieferer mit Werken aktiv, die in die USA liefern. \u201eVon gro\u00dfer Bedeutung ist es, dass die durch den Zollstreit verzerrten und eingeschr\u00e4nkten automobilen Lieferketten wieder funktionieren\u201c, erkl\u00e4rte M\u00fcller daher.Ein Zollsatz von 15 Prozent werde die deutschen Autoexporte d\u00e4mpfen, aber kein K.O.-Schlag f\u00fcr die Branche sein, zitierte das \u201eWall Street Journal\u201c Andrew Kenningham, \u00d6konom beim Analyse-Haus Capital Economics. Trump hatte wiederholt gesagt, er wolle weniger deutsche Nobel-Autos auf den US-Stra\u00dfen sehen. Daher hatten einige Beobachter mit dauerhaft h\u00f6heren Z\u00f6llen speziell auf Autos gerechnet.Die deutschen Konzerne k\u00f6nnen nun ihre US-Verkaufspreise neu kalkulieren und den Zoll zumindest teilweise aufschlagen \u2013 und verl\u00e4sslich berechnen, ob sich eine Verlagerung von Produktion nach Amerika lohnt. VW etwa denkt erstmals \u00fcber eine Produktion f\u00fcr Audi in den USA nach. Mercedes hat bereits angek\u00fcndigt, ein weiteres Mittelklasse-Modell auch in den USA bauen zu wollen.Mit der Grundsatzeinigung d\u00fcrften die Auto-Bosse auch erneut versuchen, der US-Regierung Zugest\u00e4ndnisse auf individueller Konzernebene abzuringen. VW-Chef Blume hatte am Freitag seinen Kurs skizziert: Er hoffe nach einer generellen Zoll-Einigung auf einen Spezial-Deal f\u00fcr VW mit der US-Regierung. F\u00fcr jeden investierten Dollar soll VW einen Dollar Zoll erlassen bekommen, wenn es nach dem Wolfsburger Manager geht. Er deutete an, wie er Donald Trump diesen Deal schmackhaft machen will: Es gehe um einen \u201eMultiplikator auch f\u00fcr die amerikanische Gesellschaft\u201c. Denn Investitionen in den USA br\u00e4chten dem Land eine \u201epositive kontinuierliche Steuerquelle\u201c und den weiteren Aufbau von Auto-Know-how und einem Lieferantennetzwerk in den USA.14 Milliarden Dollar habe der Konzern in den vergangenen Jahren bereits in den USA investiert, erkl\u00e4rte Blume. Dazu k\u00f6nnten noch einige Milliarden Euro zus\u00e4tzlich kommen. Was Blume nicht sagte: Investitionen in ein neues US-Werk f\u00fcr die geplante Neubelebung der Pick-up-Marke Scout hat der Konzern ohnehin fest eingeplant. Zudem steckt VW frisches Geld in den US-Lkw-Partner Rivian. Lie\u00dfe sich Trump auf den Deal ein, k\u00f6nnte VW also deutliche Zollrabatte sogar ohne zus\u00e4tzliche Investitionen erhalten \u2013 auch f\u00fcr Marken wie Porsche und Audi, die in den USA gar nicht produziert werden.Einen anderen Weg sucht BMW-Chef Oliver Zipse. Er will Trump davon \u00fcberzeugen, Im- und Exporte aus den USA gegeneinander aufrechnen zu d\u00fcrfen. Da BMW in etwa so viele Autos aus seinem US-Werk in alle Welt liefert, wie der Konzern in die USA einf\u00fchrt, w\u00e4re das f\u00fcr die M\u00fcnchener vorteilhafter als das Blume-Modell. Mercedes d\u00fcrfte sich dieser Linie anschlie\u00dfen.Die Aussichten daf\u00fcr sind allerdings ungewiss. So sieht der in Schottland angebahnt Zoll-Deal bislang offenbar wenig Ausnahmen vor \u2013 au\u00dfer noch h\u00f6heren Zolls\u00e4tzen f\u00fcr die wichtigen Auto-Rohstoffe Stahl und Aluminium.Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. 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Schlie\u00dflich sind die Sonderz\u00f6lle, die die Branche in den vergangenen Wochen mit 27,5 Prozent trafen, bald wohl wieder vom Tisch.Allerdings ist die Freude eingeschr\u00e4nkt. \u201eDer Zollsatz der USA in H\u00f6he von 15 Prozent auch f\u00fcr automobile Produkte wird die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie j\u00e4hrlich Milliarden kosten und belastet sie inmitten der Transformation\u201c, sagte die Chefin des deutschen Autoverbands VDA, Hildegard M\u00fcller, in einer ersten Erkl\u00e4rung am sp\u00e4ten Sonntagabend. Vor Trumps Amtsantritt lagen die Z\u00f6lle f\u00fcr die meisten EU-Autos nur bei 2,5 Prozent.Das belegen auch die Zahlen: Allein den VW-Konzern hatten die Z\u00f6lle von 27,5 Prozent im zweiten Quartal 2025, also innerhalb von nur drei Monaten, mit 1,2 Milliarden Euro belastet. Und das, obwohl die Autobranche vor dem Inkrafttreten der Z\u00f6lle noch schnell Autos auf Vorrat in die USA schicken konnte. Die Preise f\u00fcr die US-Kunden haben die Konzerne allerdings bislang nicht angepasst, die Z\u00f6lle also auf die eigene Kappe genommen.Das k\u00f6nnte sich nun \u00e4ndern, falls die Einigung vom Sonntag Bestand hat. M\u00fcller meldete daran leise Zweifel an: \u201eEntscheidend wird nun sein, wie die Vereinbarung konkret ausgestaltet sein wird und wie verl\u00e4sslich sie ist.\u201c Sie mahnt zudem an, wichtig sei jetzt auch eine Einigung zwischen den USA und Mexiko sowie Kanada. Denn dort produzieren nicht nur Unternehmen wie Volkswagen g\u00fcnstige Autos f\u00fcr den US-Markt wie den Jetta. An dem vergleichsweise g\u00fcnstigen Standort Mexiko sind auch zahlreiche europ\u00e4ische Zulieferer mit Werken aktiv, die in die USA liefern. \u201eVon gro\u00dfer Bedeutung ist es, dass die durch den Zollstreit verzerrten und eingeschr\u00e4nkten automobilen Lieferketten wieder funktionieren\u201c, erkl\u00e4rte M\u00fcller daher.Ein Zollsatz von 15 Prozent werde die deutschen Autoexporte d\u00e4mpfen, aber kein K.O.-Schlag f\u00fcr die Branche sein, zitierte das \u201eWall Street Journal\u201c Andrew Kenningham, \u00d6konom beim Analyse-Haus Capital Economics. Trump hatte wiederholt gesagt, er wolle weniger deutsche Nobel-Autos auf den US-Stra\u00dfen sehen. Daher hatten einige Beobachter mit dauerhaft h\u00f6heren Z\u00f6llen speziell auf Autos gerechnet.Die deutschen Konzerne k\u00f6nnen nun ihre US-Verkaufspreise neu kalkulieren und den Zoll zumindest teilweise aufschlagen \u2013 und verl\u00e4sslich berechnen, ob sich eine Verlagerung von Produktion nach Amerika lohnt. VW etwa denkt erstmals \u00fcber eine Produktion f\u00fcr Audi in den USA nach. Mercedes hat bereits angek\u00fcndigt, ein weiteres Mittelklasse-Modell auch in den USA bauen zu wollen.Mit der Grundsatzeinigung d\u00fcrften die Auto-Bosse auch erneut versuchen, der US-Regierung Zugest\u00e4ndnisse auf individueller Konzernebene abzuringen. VW-Chef Blume hatte am Freitag seinen Kurs skizziert: Er hoffe nach einer generellen Zoll-Einigung auf einen Spezial-Deal f\u00fcr VW mit der US-Regierung. F\u00fcr jeden investierten Dollar soll VW einen Dollar Zoll erlassen bekommen, wenn es nach dem Wolfsburger Manager geht. Er deutete an, wie er Donald Trump diesen Deal schmackhaft machen will: Es gehe um einen \u201eMultiplikator auch f\u00fcr die amerikanische Gesellschaft\u201c. Denn Investitionen in den USA br\u00e4chten dem Land eine \u201epositive kontinuierliche Steuerquelle\u201c und den weiteren Aufbau von Auto-Know-how und einem Lieferantennetzwerk in den USA.14 Milliarden Dollar habe der Konzern in den vergangenen Jahren bereits in den USA investiert, erkl\u00e4rte Blume. Dazu k\u00f6nnten noch einige Milliarden Euro zus\u00e4tzlich kommen. Was Blume nicht sagte: Investitionen in ein neues US-Werk f\u00fcr die geplante Neubelebung der Pick-up-Marke Scout hat der Konzern ohnehin fest eingeplant. Zudem steckt VW frisches Geld in den US-Lkw-Partner Rivian. Lie\u00dfe sich Trump auf den Deal ein, k\u00f6nnte VW also deutliche Zollrabatte sogar ohne zus\u00e4tzliche Investitionen erhalten \u2013 auch f\u00fcr Marken wie Porsche und Audi, die in den USA gar nicht produziert werden.Einen anderen Weg sucht BMW-Chef Oliver Zipse. Er will Trump davon \u00fcberzeugen, Im- und Exporte aus den USA gegeneinander aufrechnen zu d\u00fcrfen. Da BMW in etwa so viele Autos aus seinem US-Werk in alle Welt liefert, wie der Konzern in die USA einf\u00fchrt, w\u00e4re das f\u00fcr die M\u00fcnchener vorteilhafter als das Blume-Modell. Mercedes d\u00fcrfte sich dieser Linie anschlie\u00dfen.Die Aussichten daf\u00fcr sind allerdings ungewiss. So sieht der in Schottland angebahnt Zoll-Deal bislang offenbar wenig Ausnahmen vor \u2013 au\u00dfer noch h\u00f6heren Zolls\u00e4tzen f\u00fcr die wichtigen Auto-Rohstoffe Stahl und Aluminium.Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. 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Schlie\u00dflich sind die Sonderz\u00f6lle, die die Branche in den vergangenen Wochen mit 27,5 Prozent trafen, bald wohl wieder vom Tisch.Allerdings ist die Freude eingeschr\u00e4nkt. \u201eDer Zollsatz der USA in H\u00f6he von 15 Prozent auch f\u00fcr automobile Produkte wird die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie j\u00e4hrlich Milliarden kosten und belastet sie inmitten der Transformation\u201c, sagte die Chefin des deutschen Autoverbands VDA, Hildegard M\u00fcller, in einer ersten Erkl\u00e4rung am sp\u00e4ten Sonntagabend. Vor Trumps Amtsantritt lagen die Z\u00f6lle f\u00fcr die meisten EU-Autos nur bei 2,5 Prozent.Das belegen auch die Zahlen: Allein den VW-Konzern hatten die Z\u00f6lle von 27,5 Prozent im zweiten Quartal 2025, also innerhalb von nur drei Monaten, mit 1,2 Milliarden Euro belastet. Und das, obwohl die Autobranche vor dem Inkrafttreten der Z\u00f6lle noch schnell Autos auf Vorrat in die USA schicken konnte. Die Preise f\u00fcr die US-Kunden haben die Konzerne allerdings bislang nicht angepasst, die Z\u00f6lle also auf die eigene Kappe genommen.Das k\u00f6nnte sich nun \u00e4ndern, falls die Einigung vom Sonntag Bestand hat. M\u00fcller meldete daran leise Zweifel an: \u201eEntscheidend wird nun sein, wie die Vereinbarung konkret ausgestaltet sein wird und wie verl\u00e4sslich sie ist.\u201c Sie mahnt zudem an, wichtig sei jetzt auch eine Einigung zwischen den USA und Mexiko sowie Kanada. Denn dort produzieren nicht nur Unternehmen wie Volkswagen g\u00fcnstige Autos f\u00fcr den US-Markt wie den Jetta. An dem vergleichsweise g\u00fcnstigen Standort Mexiko sind auch zahlreiche europ\u00e4ische Zulieferer mit Werken aktiv, die in die USA liefern. \u201eVon gro\u00dfer Bedeutung ist es, dass die durch den Zollstreit verzerrten und eingeschr\u00e4nkten automobilen Lieferketten wieder funktionieren\u201c, erkl\u00e4rte M\u00fcller daher.Ein Zollsatz von 15 Prozent werde die deutschen Autoexporte d\u00e4mpfen, aber kein K.O.-Schlag f\u00fcr die Branche sein, zitierte das \u201eWall Street Journal\u201c Andrew Kenningham, \u00d6konom beim Analyse-Haus Capital Economics. Trump hatte wiederholt gesagt, er wolle weniger deutsche Nobel-Autos auf den US-Stra\u00dfen sehen. Daher hatten einige Beobachter mit dauerhaft h\u00f6heren Z\u00f6llen speziell auf Autos gerechnet.Die deutschen Konzerne k\u00f6nnen nun ihre US-Verkaufspreise neu kalkulieren und den Zoll zumindest teilweise aufschlagen \u2013 und verl\u00e4sslich berechnen, ob sich eine Verlagerung von Produktion nach Amerika lohnt. VW etwa denkt erstmals \u00fcber eine Produktion f\u00fcr Audi in den USA nach. Mercedes hat bereits angek\u00fcndigt, ein weiteres Mittelklasse-Modell auch in den USA bauen zu wollen.Mit der Grundsatzeinigung d\u00fcrften die Auto-Bosse auch erneut versuchen, der US-Regierung Zugest\u00e4ndnisse auf individueller Konzernebene abzuringen. VW-Chef Blume hatte am Freitag seinen Kurs skizziert: Er hoffe nach einer generellen Zoll-Einigung auf einen Spezial-Deal f\u00fcr VW mit der US-Regierung. F\u00fcr jeden investierten Dollar soll VW einen Dollar Zoll erlassen bekommen, wenn es nach dem Wolfsburger Manager geht. Er deutete an, wie er Donald Trump diesen Deal schmackhaft machen will: Es gehe um einen \u201eMultiplikator auch f\u00fcr die amerikanische Gesellschaft\u201c. Denn Investitionen in den USA br\u00e4chten dem Land eine \u201epositive kontinuierliche Steuerquelle\u201c und den weiteren Aufbau von Auto-Know-how und einem Lieferantennetzwerk in den USA.14 Milliarden Dollar habe der Konzern in den vergangenen Jahren bereits in den USA investiert, erkl\u00e4rte Blume. Dazu k\u00f6nnten noch einige Milliarden Euro zus\u00e4tzlich kommen. Was Blume nicht sagte: Investitionen in ein neues US-Werk f\u00fcr die geplante Neubelebung der Pick-up-Marke Scout hat der Konzern ohnehin fest eingeplant. Zudem steckt VW frisches Geld in den US-Lkw-Partner Rivian. Lie\u00dfe sich Trump auf den Deal ein, k\u00f6nnte VW also deutliche Zollrabatte sogar ohne zus\u00e4tzliche Investitionen erhalten \u2013 auch f\u00fcr Marken wie Porsche und Audi, die in den USA gar nicht produziert werden.Einen anderen Weg sucht BMW-Chef Oliver Zipse. Er will Trump davon \u00fcberzeugen, Im- und Exporte aus den USA gegeneinander aufrechnen zu d\u00fcrfen. Da BMW in etwa so viele Autos aus seinem US-Werk in alle Welt liefert, wie der Konzern in die USA einf\u00fchrt, w\u00e4re das f\u00fcr die M\u00fcnchener vorteilhafter als das Blume-Modell. Mercedes d\u00fcrfte sich dieser Linie anschlie\u00dfen.Die Aussichten daf\u00fcr sind allerdings ungewiss. So sieht der in Schottland angebahnt Zoll-Deal bislang offenbar wenig Ausnahmen vor \u2013 au\u00dfer noch h\u00f6heren Zolls\u00e4tzen f\u00fcr die wichtigen Auto-Rohstoffe Stahl und Aluminium.Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. 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Schlie\u00dflich sind die Sonderz\u00f6lle, die die Branche in den vergangenen Wochen mit 27,5 Prozent trafen, bald wohl wieder vom Tisch.Allerdings ist die Freude eingeschr\u00e4nkt. \u201eDer Zollsatz der USA in H\u00f6he von 15 Prozent auch f\u00fcr automobile Produkte wird die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie j\u00e4hrlich Milliarden kosten und belastet sie inmitten der Transformation\u201c, sagte die Chefin des deutschen Autoverbands VDA, Hildegard M\u00fcller, in einer ersten Erkl\u00e4rung am sp\u00e4ten Sonntagabend. Vor Trumps Amtsantritt lagen die Z\u00f6lle f\u00fcr die meisten EU-Autos nur bei 2,5 Prozent.Das belegen auch die Zahlen: Allein den VW-Konzern hatten die Z\u00f6lle von 27,5 Prozent im zweiten Quartal 2025, also innerhalb von nur drei Monaten, mit 1,2 Milliarden Euro belastet. Und das, obwohl die Autobranche vor dem Inkrafttreten der Z\u00f6lle noch schnell Autos auf Vorrat in die USA schicken konnte. 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An dem vergleichsweise g\u00fcnstigen Standort Mexiko sind auch zahlreiche europ\u00e4ische Zulieferer mit Werken aktiv, die in die USA liefern. \u201eVon gro\u00dfer Bedeutung ist es, dass die durch den Zollstreit verzerrten und eingeschr\u00e4nkten automobilen Lieferketten wieder funktionieren\u201c, erkl\u00e4rte M\u00fcller daher.Ein Zollsatz von 15 Prozent werde die deutschen Autoexporte d\u00e4mpfen, aber kein K.O.-Schlag f\u00fcr die Branche sein, zitierte das \u201eWall Street Journal\u201c Andrew Kenningham, \u00d6konom beim Analyse-Haus Capital Economics. Trump hatte wiederholt gesagt, er wolle weniger deutsche Nobel-Autos auf den US-Stra\u00dfen sehen. Daher hatten einige Beobachter mit dauerhaft h\u00f6heren Z\u00f6llen speziell auf Autos gerechnet.Die deutschen Konzerne k\u00f6nnen nun ihre US-Verkaufspreise neu kalkulieren und den Zoll zumindest teilweise aufschlagen \u2013 und verl\u00e4sslich berechnen, ob sich eine Verlagerung von Produktion nach Amerika lohnt. VW etwa denkt erstmals \u00fcber eine Produktion f\u00fcr Audi in den USA nach. Mercedes hat bereits angek\u00fcndigt, ein weiteres Mittelklasse-Modell auch in den USA bauen zu wollen.Mit der Grundsatzeinigung d\u00fcrften die Auto-Bosse auch erneut versuchen, der US-Regierung Zugest\u00e4ndnisse auf individueller Konzernebene abzuringen. VW-Chef Blume hatte am Freitag seinen Kurs skizziert: Er hoffe nach einer generellen Zoll-Einigung auf einen Spezial-Deal f\u00fcr VW mit der US-Regierung. F\u00fcr jeden investierten Dollar soll VW einen Dollar Zoll erlassen bekommen, wenn es nach dem Wolfsburger Manager geht. Er deutete an, wie er Donald Trump diesen Deal schmackhaft machen will: Es gehe um einen \u201eMultiplikator auch f\u00fcr die amerikanische Gesellschaft\u201c. Denn Investitionen in den USA br\u00e4chten dem Land eine \u201epositive kontinuierliche Steuerquelle\u201c und den weiteren Aufbau von Auto-Know-how und einem Lieferantennetzwerk in den USA.14 Milliarden Dollar habe der Konzern in den vergangenen Jahren bereits in den USA investiert, erkl\u00e4rte Blume. Dazu k\u00f6nnten noch einige Milliarden Euro zus\u00e4tzlich kommen. Was Blume nicht sagte: Investitionen in ein neues US-Werk f\u00fcr die geplante Neubelebung der Pick-up-Marke Scout hat der Konzern ohnehin fest eingeplant. Zudem steckt VW frisches Geld in den US-Lkw-Partner Rivian. Lie\u00dfe sich Trump auf den Deal ein, k\u00f6nnte VW also deutliche Zollrabatte sogar ohne zus\u00e4tzliche Investitionen erhalten \u2013 auch f\u00fcr Marken wie Porsche und Audi, die in den USA gar nicht produziert werden.Einen anderen Weg sucht BMW-Chef Oliver Zipse. Er will Trump davon \u00fcberzeugen, Im- und Exporte aus den USA gegeneinander aufrechnen zu d\u00fcrfen. Da BMW in etwa so viele Autos aus seinem US-Werk in alle Welt liefert, wie der Konzern in die USA einf\u00fchrt, w\u00e4re das f\u00fcr die M\u00fcnchener vorteilhafter als das Blume-Modell. Mercedes d\u00fcrfte sich dieser Linie anschlie\u00dfen.Die Aussichten daf\u00fcr sind allerdings ungewiss. So sieht der in Schottland angebahnt Zoll-Deal bislang offenbar wenig Ausnahmen vor \u2013 au\u00dfer noch h\u00f6heren Zolls\u00e4tzen f\u00fcr die wichtigen Auto-Rohstoffe Stahl und Aluminium.Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. 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Schlie\u00dflich sind die Sonderz\u00f6lle, die die Branche in den vergangenen Wochen mit 27,5 Prozent trafen, bald wohl wieder vom Tisch.Allerdings ist die Freude eingeschr\u00e4nkt. \u201eDer Zollsatz der USA in H\u00f6he von 15 Prozent auch f\u00fcr automobile Produkte wird die Unternehmen der deutschen Automobilindustrie j\u00e4hrlich Milliarden kosten und belastet sie inmitten der Transformation\u201c, sagte die Chefin des deutschen Autoverbands VDA, Hildegard M\u00fcller, in einer ersten Erkl\u00e4rung am sp\u00e4ten Sonntagabend. Vor Trumps Amtsantritt lagen die Z\u00f6lle f\u00fcr die meisten EU-Autos nur bei 2,5 Prozent.Das belegen auch die Zahlen: Allein den VW-Konzern hatten die Z\u00f6lle von 27,5 Prozent im zweiten Quartal 2025, also innerhalb von nur drei Monaten, mit 1,2 Milliarden Euro belastet. Und das, obwohl die Autobranche vor dem Inkrafttreten der Z\u00f6lle noch schnell Autos auf Vorrat in die USA schicken konnte. Die Preise f\u00fcr die US-Kunden haben die Konzerne allerdings bislang nicht angepasst, die Z\u00f6lle also auf die eigene Kappe genommen.Das k\u00f6nnte sich nun \u00e4ndern, falls die Einigung vom Sonntag Bestand hat. M\u00fcller meldete daran leise Zweifel an: \u201eEntscheidend wird nun sein, wie die Vereinbarung konkret ausgestaltet sein wird und wie verl\u00e4sslich sie ist.\u201c Sie mahnt zudem an, wichtig sei jetzt auch eine Einigung zwischen den USA und Mexiko sowie Kanada. Denn dort produzieren nicht nur Unternehmen wie Volkswagen g\u00fcnstige Autos f\u00fcr den US-Markt wie den Jetta. An dem vergleichsweise g\u00fcnstigen Standort Mexiko sind auch zahlreiche europ\u00e4ische Zulieferer mit Werken aktiv, die in die USA liefern. \u201eVon gro\u00dfer Bedeutung ist es, dass die durch den Zollstreit verzerrten und eingeschr\u00e4nkten automobilen Lieferketten wieder funktionieren\u201c, erkl\u00e4rte M\u00fcller daher.Ein Zollsatz von 15 Prozent werde die deutschen Autoexporte d\u00e4mpfen, aber kein K.O.-Schlag f\u00fcr die Branche sein, zitierte das \u201eWall Street Journal\u201c Andrew Kenningham, \u00d6konom beim Analyse-Haus Capital Economics. Trump hatte wiederholt gesagt, er wolle weniger deutsche Nobel-Autos auf den US-Stra\u00dfen sehen. Daher hatten einige Beobachter mit dauerhaft h\u00f6heren Z\u00f6llen speziell auf Autos gerechnet.Die deutschen Konzerne k\u00f6nnen nun ihre US-Verkaufspreise neu kalkulieren und den Zoll zumindest teilweise aufschlagen \u2013 und verl\u00e4sslich berechnen, ob sich eine Verlagerung von Produktion nach Amerika lohnt. VW etwa denkt erstmals \u00fcber eine Produktion f\u00fcr Audi in den USA nach. Mercedes hat bereits angek\u00fcndigt, ein weiteres Mittelklasse-Modell auch in den USA bauen zu wollen.Mit der Grundsatzeinigung d\u00fcrften die Auto-Bosse auch erneut versuchen, der US-Regierung Zugest\u00e4ndnisse auf individueller Konzernebene abzuringen. VW-Chef Blume hatte am Freitag seinen Kurs skizziert: Er hoffe nach einer generellen Zoll-Einigung auf einen Spezial-Deal f\u00fcr VW mit der US-Regierung. F\u00fcr jeden investierten Dollar soll VW einen Dollar Zoll erlassen bekommen, wenn es nach dem Wolfsburger Manager geht. Er deutete an, wie er Donald Trump diesen Deal schmackhaft machen will: Es gehe um einen \u201eMultiplikator auch f\u00fcr die amerikanische Gesellschaft\u201c. Denn Investitionen in den USA br\u00e4chten dem Land eine \u201epositive kontinuierliche Steuerquelle\u201c und den weiteren Aufbau von Auto-Know-how und einem Lieferantennetzwerk in den USA.14 Milliarden Dollar habe der Konzern in den vergangenen Jahren bereits in den USA investiert, erkl\u00e4rte Blume. Dazu k\u00f6nnten noch einige Milliarden Euro zus\u00e4tzlich kommen. Was Blume nicht sagte: Investitionen in ein neues US-Werk f\u00fcr die geplante Neubelebung der Pick-up-Marke Scout hat der Konzern ohnehin fest eingeplant. Zudem steckt VW frisches Geld in den US-Lkw-Partner Rivian. Lie\u00dfe sich Trump auf den Deal ein, k\u00f6nnte VW also deutliche Zollrabatte sogar ohne zus\u00e4tzliche Investitionen erhalten \u2013 auch f\u00fcr Marken wie Porsche und Audi, die in den USA gar nicht produziert werden.Einen anderen Weg sucht BMW-Chef Oliver Zipse. Er will Trump davon \u00fcberzeugen, Im- und Exporte aus den USA gegeneinander aufrechnen zu d\u00fcrfen. Da BMW in etwa so viele Autos aus seinem US-Werk in alle Welt liefert, wie der Konzern in die USA einf\u00fchrt, w\u00e4re das f\u00fcr die M\u00fcnchener vorteilhafter als das Blume-Modell. Mercedes d\u00fcrfte sich dieser Linie anschlie\u00dfen.Die Aussichten daf\u00fcr sind allerdings ungewiss. So sieht der in Schottland angebahnt Zoll-Deal bislang offenbar wenig Ausnahmen vor \u2013 au\u00dfer noch h\u00f6heren Zolls\u00e4tzen f\u00fcr die wichtigen Auto-Rohstoffe Stahl und Aluminium.Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. 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Die Preise f\u00fcr die US-Kunden haben die Konzerne allerdings bislang nicht angepasst, die Z\u00f6lle also auf die eigene Kappe genommen.Das k\u00f6nnte sich nun \u00e4ndern, falls die Einigung vom Sonntag Bestand hat. M\u00fcller meldete daran leise Zweifel an: \u201eEntscheidend wird nun sein, wie die Vereinbarung konkret ausgestaltet sein wird und wie verl\u00e4sslich sie ist.\u201c Sie mahnt zudem an, wichtig sei jetzt auch eine Einigung zwischen den USA und Mexiko sowie Kanada. Denn dort produzieren nicht nur Unternehmen wie Volkswagen g\u00fcnstige Autos f\u00fcr den US-Markt wie den Jetta. 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VW etwa denkt erstmals \u00fcber eine Produktion f\u00fcr Audi in den USA nach. Mercedes hat bereits angek\u00fcndigt, ein weiteres Mittelklasse-Modell auch in den USA bauen zu wollen.Mit der Grundsatzeinigung d\u00fcrften die Auto-Bosse auch erneut versuchen, der US-Regierung Zugest\u00e4ndnisse auf individueller Konzernebene abzuringen. VW-Chef Blume hatte am Freitag seinen Kurs skizziert: Er hoffe nach einer generellen Zoll-Einigung auf einen Spezial-Deal f\u00fcr VW mit der US-Regierung. F\u00fcr jeden investierten Dollar soll VW einen Dollar Zoll erlassen bekommen, wenn es nach dem Wolfsburger Manager geht. Er deutete an, wie er Donald Trump diesen Deal schmackhaft machen will: Es gehe um einen \u201eMultiplikator auch f\u00fcr die amerikanische Gesellschaft\u201c. Denn Investitionen in den USA br\u00e4chten dem Land eine \u201epositive kontinuierliche Steuerquelle\u201c und den weiteren Aufbau von Auto-Know-how und einem Lieferantennetzwerk in den USA.14 Milliarden Dollar habe der Konzern in den vergangenen Jahren bereits in den USA investiert, erkl\u00e4rte Blume. Dazu k\u00f6nnten noch einige Milliarden Euro zus\u00e4tzlich kommen. Was Blume nicht sagte: Investitionen in ein neues US-Werk f\u00fcr die geplante Neubelebung der Pick-up-Marke Scout hat der Konzern ohnehin fest eingeplant. Zudem steckt VW frisches Geld in den US-Lkw-Partner Rivian. Lie\u00dfe sich Trump auf den Deal ein, k\u00f6nnte VW also deutliche Zollrabatte sogar ohne zus\u00e4tzliche Investitionen erhalten \u2013 auch f\u00fcr Marken wie Porsche und Audi, die in den USA gar nicht produziert werden.Einen anderen Weg sucht BMW-Chef Oliver Zipse. Er will Trump davon \u00fcberzeugen, Im- und Exporte aus den USA gegeneinander aufrechnen zu d\u00fcrfen. Da BMW in etwa so viele Autos aus seinem US-Werk in alle Welt liefert, wie der Konzern in die USA einf\u00fchrt, w\u00e4re das f\u00fcr die M\u00fcnchener vorteilhafter als das Blume-Modell. Mercedes d\u00fcrfte sich dieser Linie anschlie\u00dfen.Die Aussichten daf\u00fcr sind allerdings ungewiss. So sieht der in Schottland angebahnt Zoll-Deal bislang offenbar wenig Ausnahmen vor \u2013 au\u00dfer noch h\u00f6heren Zolls\u00e4tzen f\u00fcr die wichtigen Auto-Rohstoffe Stahl und Aluminium.Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. Er schreibt \u00fcber die Auto-Branche.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/zoll-deal-ohne-auto-hammer-vorsichtige-erleichterung-bei-den-deutschen-herstellern\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/zoll-deal-ohne-auto-hammer-vorsichtige-erleichterung-bei-den-deutschen-herstellern\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/zoll-deal-ohne-auto-hammer-vorsichtige-erleichterung-bei-den-deutschen-herstellern\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/file-photo-volkswagen-vehicles-in-edgemere-on-the-day-of-us-president-donald-trump-s-tariff-announcements.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/file-photo-volkswagen-vehicles-in-edgemere-on-the-day-of-us-president-donald-trump-s-tariff-announcements.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/zoll-deal-ohne-auto-hammer-vorsichtige-erleichterung-bei-den-deutschen-herstellern\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Zoll-Deal ohne Auto-Hammer \u2013 Vorsichtige Erleichterung bei den deutschen Herstellern"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259181","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=259181"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259181\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":259188,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/259181\/revisions\/259188"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/259182"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=259181"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=259181"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=259181"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}