{"id":258994,"date":"2025-07-27T15:26:14","date_gmt":"2025-07-27T12:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/plotzlich-steht-die-deutsche-boom-branche-vor-einem-massiven-problem\/"},"modified":"2025-07-27T15:26:36","modified_gmt":"2025-07-27T12:26:36","slug":"plotzlich-steht-die-deutsche-boom-branche-vor-einem-massiven-problem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/plotzlich-steht-die-deutsche-boom-branche-vor-einem-massiven-problem\/","title":{"rendered":"Pl\u00f6tzlich steht die deutsche Boom-Branche vor einem massiven Problem"},"content":{"rendered":"<p>Das Staunen von Branchenbeobachtern war dem Schweizer Pharmakonzern Roche sicher, als er im November 2024 den Grundstein zu einem neuen Diagnostik-Produktionszentrum im bayerischen Penzberg legte. Mehr als 600 Millionen Euro investierte der Konzern hier. Ein Jahr zuvor lie\u00df der US-Pharmariese Eli Lilly mit der Ank\u00fcndigung aufhorchen, in Alzey eine Hightech-Produktionsanlage f\u00fcr 2,3 Milliarden Euro zu errichten.<\/p>\n<p>Zahlreiche Industrien kehren Deutschland und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/europaeische-union\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/europaeische-union\/\">Europa<\/a> auf der Suche nach g\u00fcnstiger Energie und weniger B\u00fcrokratie den R\u00fccken. Nicht so die Pharmabranche. W\u00e4hrend etwa die Chemiebranche zunehmend Produktionsstandorte auf andere Kontinente verlagert, wollen Pharmaunternehmen hierzulande wachsen und investieren daf\u00fcr teils massiv.<\/p>\n<p>Wie die Gesch\u00e4fte der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/gesundheit\/\">Medikamentenhersteller<\/a> florieren, zeigt der Umsatz der Branche auf dem deutschen Pharma-Gesamtmarkt. Dieser lag im Jahr 2006 bei 25,3 Milliarden Euro, 2024 kletterte er auf 64,5 Milliarden Euro \u2013 eine Steigerung von mehr als 150 Prozent. Leicht gestiegen ist auch die Besch\u00e4ftigtenzahl in der Pharmaindustrie in Deutschland: von rund 114.000 im Jahr 2015 auf rund 133.000 Mitarbeiter im Jahr 2023.<\/p>\n<p>Besonders deutlich zeigt sich das Wachstum im Zehnjahresvergleich des Umsatzes mit anderen Branchen. So hat dieser in der Tabakbranche von 2014 bis 2024 um 44 Prozent nachgegeben. Federn lassen mussten auch die Hersteller von Druckerzeugnissen (minus 41 Prozent) oder die M\u00f6belhersteller mit einem Minus von 28 Prozent.<\/p>\n<p>Die Ums\u00e4tze der deutschen Pharmaindustrie legten in diesem Zeitraum hingegen um 26 Prozent zu. \u00dcbertroffen wurden sie von der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/elektrotechnik\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/elektrotechnik\/\">Elektrotechnik<\/a>-Branche, die ein Plus von 40 Prozent verzeichnete. Der Fahrzeugbau rangiert mit einem Plus von 21 Prozent hinter der pharmazeutischen Industrie.<\/p>\n<h3>US-Markt in Gefahr<\/h3>\n<p>Trotz der prosperierenden Zahlen stehen die Medikamentenhersteller aktuell vor einem massiven Problem. Denn ausgerechnet der wichtigste Absatzmarkt deutscher und europ\u00e4ischer Pharmaunternehmen droht ins Wanken zu geraten. In kein anderes Land der Welt exportieren Pharmafirmen mehr als in die Vereinigten Staaten von Amerika. Wie stark dieser Markt ist, zeigt der Branchenumsatz in dem Land. Rund 714 Milliarden Euro betrug dieser im Jahr 2023. Damit sind die USA der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Pharmamarkt der Welt.<\/p>\n<p>Doch die Strafz\u00f6lle von US-Pr\u00e4sident <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/donald-trump\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/donald-trump\/\">Donald Trump<\/a> bedrohen diesen Goldesel der Medikamentenhersteller. Bislang sind europ\u00e4ische Arzneimittel von amerikanischen Z\u00f6llen ausgenommen.<\/p>\n<p>Trump drohte jedoch k\u00fcrzlich der Pharmabranche sogar mit Strafz\u00f6llen von bis zu 200 Prozent bei Exporten in die Vereinigten Staaten. Allerdings sollen f\u00fcr diese speziellen Pharmaz\u00f6lle nach bisherigem Stand \u00dcbergangsfristen von einem bis anderthalb Jahren gelten. Ob es tats\u00e4chlich so kommt, ist allerdings ungewiss. Gerade angesichts der langen \u00dcbergangsfristen reagierten Investoren zun\u00e4chst entspannt auf diesen angek\u00fcndigten Zoll-Hammer.<\/p>\n<p>Der Branche droht in den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/usa-politik\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/usa-politik\/\">USA<\/a> noch weiteres Ungemach. So haben Trump und dessen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy das Ziel ausgegeben, die Medikamentenpreise in den USA drastisch zu senken. Von einer Preissenkung um bis zu 90 Prozent war in einer ersten Ank\u00fcndigung von Trump die Rede. Auf eine konkrete Ausgestaltung wartet die Branche nun. <\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/andreas-macho\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/andreas-macho\/\"><b><em>Andreas Macho<\/em><\/b><\/a><b><em> ist WELT-Wirtschaftsreporter in Berlin mit dem Schwerpunkt Gesundheit.<\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Staunen von Branchenbeobachtern war dem Schweizer Pharmakonzern Roche sicher, als er im November 2024 den Grundstein zu einem neuen Diagnostik-Produktionszentrum im bayerischen Penzberg legte. Mehr als 600 Millionen Euro investierte der Konzern hier. 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Leicht gestiegen ist auch die Besch\u00e4ftigtenzahl in der Pharmaindustrie in Deutschland: von rund 114.000 im Jahr 2015 auf rund 133.000 Mitarbeiter im Jahr 2023.Besonders deutlich zeigt sich das Wachstum im Zehnjahresvergleich des Umsatzes mit anderen Branchen. So hat dieser in der Tabakbranche von 2014 bis 2024 um 44 Prozent nachgegeben. Federn lassen mussten auch die Hersteller von Druckerzeugnissen (minus 41 Prozent) oder die M\u00f6belhersteller mit einem Minus von 28 Prozent.Die Ums\u00e4tze der deutschen Pharmaindustrie legten in diesem Zeitraum hingegen um 26 Prozent zu. \u00dcbertroffen wurden sie von der Elektrotechnik-Branche, die ein Plus von 40 Prozent verzeichnete. Der Fahrzeugbau rangiert mit einem Plus von 21 Prozent hinter der pharmazeutischen Industrie.US-Markt in GefahrTrotz der prosperierenden Zahlen stehen die Medikamentenhersteller aktuell vor einem massiven Problem. Denn ausgerechnet der wichtigste Absatzmarkt deutscher und europ\u00e4ischer Pharmaunternehmen droht ins Wanken zu geraten. In kein anderes Land der Welt exportieren Pharmafirmen mehr als in die Vereinigten Staaten von Amerika. Wie stark dieser Markt ist, zeigt der Branchenumsatz in dem Land. Rund 714 Milliarden Euro betrug dieser im Jahr 2023. Damit sind die USA der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Pharmamarkt der Welt.Doch die Strafz\u00f6lle von US-Pr\u00e4sident Donald Trump bedrohen diesen Goldesel der Medikamentenhersteller. Bislang sind europ\u00e4ische Arzneimittel von amerikanischen Z\u00f6llen ausgenommen.Trump drohte jedoch k\u00fcrzlich der Pharmabranche sogar mit Strafz\u00f6llen von bis zu 200 Prozent bei Exporten in die Vereinigten Staaten. Allerdings sollen f\u00fcr diese speziellen Pharmaz\u00f6lle nach bisherigem Stand \u00dcbergangsfristen von einem bis anderthalb Jahren gelten. Ob es tats\u00e4chlich so kommt, ist allerdings ungewiss. 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Leicht gestiegen ist auch die Besch\u00e4ftigtenzahl in der Pharmaindustrie in Deutschland: von rund 114.000 im Jahr 2015 auf rund 133.000 Mitarbeiter im Jahr 2023.Besonders deutlich zeigt sich das Wachstum im Zehnjahresvergleich des Umsatzes mit anderen Branchen. So hat dieser in der Tabakbranche von 2014 bis 2024 um 44 Prozent nachgegeben. Federn lassen mussten auch die Hersteller von Druckerzeugnissen (minus 41 Prozent) oder die M\u00f6belhersteller mit einem Minus von 28 Prozent.Die Ums\u00e4tze der deutschen Pharmaindustrie legten in diesem Zeitraum hingegen um 26 Prozent zu. \u00dcbertroffen wurden sie von der Elektrotechnik-Branche, die ein Plus von 40 Prozent verzeichnete. Der Fahrzeugbau rangiert mit einem Plus von 21 Prozent hinter der pharmazeutischen Industrie.US-Markt in GefahrTrotz der prosperierenden Zahlen stehen die Medikamentenhersteller aktuell vor einem massiven Problem. Denn ausgerechnet der wichtigste Absatzmarkt deutscher und europ\u00e4ischer Pharmaunternehmen droht ins Wanken zu geraten. In kein anderes Land der Welt exportieren Pharmafirmen mehr als in die Vereinigten Staaten von Amerika. Wie stark dieser Markt ist, zeigt der Branchenumsatz in dem Land. Rund 714 Milliarden Euro betrug dieser im Jahr 2023. Damit sind die USA der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Pharmamarkt der Welt.Doch die Strafz\u00f6lle von US-Pr\u00e4sident Donald Trump bedrohen diesen Goldesel der Medikamentenhersteller. Bislang sind europ\u00e4ische Arzneimittel von amerikanischen Z\u00f6llen ausgenommen.Trump drohte jedoch k\u00fcrzlich der Pharmabranche sogar mit Strafz\u00f6llen von bis zu 200 Prozent bei Exporten in die Vereinigten Staaten. Allerdings sollen f\u00fcr diese speziellen Pharmaz\u00f6lle nach bisherigem Stand \u00dcbergangsfristen von einem bis anderthalb Jahren gelten. Ob es tats\u00e4chlich so kommt, ist allerdings ungewiss. Gerade angesichts der langen \u00dcbergangsfristen reagierten Investoren zun\u00e4chst entspannt auf diesen angek\u00fcndigten Zoll-Hammer.Der Branche droht in den USA noch weiteres Ungemach. So haben Trump und dessen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy das Ziel ausgegeben, die Medikamentenpreise in den USA drastisch zu senken. Von einer Preissenkung um bis zu 90 Prozent war in einer ersten Ank\u00fcndigung von Trump die Rede. Auf eine konkrete Ausgestaltung wartet die Branche nun. 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Leicht gestiegen ist auch die Besch\u00e4ftigtenzahl in der Pharmaindustrie in Deutschland: von rund 114.000 im Jahr 2015 auf rund 133.000 Mitarbeiter im Jahr 2023.Besonders deutlich zeigt sich das Wachstum im Zehnjahresvergleich des Umsatzes mit anderen Branchen. So hat dieser in der Tabakbranche von 2014 bis 2024 um 44 Prozent nachgegeben. Federn lassen mussten auch die Hersteller von Druckerzeugnissen (minus 41 Prozent) oder die M\u00f6belhersteller mit einem Minus von 28 Prozent.Die Ums\u00e4tze der deutschen Pharmaindustrie legten in diesem Zeitraum hingegen um 26 Prozent zu. \u00dcbertroffen wurden sie von der Elektrotechnik-Branche, die ein Plus von 40 Prozent verzeichnete. Der Fahrzeugbau rangiert mit einem Plus von 21 Prozent hinter der pharmazeutischen Industrie.US-Markt in GefahrTrotz der prosperierenden Zahlen stehen die Medikamentenhersteller aktuell vor einem massiven Problem. 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Leicht gestiegen ist auch die Besch\u00e4ftigtenzahl in der Pharmaindustrie in Deutschland: von rund 114.000 im Jahr 2015 auf rund 133.000 Mitarbeiter im Jahr 2023.Besonders deutlich zeigt sich das Wachstum im Zehnjahresvergleich des Umsatzes mit anderen Branchen. So hat dieser in der Tabakbranche von 2014 bis 2024 um 44 Prozent nachgegeben. Federn lassen mussten auch die Hersteller von Druckerzeugnissen (minus 41 Prozent) oder die M\u00f6belhersteller mit einem Minus von 28 Prozent.Die Ums\u00e4tze der deutschen Pharmaindustrie legten in diesem Zeitraum hingegen um 26 Prozent zu. \u00dcbertroffen wurden sie von der Elektrotechnik-Branche, die ein Plus von 40 Prozent verzeichnete. Der Fahrzeugbau rangiert mit einem Plus von 21 Prozent hinter der pharmazeutischen Industrie.US-Markt in GefahrTrotz der prosperierenden Zahlen stehen die Medikamentenhersteller aktuell vor einem massiven Problem. Denn ausgerechnet der wichtigste Absatzmarkt deutscher und europ\u00e4ischer Pharmaunternehmen droht ins Wanken zu geraten. In kein anderes Land der Welt exportieren Pharmafirmen mehr als in die Vereinigten Staaten von Amerika. Wie stark dieser Markt ist, zeigt der Branchenumsatz in dem Land. Rund 714 Milliarden Euro betrug dieser im Jahr 2023. Damit sind die USA der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Pharmamarkt der Welt.Doch die Strafz\u00f6lle von US-Pr\u00e4sident Donald Trump bedrohen diesen Goldesel der Medikamentenhersteller. Bislang sind europ\u00e4ische Arzneimittel von amerikanischen Z\u00f6llen ausgenommen.Trump drohte jedoch k\u00fcrzlich der Pharmabranche sogar mit Strafz\u00f6llen von bis zu 200 Prozent bei Exporten in die Vereinigten Staaten. Allerdings sollen f\u00fcr diese speziellen Pharmaz\u00f6lle nach bisherigem Stand \u00dcbergangsfristen von einem bis anderthalb Jahren gelten. Ob es tats\u00e4chlich so kommt, ist allerdings ungewiss. 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Nicht so die Pharmabranche. W\u00e4hrend etwa die Chemiebranche zunehmend Produktionsstandorte auf andere Kontinente verlagert, wollen Pharmaunternehmen hierzulande wachsen und investieren daf\u00fcr teils massiv.Wie die Gesch\u00e4fte der Medikamentenhersteller florieren, zeigt der Umsatz der Branche auf dem deutschen Pharma-Gesamtmarkt. Dieser lag im Jahr 2006 bei 25,3 Milliarden Euro, 2024 kletterte er auf 64,5 Milliarden Euro \u2013 eine Steigerung von mehr als 150 Prozent. Leicht gestiegen ist auch die Besch\u00e4ftigtenzahl in der Pharmaindustrie in Deutschland: von rund 114.000 im Jahr 2015 auf rund 133.000 Mitarbeiter im Jahr 2023.Besonders deutlich zeigt sich das Wachstum im Zehnjahresvergleich des Umsatzes mit anderen Branchen. So hat dieser in der Tabakbranche von 2014 bis 2024 um 44 Prozent nachgegeben. Federn lassen mussten auch die Hersteller von Druckerzeugnissen (minus 41 Prozent) oder die M\u00f6belhersteller mit einem Minus von 28 Prozent.Die Ums\u00e4tze der deutschen Pharmaindustrie legten in diesem Zeitraum hingegen um 26 Prozent zu. \u00dcbertroffen wurden sie von der Elektrotechnik-Branche, die ein Plus von 40 Prozent verzeichnete. Der Fahrzeugbau rangiert mit einem Plus von 21 Prozent hinter der pharmazeutischen Industrie.US-Markt in GefahrTrotz der prosperierenden Zahlen stehen die Medikamentenhersteller aktuell vor einem massiven Problem. Denn ausgerechnet der wichtigste Absatzmarkt deutscher und europ\u00e4ischer Pharmaunternehmen droht ins Wanken zu geraten. In kein anderes Land der Welt exportieren Pharmafirmen mehr als in die Vereinigten Staaten von Amerika. Wie stark dieser Markt ist, zeigt der Branchenumsatz in dem Land. Rund 714 Milliarden Euro betrug dieser im Jahr 2023. Damit sind die USA der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Pharmamarkt der Welt.Doch die Strafz\u00f6lle von US-Pr\u00e4sident Donald Trump bedrohen diesen Goldesel der Medikamentenhersteller. Bislang sind europ\u00e4ische Arzneimittel von amerikanischen Z\u00f6llen ausgenommen.Trump drohte jedoch k\u00fcrzlich der Pharmabranche sogar mit Strafz\u00f6llen von bis zu 200 Prozent bei Exporten in die Vereinigten Staaten. Allerdings sollen f\u00fcr diese speziellen Pharmaz\u00f6lle nach bisherigem Stand \u00dcbergangsfristen von einem bis anderthalb Jahren gelten. Ob es tats\u00e4chlich so kommt, ist allerdings ungewiss. Gerade angesichts der langen \u00dcbergangsfristen reagierten Investoren zun\u00e4chst entspannt auf diesen angek\u00fcndigten Zoll-Hammer.Der Branche droht in den USA noch weiteres Ungemach. So haben Trump und dessen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy das Ziel ausgegeben, die Medikamentenpreise in den USA drastisch zu senken. 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Denn ausgerechnet der wichtigste Absatzmarkt deutscher und europ\u00e4ischer Pharmaunternehmen droht ins Wanken zu geraten. In kein anderes Land der Welt exportieren Pharmafirmen mehr als in die Vereinigten Staaten von Amerika. Wie stark dieser Markt ist, zeigt der Branchenumsatz in dem Land. Rund 714 Milliarden Euro betrug dieser im Jahr 2023. Damit sind die USA der mit Abstand gr\u00f6\u00dfte Pharmamarkt der Welt.Doch die Strafz\u00f6lle von US-Pr\u00e4sident Donald Trump bedrohen diesen Goldesel der Medikamentenhersteller. Bislang sind europ\u00e4ische Arzneimittel von amerikanischen Z\u00f6llen ausgenommen.Trump drohte jedoch k\u00fcrzlich der Pharmabranche sogar mit Strafz\u00f6llen von bis zu 200 Prozent bei Exporten in die Vereinigten Staaten. Allerdings sollen f\u00fcr diese speziellen Pharmaz\u00f6lle nach bisherigem Stand \u00dcbergangsfristen von einem bis anderthalb Jahren gelten. Ob es tats\u00e4chlich so kommt, ist allerdings ungewiss. Gerade angesichts der langen \u00dcbergangsfristen reagierten Investoren zun\u00e4chst entspannt auf diesen angek\u00fcndigten Zoll-Hammer.Der Branche droht in den USA noch weiteres Ungemach. So haben Trump und dessen Gesundheitsminister Robert F. Kennedy das Ziel ausgegeben, die Medikamentenpreise in den USA drastisch zu senken. Von einer Preissenkung um bis zu 90 Prozent war in einer ersten Ank\u00fcndigung von Trump die Rede. Auf eine konkrete Ausgestaltung wartet die Branche nun. 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