{"id":258947,"date":"2025-07-27T11:26:07","date_gmt":"2025-07-27T08:26:07","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/langer-arbeiten-ein-notwendiger-tabubruch\/"},"modified":"2025-07-27T11:26:33","modified_gmt":"2025-07-27T08:26:33","slug":"langer-arbeiten-ein-notwendiger-tabubruch","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/langer-arbeiten-ein-notwendiger-tabubruch\/","title":{"rendered":"L\u00e4nger arbeiten? Ein notwendiger Tabubruch"},"content":{"rendered":"<p>Es ist selten geworden, dass Politiker unbequeme Wahrheiten aussprechen. <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6884b9030e680a76f4e9644c\/Katherina-Reiche-Wir-muessen-mehr-und-laenger-arbeiten.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article6884b9030e680a76f4e9644c\/Katherina-Reiche-Wir-muessen-mehr-und-laenger-arbeiten.html\">Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat es dennoch gewagt. <\/a>Die Deutschen m\u00fcssen l\u00e4nger arbeiten, fordert sie. Es k\u00f6nne nicht sein, dass wir ein Drittel unseres Lebens im Ruhestand verbringen. Und sie hat recht.<\/p>\n<p>Die Lebenserwartung in Deutschland ist in den vergangenen Jahrzehnten deutlich gestiegen: seit Einf\u00fchrung des umlagefinanzierten Rentensystems 1957 um zw\u00f6lf Lebensjahre. Und kamen damals auf einen Rentner noch sechs Einzahler, sind es heute noch zwei, bald werden es noch weniger sein. <\/p>\n<p>Bereits jetzt und in den kommenden Jahren gehen die geburtenstarken Jahrg\u00e4nge, die Babyboomer, in Rente. Das System \u00e4chzt unter der Last. Mehr als 100 Milliarden Euro pro Jahr flie\u00dfen aus dem Bundeshaushalt in die Rentenkassen.<\/p>\n<p>Diese Zahlen sind alle bekannt, die Warnzeichen sind un\u00fcbersehbar. Und doch wird die notwendige Debatte immer wieder vertagt. Dabei l\u00e4hmt das Festhalten am Status quo die Zukunftsf\u00e4higkeit des Landes. \u00d6konomen weisen seit Jahren darauf hin, dass wir angesichts der demografischen Entwicklung l\u00e4nger arbeiten m\u00fcssen. Reiches Vorsto\u00df  ist also ein l\u00e4ngst notwendiger Tabubruch.<\/p>\n<h3> Altersversorgung: Die Realit\u00e4tsferne von Teilen der Politik<\/h3>\n<p>Erwartbarer Widerspruch kam von Sozialverb\u00e4nden und dem Arbeitnehmerfl\u00fcgel der CDU: Man d\u00fcrfe das Rentenalter nicht durch die Hintert\u00fcr anheben, Reiches Forderungen h\u00e4tten keine Grundlage im Koalitionsvertrag. Doch genau darin liegt das eigentliche Problem. Dass die zentrale sozialpolitische Herausforderung unserer Zeit im Koalitionsvertrag nicht wirklich und grundlegend angegangen wird, zeigt, wie realit\u00e4tsfern Teile der Politik agieren.<\/p>\n<p>Bestes Beispiel ist die sogenannte Rente mit 63. Eine Studie des Deutschen Instituts f\u00fcr Wirtschaftsforschung aus dem vergangenen Jahr zeigt: Von der Fr\u00fchverrentung profitieren nicht etwa Krankenschwestern oder Bauarbeiter. Sondern vor allem Bankangestellte und Mitarbeiter im \u00f6ffentlichen Dienst. Das Bild der Schwerarbeiter, der Dachdecker, der Stahlwerker, dessen sich Politiker gern bedienen, tr\u00e4gt nur bedingt.<\/p>\n<p>Katherina Reiches Realismus ist richtig. Die Rentenfrage duldet keinen Aufschub mehr. Denn die Wahrheit lautet: Die Rente ist l\u00e4ngst nicht mehr sicher.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Es ist selten geworden, dass Politiker unbequeme Wahrheiten aussprechen. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche hat es dennoch gewagt. Die Deutschen m\u00fcssen l\u00e4nger arbeiten, fordert sie. Es k\u00f6nne nicht sein, dass wir ein Drittel unseres Lebens im Ruhestand verbringen. Und sie hat recht. 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Das Bild der Schwerarbeiter, der Dachdecker, der Stahlwerker, dessen sich Politiker gern bedienen, tr\u00e4gt nur bedingt.Katherina Reiches Realismus ist richtig. Die Rentenfrage duldet keinen Aufschub mehr. 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