{"id":258500,"date":"2025-07-25T11:26:59","date_gmt":"2025-07-25T08:26:59","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/vw-ist-der-neue-spielball-von-washington-und-brussel\/"},"modified":"2025-07-25T11:27:18","modified_gmt":"2025-07-25T08:27:18","slug":"vw-ist-der-neue-spielball-von-washington-und-brussel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/vw-ist-der-neue-spielball-von-washington-und-brussel\/","title":{"rendered":"VW ist der neue Spielball von Washington und Br\u00fcssel"},"content":{"rendered":"<p>Der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/volkswagen-neuheiten-fahrberichte-tests\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/volkswagen-neuheiten-fahrberichte-tests\/\">Volkswagen<\/a>-Konzern ist schon immer ein politischer Betrieb \u2013 schon allein wegen der Rolle des Landes Niedersachsen als Gro\u00dfaktion\u00e4r. Doch aktuell erscheint der f\u00fchrende europ\u00e4ische Autobauer vollends als Spielball der Politik in Washington und Br\u00fcssel. <\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article6883172e10b8f718b6500d3f\/volkswagen-gewinn-von-vw-bricht-im-zweiten-quartal-ein-autobauer-senkt-prognose.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article6883172e10b8f718b6500d3f\/volkswagen-gewinn-von-vw-bricht-im-zweiten-quartal-ein-autobauer-senkt-prognose.html\">Der Gewinn<\/a> im zweiten Quartal 2025 ist um gut ein Drittel auf 2,29 Milliarden Euro eingebrochen. Hauptursache sind die Z\u00f6lle, die US-Pr\u00e4sident Donald Trump auf Autoimporte aus Europa verh\u00e4ngt hat. Sie allein kosteten den Konzern in nur drei Monaten 1,2 Milliarden Euro. Denn VW garantiert seinen Kunden in den USA bislang die Preise vor dem Zollzuschlag, um die K\u00e4ufer nicht abzuschrecken.<\/p>\n<p>Ihre gesenkte Prognose f\u00fcr das Gesamtjahr machen die Wolfsburger nun komplett abh\u00e4ngig von den USA. Die operative Umsatzrendite werde zwischen vier und f\u00fcnf Prozent liegen statt zwischen 5,5 und 6,5 Prozent, teilten sie mit \u2013 je nachdem, ob der Zollsatz bis zum Jahresende bei 27,5 Prozent bleibt oder dank eines m\u00f6glichen Abkommens zwischen den USA und der EU auf zehn Prozent abgesenkt wird. <\/p>\n<p>Das belastet vor allem die bislang gewinntr\u00e4chtigen teuren Modelle. Die Marken Audi und <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/porsche\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/porsche\/\">Porsche<\/a> produzieren schlie\u00dflich nicht im Konzernwerk in den USA. Die US-Z\u00f6lle treffen sie also mit voller Wucht. W\u00e4hrend die Massenmarken im Konzern ein stabiles Ergebnis ausweisen, bricht der Gewinn bei den Premiumautos ein. Daher k\u00f6nnte es sogar dazu kommen, dass der Konzern einige Modelle vom US-Markt nehmen muss. Denn der Zollzuschlag macht sie entweder zum Verlustgesch\u00e4ft oder so teuer, dass sie unverk\u00e4uflich werden.<\/p>\n<p>Doch der <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/zoll\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/zoll\/\">Zoll<\/a> ist nicht der einzige Grund f\u00fcr die VW-Misere. Die Umstellung auf E-Mobilit\u00e4t, mit dem Verbrenner-Aus f\u00fcr Neuwagen ab 2035 in der EU festgeschrieben, belastet den Konzern zus\u00e4tzlich. Denn der Konzern verdient an jedem E-Auto deutlich weniger als an jedem Verbrenner \u2013 wenn \u00fcberhaupt. Das liegt auch an den hohen Anfangsinvestitionen: Mit dem noch jungen Batteriegesch\u00e4ft macht VW ebenso wie mit der Software-Sparte Cariad hohe Verluste. Zugleich kaufen die Europ\u00e4er weniger <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/elektroautos\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/elektroautos\/\">E-Autos<\/a> als erwartet. Das liegt nicht nur an Skepsis gegen\u00fcber den Modellen, sondern auch am unzureichenden Ladenetz etwa in S\u00fcd- und Osteuropa.<\/p>\n<p>Die politisch induzierten Verwerfungen kommen zu hausgemachten VW-Problemen \u2013 etwa Managementfehlern bei der Software. Der heftige Absatzr\u00fcckgang in China liegt \u2013 neben der von Peking politisch betriebenen F\u00f6rderung der eigenen Auto-Marken \u2013 auch an eigenen Vers\u00e4umnissen bei der Aktualisierung der Modellpalette und der Umstellung auf Stromer. Immerhin scheint der R\u00fcckgang vorerst auf niedrigem Niveau gestoppt.<\/p>\n<p>In der Summe haben die multiplen Krisen des Konzerns deutliche Auswirkungen auf die Arbeitspl\u00e4tze: Seit Dezember sind im Konzern weltweit 10.600 Jobs weggefallen \u2013 das betrifft immerhin zwei Prozent der Besch\u00e4ftigten. In Deutschland ging die Zahl sogar um vier Prozent oder 4300 Jobs zur\u00fcck. Das liegt im Rahmen des mit dem Betriebsrat vereinbarten Abbaus von 35.000 Stellen in Deutschland bis 2035 im Programm \u201eZukunft Volkswagen\u201c.<\/p>\n<p>Mit 28,4 Milliarden Euro hat der Konzern noch immer ein komfortables Liquidit\u00e4tspolster. Die Politik darf keine Ausrede f\u00fcr Fehler des Managements sein. Dennoch sind die Zahlen eine klare Warnung: Selbst ein Weltkonzern wie Volkswagen kann Belastungen aus der Politik nicht unendlich tragen. Wenn die US-Z\u00f6lle hoch bleiben und zugleich die Umstellung auf E-Mobilit\u00e4t in Europa so schlecht weiterl\u00e4uft wie zuletzt, k\u00f6nnte der Konzern zu noch st\u00e4rkerem Job-Abbau gezwungen sein. Bei schw\u00e4cheren europ\u00e4ischen Autobauern werden die Einschnitte noch gr\u00f6\u00dfer sein.<\/p>\n<p><p><b><em>Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. Er berichtet \u00fcber die Auto-Industrie.<\/em><\/b><\/p><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Der Volkswagen-Konzern ist schon immer ein politischer Betrieb \u2013 schon allein wegen der Rolle des Landes Niedersachsen als Gro\u00dfaktion\u00e4r. Doch aktuell erscheint der f\u00fchrende europ\u00e4ische Autobauer vollends als Spielball der Politik in Washington und Br\u00fcssel. Der Gewinn im zweiten Quartal 2025 ist um gut ein Drittel auf 2,29 Milliarden Euro eingebrochen. 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Hauptursache sind die Z\u00f6lle, die US-Pr\u00e4sident Donald Trump auf Autoimporte aus Europa verh\u00e4ngt hat. Sie allein kosteten den Konzern in nur drei Monaten 1,2 Milliarden Euro. Denn VW garantiert seinen Kunden in den USA bislang die Preise vor dem Zollzuschlag, um die K\u00e4ufer nicht abzuschrecken.Ihre gesenkte Prognose f\u00fcr das Gesamtjahr machen die Wolfsburger nun komplett abh\u00e4ngig von den USA. Die operative Umsatzrendite werde zwischen vier und f\u00fcnf Prozent liegen statt zwischen 5,5 und 6,5 Prozent, teilten sie mit \u2013 je nachdem, ob der Zollsatz bis zum Jahresende bei 27,5 Prozent bleibt oder dank eines m\u00f6glichen Abkommens zwischen den USA und der EU auf zehn Prozent abgesenkt wird. Das belastet vor allem die bislang gewinntr\u00e4chtigen teuren Modelle. Die Marken Audi und Porsche produzieren schlie\u00dflich nicht im Konzernwerk in den USA. Die US-Z\u00f6lle treffen sie also mit voller Wucht. W\u00e4hrend die Massenmarken im Konzern ein stabiles Ergebnis ausweisen, bricht der Gewinn bei den Premiumautos ein. Daher k\u00f6nnte es sogar dazu kommen, dass der Konzern einige Modelle vom US-Markt nehmen muss. Denn der Zollzuschlag macht sie entweder zum Verlustgesch\u00e4ft oder so teuer, dass sie unverk\u00e4uflich werden.Doch der Zoll ist nicht der einzige Grund f\u00fcr die VW-Misere. Die Umstellung auf E-Mobilit\u00e4t, mit dem Verbrenner-Aus f\u00fcr Neuwagen ab 2035 in der EU festgeschrieben, belastet den Konzern zus\u00e4tzlich. Denn der Konzern verdient an jedem E-Auto deutlich weniger als an jedem Verbrenner \u2013 wenn \u00fcberhaupt. Das liegt auch an den hohen Anfangsinvestitionen: Mit dem noch jungen Batteriegesch\u00e4ft macht VW ebenso wie mit der Software-Sparte Cariad hohe Verluste. Zugleich kaufen die Europ\u00e4er weniger E-Autos als erwartet. Das liegt nicht nur an Skepsis gegen\u00fcber den Modellen, sondern auch am unzureichenden Ladenetz etwa in S\u00fcd- und Osteuropa.Die politisch induzierten Verwerfungen kommen zu hausgemachten VW-Problemen \u2013 etwa Managementfehlern bei der Software. Der heftige Absatzr\u00fcckgang in China liegt \u2013 neben der von Peking politisch betriebenen F\u00f6rderung der eigenen Auto-Marken \u2013 auch an eigenen Vers\u00e4umnissen bei der Aktualisierung der Modellpalette und der Umstellung auf Stromer. Immerhin scheint der R\u00fcckgang vorerst auf niedrigem Niveau gestoppt.In der Summe haben die multiplen Krisen des Konzerns deutliche Auswirkungen auf die Arbeitspl\u00e4tze: Seit Dezember sind im Konzern weltweit 10.600 Jobs weggefallen \u2013 das betrifft immerhin zwei Prozent der Besch\u00e4ftigten. In Deutschland ging die Zahl sogar um vier Prozent oder 4300 Jobs zur\u00fcck. 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Doch aktuell erscheint der f\u00fchrende europ\u00e4ische Autobauer vollends als Spielball der Politik in Washington und Br\u00fcssel. Der Gewinn im zweiten Quartal 2025 ist um gut ein Drittel auf 2,29 Milliarden Euro eingebrochen. Hauptursache sind die Z\u00f6lle, die US-Pr\u00e4sident Donald Trump auf Autoimporte aus Europa verh\u00e4ngt hat. Sie allein kosteten den Konzern in nur drei Monaten 1,2 Milliarden Euro. Denn VW garantiert seinen Kunden in den USA bislang die Preise vor dem Zollzuschlag, um die K\u00e4ufer nicht abzuschrecken.Ihre gesenkte Prognose f\u00fcr das Gesamtjahr machen die Wolfsburger nun komplett abh\u00e4ngig von den USA. Die operative Umsatzrendite werde zwischen vier und f\u00fcnf Prozent liegen statt zwischen 5,5 und 6,5 Prozent, teilten sie mit \u2013 je nachdem, ob der Zollsatz bis zum Jahresende bei 27,5 Prozent bleibt oder dank eines m\u00f6glichen Abkommens zwischen den USA und der EU auf zehn Prozent abgesenkt wird. Das belastet vor allem die bislang gewinntr\u00e4chtigen teuren Modelle. Die Marken Audi und Porsche produzieren schlie\u00dflich nicht im Konzernwerk in den USA. Die US-Z\u00f6lle treffen sie also mit voller Wucht. W\u00e4hrend die Massenmarken im Konzern ein stabiles Ergebnis ausweisen, bricht der Gewinn bei den Premiumautos ein. Daher k\u00f6nnte es sogar dazu kommen, dass der Konzern einige Modelle vom US-Markt nehmen muss. Denn der Zollzuschlag macht sie entweder zum Verlustgesch\u00e4ft oder so teuer, dass sie unverk\u00e4uflich werden.Doch der Zoll ist nicht der einzige Grund f\u00fcr die VW-Misere. Die Umstellung auf E-Mobilit\u00e4t, mit dem Verbrenner-Aus f\u00fcr Neuwagen ab 2035 in der EU festgeschrieben, belastet den Konzern zus\u00e4tzlich. Denn der Konzern verdient an jedem E-Auto deutlich weniger als an jedem Verbrenner \u2013 wenn \u00fcberhaupt. Das liegt auch an den hohen Anfangsinvestitionen: Mit dem noch jungen Batteriegesch\u00e4ft macht VW ebenso wie mit der Software-Sparte Cariad hohe Verluste. Zugleich kaufen die Europ\u00e4er weniger E-Autos als erwartet. Das liegt nicht nur an Skepsis gegen\u00fcber den Modellen, sondern auch am unzureichenden Ladenetz etwa in S\u00fcd- und Osteuropa.Die politisch induzierten Verwerfungen kommen zu hausgemachten VW-Problemen \u2013 etwa Managementfehlern bei der Software. Der heftige Absatzr\u00fcckgang in China liegt \u2013 neben der von Peking politisch betriebenen F\u00f6rderung der eigenen Auto-Marken \u2013 auch an eigenen Vers\u00e4umnissen bei der Aktualisierung der Modellpalette und der Umstellung auf Stromer. Immerhin scheint der R\u00fcckgang vorerst auf niedrigem Niveau gestoppt.In der Summe haben die multiplen Krisen des Konzerns deutliche Auswirkungen auf die Arbeitspl\u00e4tze: Seit Dezember sind im Konzern weltweit 10.600 Jobs weggefallen \u2013 das betrifft immerhin zwei Prozent der Besch\u00e4ftigten. In Deutschland ging die Zahl sogar um vier Prozent oder 4300 Jobs zur\u00fcck. Das liegt im Rahmen des mit dem Betriebsrat vereinbarten Abbaus von 35.000 Stellen in Deutschland bis 2035 im Programm \u201eZukunft Volkswagen\u201c.Mit 28,4 Milliarden Euro hat der Konzern noch immer ein komfortables Liquidit\u00e4tspolster. Die Politik darf keine Ausrede f\u00fcr Fehler des Managements sein. Dennoch sind die Zahlen eine klare Warnung: Selbst ein Weltkonzern wie Volkswagen kann Belastungen aus der Politik nicht unendlich tragen. Wenn die US-Z\u00f6lle hoch bleiben und zugleich die Umstellung auf E-Mobilit\u00e4t in Europa so schlecht weiterl\u00e4uft wie zuletzt, k\u00f6nnte der Konzern zu noch st\u00e4rkerem Job-Abbau gezwungen sein. Bei schw\u00e4cheren europ\u00e4ischen Autobauern werden die Einschnitte noch gr\u00f6\u00dfer sein.Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. Er berichtet \u00fcber die Auto-Industrie.","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"VW ist der neue Spielball von Washington und Br\u00fcssel - vof-news.eu","og_description":"Der Volkswagen-Konzern ist schon immer ein politischer Betrieb \u2013 schon allein wegen der Rolle des Landes Niedersachsen als Gro\u00dfaktion\u00e4r. 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Das belastet vor allem die bislang gewinntr\u00e4chtigen teuren Modelle. Die Marken Audi und Porsche produzieren schlie\u00dflich nicht im Konzernwerk in den USA. Die US-Z\u00f6lle treffen sie also mit voller Wucht. W\u00e4hrend die Massenmarken im Konzern ein stabiles Ergebnis ausweisen, bricht der Gewinn bei den Premiumautos ein. Daher k\u00f6nnte es sogar dazu kommen, dass der Konzern einige Modelle vom US-Markt nehmen muss. Denn der Zollzuschlag macht sie entweder zum Verlustgesch\u00e4ft oder so teuer, dass sie unverk\u00e4uflich werden.Doch der Zoll ist nicht der einzige Grund f\u00fcr die VW-Misere. Die Umstellung auf E-Mobilit\u00e4t, mit dem Verbrenner-Aus f\u00fcr Neuwagen ab 2035 in der EU festgeschrieben, belastet den Konzern zus\u00e4tzlich. Denn der Konzern verdient an jedem E-Auto deutlich weniger als an jedem Verbrenner \u2013 wenn \u00fcberhaupt. Das liegt auch an den hohen Anfangsinvestitionen: Mit dem noch jungen Batteriegesch\u00e4ft macht VW ebenso wie mit der Software-Sparte Cariad hohe Verluste. Zugleich kaufen die Europ\u00e4er weniger E-Autos als erwartet. Das liegt nicht nur an Skepsis gegen\u00fcber den Modellen, sondern auch am unzureichenden Ladenetz etwa in S\u00fcd- und Osteuropa.Die politisch induzierten Verwerfungen kommen zu hausgemachten VW-Problemen \u2013 etwa Managementfehlern bei der Software. Der heftige Absatzr\u00fcckgang in China liegt \u2013 neben der von Peking politisch betriebenen F\u00f6rderung der eigenen Auto-Marken \u2013 auch an eigenen Vers\u00e4umnissen bei der Aktualisierung der Modellpalette und der Umstellung auf Stromer. Immerhin scheint der R\u00fcckgang vorerst auf niedrigem Niveau gestoppt.In der Summe haben die multiplen Krisen des Konzerns deutliche Auswirkungen auf die Arbeitspl\u00e4tze: Seit Dezember sind im Konzern weltweit 10.600 Jobs weggefallen \u2013 das betrifft immerhin zwei Prozent der Besch\u00e4ftigten. In Deutschland ging die Zahl sogar um vier Prozent oder 4300 Jobs zur\u00fcck. Das liegt im Rahmen des mit dem Betriebsrat vereinbarten Abbaus von 35.000 Stellen in Deutschland bis 2035 im Programm \u201eZukunft Volkswagen\u201c.Mit 28,4 Milliarden Euro hat der Konzern noch immer ein komfortables Liquidit\u00e4tspolster. Die Politik darf keine Ausrede f\u00fcr Fehler des Managements sein. Dennoch sind die Zahlen eine klare Warnung: Selbst ein Weltkonzern wie Volkswagen kann Belastungen aus der Politik nicht unendlich tragen. Wenn die US-Z\u00f6lle hoch bleiben und zugleich die Umstellung auf E-Mobilit\u00e4t in Europa so schlecht weiterl\u00e4uft wie zuletzt, k\u00f6nnte der Konzern zu noch st\u00e4rkerem Job-Abbau gezwungen sein. Bei schw\u00e4cheren europ\u00e4ischen Autobauern werden die Einschnitte noch gr\u00f6\u00dfer sein.Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. 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Das belastet vor allem die bislang gewinntr\u00e4chtigen teuren Modelle. Die Marken Audi und Porsche produzieren schlie\u00dflich nicht im Konzernwerk in den USA. Die US-Z\u00f6lle treffen sie also mit voller Wucht. W\u00e4hrend die Massenmarken im Konzern ein stabiles Ergebnis ausweisen, bricht der Gewinn bei den Premiumautos ein. Daher k\u00f6nnte es sogar dazu kommen, dass der Konzern einige Modelle vom US-Markt nehmen muss. Denn der Zollzuschlag macht sie entweder zum Verlustgesch\u00e4ft oder so teuer, dass sie unverk\u00e4uflich werden.Doch der Zoll ist nicht der einzige Grund f\u00fcr die VW-Misere. Die Umstellung auf E-Mobilit\u00e4t, mit dem Verbrenner-Aus f\u00fcr Neuwagen ab 2035 in der EU festgeschrieben, belastet den Konzern zus\u00e4tzlich. Denn der Konzern verdient an jedem E-Auto deutlich weniger als an jedem Verbrenner \u2013 wenn \u00fcberhaupt. Das liegt auch an den hohen Anfangsinvestitionen: Mit dem noch jungen Batteriegesch\u00e4ft macht VW ebenso wie mit der Software-Sparte Cariad hohe Verluste. Zugleich kaufen die Europ\u00e4er weniger E-Autos als erwartet. Das liegt nicht nur an Skepsis gegen\u00fcber den Modellen, sondern auch am unzureichenden Ladenetz etwa in S\u00fcd- und Osteuropa.Die politisch induzierten Verwerfungen kommen zu hausgemachten VW-Problemen \u2013 etwa Managementfehlern bei der Software. Der heftige Absatzr\u00fcckgang in China liegt \u2013 neben der von Peking politisch betriebenen F\u00f6rderung der eigenen Auto-Marken \u2013 auch an eigenen Vers\u00e4umnissen bei der Aktualisierung der Modellpalette und der Umstellung auf Stromer. Immerhin scheint der R\u00fcckgang vorerst auf niedrigem Niveau gestoppt.In der Summe haben die multiplen Krisen des Konzerns deutliche Auswirkungen auf die Arbeitspl\u00e4tze: Seit Dezember sind im Konzern weltweit 10.600 Jobs weggefallen \u2013 das betrifft immerhin zwei Prozent der Besch\u00e4ftigten. In Deutschland ging die Zahl sogar um vier Prozent oder 4300 Jobs zur\u00fcck. Das liegt im Rahmen des mit dem Betriebsrat vereinbarten Abbaus von 35.000 Stellen in Deutschland bis 2035 im Programm \u201eZukunft Volkswagen\u201c.Mit 28,4 Milliarden Euro hat der Konzern noch immer ein komfortables Liquidit\u00e4tspolster. Die Politik darf keine Ausrede f\u00fcr Fehler des Managements sein. Dennoch sind die Zahlen eine klare Warnung: Selbst ein Weltkonzern wie Volkswagen kann Belastungen aus der Politik nicht unendlich tragen. Wenn die US-Z\u00f6lle hoch bleiben und zugleich die Umstellung auf E-Mobilit\u00e4t in Europa so schlecht weiterl\u00e4uft wie zuletzt, k\u00f6nnte der Konzern zu noch st\u00e4rkerem Job-Abbau gezwungen sein. Bei schw\u00e4cheren europ\u00e4ischen Autobauern werden die Einschnitte noch gr\u00f6\u00dfer sein.Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. 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