{"id":256964,"date":"2025-07-21T09:26:15","date_gmt":"2025-07-21T06:26:15","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/millionenfaches-lohnproblem-40-prozent-der-deutschen-verdienen-weniger-als-3500-euro-brutto\/"},"modified":"2025-07-21T09:26:42","modified_gmt":"2025-07-21T06:26:42","slug":"millionenfaches-lohnproblem-40-prozent-der-deutschen-verdienen-weniger-als-3500-euro-brutto","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/millionenfaches-lohnproblem-40-prozent-der-deutschen-verdienen-weniger-als-3500-euro-brutto\/","title":{"rendered":"\u201eMillionenfaches Lohnproblem\u201c \u2013 40 Prozent der Deutschen verdienen weniger als 3500 Euro brutto"},"content":{"rendered":"<p>Jeder f\u00fcnfte Vollzeitbesch\u00e4ftigte verdient in Deutschland weniger als 2750 Euro brutto im Monat. Das waren zuletzt rund 4,6 Millionen Menschen, wie eine Antwort der Bundesregierung an den Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch zeigt. 40 Prozent oder 9,2 Millionen liegen unter 3500 Euro.<\/p>\n<p>Das macht aus Bartschs Sicht klar: \u201eDeutschland ist kein Hochlohnland, sondern hat ein millionenfaches Lohnproblem.\u201c Bei teils <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256306738\/Nebenkosten-Wie-die-horrenden-Mieten-wirklich-entstehen.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256306738\/Nebenkosten-Wie-die-horrenden-Mieten-wirklich-entstehen.html\">horrenden Mietkosten <\/a>und gestiegenen Preisen f\u00fcr Lebensmittel und Energie sei es f\u00fcr Millionen Menschen eine Herausforderung, die zwingenden Kosten des Alltags zu stemmen.<\/p>\n<p>Aus Sicht der Industrie wird Deutschland manchmal als \u201eHochlohnland\u201c bezeichnet. F\u00fcr eine geleistete Arbeitsstunde haben Unternehmen vergangenes Jahr im Schnitt 43,40 Euro an Bruttoverdiensten und Lohnnebenkosten gezahlt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Betroffenen haben die L\u00f6hne im unteren Segment nach Einsch\u00e4tzung von Bartsch harte Folgen. \u201eEine politische und soziale Unversch\u00e4mtheit ist es, dass genau diejenigen die Armutsrentner von morgen sein werden\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Hintergrund ist laut der Linken, dass ein Monatsbruttolohn von mehr als rund 3.300 Euro \u2013 rund 20 Euro pro Stunde \u2013 n\u00f6tig ist, um eine <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/rente\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/rente\/\">gesetzliche Rente <\/a>auf dem Niveau der Armutsrisiko-Schwelle zu erhalten. Andere Formen der Altersvorsorge sind hier nicht ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>In Deutschland galt eine Person laut Statistischem Bundesamt zuletzt als armutsgef\u00e4hrdet, wenn sie mit ihrem Nettoeinkommen unter 1.378 Euro im Monat liegt. 15,5 Prozent \u2013 rund 13,1 Millionen Menschen \u2013 sind in Deutschland armutsgef\u00e4hrdet. Laut Armutsbericht des Parit\u00e4tischen Gesamtverbands sind Menschen im Ruhestand mit 19 Prozent \u00fcberproportional betroffen.<\/p>\n<p>\u201eL\u00f6hne unter 3500 Euro sind faktisch eine Garantie f\u00fcr Renten auf Armutsniveau\u201c, sagte Bartsch. Wie viele Menschen aktuell weniger aus der gesetzlichen Rentenkasse bekommen als f\u00fcr eine Rente oberhalb der Armutsgef\u00e4hrdungsschwelle n\u00f6tig, hatte Bartsch im Juli bereits abgefragt. Unter 1.300 Euro Rente erhalten demnach \u2013 Stand 31. Dezember 2024 \u2013 mehr als jede und jeder Vierte mit mindestens 45 Jahren in der Rentenversicherung.<\/p>\n<p>Allerdings macht die gesetzliche Rente laut dem j\u00fcngsten Alterssicherungsbericht nur 53 Prozent der Bruttoeinkommen der Ab-65-J\u00e4hrigen aus (2023). Hinzu kommen etwa Betriebsrenten (7 Prozent), weiteres Erwerbseinkommen (13 Prozent), private Vorsorge (6 Prozent) sowie Transferleistungen und anderes (21 Prozent).<\/p>\n<p>Regional sind die Einkommen in Deutschland ziemlich unterschiedlich verteilt. In den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256412834\/Rente-Frauenrenten-im-Osten-357-Euro-hoeher-als-im-Westen.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256412834\/Rente-Frauenrenten-im-Osten-357-Euro-hoeher-als-im-Westen.html\">ostdeutschen Fl\u00e4chenl\u00e4ndern<\/a> verdienen rund 60 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten weniger als 3.500 Euro im Monat. Unter den Fl\u00e4chenl\u00e4ndern hat Baden-W\u00fcrttemberg im Verh\u00e4ltnis am wenigsten Menschen in dieser unteren Lohngruppe (33,6 Prozent). Im Osten sind es bei fast jeder und jedem Dritten sogar unter 2.750 Euro.<\/p>\n<p>Am wenigsten Besch\u00e4ftigte mit einem <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/gehalt\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/gehalt\/\">Lohn<\/a> unter 2.750 Euro sind es in Hamburg (rund 15 Prozent) \u2013 am meisten in Mecklenburg-Vorpommern (36 Prozent). Mehr als jede und jeder F\u00fcnfte sind es in allen Ostl\u00e4ndern sowie in Schleswig-Holstein (24 Prozent), Niedersachsen (23 Prozent), in Rheinland-Pfalz und dem Saarland (jeweils 21 Prozent). Bundesweit verdienen 20,9 Prozent weniger als 2.750 und 41,6 Prozent weniger als 3.500 Euro.<\/p>\n<h3>Ein Prozent verdient mehr als 213.286 Euro<\/h3>\n<p>Aktuell reicht die Lohnspreizung in Deutschland von 20 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten, die im Jahr auf 77.000 Euro oder mehr kommen, bis 10 Prozent mit 32.500 Euro oder weniger. Mit Hilfe des Statistischen Bundesamts kann man sich selbst darin einordnen.<\/p>\n<p>Liegt der eigene Verdienst beispielsweise bei 42.000 Euro, verdienen rund 30 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten gleich viel oder weniger. Mit einem Verdienst von 66.000 Euro geh\u00f6rt man zu den 30 Prozent mit den h\u00f6chsten Verdiensten.<\/p>\n<p>1 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten verdiente nach diesen j\u00fcngsten Zahlen im Jahr 2024 mehr als 213.286 Euro brutto. Bartsch folgert aus dem Lohngef\u00fcge: \u201eDeutschlands Besch\u00e4ftigte brauchen eine ernsthafte Lohnoffensive.\u201c<\/p>\n<h3>Bartsch spricht von \u201eVersagen der sozialen Marktwirtschaft\u201c<\/h3>\n<p>Bartsch sprach von einem \u201eVersagen der sozialen Marktwirtschaft\u201c. Der schwarz-roten Regierung warf der Linken-Politiker vor, keinen Mindestlohn von 15 Euro als unterste Lohngrenze festgeschrieben zu haben. Dies schade dem Lohnniveau insgesamt.<\/p>\n<p>Damit spielt Bartsch darauf an, dass die Bundesregierung die anstehende Mindestlohnerh\u00f6hung nicht per Gesetz bestimmen will. Die daf\u00fcr zust\u00e4ndige Mindestlohnkommission mit Spitzenvertretern der Gewerkschaften und der Arbeitgeber hatte beschlossen, dass der Mindestlohn in Deutschland zum 1. Januar 2027 in zwei Stufen auf 14,60 Euro pro Stunde steigt, Anfang kommenden Jahres von heute 12,82 auf 13,90 Euro. Die Regierung will die Empfehlung umsetzen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Jeder f\u00fcnfte Vollzeitbesch\u00e4ftigte verdient in Deutschland weniger als 2750 Euro brutto im Monat. Das waren zuletzt rund 4,6 Millionen Menschen, wie eine Antwort der Bundesregierung an den Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch zeigt. 40 Prozent oder 9,2 Millionen liegen unter 3500 Euro. 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Hinzu kommen etwa Betriebsrenten (7 Prozent), weiteres Erwerbseinkommen (13 Prozent), private Vorsorge (6 Prozent) sowie Transferleistungen und anderes (21 Prozent).Regional sind die Einkommen in Deutschland ziemlich unterschiedlich verteilt. In den ostdeutschen Fl\u00e4chenl\u00e4ndern verdienen rund 60 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten weniger als 3.500 Euro im Monat. Unter den Fl\u00e4chenl\u00e4ndern hat Baden-W\u00fcrttemberg im Verh\u00e4ltnis am wenigsten Menschen in dieser unteren Lohngruppe (33,6 Prozent). Im Osten sind es bei fast jeder und jedem Dritten sogar unter 2.750 Euro.Am wenigsten Besch\u00e4ftigte mit einem Lohn unter 2.750 Euro sind es in Hamburg (rund 15 Prozent) \u2013 am meisten in Mecklenburg-Vorpommern (36 Prozent). Mehr als jede und jeder F\u00fcnfte sind es in allen Ostl\u00e4ndern sowie in Schleswig-Holstein (24 Prozent), Niedersachsen (23 Prozent), in Rheinland-Pfalz und dem Saarland (jeweils 21 Prozent). Bundesweit verdienen 20,9 Prozent weniger als 2.750 und 41,6 Prozent weniger als 3.500 Euro.Ein Prozent verdient mehr als 213.286 EuroAktuell reicht die Lohnspreizung in Deutschland von 20 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten, die im Jahr auf 77.000 Euro oder mehr kommen, bis 10 Prozent mit 32.500 Euro oder weniger. Mit Hilfe des Statistischen Bundesamts kann man sich selbst darin einordnen.Liegt der eigene Verdienst beispielsweise bei 42.000 Euro, verdienen rund 30 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten gleich viel oder weniger. Mit einem Verdienst von 66.000 Euro geh\u00f6rt man zu den 30 Prozent mit den h\u00f6chsten Verdiensten.1 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten verdiente nach diesen j\u00fcngsten Zahlen im Jahr 2024 mehr als 213.286 Euro brutto. 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Hinzu kommen etwa Betriebsrenten (7 Prozent), weiteres Erwerbseinkommen (13 Prozent), private Vorsorge (6 Prozent) sowie Transferleistungen und anderes (21 Prozent).Regional sind die Einkommen in Deutschland ziemlich unterschiedlich verteilt. In den ostdeutschen Fl\u00e4chenl\u00e4ndern verdienen rund 60 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten weniger als 3.500 Euro im Monat. Unter den Fl\u00e4chenl\u00e4ndern hat Baden-W\u00fcrttemberg im Verh\u00e4ltnis am wenigsten Menschen in dieser unteren Lohngruppe (33,6 Prozent). Im Osten sind es bei fast jeder und jedem Dritten sogar unter 2.750 Euro.Am wenigsten Besch\u00e4ftigte mit einem Lohn unter 2.750 Euro sind es in Hamburg (rund 15 Prozent) \u2013 am meisten in Mecklenburg-Vorpommern (36 Prozent). Mehr als jede und jeder F\u00fcnfte sind es in allen Ostl\u00e4ndern sowie in Schleswig-Holstein (24 Prozent), Niedersachsen (23 Prozent), in Rheinland-Pfalz und dem Saarland (jeweils 21 Prozent). Bundesweit verdienen 20,9 Prozent weniger als 2.750 und 41,6 Prozent weniger als 3.500 Euro.Ein Prozent verdient mehr als 213.286 EuroAktuell reicht die Lohnspreizung in Deutschland von 20 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten, die im Jahr auf 77.000 Euro oder mehr kommen, bis 10 Prozent mit 32.500 Euro oder weniger. Mit Hilfe des Statistischen Bundesamts kann man sich selbst darin einordnen.Liegt der eigene Verdienst beispielsweise bei 42.000 Euro, verdienen rund 30 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten gleich viel oder weniger. Mit einem Verdienst von 66.000 Euro geh\u00f6rt man zu den 30 Prozent mit den h\u00f6chsten Verdiensten.1 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten verdiente nach diesen j\u00fcngsten Zahlen im Jahr 2024 mehr als 213.286 Euro brutto. 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Das waren zuletzt rund 4,6 Millionen Menschen, wie eine Antwort der Bundesregierung an den Linken-Abgeordneten Dietmar Bartsch zeigt. 40 Prozent oder 9,2 Millionen liegen unter 3500 Euro.Das macht aus Bartschs Sicht klar: \u201eDeutschland ist kein Hochlohnland, sondern hat ein millionenfaches Lohnproblem.\u201c Bei teils horrenden Mietkosten und gestiegenen Preisen f\u00fcr Lebensmittel und Energie sei es f\u00fcr Millionen Menschen eine Herausforderung, die zwingenden Kosten des Alltags zu stemmen.Aus Sicht der Industrie wird Deutschland manchmal als \u201eHochlohnland\u201c bezeichnet. 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Laut Armutsbericht des Parit\u00e4tischen Gesamtverbands sind Menschen im Ruhestand mit 19 Prozent \u00fcberproportional betroffen.\u201eL\u00f6hne unter 3500 Euro sind faktisch eine Garantie f\u00fcr Renten auf Armutsniveau\u201c, sagte Bartsch. Wie viele Menschen aktuell weniger aus der gesetzlichen Rentenkasse bekommen als f\u00fcr eine Rente oberhalb der Armutsgef\u00e4hrdungsschwelle n\u00f6tig, hatte Bartsch im Juli bereits abgefragt. Unter 1.300 Euro Rente erhalten demnach \u2013 Stand 31. Dezember 2024 \u2013 mehr als jede und jeder Vierte mit mindestens 45 Jahren in der Rentenversicherung.Allerdings macht die gesetzliche Rente laut dem j\u00fcngsten Alterssicherungsbericht nur 53 Prozent der Bruttoeinkommen der Ab-65-J\u00e4hrigen aus (2023). Hinzu kommen etwa Betriebsrenten (7 Prozent), weiteres Erwerbseinkommen (13 Prozent), private Vorsorge (6 Prozent) sowie Transferleistungen und anderes (21 Prozent).Regional sind die Einkommen in Deutschland ziemlich unterschiedlich verteilt. In den ostdeutschen Fl\u00e4chenl\u00e4ndern verdienen rund 60 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten weniger als 3.500 Euro im Monat. Unter den Fl\u00e4chenl\u00e4ndern hat Baden-W\u00fcrttemberg im Verh\u00e4ltnis am wenigsten Menschen in dieser unteren Lohngruppe (33,6 Prozent). Im Osten sind es bei fast jeder und jedem Dritten sogar unter 2.750 Euro.Am wenigsten Besch\u00e4ftigte mit einem Lohn unter 2.750 Euro sind es in Hamburg (rund 15 Prozent) \u2013 am meisten in Mecklenburg-Vorpommern (36 Prozent). Mehr als jede und jeder F\u00fcnfte sind es in allen Ostl\u00e4ndern sowie in Schleswig-Holstein (24 Prozent), Niedersachsen (23 Prozent), in Rheinland-Pfalz und dem Saarland (jeweils 21 Prozent). Bundesweit verdienen 20,9 Prozent weniger als 2.750 und 41,6 Prozent weniger als 3.500 Euro.Ein Prozent verdient mehr als 213.286 EuroAktuell reicht die Lohnspreizung in Deutschland von 20 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten, die im Jahr auf 77.000 Euro oder mehr kommen, bis 10 Prozent mit 32.500 Euro oder weniger. Mit Hilfe des Statistischen Bundesamts kann man sich selbst darin einordnen.Liegt der eigene Verdienst beispielsweise bei 42.000 Euro, verdienen rund 30 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten gleich viel oder weniger. Mit einem Verdienst von 66.000 Euro geh\u00f6rt man zu den 30 Prozent mit den h\u00f6chsten Verdiensten.1 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten verdiente nach diesen j\u00fcngsten Zahlen im Jahr 2024 mehr als 213.286 Euro brutto. 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Hinzu kommen etwa Betriebsrenten (7 Prozent), weiteres Erwerbseinkommen (13 Prozent), private Vorsorge (6 Prozent) sowie Transferleistungen und anderes (21 Prozent).Regional sind die Einkommen in Deutschland ziemlich unterschiedlich verteilt. In den ostdeutschen Fl\u00e4chenl\u00e4ndern verdienen rund 60 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten weniger als 3.500 Euro im Monat. Unter den Fl\u00e4chenl\u00e4ndern hat Baden-W\u00fcrttemberg im Verh\u00e4ltnis am wenigsten Menschen in dieser unteren Lohngruppe (33,6 Prozent). Im Osten sind es bei fast jeder und jedem Dritten sogar unter 2.750 Euro.Am wenigsten Besch\u00e4ftigte mit einem Lohn unter 2.750 Euro sind es in Hamburg (rund 15 Prozent) \u2013 am meisten in Mecklenburg-Vorpommern (36 Prozent). Mehr als jede und jeder F\u00fcnfte sind es in allen Ostl\u00e4ndern sowie in Schleswig-Holstein (24 Prozent), Niedersachsen (23 Prozent), in Rheinland-Pfalz und dem Saarland (jeweils 21 Prozent). 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F\u00fcr eine geleistete Arbeitsstunde haben Unternehmen vergangenes Jahr im Schnitt 43,40 Euro an Bruttoverdiensten und Lohnnebenkosten gezahlt.F\u00fcr die Betroffenen haben die L\u00f6hne im unteren Segment nach Einsch\u00e4tzung von Bartsch harte Folgen. \u201eEine politische und soziale Unversch\u00e4mtheit ist es, dass genau diejenigen die Armutsrentner von morgen sein werden\u201c, sagte er.Hintergrund ist laut der Linken, dass ein Monatsbruttolohn von mehr als rund 3.300 Euro \u2013 rund 20 Euro pro Stunde \u2013 n\u00f6tig ist, um eine gesetzliche Rente auf dem Niveau der Armutsrisiko-Schwelle zu erhalten. Andere Formen der Altersvorsorge sind hier nicht ber\u00fccksichtigt.In Deutschland galt eine Person laut Statistischem Bundesamt zuletzt als armutsgef\u00e4hrdet, wenn sie mit ihrem Nettoeinkommen unter 1.378 Euro im Monat liegt. 15,5 Prozent \u2013 rund 13,1 Millionen Menschen \u2013 sind in Deutschland armutsgef\u00e4hrdet. Laut Armutsbericht des Parit\u00e4tischen Gesamtverbands sind Menschen im Ruhestand mit 19 Prozent \u00fcberproportional betroffen.\u201eL\u00f6hne unter 3500 Euro sind faktisch eine Garantie f\u00fcr Renten auf Armutsniveau\u201c, sagte Bartsch. Wie viele Menschen aktuell weniger aus der gesetzlichen Rentenkasse bekommen als f\u00fcr eine Rente oberhalb der Armutsgef\u00e4hrdungsschwelle n\u00f6tig, hatte Bartsch im Juli bereits abgefragt. Unter 1.300 Euro Rente erhalten demnach \u2013 Stand 31. Dezember 2024 \u2013 mehr als jede und jeder Vierte mit mindestens 45 Jahren in der Rentenversicherung.Allerdings macht die gesetzliche Rente laut dem j\u00fcngsten Alterssicherungsbericht nur 53 Prozent der Bruttoeinkommen der Ab-65-J\u00e4hrigen aus (2023). Hinzu kommen etwa Betriebsrenten (7 Prozent), weiteres Erwerbseinkommen (13 Prozent), private Vorsorge (6 Prozent) sowie Transferleistungen und anderes (21 Prozent).Regional sind die Einkommen in Deutschland ziemlich unterschiedlich verteilt. In den ostdeutschen Fl\u00e4chenl\u00e4ndern verdienen rund 60 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten weniger als 3.500 Euro im Monat. Unter den Fl\u00e4chenl\u00e4ndern hat Baden-W\u00fcrttemberg im Verh\u00e4ltnis am wenigsten Menschen in dieser unteren Lohngruppe (33,6 Prozent). Im Osten sind es bei fast jeder und jedem Dritten sogar unter 2.750 Euro.Am wenigsten Besch\u00e4ftigte mit einem Lohn unter 2.750 Euro sind es in Hamburg (rund 15 Prozent) \u2013 am meisten in Mecklenburg-Vorpommern (36 Prozent). Mehr als jede und jeder F\u00fcnfte sind es in allen Ostl\u00e4ndern sowie in Schleswig-Holstein (24 Prozent), Niedersachsen (23 Prozent), in Rheinland-Pfalz und dem Saarland (jeweils 21 Prozent). Bundesweit verdienen 20,9 Prozent weniger als 2.750 und 41,6 Prozent weniger als 3.500 Euro.Ein Prozent verdient mehr als 213.286 EuroAktuell reicht die Lohnspreizung in Deutschland von 20 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten, die im Jahr auf 77.000 Euro oder mehr kommen, bis 10 Prozent mit 32.500 Euro oder weniger. Mit Hilfe des Statistischen Bundesamts kann man sich selbst darin einordnen.Liegt der eigene Verdienst beispielsweise bei 42.000 Euro, verdienen rund 30 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten gleich viel oder weniger. Mit einem Verdienst von 66.000 Euro geh\u00f6rt man zu den 30 Prozent mit den h\u00f6chsten Verdiensten.1 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten verdiente nach diesen j\u00fcngsten Zahlen im Jahr 2024 mehr als 213.286 Euro brutto. 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Bundesweit verdienen 20,9 Prozent weniger als 2.750 und 41,6 Prozent weniger als 3.500 Euro.Ein Prozent verdient mehr als 213.286 EuroAktuell reicht die Lohnspreizung in Deutschland von 20 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten, die im Jahr auf 77.000 Euro oder mehr kommen, bis 10 Prozent mit 32.500 Euro oder weniger. Mit Hilfe des Statistischen Bundesamts kann man sich selbst darin einordnen.Liegt der eigene Verdienst beispielsweise bei 42.000 Euro, verdienen rund 30 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten gleich viel oder weniger. Mit einem Verdienst von 66.000 Euro geh\u00f6rt man zu den 30 Prozent mit den h\u00f6chsten Verdiensten.1 Prozent der Vollzeitbesch\u00e4ftigten verdiente nach diesen j\u00fcngsten Zahlen im Jahr 2024 mehr als 213.286 Euro brutto. Bartsch folgert aus dem Lohngef\u00fcge: \u201eDeutschlands Besch\u00e4ftigte brauchen eine ernsthafte Lohnoffensive.\u201cBartsch spricht von \u201eVersagen der sozialen Marktwirtschaft\u201cBartsch sprach von einem \u201eVersagen der sozialen Marktwirtschaft\u201c. Der schwarz-roten Regierung warf der Linken-Politiker vor, keinen Mindestlohn von 15 Euro als unterste Lohngrenze festgeschrieben zu haben. Dies schade dem Lohnniveau insgesamt.Damit spielt Bartsch darauf an, dass die Bundesregierung die anstehende Mindestlohnerh\u00f6hung nicht per Gesetz bestimmen will. Die daf\u00fcr zust\u00e4ndige Mindestlohnkommission mit Spitzenvertretern der Gewerkschaften und der Arbeitgeber hatte beschlossen, dass der Mindestlohn in Deutschland zum 1. Januar 2027 in zwei Stufen auf 14,60 Euro pro Stunde steigt, Anfang kommenden Jahres von heute 12,82 auf 13,90 Euro. 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