{"id":256267,"date":"2025-07-18T19:26:11","date_gmt":"2025-07-18T16:26:11","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/aus-rucksicht-auf-fahrgaste-start-von-stuttgart-21-wird-teilweise-auf-2027-verschoben\/"},"modified":"2025-07-18T19:26:33","modified_gmt":"2025-07-18T16:26:33","slug":"aus-rucksicht-auf-fahrgaste-start-von-stuttgart-21-wird-teilweise-auf-2027-verschoben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/aus-rucksicht-auf-fahrgaste-start-von-stuttgart-21-wird-teilweise-auf-2027-verschoben\/","title":{"rendered":"Aus R\u00fccksicht auf Fahrg\u00e4ste \u2013 Start von Stuttgart 21 wird teilweise auf 2027 verschoben"},"content":{"rendered":"<p>Das Bahnprojekt Stuttgart 21 soll teilweise erst 2027 in Betrieb gehen \u2013 und damit noch sp\u00e4ter als geplant. Der Fernverkehr und ein Teil des Regionalverkehrs sollen, wie angek\u00fcndigt, ab Dezember 2026 in den neuen Tiefbahnhof fahren, ein Teil des Regionalverkehrs endet hingegen bis Juli 2027 weiter im alten oberirdischen Kopfbahnhof, wie die Deutsche Bahn (DB) in Stuttgart mitteilte.<\/p>\n<p>Als Grund f\u00fcr die schrittweise Inbetriebnahme nennt das Unternehmen die Entzerrung von Sperrungen, die wegen der Arbeiten f\u00fcr den Anschluss der neuen Infrastruktur an die bestehenden Strecken n\u00f6tig sind. Damit k\u00f6nne man die Beeintr\u00e4chtigungen f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste so gering wie m\u00f6glich halten, sagte DB-Infrastrukturvorstand Berthold Huber. Bislang war geplant worden, den Tiefbahnhof im Dezember 2026 vollst\u00e4ndig in Betrieb zu nehmen und den Betrieb im alten Kopfbahnhof einzustellen.<\/p>\n<p>Im Mai hatte die Bahn die Projektpartner von Stuttgart 21 dar\u00fcber informiert, dass im Zuge der Arbeiten f\u00fcr die Inbetriebnahme zahlreiche Sperrungen n\u00f6tig sind, die zu massiven Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste gef\u00fchrt h\u00e4tten. Daraufhin wurde eine Taskforce eingesetzt, die beraten sollte, wie der Start m\u00f6glichst fahrgastfreundlich gestaltet werden kann.<\/p>\n<p>\u00dcber die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe informierte die Bahn am Freitag ihre Projektpartner in einer Sitzung des Lenkungskreises. Neben der Bahn sind an dem Projekt das Land Baden-W\u00fcrttemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und der Flughafen Stuttgart beteiligt.<\/p>\n<p>Demnach sollen vor allem die Arbeiten im Bereich Stuttgart-Bad Cannstatt entzerrt werden. F\u00fcr das letzte Baujahr habe ein monatelanger Stillstand im Knoten Stuttgart gedroht, sagte Baden-W\u00fcrttembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Gr\u00fcne). Mit dem gestaffelten S21-Start k\u00f6nne man die Schwierigkeiten f\u00fcr den Bahnbetrieb in und um Stuttgart in planbare Einschr\u00e4nkungen \u00fcberf\u00fchren. \u201eDie Leidenszeit der Fahrg\u00e4ste dauert l\u00e4nger, aber sie wird ertr\u00e4glicher \u2013 und vor allem: planbarer\u201c, sagte Hermann.<\/p>\n<h3>Start schon mehrfach verschoben<\/h3>\n<p>Die Inbetriebnahme war bereits <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256379200\/deutsche-bahn-halbes-jahrzehnt-spaeter-als-geplant-strecken-generalsanierung-wird-erst-2036-fertig.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256379200\/deutsche-bahn-halbes-jahrzehnt-spaeter-als-geplant-strecken-generalsanierung-wird-erst-2036-fertig.html\">mehrfach verschoben worden<\/a>, zuletzt auf Dezember 2026. Bei Abschluss der Finanzierungsvereinbarung im Jahr 2009 war man von einer Er\u00f6ffnung 2019 ausgegangen. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die mehrmaligen Verschiebungen sind laut Bahn unterschiedlich: Klagen gegen das Projekt und ge\u00e4nderte Auflagen etwa beim Brandschutz. Weitere Faktoren f\u00fcr die Verz\u00f6gerungen seien der \u201egeologisch anspruchsvolle Untergrund im Stuttgarter Stadtgebiet\u201c oder aufwendige Genehmigungsverfahren durch ge\u00e4nderte Gesetze beim Artenschutz.<\/p>\n<p>Das Projekt Stuttgart 21 steht nicht nur f\u00fcr den Bau des neuen Hauptbahnhofs in der Landeshauptstadt, sondern f\u00fcr die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Gebaut werden neue Bahnh\u00f6fe \u2013 etwa ein neuer Fernbahnhof am Flughafen \u2013, Dutzende Kilometer Schienenwege und Tunnelr\u00f6hren, Durchl\u00e4sse sowie Br\u00fccken. Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm schlie\u00dft neben Stuttgart 21 auch den Neubau der bereits 2022 er\u00f6ffneten Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm ein. Herzst\u00fcck von Stuttgart 21 ist der neue unterirdische Hauptbahnhof, der im Gegensatz zum bisherigen Kopfbahnhof ein Durchgangsbahnhof sein wird.<\/p>\n<h3>Stuttgart 21 soll erster digitaler Bahnhof werden<\/h3>\n<p>Im Rahmen von Stuttgart 21 wird der Bahnknoten in Stuttgart zugleich als erster bundesweit <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article253490604\/Deutsche-Bahn-Stopp-der-Digitalisierung-Das-Gegenteil-ist-richtig.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article253490604\/Deutsche-Bahn-Stopp-der-Digitalisierung-Das-Gegenteil-ist-richtig.html\">komplett digitalisiert<\/a>. Z\u00fcge des Fern- und Regionalverkehrs sowie S-Bahnen sollen dann mit dem digitalen Zugsicherungssystem ETCS fahren \u2013 und zwar nur damit. Klassische Lichtsignale werden im Stuttgarter Bahnknoten nicht mehr verbaut. Die umfangreichen Arbeiten f\u00fcr die Digitalisierung f\u00fchrte die Bahn als Grund f\u00fcr die letzte Verschiebung der Inbetriebnahme auf Dezember 2026 an.<\/p>\n<p>Auch die Kosten f\u00fcr das Projekt haben sich \u00fcber die Jahre <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article256387454\/Deutscher-Bahn-fehlt-trotz-Sondervermoegen-Geld-fuer-Streckenausbau-Gruenen-Politiker-spricht-von-Wortbruch.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article256387454\/Deutscher-Bahn-fehlt-trotz-Sondervermoegen-Geld-fuer-Streckenausbau-Gruenen-Politiker-spricht-von-Wortbruch.html\">steil nach oben entwickelt<\/a>. In einem Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 ist nur die Verteilung von Kosten bis zu einer H\u00f6he von gut 4,5 Milliarden Euro geregelt. Bis vor Kurzem bezifferte die Bahn die derzeitigen Kosten auf rund elf Milliarden Euro, eingeplant ist zudem ein Puffer von 500 Millionen Euro. Dieser ist inzwischen schon fast aufgebraucht: In der letzten Sitzung des Lenkungskreises informierte die Bahn die Projektpartner dar\u00fcber, dass sich die Kosten inzwischen auf rund 11,3 Milliarden Euro summierten. Wer die Mehrkosten \u00fcbernehmen muss, ist strittig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Bahnprojekt Stuttgart 21 soll teilweise erst 2027 in Betrieb gehen \u2013 und damit noch sp\u00e4ter als geplant. 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Bislang war geplant worden, den Tiefbahnhof im Dezember 2026 vollst\u00e4ndig in Betrieb zu nehmen und den Betrieb im alten Kopfbahnhof einzustellen.Im Mai hatte die Bahn die Projektpartner von Stuttgart 21 dar\u00fcber informiert, dass im Zuge der Arbeiten f\u00fcr die Inbetriebnahme zahlreiche Sperrungen n\u00f6tig sind, die zu massiven Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste gef\u00fchrt h\u00e4tten. Daraufhin wurde eine Taskforce eingesetzt, die beraten sollte, wie der Start m\u00f6glichst fahrgastfreundlich gestaltet werden kann.\u00dcber die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe informierte die Bahn am Freitag ihre Projektpartner in einer Sitzung des Lenkungskreises. Neben der Bahn sind an dem Projekt das Land Baden-W\u00fcrttemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und der Flughafen Stuttgart beteiligt.Demnach sollen vor allem die Arbeiten im Bereich Stuttgart-Bad Cannstatt entzerrt werden. F\u00fcr das letzte Baujahr habe ein monatelanger Stillstand im Knoten Stuttgart gedroht, sagte Baden-W\u00fcrttembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Gr\u00fcne). Mit dem gestaffelten S21-Start k\u00f6nne man die Schwierigkeiten f\u00fcr den Bahnbetrieb in und um Stuttgart in planbare Einschr\u00e4nkungen \u00fcberf\u00fchren. \u201eDie Leidenszeit der Fahrg\u00e4ste dauert l\u00e4nger, aber sie wird ertr\u00e4glicher \u2013 und vor allem: planbarer\u201c, sagte Hermann.Start schon mehrfach verschobenDie Inbetriebnahme war bereits mehrfach verschoben worden, zuletzt auf Dezember 2026. Bei Abschluss der Finanzierungsvereinbarung im Jahr 2009 war man von einer Er\u00f6ffnung 2019 ausgegangen. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die mehrmaligen Verschiebungen sind laut Bahn unterschiedlich: Klagen gegen das Projekt und ge\u00e4nderte Auflagen etwa beim Brandschutz. 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Herzst\u00fcck von Stuttgart 21 ist der neue unterirdische Hauptbahnhof, der im Gegensatz zum bisherigen Kopfbahnhof ein Durchgangsbahnhof sein wird.Stuttgart 21 soll erster digitaler Bahnhof werdenIm Rahmen von Stuttgart 21 wird der Bahnknoten in Stuttgart zugleich als erster bundesweit komplett digitalisiert. Z\u00fcge des Fern- und Regionalverkehrs sowie S-Bahnen sollen dann mit dem digitalen Zugsicherungssystem ETCS fahren \u2013 und zwar nur damit. Klassische Lichtsignale werden im Stuttgarter Bahnknoten nicht mehr verbaut. Die umfangreichen Arbeiten f\u00fcr die Digitalisierung f\u00fchrte die Bahn als Grund f\u00fcr die letzte Verschiebung der Inbetriebnahme auf Dezember 2026 an.Auch die Kosten f\u00fcr das Projekt haben sich \u00fcber die Jahre steil nach oben entwickelt. In einem Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 ist nur die Verteilung von Kosten bis zu einer H\u00f6he von gut 4,5 Milliarden Euro geregelt. Bis vor Kurzem bezifferte die Bahn die derzeitigen Kosten auf rund elf Milliarden Euro, eingeplant ist zudem ein Puffer von 500 Millionen Euro. Dieser ist inzwischen schon fast aufgebraucht: In der letzten Sitzung des Lenkungskreises informierte die Bahn die Projektpartner dar\u00fcber, dass sich die Kosten inzwischen auf rund 11,3 Milliarden Euro summierten. Wer die Mehrkosten \u00fcbernehmen muss, ist strittig.\" \/>\n<meta name=\"robots\" content=\"noindex, follow, max-snippet:-1, max-image-preview:large, max-video-preview:-1\" \/>\n<meta property=\"og:locale\" content=\"de_DE\" \/>\n<meta property=\"og:type\" content=\"article\" \/>\n<meta property=\"og:title\" content=\"Aus R\u00fccksicht auf Fahrg\u00e4ste \u2013 Start von Stuttgart 21 wird teilweise auf 2027 verschoben - vof-news.eu\" \/>\n<meta property=\"og:description\" content=\"Das Bahnprojekt Stuttgart 21 soll teilweise erst 2027 in Betrieb gehen \u2013 und damit noch sp\u00e4ter als geplant. 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F\u00fcr das letzte Baujahr habe ein monatelanger Stillstand im Knoten Stuttgart gedroht, sagte Baden-W\u00fcrttembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Gr\u00fcne). Mit dem gestaffelten S21-Start k\u00f6nne man die Schwierigkeiten f\u00fcr den Bahnbetrieb in und um Stuttgart in planbare Einschr\u00e4nkungen \u00fcberf\u00fchren. \u201eDie Leidenszeit der Fahrg\u00e4ste dauert l\u00e4nger, aber sie wird ertr\u00e4glicher \u2013 und vor allem: planbarer\u201c, sagte Hermann.Start schon mehrfach verschobenDie Inbetriebnahme war bereits mehrfach verschoben worden, zuletzt auf Dezember 2026. Bei Abschluss der Finanzierungsvereinbarung im Jahr 2009 war man von einer Er\u00f6ffnung 2019 ausgegangen. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die mehrmaligen Verschiebungen sind laut Bahn unterschiedlich: Klagen gegen das Projekt und ge\u00e4nderte Auflagen etwa beim Brandschutz. Weitere Faktoren f\u00fcr die Verz\u00f6gerungen seien der \u201egeologisch anspruchsvolle Untergrund im Stuttgarter Stadtgebiet\u201c oder aufwendige Genehmigungsverfahren durch ge\u00e4nderte Gesetze beim Artenschutz.Das Projekt Stuttgart 21 steht nicht nur f\u00fcr den Bau des neuen Hauptbahnhofs in der Landeshauptstadt, sondern f\u00fcr die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Gebaut werden neue Bahnh\u00f6fe \u2013 etwa ein neuer Fernbahnhof am Flughafen \u2013, Dutzende Kilometer Schienenwege und Tunnelr\u00f6hren, Durchl\u00e4sse sowie Br\u00fccken. Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm schlie\u00dft neben Stuttgart 21 auch den Neubau der bereits 2022 er\u00f6ffneten Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm ein. Herzst\u00fcck von Stuttgart 21 ist der neue unterirdische Hauptbahnhof, der im Gegensatz zum bisherigen Kopfbahnhof ein Durchgangsbahnhof sein wird.Stuttgart 21 soll erster digitaler Bahnhof werdenIm Rahmen von Stuttgart 21 wird der Bahnknoten in Stuttgart zugleich als erster bundesweit komplett digitalisiert. Z\u00fcge des Fern- und Regionalverkehrs sowie S-Bahnen sollen dann mit dem digitalen Zugsicherungssystem ETCS fahren \u2013 und zwar nur damit. Klassische Lichtsignale werden im Stuttgarter Bahnknoten nicht mehr verbaut. Die umfangreichen Arbeiten f\u00fcr die Digitalisierung f\u00fchrte die Bahn als Grund f\u00fcr die letzte Verschiebung der Inbetriebnahme auf Dezember 2026 an.Auch die Kosten f\u00fcr das Projekt haben sich \u00fcber die Jahre steil nach oben entwickelt. In einem Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 ist nur die Verteilung von Kosten bis zu einer H\u00f6he von gut 4,5 Milliarden Euro geregelt. Bis vor Kurzem bezifferte die Bahn die derzeitigen Kosten auf rund elf Milliarden Euro, eingeplant ist zudem ein Puffer von 500 Millionen Euro. Dieser ist inzwischen schon fast aufgebraucht: In der letzten Sitzung des Lenkungskreises informierte die Bahn die Projektpartner dar\u00fcber, dass sich die Kosten inzwischen auf rund 11,3 Milliarden Euro summierten. 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Bislang war geplant worden, den Tiefbahnhof im Dezember 2026 vollst\u00e4ndig in Betrieb zu nehmen und den Betrieb im alten Kopfbahnhof einzustellen.Im Mai hatte die Bahn die Projektpartner von Stuttgart 21 dar\u00fcber informiert, dass im Zuge der Arbeiten f\u00fcr die Inbetriebnahme zahlreiche Sperrungen n\u00f6tig sind, die zu massiven Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste gef\u00fchrt h\u00e4tten. Daraufhin wurde eine Taskforce eingesetzt, die beraten sollte, wie der Start m\u00f6glichst fahrgastfreundlich gestaltet werden kann.\u00dcber die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe informierte die Bahn am Freitag ihre Projektpartner in einer Sitzung des Lenkungskreises. Neben der Bahn sind an dem Projekt das Land Baden-W\u00fcrttemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und der Flughafen Stuttgart beteiligt.Demnach sollen vor allem die Arbeiten im Bereich Stuttgart-Bad Cannstatt entzerrt werden. 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Weitere Faktoren f\u00fcr die Verz\u00f6gerungen seien der \u201egeologisch anspruchsvolle Untergrund im Stuttgarter Stadtgebiet\u201c oder aufwendige Genehmigungsverfahren durch ge\u00e4nderte Gesetze beim Artenschutz.Das Projekt Stuttgart 21 steht nicht nur f\u00fcr den Bau des neuen Hauptbahnhofs in der Landeshauptstadt, sondern f\u00fcr die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Gebaut werden neue Bahnh\u00f6fe \u2013 etwa ein neuer Fernbahnhof am Flughafen \u2013, Dutzende Kilometer Schienenwege und Tunnelr\u00f6hren, Durchl\u00e4sse sowie Br\u00fccken. Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm schlie\u00dft neben Stuttgart 21 auch den Neubau der bereits 2022 er\u00f6ffneten Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm ein. Herzst\u00fcck von Stuttgart 21 ist der neue unterirdische Hauptbahnhof, der im Gegensatz zum bisherigen Kopfbahnhof ein Durchgangsbahnhof sein wird.Stuttgart 21 soll erster digitaler Bahnhof werdenIm Rahmen von Stuttgart 21 wird der Bahnknoten in Stuttgart zugleich als erster bundesweit komplett digitalisiert. Z\u00fcge des Fern- und Regionalverkehrs sowie S-Bahnen sollen dann mit dem digitalen Zugsicherungssystem ETCS fahren \u2013 und zwar nur damit. Klassische Lichtsignale werden im Stuttgarter Bahnknoten nicht mehr verbaut. Die umfangreichen Arbeiten f\u00fcr die Digitalisierung f\u00fchrte die Bahn als Grund f\u00fcr die letzte Verschiebung der Inbetriebnahme auf Dezember 2026 an.Auch die Kosten f\u00fcr das Projekt haben sich \u00fcber die Jahre steil nach oben entwickelt. In einem Finanzierungsvertrag aus dem Jahr 2009 ist nur die Verteilung von Kosten bis zu einer H\u00f6he von gut 4,5 Milliarden Euro geregelt. Bis vor Kurzem bezifferte die Bahn die derzeitigen Kosten auf rund elf Milliarden Euro, eingeplant ist zudem ein Puffer von 500 Millionen Euro. Dieser ist inzwischen schon fast aufgebraucht: In der letzten Sitzung des Lenkungskreises informierte die Bahn die Projektpartner dar\u00fcber, dass sich die Kosten inzwischen auf rund 11,3 Milliarden Euro summierten. 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Bislang war geplant worden, den Tiefbahnhof im Dezember 2026 vollst\u00e4ndig in Betrieb zu nehmen und den Betrieb im alten Kopfbahnhof einzustellen.Im Mai hatte die Bahn die Projektpartner von Stuttgart 21 dar\u00fcber informiert, dass im Zuge der Arbeiten f\u00fcr die Inbetriebnahme zahlreiche Sperrungen n\u00f6tig sind, die zu massiven Einschr\u00e4nkungen f\u00fcr die Fahrg\u00e4ste gef\u00fchrt h\u00e4tten. Daraufhin wurde eine Taskforce eingesetzt, die beraten sollte, wie der Start m\u00f6glichst fahrgastfreundlich gestaltet werden kann.\u00dcber die Ergebnisse dieser Arbeitsgruppe informierte die Bahn am Freitag ihre Projektpartner in einer Sitzung des Lenkungskreises. Neben der Bahn sind an dem Projekt das Land Baden-W\u00fcrttemberg, die Landeshauptstadt Stuttgart, der Verband Region Stuttgart und der Flughafen Stuttgart beteiligt.Demnach sollen vor allem die Arbeiten im Bereich Stuttgart-Bad Cannstatt entzerrt werden. F\u00fcr das letzte Baujahr habe ein monatelanger Stillstand im Knoten Stuttgart gedroht, sagte Baden-W\u00fcrttembergs Verkehrsminister Winfried Hermann (Gr\u00fcne). Mit dem gestaffelten S21-Start k\u00f6nne man die Schwierigkeiten f\u00fcr den Bahnbetrieb in und um Stuttgart in planbare Einschr\u00e4nkungen \u00fcberf\u00fchren. \u201eDie Leidenszeit der Fahrg\u00e4ste dauert l\u00e4nger, aber sie wird ertr\u00e4glicher \u2013 und vor allem: planbarer\u201c, sagte Hermann.Start schon mehrfach verschobenDie Inbetriebnahme war bereits mehrfach verschoben worden, zuletzt auf Dezember 2026. Bei Abschluss der Finanzierungsvereinbarung im Jahr 2009 war man von einer Er\u00f6ffnung 2019 ausgegangen. Die Gr\u00fcnde f\u00fcr die mehrmaligen Verschiebungen sind laut Bahn unterschiedlich: Klagen gegen das Projekt und ge\u00e4nderte Auflagen etwa beim Brandschutz. Weitere Faktoren f\u00fcr die Verz\u00f6gerungen seien der \u201egeologisch anspruchsvolle Untergrund im Stuttgarter Stadtgebiet\u201c oder aufwendige Genehmigungsverfahren durch ge\u00e4nderte Gesetze beim Artenschutz.Das Projekt Stuttgart 21 steht nicht nur f\u00fcr den Bau des neuen Hauptbahnhofs in der Landeshauptstadt, sondern f\u00fcr die komplette Neuordnung des Bahnknotens Stuttgart. Gebaut werden neue Bahnh\u00f6fe \u2013 etwa ein neuer Fernbahnhof am Flughafen \u2013, Dutzende Kilometer Schienenwege und Tunnelr\u00f6hren, Durchl\u00e4sse sowie Br\u00fccken. Das Bahnprojekt Stuttgart-Ulm schlie\u00dft neben Stuttgart 21 auch den Neubau der bereits 2022 er\u00f6ffneten Schnellfahrstrecke Wendlingen-Ulm ein. 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