{"id":255809,"date":"2025-07-17T15:26:46","date_gmt":"2025-07-17T12:26:46","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/kosten-mussen-runter-reiche-will-kurswechsel-bei-der-energiewende\/"},"modified":"2025-07-17T15:27:10","modified_gmt":"2025-07-17T12:27:10","slug":"kosten-mussen-runter-reiche-will-kurswechsel-bei-der-energiewende","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kosten-mussen-runter-reiche-will-kurswechsel-bei-der-energiewende\/","title":{"rendered":"\u201eKosten m\u00fcssen runter\u201c \u2013 Reiche will Kurswechsel bei der Energiewende"},"content":{"rendered":"<p>Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche strebt einen Kurswechsel bei der Energiewende an. \u201eDie Kosten m\u00fcssen insgesamt runter\u201c, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. \u201eIn den vergangenen Jahren war das politische Ziel allein auf den Zubau fixiert. Die Energiewende wird aber nur erfolgreich sein, wenn wir den Ausbau der Erneuerbaren und die Kosteneffizienz konsequent zusammenzubringen. Das muss das Ziel sein.\u201c Betreiber von \u00d6kostrom-Anlagen sollten sich aus Reiches Sicht k\u00fcnftig an der Finanzierung des Stromnetzausbaus beteiligen.<\/p>\n<p>Ende des Sommers will Reiche einen \u201eRealit\u00e4tscheck\u201c zur Energiewende vorlegen. \u201eWir brauchen zwingend mehr Steuerbarkeit, um die Volatilit\u00e4t der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien ausgleichen zu k\u00f6nnen. Auch Speicher spielen zum Ausgleich eine Rolle. Sie sind Teil der L\u00f6sung, aber reichen allein nicht aus. Wir werden uns die Ergebnisse genau anschauen, und dann werden wir die notwendigen Schl\u00fcsse daraus ziehen.\u201c <\/p>\n<p>Reiches Amtsvorg\u00e4nger <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/robert-habeck\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/robert-habeck\/\">Robert Habeck <\/a>(Gr\u00fcne) hatte mit verschiedenen Ma\u00dfnahmen den Ausbau des \u00d6kostroms vor allem aus Wind und Sonne vorangetrieben. Die erneuerbaren Energien sollen eine Schl\u00fcsselrolle spielen, damit Klimaziele erreicht werden. Der Ausbau der Stromnetze h\u00e4lt aber nicht Schritt. Wegen fehlender Netze m\u00fcssen erneuerbare Anlagen immer wieder gedrosselt werden. Ausgleichsma\u00dfnahmen gegen Netzengp\u00e4sse kosten viel Geld. Um den vor allem im Norden produzierten Windstrom in gro\u00dfe Verbrauchszentren im S\u00fcden zu transportieren, sollen Tausende neue Kilometer Stromleitungen verlegt werden. Ein Gro\u00dfteil ist aber noch nicht fertig.<\/p>\n<p>Mit Blick auf geplante Entlastungen der Stromkunden bei den Netzentgelten, mit denen unter anderem der Netzausbau finanziert wird, sagte die Ministerin: Momentan w\u00fcrden Kosten vom Stromkunden in die \u00f6ffentlichen Haushalte und damit auf den Steuerzahler verschoben \u2013 in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von rund 30 Milliarden Euro. \u201eWir l\u00f6sen damit nicht das grundlegende Problem. Die Entlastungen bei der Stromsteuer, die Abschaffung der Gasspeicherumlage, die teilweise \u00dcbernahme der Netzkosten und die \u00dcbernahme der schon l\u00e4nger in den Haushalt verlagerten EEG-Kosten machen zusammen rund 30 Milliarden Euro aus.\u201c Die Energiewende m\u00fcsse kosteneffizienter werden. \u201eUnd das geht auch.\u201c <\/p>\n<p>Eine wesentliche Kenngr\u00f6\u00dfe sei der prognostizierte Stromverbrauch, sagte Reiche. \u201eDie letzte Regierung hat angenommen, dass der Stromverbrauch schon 2030 auf bis zu 750 Terawattstunden steigt, bis 2035 gibt es Prognosen von 1000 Terawattstunden.\u201c Das w\u00e4re eine Steigerung von fast 50 Prozent innerhalb weniger Jahre. \u201eSeri\u00f6se Studien zweifeln, ob diese Steigerungen der Realit\u00e4t standhalten. Wir werden eine deutliche Zunahme der Elektrifizierung sehen, insbesondere im Bereich der W\u00e4rmepumpen, der Elektromobilit\u00e4t, der Digitalisierung. Ob in den von der Ampel angenommenen Gr\u00f6\u00dfenordnungen darf bezweifelt werden.\u201c<\/p>\n<p>Der Ausbaupfad der erneuerbaren Energien und der Netzausbau m\u00fcssten synchronisiert werden, sagte Reiche. Betreiber von Anlagen erneuerbarer Energien m\u00fcssten mehr Systemverantwortung \u00fcbernehmen. Sie sollten sich an der Finanzierung des Netzausbaus beteiligen.<\/p>\n<p>\u201eSystemverantwortung hei\u00dft, dass die Kosten f\u00fcr den Netzausbau nicht mehr nur \u00fcber die Netzbetreiber und die allgemeinen Netzentgelte von den Stromkunden zu bezahlen sind\u201c, sagte Reiche. Die Kosten f\u00fcr den Netzausbau liegen bisher voll beim Netzbetreiber und werden \u00fcber die Netzentgelte von den Stromkunden bezahlt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die Reform der Netzentgelte ist die Bundesnetzagentur zust\u00e4ndig. In einem Diskussionspapier ist auch die Rede von einer Verbreiterung der Finanzierungsbasis durch eine Beteiligung von \u201eEinspeisern\u201c an den Netzkosten.<\/p>\n<p>\u201eWir m\u00fcssen zu einer fairen Verteilung der Verantwortung kommen\u201c, sagte Reiche. \u201eWir brauchen die Erneuerbaren f\u00fcr die Dekarbonisierung. Wir brauchen sie auch, weil es innovative Technologien sind. Aber Risiko und Kosten d\u00fcrfen nicht einseitig auf die Kunden \u00fcbertragen werden. Die Erneuerbaren k\u00f6nnen und m\u00fcssen mehr Systemverantwortung \u00fcbernehmen. Und das hei\u00dft auch, Verantwortung f\u00fcr die Kosten des Gesamtsystems zu \u00fcbernehmen und einen Beitrag zur Netzstabilit\u00e4t, zur Regelbarkeit und zur Steuerbarkeit zu leisten.\u201c<\/p>\n<p>Reiche sagte weiter: \u201eDas bisherige System, das erneuerbare Energien teilweise verg\u00fctet, egal, ob sie einspeisen oder nicht, bedarf aus volkswirtschaftlicher Sicht schnellstens einer \u00dcberarbeitung.\u201c Den Ausbaupfad k\u00f6nne man dann beibehalten, wenn Systemverantwortung durch die Erneuerbaren wahrgenommen werde.<\/p>\n<h3>Reiche: Klimaziele sehr ambitioniert<\/h3>\n<p>Die Ministerin sagte, sie habe sich ausdr\u00fccklich zu den Klimazielen 2045 bekannt. \u201eAber die Ziele sind sehr, sehr ambitioniert. Jeder, der sich mit der Frage ernsthaft besch\u00e4ftigt, wird dem zustimmen.\u201c<\/p>\n<p>Deutschland soll bis 2045 klimaneutral sein. Klimaneutralit\u00e4t bedeutet, dass nicht mehr Treibhausgase ausgesto\u00dfen werden, als auch wieder gebunden werden k\u00f6nnen. <\/p>\n<p>\u201eWas Katherina Reiche als \u201aRealit\u00e4tscheck\u2018 verkauft, ist in Wahrheit ein R\u00fcckfall in die fossile Vergangenheit und eine altbekannte Verz\u00f6gerungstaktik\u201c, sagte Karsten Smid, Greenpeace-Experte f\u00fcr Klima und Energie. \u201eStatt den Ausbau mit erneuerbaren Energien voranzutreiben und mehr Flexibilit\u00e4t im Netz zu erm\u00f6glichen, bremst sie die Transformation aus und setzt auf das Zupflastern von Gaskraftwerken im ganzen Land.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wirtschafts- und Energieministerin Katherina Reiche strebt einen Kurswechsel bei der Energiewende an. \u201eDie Kosten m\u00fcssen insgesamt runter\u201c, sagte die CDU-Politikerin der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. \u201eIn den vergangenen Jahren war das politische Ziel allein auf den Zubau fixiert. 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In einem Diskussionspapier ist auch die Rede von einer Verbreiterung der Finanzierungsbasis durch eine Beteiligung von \u201eEinspeisern\u201c an den Netzkosten.\u201eWir m\u00fcssen zu einer fairen Verteilung der Verantwortung kommen\u201c, sagte Reiche. \u201eWir brauchen die Erneuerbaren f\u00fcr die Dekarbonisierung. Wir brauchen sie auch, weil es innovative Technologien sind. Aber Risiko und Kosten d\u00fcrfen nicht einseitig auf die Kunden \u00fcbertragen werden. Die Erneuerbaren k\u00f6nnen und m\u00fcssen mehr Systemverantwortung \u00fcbernehmen. Und das hei\u00dft auch, Verantwortung f\u00fcr die Kosten des Gesamtsystems zu \u00fcbernehmen und einen Beitrag zur Netzstabilit\u00e4t, zur Regelbarkeit und zur Steuerbarkeit zu leisten.\u201cReiche sagte weiter: \u201eDas bisherige System, das erneuerbare Energien teilweise verg\u00fctet, egal, ob sie einspeisen oder nicht, bedarf aus volkswirtschaftlicher Sicht schnellstens einer \u00dcberarbeitung.\u201c Den Ausbaupfad k\u00f6nne man dann beibehalten, wenn Systemverantwortung durch die Erneuerbaren wahrgenommen werde.Reiche: Klimaziele sehr ambitioniertDie Ministerin sagte, sie habe sich ausdr\u00fccklich zu den Klimazielen 2045 bekannt. \u201eAber die Ziele sind sehr, sehr ambitioniert. Jeder, der sich mit der Frage ernsthaft besch\u00e4ftigt, wird dem zustimmen.\u201cDeutschland soll bis 2045 klimaneutral sein. 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Die Energiewende wird aber nur erfolgreich sein, wenn wir den Ausbau der Erneuerbaren und die Kosteneffizienz konsequent zusammenzubringen. Das muss das Ziel sein.\u201c Betreiber von \u00d6kostrom-Anlagen sollten sich aus Reiches Sicht k\u00fcnftig an der Finanzierung des Stromnetzausbaus beteiligen.Ende des Sommers will Reiche einen \u201eRealit\u00e4tscheck\u201c zur Energiewende vorlegen. \u201eWir brauchen zwingend mehr Steuerbarkeit, um die Volatilit\u00e4t der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien ausgleichen zu k\u00f6nnen. Auch Speicher spielen zum Ausgleich eine Rolle. Sie sind Teil der L\u00f6sung, aber reichen allein nicht aus. Wir werden uns die Ergebnisse genau anschauen, und dann werden wir die notwendigen Schl\u00fcsse daraus ziehen.\u201c Reiches Amtsvorg\u00e4nger Robert Habeck (Gr\u00fcne) hatte mit verschiedenen Ma\u00dfnahmen den Ausbau des \u00d6kostroms vor allem aus Wind und Sonne vorangetrieben. 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Die Entlastungen bei der Stromsteuer, die Abschaffung der Gasspeicherumlage, die teilweise \u00dcbernahme der Netzkosten und die \u00dcbernahme der schon l\u00e4nger in den Haushalt verlagerten EEG-Kosten machen zusammen rund 30 Milliarden Euro aus.\u201c Die Energiewende m\u00fcsse kosteneffizienter werden. \u201eUnd das geht auch.\u201c Eine wesentliche Kenngr\u00f6\u00dfe sei der prognostizierte Stromverbrauch, sagte Reiche. \u201eDie letzte Regierung hat angenommen, dass der Stromverbrauch schon 2030 auf bis zu 750 Terawattstunden steigt, bis 2035 gibt es Prognosen von 1000 Terawattstunden.\u201c Das w\u00e4re eine Steigerung von fast 50 Prozent innerhalb weniger Jahre. \u201eSeri\u00f6se Studien zweifeln, ob diese Steigerungen der Realit\u00e4t standhalten. Wir werden eine deutliche Zunahme der Elektrifizierung sehen, insbesondere im Bereich der W\u00e4rmepumpen, der Elektromobilit\u00e4t, der Digitalisierung. Ob in den von der Ampel angenommenen Gr\u00f6\u00dfenordnungen darf bezweifelt werden.\u201cDer Ausbaupfad der erneuerbaren Energien und der Netzausbau m\u00fcssten synchronisiert werden, sagte Reiche. Betreiber von Anlagen erneuerbarer Energien m\u00fcssten mehr Systemverantwortung \u00fcbernehmen. Sie sollten sich an der Finanzierung des Netzausbaus beteiligen.\u201eSystemverantwortung hei\u00dft, dass die Kosten f\u00fcr den Netzausbau nicht mehr nur \u00fcber die Netzbetreiber und die allgemeinen Netzentgelte von den Stromkunden zu bezahlen sind\u201c, sagte Reiche. Die Kosten f\u00fcr den Netzausbau liegen bisher voll beim Netzbetreiber und werden \u00fcber die Netzentgelte von den Stromkunden bezahlt.F\u00fcr die Reform der Netzentgelte ist die Bundesnetzagentur zust\u00e4ndig. In einem Diskussionspapier ist auch die Rede von einer Verbreiterung der Finanzierungsbasis durch eine Beteiligung von \u201eEinspeisern\u201c an den Netzkosten.\u201eWir m\u00fcssen zu einer fairen Verteilung der Verantwortung kommen\u201c, sagte Reiche. \u201eWir brauchen die Erneuerbaren f\u00fcr die Dekarbonisierung. Wir brauchen sie auch, weil es innovative Technologien sind. Aber Risiko und Kosten d\u00fcrfen nicht einseitig auf die Kunden \u00fcbertragen werden. Die Erneuerbaren k\u00f6nnen und m\u00fcssen mehr Systemverantwortung \u00fcbernehmen. Und das hei\u00dft auch, Verantwortung f\u00fcr die Kosten des Gesamtsystems zu \u00fcbernehmen und einen Beitrag zur Netzstabilit\u00e4t, zur Regelbarkeit und zur Steuerbarkeit zu leisten.\u201cReiche sagte weiter: \u201eDas bisherige System, das erneuerbare Energien teilweise verg\u00fctet, egal, ob sie einspeisen oder nicht, bedarf aus volkswirtschaftlicher Sicht schnellstens einer \u00dcberarbeitung.\u201c Den Ausbaupfad k\u00f6nne man dann beibehalten, wenn Systemverantwortung durch die Erneuerbaren wahrgenommen werde.Reiche: Klimaziele sehr ambitioniertDie Ministerin sagte, sie habe sich ausdr\u00fccklich zu den Klimazielen 2045 bekannt. \u201eAber die Ziele sind sehr, sehr ambitioniert. Jeder, der sich mit der Frage ernsthaft besch\u00e4ftigt, wird dem zustimmen.\u201cDeutschland soll bis 2045 klimaneutral sein. 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Die erneuerbaren Energien sollen eine Schl\u00fcsselrolle spielen, damit Klimaziele erreicht werden. Der Ausbau der Stromnetze h\u00e4lt aber nicht Schritt. Wegen fehlender Netze m\u00fcssen erneuerbare Anlagen immer wieder gedrosselt werden. Ausgleichsma\u00dfnahmen gegen Netzengp\u00e4sse kosten viel Geld. Um den vor allem im Norden produzierten Windstrom in gro\u00dfe Verbrauchszentren im S\u00fcden zu transportieren, sollen Tausende neue Kilometer Stromleitungen verlegt werden. Ein Gro\u00dfteil ist aber noch nicht fertig.Mit Blick auf geplante Entlastungen der Stromkunden bei den Netzentgelten, mit denen unter anderem der Netzausbau finanziert wird, sagte die Ministerin: Momentan w\u00fcrden Kosten vom Stromkunden in die \u00f6ffentlichen Haushalte und damit auf den Steuerzahler verschoben \u2013 in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von rund 30 Milliarden Euro. \u201eWir l\u00f6sen damit nicht das grundlegende Problem. Die Entlastungen bei der Stromsteuer, die Abschaffung der Gasspeicherumlage, die teilweise \u00dcbernahme der Netzkosten und die \u00dcbernahme der schon l\u00e4nger in den Haushalt verlagerten EEG-Kosten machen zusammen rund 30 Milliarden Euro aus.\u201c Die Energiewende m\u00fcsse kosteneffizienter werden. \u201eUnd das geht auch.\u201c Eine wesentliche Kenngr\u00f6\u00dfe sei der prognostizierte Stromverbrauch, sagte Reiche. \u201eDie letzte Regierung hat angenommen, dass der Stromverbrauch schon 2030 auf bis zu 750 Terawattstunden steigt, bis 2035 gibt es Prognosen von 1000 Terawattstunden.\u201c Das w\u00e4re eine Steigerung von fast 50 Prozent innerhalb weniger Jahre. \u201eSeri\u00f6se Studien zweifeln, ob diese Steigerungen der Realit\u00e4t standhalten. Wir werden eine deutliche Zunahme der Elektrifizierung sehen, insbesondere im Bereich der W\u00e4rmepumpen, der Elektromobilit\u00e4t, der Digitalisierung. Ob in den von der Ampel angenommenen Gr\u00f6\u00dfenordnungen darf bezweifelt werden.\u201cDer Ausbaupfad der erneuerbaren Energien und der Netzausbau m\u00fcssten synchronisiert werden, sagte Reiche. Betreiber von Anlagen erneuerbarer Energien m\u00fcssten mehr Systemverantwortung \u00fcbernehmen. Sie sollten sich an der Finanzierung des Netzausbaus beteiligen.\u201eSystemverantwortung hei\u00dft, dass die Kosten f\u00fcr den Netzausbau nicht mehr nur \u00fcber die Netzbetreiber und die allgemeinen Netzentgelte von den Stromkunden zu bezahlen sind\u201c, sagte Reiche. Die Kosten f\u00fcr den Netzausbau liegen bisher voll beim Netzbetreiber und werden \u00fcber die Netzentgelte von den Stromkunden bezahlt.F\u00fcr die Reform der Netzentgelte ist die Bundesnetzagentur zust\u00e4ndig. In einem Diskussionspapier ist auch die Rede von einer Verbreiterung der Finanzierungsbasis durch eine Beteiligung von \u201eEinspeisern\u201c an den Netzkosten.\u201eWir m\u00fcssen zu einer fairen Verteilung der Verantwortung kommen\u201c, sagte Reiche. \u201eWir brauchen die Erneuerbaren f\u00fcr die Dekarbonisierung. Wir brauchen sie auch, weil es innovative Technologien sind. Aber Risiko und Kosten d\u00fcrfen nicht einseitig auf die Kunden \u00fcbertragen werden. Die Erneuerbaren k\u00f6nnen und m\u00fcssen mehr Systemverantwortung \u00fcbernehmen. Und das hei\u00dft auch, Verantwortung f\u00fcr die Kosten des Gesamtsystems zu \u00fcbernehmen und einen Beitrag zur Netzstabilit\u00e4t, zur Regelbarkeit und zur Steuerbarkeit zu leisten.\u201cReiche sagte weiter: \u201eDas bisherige System, das erneuerbare Energien teilweise verg\u00fctet, egal, ob sie einspeisen oder nicht, bedarf aus volkswirtschaftlicher Sicht schnellstens einer \u00dcberarbeitung.\u201c Den Ausbaupfad k\u00f6nne man dann beibehalten, wenn Systemverantwortung durch die Erneuerbaren wahrgenommen werde.Reiche: Klimaziele sehr ambitioniertDie Ministerin sagte, sie habe sich ausdr\u00fccklich zu den Klimazielen 2045 bekannt. \u201eAber die Ziele sind sehr, sehr ambitioniert. Jeder, der sich mit der Frage ernsthaft besch\u00e4ftigt, wird dem zustimmen.\u201cDeutschland soll bis 2045 klimaneutral sein. 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Die Energiewende wird aber nur erfolgreich sein, wenn wir den Ausbau der Erneuerbaren und die Kosteneffizienz konsequent zusammenzubringen. Das muss das Ziel sein.\u201c Betreiber von \u00d6kostrom-Anlagen sollten sich aus Reiches Sicht k\u00fcnftig an der Finanzierung des Stromnetzausbaus beteiligen.Ende des Sommers will Reiche einen \u201eRealit\u00e4tscheck\u201c zur Energiewende vorlegen. \u201eWir brauchen zwingend mehr Steuerbarkeit, um die Volatilit\u00e4t der Stromerzeugung durch erneuerbare Energien ausgleichen zu k\u00f6nnen. Auch Speicher spielen zum Ausgleich eine Rolle. Sie sind Teil der L\u00f6sung, aber reichen allein nicht aus. Wir werden uns die Ergebnisse genau anschauen, und dann werden wir die notwendigen Schl\u00fcsse daraus ziehen.\u201c Reiches Amtsvorg\u00e4nger Robert Habeck (Gr\u00fcne) hatte mit verschiedenen Ma\u00dfnahmen den Ausbau des \u00d6kostroms vor allem aus Wind und Sonne vorangetrieben. Die erneuerbaren Energien sollen eine Schl\u00fcsselrolle spielen, damit Klimaziele erreicht werden. Der Ausbau der Stromnetze h\u00e4lt aber nicht Schritt. Wegen fehlender Netze m\u00fcssen erneuerbare Anlagen immer wieder gedrosselt werden. Ausgleichsma\u00dfnahmen gegen Netzengp\u00e4sse kosten viel Geld. Um den vor allem im Norden produzierten Windstrom in gro\u00dfe Verbrauchszentren im S\u00fcden zu transportieren, sollen Tausende neue Kilometer Stromleitungen verlegt werden. Ein Gro\u00dfteil ist aber noch nicht fertig.Mit Blick auf geplante Entlastungen der Stromkunden bei den Netzentgelten, mit denen unter anderem der Netzausbau finanziert wird, sagte die Ministerin: Momentan w\u00fcrden Kosten vom Stromkunden in die \u00f6ffentlichen Haushalte und damit auf den Steuerzahler verschoben \u2013 in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von rund 30 Milliarden Euro. \u201eWir l\u00f6sen damit nicht das grundlegende Problem. Die Entlastungen bei der Stromsteuer, die Abschaffung der Gasspeicherumlage, die teilweise \u00dcbernahme der Netzkosten und die \u00dcbernahme der schon l\u00e4nger in den Haushalt verlagerten EEG-Kosten machen zusammen rund 30 Milliarden Euro aus.\u201c Die Energiewende m\u00fcsse kosteneffizienter werden. \u201eUnd das geht auch.\u201c Eine wesentliche Kenngr\u00f6\u00dfe sei der prognostizierte Stromverbrauch, sagte Reiche. \u201eDie letzte Regierung hat angenommen, dass der Stromverbrauch schon 2030 auf bis zu 750 Terawattstunden steigt, bis 2035 gibt es Prognosen von 1000 Terawattstunden.\u201c Das w\u00e4re eine Steigerung von fast 50 Prozent innerhalb weniger Jahre. \u201eSeri\u00f6se Studien zweifeln, ob diese Steigerungen der Realit\u00e4t standhalten. Wir werden eine deutliche Zunahme der Elektrifizierung sehen, insbesondere im Bereich der W\u00e4rmepumpen, der Elektromobilit\u00e4t, der Digitalisierung. Ob in den von der Ampel angenommenen Gr\u00f6\u00dfenordnungen darf bezweifelt werden.\u201cDer Ausbaupfad der erneuerbaren Energien und der Netzausbau m\u00fcssten synchronisiert werden, sagte Reiche. Betreiber von Anlagen erneuerbarer Energien m\u00fcssten mehr Systemverantwortung \u00fcbernehmen. Sie sollten sich an der Finanzierung des Netzausbaus beteiligen.\u201eSystemverantwortung hei\u00dft, dass die Kosten f\u00fcr den Netzausbau nicht mehr nur \u00fcber die Netzbetreiber und die allgemeinen Netzentgelte von den Stromkunden zu bezahlen sind\u201c, sagte Reiche. Die Kosten f\u00fcr den Netzausbau liegen bisher voll beim Netzbetreiber und werden \u00fcber die Netzentgelte von den Stromkunden bezahlt.F\u00fcr die Reform der Netzentgelte ist die Bundesnetzagentur zust\u00e4ndig. In einem Diskussionspapier ist auch die Rede von einer Verbreiterung der Finanzierungsbasis durch eine Beteiligung von \u201eEinspeisern\u201c an den Netzkosten.\u201eWir m\u00fcssen zu einer fairen Verteilung der Verantwortung kommen\u201c, sagte Reiche. \u201eWir brauchen die Erneuerbaren f\u00fcr die Dekarbonisierung. Wir brauchen sie auch, weil es innovative Technologien sind. Aber Risiko und Kosten d\u00fcrfen nicht einseitig auf die Kunden \u00fcbertragen werden. Die Erneuerbaren k\u00f6nnen und m\u00fcssen mehr Systemverantwortung \u00fcbernehmen. Und das hei\u00dft auch, Verantwortung f\u00fcr die Kosten des Gesamtsystems zu \u00fcbernehmen und einen Beitrag zur Netzstabilit\u00e4t, zur Regelbarkeit und zur Steuerbarkeit zu leisten.\u201cReiche sagte weiter: \u201eDas bisherige System, das erneuerbare Energien teilweise verg\u00fctet, egal, ob sie einspeisen oder nicht, bedarf aus volkswirtschaftlicher Sicht schnellstens einer \u00dcberarbeitung.\u201c Den Ausbaupfad k\u00f6nne man dann beibehalten, wenn Systemverantwortung durch die Erneuerbaren wahrgenommen werde.Reiche: Klimaziele sehr ambitioniertDie Ministerin sagte, sie habe sich ausdr\u00fccklich zu den Klimazielen 2045 bekannt. \u201eAber die Ziele sind sehr, sehr ambitioniert. Jeder, der sich mit der Frage ernsthaft besch\u00e4ftigt, wird dem zustimmen.\u201cDeutschland soll bis 2045 klimaneutral sein. 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Die erneuerbaren Energien sollen eine Schl\u00fcsselrolle spielen, damit Klimaziele erreicht werden. Der Ausbau der Stromnetze h\u00e4lt aber nicht Schritt. Wegen fehlender Netze m\u00fcssen erneuerbare Anlagen immer wieder gedrosselt werden. Ausgleichsma\u00dfnahmen gegen Netzengp\u00e4sse kosten viel Geld. Um den vor allem im Norden produzierten Windstrom in gro\u00dfe Verbrauchszentren im S\u00fcden zu transportieren, sollen Tausende neue Kilometer Stromleitungen verlegt werden. Ein Gro\u00dfteil ist aber noch nicht fertig.Mit Blick auf geplante Entlastungen der Stromkunden bei den Netzentgelten, mit denen unter anderem der Netzausbau finanziert wird, sagte die Ministerin: Momentan w\u00fcrden Kosten vom Stromkunden in die \u00f6ffentlichen Haushalte und damit auf den Steuerzahler verschoben \u2013 in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von rund 30 Milliarden Euro. \u201eWir l\u00f6sen damit nicht das grundlegende Problem. Die Entlastungen bei der Stromsteuer, die Abschaffung der Gasspeicherumlage, die teilweise \u00dcbernahme der Netzkosten und die \u00dcbernahme der schon l\u00e4nger in den Haushalt verlagerten EEG-Kosten machen zusammen rund 30 Milliarden Euro aus.\u201c Die Energiewende m\u00fcsse kosteneffizienter werden. \u201eUnd das geht auch.\u201c Eine wesentliche Kenngr\u00f6\u00dfe sei der prognostizierte Stromverbrauch, sagte Reiche. \u201eDie letzte Regierung hat angenommen, dass der Stromverbrauch schon 2030 auf bis zu 750 Terawattstunden steigt, bis 2035 gibt es Prognosen von 1000 Terawattstunden.\u201c Das w\u00e4re eine Steigerung von fast 50 Prozent innerhalb weniger Jahre. \u201eSeri\u00f6se Studien zweifeln, ob diese Steigerungen der Realit\u00e4t standhalten. Wir werden eine deutliche Zunahme der Elektrifizierung sehen, insbesondere im Bereich der W\u00e4rmepumpen, der Elektromobilit\u00e4t, der Digitalisierung. Ob in den von der Ampel angenommenen Gr\u00f6\u00dfenordnungen darf bezweifelt werden.\u201cDer Ausbaupfad der erneuerbaren Energien und der Netzausbau m\u00fcssten synchronisiert werden, sagte Reiche. Betreiber von Anlagen erneuerbarer Energien m\u00fcssten mehr Systemverantwortung \u00fcbernehmen. Sie sollten sich an der Finanzierung des Netzausbaus beteiligen.\u201eSystemverantwortung hei\u00dft, dass die Kosten f\u00fcr den Netzausbau nicht mehr nur \u00fcber die Netzbetreiber und die allgemeinen Netzentgelte von den Stromkunden zu bezahlen sind\u201c, sagte Reiche. Die Kosten f\u00fcr den Netzausbau liegen bisher voll beim Netzbetreiber und werden \u00fcber die Netzentgelte von den Stromkunden bezahlt.F\u00fcr die Reform der Netzentgelte ist die Bundesnetzagentur zust\u00e4ndig. In einem Diskussionspapier ist auch die Rede von einer Verbreiterung der Finanzierungsbasis durch eine Beteiligung von \u201eEinspeisern\u201c an den Netzkosten.\u201eWir m\u00fcssen zu einer fairen Verteilung der Verantwortung kommen\u201c, sagte Reiche. \u201eWir brauchen die Erneuerbaren f\u00fcr die Dekarbonisierung. Wir brauchen sie auch, weil es innovative Technologien sind. Aber Risiko und Kosten d\u00fcrfen nicht einseitig auf die Kunden \u00fcbertragen werden. Die Erneuerbaren k\u00f6nnen und m\u00fcssen mehr Systemverantwortung \u00fcbernehmen. Und das hei\u00dft auch, Verantwortung f\u00fcr die Kosten des Gesamtsystems zu \u00fcbernehmen und einen Beitrag zur Netzstabilit\u00e4t, zur Regelbarkeit und zur Steuerbarkeit zu leisten.\u201cReiche sagte weiter: \u201eDas bisherige System, das erneuerbare Energien teilweise verg\u00fctet, egal, ob sie einspeisen oder nicht, bedarf aus volkswirtschaftlicher Sicht schnellstens einer \u00dcberarbeitung.\u201c Den Ausbaupfad k\u00f6nne man dann beibehalten, wenn Systemverantwortung durch die Erneuerbaren wahrgenommen werde.Reiche: Klimaziele sehr ambitioniertDie Ministerin sagte, sie habe sich ausdr\u00fccklich zu den Klimazielen 2045 bekannt. \u201eAber die Ziele sind sehr, sehr ambitioniert. Jeder, der sich mit der Frage ernsthaft besch\u00e4ftigt, wird dem zustimmen.\u201cDeutschland soll bis 2045 klimaneutral sein. 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Die erneuerbaren Energien sollen eine Schl\u00fcsselrolle spielen, damit Klimaziele erreicht werden. Der Ausbau der Stromnetze h\u00e4lt aber nicht Schritt. Wegen fehlender Netze m\u00fcssen erneuerbare Anlagen immer wieder gedrosselt werden. Ausgleichsma\u00dfnahmen gegen Netzengp\u00e4sse kosten viel Geld. Um den vor allem im Norden produzierten Windstrom in gro\u00dfe Verbrauchszentren im S\u00fcden zu transportieren, sollen Tausende neue Kilometer Stromleitungen verlegt werden. Ein Gro\u00dfteil ist aber noch nicht fertig.Mit Blick auf geplante Entlastungen der Stromkunden bei den Netzentgelten, mit denen unter anderem der Netzausbau finanziert wird, sagte die Ministerin: Momentan w\u00fcrden Kosten vom Stromkunden in die \u00f6ffentlichen Haushalte und damit auf den Steuerzahler verschoben \u2013 in einer Gr\u00f6\u00dfenordnung von rund 30 Milliarden Euro. \u201eWir l\u00f6sen damit nicht das grundlegende Problem. Die Entlastungen bei der Stromsteuer, die Abschaffung der Gasspeicherumlage, die teilweise \u00dcbernahme der Netzkosten und die \u00dcbernahme der schon l\u00e4nger in den Haushalt verlagerten EEG-Kosten machen zusammen rund 30 Milliarden Euro aus.\u201c Die Energiewende m\u00fcsse kosteneffizienter werden. \u201eUnd das geht auch.\u201c Eine wesentliche Kenngr\u00f6\u00dfe sei der prognostizierte Stromverbrauch, sagte Reiche. \u201eDie letzte Regierung hat angenommen, dass der Stromverbrauch schon 2030 auf bis zu 750 Terawattstunden steigt, bis 2035 gibt es Prognosen von 1000 Terawattstunden.\u201c Das w\u00e4re eine Steigerung von fast 50 Prozent innerhalb weniger Jahre. \u201eSeri\u00f6se Studien zweifeln, ob diese Steigerungen der Realit\u00e4t standhalten. Wir werden eine deutliche Zunahme der Elektrifizierung sehen, insbesondere im Bereich der W\u00e4rmepumpen, der Elektromobilit\u00e4t, der Digitalisierung. Ob in den von der Ampel angenommenen Gr\u00f6\u00dfenordnungen darf bezweifelt werden.\u201cDer Ausbaupfad der erneuerbaren Energien und der Netzausbau m\u00fcssten synchronisiert werden, sagte Reiche. Betreiber von Anlagen erneuerbarer Energien m\u00fcssten mehr Systemverantwortung \u00fcbernehmen. Sie sollten sich an der Finanzierung des Netzausbaus beteiligen.\u201eSystemverantwortung hei\u00dft, dass die Kosten f\u00fcr den Netzausbau nicht mehr nur \u00fcber die Netzbetreiber und die allgemeinen Netzentgelte von den Stromkunden zu bezahlen sind\u201c, sagte Reiche. Die Kosten f\u00fcr den Netzausbau liegen bisher voll beim Netzbetreiber und werden \u00fcber die Netzentgelte von den Stromkunden bezahlt.F\u00fcr die Reform der Netzentgelte ist die Bundesnetzagentur zust\u00e4ndig. In einem Diskussionspapier ist auch die Rede von einer Verbreiterung der Finanzierungsbasis durch eine Beteiligung von \u201eEinspeisern\u201c an den Netzkosten.\u201eWir m\u00fcssen zu einer fairen Verteilung der Verantwortung kommen\u201c, sagte Reiche. \u201eWir brauchen die Erneuerbaren f\u00fcr die Dekarbonisierung. Wir brauchen sie auch, weil es innovative Technologien sind. Aber Risiko und Kosten d\u00fcrfen nicht einseitig auf die Kunden \u00fcbertragen werden. Die Erneuerbaren k\u00f6nnen und m\u00fcssen mehr Systemverantwortung \u00fcbernehmen. Und das hei\u00dft auch, Verantwortung f\u00fcr die Kosten des Gesamtsystems zu \u00fcbernehmen und einen Beitrag zur Netzstabilit\u00e4t, zur Regelbarkeit und zur Steuerbarkeit zu leisten.\u201cReiche sagte weiter: \u201eDas bisherige System, das erneuerbare Energien teilweise verg\u00fctet, egal, ob sie einspeisen oder nicht, bedarf aus volkswirtschaftlicher Sicht schnellstens einer \u00dcberarbeitung.\u201c Den Ausbaupfad k\u00f6nne man dann beibehalten, wenn Systemverantwortung durch die Erneuerbaren wahrgenommen werde.Reiche: Klimaziele sehr ambitioniertDie Ministerin sagte, sie habe sich ausdr\u00fccklich zu den Klimazielen 2045 bekannt. \u201eAber die Ziele sind sehr, sehr ambitioniert. Jeder, der sich mit der Frage ernsthaft besch\u00e4ftigt, wird dem zustimmen.\u201cDeutschland soll bis 2045 klimaneutral sein. Klimaneutralit\u00e4t bedeutet, dass nicht mehr Treibhausgase ausgesto\u00dfen werden, als auch wieder gebunden werden k\u00f6nnen. \u201eWas Katherina Reiche als \u201aRealit\u00e4tscheck\u2018 verkauft, ist in Wahrheit ein R\u00fcckfall in die fossile Vergangenheit und eine altbekannte Verz\u00f6gerungstaktik\u201c, sagte Karsten Smid, Greenpeace-Experte f\u00fcr Klima und Energie. \u201eStatt den Ausbau mit erneuerbaren Energien voranzutreiben und mehr Flexibilit\u00e4t im Netz zu erm\u00f6glichen, bremst sie die Transformation aus und setzt auf das Zupflastern von Gaskraftwerken im ganzen Land.\u201c","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kosten-mussen-runter-reiche-will-kurswechsel-bei-der-energiewende\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/kosten-mussen-runter-reiche-will-kurswechsel-bei-der-energiewende\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kosten-mussen-runter-reiche-will-kurswechsel-bei-der-energiewende\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bundeswirtschaftsministerin-reiche.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/bundeswirtschaftsministerin-reiche.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/kosten-mussen-runter-reiche-will-kurswechsel-bei-der-energiewende\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"\u201eKosten m\u00fcssen runter\u201c \u2013 Reiche will Kurswechsel bei der Energiewende"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/255809","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=255809"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/255809\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":255816,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/255809\/revisions\/255816"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/255810"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=255809"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=255809"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=255809"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}