{"id":255185,"date":"2025-07-16T11:26:10","date_gmt":"2025-07-16T08:26:10","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/frauenanteil-in-aufsichtsraten-leicht-gesunken-schwacher-aufwartstrend-in-vorstanden\/"},"modified":"2025-07-16T11:26:41","modified_gmt":"2025-07-16T08:26:41","slug":"frauenanteil-in-aufsichtsraten-leicht-gesunken-schwacher-aufwartstrend-in-vorstanden","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/frauenanteil-in-aufsichtsraten-leicht-gesunken-schwacher-aufwartstrend-in-vorstanden\/","title":{"rendered":"Frauenanteil in Aufsichtsr\u00e4ten leicht gesunken \u2013 schwacher Aufw\u00e4rtstrend in Vorst\u00e4nden"},"content":{"rendered":"<p>Von der Dynamik fr\u00fcherer Jahre ist nicht mehr viel \u00fcbrig. Beim Thema Gleichstellung haben Deutschlands Konzerne in den vergangenen Monaten die Handbremse gezogen. Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist der Frauenanteil in den <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/aufsichtsraete\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/aufsichtsraete\/\">Aufsichtsr\u00e4ten<\/a> der B\u00f6rsenunternehmen leicht gesunken. Der Einzug von Frauen in die Vorst\u00e4nde hat sich zudem deutlich verlangsamt.<\/p>\n<p>Das ist das Ergebnis des aktuellen Women-On-Board-Index (WoB-Index) der Initiative Fidar. Sie untersucht regelm\u00e4\u00dfig die Entwicklung der Gleichstellung in den F\u00fchrungsetagen von derzeit 179 <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/dax\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/dax\/\">im Dax,<\/a> MDax, und SDax sowie der im regulierten Markt notierten, parit\u00e4tisch mitbestimmten Unternehmen.<\/p>\n<p>Der Frauenanteil in den Aufsichtsr\u00e4ten sank demnach im vergangenen Jahr von 37,3 auf 37 Prozent. Zwar liegt der Anteil von Frauen in Vorstandsetagen mit 19,9 Prozent etwas h\u00f6her als im Vorjahr (19,3 Prozent), doch schw\u00e4chte sich der Aufw\u00e4rtstrend ab. Vom Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe sind die meisten Unternehmen noch immer weit entfernt.<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/videos\/video256344092\/bundesbildungsministerin-karin-prien-zu-gast-beim-politikergrillen-mit-jan-philipp-burgard.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/videos\/video256344092\/bundesbildungsministerin-karin-prien-zu-gast-beim-politikergrillen-mit-jan-philipp-burgard.html\">Bundesfrauenministerin Karin Prien (CDU) <\/a>mahnt angesichts der neuen Zahlen zu Entschlossenheit: \u201eEs ist entscheidend, dass Unternehmen jetzt nicht nachlassen, sondern weiterhin gezielt weibliche Talente f\u00f6rdern.\u201c Die gesetzlichen Rahmenbedingungen h\u00e4tten gewirkt \u2013 jetzt d\u00fcrfe der gesetzlich angesto\u00dfene Wandel nicht steckenbleiben.<\/p>\n<p>Ein R\u00fcckblick auf zehn Jahre <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/frauenquote\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/frauenquote\/\">Geschlechterquote <\/a>f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te macht den Effekt deutlich: In den Unternehmen, die unter die feste Quote f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te fallen, ist der Anteil von Frauen in den Kontrollgremien auf 38,6 Prozent gestiegen \u2013 ein Plus von \u00fcber 17 Prozentpunkten seit 2015. Und auch auf die Vorst\u00e4nde f\u00e4rbte die Entwicklung ab. Bei 22,9 Prozent liegt der Frauenanteil im Vorstand dieser Unternehmen inzwischen, nach lediglich f\u00fcnf Prozent im Jahr 2015. Zum Vergleich: Bei den nicht der Quote unterliegenden Unternehmen stieg der Anteil im Vorstand weniger stark auf heute 14,7 Prozent.<\/p>\n<h3>70 Unternehmen ohne einzige Frau im Vorstand<\/h3>\n<p>Zuletzt ist allerdings die Zahl frauenfreier Vorst\u00e4nde wieder gestiegen: 70 Unternehmen haben derzeit kein weibliches Vorstandsmitglied \u2013 f\u00fcnf mehr als im Vorjahr. Darunter finden sich weiterhin 23 Unternehmen, die eine Zielgr\u00f6\u00dfe von null Frauen angeben \u2013 also nicht planen, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/frauen\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/frauen\/\">weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte<\/a> zu berufen. Die meisten davon (18) fallen nicht unter die gesetzliche Aufsichtsratsquote. Besonders auff\u00e4llig: Der MDAX-Konzern S\u00fcdzucker, der eigentlich unter das gesetzlich vorgeschriebene Mindestbeteiligungsgebot f\u00e4llt, hat ebenfalls keine Frau im Vorstand.<\/p>\n<p>F\u00fcr Fidar-Gr\u00fcndungspr\u00e4sidentin Monika Schulz-Strelow ist das ein unhaltbarer Zustand: \u201eMit null Frauen zu planen, ist inakzeptabel. Ohne sp\u00fcrbaren Druck wird die Zielgr\u00f6\u00dfenverpflichtung nicht ernst genommen.\u201c Zwar sei die Zahl der Unternehmen mit Zielgr\u00f6\u00dfe Null seit der Einf\u00fchrung einer Begr\u00fcndungspflicht zur\u00fcckgegangen \u2013 von 46 auf 23 \u2013 doch die freiwillige Selbstverpflichtung zeige insgesamt zu wenig Wirkung.<\/p>\n<p>Fidar-Pr\u00e4sidentin Anja Seng fordert daher eine Ausweitung der bestehenden Regeln: \u201eDie Geschlechterquote im Aufsichtsrat sollte auf 40 Prozent erh\u00f6ht und auf alle b\u00f6rsennotierten Unternehmen oder solche mit mehr als 500 Besch\u00e4ftigten ausgeweitet werden.\u201c Auch das Mindestbeteiligungsgebot f\u00fcr Vorst\u00e4nde m\u00fcsse zu einer festen Quote weiterentwickelt werden. Ihr Appell ist deutlich: \u201eAls Gesellschaft k\u00f6nnen wir es uns nicht leisten, dass die deutsche Wirtschaft bei der gleichberechtigten Teilhabe zur\u00fcckf\u00e4llt.\u201c<\/p>\n<h3>Was Quoten bewirken \u2013 und wo sie versagen<\/h3>\n<p>Die Pflicht zur Mindestbeteiligung von Frauen im Vorstand hat bisher noch keine scharfen Z\u00e4hne. Sie gilt seit dem Sommer 2022 lediglich f\u00fcr Neubesetzungen in Unternehmen mit mehr als drei Vorstandsmitgliedern, die sowohl b\u00f6rsennotiert als auch parit\u00e4tisch mitbestimmt sind. Das betrifft aktuell nur 60 der 179 untersuchten Unternehmen. Alle anderen Unternehmen m\u00fcssen sich zwar selbst Zielgr\u00f6\u00dfen, f\u00fcr den Vorstand und die beiden obersten F\u00fchrungsebenen darunter, setzen. Diese Zielgr\u00f6\u00dfe kann allerdings auch bei Null liegen. F\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te in b\u00f6rsennotierten und parit\u00e4tischen mitbestimmten Unternehmen dagegen gilt per Gesetz seit 2016 eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent.<\/p>\n<p>Sogar eine Parit\u00e4t in ihren Aufsichtsr\u00e4ten konnten, Stand Mai 2025, vier Dax-Konzerne vorweisen: Beiersdorf, Zalando, Bayer und Fresenius Medical Care. Im Vorjahr allerdings waren es noch acht Konzerne gewesen. Mit SAP, Adidas und Porsche SE liegen nun gleich drei Dax-40-Unternehmen unterhalb der 30-Prozent-Marke. Das Schlusslicht im Premium-B\u00f6rsen-Segment bildet Porsche, mit nur zwei Frauen im zehnk\u00f6pfigen Aufsichtsrat. Bei der Mercedes-Benz Group dagegen stieg der Frauenanteil im Aufsichtsrat auf 45 Prozent, unter anderem durch die Berufung von Barbara Resch und Pia Simon.<\/p>\n<p>Es sind noch unter zehn Prozent, aber immerhin: Die Zahl der Unternehmen mit einer weiblichen Aufsichtsratsvorsitzenden stieg in diesem Jahr auf einen neuen Rekordwert. 16 der 179 von Fidar untersuchten Unternehmen haben eine Frau an der Spitze des Kontrollgremiums. Neu hinzu gekommen ist in diesem Jahr unter anderen Katrin Suder als Aufsichtsratschefin der Deutschen Post und Clara-Christina Streit bei der Deutschen B\u00f6rse. Und mit Silke Seidel hat seit November vergangenen Jahres auch ein b\u00f6rsennotierter Fu\u00dfballverein eine Aufsichtsratschefin: der Borussia Dortmund.<\/p>\n<p><em><b>Inga Michler ist Wirtschaftsreporterin bei WELT und moderiert <\/b><\/em><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/better-future\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/better-future\/\"><em><b>Wirtschaftskongresse<\/b><\/em><\/a><em><b>. Die promovierte Volkswirtin berichtet \u00fcber \u00f6konomische Transformation, <\/b><\/em><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/kuenstliche-intelligenz\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/kuenstliche-intelligenz\/\"><em><b>k\u00fcnstliche Intelligenz<\/b><\/em><\/a><em><b>, <\/b><\/em><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/nachhaltigkeit\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/nachhaltigkeit\/\"><em><b>Nachhaltigkeit<\/b><\/em><\/a><em><b>, Familienunternehmen und Leadership.<\/b><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Von der Dynamik fr\u00fcherer Jahre ist nicht mehr viel \u00fcbrig. Beim Thema Gleichstellung haben Deutschlands Konzerne in den vergangenen Monaten die Handbremse gezogen. Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist der Frauenanteil in den Aufsichtsr\u00e4ten der B\u00f6rsenunternehmen leicht gesunken. Der Einzug von Frauen in die Vorst\u00e4nde hat sich zudem deutlich verlangsamt. Das ist das Ergebnis<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":255186,"comment_status":"open","ping_status":"open","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[59],"tags":[],"class_list":["post-255185","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-business-de"],"acf":[],"yoast_head":"<!-- This site is optimized with the Yoast SEO plugin v22.9 - https:\/\/yoast.com\/wordpress\/plugins\/seo\/ -->\n<title>Frauenanteil in Aufsichtsr\u00e4ten leicht gesunken \u2013 schwacher Aufw\u00e4rtstrend in Vorst\u00e4nden - vof-news.eu<\/title>\n<meta name=\"description\" content=\"Von der Dynamik fr\u00fcherer Jahre ist nicht mehr viel \u00fcbrig. Beim Thema Gleichstellung haben Deutschlands Konzerne in den vergangenen Monaten die Handbremse gezogen. Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist der Frauenanteil in den Aufsichtsr\u00e4ten der B\u00f6rsenunternehmen leicht gesunken. Der Einzug von Frauen in die Vorst\u00e4nde hat sich zudem deutlich verlangsamt.Das ist das Ergebnis des aktuellen Women-On-Board-Index (WoB-Index) der Initiative Fidar. Sie untersucht regelm\u00e4\u00dfig die Entwicklung der Gleichstellung in den F\u00fchrungsetagen von derzeit 179 im Dax, MDax, und SDax sowie der im regulierten Markt notierten, parit\u00e4tisch mitbestimmten Unternehmen.Der Frauenanteil in den Aufsichtsr\u00e4ten sank demnach im vergangenen Jahr von 37,3 auf 37 Prozent. Zwar liegt der Anteil von Frauen in Vorstandsetagen mit 19,9 Prozent etwas h\u00f6her als im Vorjahr (19,3 Prozent), doch schw\u00e4chte sich der Aufw\u00e4rtstrend ab. Vom Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe sind die meisten Unternehmen noch immer weit entfernt.Bundesfrauenministerin Karin Prien (CDU) mahnt angesichts der neuen Zahlen zu Entschlossenheit: \u201eEs ist entscheidend, dass Unternehmen jetzt nicht nachlassen, sondern weiterhin gezielt weibliche Talente f\u00f6rdern.\u201c Die gesetzlichen Rahmenbedingungen h\u00e4tten gewirkt \u2013 jetzt d\u00fcrfe der gesetzlich angesto\u00dfene Wandel nicht steckenbleiben.Ein R\u00fcckblick auf zehn Jahre Geschlechterquote f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te macht den Effekt deutlich: In den Unternehmen, die unter die feste Quote f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te fallen, ist der Anteil von Frauen in den Kontrollgremien auf 38,6 Prozent gestiegen \u2013 ein Plus von \u00fcber 17 Prozentpunkten seit 2015. Und auch auf die Vorst\u00e4nde f\u00e4rbte die Entwicklung ab. Bei 22,9 Prozent liegt der Frauenanteil im Vorstand dieser Unternehmen inzwischen, nach lediglich f\u00fcnf Prozent im Jahr 2015. Zum Vergleich: Bei den nicht der Quote unterliegenden Unternehmen stieg der Anteil im Vorstand weniger stark auf heute 14,7 Prozent.70 Unternehmen ohne einzige Frau im VorstandZuletzt ist allerdings die Zahl frauenfreier Vorst\u00e4nde wieder gestiegen: 70 Unternehmen haben derzeit kein weibliches Vorstandsmitglied \u2013 f\u00fcnf mehr als im Vorjahr. Darunter finden sich weiterhin 23 Unternehmen, die eine Zielgr\u00f6\u00dfe von null Frauen angeben \u2013 also nicht planen, weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte zu berufen. Die meisten davon (18) fallen nicht unter die gesetzliche Aufsichtsratsquote. Besonders auff\u00e4llig: Der MDAX-Konzern S\u00fcdzucker, der eigentlich unter das gesetzlich vorgeschriebene Mindestbeteiligungsgebot f\u00e4llt, hat ebenfalls keine Frau im Vorstand.F\u00fcr Fidar-Gr\u00fcndungspr\u00e4sidentin Monika Schulz-Strelow ist das ein unhaltbarer Zustand: \u201eMit null Frauen zu planen, ist inakzeptabel. Ohne sp\u00fcrbaren Druck wird die Zielgr\u00f6\u00dfenverpflichtung nicht ernst genommen.\u201c Zwar sei die Zahl der Unternehmen mit Zielgr\u00f6\u00dfe Null seit der Einf\u00fchrung einer Begr\u00fcndungspflicht zur\u00fcckgegangen \u2013 von 46 auf 23 \u2013 doch die freiwillige Selbstverpflichtung zeige insgesamt zu wenig Wirkung.Fidar-Pr\u00e4sidentin Anja Seng fordert daher eine Ausweitung der bestehenden Regeln: \u201eDie Geschlechterquote im Aufsichtsrat sollte auf 40 Prozent erh\u00f6ht und auf alle b\u00f6rsennotierten Unternehmen oder solche mit mehr als 500 Besch\u00e4ftigten ausgeweitet werden.\u201c Auch das Mindestbeteiligungsgebot f\u00fcr Vorst\u00e4nde m\u00fcsse zu einer festen Quote weiterentwickelt werden. Ihr Appell ist deutlich: \u201eAls Gesellschaft k\u00f6nnen wir es uns nicht leisten, dass die deutsche Wirtschaft bei der gleichberechtigten Teilhabe zur\u00fcckf\u00e4llt.\u201cWas Quoten bewirken \u2013 und wo sie versagenDie Pflicht zur Mindestbeteiligung von Frauen im Vorstand hat bisher noch keine scharfen Z\u00e4hne. Sie gilt seit dem Sommer 2022 lediglich f\u00fcr Neubesetzungen in Unternehmen mit mehr als drei Vorstandsmitgliedern, die sowohl b\u00f6rsennotiert als auch parit\u00e4tisch mitbestimmt sind. Das betrifft aktuell nur 60 der 179 untersuchten Unternehmen. Alle anderen Unternehmen m\u00fcssen sich zwar selbst Zielgr\u00f6\u00dfen, f\u00fcr den Vorstand und die beiden obersten F\u00fchrungsebenen darunter, setzen. Diese Zielgr\u00f6\u00dfe kann allerdings auch bei Null liegen. F\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te in b\u00f6rsennotierten und parit\u00e4tischen mitbestimmten Unternehmen dagegen gilt per Gesetz seit 2016 eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent.Sogar eine Parit\u00e4t in ihren Aufsichtsr\u00e4ten konnten, Stand Mai 2025, vier Dax-Konzerne vorweisen: Beiersdorf, Zalando, Bayer und Fresenius Medical Care. Im Vorjahr allerdings waren es noch acht Konzerne gewesen. Mit SAP, Adidas und Porsche SE liegen nun gleich drei Dax-40-Unternehmen unterhalb der 30-Prozent-Marke. Das Schlusslicht im Premium-B\u00f6rsen-Segment bildet Porsche, mit nur zwei Frauen im zehnk\u00f6pfigen Aufsichtsrat. Bei der Mercedes-Benz Group dagegen stieg der Frauenanteil im Aufsichtsrat auf 45 Prozent, unter anderem durch die Berufung von Barbara Resch und Pia Simon.Es sind noch unter zehn Prozent, aber immerhin: Die Zahl der Unternehmen mit einer weiblichen Aufsichtsratsvorsitzenden stieg in diesem Jahr auf einen neuen Rekordwert. 16 der 179 von Fidar untersuchten Unternehmen haben eine Frau an der Spitze des Kontrollgremiums. Neu hinzu gekommen ist in diesem Jahr unter anderen Katrin Suder als Aufsichtsratschefin der Deutschen Post und Clara-Christina Streit bei der Deutschen B\u00f6rse. Und mit Silke Seidel hat seit November vergangenen Jahres auch ein b\u00f6rsennotierter Fu\u00dfballverein eine Aufsichtsratschefin: der Borussia Dortmund.Inga Michler ist Wirtschaftsreporterin bei WELT und moderiert Wirtschaftskongresse. 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Der Einzug von Frauen in die Vorst\u00e4nde hat sich zudem deutlich verlangsamt.Das ist das Ergebnis des aktuellen Women-On-Board-Index (WoB-Index) der Initiative Fidar. Sie untersucht regelm\u00e4\u00dfig die Entwicklung der Gleichstellung in den F\u00fchrungsetagen von derzeit 179 im Dax, MDax, und SDax sowie der im regulierten Markt notierten, parit\u00e4tisch mitbestimmten Unternehmen.Der Frauenanteil in den Aufsichtsr\u00e4ten sank demnach im vergangenen Jahr von 37,3 auf 37 Prozent. Zwar liegt der Anteil von Frauen in Vorstandsetagen mit 19,9 Prozent etwas h\u00f6her als im Vorjahr (19,3 Prozent), doch schw\u00e4chte sich der Aufw\u00e4rtstrend ab. Vom Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe sind die meisten Unternehmen noch immer weit entfernt.Bundesfrauenministerin Karin Prien (CDU) mahnt angesichts der neuen Zahlen zu Entschlossenheit: \u201eEs ist entscheidend, dass Unternehmen jetzt nicht nachlassen, sondern weiterhin gezielt weibliche Talente f\u00f6rdern.\u201c Die gesetzlichen Rahmenbedingungen h\u00e4tten gewirkt \u2013 jetzt d\u00fcrfe der gesetzlich angesto\u00dfene Wandel nicht steckenbleiben.Ein R\u00fcckblick auf zehn Jahre Geschlechterquote f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te macht den Effekt deutlich: In den Unternehmen, die unter die feste Quote f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te fallen, ist der Anteil von Frauen in den Kontrollgremien auf 38,6 Prozent gestiegen \u2013 ein Plus von \u00fcber 17 Prozentpunkten seit 2015. Und auch auf die Vorst\u00e4nde f\u00e4rbte die Entwicklung ab. Bei 22,9 Prozent liegt der Frauenanteil im Vorstand dieser Unternehmen inzwischen, nach lediglich f\u00fcnf Prozent im Jahr 2015. Zum Vergleich: Bei den nicht der Quote unterliegenden Unternehmen stieg der Anteil im Vorstand weniger stark auf heute 14,7 Prozent.70 Unternehmen ohne einzige Frau im VorstandZuletzt ist allerdings die Zahl frauenfreier Vorst\u00e4nde wieder gestiegen: 70 Unternehmen haben derzeit kein weibliches Vorstandsmitglied \u2013 f\u00fcnf mehr als im Vorjahr. Darunter finden sich weiterhin 23 Unternehmen, die eine Zielgr\u00f6\u00dfe von null Frauen angeben \u2013 also nicht planen, weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte zu berufen. Die meisten davon (18) fallen nicht unter die gesetzliche Aufsichtsratsquote. Besonders auff\u00e4llig: Der MDAX-Konzern S\u00fcdzucker, der eigentlich unter das gesetzlich vorgeschriebene Mindestbeteiligungsgebot f\u00e4llt, hat ebenfalls keine Frau im Vorstand.F\u00fcr Fidar-Gr\u00fcndungspr\u00e4sidentin Monika Schulz-Strelow ist das ein unhaltbarer Zustand: \u201eMit null Frauen zu planen, ist inakzeptabel. 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Ihr Appell ist deutlich: \u201eAls Gesellschaft k\u00f6nnen wir es uns nicht leisten, dass die deutsche Wirtschaft bei der gleichberechtigten Teilhabe zur\u00fcckf\u00e4llt.\u201cWas Quoten bewirken \u2013 und wo sie versagenDie Pflicht zur Mindestbeteiligung von Frauen im Vorstand hat bisher noch keine scharfen Z\u00e4hne. Sie gilt seit dem Sommer 2022 lediglich f\u00fcr Neubesetzungen in Unternehmen mit mehr als drei Vorstandsmitgliedern, die sowohl b\u00f6rsennotiert als auch parit\u00e4tisch mitbestimmt sind. Das betrifft aktuell nur 60 der 179 untersuchten Unternehmen. Alle anderen Unternehmen m\u00fcssen sich zwar selbst Zielgr\u00f6\u00dfen, f\u00fcr den Vorstand und die beiden obersten F\u00fchrungsebenen darunter, setzen. Diese Zielgr\u00f6\u00dfe kann allerdings auch bei Null liegen. 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Vom Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe sind die meisten Unternehmen noch immer weit entfernt.Bundesfrauenministerin Karin Prien (CDU) mahnt angesichts der neuen Zahlen zu Entschlossenheit: \u201eEs ist entscheidend, dass Unternehmen jetzt nicht nachlassen, sondern weiterhin gezielt weibliche Talente f\u00f6rdern.\u201c Die gesetzlichen Rahmenbedingungen h\u00e4tten gewirkt \u2013 jetzt d\u00fcrfe der gesetzlich angesto\u00dfene Wandel nicht steckenbleiben.Ein R\u00fcckblick auf zehn Jahre Geschlechterquote f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te macht den Effekt deutlich: In den Unternehmen, die unter die feste Quote f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te fallen, ist der Anteil von Frauen in den Kontrollgremien auf 38,6 Prozent gestiegen \u2013 ein Plus von \u00fcber 17 Prozentpunkten seit 2015. Und auch auf die Vorst\u00e4nde f\u00e4rbte die Entwicklung ab. Bei 22,9 Prozent liegt der Frauenanteil im Vorstand dieser Unternehmen inzwischen, nach lediglich f\u00fcnf Prozent im Jahr 2015. 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Ohne sp\u00fcrbaren Druck wird die Zielgr\u00f6\u00dfenverpflichtung nicht ernst genommen.\u201c Zwar sei die Zahl der Unternehmen mit Zielgr\u00f6\u00dfe Null seit der Einf\u00fchrung einer Begr\u00fcndungspflicht zur\u00fcckgegangen \u2013 von 46 auf 23 \u2013 doch die freiwillige Selbstverpflichtung zeige insgesamt zu wenig Wirkung.Fidar-Pr\u00e4sidentin Anja Seng fordert daher eine Ausweitung der bestehenden Regeln: \u201eDie Geschlechterquote im Aufsichtsrat sollte auf 40 Prozent erh\u00f6ht und auf alle b\u00f6rsennotierten Unternehmen oder solche mit mehr als 500 Besch\u00e4ftigten ausgeweitet werden.\u201c Auch das Mindestbeteiligungsgebot f\u00fcr Vorst\u00e4nde m\u00fcsse zu einer festen Quote weiterentwickelt werden. Ihr Appell ist deutlich: \u201eAls Gesellschaft k\u00f6nnen wir es uns nicht leisten, dass die deutsche Wirtschaft bei der gleichberechtigten Teilhabe zur\u00fcckf\u00e4llt.\u201cWas Quoten bewirken \u2013 und wo sie versagenDie Pflicht zur Mindestbeteiligung von Frauen im Vorstand hat bisher noch keine scharfen Z\u00e4hne. Sie gilt seit dem Sommer 2022 lediglich f\u00fcr Neubesetzungen in Unternehmen mit mehr als drei Vorstandsmitgliedern, die sowohl b\u00f6rsennotiert als auch parit\u00e4tisch mitbestimmt sind. Das betrifft aktuell nur 60 der 179 untersuchten Unternehmen. Alle anderen Unternehmen m\u00fcssen sich zwar selbst Zielgr\u00f6\u00dfen, f\u00fcr den Vorstand und die beiden obersten F\u00fchrungsebenen darunter, setzen. Diese Zielgr\u00f6\u00dfe kann allerdings auch bei Null liegen. 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Bei der Mercedes-Benz Group dagegen stieg der Frauenanteil im Aufsichtsrat auf 45 Prozent, unter anderem durch die Berufung von Barbara Resch und Pia Simon.Es sind noch unter zehn Prozent, aber immerhin: Die Zahl der Unternehmen mit einer weiblichen Aufsichtsratsvorsitzenden stieg in diesem Jahr auf einen neuen Rekordwert. 16 der 179 von Fidar untersuchten Unternehmen haben eine Frau an der Spitze des Kontrollgremiums. Neu hinzu gekommen ist in diesem Jahr unter anderen Katrin Suder als Aufsichtsratschefin der Deutschen Post und Clara-Christina Streit bei der Deutschen B\u00f6rse. Und mit Silke Seidel hat seit November vergangenen Jahres auch ein b\u00f6rsennotierter Fu\u00dfballverein eine Aufsichtsratschefin: der Borussia Dortmund.Inga Michler ist Wirtschaftsreporterin bei WELT und moderiert Wirtschaftskongresse. 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Vom Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe sind die meisten Unternehmen noch immer weit entfernt.Bundesfrauenministerin Karin Prien (CDU) mahnt angesichts der neuen Zahlen zu Entschlossenheit: \u201eEs ist entscheidend, dass Unternehmen jetzt nicht nachlassen, sondern weiterhin gezielt weibliche Talente f\u00f6rdern.\u201c Die gesetzlichen Rahmenbedingungen h\u00e4tten gewirkt \u2013 jetzt d\u00fcrfe der gesetzlich angesto\u00dfene Wandel nicht steckenbleiben.Ein R\u00fcckblick auf zehn Jahre Geschlechterquote f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te macht den Effekt deutlich: In den Unternehmen, die unter die feste Quote f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te fallen, ist der Anteil von Frauen in den Kontrollgremien auf 38,6 Prozent gestiegen \u2013 ein Plus von \u00fcber 17 Prozentpunkten seit 2015. Und auch auf die Vorst\u00e4nde f\u00e4rbte die Entwicklung ab. Bei 22,9 Prozent liegt der Frauenanteil im Vorstand dieser Unternehmen inzwischen, nach lediglich f\u00fcnf Prozent im Jahr 2015. Zum Vergleich: Bei den nicht der Quote unterliegenden Unternehmen stieg der Anteil im Vorstand weniger stark auf heute 14,7 Prozent.70 Unternehmen ohne einzige Frau im VorstandZuletzt ist allerdings die Zahl frauenfreier Vorst\u00e4nde wieder gestiegen: 70 Unternehmen haben derzeit kein weibliches Vorstandsmitglied \u2013 f\u00fcnf mehr als im Vorjahr. Darunter finden sich weiterhin 23 Unternehmen, die eine Zielgr\u00f6\u00dfe von null Frauen angeben \u2013 also nicht planen, weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte zu berufen. Die meisten davon (18) fallen nicht unter die gesetzliche Aufsichtsratsquote. Besonders auff\u00e4llig: Der MDAX-Konzern S\u00fcdzucker, der eigentlich unter das gesetzlich vorgeschriebene Mindestbeteiligungsgebot f\u00e4llt, hat ebenfalls keine Frau im Vorstand.F\u00fcr Fidar-Gr\u00fcndungspr\u00e4sidentin Monika Schulz-Strelow ist das ein unhaltbarer Zustand: \u201eMit null Frauen zu planen, ist inakzeptabel. 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Ihr Appell ist deutlich: \u201eAls Gesellschaft k\u00f6nnen wir es uns nicht leisten, dass die deutsche Wirtschaft bei der gleichberechtigten Teilhabe zur\u00fcckf\u00e4llt.\u201cWas Quoten bewirken \u2013 und wo sie versagenDie Pflicht zur Mindestbeteiligung von Frauen im Vorstand hat bisher noch keine scharfen Z\u00e4hne. Sie gilt seit dem Sommer 2022 lediglich f\u00fcr Neubesetzungen in Unternehmen mit mehr als drei Vorstandsmitgliedern, die sowohl b\u00f6rsennotiert als auch parit\u00e4tisch mitbestimmt sind. Das betrifft aktuell nur 60 der 179 untersuchten Unternehmen. Alle anderen Unternehmen m\u00fcssen sich zwar selbst Zielgr\u00f6\u00dfen, f\u00fcr den Vorstand und die beiden obersten F\u00fchrungsebenen darunter, setzen. Diese Zielgr\u00f6\u00dfe kann allerdings auch bei Null liegen. 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Bei der Mercedes-Benz Group dagegen stieg der Frauenanteil im Aufsichtsrat auf 45 Prozent, unter anderem durch die Berufung von Barbara Resch und Pia Simon.Es sind noch unter zehn Prozent, aber immerhin: Die Zahl der Unternehmen mit einer weiblichen Aufsichtsratsvorsitzenden stieg in diesem Jahr auf einen neuen Rekordwert. 16 der 179 von Fidar untersuchten Unternehmen haben eine Frau an der Spitze des Kontrollgremiums. Neu hinzu gekommen ist in diesem Jahr unter anderen Katrin Suder als Aufsichtsratschefin der Deutschen Post und Clara-Christina Streit bei der Deutschen B\u00f6rse. Und mit Silke Seidel hat seit November vergangenen Jahres auch ein b\u00f6rsennotierter Fu\u00dfballverein eine Aufsichtsratschefin: der Borussia Dortmund.Inga Michler ist Wirtschaftsreporterin bei WELT und moderiert Wirtschaftskongresse. 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Zum Vergleich: Bei den nicht der Quote unterliegenden Unternehmen stieg der Anteil im Vorstand weniger stark auf heute 14,7 Prozent.70 Unternehmen ohne einzige Frau im VorstandZuletzt ist allerdings die Zahl frauenfreier Vorst\u00e4nde wieder gestiegen: 70 Unternehmen haben derzeit kein weibliches Vorstandsmitglied \u2013 f\u00fcnf mehr als im Vorjahr. Darunter finden sich weiterhin 23 Unternehmen, die eine Zielgr\u00f6\u00dfe von null Frauen angeben \u2013 also nicht planen, weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte zu berufen. Die meisten davon (18) fallen nicht unter die gesetzliche Aufsichtsratsquote. Besonders auff\u00e4llig: Der MDAX-Konzern S\u00fcdzucker, der eigentlich unter das gesetzlich vorgeschriebene Mindestbeteiligungsgebot f\u00e4llt, hat ebenfalls keine Frau im Vorstand.F\u00fcr Fidar-Gr\u00fcndungspr\u00e4sidentin Monika Schulz-Strelow ist das ein unhaltbarer Zustand: \u201eMit null Frauen zu planen, ist inakzeptabel. 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F\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te in b\u00f6rsennotierten und parit\u00e4tischen mitbestimmten Unternehmen dagegen gilt per Gesetz seit 2016 eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent.Sogar eine Parit\u00e4t in ihren Aufsichtsr\u00e4ten konnten, Stand Mai 2025, vier Dax-Konzerne vorweisen: Beiersdorf, Zalando, Bayer und Fresenius Medical Care. Im Vorjahr allerdings waren es noch acht Konzerne gewesen. Mit SAP, Adidas und Porsche SE liegen nun gleich drei Dax-40-Unternehmen unterhalb der 30-Prozent-Marke. Das Schlusslicht im Premium-B\u00f6rsen-Segment bildet Porsche, mit nur zwei Frauen im zehnk\u00f6pfigen Aufsichtsrat. 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Beim Thema Gleichstellung haben Deutschlands Konzerne in den vergangenen Monaten die Handbremse gezogen. Zum ersten Mal seit zehn Jahren ist der Frauenanteil in den Aufsichtsr\u00e4ten der B\u00f6rsenunternehmen leicht gesunken. Der Einzug von Frauen in die Vorst\u00e4nde hat sich zudem deutlich verlangsamt.Das ist das Ergebnis des aktuellen Women-On-Board-Index (WoB-Index) der Initiative Fidar. Sie untersucht regelm\u00e4\u00dfig die Entwicklung der Gleichstellung in den F\u00fchrungsetagen von derzeit 179 im Dax, MDax, und SDax sowie der im regulierten Markt notierten, parit\u00e4tisch mitbestimmten Unternehmen.Der Frauenanteil in den Aufsichtsr\u00e4ten sank demnach im vergangenen Jahr von 37,3 auf 37 Prozent. Zwar liegt der Anteil von Frauen in Vorstandsetagen mit 19,9 Prozent etwas h\u00f6her als im Vorjahr (19,3 Prozent), doch schw\u00e4chte sich der Aufw\u00e4rtstrend ab. Vom Ziel einer gleichberechtigten Teilhabe sind die meisten Unternehmen noch immer weit entfernt.Bundesfrauenministerin Karin Prien (CDU) mahnt angesichts der neuen Zahlen zu Entschlossenheit: \u201eEs ist entscheidend, dass Unternehmen jetzt nicht nachlassen, sondern weiterhin gezielt weibliche Talente f\u00f6rdern.\u201c Die gesetzlichen Rahmenbedingungen h\u00e4tten gewirkt \u2013 jetzt d\u00fcrfe der gesetzlich angesto\u00dfene Wandel nicht steckenbleiben.Ein R\u00fcckblick auf zehn Jahre Geschlechterquote f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te macht den Effekt deutlich: In den Unternehmen, die unter die feste Quote f\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te fallen, ist der Anteil von Frauen in den Kontrollgremien auf 38,6 Prozent gestiegen \u2013 ein Plus von \u00fcber 17 Prozentpunkten seit 2015. Und auch auf die Vorst\u00e4nde f\u00e4rbte die Entwicklung ab. Bei 22,9 Prozent liegt der Frauenanteil im Vorstand dieser Unternehmen inzwischen, nach lediglich f\u00fcnf Prozent im Jahr 2015. Zum Vergleich: Bei den nicht der Quote unterliegenden Unternehmen stieg der Anteil im Vorstand weniger stark auf heute 14,7 Prozent.70 Unternehmen ohne einzige Frau im VorstandZuletzt ist allerdings die Zahl frauenfreier Vorst\u00e4nde wieder gestiegen: 70 Unternehmen haben derzeit kein weibliches Vorstandsmitglied \u2013 f\u00fcnf mehr als im Vorjahr. Darunter finden sich weiterhin 23 Unternehmen, die eine Zielgr\u00f6\u00dfe von null Frauen angeben \u2013 also nicht planen, weibliche F\u00fchrungskr\u00e4fte zu berufen. Die meisten davon (18) fallen nicht unter die gesetzliche Aufsichtsratsquote. Besonders auff\u00e4llig: Der MDAX-Konzern S\u00fcdzucker, der eigentlich unter das gesetzlich vorgeschriebene Mindestbeteiligungsgebot f\u00e4llt, hat ebenfalls keine Frau im Vorstand.F\u00fcr Fidar-Gr\u00fcndungspr\u00e4sidentin Monika Schulz-Strelow ist das ein unhaltbarer Zustand: \u201eMit null Frauen zu planen, ist inakzeptabel. Ohne sp\u00fcrbaren Druck wird die Zielgr\u00f6\u00dfenverpflichtung nicht ernst genommen.\u201c Zwar sei die Zahl der Unternehmen mit Zielgr\u00f6\u00dfe Null seit der Einf\u00fchrung einer Begr\u00fcndungspflicht zur\u00fcckgegangen \u2013 von 46 auf 23 \u2013 doch die freiwillige Selbstverpflichtung zeige insgesamt zu wenig Wirkung.Fidar-Pr\u00e4sidentin Anja Seng fordert daher eine Ausweitung der bestehenden Regeln: \u201eDie Geschlechterquote im Aufsichtsrat sollte auf 40 Prozent erh\u00f6ht und auf alle b\u00f6rsennotierten Unternehmen oder solche mit mehr als 500 Besch\u00e4ftigten ausgeweitet werden.\u201c Auch das Mindestbeteiligungsgebot f\u00fcr Vorst\u00e4nde m\u00fcsse zu einer festen Quote weiterentwickelt werden. Ihr Appell ist deutlich: \u201eAls Gesellschaft k\u00f6nnen wir es uns nicht leisten, dass die deutsche Wirtschaft bei der gleichberechtigten Teilhabe zur\u00fcckf\u00e4llt.\u201cWas Quoten bewirken \u2013 und wo sie versagenDie Pflicht zur Mindestbeteiligung von Frauen im Vorstand hat bisher noch keine scharfen Z\u00e4hne. Sie gilt seit dem Sommer 2022 lediglich f\u00fcr Neubesetzungen in Unternehmen mit mehr als drei Vorstandsmitgliedern, die sowohl b\u00f6rsennotiert als auch parit\u00e4tisch mitbestimmt sind. Das betrifft aktuell nur 60 der 179 untersuchten Unternehmen. Alle anderen Unternehmen m\u00fcssen sich zwar selbst Zielgr\u00f6\u00dfen, f\u00fcr den Vorstand und die beiden obersten F\u00fchrungsebenen darunter, setzen. Diese Zielgr\u00f6\u00dfe kann allerdings auch bei Null liegen. F\u00fcr Aufsichtsr\u00e4te in b\u00f6rsennotierten und parit\u00e4tischen mitbestimmten Unternehmen dagegen gilt per Gesetz seit 2016 eine Geschlechterquote von mindestens 30 Prozent.Sogar eine Parit\u00e4t in ihren Aufsichtsr\u00e4ten konnten, Stand Mai 2025, vier Dax-Konzerne vorweisen: Beiersdorf, Zalando, Bayer und Fresenius Medical Care. Im Vorjahr allerdings waren es noch acht Konzerne gewesen. Mit SAP, Adidas und Porsche SE liegen nun gleich drei Dax-40-Unternehmen unterhalb der 30-Prozent-Marke. Das Schlusslicht im Premium-B\u00f6rsen-Segment bildet Porsche, mit nur zwei Frauen im zehnk\u00f6pfigen Aufsichtsrat. Bei der Mercedes-Benz Group dagegen stieg der Frauenanteil im Aufsichtsrat auf 45 Prozent, unter anderem durch die Berufung von Barbara Resch und Pia Simon.Es sind noch unter zehn Prozent, aber immerhin: Die Zahl der Unternehmen mit einer weiblichen Aufsichtsratsvorsitzenden stieg in diesem Jahr auf einen neuen Rekordwert. 16 der 179 von Fidar untersuchten Unternehmen haben eine Frau an der Spitze des Kontrollgremiums. Neu hinzu gekommen ist in diesem Jahr unter anderen Katrin Suder als Aufsichtsratschefin der Deutschen Post und Clara-Christina Streit bei der Deutschen B\u00f6rse. Und mit Silke Seidel hat seit November vergangenen Jahres auch ein b\u00f6rsennotierter Fu\u00dfballverein eine Aufsichtsratschefin: der Borussia Dortmund.Inga Michler ist Wirtschaftsreporterin bei WELT und moderiert Wirtschaftskongresse. 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