{"id":254788,"date":"2025-07-15T17:31:52","date_gmt":"2025-07-15T14:31:52","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/ein-werk-voller-welt\/"},"modified":"2025-07-15T17:33:24","modified_gmt":"2025-07-15T14:33:24","slug":"ein-werk-voller-welt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/ein-werk-voller-welt\/","title":{"rendered":"Ein Werk voller Welt"},"content":{"rendered":"<div>\n<p>Wenn das etwas altmodische Wort &#8222;Grazie&#8220; noch Bedeutung hat, dann vielleicht bei Ursula Krechel. So gewichtig und historisch aufgeladen vieles ist, was die 77-j\u00e4hrige Romanautorin und Lyrikerin schreibt, so wenig sp\u00fcrt man ihren Texten, f\u00fcr die sie jetzt mit der wichtigsten deutschen Literaturauszeichnung, dem <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/buechnerpreis\" rel=\"nofollow\">Georg-B\u00fcchner-Preis<\/a><\/span>, geehrt wird, diese Schwere an. Die Jury lobte, wie Krechel &#8222;den Verheerungen der deutschen Geschichte und Verh\u00e4rtungen der Gegenwart die Kraft ihrer Literatur entgegensetzt&#8220;. Ihr Werk durchziehe das Thema der &#8222;Selbstbehauptung, Wiederentdeckung und Fortentwicklung weiblicher Autorschaft&#8220;. Und vielleicht ist es gerade dieser weibliche Blick, der ihr poetisches Besteck so scharf und zugleich so elegant macht.\n<\/p>\n<p>Es sind Gewaltgeschichten, die Krechel von jeher besch\u00e4ftigen, von der Antike bis in die Gegenwart. In ihrem erst in diesem Fr\u00fchjahr erschienenen <span><a href=\"https:\/\/www.zeit.de\/thema\/belletristik\" rel=\"nofollow\">Roman<\/a><\/span>  verkn\u00fcpft sie die Schicksale einer schwer kranken Lateinlehrerin, einer arbeitslosen Einzelhandelskauffrau und einer namenlosen Justizministerin, die einem Attentat zum Opfer f\u00e4llt. Im Hintergrund l\u00e4uft die Geschichte Agrippinas mit, der Mutter Neros, die einst so m\u00e4chtig wurde, dass ihr eigener Sohn sie ermorden lie\u00df. F\u00fcr Krechel sind das Parallelbiografien, Spuren eines Musters, das sich durch die Jahrhunderte zieht. Und dann ist da nat\u00fcrlich , ihr gro\u00dfer Durchbruch: 2012 mit dem Deutschen Buchpreis ausgezeichnet, sp\u00e4ter vom ZDF verfilmt. Der Roman erz\u00e4hlt von dem j\u00fcdischen Richter Richard Kornitzer, der nach dem Exil in Kuba ins Nachkriegsdeutschland zur\u00fcckkehrt, in ein Land, das sich seiner Schuld partout nicht stellen will.\n<\/p>\n<h2>Die M\u00f6glichkeit, dass der Zorn jederzeit hervorbricht<\/h2>\n<p>Ihre eigentliche Paradedisziplin aber ist \u2013 seit sie in den Siebzigerjahren mit Lyrik deb\u00fctierte \u2013 das Gedicht geblieben. Eine intensive, dichte, hoch konzentrierte Lyrik: &#8222;So kalt war das Herz, da\u00df es \/ f\u00fcrchtete um sich selbst \/ absoff die Rede, wollte schon \/ kaltschn\u00e4uzig genannt werden \/ schmiegte sich wohlig an Fliesen \/ hauste wie gl\u00fcckliche Maden \/ unter K\u00f6rben mit Sauerkirschen&#8220;, hei\u00dft es im Gedicht Rede, Herz aus dem 1997 erschienenen Band  \u2013 auch so ein typisch graziles Krechel-Wort: nicht mehr Zorn, aber doch die M\u00f6glichkeit, dass er jederzeit wieder hervorbrechen und alles mit sich rei\u00dfen k\u00f6nnte.\u00a0\n<\/p>\n<p>Was immer Ursula Krechel schreibt \u2013 Essays, Theaterst\u00fccke, H\u00f6rspiele \u2013 ist voller Welt. Mit der gegenw\u00e4rtig so beliebten autofiktionalen Literatur kann sie wenig anfangen. Bei einem \u00dcbersetzertreffen in diesem Fr\u00fchjahr in Berlin sagte sie, man merke es Autorinnen und Autoren schnell an, wenn ihnen nach dem ersten, zweiten Buch die Themen ausgingen, auf einmal Flaute. Ihr hat es nie an Stoff gefehlt. Und sie hat immer nach der richtigen Form gesucht \u2013 streng, ja, aber sie wusste: Nur durch Strenge entsteht jene Leichtigkeit, der man ihre M\u00fche nicht mehr ansieht. Nicht einmal wenn man daf\u00fcr den wichtigsten Preis erh\u00e4lt.\n<\/p>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn das etwas altmodische Wort &#8222;Grazie&#8220; noch Bedeutung hat, dann vielleicht bei Ursula Krechel. So gewichtig und historisch aufgeladen vieles ist, was die 77-j\u00e4hrige Romanautorin und Lyrikerin schreibt, so wenig sp\u00fcrt man ihren Texten, f\u00fcr die sie jetzt mit der wichtigsten deutschen Literaturauszeichnung, dem Georg-B\u00fcchner-Preis, geehrt wird, diese Schwere an. 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