{"id":253387,"date":"2025-07-13T13:26:28","date_gmt":"2025-07-13T10:26:28","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/das-grose-eisdielen-missverstandnis-der-deutschen\/"},"modified":"2025-07-13T13:26:52","modified_gmt":"2025-07-13T10:26:52","slug":"das-grose-eisdielen-missverstandnis-der-deutschen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/das-grose-eisdielen-missverstandnis-der-deutschen\/","title":{"rendered":"Das gro\u00dfe Eisdielen-Missverst\u00e4ndnis der Deutschen"},"content":{"rendered":"<p>Ob Schoko, Vanille oder Stracciatella \u2013 Eis geh\u00f6rt f\u00fcr die meisten Menschen zum Sommer einfach dazu. Allerdings sorgen die Preise f\u00fcr die Leckerei aus der Eisdiele zunehmend f\u00fcr Unmut. In einer aktuellen YouGov-Umfrage geben knapp zwei Drittel der Deutschen an, ihnen sei mittlerweile eine Kugel <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256371790\/Eispreisbremse-Kinder-aus-aermeren-Familien-sollen-nur-50-Cent-fuer-Kugel-Eis-zahlen.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/politik\/deutschland\/article256371790\/Eispreisbremse-Kinder-aus-aermeren-Familien-sollen-nur-50-Cent-fuer-Kugel-Eis-zahlen.html\">h\u00e4ufig oder immer zu teuer<\/a>. Zwar verzichten diese Verbraucher deswegen nicht zwingend auf ihr Vergn\u00fcgen. Sechs von zehn Kunden bestellen aber immer oder zumindest gelegentlich weniger als noch vor f\u00fcnf Jahren.<\/p>\n<p>Pro Eiskugel werden derzeit zwischen 1,30 Euro in l\u00e4ndlichen Regionen und bis zu 2,80 Euro in Gro\u00dfst\u00e4dten f\u00e4llig, wie Uniteis meldet. Uniteis ist die Vereinigung der italienischen Gelaterie (Eisdielen) in Deutschland und vertritt rund 1000 Eismacher mit 2200 Gesch\u00e4ften. Kritik an den Preisen weist der Verband zur\u00fcck. \u201eDas ist keine willk\u00fcrliche Entscheidung, die jeder Inhaber einer Eisdiele urpl\u00f6tzlich trifft\u201c, hei\u00dft es in einer Mitteilung. <\/p>\n<p>Die Unternehmen m\u00fcssten ihre Betriebskosten decken, etwa den Wareneinkauf von Zutaten wie Milch, Sahne, Fr\u00fcchten, N\u00fcssen oder Schokolade. Dazu kommen Miete, Strom, Versicherungen und auch die Ausgaben f\u00fcrs Personal, die allein auf rund 30 Prozent vom Umsatz gesch\u00e4tzt werden. \u201eFr\u00fcher hat die ganze Familie in der Eisdiele mitgeholfen, viele haben kostenlos gearbeitet\u201c, sagt Verbandsvertreterin Annalisa Carnio. Heute w\u00fcrden vorwiegend Mitarbeiter besch\u00e4ftigt, und f\u00fcr diese gelte der Mindestlohn.\u00a0<\/p>\n<p>Als Gewinn bleiben am Ende laut Uniteis rund zehn Prozent des Umsatzes \u00fcbrig \u2013 vor Steuern. Wer diesen Wert nicht erreiche, habe keine Zukunft. \u201eViele kleine Betriebe haben in den letzten Jahren den Preis niedrig gehalten, mit dem bitteren Ergebnis, den Laden schlie\u00dfen zu m\u00fcssen\u201c, berichtet Carnio. Bundesweit gibt es aktuell gut 5000 Eisdielen. Vor 20 Jahren waren es noch fast 7000.\u00a0<\/p>\n<p>Dass deren Produkt und Preis von Verbrauchern gerne mit dem wesentlich g\u00fcnstigeren Speiseeis aus Superm\u00e4rkten und Discountern verglichen wird, h\u00e4lt Uniteis f\u00fcr unfair. \u201eGelato errechnet sich nach Gewicht und nicht nach Liter, wie das beim luftigen Eis aus der K\u00fchltheke der Fall ist\u201c, sagt Verbandsvertreterin Carnio. Tats\u00e4chlich wiegt ein Liter industriell hergestelltes Speiseeis zum Teil keine 500 Gramm. Zwar tr\u00e4gt der sogenannte Lufteinschlag dazu bei, dass sich die Aromen im Eis entfalten k\u00f6nnen. Viel Luft hat jedoch allein das Ziel, das Volumen zu erh\u00f6hen.\u00a0<\/p>\n<p>Industrielle Hersteller gibt es hierzulande knapp 20. Deren Produktionsmenge lag im vergangenen Jahr laut dem Statistischen Bundesamt bei knapp 607 Millionen Litern, der Umsatz belief sich auf mehr als 1,5 Milliarden Euro im In- und Ausland. F\u00fcr die Eisdielen in Deutschland gibt es solche Zahlen nicht. Daf\u00fcr ist klar, welches Eis dort am h\u00e4ufigsten \u00fcber die Ladentheke geht. Lieblingssorte der Deutschen ist erneut Schokolade, wie die YouGov-Umfrage zeigt. Dahinter folgen Stracciatella, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/wirtschaft\/article164986279\/Eis-ohne-echte-Bourbon-Vanille.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/print\/die_welt\/wirtschaft\/article164986279\/Eis-ohne-echte-Bourbon-Vanille.html\">Vanille<\/a>, Haselnuss, Joghurt und Erdbeere.\u00a0<\/p>\n<p>Als fairen Preis f\u00fcr eine Kugel in der Diele empfinden Befragte demnach zwischen einem und 1,50 Euro. Beim Eisdielen-Verband sorgt diese Vorstellung indes f\u00fcr Verwunderung. Die Preise hierzulande seien im Vergleich mit anderen L\u00e4ndern recht g\u00fcnstig. So koste die Kugel in Italien zwischen 2,50 Euro und vier Euro, in Frankreich zwischen 3,50 und f\u00fcnf Euro und in Schweizer St\u00e4dten wie Luzern oder Genf sogar mehr als f\u00fcnf Euro. <\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/carsten-dierig\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/carsten-dierig\/\"><em><b>Carsten Dierig<\/b><\/em><\/a><em><b> ist Wirtschaftsredakteur in D\u00fcsseldorf. Er berichtet \u00fcber Handel und Konsumg\u00fcter, Maschinenbau und die Stahlindustrie sowie Mittelstandsunternehmen.<\/b><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Ob Schoko, Vanille oder Stracciatella \u2013 Eis geh\u00f6rt f\u00fcr die meisten Menschen zum Sommer einfach dazu. Allerdings sorgen die Preise f\u00fcr die Leckerei aus der Eisdiele zunehmend f\u00fcr Unmut. In einer aktuellen YouGov-Umfrage geben knapp zwei Drittel der Deutschen an, ihnen sei mittlerweile eine Kugel h\u00e4ufig oder immer zu teuer. 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Vor 20 Jahren waren es noch fast 7000.\u00a0Dass deren Produkt und Preis von Verbrauchern gerne mit dem wesentlich g\u00fcnstigeren Speiseeis aus Superm\u00e4rkten und Discountern verglichen wird, h\u00e4lt Uniteis f\u00fcr unfair. \u201eGelato errechnet sich nach Gewicht und nicht nach Liter, wie das beim luftigen Eis aus der K\u00fchltheke der Fall ist\u201c, sagt Verbandsvertreterin Carnio. Tats\u00e4chlich wiegt ein Liter industriell hergestelltes Speiseeis zum Teil keine 500 Gramm. Zwar tr\u00e4gt der sogenannte Lufteinschlag dazu bei, dass sich die Aromen im Eis entfalten k\u00f6nnen. Viel Luft hat jedoch allein das Ziel, das Volumen zu erh\u00f6hen.\u00a0Industrielle Hersteller gibt es hierzulande knapp 20. Deren Produktionsmenge lag im vergangenen Jahr laut dem Statistischen Bundesamt bei knapp 607 Millionen Litern, der Umsatz belief sich auf mehr als 1,5 Milliarden Euro im In- und Ausland. F\u00fcr die Eisdielen in Deutschland gibt es solche Zahlen nicht. 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Die Unternehmen m\u00fcssten ihre Betriebskosten decken, etwa den Wareneinkauf von Zutaten wie Milch, Sahne, Fr\u00fcchten, N\u00fcssen oder Schokolade. Dazu kommen Miete, Strom, Versicherungen und auch die Ausgaben f\u00fcrs Personal, die allein auf rund 30 Prozent vom Umsatz gesch\u00e4tzt werden. \u201eFr\u00fcher hat die ganze Familie in der Eisdiele mitgeholfen, viele haben kostenlos gearbeitet\u201c, sagt Verbandsvertreterin Annalisa Carnio. Heute w\u00fcrden vorwiegend Mitarbeiter besch\u00e4ftigt, und f\u00fcr diese gelte der Mindestlohn.\u00a0Als Gewinn bleiben am Ende laut Uniteis rund zehn Prozent des Umsatzes \u00fcbrig \u2013 vor Steuern. Wer diesen Wert nicht erreiche, habe keine Zukunft. \u201eViele kleine Betriebe haben in den letzten Jahren den Preis niedrig gehalten, mit dem bitteren Ergebnis, den Laden schlie\u00dfen zu m\u00fcssen\u201c, berichtet Carnio. Bundesweit gibt es aktuell gut 5000 Eisdielen. 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Daf\u00fcr ist klar, welches Eis dort am h\u00e4ufigsten \u00fcber die Ladentheke geht. Lieblingssorte der Deutschen ist erneut Schokolade, wie die YouGov-Umfrage zeigt. Dahinter folgen Stracciatella, Vanille, Haselnuss, Joghurt und Erdbeere.\u00a0Als fairen Preis f\u00fcr eine Kugel in der Diele empfinden Befragte demnach zwischen einem und 1,50 Euro. Beim Eisdielen-Verband sorgt diese Vorstellung indes f\u00fcr Verwunderung. Die Preise hierzulande seien im Vergleich mit anderen L\u00e4ndern recht g\u00fcnstig. So koste die Kugel in Italien zwischen 2,50 Euro und vier Euro, in Frankreich zwischen 3,50 und f\u00fcnf Euro und in Schweizer St\u00e4dten wie Luzern oder Genf sogar mehr als f\u00fcnf Euro. Carsten Dierig ist Wirtschaftsredakteur in D\u00fcsseldorf. 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