{"id":252970,"date":"2025-07-12T17:26:07","date_gmt":"2025-07-12T14:26:07","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/harte-einschnitte-bei-thyssenkrupp-steel\/"},"modified":"2025-07-12T17:26:31","modified_gmt":"2025-07-12T14:26:31","slug":"harte-einschnitte-bei-thyssenkrupp-steel","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/harte-einschnitte-bei-thyssenkrupp-steel\/","title":{"rendered":"Harte Einschnitte bei Thyssenkrupp Steel"},"content":{"rendered":"<p>Bei Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) stehen harte Einschnitte bevor. Nach drei Tagen und drei N\u00e4chten Verhandlung haben sich das Management und Vertreter von IG Metall und Betriebsrat auf einen Sanierungstarifvertrag geeinigt. Diese Vereinbarung bildet nun die Grundlage f\u00fcr eine Neuaufstellung der seit Jahren angeschlagenen Stahlsparte von Thyssenkrupp. \u201eDas war ein harter und schwerer Gang f\u00fcr alle Beteiligten\u201c, fasst Dirk Schulte zusammen, Arbeitsdirektor und Personalvorstand von TKSE. Zumal viele bis zum Schluss noch gehofft h\u00e4tten, dass es \u201eschon nicht so schlimm\u201c kommen werde. Nun aber gebe es ein \u201esehr umfangreiches Paket\u201c, das gr\u00f6\u00dfte jemals bei Thyssenkrupp Steel. <\/p>\n<p>Die Einigung beinhaltet den umfangreichen Abbau von Produktionskapazit\u00e4ten und im Zuge dessen auch massive Stellenstreichungen. Aktuell sind die Hoch\u00f6fen und Walzwerke f\u00fcr eine Jahresmenge von rund 11,5 Millionen Tonnen ausgelegt, k\u00fcnftig sollen das Zielniveau bei 8,7 bis neun Millionen Tonnen liegen. Dazu wird bis im Herbst ein Hochofen im Stammwerk in Duisburg stillgelegt und ein Warmbandwerk sowie ein Elektrobandstandort in Bochum geschlossen. Ein zun\u00e4chst von der Schlie\u00dfung bedrohtes Werk im Siegerland soll hingegen erstmal erhalten bleiben, wird aber fortlaufend auf seine Wirtschaftlichkeit gepr\u00fcft. <\/p>\n<p>Durch die Schlie\u00dfungen fallen rund 1600 Arbeitspl\u00e4tze weg, zudem werden \u00fcber ein Effizienzprogramm bis 2030 weitere 3700 Stellen im restlichen Konzernverbund abgebaut. Dazu kommen nochmal 6000 Stellen durch Auslagerungen und Verk\u00e4ufe. In Summe streicht TKSE damit 11.000 der aktuell noch fast 27.000 Jobs. Auf betriebsbedingte K\u00fcndigungen soll dabei verzichtet werden, haben Thyssenkrupp und die IG Metall vereinbart. Im Gegenzug m\u00fcssen die verbleibenden Mitarbeiter Einschnitte bei den tariflichen Leistungen hinnehmen, unter anderem eine Streichung des Urlaubsgeldes, eine merkliche Verringerung des Weihnachtsgeldes und der Zuschl\u00e4ge f\u00fcr eine Rufbereitschaft. Dazu wir die Arbeitszeit von derzeit 34 auf k\u00fcnftig noch 32,5 Wochenstunden reduziert, was weitere Gehaltseinbu\u00dfen zur Folge haben wird. In Summe sinkt das Einkommen der Mitarbeiter im Schnitt um rund acht Prozent. <\/p>\n<p>Thyssenkrupp erzielt damit j\u00e4hrlich Einsparungen in H\u00f6he eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags, wie es aus dem Umfeld hei\u00dft. Wie hoch davor die Restrukturierungskosten sein werden f\u00fcr zum Beispiel Abfindungen, legt das Unternehmen nicht offen. Die f\u00fcr Transformation zust\u00e4ndige Vorst\u00e4ndin Marie Jaroni zeigt sich in einem Pressegespr\u00e4ch am Samstag aber grunds\u00e4tzlich zufrieden und spricht von einem \u201eMeilenstein f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit von Thyssenkrupp Steel\u201c: \u201eWir bauen \u00fcbersch\u00fcssige Kapazit\u00e4ten ab, verbessern die Effizienz und k\u00f6nnen so ein wettbewerbsf\u00e4higes Kostenniveau erzielen.\u201c<\/p>\n<h3>Thyssenkrupp will 50 Prozent der Stahlsparte verkaufen<\/h3>\n<p> Thyssenkrupp leidet unter der anhaltenden Konjunkturschw\u00e4che und niedrigen Preisen am Weltmarkt. Wichtige Abnehmerbranchen wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau oder der Bausektor schw\u00e4cheln. Gleichzeitig dr\u00e4ngen Konkurrenten aus Asien mit Billigstahl auf den europ\u00e4ischen Markt, aktuell nochmal mehr als \u00fcblich seit US-Pr\u00e4sident Donald Trump durch seine Zollpolitik den US-Markt f\u00fcr Stahl aus China, Indien, Vietnam und Co. uninteressant gemacht hat. <\/p>\n<p>Drittens schlie\u00dflich belasten Standortnachteile wie <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256282016\/ArcelorMittal-Das-Stahl-Aus-offenbart-den-deutschen-Energie-Irrweg.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256282016\/ArcelorMittal-Das-Stahl-Aus-offenbart-den-deutschen-Energie-Irrweg.html\">hohe Energiekosten die Stahlindustrie in Deutschland<\/a>. Die Industrie steckt deswegen in einer gr\u00fcnen Transformation weg von der klassischen Hochofenroute mit Koks und Kohle hin zu im Idealfall mit gr\u00fcnem Wasserstoff betriebenen Direktreduktionsanlagen. Dieser Umbau ist allerdings teuer und kostet trotz staatlicher F\u00f6rderung einen Milliardenbetrag, der durch die aktuelle Marktschw\u00e4che operativ nicht verdient werden kann. <\/p>\n<p>Thyssenkrupp sucht angesichts dieser Gemengelage schon l\u00e4nger nach einer L\u00f6sung f\u00fcr seine verlustreiche Stahltochter und strebt aktuell ein 50\/50-Joint-Venture an mit der EP Corporate Group des tschechischen Milliard\u00e4rs <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article255498694\/Europas-Weg-als-Klima-Vorbild-ist-gescheitert-Zeit-fuer-einen-neuen-Ansatz.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article255498694\/Europas-Weg-als-Klima-Vorbild-ist-gescheitert-Zeit-fuer-einen-neuen-Ansatz.html\">Daniel K\u0159et\u00ednsk\u00fd<\/a>. 20 Prozent der Anteile hat der Wunschpartner bereits \u00fcbernommen, weitere 30 Prozent sollen folgen. Dann w\u00fcrde das Stahlgesch\u00e4ft nicht mehr in der Bilanz des Mutterkonzerns erscheinen. Der Erwerb der zweiten Tranche h\u00e4ngt allerdings vom Sanierungskonzept bei TKSE ab. <\/p>\n<p>Die jetzige Einigung mit der IG Metall auf einen bis Ende September 2030 laufenden Tarifvertrag gilt daher als wichtige Voraussetzung auf dem Weg zu einem gleichberechtigten Gemeinschaftsunternehmen. Noch allerdings steht das ausgehandelte Konzept unter zwei Vorbehalten: Zum einen m\u00fcssen die Mitglieder der IG Metall dem Kompromiss zustimmen, zum anderen braucht es TKSE noch eine Vereinbarung mit dem Mutterkonzern \u00fcber die Finanzierung der Restrukturierungspl\u00e4ne. Um die Frage dieser Mitgift wird aber schon lange hart gerungen und gestritten. <\/p>\n<p>Gewerkschaftsf\u00fchrer und Betriebsr\u00e4te werden bereits um Verst\u00e4ndnis und Zustimmung. Knut Giesler zum Beispiel, Bezirksleiter der IG Metall in D\u00fcsseldorf und Verhandlungsf\u00fchrer der Arbeitnehmerseite, sprach von einem \u201etragf\u00e4higen Kompromiss\u201c. Zwar gebe es schmerzhafte Elemente. \u201eBetriebsbedingte K\u00fcndigungen sind jedoch vom Tisch und Garantien f\u00fcr Standorte und Investitionen in die Anlagen gibt es auch \u2013 das sind gute Signale.\u201c<\/p>\n<p>Tekin Nasikkol wiederum spricht von Sicherheit und Perspektive f\u00fcr die verbleibenden Mitarbeiter. \u201eWir sind an die Schmerzgrenze gegangen und haben Eingest\u00e4ndnisse nur dort gemacht, wo es wirklich n\u00f6tig war, um Arbeitspl\u00e4tze und Standorte zu sichern\u201c, sagt der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von TKSE. Man habe die Voraussetzungen geschaffen, damit das Unternehmen aus eigener Kraft aus der schwierigen Situation herauskomme und gleichzeitig Angriffe auf bew\u00e4hrte Standards abwehren oder abmildern k\u00f6nnen. Allerdings sieht er eine rote Linie erreicht. \u201eWir k\u00f6nnen aber nicht auf Dauer Managementfehler der Vergangenheit durch Arbeitnehmerbeitr\u00e4ge ausgleichen.\u201c<\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/carsten-dierig\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/carsten-dierig\/\"><b><em>Carsten Dierig<\/em><\/b><\/a><b><em> ist Wirtschaftsredakteur in D\u00fcsseldorf. Er berichtet \u00fcber Handel und Konsumg\u00fcter, Maschinenbau und die Stahlindustrie sowie Mittelstandsunternehmen. <\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Bei Deutschlands gr\u00f6\u00dftem Stahlhersteller Thyssenkrupp Steel Europe (TKSE) stehen harte Einschnitte bevor. 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Dazu wird bis im Herbst ein Hochofen im Stammwerk in Duisburg stillgelegt und ein Warmbandwerk sowie ein Elektrobandstandort in Bochum geschlossen. Ein zun\u00e4chst von der Schlie\u00dfung bedrohtes Werk im Siegerland soll hingegen erstmal erhalten bleiben, wird aber fortlaufend auf seine Wirtschaftlichkeit gepr\u00fcft. Durch die Schlie\u00dfungen fallen rund 1600 Arbeitspl\u00e4tze weg, zudem werden \u00fcber ein Effizienzprogramm bis 2030 weitere 3700 Stellen im restlichen Konzernverbund abgebaut. Dazu kommen nochmal 6000 Stellen durch Auslagerungen und Verk\u00e4ufe. In Summe streicht TKSE damit 11.000 der aktuell noch fast 27.000 Jobs. Auf betriebsbedingte K\u00fcndigungen soll dabei verzichtet werden, haben Thyssenkrupp und die IG Metall vereinbart. Im Gegenzug m\u00fcssen die verbleibenden Mitarbeiter Einschnitte bei den tariflichen Leistungen hinnehmen, unter anderem eine Streichung des Urlaubsgeldes, eine merkliche Verringerung des Weihnachtsgeldes und der Zuschl\u00e4ge f\u00fcr eine Rufbereitschaft. Dazu wir die Arbeitszeit von derzeit 34 auf k\u00fcnftig noch 32,5 Wochenstunden reduziert, was weitere Gehaltseinbu\u00dfen zur Folge haben wird. In Summe sinkt das Einkommen der Mitarbeiter im Schnitt um rund acht Prozent. Thyssenkrupp erzielt damit j\u00e4hrlich Einsparungen in H\u00f6he eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags, wie es aus dem Umfeld hei\u00dft. Wie hoch davor die Restrukturierungskosten sein werden f\u00fcr zum Beispiel Abfindungen, legt das Unternehmen nicht offen. Die f\u00fcr Transformation zust\u00e4ndige Vorst\u00e4ndin Marie Jaroni zeigt sich in einem Pressegespr\u00e4ch am Samstag aber grunds\u00e4tzlich zufrieden und spricht von einem \u201eMeilenstein f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit von Thyssenkrupp Steel\u201c: \u201eWir bauen \u00fcbersch\u00fcssige Kapazit\u00e4ten ab, verbessern die Effizienz und k\u00f6nnen so ein wettbewerbsf\u00e4higes Kostenniveau erzielen.\u201cThyssenkrupp will 50 Prozent der Stahlsparte verkaufen Thyssenkrupp leidet unter der anhaltenden Konjunkturschw\u00e4che und niedrigen Preisen am Weltmarkt. Wichtige Abnehmerbranchen wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau oder der Bausektor schw\u00e4cheln. Gleichzeitig dr\u00e4ngen Konkurrenten aus Asien mit Billigstahl auf den europ\u00e4ischen Markt, aktuell nochmal mehr als \u00fcblich seit US-Pr\u00e4sident Donald Trump durch seine Zollpolitik den US-Markt f\u00fcr Stahl aus China, Indien, Vietnam und Co. uninteressant gemacht hat. Drittens schlie\u00dflich belasten Standortnachteile wie hohe Energiekosten die Stahlindustrie in Deutschland. Die Industrie steckt deswegen in einer gr\u00fcnen Transformation weg von der klassischen Hochofenroute mit Koks und Kohle hin zu im Idealfall mit gr\u00fcnem Wasserstoff betriebenen Direktreduktionsanlagen. Dieser Umbau ist allerdings teuer und kostet trotz staatlicher F\u00f6rderung einen Milliardenbetrag, der durch die aktuelle Marktschw\u00e4che operativ nicht verdient werden kann. Thyssenkrupp sucht angesichts dieser Gemengelage schon l\u00e4nger nach einer L\u00f6sung f\u00fcr seine verlustreiche Stahltochter und strebt aktuell ein 50\/50-Joint-Venture an mit der EP Corporate Group des tschechischen Milliard\u00e4rs Daniel K\u0159et\u00ednsk\u00fd. 20 Prozent der Anteile hat der Wunschpartner bereits \u00fcbernommen, weitere 30 Prozent sollen folgen. Dann w\u00fcrde das Stahlgesch\u00e4ft nicht mehr in der Bilanz des Mutterkonzerns erscheinen. Der Erwerb der zweiten Tranche h\u00e4ngt allerdings vom Sanierungskonzept bei TKSE ab. Die jetzige Einigung mit der IG Metall auf einen bis Ende September 2030 laufenden Tarifvertrag gilt daher als wichtige Voraussetzung auf dem Weg zu einem gleichberechtigten Gemeinschaftsunternehmen. Noch allerdings steht das ausgehandelte Konzept unter zwei Vorbehalten: Zum einen m\u00fcssen die Mitglieder der IG Metall dem Kompromiss zustimmen, zum anderen braucht es TKSE noch eine Vereinbarung mit dem Mutterkonzern \u00fcber die Finanzierung der Restrukturierungspl\u00e4ne. Um die Frage dieser Mitgift wird aber schon lange hart gerungen und gestritten. Gewerkschaftsf\u00fchrer und Betriebsr\u00e4te werden bereits um Verst\u00e4ndnis und Zustimmung. Knut Giesler zum Beispiel, Bezirksleiter der IG Metall in D\u00fcsseldorf und Verhandlungsf\u00fchrer der Arbeitnehmerseite, sprach von einem \u201etragf\u00e4higen Kompromiss\u201c. Zwar gebe es schmerzhafte Elemente. \u201eBetriebsbedingte K\u00fcndigungen sind jedoch vom Tisch und Garantien f\u00fcr Standorte und Investitionen in die Anlagen gibt es auch \u2013 das sind gute Signale.\u201cTekin Nasikkol wiederum spricht von Sicherheit und Perspektive f\u00fcr die verbleibenden Mitarbeiter. \u201eWir sind an die Schmerzgrenze gegangen und haben Eingest\u00e4ndnisse nur dort gemacht, wo es wirklich n\u00f6tig war, um Arbeitspl\u00e4tze und Standorte zu sichern\u201c, sagt der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von TKSE. Man habe die Voraussetzungen geschaffen, damit das Unternehmen aus eigener Kraft aus der schwierigen Situation herauskomme und gleichzeitig Angriffe auf bew\u00e4hrte Standards abwehren oder abmildern k\u00f6nnen. Allerdings sieht er eine rote Linie erreicht. \u201eWir k\u00f6nnen aber nicht auf Dauer Managementfehler der Vergangenheit durch Arbeitnehmerbeitr\u00e4ge ausgleichen.\u201cCarsten Dierig ist Wirtschaftsredakteur in D\u00fcsseldorf. 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Ein zun\u00e4chst von der Schlie\u00dfung bedrohtes Werk im Siegerland soll hingegen erstmal erhalten bleiben, wird aber fortlaufend auf seine Wirtschaftlichkeit gepr\u00fcft. Durch die Schlie\u00dfungen fallen rund 1600 Arbeitspl\u00e4tze weg, zudem werden \u00fcber ein Effizienzprogramm bis 2030 weitere 3700 Stellen im restlichen Konzernverbund abgebaut. Dazu kommen nochmal 6000 Stellen durch Auslagerungen und Verk\u00e4ufe. In Summe streicht TKSE damit 11.000 der aktuell noch fast 27.000 Jobs. Auf betriebsbedingte K\u00fcndigungen soll dabei verzichtet werden, haben Thyssenkrupp und die IG Metall vereinbart. Im Gegenzug m\u00fcssen die verbleibenden Mitarbeiter Einschnitte bei den tariflichen Leistungen hinnehmen, unter anderem eine Streichung des Urlaubsgeldes, eine merkliche Verringerung des Weihnachtsgeldes und der Zuschl\u00e4ge f\u00fcr eine Rufbereitschaft. Dazu wir die Arbeitszeit von derzeit 34 auf k\u00fcnftig noch 32,5 Wochenstunden reduziert, was weitere Gehaltseinbu\u00dfen zur Folge haben wird. In Summe sinkt das Einkommen der Mitarbeiter im Schnitt um rund acht Prozent. Thyssenkrupp erzielt damit j\u00e4hrlich Einsparungen in H\u00f6he eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags, wie es aus dem Umfeld hei\u00dft. Wie hoch davor die Restrukturierungskosten sein werden f\u00fcr zum Beispiel Abfindungen, legt das Unternehmen nicht offen. Die f\u00fcr Transformation zust\u00e4ndige Vorst\u00e4ndin Marie Jaroni zeigt sich in einem Pressegespr\u00e4ch am Samstag aber grunds\u00e4tzlich zufrieden und spricht von einem \u201eMeilenstein f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit von Thyssenkrupp Steel\u201c: \u201eWir bauen \u00fcbersch\u00fcssige Kapazit\u00e4ten ab, verbessern die Effizienz und k\u00f6nnen so ein wettbewerbsf\u00e4higes Kostenniveau erzielen.\u201cThyssenkrupp will 50 Prozent der Stahlsparte verkaufen Thyssenkrupp leidet unter der anhaltenden Konjunkturschw\u00e4che und niedrigen Preisen am Weltmarkt. Wichtige Abnehmerbranchen wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau oder der Bausektor schw\u00e4cheln. Gleichzeitig dr\u00e4ngen Konkurrenten aus Asien mit Billigstahl auf den europ\u00e4ischen Markt, aktuell nochmal mehr als \u00fcblich seit US-Pr\u00e4sident Donald Trump durch seine Zollpolitik den US-Markt f\u00fcr Stahl aus China, Indien, Vietnam und Co. uninteressant gemacht hat. Drittens schlie\u00dflich belasten Standortnachteile wie hohe Energiekosten die Stahlindustrie in Deutschland. Die Industrie steckt deswegen in einer gr\u00fcnen Transformation weg von der klassischen Hochofenroute mit Koks und Kohle hin zu im Idealfall mit gr\u00fcnem Wasserstoff betriebenen Direktreduktionsanlagen. Dieser Umbau ist allerdings teuer und kostet trotz staatlicher F\u00f6rderung einen Milliardenbetrag, der durch die aktuelle Marktschw\u00e4che operativ nicht verdient werden kann. Thyssenkrupp sucht angesichts dieser Gemengelage schon l\u00e4nger nach einer L\u00f6sung f\u00fcr seine verlustreiche Stahltochter und strebt aktuell ein 50\/50-Joint-Venture an mit der EP Corporate Group des tschechischen Milliard\u00e4rs Daniel K\u0159et\u00ednsk\u00fd. 20 Prozent der Anteile hat der Wunschpartner bereits \u00fcbernommen, weitere 30 Prozent sollen folgen. Dann w\u00fcrde das Stahlgesch\u00e4ft nicht mehr in der Bilanz des Mutterkonzerns erscheinen. Der Erwerb der zweiten Tranche h\u00e4ngt allerdings vom Sanierungskonzept bei TKSE ab. Die jetzige Einigung mit der IG Metall auf einen bis Ende September 2030 laufenden Tarifvertrag gilt daher als wichtige Voraussetzung auf dem Weg zu einem gleichberechtigten Gemeinschaftsunternehmen. Noch allerdings steht das ausgehandelte Konzept unter zwei Vorbehalten: Zum einen m\u00fcssen die Mitglieder der IG Metall dem Kompromiss zustimmen, zum anderen braucht es TKSE noch eine Vereinbarung mit dem Mutterkonzern \u00fcber die Finanzierung der Restrukturierungspl\u00e4ne. Um die Frage dieser Mitgift wird aber schon lange hart gerungen und gestritten. Gewerkschaftsf\u00fchrer und Betriebsr\u00e4te werden bereits um Verst\u00e4ndnis und Zustimmung. Knut Giesler zum Beispiel, Bezirksleiter der IG Metall in D\u00fcsseldorf und Verhandlungsf\u00fchrer der Arbeitnehmerseite, sprach von einem \u201etragf\u00e4higen Kompromiss\u201c. Zwar gebe es schmerzhafte Elemente. \u201eBetriebsbedingte K\u00fcndigungen sind jedoch vom Tisch und Garantien f\u00fcr Standorte und Investitionen in die Anlagen gibt es auch \u2013 das sind gute Signale.\u201cTekin Nasikkol wiederum spricht von Sicherheit und Perspektive f\u00fcr die verbleibenden Mitarbeiter. \u201eWir sind an die Schmerzgrenze gegangen und haben Eingest\u00e4ndnisse nur dort gemacht, wo es wirklich n\u00f6tig war, um Arbeitspl\u00e4tze und Standorte zu sichern\u201c, sagt der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von TKSE. Man habe die Voraussetzungen geschaffen, damit das Unternehmen aus eigener Kraft aus der schwierigen Situation herauskomme und gleichzeitig Angriffe auf bew\u00e4hrte Standards abwehren oder abmildern k\u00f6nnen. Allerdings sieht er eine rote Linie erreicht. \u201eWir k\u00f6nnen aber nicht auf Dauer Managementfehler der Vergangenheit durch Arbeitnehmerbeitr\u00e4ge ausgleichen.\u201cCarsten Dierig ist Wirtschaftsredakteur in D\u00fcsseldorf. 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Dazu wird bis im Herbst ein Hochofen im Stammwerk in Duisburg stillgelegt und ein Warmbandwerk sowie ein Elektrobandstandort in Bochum geschlossen. Ein zun\u00e4chst von der Schlie\u00dfung bedrohtes Werk im Siegerland soll hingegen erstmal erhalten bleiben, wird aber fortlaufend auf seine Wirtschaftlichkeit gepr\u00fcft. Durch die Schlie\u00dfungen fallen rund 1600 Arbeitspl\u00e4tze weg, zudem werden \u00fcber ein Effizienzprogramm bis 2030 weitere 3700 Stellen im restlichen Konzernverbund abgebaut. Dazu kommen nochmal 6000 Stellen durch Auslagerungen und Verk\u00e4ufe. In Summe streicht TKSE damit 11.000 der aktuell noch fast 27.000 Jobs. Auf betriebsbedingte K\u00fcndigungen soll dabei verzichtet werden, haben Thyssenkrupp und die IG Metall vereinbart. 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Drittens schlie\u00dflich belasten Standortnachteile wie hohe Energiekosten die Stahlindustrie in Deutschland. Die Industrie steckt deswegen in einer gr\u00fcnen Transformation weg von der klassischen Hochofenroute mit Koks und Kohle hin zu im Idealfall mit gr\u00fcnem Wasserstoff betriebenen Direktreduktionsanlagen. Dieser Umbau ist allerdings teuer und kostet trotz staatlicher F\u00f6rderung einen Milliardenbetrag, der durch die aktuelle Marktschw\u00e4che operativ nicht verdient werden kann. Thyssenkrupp sucht angesichts dieser Gemengelage schon l\u00e4nger nach einer L\u00f6sung f\u00fcr seine verlustreiche Stahltochter und strebt aktuell ein 50\/50-Joint-Venture an mit der EP Corporate Group des tschechischen Milliard\u00e4rs Daniel K\u0159et\u00ednsk\u00fd. 20 Prozent der Anteile hat der Wunschpartner bereits \u00fcbernommen, weitere 30 Prozent sollen folgen. Dann w\u00fcrde das Stahlgesch\u00e4ft nicht mehr in der Bilanz des Mutterkonzerns erscheinen. Der Erwerb der zweiten Tranche h\u00e4ngt allerdings vom Sanierungskonzept bei TKSE ab. Die jetzige Einigung mit der IG Metall auf einen bis Ende September 2030 laufenden Tarifvertrag gilt daher als wichtige Voraussetzung auf dem Weg zu einem gleichberechtigten Gemeinschaftsunternehmen. Noch allerdings steht das ausgehandelte Konzept unter zwei Vorbehalten: Zum einen m\u00fcssen die Mitglieder der IG Metall dem Kompromiss zustimmen, zum anderen braucht es TKSE noch eine Vereinbarung mit dem Mutterkonzern \u00fcber die Finanzierung der Restrukturierungspl\u00e4ne. Um die Frage dieser Mitgift wird aber schon lange hart gerungen und gestritten. Gewerkschaftsf\u00fchrer und Betriebsr\u00e4te werden bereits um Verst\u00e4ndnis und Zustimmung. Knut Giesler zum Beispiel, Bezirksleiter der IG Metall in D\u00fcsseldorf und Verhandlungsf\u00fchrer der Arbeitnehmerseite, sprach von einem \u201etragf\u00e4higen Kompromiss\u201c. 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Thyssenkrupp erzielt damit j\u00e4hrlich Einsparungen in H\u00f6he eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags, wie es aus dem Umfeld hei\u00dft. Wie hoch davor die Restrukturierungskosten sein werden f\u00fcr zum Beispiel Abfindungen, legt das Unternehmen nicht offen. Die f\u00fcr Transformation zust\u00e4ndige Vorst\u00e4ndin Marie Jaroni zeigt sich in einem Pressegespr\u00e4ch am Samstag aber grunds\u00e4tzlich zufrieden und spricht von einem \u201eMeilenstein f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit von Thyssenkrupp Steel\u201c: \u201eWir bauen \u00fcbersch\u00fcssige Kapazit\u00e4ten ab, verbessern die Effizienz und k\u00f6nnen so ein wettbewerbsf\u00e4higes Kostenniveau erzielen.\u201cThyssenkrupp will 50 Prozent der Stahlsparte verkaufen Thyssenkrupp leidet unter der anhaltenden Konjunkturschw\u00e4che und niedrigen Preisen am Weltmarkt. Wichtige Abnehmerbranchen wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau oder der Bausektor schw\u00e4cheln. 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Thyssenkrupp sucht angesichts dieser Gemengelage schon l\u00e4nger nach einer L\u00f6sung f\u00fcr seine verlustreiche Stahltochter und strebt aktuell ein 50\/50-Joint-Venture an mit der EP Corporate Group des tschechischen Milliard\u00e4rs Daniel K\u0159et\u00ednsk\u00fd. 20 Prozent der Anteile hat der Wunschpartner bereits \u00fcbernommen, weitere 30 Prozent sollen folgen. Dann w\u00fcrde das Stahlgesch\u00e4ft nicht mehr in der Bilanz des Mutterkonzerns erscheinen. Der Erwerb der zweiten Tranche h\u00e4ngt allerdings vom Sanierungskonzept bei TKSE ab. Die jetzige Einigung mit der IG Metall auf einen bis Ende September 2030 laufenden Tarifvertrag gilt daher als wichtige Voraussetzung auf dem Weg zu einem gleichberechtigten Gemeinschaftsunternehmen. Noch allerdings steht das ausgehandelte Konzept unter zwei Vorbehalten: Zum einen m\u00fcssen die Mitglieder der IG Metall dem Kompromiss zustimmen, zum anderen braucht es TKSE noch eine Vereinbarung mit dem Mutterkonzern \u00fcber die Finanzierung der Restrukturierungspl\u00e4ne. Um die Frage dieser Mitgift wird aber schon lange hart gerungen und gestritten. Gewerkschaftsf\u00fchrer und Betriebsr\u00e4te werden bereits um Verst\u00e4ndnis und Zustimmung. Knut Giesler zum Beispiel, Bezirksleiter der IG Metall in D\u00fcsseldorf und Verhandlungsf\u00fchrer der Arbeitnehmerseite, sprach von einem \u201etragf\u00e4higen Kompromiss\u201c. 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Nach drei Tagen und drei N\u00e4chten Verhandlung haben sich das Management und Vertreter von IG Metall und Betriebsrat auf einen Sanierungstarifvertrag geeinigt. Diese Vereinbarung bildet nun die Grundlage f\u00fcr eine Neuaufstellung der seit Jahren angeschlagenen Stahlsparte von Thyssenkrupp. \u201eDas war ein harter und schwerer Gang f\u00fcr alle Beteiligten\u201c, fasst Dirk Schulte zusammen, Arbeitsdirektor und Personalvorstand von TKSE. Zumal viele bis zum Schluss noch gehofft h\u00e4tten, dass es \u201eschon nicht so schlimm\u201c kommen werde. Nun aber gebe es ein \u201esehr umfangreiches Paket\u201c, das gr\u00f6\u00dfte jemals bei Thyssenkrupp Steel. Die Einigung beinhaltet den umfangreichen Abbau von Produktionskapazit\u00e4ten und im Zuge dessen auch massive Stellenstreichungen. Aktuell sind die Hoch\u00f6fen und Walzwerke f\u00fcr eine Jahresmenge von rund 11,5 Millionen Tonnen ausgelegt, k\u00fcnftig sollen das Zielniveau bei 8,7 bis neun Millionen Tonnen liegen. Dazu wird bis im Herbst ein Hochofen im Stammwerk in Duisburg stillgelegt und ein Warmbandwerk sowie ein Elektrobandstandort in Bochum geschlossen. Ein zun\u00e4chst von der Schlie\u00dfung bedrohtes Werk im Siegerland soll hingegen erstmal erhalten bleiben, wird aber fortlaufend auf seine Wirtschaftlichkeit gepr\u00fcft. Durch die Schlie\u00dfungen fallen rund 1600 Arbeitspl\u00e4tze weg, zudem werden \u00fcber ein Effizienzprogramm bis 2030 weitere 3700 Stellen im restlichen Konzernverbund abgebaut. Dazu kommen nochmal 6000 Stellen durch Auslagerungen und Verk\u00e4ufe. In Summe streicht TKSE damit 11.000 der aktuell noch fast 27.000 Jobs. Auf betriebsbedingte K\u00fcndigungen soll dabei verzichtet werden, haben Thyssenkrupp und die IG Metall vereinbart. Im Gegenzug m\u00fcssen die verbleibenden Mitarbeiter Einschnitte bei den tariflichen Leistungen hinnehmen, unter anderem eine Streichung des Urlaubsgeldes, eine merkliche Verringerung des Weihnachtsgeldes und der Zuschl\u00e4ge f\u00fcr eine Rufbereitschaft. Dazu wir die Arbeitszeit von derzeit 34 auf k\u00fcnftig noch 32,5 Wochenstunden reduziert, was weitere Gehaltseinbu\u00dfen zur Folge haben wird. In Summe sinkt das Einkommen der Mitarbeiter im Schnitt um rund acht Prozent. Thyssenkrupp erzielt damit j\u00e4hrlich Einsparungen in H\u00f6he eines niedrigen dreistelligen Millionenbetrags, wie es aus dem Umfeld hei\u00dft. Wie hoch davor die Restrukturierungskosten sein werden f\u00fcr zum Beispiel Abfindungen, legt das Unternehmen nicht offen. Die f\u00fcr Transformation zust\u00e4ndige Vorst\u00e4ndin Marie Jaroni zeigt sich in einem Pressegespr\u00e4ch am Samstag aber grunds\u00e4tzlich zufrieden und spricht von einem \u201eMeilenstein f\u00fcr die Zukunftsf\u00e4higkeit von Thyssenkrupp Steel\u201c: \u201eWir bauen \u00fcbersch\u00fcssige Kapazit\u00e4ten ab, verbessern die Effizienz und k\u00f6nnen so ein wettbewerbsf\u00e4higes Kostenniveau erzielen.\u201cThyssenkrupp will 50 Prozent der Stahlsparte verkaufen Thyssenkrupp leidet unter der anhaltenden Konjunkturschw\u00e4che und niedrigen Preisen am Weltmarkt. Wichtige Abnehmerbranchen wie die Automobilindustrie, der Maschinenbau oder der Bausektor schw\u00e4cheln. Gleichzeitig dr\u00e4ngen Konkurrenten aus Asien mit Billigstahl auf den europ\u00e4ischen Markt, aktuell nochmal mehr als \u00fcblich seit US-Pr\u00e4sident Donald Trump durch seine Zollpolitik den US-Markt f\u00fcr Stahl aus China, Indien, Vietnam und Co. uninteressant gemacht hat. Drittens schlie\u00dflich belasten Standortnachteile wie hohe Energiekosten die Stahlindustrie in Deutschland. Die Industrie steckt deswegen in einer gr\u00fcnen Transformation weg von der klassischen Hochofenroute mit Koks und Kohle hin zu im Idealfall mit gr\u00fcnem Wasserstoff betriebenen Direktreduktionsanlagen. Dieser Umbau ist allerdings teuer und kostet trotz staatlicher F\u00f6rderung einen Milliardenbetrag, der durch die aktuelle Marktschw\u00e4che operativ nicht verdient werden kann. Thyssenkrupp sucht angesichts dieser Gemengelage schon l\u00e4nger nach einer L\u00f6sung f\u00fcr seine verlustreiche Stahltochter und strebt aktuell ein 50\/50-Joint-Venture an mit der EP Corporate Group des tschechischen Milliard\u00e4rs Daniel K\u0159et\u00ednsk\u00fd. 20 Prozent der Anteile hat der Wunschpartner bereits \u00fcbernommen, weitere 30 Prozent sollen folgen. Dann w\u00fcrde das Stahlgesch\u00e4ft nicht mehr in der Bilanz des Mutterkonzerns erscheinen. Der Erwerb der zweiten Tranche h\u00e4ngt allerdings vom Sanierungskonzept bei TKSE ab. Die jetzige Einigung mit der IG Metall auf einen bis Ende September 2030 laufenden Tarifvertrag gilt daher als wichtige Voraussetzung auf dem Weg zu einem gleichberechtigten Gemeinschaftsunternehmen. Noch allerdings steht das ausgehandelte Konzept unter zwei Vorbehalten: Zum einen m\u00fcssen die Mitglieder der IG Metall dem Kompromiss zustimmen, zum anderen braucht es TKSE noch eine Vereinbarung mit dem Mutterkonzern \u00fcber die Finanzierung der Restrukturierungspl\u00e4ne. Um die Frage dieser Mitgift wird aber schon lange hart gerungen und gestritten. Gewerkschaftsf\u00fchrer und Betriebsr\u00e4te werden bereits um Verst\u00e4ndnis und Zustimmung. Knut Giesler zum Beispiel, Bezirksleiter der IG Metall in D\u00fcsseldorf und Verhandlungsf\u00fchrer der Arbeitnehmerseite, sprach von einem \u201etragf\u00e4higen Kompromiss\u201c. Zwar gebe es schmerzhafte Elemente. \u201eBetriebsbedingte K\u00fcndigungen sind jedoch vom Tisch und Garantien f\u00fcr Standorte und Investitionen in die Anlagen gibt es auch \u2013 das sind gute Signale.\u201cTekin Nasikkol wiederum spricht von Sicherheit und Perspektive f\u00fcr die verbleibenden Mitarbeiter. \u201eWir sind an die Schmerzgrenze gegangen und haben Eingest\u00e4ndnisse nur dort gemacht, wo es wirklich n\u00f6tig war, um Arbeitspl\u00e4tze und Standorte zu sichern\u201c, sagt der Gesamtbetriebsratsvorsitzende von TKSE. Man habe die Voraussetzungen geschaffen, damit das Unternehmen aus eigener Kraft aus der schwierigen Situation herauskomme und gleichzeitig Angriffe auf bew\u00e4hrte Standards abwehren oder abmildern k\u00f6nnen. Allerdings sieht er eine rote Linie erreicht. \u201eWir k\u00f6nnen aber nicht auf Dauer Managementfehler der Vergangenheit durch Arbeitnehmerbeitr\u00e4ge ausgleichen.\u201cCarsten Dierig ist Wirtschaftsredakteur in D\u00fcsseldorf. 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