{"id":252276,"date":"2025-07-11T17:26:10","date_gmt":"2025-07-11T14:26:10","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/der-hochste-zollsatz-bei-autos-kommt-aus-brussel-nicht-aus-dem-weisen-haus\/"},"modified":"2025-07-11T17:26:39","modified_gmt":"2025-07-11T14:26:39","slug":"der-hochste-zollsatz-bei-autos-kommt-aus-brussel-nicht-aus-dem-weisen-haus","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/der-hochste-zollsatz-bei-autos-kommt-aus-brussel-nicht-aus-dem-weisen-haus\/","title":{"rendered":"\u201eDer h\u00f6chste Zollsatz bei Autos kommt aus Br\u00fcssel, nicht aus dem Wei\u00dfen Haus\u201c"},"content":{"rendered":"<p>BMW-Chef Oliver Zipse hat sich optimistisch gezeigt, dass die Zollgespr\u00e4che mit den USA rasch zu einem Ergebnis f\u00fchren. \u201eIch bin zuversichtlich, dass es ein Ergebnis gibt, mit dem wir umgehen k\u00f6nnen\u201c, sagte der Manager am Freitag in M\u00fcnchen. Dabei sehe er noch immer Chancen f\u00fcr das von der deutschen <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/autoindustrie\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/autoindustrie\/\">Auto-Industrie<\/a> favorisierte Modell, Im- und Exporte aus den USA zu verrechnen. <\/p>\n<p>Die USA und die EU verhandeln derzeit \u00fcber <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/zoll\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/zoll\/\">neue Zollregeln<\/a>. Die Regierung von Donald Trump setzt Europa dabei unter anderem mit einem Zollaufschlag von 25 Prozent auf Autos unter Druck. Die Verhandlungen sollen nach Willen des Wei\u00dfen Hauses bis zum Monatsende zu einem Ergebnis f\u00fchren.<\/p>\n<p>F\u00fcr<a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/bmw\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/bmw\/\"> BMW <\/a>w\u00fcrde ein Verrechnungsmodell weitgehende Zollfreiheit bedeuten, da BMW auch aus den USA in alle Welt exportiert. Zudem verwies Zipse darauf, dass das US-Werk der Bayern in Spartanburg, South Carolina, 400.000 Autos im Jahr ausspucke und bereits die H\u00e4lfte der in den USA verkauften Fahrzeuge abdecke. Daher sei BMW in jedem Fall weniger betroffen als reine Importeure. Auch Volkswagen und Mercedes favorisieren dieses Modell und werben daf\u00fcr auch bei der US-Administration. Mercedes hat wohl auch zur Unterst\u00fctzung dieser Position sogar angek\u00fcndigt, den GLC k\u00fcnftig ebenfalls in den USA zu produzieren. <\/p>\n<p>\u201eEuropa bewegt sich \u2013 das ist gut\u201c, <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus244311275\/BMW-Chef-Zipse-Wie-es-der-Verbrennerfreund-zum-E-Auto-Koenig-schaffte.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus244311275\/BMW-Chef-Zipse-Wie-es-der-Verbrennerfreund-zum-E-Auto-Koenig-schaffte.html\">sagte Zipse<\/a> \u00fcber die Verhandlungen mit den USA. Die Idee, eigene Vergeltungsz\u00f6lle gegen die USA zu verh\u00e4ngen, sei erfreulicherweise auf dem R\u00fcckzug. \u201eDas w\u00fcrde nur zu einer Zollspirale f\u00fchren, die beiden Seiten schadet\u201c, sagte er.<\/p>\n<p>Zugleich griff Zipse die Br\u00fcsseler Zollpolitik hart an. \u201eDer h\u00f6chste Zollsatz in unserer Branche kommt aus Br\u00fcssel, nicht aus dem Wei\u00dfen Haus\u201c, sagte der M\u00fcnchener und verwies auf die Strafz\u00f6lle von 31 Prozent gegen Importe aus <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/china-politik\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/themen\/china-politik\/\">China.<\/a> Trump hatte lediglich 27,5 Prozent verh\u00e4ngt. <\/p>\n<p>Diese EU-Z\u00f6lle tr\u00e4fen auch Autos, die BMW in China fertigt und nach Europa exportiere, sagte Zipse. \u201eManchmal haben wir den Eindruck, dass die Politiker in Europa vergessen, dass europ\u00e4ische Unternehmen weltweit t\u00e4tig sind\u201c, sagt der 61-J\u00e4hrige. Die EU m\u00fcsse bedenken, dass die Wirtschaft in vielen Bereichen von China abh\u00e4ngig sei.<\/p>\n<p>Erneut sprach sich Zipse deutlich gegen das feste Verbrennerverbot f\u00fcr Neuwagen in Europa aus, das ab 2035 gelten soll. \u201eDas aktuelle System ist ein Desaster\u201c, sagte Zipse zu der Regulierung, die dem Klimaschutz dienen soll. Das Verbrenner-Verbot gef\u00e4hrde die europ\u00e4ische Autoindustrie und werde unver\u00e4ndert dazu f\u00fchren, dass die europ\u00e4ischen Auto-Hersteller nicht mehr investieren k\u00f6nnten, warnte er.<\/p>\n<p>Er sei zuversichtlich, dass diese Regulierung sp\u00e4testens in drei Jahren gekippt werde, weil sie schlicht zu teuer sei, sagte Zipse. Statt nur die Emissionen am Auspuff zu ber\u00fccksichtigen, m\u00fcsse Br\u00fcssel k\u00fcnftig den gesamten Lebenszyklus von Rohstoffen \u00fcber Produktion bis zu Betrieb und Entsorgung betrachten, forderte der Manager. Solch eine neue Regulierung w\u00fcrde BMW nutzen, da der Konzern in die Nachhaltigkeit investiert und sich gegen\u00fcber Konkurrenten im Vorsprung sieht. <\/p>\n<p>Zipse forderte erneut, auch CO\u2082-arme Diesel-Alternativen etwa mit beigemischten E-Fuels zu ber\u00fccksichtigen. Das sei auch deshalb sinnvoll, weil gebrauchte Verbrenner-Autos noch lange auf den Stra\u00dfen sein werden. Zudem verteidigte er, dass BMW auch die Wasserstoff-Technologie fortentwickelt. \u201eWir sind nicht dumm, sondern denken nach\u201c, sagte er zur Kritik, BMW verbrenne damit Geld. <\/p>\n<p>Zipse argumentierte dabei mit der Geopolitik, die den Einsatz von Wasserstoff mittelfristig unumg\u00e4nglich mache: Wasserstoff sei die einzige Technologie, die Europa autark nutzen k\u00f6nne. Bei Batterien bleibe der Kontinent jedoch auf asiatische Zulieferer angewiesen. Das erh\u00f6he die weltweiten Abh\u00e4ngigkeiten \u2013 zus\u00e4tzlich zu Abh\u00e4ngigkeiten etwa bei Halbleitern und Rohstoffen.<\/p>\n<p>Europa d\u00fcrfe sich daher keinesfalls auf Handelskriege einlassen, sondern m\u00fcsse sich kooperativ zeigen \u2013 nicht nur Richtung USA, sondern auch in Richtung China. \u201eWasserstoff aus dem Spiel zu nehmen, w\u00e4re ein Fehler\u201c, warnte Zipse. Technologieneutralit\u00e4t bedeute Resilienz. Europa d\u00fcrfe sich von keiner Technologie zu 100 Prozent abh\u00e4ngig machen, sagte er mit Blick auf die bislang von der Politik und weiten Teilen der Branche favorisierten Batterie-Technologie. Auch das spreche f\u00fcr \u201eTechnologie-Neutralit\u00e4t\u201c bei der Regulierung. <\/p>\n<p>Es sei zudem unrealistisch, zu erwarten, die Verbraucher w\u00fcrden der aktuellen Regulierung folgen. \u201eMan kann kein regulatorisches Ziel setzen und glauben, dann passiert es\u201c, sagte Zipse. Die Verbraucher achteten stark auf Preise \u2013 auch im Unterhalt. Das verz\u00f6gere den Umstieg auf E-Autos. Derzeit schw\u00e4chelt der Absatz von E-Autos weltweit. In Deutschland stellen vor allem Unternehmen bei Dienstwagen um. Im Privatmarkt tun sich die Fahrzeuge schwer \u2013 auch weil erst wenige Mittelklasse-Modelle und Kleinwagen zu g\u00fcnstigen Preisen verf\u00fcgbar sind.<\/p>\n<p>Zudem warnte Zipse, es sei im derzeitigen deutschen Energienetz auf absehbare Zeit allenfalls m\u00f6glich, die H\u00e4lfte der Autos elektrisch zu betreiben. Der Ausbau werde drei bis vier Jahrzehnte dauern.<\/p>\n<p>BMW r\u00fcstet derzeit die Fabrik in M\u00fcnchen als reine E-Auto-Fabrik um. Zudem startet ein neues Werk ebenfalls nur f\u00fcr E-Autos. Die restlichen rund 30 Werke des Konzerns weltweit stellen weiter auch Verbrenner her \u2013 auch in den USA. Zur IAA will BMW einen neuen Mittelklasse-SUV iX3 vorstellen, der die elektrische Zukunft des Konzerns zeigen soll.<\/p>\n<p><b><em>Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. Er berichtet \u00fcber die Auto-Branche.<\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>BMW-Chef Oliver Zipse hat sich optimistisch gezeigt, dass die Zollgespr\u00e4che mit den USA rasch zu einem Ergebnis f\u00fchren. \u201eIch bin zuversichtlich, dass es ein Ergebnis gibt, mit dem wir umgehen k\u00f6nnen\u201c, sagte der Manager am Freitag in M\u00fcnchen. 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Mercedes hat wohl auch zur Unterst\u00fctzung dieser Position sogar angek\u00fcndigt, den GLC k\u00fcnftig ebenfalls in den USA zu produzieren. \u201eEuropa bewegt sich \u2013 das ist gut\u201c, sagte Zipse \u00fcber die Verhandlungen mit den USA. Die Idee, eigene Vergeltungsz\u00f6lle gegen die USA zu verh\u00e4ngen, sei erfreulicherweise auf dem R\u00fcckzug. \u201eDas w\u00fcrde nur zu einer Zollspirale f\u00fchren, die beiden Seiten schadet\u201c, sagte er.Zugleich griff Zipse die Br\u00fcsseler Zollpolitik hart an. \u201eDer h\u00f6chste Zollsatz in unserer Branche kommt aus Br\u00fcssel, nicht aus dem Wei\u00dfen Haus\u201c, sagte der M\u00fcnchener und verwies auf die Strafz\u00f6lle von 31 Prozent gegen Importe aus China. Trump hatte lediglich 27,5 Prozent verh\u00e4ngt. Diese EU-Z\u00f6lle tr\u00e4fen auch Autos, die BMW in China fertigt und nach Europa exportiere, sagte Zipse. \u201eManchmal haben wir den Eindruck, dass die Politiker in Europa vergessen, dass europ\u00e4ische Unternehmen weltweit t\u00e4tig sind\u201c, sagt der 61-J\u00e4hrige. Die EU m\u00fcsse bedenken, dass die Wirtschaft in vielen Bereichen von China abh\u00e4ngig sei.Erneut sprach sich Zipse deutlich gegen das feste Verbrennerverbot f\u00fcr Neuwagen in Europa aus, das ab 2035 gelten soll. \u201eDas aktuelle System ist ein Desaster\u201c, sagte Zipse zu der Regulierung, die dem Klimaschutz dienen soll. Das Verbrenner-Verbot gef\u00e4hrde die europ\u00e4ische Autoindustrie und werde unver\u00e4ndert dazu f\u00fchren, dass die europ\u00e4ischen Auto-Hersteller nicht mehr investieren k\u00f6nnten, warnte er.Er sei zuversichtlich, dass diese Regulierung sp\u00e4testens in drei Jahren gekippt werde, weil sie schlicht zu teuer sei, sagte Zipse. Statt nur die Emissionen am Auspuff zu ber\u00fccksichtigen, m\u00fcsse Br\u00fcssel k\u00fcnftig den gesamten Lebenszyklus von Rohstoffen \u00fcber Produktion bis zu Betrieb und Entsorgung betrachten, forderte der Manager. Solch eine neue Regulierung w\u00fcrde BMW nutzen, da der Konzern in die Nachhaltigkeit investiert und sich gegen\u00fcber Konkurrenten im Vorsprung sieht. Zipse forderte erneut, auch CO\u2082-arme Diesel-Alternativen etwa mit beigemischten E-Fuels zu ber\u00fccksichtigen. Das sei auch deshalb sinnvoll, weil gebrauchte Verbrenner-Autos noch lange auf den Stra\u00dfen sein werden. Zudem verteidigte er, dass BMW auch die Wasserstoff-Technologie fortentwickelt. \u201eWir sind nicht dumm, sondern denken nach\u201c, sagte er zur Kritik, BMW verbrenne damit Geld. Zipse argumentierte dabei mit der Geopolitik, die den Einsatz von Wasserstoff mittelfristig unumg\u00e4nglich mache: Wasserstoff sei die einzige Technologie, die Europa autark nutzen k\u00f6nne. Bei Batterien bleibe der Kontinent jedoch auf asiatische Zulieferer angewiesen. Das erh\u00f6he die weltweiten Abh\u00e4ngigkeiten \u2013 zus\u00e4tzlich zu Abh\u00e4ngigkeiten etwa bei Halbleitern und Rohstoffen.Europa d\u00fcrfe sich daher keinesfalls auf Handelskriege einlassen, sondern m\u00fcsse sich kooperativ zeigen \u2013 nicht nur Richtung USA, sondern auch in Richtung China. \u201eWasserstoff aus dem Spiel zu nehmen, w\u00e4re ein Fehler\u201c, warnte Zipse. Technologieneutralit\u00e4t bedeute Resilienz. Europa d\u00fcrfe sich von keiner Technologie zu 100 Prozent abh\u00e4ngig machen, sagte er mit Blick auf die bislang von der Politik und weiten Teilen der Branche favorisierten Batterie-Technologie. Auch das spreche f\u00fcr \u201eTechnologie-Neutralit\u00e4t\u201c bei der Regulierung. Es sei zudem unrealistisch, zu erwarten, die Verbraucher w\u00fcrden der aktuellen Regulierung folgen. \u201eMan kann kein regulatorisches Ziel setzen und glauben, dann passiert es\u201c, sagte Zipse. Die Verbraucher achteten stark auf Preise \u2013 auch im Unterhalt. Das verz\u00f6gere den Umstieg auf E-Autos. Derzeit schw\u00e4chelt der Absatz von E-Autos weltweit. In Deutschland stellen vor allem Unternehmen bei Dienstwagen um. Im Privatmarkt tun sich die Fahrzeuge schwer \u2013 auch weil erst wenige Mittelklasse-Modelle und Kleinwagen zu g\u00fcnstigen Preisen verf\u00fcgbar sind.Zudem warnte Zipse, es sei im derzeitigen deutschen Energienetz auf absehbare Zeit allenfalls m\u00f6glich, die H\u00e4lfte der Autos elektrisch zu betreiben. Der Ausbau werde drei bis vier Jahrzehnte dauern.BMW r\u00fcstet derzeit die Fabrik in M\u00fcnchen als reine E-Auto-Fabrik um. Zudem startet ein neues Werk ebenfalls nur f\u00fcr E-Autos. Die restlichen rund 30 Werke des Konzerns weltweit stellen weiter auch Verbrenner her \u2013 auch in den USA. Zur IAA will BMW einen neuen Mittelklasse-SUV iX3 vorstellen, der die elektrische Zukunft des Konzerns zeigen soll.Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. 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Die Regierung von Donald Trump setzt Europa dabei unter anderem mit einem Zollaufschlag von 25 Prozent auf Autos unter Druck. Die Verhandlungen sollen nach Willen des Wei\u00dfen Hauses bis zum Monatsende zu einem Ergebnis f\u00fchren.F\u00fcr BMW w\u00fcrde ein Verrechnungsmodell weitgehende Zollfreiheit bedeuten, da BMW auch aus den USA in alle Welt exportiert. Zudem verwies Zipse darauf, dass das US-Werk der Bayern in Spartanburg, South Carolina, 400.000 Autos im Jahr ausspucke und bereits die H\u00e4lfte der in den USA verkauften Fahrzeuge abdecke. Daher sei BMW in jedem Fall weniger betroffen als reine Importeure. Auch Volkswagen und Mercedes favorisieren dieses Modell und werben daf\u00fcr auch bei der US-Administration. Mercedes hat wohl auch zur Unterst\u00fctzung dieser Position sogar angek\u00fcndigt, den GLC k\u00fcnftig ebenfalls in den USA zu produzieren. \u201eEuropa bewegt sich \u2013 das ist gut\u201c, sagte Zipse \u00fcber die Verhandlungen mit den USA. Die Idee, eigene Vergeltungsz\u00f6lle gegen die USA zu verh\u00e4ngen, sei erfreulicherweise auf dem R\u00fcckzug. \u201eDas w\u00fcrde nur zu einer Zollspirale f\u00fchren, die beiden Seiten schadet\u201c, sagte er.Zugleich griff Zipse die Br\u00fcsseler Zollpolitik hart an. \u201eDer h\u00f6chste Zollsatz in unserer Branche kommt aus Br\u00fcssel, nicht aus dem Wei\u00dfen Haus\u201c, sagte der M\u00fcnchener und verwies auf die Strafz\u00f6lle von 31 Prozent gegen Importe aus China. Trump hatte lediglich 27,5 Prozent verh\u00e4ngt. Diese EU-Z\u00f6lle tr\u00e4fen auch Autos, die BMW in China fertigt und nach Europa exportiere, sagte Zipse. \u201eManchmal haben wir den Eindruck, dass die Politiker in Europa vergessen, dass europ\u00e4ische Unternehmen weltweit t\u00e4tig sind\u201c, sagt der 61-J\u00e4hrige. Die EU m\u00fcsse bedenken, dass die Wirtschaft in vielen Bereichen von China abh\u00e4ngig sei.Erneut sprach sich Zipse deutlich gegen das feste Verbrennerverbot f\u00fcr Neuwagen in Europa aus, das ab 2035 gelten soll. \u201eDas aktuelle System ist ein Desaster\u201c, sagte Zipse zu der Regulierung, die dem Klimaschutz dienen soll. Das Verbrenner-Verbot gef\u00e4hrde die europ\u00e4ische Autoindustrie und werde unver\u00e4ndert dazu f\u00fchren, dass die europ\u00e4ischen Auto-Hersteller nicht mehr investieren k\u00f6nnten, warnte er.Er sei zuversichtlich, dass diese Regulierung sp\u00e4testens in drei Jahren gekippt werde, weil sie schlicht zu teuer sei, sagte Zipse. Statt nur die Emissionen am Auspuff zu ber\u00fccksichtigen, m\u00fcsse Br\u00fcssel k\u00fcnftig den gesamten Lebenszyklus von Rohstoffen \u00fcber Produktion bis zu Betrieb und Entsorgung betrachten, forderte der Manager. Solch eine neue Regulierung w\u00fcrde BMW nutzen, da der Konzern in die Nachhaltigkeit investiert und sich gegen\u00fcber Konkurrenten im Vorsprung sieht. Zipse forderte erneut, auch CO\u2082-arme Diesel-Alternativen etwa mit beigemischten E-Fuels zu ber\u00fccksichtigen. Das sei auch deshalb sinnvoll, weil gebrauchte Verbrenner-Autos noch lange auf den Stra\u00dfen sein werden. Zudem verteidigte er, dass BMW auch die Wasserstoff-Technologie fortentwickelt. \u201eWir sind nicht dumm, sondern denken nach\u201c, sagte er zur Kritik, BMW verbrenne damit Geld. Zipse argumentierte dabei mit der Geopolitik, die den Einsatz von Wasserstoff mittelfristig unumg\u00e4nglich mache: Wasserstoff sei die einzige Technologie, die Europa autark nutzen k\u00f6nne. Bei Batterien bleibe der Kontinent jedoch auf asiatische Zulieferer angewiesen. Das erh\u00f6he die weltweiten Abh\u00e4ngigkeiten \u2013 zus\u00e4tzlich zu Abh\u00e4ngigkeiten etwa bei Halbleitern und Rohstoffen.Europa d\u00fcrfe sich daher keinesfalls auf Handelskriege einlassen, sondern m\u00fcsse sich kooperativ zeigen \u2013 nicht nur Richtung USA, sondern auch in Richtung China. \u201eWasserstoff aus dem Spiel zu nehmen, w\u00e4re ein Fehler\u201c, warnte Zipse. Technologieneutralit\u00e4t bedeute Resilienz. Europa d\u00fcrfe sich von keiner Technologie zu 100 Prozent abh\u00e4ngig machen, sagte er mit Blick auf die bislang von der Politik und weiten Teilen der Branche favorisierten Batterie-Technologie. Auch das spreche f\u00fcr \u201eTechnologie-Neutralit\u00e4t\u201c bei der Regulierung. Es sei zudem unrealistisch, zu erwarten, die Verbraucher w\u00fcrden der aktuellen Regulierung folgen. \u201eMan kann kein regulatorisches Ziel setzen und glauben, dann passiert es\u201c, sagte Zipse. Die Verbraucher achteten stark auf Preise \u2013 auch im Unterhalt. Das verz\u00f6gere den Umstieg auf E-Autos. Derzeit schw\u00e4chelt der Absatz von E-Autos weltweit. In Deutschland stellen vor allem Unternehmen bei Dienstwagen um. Im Privatmarkt tun sich die Fahrzeuge schwer \u2013 auch weil erst wenige Mittelklasse-Modelle und Kleinwagen zu g\u00fcnstigen Preisen verf\u00fcgbar sind.Zudem warnte Zipse, es sei im derzeitigen deutschen Energienetz auf absehbare Zeit allenfalls m\u00f6glich, die H\u00e4lfte der Autos elektrisch zu betreiben. Der Ausbau werde drei bis vier Jahrzehnte dauern.BMW r\u00fcstet derzeit die Fabrik in M\u00fcnchen als reine E-Auto-Fabrik um. Zudem startet ein neues Werk ebenfalls nur f\u00fcr E-Autos. Die restlichen rund 30 Werke des Konzerns weltweit stellen weiter auch Verbrenner her \u2013 auch in den USA. Zur IAA will BMW einen neuen Mittelklasse-SUV iX3 vorstellen, der die elektrische Zukunft des Konzerns zeigen soll.Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. 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Dabei sehe er noch immer Chancen f\u00fcr das von der deutschen Auto-Industrie favorisierte Modell, Im- und Exporte aus den USA zu verrechnen. Die USA und die EU verhandeln derzeit \u00fcber neue Zollregeln. Die Regierung von Donald Trump setzt Europa dabei unter anderem mit einem Zollaufschlag von 25 Prozent auf Autos unter Druck. Die Verhandlungen sollen nach Willen des Wei\u00dfen Hauses bis zum Monatsende zu einem Ergebnis f\u00fchren.F\u00fcr BMW w\u00fcrde ein Verrechnungsmodell weitgehende Zollfreiheit bedeuten, da BMW auch aus den USA in alle Welt exportiert. Zudem verwies Zipse darauf, dass das US-Werk der Bayern in Spartanburg, South Carolina, 400.000 Autos im Jahr ausspucke und bereits die H\u00e4lfte der in den USA verkauften Fahrzeuge abdecke. Daher sei BMW in jedem Fall weniger betroffen als reine Importeure. Auch Volkswagen und Mercedes favorisieren dieses Modell und werben daf\u00fcr auch bei der US-Administration. 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Diese EU-Z\u00f6lle tr\u00e4fen auch Autos, die BMW in China fertigt und nach Europa exportiere, sagte Zipse. \u201eManchmal haben wir den Eindruck, dass die Politiker in Europa vergessen, dass europ\u00e4ische Unternehmen weltweit t\u00e4tig sind\u201c, sagt der 61-J\u00e4hrige. Die EU m\u00fcsse bedenken, dass die Wirtschaft in vielen Bereichen von China abh\u00e4ngig sei.Erneut sprach sich Zipse deutlich gegen das feste Verbrennerverbot f\u00fcr Neuwagen in Europa aus, das ab 2035 gelten soll. \u201eDas aktuelle System ist ein Desaster\u201c, sagte Zipse zu der Regulierung, die dem Klimaschutz dienen soll. Das Verbrenner-Verbot gef\u00e4hrde die europ\u00e4ische Autoindustrie und werde unver\u00e4ndert dazu f\u00fchren, dass die europ\u00e4ischen Auto-Hersteller nicht mehr investieren k\u00f6nnten, warnte er.Er sei zuversichtlich, dass diese Regulierung sp\u00e4testens in drei Jahren gekippt werde, weil sie schlicht zu teuer sei, sagte Zipse. Statt nur die Emissionen am Auspuff zu ber\u00fccksichtigen, m\u00fcsse Br\u00fcssel k\u00fcnftig den gesamten Lebenszyklus von Rohstoffen \u00fcber Produktion bis zu Betrieb und Entsorgung betrachten, forderte der Manager. Solch eine neue Regulierung w\u00fcrde BMW nutzen, da der Konzern in die Nachhaltigkeit investiert und sich gegen\u00fcber Konkurrenten im Vorsprung sieht. Zipse forderte erneut, auch CO\u2082-arme Diesel-Alternativen etwa mit beigemischten E-Fuels zu ber\u00fccksichtigen. Das sei auch deshalb sinnvoll, weil gebrauchte Verbrenner-Autos noch lange auf den Stra\u00dfen sein werden. Zudem verteidigte er, dass BMW auch die Wasserstoff-Technologie fortentwickelt. \u201eWir sind nicht dumm, sondern denken nach\u201c, sagte er zur Kritik, BMW verbrenne damit Geld. Zipse argumentierte dabei mit der Geopolitik, die den Einsatz von Wasserstoff mittelfristig unumg\u00e4nglich mache: Wasserstoff sei die einzige Technologie, die Europa autark nutzen k\u00f6nne. Bei Batterien bleibe der Kontinent jedoch auf asiatische Zulieferer angewiesen. Das erh\u00f6he die weltweiten Abh\u00e4ngigkeiten \u2013 zus\u00e4tzlich zu Abh\u00e4ngigkeiten etwa bei Halbleitern und Rohstoffen.Europa d\u00fcrfe sich daher keinesfalls auf Handelskriege einlassen, sondern m\u00fcsse sich kooperativ zeigen \u2013 nicht nur Richtung USA, sondern auch in Richtung China. \u201eWasserstoff aus dem Spiel zu nehmen, w\u00e4re ein Fehler\u201c, warnte Zipse. Technologieneutralit\u00e4t bedeute Resilienz. Europa d\u00fcrfe sich von keiner Technologie zu 100 Prozent abh\u00e4ngig machen, sagte er mit Blick auf die bislang von der Politik und weiten Teilen der Branche favorisierten Batterie-Technologie. Auch das spreche f\u00fcr \u201eTechnologie-Neutralit\u00e4t\u201c bei der Regulierung. Es sei zudem unrealistisch, zu erwarten, die Verbraucher w\u00fcrden der aktuellen Regulierung folgen. \u201eMan kann kein regulatorisches Ziel setzen und glauben, dann passiert es\u201c, sagte Zipse. Die Verbraucher achteten stark auf Preise \u2013 auch im Unterhalt. Das verz\u00f6gere den Umstieg auf E-Autos. Derzeit schw\u00e4chelt der Absatz von E-Autos weltweit. In Deutschland stellen vor allem Unternehmen bei Dienstwagen um. Im Privatmarkt tun sich die Fahrzeuge schwer \u2013 auch weil erst wenige Mittelklasse-Modelle und Kleinwagen zu g\u00fcnstigen Preisen verf\u00fcgbar sind.Zudem warnte Zipse, es sei im derzeitigen deutschen Energienetz auf absehbare Zeit allenfalls m\u00f6glich, die H\u00e4lfte der Autos elektrisch zu betreiben. Der Ausbau werde drei bis vier Jahrzehnte dauern.BMW r\u00fcstet derzeit die Fabrik in M\u00fcnchen als reine E-Auto-Fabrik um. Zudem startet ein neues Werk ebenfalls nur f\u00fcr E-Autos. 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Diese EU-Z\u00f6lle tr\u00e4fen auch Autos, die BMW in China fertigt und nach Europa exportiere, sagte Zipse. \u201eManchmal haben wir den Eindruck, dass die Politiker in Europa vergessen, dass europ\u00e4ische Unternehmen weltweit t\u00e4tig sind\u201c, sagt der 61-J\u00e4hrige. Die EU m\u00fcsse bedenken, dass die Wirtschaft in vielen Bereichen von China abh\u00e4ngig sei.Erneut sprach sich Zipse deutlich gegen das feste Verbrennerverbot f\u00fcr Neuwagen in Europa aus, das ab 2035 gelten soll. \u201eDas aktuelle System ist ein Desaster\u201c, sagte Zipse zu der Regulierung, die dem Klimaschutz dienen soll. Das Verbrenner-Verbot gef\u00e4hrde die europ\u00e4ische Autoindustrie und werde unver\u00e4ndert dazu f\u00fchren, dass die europ\u00e4ischen Auto-Hersteller nicht mehr investieren k\u00f6nnten, warnte er.Er sei zuversichtlich, dass diese Regulierung sp\u00e4testens in drei Jahren gekippt werde, weil sie schlicht zu teuer sei, sagte Zipse. 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Diese EU-Z\u00f6lle tr\u00e4fen auch Autos, die BMW in China fertigt und nach Europa exportiere, sagte Zipse. \u201eManchmal haben wir den Eindruck, dass die Politiker in Europa vergessen, dass europ\u00e4ische Unternehmen weltweit t\u00e4tig sind\u201c, sagt der 61-J\u00e4hrige. Die EU m\u00fcsse bedenken, dass die Wirtschaft in vielen Bereichen von China abh\u00e4ngig sei.Erneut sprach sich Zipse deutlich gegen das feste Verbrennerverbot f\u00fcr Neuwagen in Europa aus, das ab 2035 gelten soll. \u201eDas aktuelle System ist ein Desaster\u201c, sagte Zipse zu der Regulierung, die dem Klimaschutz dienen soll. Das Verbrenner-Verbot gef\u00e4hrde die europ\u00e4ische Autoindustrie und werde unver\u00e4ndert dazu f\u00fchren, dass die europ\u00e4ischen Auto-Hersteller nicht mehr investieren k\u00f6nnten, warnte er.Er sei zuversichtlich, dass diese Regulierung sp\u00e4testens in drei Jahren gekippt werde, weil sie schlicht zu teuer sei, sagte Zipse. Statt nur die Emissionen am Auspuff zu ber\u00fccksichtigen, m\u00fcsse Br\u00fcssel k\u00fcnftig den gesamten Lebenszyklus von Rohstoffen \u00fcber Produktion bis zu Betrieb und Entsorgung betrachten, forderte der Manager. Solch eine neue Regulierung w\u00fcrde BMW nutzen, da der Konzern in die Nachhaltigkeit investiert und sich gegen\u00fcber Konkurrenten im Vorsprung sieht. Zipse forderte erneut, auch CO\u2082-arme Diesel-Alternativen etwa mit beigemischten E-Fuels zu ber\u00fccksichtigen. Das sei auch deshalb sinnvoll, weil gebrauchte Verbrenner-Autos noch lange auf den Stra\u00dfen sein werden. Zudem verteidigte er, dass BMW auch die Wasserstoff-Technologie fortentwickelt. \u201eWir sind nicht dumm, sondern denken nach\u201c, sagte er zur Kritik, BMW verbrenne damit Geld. Zipse argumentierte dabei mit der Geopolitik, die den Einsatz von Wasserstoff mittelfristig unumg\u00e4nglich mache: Wasserstoff sei die einzige Technologie, die Europa autark nutzen k\u00f6nne. Bei Batterien bleibe der Kontinent jedoch auf asiatische Zulieferer angewiesen. Das erh\u00f6he die weltweiten Abh\u00e4ngigkeiten \u2013 zus\u00e4tzlich zu Abh\u00e4ngigkeiten etwa bei Halbleitern und Rohstoffen.Europa d\u00fcrfe sich daher keinesfalls auf Handelskriege einlassen, sondern m\u00fcsse sich kooperativ zeigen \u2013 nicht nur Richtung USA, sondern auch in Richtung China. \u201eWasserstoff aus dem Spiel zu nehmen, w\u00e4re ein Fehler\u201c, warnte Zipse. Technologieneutralit\u00e4t bedeute Resilienz. Europa d\u00fcrfe sich von keiner Technologie zu 100 Prozent abh\u00e4ngig machen, sagte er mit Blick auf die bislang von der Politik und weiten Teilen der Branche favorisierten Batterie-Technologie. Auch das spreche f\u00fcr \u201eTechnologie-Neutralit\u00e4t\u201c bei der Regulierung. Es sei zudem unrealistisch, zu erwarten, die Verbraucher w\u00fcrden der aktuellen Regulierung folgen. \u201eMan kann kein regulatorisches Ziel setzen und glauben, dann passiert es\u201c, sagte Zipse. Die Verbraucher achteten stark auf Preise \u2013 auch im Unterhalt. Das verz\u00f6gere den Umstieg auf E-Autos. Derzeit schw\u00e4chelt der Absatz von E-Autos weltweit. In Deutschland stellen vor allem Unternehmen bei Dienstwagen um. Im Privatmarkt tun sich die Fahrzeuge schwer \u2013 auch weil erst wenige Mittelklasse-Modelle und Kleinwagen zu g\u00fcnstigen Preisen verf\u00fcgbar sind.Zudem warnte Zipse, es sei im derzeitigen deutschen Energienetz auf absehbare Zeit allenfalls m\u00f6glich, die H\u00e4lfte der Autos elektrisch zu betreiben. Der Ausbau werde drei bis vier Jahrzehnte dauern.BMW r\u00fcstet derzeit die Fabrik in M\u00fcnchen als reine E-Auto-Fabrik um. Zudem startet ein neues Werk ebenfalls nur f\u00fcr E-Autos. 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Dabei sehe er noch immer Chancen f\u00fcr das von der deutschen Auto-Industrie favorisierte Modell, Im- und Exporte aus den USA zu verrechnen. Die USA und die EU verhandeln derzeit \u00fcber neue Zollregeln. Die Regierung von Donald Trump setzt Europa dabei unter anderem mit einem Zollaufschlag von 25 Prozent auf Autos unter Druck. Die Verhandlungen sollen nach Willen des Wei\u00dfen Hauses bis zum Monatsende zu einem Ergebnis f\u00fchren.F\u00fcr BMW w\u00fcrde ein Verrechnungsmodell weitgehende Zollfreiheit bedeuten, da BMW auch aus den USA in alle Welt exportiert. Zudem verwies Zipse darauf, dass das US-Werk der Bayern in Spartanburg, South Carolina, 400.000 Autos im Jahr ausspucke und bereits die H\u00e4lfte der in den USA verkauften Fahrzeuge abdecke. Daher sei BMW in jedem Fall weniger betroffen als reine Importeure. Auch Volkswagen und Mercedes favorisieren dieses Modell und werben daf\u00fcr auch bei der US-Administration. Mercedes hat wohl auch zur Unterst\u00fctzung dieser Position sogar angek\u00fcndigt, den GLC k\u00fcnftig ebenfalls in den USA zu produzieren. \u201eEuropa bewegt sich \u2013 das ist gut\u201c, sagte Zipse \u00fcber die Verhandlungen mit den USA. Die Idee, eigene Vergeltungsz\u00f6lle gegen die USA zu verh\u00e4ngen, sei erfreulicherweise auf dem R\u00fcckzug. \u201eDas w\u00fcrde nur zu einer Zollspirale f\u00fchren, die beiden Seiten schadet\u201c, sagte er.Zugleich griff Zipse die Br\u00fcsseler Zollpolitik hart an. \u201eDer h\u00f6chste Zollsatz in unserer Branche kommt aus Br\u00fcssel, nicht aus dem Wei\u00dfen Haus\u201c, sagte der M\u00fcnchener und verwies auf die Strafz\u00f6lle von 31 Prozent gegen Importe aus China. Trump hatte lediglich 27,5 Prozent verh\u00e4ngt. Diese EU-Z\u00f6lle tr\u00e4fen auch Autos, die BMW in China fertigt und nach Europa exportiere, sagte Zipse. \u201eManchmal haben wir den Eindruck, dass die Politiker in Europa vergessen, dass europ\u00e4ische Unternehmen weltweit t\u00e4tig sind\u201c, sagt der 61-J\u00e4hrige. Die EU m\u00fcsse bedenken, dass die Wirtschaft in vielen Bereichen von China abh\u00e4ngig sei.Erneut sprach sich Zipse deutlich gegen das feste Verbrennerverbot f\u00fcr Neuwagen in Europa aus, das ab 2035 gelten soll. \u201eDas aktuelle System ist ein Desaster\u201c, sagte Zipse zu der Regulierung, die dem Klimaschutz dienen soll. Das Verbrenner-Verbot gef\u00e4hrde die europ\u00e4ische Autoindustrie und werde unver\u00e4ndert dazu f\u00fchren, dass die europ\u00e4ischen Auto-Hersteller nicht mehr investieren k\u00f6nnten, warnte er.Er sei zuversichtlich, dass diese Regulierung sp\u00e4testens in drei Jahren gekippt werde, weil sie schlicht zu teuer sei, sagte Zipse. Statt nur die Emissionen am Auspuff zu ber\u00fccksichtigen, m\u00fcsse Br\u00fcssel k\u00fcnftig den gesamten Lebenszyklus von Rohstoffen \u00fcber Produktion bis zu Betrieb und Entsorgung betrachten, forderte der Manager. Solch eine neue Regulierung w\u00fcrde BMW nutzen, da der Konzern in die Nachhaltigkeit investiert und sich gegen\u00fcber Konkurrenten im Vorsprung sieht. Zipse forderte erneut, auch CO\u2082-arme Diesel-Alternativen etwa mit beigemischten E-Fuels zu ber\u00fccksichtigen. Das sei auch deshalb sinnvoll, weil gebrauchte Verbrenner-Autos noch lange auf den Stra\u00dfen sein werden. Zudem verteidigte er, dass BMW auch die Wasserstoff-Technologie fortentwickelt. \u201eWir sind nicht dumm, sondern denken nach\u201c, sagte er zur Kritik, BMW verbrenne damit Geld. Zipse argumentierte dabei mit der Geopolitik, die den Einsatz von Wasserstoff mittelfristig unumg\u00e4nglich mache: Wasserstoff sei die einzige Technologie, die Europa autark nutzen k\u00f6nne. Bei Batterien bleibe der Kontinent jedoch auf asiatische Zulieferer angewiesen. Das erh\u00f6he die weltweiten Abh\u00e4ngigkeiten \u2013 zus\u00e4tzlich zu Abh\u00e4ngigkeiten etwa bei Halbleitern und Rohstoffen.Europa d\u00fcrfe sich daher keinesfalls auf Handelskriege einlassen, sondern m\u00fcsse sich kooperativ zeigen \u2013 nicht nur Richtung USA, sondern auch in Richtung China. \u201eWasserstoff aus dem Spiel zu nehmen, w\u00e4re ein Fehler\u201c, warnte Zipse. Technologieneutralit\u00e4t bedeute Resilienz. Europa d\u00fcrfe sich von keiner Technologie zu 100 Prozent abh\u00e4ngig machen, sagte er mit Blick auf die bislang von der Politik und weiten Teilen der Branche favorisierten Batterie-Technologie. Auch das spreche f\u00fcr \u201eTechnologie-Neutralit\u00e4t\u201c bei der Regulierung. Es sei zudem unrealistisch, zu erwarten, die Verbraucher w\u00fcrden der aktuellen Regulierung folgen. \u201eMan kann kein regulatorisches Ziel setzen und glauben, dann passiert es\u201c, sagte Zipse. Die Verbraucher achteten stark auf Preise \u2013 auch im Unterhalt. Das verz\u00f6gere den Umstieg auf E-Autos. Derzeit schw\u00e4chelt der Absatz von E-Autos weltweit. In Deutschland stellen vor allem Unternehmen bei Dienstwagen um. Im Privatmarkt tun sich die Fahrzeuge schwer \u2013 auch weil erst wenige Mittelklasse-Modelle und Kleinwagen zu g\u00fcnstigen Preisen verf\u00fcgbar sind.Zudem warnte Zipse, es sei im derzeitigen deutschen Energienetz auf absehbare Zeit allenfalls m\u00f6glich, die H\u00e4lfte der Autos elektrisch zu betreiben. Der Ausbau werde drei bis vier Jahrzehnte dauern.BMW r\u00fcstet derzeit die Fabrik in M\u00fcnchen als reine E-Auto-Fabrik um. Zudem startet ein neues Werk ebenfalls nur f\u00fcr E-Autos. Die restlichen rund 30 Werke des Konzerns weltweit stellen weiter auch Verbrenner her \u2013 auch in den USA. Zur IAA will BMW einen neuen Mittelklasse-SUV iX3 vorstellen, der die elektrische Zukunft des Konzerns zeigen soll.Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur. 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