{"id":248854,"date":"2025-07-07T17:26:14","date_gmt":"2025-07-07T14:26:14","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/folgen-des-home-office-jetzt-wird-der-wandel-des-wohnungsmarktes-offenbar\/"},"modified":"2025-07-07T17:26:39","modified_gmt":"2025-07-07T14:26:39","slug":"folgen-des-home-office-jetzt-wird-der-wandel-des-wohnungsmarktes-offenbar","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/folgen-des-home-office-jetzt-wird-der-wandel-des-wohnungsmarktes-offenbar\/","title":{"rendered":"Folgen des Home-Office \u2013 jetzt wird der Wandel des  Wohnungsmarktes offenbar"},"content":{"rendered":"<p>Die Schrecken der Corona-Zeit verblassen, je l\u00e4nger die Pandemie zur\u00fcckliegt. Doch das Virus hat auch Ver\u00e4nderungen erzwungen, die nicht mehr vollst\u00e4ndig verschwinden werden. Aus der \u2013 wo es m\u00f6glich war \u2013 Pflicht zum Home-Office wurde nach den Lockdowns ein hybrides Arbeiten, eine Kombination aus B\u00fcro- und mobiler Arbeit. <\/p>\n<p>Zwar geben in Umfragen rund 30 Prozent der Unternehmen an, die Heimarbeit einschr\u00e4nken oder ganz abschaffen zu wollen, doch blieb der Anteil der Firmen, die ihren Angestellten wenigstens teilweise das flexible Arbeiten erm\u00f6glichen, noch 2024 auf konstant hohem Niveau. Etwas also wird vermutlich bleiben aus der Corona-Zeit.<\/p>\n<p>Das Arbeiten w\u00e4hrend der Pandemie hat auch die Erwartungen der Menschen an ihre Art zu wohnen ver\u00e4ndert. Eine <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0322629\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/journals.plos.org\/plosone\/article?id=10.1371\/journal.pone.0322629\">Studie<\/a>, an der unter anderem eine Forschungsgruppe der Universit\u00e4t Oxford sowie das Institut Agenda Austria mitgewirkt haben, hat nun untersucht, wie stark die Corona-Pandemie auf den Mietmarkt eingewirkt hat \u2013 und was daraus f\u00fcr die Zukunft des Wohnens abzulesen sein k\u00f6nnte. <\/p>\n<p>Die Verfasser weisen selbst auf methodische Limitationen hin, etwa, dass durch die St\u00fctzung der Analyse auf Online-Daten potenzielle Verzerrungen der Stichprobe auftreten k\u00f6nnten, da die Demografie der Online-Nutzer nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Gesamtbev\u00f6lkerung sein k\u00f6nnte. Dennoch liefert die Studie interessante Ans\u00e4tze und Erkenntnisse f\u00fcr das Wohnen der n\u00e4heren Zukunft.<\/p>\n<p>Als Objekt f\u00fcr ihre Studie haben die Wissenschaftler nicht ohne Grund Wien ausgew\u00e4hlt. \u201eDie Stadt ist bekannt f\u00fcr ihren erschwinglichen kommunalen Wohnraum sowie f\u00fcr ihre vielf\u00e4ltige Landschaft von Bezirken, die von der dicht besiedelten historischen Innenstadt bis hin zu st\u00e4ndig wachsenden Vororten reichen\u201c, hei\u00dft es in der Studie. <\/p>\n<p>So diene die Stadt, die auch f\u00fcr ihre starke Regulierung bekannt ist, als Fallstudie, die einen Mikrokosmos unterschiedlicher Wohnstrukturen und urbaner Dynamiken biete und musterg\u00fcltig f\u00fcr Trends von hybriden und dezentralen Arbeitsmustern diene, die St\u00e4dte auf der ganzen Welt betreffen. F\u00fcr die Untersuchung wurden 120.000 Online-Wohnungsanzeigen aus den Jahren 2018 sowie 2021\/22 ausgewertet. Das Ziel war es, zu erfassen, wie sich die Wohnpr\u00e4ferenzen der Vor-Corona-Zeit durch die Pandemie ver\u00e4ndert haben.<\/p>\n<p>Die Kernaussage der Studie: Die Wertigkeit einzelner Merkmale von Wohnungen hat sich deutlich verschoben. Eigenschaften, die das Arbeiten von zu Hause erleichtern, haben f\u00fcr die Menschen an Bedeutung gewonnen. Das zeigt etwa der relative Preisaufschlag im Verh\u00e4ltnis zur durchschnittlichen Monatsmiete f\u00fcr ein zus\u00e4tzlich verf\u00fcgbares Zimmer \u2013 was das Home-Office deutlich erleichtert \u2013 der sich gegen\u00fcber 2018 in etwa verdoppelte. Doch auch die begehrter gewordene M\u00f6glichkeit, sich in der Innenstadt au\u00dferhalb der Wohnung aufzuhalten, etwa auf Terrassen oder Balkonen, spiegelte sich in der Preisentwicklung.<\/p>\n<p>Auch der Drang zum st\u00e4dtischen Wohnen hat \u00fcber die Jahre abgenommen. Durch die fehlende Notwendigkeit, t\u00e4glich in die Innenstadt zu pendeln, haben die Au\u00dfenbezirke an Beliebtheit gewonnen. Der Stellenwert einer perfekten \u00d6PNV-Anbindung ist deshalb gesunken. <\/p>\n<p>Au\u00dferhalb der Innenst\u00e4dte sind auch weitere beliebt gewordene Features wie zus\u00e4tzliche B\u00e4der leichter zu bekommen. Gleichzeitig hat das Zentrum Wiens, zumindest auf dem Mietmarkt, an Attraktivit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft. Wohnungen ohne Homeoffice-Potenzial, oft in alten Geb\u00e4uden mit Gasetagenheizung und ohne Au\u00dfenbereich, erzielten mittlerweile geringere Mieten. <\/p>\n<p>Eine Entwicklung, die auch durch <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article256333086\/Immobilienpreise-steigen-doch-bei-Baudarlehen-gibt-es-neue-Chancen.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article256333086\/Immobilienpreise-steigen-doch-bei-Baudarlehen-gibt-es-neue-Chancen.html\">j\u00fcngste Preisdaten etwa aus Deutschland<\/a> best\u00e4tigt wird: Laut dem Wohnungsportal ImmoScout stieg die Nachfrage von Mietern nach Wohnungen im l\u00e4ndlichen Raum im zweiten Quartal 2025 um neun Prozent, so kr\u00e4ftig wie zuletzt 2023. Auch das Umland der Gro\u00dfst\u00e4dte war um sieben Prozent st\u00e4rker gefragt als bisher. Die Metropolen selbst verzeichneten dagegen nur ein moderates Nachfragewachstum von vier Prozent.<\/p>\n<p>Was kann Wien, was k\u00f6nnen aber auch andere Gro\u00dfst\u00e4dte als Erkenntnisgewinn aus der Studie mitnehmen? Die Wissenschaftler appellieren an die Politik, die Stadtplanung st\u00e4rker an die hybrid gewordenen Arbeitswelten anzupassen. Dazu z\u00e4hlen sie eine F\u00f6rderung dezentraler Infrastruktur, den Ausbau von Homeoffice-f\u00e4higem Wohnraum, und zwar auch im sozialen Wohnungsbau, neue Mobilit\u00e4tskonzepte wie Carsharing oder verbesserte Radwege sowie eine belastbare Internet-Infrastruktur. <\/p>\n<p>Um die Attraktivit\u00e4t der Pr\u00e4senzarbeit zu f\u00f6rdern und Arbeitnehmer <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256343940\/Home-Office-Hohe-Mieten-hoher-Leerstand-so-spitzt-sich-der-Bueromarkt-weiter-zu.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/plus256343940\/Home-Office-Hohe-Mieten-hoher-Leerstand-so-spitzt-sich-der-Bueromarkt-weiter-zu.html\">in die B\u00fcros zur\u00fcckzuholen<\/a>, sollten Gewerbeimmobilien den zeitgem\u00e4\u00dfen Anforderungen angepasst werden, um Produktivit\u00e4t, Innovation und Wohlbefinden zu stimulieren. Weiterhin k\u00f6nnten Echtzeitdaten von Immobilienplattformen dabei helfen, Wohnpr\u00e4ferenzen besser und schneller zu erfassen und in die Wohnungsbaupolitik einflie\u00dfen zu lassen. <\/p>\n<p><a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/michael-hoefling\/\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/autor\/michael-hoefling\/\"><em><b>Michael H\u00f6fling<\/b><\/em><\/a><em><b> schreibt f\u00fcr WELT \u00fcber Immobilien, Wirtschaftspolitik und Gold. Gemeinsam mit Michael Fabricius ist er f\u00fcr den Immobilien-Newsletter \u201eFrage der Lage\u201c zust\u00e4ndig, den Sie hier abonnieren k\u00f6nnen.<\/b><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Schrecken der Corona-Zeit verblassen, je l\u00e4nger die Pandemie zur\u00fcckliegt. Doch das Virus hat auch Ver\u00e4nderungen erzwungen, die nicht mehr vollst\u00e4ndig verschwinden werden. Aus der \u2013 wo es m\u00f6glich war \u2013 Pflicht zum Home-Office wurde nach den Lockdowns ein hybrides Arbeiten, eine Kombination aus B\u00fcro- und mobiler Arbeit. 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Eine Studie, an der unter anderem eine Forschungsgruppe der Universit\u00e4t Oxford sowie das Institut Agenda Austria mitgewirkt haben, hat nun untersucht, wie stark die Corona-Pandemie auf den Mietmarkt eingewirkt hat \u2013 und was daraus f\u00fcr die Zukunft des Wohnens abzulesen sein k\u00f6nnte. Die Verfasser weisen selbst auf methodische Limitationen hin, etwa, dass durch die St\u00fctzung der Analyse auf Online-Daten potenzielle Verzerrungen der Stichprobe auftreten k\u00f6nnten, da die Demografie der Online-Nutzer nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Gesamtbev\u00f6lkerung sein k\u00f6nnte. 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Das Ziel war es, zu erfassen, wie sich die Wohnpr\u00e4ferenzen der Vor-Corona-Zeit durch die Pandemie ver\u00e4ndert haben.Die Kernaussage der Studie: Die Wertigkeit einzelner Merkmale von Wohnungen hat sich deutlich verschoben. Eigenschaften, die das Arbeiten von zu Hause erleichtern, haben f\u00fcr die Menschen an Bedeutung gewonnen. Das zeigt etwa der relative Preisaufschlag im Verh\u00e4ltnis zur durchschnittlichen Monatsmiete f\u00fcr ein zus\u00e4tzlich verf\u00fcgbares Zimmer \u2013 was das Home-Office deutlich erleichtert \u2013 der sich gegen\u00fcber 2018 in etwa verdoppelte. Doch auch die begehrter gewordene M\u00f6glichkeit, sich in der Innenstadt au\u00dferhalb der Wohnung aufzuhalten, etwa auf Terrassen oder Balkonen, spiegelte sich in der Preisentwicklung.Auch der Drang zum st\u00e4dtischen Wohnen hat \u00fcber die Jahre abgenommen. Durch die fehlende Notwendigkeit, t\u00e4glich in die Innenstadt zu pendeln, haben die Au\u00dfenbezirke an Beliebtheit gewonnen. Der Stellenwert einer perfekten \u00d6PNV-Anbindung ist deshalb gesunken. Au\u00dferhalb der Innenst\u00e4dte sind auch weitere beliebt gewordene Features wie zus\u00e4tzliche B\u00e4der leichter zu bekommen. Gleichzeitig hat das Zentrum Wiens, zumindest auf dem Mietmarkt, an Attraktivit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft. Wohnungen ohne Homeoffice-Potenzial, oft in alten Geb\u00e4uden mit Gasetagenheizung und ohne Au\u00dfenbereich, erzielten mittlerweile geringere Mieten. Eine Entwicklung, die auch durch j\u00fcngste Preisdaten etwa aus Deutschland best\u00e4tigt wird: Laut dem Wohnungsportal ImmoScout stieg die Nachfrage von Mietern nach Wohnungen im l\u00e4ndlichen Raum im zweiten Quartal 2025 um neun Prozent, so kr\u00e4ftig wie zuletzt 2023. Auch das Umland der Gro\u00dfst\u00e4dte war um sieben Prozent st\u00e4rker gefragt als bisher. Die Metropolen selbst verzeichneten dagegen nur ein moderates Nachfragewachstum von vier Prozent.Was kann Wien, was k\u00f6nnen aber auch andere Gro\u00dfst\u00e4dte als Erkenntnisgewinn aus der Studie mitnehmen? Die Wissenschaftler appellieren an die Politik, die Stadtplanung st\u00e4rker an die hybrid gewordenen Arbeitswelten anzupassen. Dazu z\u00e4hlen sie eine F\u00f6rderung dezentraler Infrastruktur, den Ausbau von Homeoffice-f\u00e4higem Wohnraum, und zwar auch im sozialen Wohnungsbau, neue Mobilit\u00e4tskonzepte wie Carsharing oder verbesserte Radwege sowie eine belastbare Internet-Infrastruktur. Um die Attraktivit\u00e4t der Pr\u00e4senzarbeit zu f\u00f6rdern und Arbeitnehmer in die B\u00fcros zur\u00fcckzuholen, sollten Gewerbeimmobilien den zeitgem\u00e4\u00dfen Anforderungen angepasst werden, um Produktivit\u00e4t, Innovation und Wohlbefinden zu stimulieren. 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Das Ziel war es, zu erfassen, wie sich die Wohnpr\u00e4ferenzen der Vor-Corona-Zeit durch die Pandemie ver\u00e4ndert haben.Die Kernaussage der Studie: Die Wertigkeit einzelner Merkmale von Wohnungen hat sich deutlich verschoben. Eigenschaften, die das Arbeiten von zu Hause erleichtern, haben f\u00fcr die Menschen an Bedeutung gewonnen. Das zeigt etwa der relative Preisaufschlag im Verh\u00e4ltnis zur durchschnittlichen Monatsmiete f\u00fcr ein zus\u00e4tzlich verf\u00fcgbares Zimmer \u2013 was das Home-Office deutlich erleichtert \u2013 der sich gegen\u00fcber 2018 in etwa verdoppelte. Doch auch die begehrter gewordene M\u00f6glichkeit, sich in der Innenstadt au\u00dferhalb der Wohnung aufzuhalten, etwa auf Terrassen oder Balkonen, spiegelte sich in der Preisentwicklung.Auch der Drang zum st\u00e4dtischen Wohnen hat \u00fcber die Jahre abgenommen. Durch die fehlende Notwendigkeit, t\u00e4glich in die Innenstadt zu pendeln, haben die Au\u00dfenbezirke an Beliebtheit gewonnen. Der Stellenwert einer perfekten \u00d6PNV-Anbindung ist deshalb gesunken. Au\u00dferhalb der Innenst\u00e4dte sind auch weitere beliebt gewordene Features wie zus\u00e4tzliche B\u00e4der leichter zu bekommen. Gleichzeitig hat das Zentrum Wiens, zumindest auf dem Mietmarkt, an Attraktivit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft. Wohnungen ohne Homeoffice-Potenzial, oft in alten Geb\u00e4uden mit Gasetagenheizung und ohne Au\u00dfenbereich, erzielten mittlerweile geringere Mieten. Eine Entwicklung, die auch durch j\u00fcngste Preisdaten etwa aus Deutschland best\u00e4tigt wird: Laut dem Wohnungsportal ImmoScout stieg die Nachfrage von Mietern nach Wohnungen im l\u00e4ndlichen Raum im zweiten Quartal 2025 um neun Prozent, so kr\u00e4ftig wie zuletzt 2023. Auch das Umland der Gro\u00dfst\u00e4dte war um sieben Prozent st\u00e4rker gefragt als bisher. Die Metropolen selbst verzeichneten dagegen nur ein moderates Nachfragewachstum von vier Prozent.Was kann Wien, was k\u00f6nnen aber auch andere Gro\u00dfst\u00e4dte als Erkenntnisgewinn aus der Studie mitnehmen? Die Wissenschaftler appellieren an die Politik, die Stadtplanung st\u00e4rker an die hybrid gewordenen Arbeitswelten anzupassen. Dazu z\u00e4hlen sie eine F\u00f6rderung dezentraler Infrastruktur, den Ausbau von Homeoffice-f\u00e4higem Wohnraum, und zwar auch im sozialen Wohnungsbau, neue Mobilit\u00e4tskonzepte wie Carsharing oder verbesserte Radwege sowie eine belastbare Internet-Infrastruktur. Um die Attraktivit\u00e4t der Pr\u00e4senzarbeit zu f\u00f6rdern und Arbeitnehmer in die B\u00fcros zur\u00fcckzuholen, sollten Gewerbeimmobilien den zeitgem\u00e4\u00dfen Anforderungen angepasst werden, um Produktivit\u00e4t, Innovation und Wohlbefinden zu stimulieren. Weiterhin k\u00f6nnten Echtzeitdaten von Immobilienplattformen dabei helfen, Wohnpr\u00e4ferenzen besser und schneller zu erfassen und in die Wohnungsbaupolitik einflie\u00dfen zu lassen. Michael H\u00f6fling schreibt f\u00fcr WELT \u00fcber Immobilien, Wirtschaftspolitik und Gold. Gemeinsam mit Michael Fabricius ist er f\u00fcr den Immobilien-Newsletter \u201eFrage der Lage\u201c zust\u00e4ndig, den Sie hier abonnieren k\u00f6nnen.","robots":{"index":"noindex","follow":"follow","max-snippet":"max-snippet:-1","max-image-preview":"max-image-preview:large","max-video-preview":"max-video-preview:-1"},"og_locale":"de_DE","og_type":"article","og_title":"Folgen des Home-Office \u2013 jetzt wird der Wandel des Wohnungsmarktes offenbar - vof-news.eu","og_description":"Die Schrecken der Corona-Zeit verblassen, je l\u00e4nger die Pandemie zur\u00fcckliegt. Doch das Virus hat auch Ver\u00e4nderungen erzwungen, die nicht mehr vollst\u00e4ndig verschwinden werden. 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Die Verfasser weisen selbst auf methodische Limitationen hin, etwa, dass durch die St\u00fctzung der Analyse auf Online-Daten potenzielle Verzerrungen der Stichprobe auftreten k\u00f6nnten, da die Demografie der Online-Nutzer nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Gesamtbev\u00f6lkerung sein k\u00f6nnte. Dennoch liefert die Studie interessante Ans\u00e4tze und Erkenntnisse f\u00fcr das Wohnen der n\u00e4heren Zukunft.Als Objekt f\u00fcr ihre Studie haben die Wissenschaftler nicht ohne Grund Wien ausgew\u00e4hlt. \u201eDie Stadt ist bekannt f\u00fcr ihren erschwinglichen kommunalen Wohnraum sowie f\u00fcr ihre vielf\u00e4ltige Landschaft von Bezirken, die von der dicht besiedelten historischen Innenstadt bis hin zu st\u00e4ndig wachsenden Vororten reichen\u201c, hei\u00dft es in der Studie. So diene die Stadt, die auch f\u00fcr ihre starke Regulierung bekannt ist, als Fallstudie, die einen Mikrokosmos unterschiedlicher Wohnstrukturen und urbaner Dynamiken biete und musterg\u00fcltig f\u00fcr Trends von hybriden und dezentralen Arbeitsmustern diene, die St\u00e4dte auf der ganzen Welt betreffen. F\u00fcr die Untersuchung wurden 120.000 Online-Wohnungsanzeigen aus den Jahren 2018 sowie 2021\/22 ausgewertet. Das Ziel war es, zu erfassen, wie sich die Wohnpr\u00e4ferenzen der Vor-Corona-Zeit durch die Pandemie ver\u00e4ndert haben.Die Kernaussage der Studie: Die Wertigkeit einzelner Merkmale von Wohnungen hat sich deutlich verschoben. Eigenschaften, die das Arbeiten von zu Hause erleichtern, haben f\u00fcr die Menschen an Bedeutung gewonnen. Das zeigt etwa der relative Preisaufschlag im Verh\u00e4ltnis zur durchschnittlichen Monatsmiete f\u00fcr ein zus\u00e4tzlich verf\u00fcgbares Zimmer \u2013 was das Home-Office deutlich erleichtert \u2013 der sich gegen\u00fcber 2018 in etwa verdoppelte. Doch auch die begehrter gewordene M\u00f6glichkeit, sich in der Innenstadt au\u00dferhalb der Wohnung aufzuhalten, etwa auf Terrassen oder Balkonen, spiegelte sich in der Preisentwicklung.Auch der Drang zum st\u00e4dtischen Wohnen hat \u00fcber die Jahre abgenommen. Durch die fehlende Notwendigkeit, t\u00e4glich in die Innenstadt zu pendeln, haben die Au\u00dfenbezirke an Beliebtheit gewonnen. Der Stellenwert einer perfekten \u00d6PNV-Anbindung ist deshalb gesunken. Au\u00dferhalb der Innenst\u00e4dte sind auch weitere beliebt gewordene Features wie zus\u00e4tzliche B\u00e4der leichter zu bekommen. Gleichzeitig hat das Zentrum Wiens, zumindest auf dem Mietmarkt, an Attraktivit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft. Wohnungen ohne Homeoffice-Potenzial, oft in alten Geb\u00e4uden mit Gasetagenheizung und ohne Au\u00dfenbereich, erzielten mittlerweile geringere Mieten. Eine Entwicklung, die auch durch j\u00fcngste Preisdaten etwa aus Deutschland best\u00e4tigt wird: Laut dem Wohnungsportal ImmoScout stieg die Nachfrage von Mietern nach Wohnungen im l\u00e4ndlichen Raum im zweiten Quartal 2025 um neun Prozent, so kr\u00e4ftig wie zuletzt 2023. Auch das Umland der Gro\u00dfst\u00e4dte war um sieben Prozent st\u00e4rker gefragt als bisher. Die Metropolen selbst verzeichneten dagegen nur ein moderates Nachfragewachstum von vier Prozent.Was kann Wien, was k\u00f6nnen aber auch andere Gro\u00dfst\u00e4dte als Erkenntnisgewinn aus der Studie mitnehmen? Die Wissenschaftler appellieren an die Politik, die Stadtplanung st\u00e4rker an die hybrid gewordenen Arbeitswelten anzupassen. Dazu z\u00e4hlen sie eine F\u00f6rderung dezentraler Infrastruktur, den Ausbau von Homeoffice-f\u00e4higem Wohnraum, und zwar auch im sozialen Wohnungsbau, neue Mobilit\u00e4tskonzepte wie Carsharing oder verbesserte Radwege sowie eine belastbare Internet-Infrastruktur. Um die Attraktivit\u00e4t der Pr\u00e4senzarbeit zu f\u00f6rdern und Arbeitnehmer in die B\u00fcros zur\u00fcckzuholen, sollten Gewerbeimmobilien den zeitgem\u00e4\u00dfen Anforderungen angepasst werden, um Produktivit\u00e4t, Innovation und Wohlbefinden zu stimulieren. Weiterhin k\u00f6nnten Echtzeitdaten von Immobilienplattformen dabei helfen, Wohnpr\u00e4ferenzen besser und schneller zu erfassen und in die Wohnungsbaupolitik einflie\u00dfen zu lassen. Michael H\u00f6fling schreibt f\u00fcr WELT \u00fcber Immobilien, Wirtschaftspolitik und Gold. 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Eine Studie, an der unter anderem eine Forschungsgruppe der Universit\u00e4t Oxford sowie das Institut Agenda Austria mitgewirkt haben, hat nun untersucht, wie stark die Corona-Pandemie auf den Mietmarkt eingewirkt hat \u2013 und was daraus f\u00fcr die Zukunft des Wohnens abzulesen sein k\u00f6nnte. Die Verfasser weisen selbst auf methodische Limitationen hin, etwa, dass durch die St\u00fctzung der Analyse auf Online-Daten potenzielle Verzerrungen der Stichprobe auftreten k\u00f6nnten, da die Demografie der Online-Nutzer nicht repr\u00e4sentativ f\u00fcr die Gesamtbev\u00f6lkerung sein k\u00f6nnte. Dennoch liefert die Studie interessante Ans\u00e4tze und Erkenntnisse f\u00fcr das Wohnen der n\u00e4heren Zukunft.Als Objekt f\u00fcr ihre Studie haben die Wissenschaftler nicht ohne Grund Wien ausgew\u00e4hlt. \u201eDie Stadt ist bekannt f\u00fcr ihren erschwinglichen kommunalen Wohnraum sowie f\u00fcr ihre vielf\u00e4ltige Landschaft von Bezirken, die von der dicht besiedelten historischen Innenstadt bis hin zu st\u00e4ndig wachsenden Vororten reichen\u201c, hei\u00dft es in der Studie. So diene die Stadt, die auch f\u00fcr ihre starke Regulierung bekannt ist, als Fallstudie, die einen Mikrokosmos unterschiedlicher Wohnstrukturen und urbaner Dynamiken biete und musterg\u00fcltig f\u00fcr Trends von hybriden und dezentralen Arbeitsmustern diene, die St\u00e4dte auf der ganzen Welt betreffen. F\u00fcr die Untersuchung wurden 120.000 Online-Wohnungsanzeigen aus den Jahren 2018 sowie 2021\/22 ausgewertet. Das Ziel war es, zu erfassen, wie sich die Wohnpr\u00e4ferenzen der Vor-Corona-Zeit durch die Pandemie ver\u00e4ndert haben.Die Kernaussage der Studie: Die Wertigkeit einzelner Merkmale von Wohnungen hat sich deutlich verschoben. Eigenschaften, die das Arbeiten von zu Hause erleichtern, haben f\u00fcr die Menschen an Bedeutung gewonnen. Das zeigt etwa der relative Preisaufschlag im Verh\u00e4ltnis zur durchschnittlichen Monatsmiete f\u00fcr ein zus\u00e4tzlich verf\u00fcgbares Zimmer \u2013 was das Home-Office deutlich erleichtert \u2013 der sich gegen\u00fcber 2018 in etwa verdoppelte. Doch auch die begehrter gewordene M\u00f6glichkeit, sich in der Innenstadt au\u00dferhalb der Wohnung aufzuhalten, etwa auf Terrassen oder Balkonen, spiegelte sich in der Preisentwicklung.Auch der Drang zum st\u00e4dtischen Wohnen hat \u00fcber die Jahre abgenommen. Durch die fehlende Notwendigkeit, t\u00e4glich in die Innenstadt zu pendeln, haben die Au\u00dfenbezirke an Beliebtheit gewonnen. Der Stellenwert einer perfekten \u00d6PNV-Anbindung ist deshalb gesunken. Au\u00dferhalb der Innenst\u00e4dte sind auch weitere beliebt gewordene Features wie zus\u00e4tzliche B\u00e4der leichter zu bekommen. Gleichzeitig hat das Zentrum Wiens, zumindest auf dem Mietmarkt, an Attraktivit\u00e4t eingeb\u00fc\u00dft. Wohnungen ohne Homeoffice-Potenzial, oft in alten Geb\u00e4uden mit Gasetagenheizung und ohne Au\u00dfenbereich, erzielten mittlerweile geringere Mieten. Eine Entwicklung, die auch durch j\u00fcngste Preisdaten etwa aus Deutschland best\u00e4tigt wird: Laut dem Wohnungsportal ImmoScout stieg die Nachfrage von Mietern nach Wohnungen im l\u00e4ndlichen Raum im zweiten Quartal 2025 um neun Prozent, so kr\u00e4ftig wie zuletzt 2023. Auch das Umland der Gro\u00dfst\u00e4dte war um sieben Prozent st\u00e4rker gefragt als bisher. Die Metropolen selbst verzeichneten dagegen nur ein moderates Nachfragewachstum von vier Prozent.Was kann Wien, was k\u00f6nnen aber auch andere Gro\u00dfst\u00e4dte als Erkenntnisgewinn aus der Studie mitnehmen? Die Wissenschaftler appellieren an die Politik, die Stadtplanung st\u00e4rker an die hybrid gewordenen Arbeitswelten anzupassen. Dazu z\u00e4hlen sie eine F\u00f6rderung dezentraler Infrastruktur, den Ausbau von Homeoffice-f\u00e4higem Wohnraum, und zwar auch im sozialen Wohnungsbau, neue Mobilit\u00e4tskonzepte wie Carsharing oder verbesserte Radwege sowie eine belastbare Internet-Infrastruktur. Um die Attraktivit\u00e4t der Pr\u00e4senzarbeit zu f\u00f6rdern und Arbeitnehmer in die B\u00fcros zur\u00fcckzuholen, sollten Gewerbeimmobilien den zeitgem\u00e4\u00dfen Anforderungen angepasst werden, um Produktivit\u00e4t, Innovation und Wohlbefinden zu stimulieren. Weiterhin k\u00f6nnten Echtzeitdaten von Immobilienplattformen dabei helfen, Wohnpr\u00e4ferenzen besser und schneller zu erfassen und in die Wohnungsbaupolitik einflie\u00dfen zu lassen. Michael H\u00f6fling schreibt f\u00fcr WELT \u00fcber Immobilien, Wirtschaftspolitik und Gold. Gemeinsam mit Michael Fabricius ist er f\u00fcr den Immobilien-Newsletter \u201eFrage der Lage\u201c zust\u00e4ndig, den Sie hier abonnieren k\u00f6nnen.","breadcrumb":{"@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/folgen-des-home-office-jetzt-wird-der-wandel-des-wohnungsmarktes-offenbar\/#breadcrumb"},"inLanguage":"de","potentialAction":[{"@type":"ReadAction","target":["https:\/\/vof-news.eu\/de\/folgen-des-home-office-jetzt-wird-der-wandel-des-wohnungsmarktes-offenbar\/"]}]},{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/folgen-des-home-office-jetzt-wird-der-wandel-des-wohnungsmarktes-offenbar\/#primaryimage","url":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/wien.webp","contentUrl":"https:\/\/vof-news.eu\/wp-content\/uploads\/2025\/07\/wien.webp","width":1200,"height":574},{"@type":"BreadcrumbList","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/folgen-des-home-office-jetzt-wird-der-wandel-des-wohnungsmarktes-offenbar\/#breadcrumb","itemListElement":[{"@type":"ListItem","position":1,"name":"Home","item":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/"},{"@type":"ListItem","position":2,"name":"Folgen des Home-Office \u2013 jetzt wird der Wandel des Wohnungsmarktes offenbar"}]},{"@type":"WebSite","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#website","url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/","name":"vof-news.eu","description":"","potentialAction":[{"@type":"SearchAction","target":{"@type":"EntryPoint","urlTemplate":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/?s={search_term_string}"},"query-input":"required name=search_term_string"}],"inLanguage":"de"},{"@type":"Person","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/f6a2a4309f0561835797fd8c19b333ed","name":"Author","image":{"@type":"ImageObject","inLanguage":"de","@id":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/#\/schema\/person\/image\/","url":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","contentUrl":"https:\/\/secure.gravatar.com\/avatar\/b67e614b1b25b3e9c0c239efdd2fde5ab015b5affd6f1c3c85911ca4b384e790?s=96&d=mm&r=g","caption":"Author"},"sameAs":["http:\/\/vof-news.eu"],"url":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/author\/zwt6qxnjulxbnyg\/"}]}},"yoast_meta":{"yoast_wpseo_title":"","yoast_wpseo_metadesc":"","yoast_wpseo_canonical":""},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248854","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=248854"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248854\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":248861,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/248854\/revisions\/248861"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media\/248855"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=248854"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=248854"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=248854"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}