{"id":247178,"date":"2025-07-04T19:26:10","date_gmt":"2025-07-04T16:26:10","guid":{"rendered":"https:\/\/vof-news.eu\/die-machtige-gewerkschaft-sturzt-ihren-buh-mann\/"},"modified":"2025-07-04T19:26:25","modified_gmt":"2025-07-04T16:26:25","slug":"die-machtige-gewerkschaft-sturzt-ihren-buh-mann","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/vof-news.eu\/de\/die-machtige-gewerkschaft-sturzt-ihren-buh-mann\/","title":{"rendered":"Die m\u00e4chtige Gewerkschaft st\u00fcrzt ihren Buh-Mann"},"content":{"rendered":"<p>Gerade sah es so aus, als sei im Volkswagen-Konzern Ruhe eingekehrt. Kurz vor dem Jahreswechsel hatten sich Management und Betriebsrat auf ein Abbauprogramm f\u00fcr 35.000 Jobs geeinigt \u2013 ohne gro\u00dfe neue Werkschlie\u00dfungen in Deutschland, \u00fcber gro\u00dfz\u00fcgige Altersteilzeitregelungen und sechsstellige Abfindungen, sogar mit partiellen Arbeitsplatzgarantien. Der Betriebsfrieden war gesichert, Besserung in der Bilanz in Sicht. <\/p>\n<p>Doch jetzt muss ausgerechnet derjenige gehen, der den Plan eigentlich umsetzen sollte: Personalchef Gunnar Kilian verl\u00e4sst Knall auf Fall den Vorstand. \u201eDer R\u00fcckhalt f\u00fcr eine weitere Amtszeit fehlte\u201c, teilt der Betriebsrat unverbl\u00fcmt mit. Pflichtschuldig gibt es ein paar warme Worte, aber auch den Anwurf, mit der Aufk\u00fcndigung eines komfortablen Haustarifs habe Kilian \u201eeinen historischen Tabubruch\u201c begangen. Kleiner geht es beim Betriebsrat nicht.<\/p>\n<p>Volkswagen ist seit jeher ein politisierter Konzern \u2013 nicht nur, weil das Land Niedersachsen mit 20 Prozent der Stimmrechte beteiligt ist. Volkswagen ist f\u00fcr die Gewerkschaft IG Metall der Vorzeigekonzern schlechthin, wenn es um die eigene Macht geht. Und die ist zwar innerbetrieblich vorhanden \u2013 gegen die harte globale wirtschaftliche Realit\u00e4t kann sich aber auch die gr\u00f6\u00dfte deutsche Industriegewerkschaft nicht dauerhaft stemmen. <\/p>\n<p>Die Europ\u00e4er kaufen seit der Corona-Krise schlichtweg viel weniger Autos, die Umstellung auf Elektro l\u00e4uft langsamer als erwartet, China \u00fcberholt. Das trifft die ohnehin schwache Marge des Konzerns. Auch wenn der Betriebsrat <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article254926802\/VW-und-Betriebsrat-einigen-sich-auf-milliardenschweres-Sparpaket-zwei-Werke-gefaehrdet.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article254926802\/VW-und-Betriebsrat-einigen-sich-auf-milliardenschweres-Sparpaket-zwei-Werke-gefaehrdet.html\">einiges erreicht hat<\/a>: Er musste den Mitarbeiter zuletzt wegen der \u00f6konomischen Realit\u00e4t einige unangenehme Wahrheiten zumuten. Die Werke in Dresden und perspektivisch wohl auch Osnabr\u00fcck werden bald nicht mehr zu VW geh\u00f6ren. Einstige gro\u00dfe Wachstumshoffnungen f\u00fcr die Zentrale in Wolfsburg und anderswo sind pass\u00e9. Und  der alte Haustarif sowieso.<\/p>\n<p>Internes Gesicht der Zumutungen ist Vorstand Kilian, der regelm\u00e4\u00dfig zum Fortgang berichtet \u2013 ausgerechnet ein Mann des Betriebsrats. Denn nicht nur bei VW, sondern bei allen gro\u00dfen deutschen Konzernen schlagen die Arbeitnehmer den obersten Personalchef vor, nicht die Eigent\u00fcmer. Das ist im Betriebsverfassungsgesetz so geregelt \u2013 nur l\u00e4uft es anderswo ger\u00e4uschloser als in Wolfsburg. Insofern ist es nicht ungew\u00f6hnlich, dass der Betriebsrat entscheidend mitmischt, wenn wie im Fall von Kilian der Vertrag des Personalers absehbar ausl\u00e4uft. Ungew\u00f6hnlich ist allerdings die schrille Lautst\u00e4rke.<\/p>\n<h3>Bei VW steht kein Nachfolger bereit<\/h3>\n<p>Denn die IG Metall hat in Kilian jemanden gefunden, dem sie die unliebsamen Kompromisse anhaften kann. Gewerkschaftschefin Christiane Benner selbst kann sich als Mitglied des Aufsichtsrats auf Nachfolgesuche machen. Dieser Neue, dessen Name wom\u00f6glich erst weit nach den Sommer-Werksferien feststeht, wird die Vereinbarung zum Jobabbau ebenso umsetzen m\u00fcssen, wie es Kilian gemusst h\u00e4tte. Aber: Die Belegschaft wird sie ihm nicht genauso sehr ankreiden. Diese Distanz nutzt dem Betriebsrat und der Gewerkschaft, die stets um Mitglieder und Stimmen k\u00e4mpft. F\u00fcr die Zukunft von VW als erfolgreicher Konzern aber wird viel davon abh\u00e4ngen, wie kompromissbereit der Neue angesichts des Rauswurfs seines Vorg\u00e4ngers sein kann.<\/p>\n<p>Kilian konnte fr\u00fcher gut mit den \u00fcbrigen Vorst\u00e4nden, wurde wohl auch deshalb 2021 zus\u00e4tzlich Chef der Truck-Marken. Doch zuletzt tr\u00fcbte sich auch dieses Verh\u00e4ltnis ein. Kilian soll, so hei\u00dft es im Konzern, mit den \u00fcbrigen Vorst\u00e4nden aneinandergeraten sein, als um die Zukunft von Beteiligungen ging, die einige Konzernmanager wohl gern loswerden w\u00fcrden. Deshalb fehlte Kilian auch der R\u00fcckhalt seiner Vorstandskollegen, der ihn vielleicht noch h\u00e4tte retten k\u00f6nnen. So kam es zum Knall des unvorbereiteten Wechsels. Ein Nachfolger steht nicht bereit.<\/p>\n<p>Volkswagen-Pkw-Chef <a class=\"is-link c-block-items__link c-link--rich-text-renderer\" data-internal-tracking='{\"action\":\"click\",\"label\":\"link\",\"name\":\"Inline Element\",\"data\":{\"source\":\"\",\"target\":\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article256349742\/vorstandsumbau-vertrauen-verloren-vw-trennt-sich-mitten-im-jobabbau-von-personalchef-kilian.html\",\"trackingName\":\"\",\"trackingLabel\":\"\"}}' data-internal-tracking-enabled=\"true\" href=\"https:\/\/www.welt.de\/wirtschaft\/article256349742\/vorstandsumbau-vertrauen-verloren-vw-trennt-sich-mitten-im-jobabbau-von-personalchef-kilian.html\">Arne Meiswinkel \u00fcbernimmt kommissarisch das Personalressort<\/a>. Ein komplettes Vakuum ist das nicht \u2013 aber mitten im Stellenabbau, w\u00e4hrend die Umsetzung des Abfindungsprogramms in den Werken noch aussteht, br\u00e4uchte es eigentlich einen stabilen, eingearbeiteten Personalvorstand. Denn es sollte z\u00fcgig gehen: VW hat mehr als genug Baustellen.<\/p>\n<p>Der pl\u00f6tzliche Abschied des lang gedienten Kilian mag also in den Augen der Arbeitnehmervertreter und sogar seiner Vorstandskollegen eine gute Nachricht sein. F\u00fcr den gesamten Konzern sein \u00fcberst\u00fcrzter Abschied alles andere als ein gutes Signal.<\/p>\n<p><b><em>Christoph Kapalschinski ist Wirtschaftsredakteur und schreibt \u00fcber die Automobilwirtschaft.<\/em><\/b><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Gerade sah es so aus, als sei im Volkswagen-Konzern Ruhe eingekehrt. 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Und die ist zwar innerbetrieblich vorhanden \u2013 gegen die harte globale wirtschaftliche Realit\u00e4t kann sich aber auch die gr\u00f6\u00dfte deutsche Industriegewerkschaft nicht dauerhaft stemmen. Die Europ\u00e4er kaufen seit der Corona-Krise schlichtweg viel weniger Autos, die Umstellung auf Elektro l\u00e4uft langsamer als erwartet, China \u00fcberholt. Das trifft die ohnehin schwache Marge des Konzerns. Auch wenn der Betriebsrat einiges erreicht hat: Er musste den Mitarbeiter zuletzt wegen der \u00f6konomischen Realit\u00e4t einige unangenehme Wahrheiten zumuten. Die Werke in Dresden und perspektivisch wohl auch Osnabr\u00fcck werden bald nicht mehr zu VW geh\u00f6ren. Einstige gro\u00dfe Wachstumshoffnungen f\u00fcr die Zentrale in Wolfsburg und anderswo sind pass\u00e9. Und der alte Haustarif sowieso.Internes Gesicht der Zumutungen ist Vorstand Kilian, der regelm\u00e4\u00dfig zum Fortgang berichtet \u2013 ausgerechnet ein Mann des Betriebsrats. Denn nicht nur bei VW, sondern bei allen gro\u00dfen deutschen Konzernen schlagen die Arbeitnehmer den obersten Personalchef vor, nicht die Eigent\u00fcmer. Das ist im Betriebsverfassungsgesetz so geregelt \u2013 nur l\u00e4uft es anderswo ger\u00e4uschloser als in Wolfsburg. Insofern ist es nicht ungew\u00f6hnlich, dass der Betriebsrat entscheidend mitmischt, wenn wie im Fall von Kilian der Vertrag des Personalers absehbar ausl\u00e4uft. Ungew\u00f6hnlich ist allerdings die schrille Lautst\u00e4rke.Bei VW steht kein Nachfolger bereitDenn die IG Metall hat in Kilian jemanden gefunden, dem sie die unliebsamen Kompromisse anhaften kann. Gewerkschaftschefin Christiane Benner selbst kann sich als Mitglied des Aufsichtsrats auf Nachfolgesuche machen. Dieser Neue, dessen Name wom\u00f6glich erst weit nach den Sommer-Werksferien feststeht, wird die Vereinbarung zum Jobabbau ebenso umsetzen m\u00fcssen, wie es Kilian gemusst h\u00e4tte. Aber: Die Belegschaft wird sie ihm nicht genauso sehr ankreiden. Diese Distanz nutzt dem Betriebsrat und der Gewerkschaft, die stets um Mitglieder und Stimmen k\u00e4mpft. F\u00fcr die Zukunft von VW als erfolgreicher Konzern aber wird viel davon abh\u00e4ngen, wie kompromissbereit der Neue angesichts des Rauswurfs seines Vorg\u00e4ngers sein kann.Kilian konnte fr\u00fcher gut mit den \u00fcbrigen Vorst\u00e4nden, wurde wohl auch deshalb 2021 zus\u00e4tzlich Chef der Truck-Marken. Doch zuletzt tr\u00fcbte sich auch dieses Verh\u00e4ltnis ein. Kilian soll, so hei\u00dft es im Konzern, mit den \u00fcbrigen Vorst\u00e4nden aneinandergeraten sein, als um die Zukunft von Beteiligungen ging, die einige Konzernmanager wohl gern loswerden w\u00fcrden. Deshalb fehlte Kilian auch der R\u00fcckhalt seiner Vorstandskollegen, der ihn vielleicht noch h\u00e4tte retten k\u00f6nnen. So kam es zum Knall des unvorbereiteten Wechsels. 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Der Betriebsfrieden war gesichert, Besserung in der Bilanz in Sicht. Doch jetzt muss ausgerechnet derjenige gehen, der den Plan eigentlich umsetzen sollte: Personalchef Gunnar Kilian verl\u00e4sst Knall auf Fall den Vorstand. \u201eDer R\u00fcckhalt f\u00fcr eine weitere Amtszeit fehlte\u201c, teilt der Betriebsrat unverbl\u00fcmt mit. Pflichtschuldig gibt es ein paar warme Worte, aber auch den Anwurf, mit der Aufk\u00fcndigung eines komfortablen Haustarifs habe Kilian \u201eeinen historischen Tabubruch\u201c begangen. Kleiner geht es beim Betriebsrat nicht.Volkswagen ist seit jeher ein politisierter Konzern \u2013 nicht nur, weil das Land Niedersachsen mit 20 Prozent der Stimmrechte beteiligt ist. Volkswagen ist f\u00fcr die Gewerkschaft IG Metall der Vorzeigekonzern schlechthin, wenn es um die eigene Macht geht. Und die ist zwar innerbetrieblich vorhanden \u2013 gegen die harte globale wirtschaftliche Realit\u00e4t kann sich aber auch die gr\u00f6\u00dfte deutsche Industriegewerkschaft nicht dauerhaft stemmen. Die Europ\u00e4er kaufen seit der Corona-Krise schlichtweg viel weniger Autos, die Umstellung auf Elektro l\u00e4uft langsamer als erwartet, China \u00fcberholt. Das trifft die ohnehin schwache Marge des Konzerns. Auch wenn der Betriebsrat einiges erreicht hat: Er musste den Mitarbeiter zuletzt wegen der \u00f6konomischen Realit\u00e4t einige unangenehme Wahrheiten zumuten. Die Werke in Dresden und perspektivisch wohl auch Osnabr\u00fcck werden bald nicht mehr zu VW geh\u00f6ren. Einstige gro\u00dfe Wachstumshoffnungen f\u00fcr die Zentrale in Wolfsburg und anderswo sind pass\u00e9. Und der alte Haustarif sowieso.Internes Gesicht der Zumutungen ist Vorstand Kilian, der regelm\u00e4\u00dfig zum Fortgang berichtet \u2013 ausgerechnet ein Mann des Betriebsrats. Denn nicht nur bei VW, sondern bei allen gro\u00dfen deutschen Konzernen schlagen die Arbeitnehmer den obersten Personalchef vor, nicht die Eigent\u00fcmer. Das ist im Betriebsverfassungsgesetz so geregelt \u2013 nur l\u00e4uft es anderswo ger\u00e4uschloser als in Wolfsburg. Insofern ist es nicht ungew\u00f6hnlich, dass der Betriebsrat entscheidend mitmischt, wenn wie im Fall von Kilian der Vertrag des Personalers absehbar ausl\u00e4uft. Ungew\u00f6hnlich ist allerdings die schrille Lautst\u00e4rke.Bei VW steht kein Nachfolger bereitDenn die IG Metall hat in Kilian jemanden gefunden, dem sie die unliebsamen Kompromisse anhaften kann. Gewerkschaftschefin Christiane Benner selbst kann sich als Mitglied des Aufsichtsrats auf Nachfolgesuche machen. Dieser Neue, dessen Name wom\u00f6glich erst weit nach den Sommer-Werksferien feststeht, wird die Vereinbarung zum Jobabbau ebenso umsetzen m\u00fcssen, wie es Kilian gemusst h\u00e4tte. Aber: Die Belegschaft wird sie ihm nicht genauso sehr ankreiden. Diese Distanz nutzt dem Betriebsrat und der Gewerkschaft, die stets um Mitglieder und Stimmen k\u00e4mpft. F\u00fcr die Zukunft von VW als erfolgreicher Konzern aber wird viel davon abh\u00e4ngen, wie kompromissbereit der Neue angesichts des Rauswurfs seines Vorg\u00e4ngers sein kann.Kilian konnte fr\u00fcher gut mit den \u00fcbrigen Vorst\u00e4nden, wurde wohl auch deshalb 2021 zus\u00e4tzlich Chef der Truck-Marken. Doch zuletzt tr\u00fcbte sich auch dieses Verh\u00e4ltnis ein. Kilian soll, so hei\u00dft es im Konzern, mit den \u00fcbrigen Vorst\u00e4nden aneinandergeraten sein, als um die Zukunft von Beteiligungen ging, die einige Konzernmanager wohl gern loswerden w\u00fcrden. Deshalb fehlte Kilian auch der R\u00fcckhalt seiner Vorstandskollegen, der ihn vielleicht noch h\u00e4tte retten k\u00f6nnen. So kam es zum Knall des unvorbereiteten Wechsels. Ein Nachfolger steht nicht bereit.Volkswagen-Pkw-Chef Arne Meiswinkel \u00fcbernimmt kommissarisch das Personalressort. Ein komplettes Vakuum ist das nicht \u2013 aber mitten im Stellenabbau, w\u00e4hrend die Umsetzung des Abfindungsprogramms in den Werken noch aussteht, br\u00e4uchte es eigentlich einen stabilen, eingearbeiteten Personalvorstand. Denn es sollte z\u00fcgig gehen: VW hat mehr als genug Baustellen.Der pl\u00f6tzliche Abschied des lang gedienten Kilian mag also in den Augen der Arbeitnehmervertreter und sogar seiner Vorstandskollegen eine gute Nachricht sein. 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Kleiner geht es beim Betriebsrat nicht.Volkswagen ist seit jeher ein politisierter Konzern \u2013 nicht nur, weil das Land Niedersachsen mit 20 Prozent der Stimmrechte beteiligt ist. Volkswagen ist f\u00fcr die Gewerkschaft IG Metall der Vorzeigekonzern schlechthin, wenn es um die eigene Macht geht. Und die ist zwar innerbetrieblich vorhanden \u2013 gegen die harte globale wirtschaftliche Realit\u00e4t kann sich aber auch die gr\u00f6\u00dfte deutsche Industriegewerkschaft nicht dauerhaft stemmen. Die Europ\u00e4er kaufen seit der Corona-Krise schlichtweg viel weniger Autos, die Umstellung auf Elektro l\u00e4uft langsamer als erwartet, China \u00fcberholt. Das trifft die ohnehin schwache Marge des Konzerns. Auch wenn der Betriebsrat einiges erreicht hat: Er musste den Mitarbeiter zuletzt wegen der \u00f6konomischen Realit\u00e4t einige unangenehme Wahrheiten zumuten. Die Werke in Dresden und perspektivisch wohl auch Osnabr\u00fcck werden bald nicht mehr zu VW geh\u00f6ren. 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Gewerkschaftschefin Christiane Benner selbst kann sich als Mitglied des Aufsichtsrats auf Nachfolgesuche machen. Dieser Neue, dessen Name wom\u00f6glich erst weit nach den Sommer-Werksferien feststeht, wird die Vereinbarung zum Jobabbau ebenso umsetzen m\u00fcssen, wie es Kilian gemusst h\u00e4tte. Aber: Die Belegschaft wird sie ihm nicht genauso sehr ankreiden. Diese Distanz nutzt dem Betriebsrat und der Gewerkschaft, die stets um Mitglieder und Stimmen k\u00e4mpft. F\u00fcr die Zukunft von VW als erfolgreicher Konzern aber wird viel davon abh\u00e4ngen, wie kompromissbereit der Neue angesichts des Rauswurfs seines Vorg\u00e4ngers sein kann.Kilian konnte fr\u00fcher gut mit den \u00fcbrigen Vorst\u00e4nden, wurde wohl auch deshalb 2021 zus\u00e4tzlich Chef der Truck-Marken. Doch zuletzt tr\u00fcbte sich auch dieses Verh\u00e4ltnis ein. Kilian soll, so hei\u00dft es im Konzern, mit den \u00fcbrigen Vorst\u00e4nden aneinandergeraten sein, als um die Zukunft von Beteiligungen ging, die einige Konzernmanager wohl gern loswerden w\u00fcrden. Deshalb fehlte Kilian auch der R\u00fcckhalt seiner Vorstandskollegen, der ihn vielleicht noch h\u00e4tte retten k\u00f6nnen. So kam es zum Knall des unvorbereiteten Wechsels. Ein Nachfolger steht nicht bereit.Volkswagen-Pkw-Chef Arne Meiswinkel \u00fcbernimmt kommissarisch das Personalressort. Ein komplettes Vakuum ist das nicht \u2013 aber mitten im Stellenabbau, w\u00e4hrend die Umsetzung des Abfindungsprogramms in den Werken noch aussteht, br\u00e4uchte es eigentlich einen stabilen, eingearbeiteten Personalvorstand. Denn es sollte z\u00fcgig gehen: VW hat mehr als genug Baustellen.Der pl\u00f6tzliche Abschied des lang gedienten Kilian mag also in den Augen der Arbeitnehmervertreter und sogar seiner Vorstandskollegen eine gute Nachricht sein. 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Einstige gro\u00dfe Wachstumshoffnungen f\u00fcr die Zentrale in Wolfsburg und anderswo sind pass\u00e9. Und der alte Haustarif sowieso.Internes Gesicht der Zumutungen ist Vorstand Kilian, der regelm\u00e4\u00dfig zum Fortgang berichtet \u2013 ausgerechnet ein Mann des Betriebsrats. Denn nicht nur bei VW, sondern bei allen gro\u00dfen deutschen Konzernen schlagen die Arbeitnehmer den obersten Personalchef vor, nicht die Eigent\u00fcmer. Das ist im Betriebsverfassungsgesetz so geregelt \u2013 nur l\u00e4uft es anderswo ger\u00e4uschloser als in Wolfsburg. Insofern ist es nicht ungew\u00f6hnlich, dass der Betriebsrat entscheidend mitmischt, wenn wie im Fall von Kilian der Vertrag des Personalers absehbar ausl\u00e4uft. Ungew\u00f6hnlich ist allerdings die schrille Lautst\u00e4rke.Bei VW steht kein Nachfolger bereitDenn die IG Metall hat in Kilian jemanden gefunden, dem sie die unliebsamen Kompromisse anhaften kann. 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Kilian soll, so hei\u00dft es im Konzern, mit den \u00fcbrigen Vorst\u00e4nden aneinandergeraten sein, als um die Zukunft von Beteiligungen ging, die einige Konzernmanager wohl gern loswerden w\u00fcrden. Deshalb fehlte Kilian auch der R\u00fcckhalt seiner Vorstandskollegen, der ihn vielleicht noch h\u00e4tte retten k\u00f6nnen. So kam es zum Knall des unvorbereiteten Wechsels. Ein Nachfolger steht nicht bereit.Volkswagen-Pkw-Chef Arne Meiswinkel \u00fcbernimmt kommissarisch das Personalressort. Ein komplettes Vakuum ist das nicht \u2013 aber mitten im Stellenabbau, w\u00e4hrend die Umsetzung des Abfindungsprogramms in den Werken noch aussteht, br\u00e4uchte es eigentlich einen stabilen, eingearbeiteten Personalvorstand. Denn es sollte z\u00fcgig gehen: VW hat mehr als genug Baustellen.Der pl\u00f6tzliche Abschied des lang gedienten Kilian mag also in den Augen der Arbeitnehmervertreter und sogar seiner Vorstandskollegen eine gute Nachricht sein. 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Doch jetzt muss ausgerechnet derjenige gehen, der den Plan eigentlich umsetzen sollte: Personalchef Gunnar Kilian verl\u00e4sst Knall auf Fall den Vorstand. \u201eDer R\u00fcckhalt f\u00fcr eine weitere Amtszeit fehlte\u201c, teilt der Betriebsrat unverbl\u00fcmt mit. Pflichtschuldig gibt es ein paar warme Worte, aber auch den Anwurf, mit der Aufk\u00fcndigung eines komfortablen Haustarifs habe Kilian \u201eeinen historischen Tabubruch\u201c begangen. Kleiner geht es beim Betriebsrat nicht.Volkswagen ist seit jeher ein politisierter Konzern \u2013 nicht nur, weil das Land Niedersachsen mit 20 Prozent der Stimmrechte beteiligt ist. Volkswagen ist f\u00fcr die Gewerkschaft IG Metall der Vorzeigekonzern schlechthin, wenn es um die eigene Macht geht. Und die ist zwar innerbetrieblich vorhanden \u2013 gegen die harte globale wirtschaftliche Realit\u00e4t kann sich aber auch die gr\u00f6\u00dfte deutsche Industriegewerkschaft nicht dauerhaft stemmen. Die Europ\u00e4er kaufen seit der Corona-Krise schlichtweg viel weniger Autos, die Umstellung auf Elektro l\u00e4uft langsamer als erwartet, China \u00fcberholt. Das trifft die ohnehin schwache Marge des Konzerns. Auch wenn der Betriebsrat einiges erreicht hat: Er musste den Mitarbeiter zuletzt wegen der \u00f6konomischen Realit\u00e4t einige unangenehme Wahrheiten zumuten. Die Werke in Dresden und perspektivisch wohl auch Osnabr\u00fcck werden bald nicht mehr zu VW geh\u00f6ren. Einstige gro\u00dfe Wachstumshoffnungen f\u00fcr die Zentrale in Wolfsburg und anderswo sind pass\u00e9. Und der alte Haustarif sowieso.Internes Gesicht der Zumutungen ist Vorstand Kilian, der regelm\u00e4\u00dfig zum Fortgang berichtet \u2013 ausgerechnet ein Mann des Betriebsrats. Denn nicht nur bei VW, sondern bei allen gro\u00dfen deutschen Konzernen schlagen die Arbeitnehmer den obersten Personalchef vor, nicht die Eigent\u00fcmer. Das ist im Betriebsverfassungsgesetz so geregelt \u2013 nur l\u00e4uft es anderswo ger\u00e4uschloser als in Wolfsburg. Insofern ist es nicht ungew\u00f6hnlich, dass der Betriebsrat entscheidend mitmischt, wenn wie im Fall von Kilian der Vertrag des Personalers absehbar ausl\u00e4uft. Ungew\u00f6hnlich ist allerdings die schrille Lautst\u00e4rke.Bei VW steht kein Nachfolger bereitDenn die IG Metall hat in Kilian jemanden gefunden, dem sie die unliebsamen Kompromisse anhaften kann. Gewerkschaftschefin Christiane Benner selbst kann sich als Mitglied des Aufsichtsrats auf Nachfolgesuche machen. Dieser Neue, dessen Name wom\u00f6glich erst weit nach den Sommer-Werksferien feststeht, wird die Vereinbarung zum Jobabbau ebenso umsetzen m\u00fcssen, wie es Kilian gemusst h\u00e4tte. Aber: Die Belegschaft wird sie ihm nicht genauso sehr ankreiden. Diese Distanz nutzt dem Betriebsrat und der Gewerkschaft, die stets um Mitglieder und Stimmen k\u00e4mpft. 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Kleiner geht es beim Betriebsrat nicht.Volkswagen ist seit jeher ein politisierter Konzern \u2013 nicht nur, weil das Land Niedersachsen mit 20 Prozent der Stimmrechte beteiligt ist. Volkswagen ist f\u00fcr die Gewerkschaft IG Metall der Vorzeigekonzern schlechthin, wenn es um die eigene Macht geht. Und die ist zwar innerbetrieblich vorhanden \u2013 gegen die harte globale wirtschaftliche Realit\u00e4t kann sich aber auch die gr\u00f6\u00dfte deutsche Industriegewerkschaft nicht dauerhaft stemmen. Die Europ\u00e4er kaufen seit der Corona-Krise schlichtweg viel weniger Autos, die Umstellung auf Elektro l\u00e4uft langsamer als erwartet, China \u00fcberholt. Das trifft die ohnehin schwache Marge des Konzerns. Auch wenn der Betriebsrat einiges erreicht hat: Er musste den Mitarbeiter zuletzt wegen der \u00f6konomischen Realit\u00e4t einige unangenehme Wahrheiten zumuten. Die Werke in Dresden und perspektivisch wohl auch Osnabr\u00fcck werden bald nicht mehr zu VW geh\u00f6ren. 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