US-Regierung legt dem Iran offenbar Bedingungen für Kriegsende vor

Die US-Regierung hat Medienberichten zufolge einen 15-Punkte-Plan zur Beendigung des Irankrieges vorgelegt. Pakistan habe dem Iran einen entsprechenden Entwurf mit Bedingungen übermittelt, berichteten unter anderem , die und die Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen.

Laut dem israelischen Sender Channel 12 verlangen die USA mutmaßlich ein Ende des Betriebs der Atomanlagen Natans, Isfahan ​und Fordow. Zudem solle in der Straße von Hormus demnach freier Schiffsverkehr gewährleistet werden. Die USA schlagen nach Angaben des Senders eine Feuerpause von einem Monat vor, um den Plan zu besprechen.

Dem Bericht von zufolge soll der Iran zu Teilen des Plans bereits Zustimmung signalisiert haben. Laut der ist indes unklar, wie der Iran auf die Vorschläge reagiert und ob Israel in die Pläne einbezogen wurde. Stellungnahmen der Regierungen in Washington und Teheran lagen zunächst nicht vor.

US-Präsident Donald Trump behauptete indes erneut, zwischen dem Iran und der Vereinigten Staaten gebe es Gespräche. „Wir sprechen tatsächlich mit den richtigen Leuten, und die wollen unbedingt einen Deal abschließen“ sagte er. US-Außenminister Marco Rubio und Vizepräsident JD Vance seien an den Verhandlungen beteiligt. Weitere Details zu dem mutmaßlichen Austausch nannte Trump nicht.

Ölpreis sinkt unter 100 US-Dollar

Der Iran reagierte zunächst nicht auf die Äußerungen des US-Präsidenten. Das iranische ‌Außenministerium und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Kalibaf ​hatten frühere Aussagen über angebliche Gespräche zwischen den Kriegsparteien dementiert. „Es haben keine Verhandlungen mit den USA stattgefunden“, sagte Kalibaf am Vortag. Mit der falschen Behauptung versuchten die USA, „Finanz- und Ölmärkte zu manipulieren“, teilte er mit.

Nach den erneuten Aussagen des US-Präsidenten über angebliche Verhandlungen mit dem Iran sind die Ölpreise unter die Marke von 100 US-Dollar gefallen. Der Preis für ein Barrel (159 Liter) Rohöl der Sorte Brent aus der Nordsee mit Lieferung im Mai lag leicht unter der Marke und gab damit innerhalb weniger Minuten um knapp vier Prozent nach.

Durch den ​Krieg ist die Durchfahrt durch die ‌Straße von Hormus größtenteils zum Erliegen gekommen. Durch die Meerenge wurden vor dem Krieg etwa ‌ein Fünftel des weltweiten Rohöls sowie zahlreiche andere Güter wie Dünger transportiert. Unter anderem die Blockade ließ die Öl- und Gaspreise zuletzt weltweit in die Höhe schnellen.

Der Iran hat indes eine Lockerung seiner Regeln für die Durchfahrt durch die Straße von Hormus angedeutet. Laut der iranischen UN‑Vertretung dürfen Schiffe, die nicht als feindlich gelten und keine militärischen Aktionen gegen den Iran unterstützen, den Seeweg nutzen – sofern sie sich an alle iranischen Sicherheitsvorschriften halten und die Passage mit den zuständigen Behörden abstimmen.

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