Kriegschroniken

Ukraine geht nach Korrputionsvorwürfen gegen Bankenvertreter vor

Ukraine geht nach Korrputionsvorwürfen gegen Bankenvertreter vor

Vor dem Hintergrund neuer Ermittlungen der ukrainischen Antikorruptionsbehörden will die Regierung in Kyjiw den Aufsichtsratsvorsitzenden und den Vorstandschef einer staatlichen Bank von ihren Aufgaben entbinden. Das teilte Ministerpräsident Serhij Korezkyj bei Telegram mit. Die von den Behörden veröffentlichten Fakten müssten angemessen bewertet werden und dürften nicht ohne Reaktion bleiben, teilte er mit.

Die Antikorruptionsbehörden der Ukraine hatten zuletzt Durchsuchungen bei Verdächtigen durchgeführt und am Mittwochmorgen über eine »Spezialoperation« informiert. Bei den Vorwürfen der Ermittler geht es um Geldwäsche in Millionenhöhe.

Im Fokus stand dabei auch die bisherige Vizechefin des Präsidialamtes in Kyjiw, Iryna Mudra, die Präsident Wolodymyr Selenskyj wenige Stunden später entließ. Zu den Gründen machte er keine Angaben. Mudra bestätigte am Abend bei Facebook, dass es eine Durchsuchung bei ihr gegeben habe und sie mit den Behörden kooperiere. In der Stellungnahme hieß es außerdem, dass sie ihren Rücktritt eingereicht habe.

Selenskyjs Präsidialbüro stand bereits in der Vergangenheit im Visier der Antikorruptionsbehörden. Danach hatte er den damaligen Leiter des Amtes, Andrij Jermak, entlassen. Selenskyj sicherte daraufhin insbesondere auch der Europäischen Union einen rigorosen Kampf gegen die Korruption in der Ukraine zu. Dies gilt als eine der wichtigsten Voraussetzungen für den ​angestrebten Beitritt der Ukraine zur Europäischen Union.

Vielleicht verpasst