Politik

Sprach Wegner mit Merz? „Dem Kanzler ist ein solches Telefonat nicht erinnerlich“

Sprach Wegner mit Merz? „Dem Kanzler ist ein solches Telefonat nicht erinnerlich“
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Berlin – Neue Wendung im Telefon-Zoff zwischen Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) und Berlins Regierendem Bürgermeister Kai Wegner (53, CDU)! Das Kanzleramt legt nach – und beruft sich jetzt direkt auf den Kanzler selbst! Auf BILD-Anfrage erklärt ein Regierungssprecher: „Im Übrigen ist dem Bundeskanzler ein solches Telefonat nicht erinnerlich.“

Zugleich verteidigt das Kanzleramt seine bisherige Darstellung. Die Aussage, „dass, soweit feststellbar, der Bundeskanzler während der Dauer des fragegegenständlichen Stromausfalls in Berlin im Januar 2026 kein persönliches Gespräch mit dem Regierenden Bürgermeister von Berlin Wegner geführt hat“, sei auf Grundlage aller verfügbaren Informationen erfolgt. Die Formulierung „soweit feststellbar“ bedeute, dass alle vorhandenen Daten „nach dem verfügbaren Kenntnisstand und in der gebotenen Sorgfalt ausgewertet wurden“.

Allerdings würden Telefonate und deren Inhalte grundsätzlich nicht vollständig dokumentiert: „Es wird zudem darauf hingewiesen, dass eine Erfassung sämtlicher geführter Gespräche bzw. deren Inhalte – einschließlich Telefonate – nicht erfolgt.“

Gleichzeitig betont das Kanzleramt, dass der Bund Berlin während des Stromausfalls eng unterstützt habe. Bereits am 3. Januar und in den Folgetagen habe es „mehrere Gespräche und andere Formen der Kommunikation auf verschiedenen Ebenen zwischen der Berliner Landesregierung und dem Bundeskanzleramt“ gegeben. Der Bundeskanzler sei „vom ersten Tag an eingebunden“ gewesen und „fortlaufend über den Sachstand unterrichtet“ worden.

DARUM geht es in dem Streit

Der Streit dreht sich um die Frage, ob Merz und Wegner am 4. Januar – also dem zweiten Tag des Stromausfalls – persönlich telefonierten. Das Kanzleramt verneint das. Die Berliner Senatskanzlei beharrt jedoch auf ihrer Version. Wegners Sprecherin Christine Richter (62) erklärte BILD: „Erstens stand der Regierende Bürgermeister bereits am 3. Januar mit dem Bundeskanzleramt im Austausch. Zweitens hat der Regierende Bürgermeister am 4. Januar mit dem Bundeskanzler telefoniert.“

Auch Wegner selbst hatte diesen Eindruck unmittelbar nach dem Blackout vermittelt. In einem RBB-Beitrag sagte er am 5. Januar: „Gestern habe ich einmal mehr mit dem Bundeskanzler gesprochen (...).“

Damit steht weiter Aussage gegen Aussage. Auf Bundesebene kommt Kritik von der Opposition. Grünen-Chef Felix Banaszak (36) sagt dem „Tagesspiegel“: „Bei der CDU wird die Lage immer verrückter: In einem verzweifelten Manöver versucht die CDU in Berlin, die Talfahrt in den Umfragen zu stoppen – und wirft dabei Fragen weit über den Berliner Landesverband hinaus bis hin zum Kanzler auf.“ Es brauche jetzt Transparenz zur Rolle des Kanzleramts.

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