Magdeburg – Vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt festigt sich das Stimmungsbild bei den Wählern. Den aktuellen Umfragen zufolge schaffen es fünf Parteien über die Fünf-Prozent-Hürde. Die AfD liegt weiterhin mit großem Abstand vorn. Aber: Für eine Alleinregierung reicht es nicht. Damit bleibt völlig offen, wer künftig regieren wird.
Was kurz vor den Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt auffällt: Für die AfD von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund (35) geht es nicht weiter hoch, im Gegenteil.
So entwickeln sich die Werte der AfD
In der Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen für das ZDF kommt die AfD zwar auf 40 Prozent. Das ist aber weniger als bei den Befragungen im August (Infratest dimap und INSA) mit jeweils 42 Prozent. Und vor allem ist es der schlechteste Wert für die Rechtspartei seit Anfang Mai. Damals holte sie in einer Umfrage von Infratest dimap 41 Prozent.
So steht es um die anderen Parteien
Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze (47) liegt bei 23 Prozent. Drittstärkste Kraft wäre die Linke mit 13 Prozent, gefolgt von SPD (9 Prozent) und Grünen (6 Prozent). Damit stabilisiert sich vor allem die SPD, die zwischenzeitlich in Umfragen bei 5 Prozent lag und um den Einzug in den Landtag von Sachsen-Anhalt bangen musste. Die FDP und das BSW kämen jeweils auf 3 Prozent und wären nicht im Parlament vertreten.
Für eine Alleinregierung der AfD reicht das nicht aus. Aber auch ein mögliches Bündnis aus CDU, SPD und Grünen käme nur auf 38 Prozent – zu wenig, um zu regieren. Dafür wäre eine Unterstützung durch die Linke notwendig, aber das schließt die CDU aus.
Am Mittwoch hatten sich die Spitzenkandidaten der sieben Parteien einen verbalen Schlagabtausch in der Live-Sendung des MDR geliefert. Die aktuelle Umfrage dürfte das nur begrenzt beeinflusst haben: Die Befragung wurde von Dienstag bis Donnerstag durchgeführt. Und bis zur Wahl am 6. September bleibt eine große Unsicherheit: 31 Prozent der Befragten gaben an, noch unentschlossen zu sein, welcher Partei sie ihre Stimme geben.