Pforzheim (Baden-Württemberg) – Großeinsatz der Polizei in einer Abschiebeeinrichtung in Pforzheim am Mittwochabend: Die Justizangestellten der Einrichtung riefen nach Verstärkung, weil eine Gruppe Abschiebehäftlinge ihnen gegenüber aggressiv wurde.
Um 18.15 Uhr setzten die Mitarbeiter der Einrichtung in Baden-Württemberg einen Hilferuf wegen „renitenter Insassen“ an die Polizei ab. 20 Männer verhielten sich feindselig gegenüber dem Personal und beleidigten es. Auslöser war ein Streit um die Nutzung des Freizeitraumes, so die Polizei zu BILD. Die Insassen waren mit den Regelungen der zeitlichen Nutzung nicht einverstanden, legten sich mit den Mitarbeitern an. Den Justizangestellten gelang es, die Flüchtlinge in einem Bereich des Gebäudes abzutrennen und einzuschließen. Doch angesichts der großen Zahl aufrührerischer Insassen riefen sie die Polizei zu Hilfe.
Die Polizei rückte daraufhin mit 30 Einsatzkräften an. Beamte konnten dann Kontakt zu den aufsässigen Insassen aufnehmen. Angesichts der Polizei verhielten sie sich dann auf einmal kooperativ. Die Beamten führten anschließend die 20 Abschiebehäftlinge einzeln in ihre Zimmer. Die Männer hätten keinen Widerstand geleistet, so die Polizei auf BILD‑Nachfrage. Der Einsatz zog sich über rund vier Stunden.
Laut Polizei wurde bei dem Vorfall und dem anschließenden Einsatz niemand verletzt. Was genau passiert ist, wird jetzt ermittelt. Anzeigen wurden bislang keine erstattet, so die Polizei. Am Ende sei alles friedlich verlaufen.