Kathmandu (Nepal) – Ein kleines Wunder vier Tage nach der Flutkatastrophe in Nepal: Polizisten konnten am Samstag ein siebenjähriges Mädchen retten, das verschüttet war. Das berichtet die „Nepal News“.
Das Kind war unter Trümmern und Schlamm gefangen. In einem Video der nepalesischen Polizei ist zu sehen, wie Beamte das Kind mit bloßen Händen ausgraben. Sie räumen dabei Schutt und Steine zur Seite. Das mit Schlamm beschmierte Kind war vier Tage unter den Trümmern gefangen.
Auch Eltern gerettet
Die Kleine wurde anschließend mit einem Hubschrauber in eine Klinik geflogen. Laut den Ärzten befindet sich die Siebenjährige in einem kritischen Zustand. Bereits zuvor waren ihre Eltern gerettet worden. Sie wurden in ein Krankenhaus in der Hauptstadt Kathmandu gebracht.
In Nepal und China wurden bereits 682 Tote aus den schwarzen Schlammmassen geborgen. Rund 3000 Menschen werden noch vermisst, darunter laut Auswärtigem Amt auch Deutsche im Bereich einer „hohen einstelligen Zahl“. Die Katastrophe ereignete sich am Mittwochvormittag (Ortszeit). Eine aus China kommende Flutwelle schoss durch die engen Täler und riss alles mit sich. Auslöser war mutmaßlich ein Gletscherabbruch auf tibetanischer Seite.