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Nach Angriff auf Saudi-Arabien: Steigt Donald Trump in den Krieg gegen die Huthis ein?

Nach Angriff auf Saudi-Arabien: Steigt Donald Trump in den Krieg gegen die Huthis ein?
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Riad (Saudi-Arabien) – Seine Feinde greifen weiter an, seine Verbündeten fordern Unterstützung, unter seinen Wählern verliert er den Rückhalt. Weil sich der von Donald Trump (80) begonnene Iran-Krieg zu einem gefährlichen Flächenbrand in der Golf-Region ausgeweitet hat, steht der US-Präsident von mehreren Seiten massiv unter Druck. Und jetzt droht ein möglicher weiterer Militäreinsatz der USA – diesmal gegen eine dezentral aufgestellte und bestens ausgerüstete Miliz: die Huthis.

Diese hatten im September nach der Eroberung der Insel Mayyun (Perim) sowie weiterer Küstengebiete die Kontrolle über die strategisch wichtige Meerenge Bab al-Mandab zwischen dem Roten Meer und dem Golf von Aden übernommen – damit drohte die Blockade einer weiteren Öl-Route. Inzwischen läuft jedoch eine Gegenoffensive der jemenitischen Regierung mit saudischer Unterstützung. Während die Saudis bereits die Rückeroberung der Meerenge verkündeten, berichten Militärquellen vor Ort weiterhin von heftigen Kämpfen.

Und Saudi-Arabien selbst ist zum Kriegsschauplatz geworden. Bei dem jüngsten Raketenangriff der von den Mullahs im Iran unterstützten Terror-Miliz auf den Flughafen von Riad starb auch ein US-Amerikaner. Das bringt wiederum den Präsidenten unter Zugzwang. In der Nacht spielte er bereits offen mit der Möglichkeit eines US-Einsatzes. „Vielleicht“, sagte er auf die Frage, ob sich die USA am Kampf gegen die Huthis beteiligen könnten. „Wir werden eine Entscheidung treffen. Wir handeln sehr schnell.“

Für Trump ist die Lage schwierig

Schnelles Handeln könnte die Lage aber noch verschlimmern – genauso wie nichts zu tun. CNN-Korrespondent Kevin Liptak spricht von einem „großen Dilemma“, in dem Trump steckt! Auf der einen Seite rufen seine Verbündeten in der Region, die zur Zielscheibe der Huthis geworden sind, immer offener nach Unterstützung. Riad gehen die Abwehrraketen aus.

Auf der anderen Seite ist schon der Krieg gegen den Iran in den USA unpopulär. Nur noch jeder Dritte hält den US-Militäreinsatz für richtig, 65 Prozent sind dagegen. Was viele Amerikaner am wenigsten wollen: noch einen Militäreinsatz in der Region. Und Trump dürfte klar sein: Eröffnet er eine weitere Front, brechen seine Zustimmungswerte vor den extrem wichtigen Zwischenwahlen im November endgültig ein.

21 US-Soldaten starben seit Februar

Schon jetzt steckt der Präsident in einem beispiellosen Umfragetief: Je nach Institut sind derzeit nur 30 bis 39 Prozent der Amerikaner mit seiner Amtsführung zufrieden. Neben den enormen Kosten des Krieges und den stark steigenden Energiepreisen sorgen auch die Opferzahlen auf amerikanischer Seite für Alarmstimmung. Nach offiziellen Angaben des Militärs sind seit Beginn des Krieges gegen den Iran 21 US-Soldaten gestorben und 865 verwundet worden.

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