Klarer geht’s nicht! Zehn Tage vor der Landtagswahl in Sachsen-Anhalt hat Bundeskanzler Friedrich Merz (70, CDU) bei RTL-Talkmasterin Pinar Atalay (48) auch sämtliche neu hinzugekommenen Spekulationen um eine Zusammenarbeit zwischen CDU und AfD unmissverständlich und so emotional wie selten zurückgewiesen.
„Wenn ich von denen höre, wie sie reden, die CDU vernichten, zerstören, das System zerstören, raus aus dem Euro, raus aus Schengen, raus aus dem Binnenmarkt“, rief Merz sichtlich erbost aus. Seine überdeutliche Absage: „Von dem Begriff Brandmauer halte ich relativ wenig, sondern ich möchte die Wähler und Wählerinnen zurückgewinnen, die diese Partei wählen. Aber ich möchte den Wählern auch sagen: Mit dieser Partei und ihren Funktionären ist eine Zusammenarbeit mit meiner Partei nicht möglich!“
„Wir unterscheiden uns fundamental“
„Weil“, so die unmissverständliche Begründung des Kanzlers, „wir uns fundamental in den wesentlichen politischen Fragen unterscheiden. Und zwar so fundamental, dass es da keine Kompromisse gibt. Ich kann nicht halb aus der EU austreten, ich kann nicht halb austreten aus der Nato, ich kann die CDU nicht halb zerstören.“
„Im Klartext heißt das: Das ist nicht vereinbar mit meiner Partei“, stellte Merz noch einmal fest. „Ich möchte die Wähler der AfD zurückgewinnen. Ich möchte sie davon überzeugen, dass die politische Mitte stark genug ist, um die Probleme zu lösen.“
Die Talkmasterin bohrte trotzdem noch mal nach: „Sind Sie sicher, dass keiner der Landtagsabgeordneten der CDU ausschert?“ Merz betont sicher: „Wir haben einen klaren Parteitagsbeschluss. Ich gehe davon aus, dass sich alle daran halten.“