Politik

Mail von Martenstein: Schlechte Nachrichten für deutsches Bier

Mail von Martenstein: Schlechte Nachrichten für deutsches Bier
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in diesem Sommer war ich in Italien und England. Bis vor ein paar Jahren gab es Dich im Ausland nach meinem Eindruck fast überall. Du warst weltweit so beliebt wie einst Franz Beckenbauer, Dein Ruf war tadellos.

Ich trinke ja eher Wein. Aber es fällt halt auf.

Jetzt habe ich Dich also drei Wochen lang kein einziges Mal gesehen. Nicht mal im Supermarkt.

Sogar in England gab es Moretti und Peroni aus Italien, nicht selten waren Kronenbourg aus Frankreich und Stella aus Belgien, Madri und San Miguel aus Spanien sind sogar in Italien hin und wieder zu sehen, die Holländer scheinen mit Heineken und Amstel zumindest ihre Stellung halbwegs zu halten, das tschechische Budweiser war eher selten, aber man sah es.

Kein Beck’s. Kein Warsteiner. Kein Erdinger.

Du warst mal weltweit ein Symbol für Deutschlands Qualitäten, genau wie die Autos aus Deutschland (voll in der Krise) und der deutsche Fußball (schafft Klopp die Wende?).

Weltweit hochgeachtet bleiben deutsches Brot und deutsche Weihnachtsmärkte. Die haben aber inzwischen ein Sicherheitsproblem, außer der Weihnachtsmarkt in Dubai.

Ich habe eine schlechte Nachricht für dich, deutsches Bier. Was es in England und Italien aus Deutschland immer noch vielerorts gibt, sind Goldbärchen von Haribo.

Bleib stark, Dein

Harald Martenstein

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