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Kartoffelernte um ein Viertel eingebrochen: Was das für die Preise bedeutet

Kartoffelernte um ein Viertel eingebrochen: Was das für die Preise bedeutet
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Berlin – Die Kartoffelernte in Deutschland lässt die Alarmglocken schrillen. Die Landwirte erwarten in diesem Jahr nur 10,4 Millionen Tonnen des Grundnahrungsmittels. Das sind rund ein Viertel (25,2 %) weniger als im Vorjahr (13,9 Millionen Tonnen).

Für die deutschen Kartoffelbauern ist es ein mageres Jahr. Während es im Vorjahr (2025) noch eine Kartoffel-Flut gab, bei der Landwirte die Knollen kaum loswurden, kommt jetzt der Ernteeinbruch. Werden Lebensmittel, wie Pommes und Co., jetzt für Verbraucher deutlich teurer?

Der Grund für den Ernteeinbruch

Schuld an der Misere in der Landwirtschaft ist vor allem der trockene Hitze-Sommer. Der EU-Klimadienst Copernicus hat bestätigt: Der vergangene Sommer war klimatisch extrem. Im Frühjahr sorgten zunächst starke Niederschläge für einen verspäteten Saisonstart. Dann wurde es schnell zu trocken und auch zu heiß. In Deutschland wurden an durchschnittlich 22 Tagen mehr als 30 Grad gemessen.

Die Zahlen zur Kartoffel

Das erschreckende Ergebnis der Hitzewelle: Der Ertrag je Hektar sank bei Kartoffeln um 15 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nur noch 38 Tonnen. Auch im Vergleich zum Durchschnitt der vergangenen Jahre waren es noch elf Prozent weniger. Weil auch noch die Anbaufläche um 11 Prozent auf 268.300 Hektar sank, ergibt sich laut Prognose insgesamt 25,2 Prozent weniger Ernte. Laut Ministerium könnten sich bis Jahresende noch leichte Abweichungen ergeben.

Auch die Ernte von Mais und Raps brach ein. Der Bundeslandwirtschaftsminister sprach sogar von einer „massiven Krise von nationaler Tragweite“.

So entwickeln sich die Preise für Kartoffeln

Der Ernteeinbruch hat auch für die Preise Folgen. Kartoffeln sind bereits teurer geworden: Für frühe festkochende Speisekartoffeln bekommen Landwirte derzeit rund 35 bis knapp 40 Euro pro 100 Kilogramm. Das sind 10 bis 15 Euro mehr als vor einem Jahr. Da kommt schnell die Sorge auf, dass Kartoffeln, Pommes & Co. auch für Endkunden teurer werden könnten. Dem soll laut Bundeslandwirtschaftsministerium aber vorerst nicht so sein. Eine Sprecherin zu BILD: „Das Preisniveau bei Kartoffeln dürfte für Verbraucherinnen und Verbraucher mittelfristig stabil bleiben.“

500 Millionen Euro für Landwirte

Die deutschen Bauern hatten Hilfe eingefordert und nach einem Sofortprogramm wegen die schlechten Ernte verlangt. Nun sollen sie diese Hilfe bekommen. Damit die Betriebe auch im kommenden Jahr „handlungsfähig bleiben und die Ernte 2027 sicherstellen können“, habe das Landwirtschaftsministerium gemeinsam mit der Landwirtschaftlichen Rentenbank ein Liquiditätsprogramm mit einem Umfang von 500 Millionen Euro aufgelegt.

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