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James Talarico: Demokrat vor historischem Sieg in Texas

James Talarico: Demokrat vor historischem Sieg in Texas
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Austin (Texas) – Politisches Erdbeben in Texas! In einer der mächtigsten Hochburgen der Republikaner gehen sowohl der Gouverneursposten als auch der Senatssitz an die Demokraten! Das ist in etwa so, als würde die CSU Bayern verlieren.

Der Demokrat James Talarico (37) besiegt seinen republikanischen Gegner Ken Paxton (63) mit einem Erdrutschsieg von ca. 58 zu 40 Prozent – obwohl Trump Paxton starkl unterstützt hatte. Damit gelingt Talarico eine Sensation: Seit 1988 hat kein Demokrat mehr eine Senatswahl in Texas gewonnen.

Und der Gouverneursposten war seit 1994 in Republikanerhand: Jetzt ist da plötzlich eine demokratische Frau an der Macht! Gina Hinojosa (53) ist damit auch die erste Gouverneurin mit lateinamerikanischen Wurzeln.

Vor zwei Jahren war das noch undenkbar

Noch 2024 hatte US-Präsident Donald Trump (80) den Bundesstaat mit mehr als 13 Punkten Vorsprung geholt. Besonders bitter für die Republikaner: Sie warfen enorme Summen in die Schlacht um Texas. Mehr als 280 Millionen Dollar flossen laut der Nachrichtenagentur AP auf republikanischer Seite, fast doppelt so viel wie bei den Demokraten. Auch Tech-Milliardär Elon Musk (55) unterstützte Paxton finanziell und attackierte Talarico immer wieder öffentlich.

Doch selbst die Millionen konnten Paxton nicht retten. Der texanische Generalstaatsanwalt gilt als Skandal-Politiker. 2015 wurde er wegen Wertpapierbetrugsvorwürfen angeklagt, die Verfahren wurden 2024 eingestellt. 2023 leitete das von Republikanern kontrollierte Repräsentantenhaus von Texas ein Amtsenthebungsverfahren gegen ihn ein. Im Raum standen unter anderem Vorwürfe des Amtsmissbrauchs und der Bestechlichkeit. Der Senat von Texas sprach Paxton anschließend in allen Punkten frei.

Trumps Erzfeind gewinnt

Im Wahlkampf setzte Talarico trotzdem genau dort an. Er griff Paxtons Skandalgeschichte an und machte gleichzeitig steigende Lebenshaltungskosten, Trumps Zölle und den Iran-Krieg zum Thema. Besonders Latino-Wähler wanderten wieder stärker zu den Demokraten.

Talarico führte einen intensiven, weitgehend fehlerfreien Wahlkampf. Per Bus tingelte er auch durch die Provinz, beraten von einem eingeschworenen Team meist junger Berater. Seine Gegner wollten frühere „woke“ Ansichten für TV-Angriffsspots nutzen, besonders seine Aussage, Gott sei geschlechtsneutral. Trump stempelte ihn als „ultraliberalen Halb-Irren“ ab, verulkte ihn als „TalaFREAKo“, einen „Freak“. Doch das schweißte seine Anhänger nur noch enger zusammen: Viele Fans tragen trotzig T-Shirts mit der Aufschrift „I am a Talafreako“.

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