Washington – Jahrelang haben sie sich beschimpft, provoziert und gegenseitig mit heftigen Vorwürfen überzogen. US-Präsident Trump (83) wollte die demokratische Kongressabgeordnete Ilhan Omar (44) zurück nach Somalia schicken, nannte sie „Müll“. Sie bezeichnete ihn als „Faschisten“ und seine Fixierung auf sie als „unheimlich“. Jetzt erreicht die Fehde eine neue Dimension: Montagmorgen durchsuchten Bundesermittler das Haus von Omar in Washington. Möglicher Verdacht: Einwanderungsbetrug!
Beamte der Homeland Security Investigations (untersteht Trumps Einwanderungs- und Zollbehörde ICE) vollstreckten einen Durchsuchungsbeschluss. Das Justizministerium bestätigte: Die Operation sei Teil laufender strafrechtlicher Bundesermittlungen. Nach Informationen von US-Sender „Fox News“ geht es bei den Ermittlungen um Omars Einwanderungsunterlagen. Zwei mit dem Fall vertraute Quellen erklärten dem Sender, die betreffenden Dokumente seien von Omars inzwischen verstorbenem Vater ausgefüllt worden, als sie noch ein Kind war.
„Schickt sie zurück!“
Der persönliche Hass-Zoff zwischen Trump und Omar reicht Jahre zurück. Im Sommer 2019 legte sich Trump mit Omar und drei weiteren progressiven Demokratinnen im Kongress an. Er erklärte, sie sollten in die Länder „zurückgehen“, aus denen sie kämen. Bei einer Wahlkampfveranstaltung skandierten seine Anhänger: „Schickt sie zurück! Schickt sie zurück!“
Sechs Jahre später wurde der Ton noch brutaler. Im Dezember 2025 wetterte Trump bei einer Kabinettssitzung gegen Somalia und gegen Omar. Über die Abgeordnete sagte er: „Ich beobachte sie immer. Sie hasst jeden. Und ich glaube, sie ist eine unfähige Person.“ Dann legte er nach: „Ilhan Omar ist Müll. Ihre Freunde sind Müll.“ Omar antwortete: „Seine Besessenheit von mir ist unheimlich.“ Und weiter: „Ich hoffe, dass er die Hilfe bekommt, die er dringend braucht.“
Seit Jahren kursiert der Vorwurf, Omar habe ihren Bruder geheiratet, um das US-Einwanderungsrecht zu umgehen. Omar hat diese Behauptung wiederholt bestritten. Im September 2026 bestätigte Trumps Grenz-Beauftragter Tom Homan, dass gegen die Demokratin eine „strafrechtliche“ Untersuchung laufe.
Die Durchsuchung bedeutet nicht, dass Omar schuldig ist. Fest steht aber: Die Ermittlungen laufen mit richterlich genehmigtem Durchsuchungsbeschluss. Wenige Wochen vor den US-Zwischenwahlen spitzt sich eine der giftigsten politischen Fehden Amerikas weiter zu.