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Hayden Panettiere: Trieb ein Zebra-Unfall sie in die Drogensucht?

Hayden Panettiere: Trieb ein Zebra-Unfall sie in die Drogensucht?
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Greenville (USA) – Ein Sturz vom Zebra veränderte ihr Leben für immer. Hayden Panettiere (†36) war erst 15 Jahre alt, als sie bei den Dreharbeiten zum Film „Im Rennstall ist das Zebra los“ in Südafrika einen schweren Unfall erlitt. Mehr als zwei Jahrzehnte später kämpfte die Schauspielerin nach eigenen Angaben noch immer mit den Folgen der Verletzungen. In ihren Memoiren beschreibt sie, wie die chronischen Schmerzen sie immer wieder zu starken Schmerzmitteln greifen ließen. War der Zebra-Unfall der Beginn einer verhängnisvollen Abwärtsspirale?

Für den Kinderfilm hatte Panettiere wochenlang das Reiten gelernt und führte viele Stunts selbst aus. Doch während der Dreharbeiten wurde sie von einem Zebra abgeworfen. Die Folgen waren gravierend: eine Gehirnerschütterung, ein schweres Schleudertrauma und Verletzungen an zwei Halswirbeln.

Hayden nahm Opioide gegen Schmerzen

„Auch mehr als 20 Jahre später machen mir diese Verletzungen noch zu schaffen“, schreibt die Schauspielerin in ihrem Buch „This is Me: A Reckoning“. Immer dann, wenn die Schmerzen zurückkehrten, habe sie zu Opioiden gegriffen.

Genau diese Medikamente stehen seit Jahren im Zentrum einer Gesundheitskrise in den USA. Opioide sind hochwirksame Schmerzmittel, die häufig nach schweren Verletzungen oder Operationen verschrieben werden. Sie können Schmerzen effektiv lindern, bergen aber ein erhebliches Suchtpotenzial. Millionen Amerikaner entwickelten in den vergangenen Jahrzehnten Abhängigkeiten von verschreibungspflichtigen Opioiden. Experten warnen zudem, dass hohe Dosierungen oder die Kombination mit Alkohol besonders gefährlich sind. Beide Substanzen können die Atmung verlangsamen. Im schlimmsten Fall drohen Bewusstlosigkeit, Atemstillstand und der Tod.

Panettieres lange Suchtgeschichte

Viele sehen deshalb einen Zusammenhang zwischen Panettieres Verletzungen und ihrer späteren Suchtgeschichte. Die Schauspielerin selbst habe den verstärkten Opioidkonsum immer wieder mit dem Wiederaufflammen ihrer Nackenverletzung in Verbindung gebracht.

Doch die Ursachen ihres Absturzes waren offenbar noch komplexer. Bereits mit 15 Jahren begann Panettiere nach eigenen Angaben, sogenannte „Glückspillen“ einzunehmen, um in Interviews lebhafter und selbstsicherer zu wirken. Später verschärften sich ihre Probleme durch psychische Belastungen.

Besonders schwer traf sie die Zeit nach der Geburt ihrer Tochter Kaya im Jahr 2014. Die Schauspielerin litt unter einer Wochenbettdepression. Sie habe nach der Entbindung zunächst kaum Gefühle gespürt und schließlich zum Alkohol gegriffen. „Ich griff zum Wein, was schließlich in einer Alkoholabhängigkeit mündete. So bewältigte ich meinen Alltag“, schrieb sie.

Panettiere machte einen Entzug

2020 zog Panettiere schließlich die Reißleine und absolvierte einen achtmonatigen Entzug. Nach ihren Angaben warnte sie ein Arzt damals eindringlich, dass ihr Alkoholkonsum lebensbedrohliche Folgen haben könnte, wenn sie ihr Leben nicht ändere.

Jetzt ist Hayden Panettiere tot. Die Schauspielerin wurde am Sonntag leblos in einer Airbnb-Unterkunft in South Carolina entdeckt. Die Ermittler prüfen derzeit die genauen Todesumstände. Mehrere US-Medien berichten von einer mutmaßlichen Überdosis.

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