Sport

Hannover 96: Boldt vor dem Aus! Was das für Wagner bedeutet

Hannover 96: Boldt vor dem Aus! Was das für Wagner bedeutet
TTS-Player überspringen↵Artikel weiterlesen

Bosse-Beben bei Hannover 96. Der Zweitligist ist in der Mega-Krise. Statt Aufstiegs-Traum geht die Abstiegs-Angst um. Der Trainer-Wechsel von Christian Titz (55) zu Sandro Wagner (38) ist verpufft. Im Klub wurde Jonas Boldt (44) als Hauptverantwortlicher für die Talfahrt ausgemacht. Der Sport-Geschäftsführer wackelt bedenklich. Und ist kaum noch zu retten.

Die HAZ berichtete, dass nächste Woche eine Entscheidung fallen soll. BILD weiß: Nach der Sonntags-Begegnung gegen Dresden (13.30 Uhr, Sky) wird es Anfang der Woche eine Aufsichtsratssitzung geben. Dort wird dann über die Boldt-Zukunft abgestimmt. Die klare Tendenz: Er wird trotz Vertrag bis Ende Mai 2029 freigestellt werden.

Hannover 96: Jonas Boldt vor dem Aus

Die interne Vorwurfsliste ist lang – u.a. wird Boldt (erst seit 1.6.26 im Amt) trotz kurzer Einarbeitungszeit der verkorkste Transfer-Sommer vorgeworfen. Zudem sorgte der Urlaub vorm Niedersachsen-Derby (0:2 in Braunschweig) für Kritik. Sollte es zur Trennung kommen, kommt es zur dritten Neuausrichtung des Klubs in nicht einmal einem Jahr. Jörg Schmadtke (62) schmiss vergangenen März nach gerade mal drei Monaten als Geschäftsführer Sport hin. Boldt hätte bei einer Entlassung gerade mal zwei Monate mehr durchgehalten. Schleudersitz Hannover-Boss!

Mit einem Boldt-Rauswurf wäre bei 96 aber noch lange nicht Schluss mit den personellen Konsequenzen. Denn auch Sportdirektor Ralf Becker (56/Vertrag bis Saisonende) hat wohl keine Zukunft mehr. Nach BILD-Informationen will Hannover zukünftig wieder auf einen starken Sportdirektor setzen. Dabei soll das Modell Marcus Mann (42/jetzt Salzburg) zum Vorbild dienen. Der Manager kam 2021 aus dem Nachwuchsleistungszentrum der TSG Hoffenheim. Und machte mit cleveren Transfer-Entscheidungen und einer eigenen Philosophie aus dem Chaos-Klub 96 einen Aufstiegs-Aspiranten. Deswegen soll bei einer Boldt-Trennung wieder auf einen externen, jungen und unverbrauchten Macher gesetzt werden. Intern fallen in diesem Zusammenhang immer wieder Schlagwörter wie innovativ, kreativ, modern.

Die Entscheidung über den neuen Macher – ein Boldt-Aus in der kommenden Woche vorausgesetzt – soll im Optimalfall noch in diesem Jahr fallen. Und was würde das Boldt-Aus für Trainer Wagner bedeuten? Boldt hatte ihm nach dem Pokal-Aus gegen Lautern (0:2) eine Job-Garantie gegeben: „Solange ich da bin, auf jeden Fall!“ Die Tendenz: Wagner dürfte erst mal weitermachen. Allerdings stünde mit U23-Trainer Lars Barlemann (36) eine bewährte Interimslösung bereit.

Vielleicht verpasst