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Gutachten veröffentlicht: Schütteltrauma bei Baby! Frau des Stade-Killers droht Haft

Gutachten veröffentlicht: Schütteltrauma bei Baby! Frau des Stade-Killers droht Haft
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Stade/Hannover – Am Anfang stand ein schwer verletztes Baby, am Ende waren sechs Menschen tot. Weil ihre damals drei Monate alte Tochter mit einer Hirnblutung ins Krankenhaus kam, verloren die Eltern das Sorgerecht. Das Schütteltrauma wird in einem Gutachten bestätigt, das der Staatsanwaltschaft Hannover jetzt vorliegt. Der folgende Streit eskalierte Ende Juni in einer tödlichen Schießerei.

Für die Mutter könnte das Gutachten jetzt ernste Folgen haben. „Die Ermittlungen gegen die Kindesmutter dauern an“, teilte die Staatsanwaltschaft mit. Ihr droht eine Anklage wegen schwerer Kindesmisshandlung. Bei einer Verurteilung könnte sie ins Gefängnis kommen.

Ärzte hatten schon im April einen Verdacht

Das damals drei Monate alte Mädchen war im April mit einer Hirnblutung in die Medizinische Hochschule Hannover gekommen. Die Verletzungen des Babys führten nach bisherigen Erkenntnissen zu einer Kette von Ereignissen, die in Stade mit sechs Toten endete. Schon damals vermuteten Ärzte ein Schütteltrauma, weshalb den Eltern das Sorgerecht entzogen wurde. Ein Gericht entschied schließlich, dass die Mutter mit ihrer Tochter in einer Mutter-Kind-Einrichtung in Stade leben sollte.

Dort wollten Mitarbeiter des Jugendamts und der Einrichtung am 29. Juni mit den Eltern über das Sorgerecht sprechen. Die Situation eskalierte: Der Vater zog eine Waffe und erschoss sechs Menschen, vier Frauen und zwei Männer. Ermittler gehen weiterhin davon aus, dass der Sorgerechtsstreit das Motiv für die Tat war. Der Mann wurde kurz darauf festgenommen und nahm sich später im Gefängnis das Leben. Das Mädchen lebt inzwischen getrennt von seiner Mutter in einer anderen Einrichtung.

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