Schenefeld (Schleswig-Holstein) – Er bemerkte den Rauch, lief zum brennenden Haus – und rettete sieben Menschen! In Schenefeld kam es in der Nacht zu einem dramatischen Feuerwehreinsatz. Ein Nachbar bemerkte den Brand in dem bewohnten Reetdachhaus und handelte sofort.
Noch bevor die übrigen Einsatzkräfte eintrafen, handelte ein Feuerwehrmann aus der unmittelbaren Nachbarschaft. Der Mann hatte um 2.39 Uhr den Rauch von seinem Grundstück in Schenefeld (Schleswig-Holstein) aus gesehen. Er eilte zu dem Gebäude, um nach den Bewohnern zu suchen.
Nicht alle Bewohner hatten das Feuer bemerkt
Der Retter verhinderte so das Schlimmste. Denn nicht alle Bewohner hatten den Brand bemerkt. Einige mussten sogar noch geweckt werden. Der Feuerwehrmann brachte sieben Menschen in Sicherheit, darunter auch Kinder und Jugendliche. Eine weitere Person hatte das Haus bis dahin selbstständig verlassen. Damit waren alle acht Menschen aus dem Gebäude gerettet, noch bevor die restlichen Einsatzkräfte eintrafen. Die Feuerwehr erklärte: „Durch das beherzte Eingreifen konnten alle acht Personen gerettet werden.“
Mehr als 60 Einsatzkräfte gegen die Flammen
Einige Betroffene klagten über Atemwegsreizungen. Auch der Feuerwehrmann, der die Bewohner gerettet hatte, wurde untersucht. Während die Bewohner in Sicherheit waren, breitete sich das Feuer rasant aus. Die Flammen erfassten nach Angaben der Feuerwehr innerhalb kurzer Zeit nahezu das gesamte Reetdach des L-förmigen Gebäudes.
Mehr als 60 Einsatzkräfte kämpften gegen den Großbrand. Ein Übergreifen der Flammen auf benachbarte Wohnhäuser konnte verhindert werden. Wegen der starken Rauchentwicklung wurde eine amtliche Warnung über das Modulare Warnsystem (MOWAS) für die Bewohner von Schenefeld aktiviert.
Kriminalpolizei nahm Ermittlungen auf
Um 4.47 Uhr meldete die Einsatzleitung „Feuer unter Kontrolle“. Die Löscharbeiten dauerten zu diesem Zeitpunkt allerdings weiter an. Für die Nachlöscharbeiten wurde zusätzlich ein Greifarmbagger angefordert. Noch während des Einsatzes nahm die Polizei die Ermittlungen auf. Zur Brandursache und zur Höhe des Schadens lagen zunächst keine Angaben vor.