Hauptnachrichten

Flugzeug-Crew zu betrunken für den Start: Saufgelage im Luxusresort

Flugzeug-Crew zu betrunken für den Start: Saufgelage im Luxusresort
TTS-Player überspringenArtikel weiterlesen

Bridgetown (Barbados) – Kein technischer Defekt, kein Streik, keine Sturmwarnung. Ein Flug von British Airways von Barbados nach London wurde kurz vor dem Start gestrichen, weil die Crew noch betrunken im Hotel lag! Eine Flugbegleiterin übergab sich am Vorabend in der Hotelbar, ein Steward musste in sein Zimmer getragen werden.

Der Flug BA254 sollte am Sonntagnachmittag in der Karibik starten und am in London-Heathrow landen. Doch die 336 Passagiere warteten vergeblich am Terminal. Ihr Flugzeug blieb am Boden, nachdem mehrere Crewmitglieder in einem Luxusresort gefeiert und sich nur wenige Stunden vor dem Start maßlos betrunken hatten. Das berichten unter anderem die Nachrichtenagentur Press Association und The Sun.

Steward bricht zusammen

Die Feier der Crew soll in ein regelrechtes Saufgelage ausgeartet sein. Es fing mit ein paar Drinks in einem Luxusresort auf der Karibikinsel Barbados an. Als immer mehr Wodka und Bier serviert wurden, lockerte sich auch die Stimmung. Hotelgäste beschwerten sich bereits über das Verhalten der Gruppe. Sie fingen sogar an, die Flugbesatzung zu filmen. Diese machte aus ihrem Beruf und dem nahenden Start kein Geheimnis. „Wir sind British-Airways-Crew – na und?“, sollen sie lallend den Hotelgästen geantwortet haben.

Mehr noch: Wenige Stunden vor dem Abflug habe sich eine Flugbegleiterin in der Hotelbar übergeben. Ein Steward sei laut Bericht zusammengebrochen und habe in sein Zimmer gebracht werden müssen. Daraufhin zog British Airways die komplette Besatzung des geplanten Fluges aus dem Verkehr. Immerhin: Die Piloten sollen laut mehreren Medien nicht mitgefeiert haben.

Flugbesatzung suspendiert

British Airways bestätigte Ermittlungen zu dem Vorfall. Die Airline erklärte: „Wir erwarten von unserer Crew höchste Standards und untersuchen diesen Vorfall mit Hochdruck.“ Vier Flugbegleiter wurden vom Dienst suspendiert. Die Crew-Mitglieder mussten anschließend selbst als Passagiere auf anderen Flügen zurück nach Großbritannien reisen. Die Feier ihrer Angestellten könnte für British Airways teuer werden. Der Ersatzflug und Entschädigungszahlungen für Passagiere können mehrere Hunderttausend Pfund kosten.

Vielleicht verpasst