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Flüchtlinge aus Ukraine: Im wehrfähigen Alter wollen nur drei Männer zurück

Flüchtlinge aus Ukraine: Im wehrfähigen Alter wollen nur drei Männer zurück
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Berlin – In ihrer Heimat tobt der russische Angriffskrieg, täglich sterben Soldaten und Zivilisten. Vor dem fünften Kriegswinter leben laut Ausländerzentralregister mehr als 1,3 Millionen Schutzsuchende aus der Ukraine in Deutschland. Und das konkrete Interesse an einer Rückkehr in ihr Land ist derzeit gering – insbesondere unter Männern im wehrfähigen Alter.

Laut Beratungszentrum für rückkehrwillige Ukrainer in Berlin wurden seit der Eröffnung der Einrichtung im April dieses Jahres „etwa 60 Anfragen bezüglich der Möglichkeiten einer Rückkehr in die Ukraine verzeichnet“. Lediglich drei Anfragen kamen von Männern im potenziell wehrfähigen Alter. Brisant ist diese Zahl deshalb, weil die Ukraine im Abwehrkampf darauf angewiesen ist, weiterhin Soldaten rekrutieren zu können.

Im grundsätzlich wehrfähigen Alter zwischen 23 und 60 Jahren hielten sich zum Stichtag Ende Mai 2026 laut Innenministerium 265.804 ukrainische Männer in Deutschland auf. Diese Zahlen lassen allerdings keinen Rückschluss auf gesundheitliche Eignung oder mögliche Befreiungen von der Wehrpflicht zu.

Die meisten Anfragen kommen von Rentnern

Bei den Anfragen ans Beratungszentrum handelt es sich laut einem Bericht der „Rheinischen Post“ überwiegend um „Bürger im Rentenalter“. Sie hätten statt konkreter Gesuche nach Unterstützung bei der Rückkehr auch eher „Informations- und Beratungsanfragen“ gestellt. Laut Zentrum plane die Mehrheit der Anfragesteller eine Rückkehr erst nach dem Ende der russischen Angriffe und der Stabilisierung der Sicherheitslage in der Ukraine.

Das Beratungszentrum „Unity Hub“ wurde als Anlaufstelle für alle ukrainischen Flüchtlinge in Deutschland eingerichtet. Ziel ist es laut Innenministerium, die Verbundenheit der betroffenen Menschen mit der Ukraine zu stärken und die Bereitschaft zu einer Rückkehr zu fördern. Der Bund stellt die Räumlichkeiten kostenfrei zur Verfügung, der Betrieb erfolgt durch die Ukraine.

Minister Alexander Dobrindt (56, CSU) sagte bei der Eröffnung: „Mit dem Unity Hub Berlin schaffen wir für Menschen aus der Ukraine eine Anlaufstelle zu allen Fragen einer Zukunft in der Ukraine.“ Auch wenn die derzeit noch ungewiss ist.

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